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	<title>Mädchenmannschaft &#187; Wahlkampf 09</title>
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		<title>„Jede Diskriminierung ist abzulehnen“ &#8211; Das Wahlprogramm der Piratenpartei</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 09:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gendertrouble]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. September ist Bundestagswahl. Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen. Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein. Als wir intern in der Mädchenmannschaft entschieden haben, wer welches Parteiprogramm vorstellt, war ich zuerst der Meinung, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 27. September ist Bundestagswahl. Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen.<br />
Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein.</em></p>
<p>Als wir intern in der Mädchenmannschaft entschieden haben, wer welches Parteiprogramm vorstellt, war ich zuerst der Meinung, die Partei mit der wenigsten Arbeit abgegriffen zu haben, denn die Piraten waren bis dahin nicht als Partei, die irgendwie mit Frauenthemen zu tun hat, in Erscheinung getreten.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-4952" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9d/Logo_Piratenpartei_Deutschland_3D.svg/701px-Logo_Piratenpartei_Deutschland_3D.svg.png" alt="Logo der Piratenpartei" width="236" height="103" />Inzwischen hat sich das geändert. Über die Piratenpartei wurde viel geschrieben, vor allem in der Blogwelt. Deswegen wird diese Folge unserer Reihe (die damit auch  endet) ein wenig anders sein als die anderen, denn neben der Vorstellung des Programms unter frauenpolitischen Aspekten darf wohl eine kleine Blogschau zu diesem Thema nicht fehlen.</p>
<p>Aber immer der Reihe nach, widmen wir uns als erstes dem offiziellen <a href="http://www.piratenpartei.de/tmp/Wahlprogramm_Bundestagswahl2009.pdf" target="_blank">Wahlprogramm</a> (PDF, 396KB):<br />
Gleich zu Anfang bekennen sich die Piraten klar zu den Menschenrechten und dem Grundgesetz und es kann vorweg genommen werden, dass dies auch die einzige Stelle ist, die über den Themenbereich „Datenschutz &amp; Internet“ etc. hinaus geht:</p>
<blockquote><p>„Die dort genannten Rechte sind unteilbar und gelten für jeden Menschen gleichermaßen, unabhängig von seiner Herkunft, seiner Religion, seinem Geschlecht, seiner Kultur oder anderer Merkmale. […] Jede Diskriminierung ist abzulehnen.“</p></blockquote>
<p>Die Wörter „Frauen“, „Gleichberechtigung“ oder „Quote“ kommen in dem Programm nicht vor. Die Sprache ist nicht gegendert, an einzelnen Stellen findet sich zwar ein „Bürgerinnen und Bürger“, sonst wird konsequent die männliche Form verwendet. Es fehlt der sonst in solchen Fällen übliche Hinweis, dass beide Geschlechter angesprochen seien. Dies passt allerdings zur <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Bundessatzung#.C2.A7_1_-_Name.2C_Sitz_und_T.C3.A4tigkeitsgebiet" target="_blank">Bundessatzung</a> der Partei, die festhält, dass es nur die Form Pirat gibt, keine Piratin.<br />
Im Nachsatz weisen die Piraten darauf hin, dass dieses Programm „einen Zwischenstand“ darstellen würde. Der Ausblick auf eine weitere Ausarbeitung bezieht sich jedoch ausschließlich auf die schon im Programm abgearbeiteten Themen und soll wohl (zumindest vorerst?) nicht darüber hinaus gehen.</p>
<p>Damit ist – zumindest aus feministischer Sicht – zum offiziellen Programm der Piratenpartei auch schon alles gesagt.</p>
<p>Wie angekündigt soll es hier aber nicht nur um das Programm gehen, sondern auch um die rege Blogdebatte, die seit einigen Wochen tobt. Diese hier genau nachzubereiten, ist wohl weder nötig noch möglich, trotzdem möchte ich exemplarisch auf ein paar Artikel und Diskussionen hinweisen, die wohl besser als das Parteiprogramm zeigen, wie die Piraten(-wähler_innen) in Sachen Frauen und Feminismus so ticken.</p>
<p>Soweit ich das nachvollziehen kann, begann wohl alles mit <a href="http://danilola.wordpress.com/2009/09/01/warum-ich-keine-piratenpartei-wahlen-werde-aber-im-herzen-ein_e-pirat_in-bin/" target="_blank">Danilola</a>, der Anfang September erklärte, warum er zwar im Herzen Pirat sei, diese aber nicht wählen werde. Neben ein paar anderen Gründen nannte er die Tatsache, dass die Piraten (fast) nur männliche Kandidaten nominiert hätten und wies auf eine von ihm beobachtete Nähe der Piraten zur „maskulinistischen und antifeministischen männerbewegung“ hin. Die Diskussion unter dem Artikel ist lang, teilweise erschreckend und legt die Vermutung nahe, dass danilola mit seinen Schlussfolgerungen wohl so falsch nicht liegt (am gleichen Tag fragte übrigens <a href="http://julia-seeliger.de/boll-wahlblog-piratenpartei-wtf/" target="_blank">Julia Seeliger</a> nach dem Frauenanteil bei den Piraten).</p>
<p>Im <a href="http://genderblog.de/index.php/2009/09/02/pirat_innen/" target="_blank">Genderblog</a> griff Rochus Wolff diese Gedanken auf und vertiefte sie an einigen Stellen, fragte zum Beispiel – um im Thema zu bleiben – nach Frauenförderung in der IT-Branche.</p>
<p><a href="http://antjeschrupp.com/2009/09/03/kann-eine-feministin-piraten-wahlen/" target="_blank">Antje Schrupp</a> fasste das Gefühlsdilemma vieler potentieller Pirat_innen sehr treffend so zusammen:</p>
<blockquote><p>„Da ist eine neue Partei, rebellisch, wild und entschlossen im Kampf gegen die alten Knochen – und dann stellt sie sich als zutiefst sexistisch heraus und, schlimmer noch, ihr scheint das auch völlig egal zu sein. Was tun wir nun mit den Piraten?“</p></blockquote>
<p>Auch hier findet sich eine recht engagierte Diskussion zum Thema.</p>
<p>Das ganze weitete sich innerhalb der Blogs dann teilweise zur feministischen Generaldebatte aus, an vielen Stellen ging es nicht mehr um die Piraten an sich, sondern den Feminismus im Allgemeinen. Anstatt sich mit den Standpunkten und den Vorwürfen auseinanderzusetzen, wurde der Spieß umgedreht und die Gelegenheit genutzt, „dem Feminismus“ vorzuwerfen, er sei sexistisch und diskriminierend (konkrete links erspare ich mir an dieser Stelle, denn wie auch in unserer <a href="http://maedchenmannschaft.net/netiquette/" target="_blank">Netiquette</a> nachzulesen, soll dieser Punkt hier nicht Thema sein).</p>
<p>Doch es meldeten sich auch einige <a href="http://fluchderrepublik.blogspot.com/2009/09/weiberey.html" target="_blank">weibliche Piraten</a> zu Wort, die ganz klar sagten: Was soll die Aufregung? Erstens fühlten sie sich nicht benachteiligt und zweitens sei</p>
<blockquote><p>„[…] der Frauenanteil in der Piratenpartei sowas von egal. Es ist mir vielmehr wichtiger, dass wir in der Partei als Menschen vorankommen und nicht als fleischige, von Knochen durchsetzten Anhängsel unserer Geschlechtsorgane. […] Sind wir nicht alle einfach digitale Bürger in einem freien Netz, die diesen Sexismus unter umgekehrten Vorzeichen nicht mehr nötig haben?“</p></blockquote>
<p><a href="http://www.anicatha.de/blog/index.php?/archives/700-Die-Piratenpartei-und-die-Frauen.html" target="_blank">An anderer Stelle</a> wird erklärt:</p>
<blockquote><p>„Und zum Anteil der Frauen in der Piratenpartei: Dies wird gar nicht erfasst, weil gar nicht nach Männlein oder Weiblein unterschieden wird bei der Anmeldung. Alle sind gleich und das ist doch auch gut so.“</p></blockquote>
<p>benni von <a href="http://www.keimform.de/2009/09/04/gender-trouble-bei-den-piraten/" target="_blank">keimform</a> allerdings meint:</p>
<blockquote><p>„Und schließlich: was ist mit den Frauen, die sich gerne für Bürgerrechte engagieren würden, die aber die piratige Nerdkultur in der es immer auch die Fraktion der oben geschilderten Sexisten gibt nicht ertragen? […] Reicht es nicht, wenn nur eine Frau aufsteht und sagt: “He, ich würde an sich gerne bei euch mitmachen aber der unterschwellige Sexismus hält mich davon ab.”? Was die Piraten antworten ist bloß: Jeder kann bei uns mitmachen, so lange er ein Mensch ist […] Sie <em>(Anm.: Die Piraten)</em> erklären die Utopie der Aufklärung (in diesem Fall hier für die Frauen) für schon eingetreten. Alle Menschen sind gleich. Leider ist dem nicht so. Auch nicht bei den Piraten. […] Nur weil man selbst ein Problem nicht hat, sei es aufgrund von Privilegien oder auf Grund von einem langen Lernprozess, sollte man es nicht zu einem „Problem anderer Leute“ machen.“</p></blockquote>
<p>Und <a href="http://ritinardo.wordpress.com/2009/09/03/piratenpartei-und-frauen/" target="_blank">Ritinardo</a> schreibt:</p>
<blockquote><p>„Insgesamt wirkt die Partei dadurch nicht sehr reif. Dies hat sicher auch damit zutun, das einerseits der Altersdurchschnitt jünger ist, als in anderen Parteien und leider auch damit, das viele junge Männer Feminismus eher als Repression erleben und eben nicht als Befreiungsmethode (auch für sich selbst) entdeckt haben.“</p></blockquote>
<p>Ich könnte jetzt noch eine Weile so weiter mache, denke aber, die vorgestellten Blogs reichen, um die Eckpunkte der Debatte abzustecken. Interessierten Leserinnen und Lesern lege ich an dieser Stelle die Linksammlung zum Thema bei <a href="http://www.iheartdigitallife.de/links-for-2009-09-05/" target="_blank">iheartdigitallife</a> ans Herz.</p>
<p>Und um noch mal auf das Programm der Piraten zurück zu kommen: Auf meine Anfrage, wie ihre Position zu feministischen Themen denn nun genau sei und wie sich die Partei in einem theoretischen Koalitionsfall in diesen Fragen verhalten würde, habe ich bisher keine Antwort erhalten. Sollte diese kommen, wird sie natürlich hier nachgeliefert.</p>
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		<title>Alles bleibt wie es ist. Das Programm der Union</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/das-programm-der-union/</link>
		<comments>http://maedchenmannschaft.net/das-programm-der-union/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 12:20:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. September ist Bundestagswahl. Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen. Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein. Das Regierungsprogramm 2009-2013 (PDF 2,5 MB) der CDU/CSU ist 92 Seiten dick, zur Gleichstellungspolitik von Frauen und Männern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 27. September ist Bundestagswahl. Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen.<br />
Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein.</em></p>
<p>Das <a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/pdf/Wahlprogramm_CDUCSU.pdf" target="_blank">Regierungsprogramm 2009-2013</a> (PDF 2,5 MB) der CDU/CSU ist 92 Seiten dick, zur Gleichstellungspolitik von Frauen und Männern findet sich darin eine knappe Seite mit sechs Punkten, in welchen Bereichen die Union etwas tun will.</p>
<p>Inhaltlich lesen diese sich wie eine Zusammenfassung Ursula von der Leyens Politik der letzten Regierungsperiode:</p>
<ul>
<li>Frauen und Männer sollen gleich viel verdienen.</li>
<li>Die Kinderbetreuung muss ausgebaut werden.</li>
<li>Es soll ein Wiedereinstiegsprogramm für Eltern geben.</li>
<li>Die Unternehmen sollen mehr Frauen in ihre Führungsetagen befördern.</li>
<li>Nicht nur Eltern, sondern auch Großeltern sollen bei Krankheit der Kinder vom Arbeitgeber freigestellt werden.</li>
<li>Es soll einen bundesweiten Notruf für Frauen geben.</li>
</ul>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4952" title="plakat_merkel" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/09/plakat_merkel.jpg" alt="plakat_merkel" width="186" height="266" />Konkrete gesetzliche Pläne zu diesen Zielen ergibt sich für die Konservativen nur zu den beiden letzten Punkten: Es soll festgeschrieben werden, dass auch Großeltern wegen eines kranken Enkels vom Arbeitgeber freigestellt werden können. Und es soll eine bundesweite Notruftelefonnummer geben. Die Union schreibt zu diesem Punkt:</p>
<blockquote><p>„CDU und CSU messen der Arbeit der Frauenhäuser und anderer Unterstützungsangebote für von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kinder große Bedeutung bei.“</p></blockquote>
<p>Allerdings müssen diese Worte um den Hinweis ergänzt werden, dass viele konservative Landesregierungen in den letzten Jahren die Mittel dieser Einrichtungen drastisch gekürzt haben, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen um satte 30 Prozent. In den Punkten 1 bis 4 bleibt es bei den bekannten Aufrufen an Unternehmen und Kommunen. So heißt es beispielsweise zum Thema gleicher Lohn:</p>
<blockquote><p>„Wir halten den Grundsatz (&#8230;) für selbstverständlich und lehnen unterschiedliche Entgelte für Frauen und Männer bei gleicher Arbeit ab. Die Wirtschaft muss dieses Prinzip pragmatisch umsetzen. Ein Instrument hierfür sind freiwillige Lohntests nach Schweizer Vorbild, die Transparenz schaffen.“</p></blockquote>
<p>Auch beim Thema Frauen in Führungspositionen bleibt das Programm der CDU/CSU vage:</p>
<blockquote><p>„Wir werden die Vereinbarung der Bundesregierung mit der Wirtschaft zur Förderung der Chancengleichheit, die nachdrücklich die Förderung von Frauen in Führungspositionen als Ziel formuliert, fortschreiben und auf ihre Einhaltung und Umsetzung dringen. Wir fordern von Unternehmen in Deutschland ein, eine höhere Repräsentanz von Frauen im Aufsichtsrat und auch im Vorstand zu gewähren.“</p></blockquote>
<p>Das entspricht inhaltlich genau dem, was man die letzten vier Jahre von Angela Merkel <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1500/Content/DE/Interview/2009/01/2009-01-22-merkel-zeit.html" target="_blank">zum Thema gehört</a> hat, nämlich, dass die Politik sich nicht gesetzgeberisch in die Chancengleichheit für Frauen und Männer, in Führungspositionen zu kommen, einmischen sollte, sondern vor allem „mahnen“ und „ermutigen“ muss. Eine Quote lehnt die CDU/CSU ab.</p>
<p>Zur Familienpolitik schreibt die Union gleich drei Seiten – hat doch auch Frauen- und Familienministerin Ursula von der Leyen <a href="http://maedchenmannschaft.net/politik-mit-viel-make-up/" target="_self">in den letzten Jahren</a> den Schwerpunkt auf die Familie gelegt. Die wichtigsten Punkte sind:</p>
<ul>
<li>Eine vollständige rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit der Ehe lehnen CDU und CSU ab.</li>
<li>Das Kindergeld soll erhöht werden. (Die hohen Kindergeldzahlungen und geringen Ausgaben der Bundesregierung für Kinderbetreung <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4617212,00.html" target="_blank">kritisierte erst Anfang des Monats</a> wieder die OECD.)</li>
<li>Das Elterngeld soll durch ein Teilelterngeld ergänzt werden, heißt: Es kann auch nur die Hälfte des Monatssatzes abgerufen werden, dafür läuft das Elterngeld dann 24 Monate.</li>
<li>Ab 2013 soll es für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz geben.</li>
<li>Es soll ein <a href="http://maedchenmannschaft.net/frauen-zuruck-an-den-herd-es-gibt-auch-eine-pramie/" target="_self">Betreuungsgeld</a> geben.</li>
<li>Langfristig soll der Kindergartenbesuch beitragsfrei sein – allerdings nur bei gesicherter Finanzierung.</li>
<li>Flexiblere Arbeitsmodelle sollen gefördert werden. Die Union formuliert es, wie ich finde, sehr schön: „Gefragt sind familiengerechte Arbeitsplätze und nicht arbeitsplatzgerechte Familien.“</li>
</ul>
<p>Die CDU/CSU verspricht mit ihrem Programm also in erster Linie, die <a href="http://maedchenmannschaft.net/der-kampf-um-die-frauen/" target="_self">Politik der letzten vier Jahre</a> fortzuführen.</p>
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	</item>
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		<title>Kann eine Feministin die Grünen wählen?</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/kann-eine-feministin-die-gruenen-waehlen/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 17:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verschiedenen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[Was tun?!]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus!]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Journalistin und Feministin Antje Schrupp kommentiert die Wahlwerbung der Grünen. Dieser Text ist bereits auf antjeschrupp.com erschienen. Früher konnte sie es mal, jedenfalls recht gut. Keine andere Partei hatte so viele unterschiedliche, eigensinnige und teilweise auch skurrile Frauen in ihren Reihen wie die Grünen. Grüne Frauen waren dafür bekannt, dass sie sich nicht scheuen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Journalistin und Feministin Antje Schrupp kommentiert die Wahlwerbung der Grünen. Dieser Text ist bereits auf <a href="http://antjeschrupp.com/2009/09/07/kann-eine-feministin-die-grunen-wahlen/" target="_blank">antjeschrupp.com</a> erschienen. </em></p>
<p>Früher konnte sie es mal, jedenfalls recht gut. Keine andere Partei hatte so viele unterschiedliche, eigensinnige und teilweise auch skurrile Frauen in ihren Reihen wie die Grünen. Grüne Frauen waren dafür bekannt, dass sie sich nicht scheuen, Meinungen zu vertreten, die völlig ab vom Mainstream liegen. Es waren spitze Rhetorikerinnen darunter. Pulloverstrickende Müslis. Ganz Junge und ganz Alte. Dicke. Esos. Emanzen. Muttis. Was auch immer, jedenfalls: viele verschiedene feministische Fraktionen, die sich gegenseitig zuweilen mit großer Verve bekämpften, was manchmal peinlich, häufig aber sehr interessant war. Selten hatte der Begriff der „sexuellen Differenz“ so bunte Blüten hervorgebracht, wie bei den Grünen.</p>
<p>Tempi passati? An die relativ stromlinienförmige „Professionalität“ heutiger Grünen-Politikerinnen hat man sich ja inzwischen schon gewöhnt. Wie sehr aber die eigenwillige „Politik der grünen Frauen“ inzwischen im gleichgestellten Meer „grüner Frauenpolitik“ untergegangen ist, ist mir erst beim Anblick dieses „Frauen nach oben“- Wahlplakates aufgegangen.</p>
<p><img title="Frauen2" src="http://antjeschrupp.files.wordpress.com/2009/09/frauen2.jpg?w=212&amp;h=300" alt="Frauen2" width="212" height="300" /></p>
<p><a rel="attachment wp-att-740" href="http://maedchenmannschaft.net/kann-eine-feministin-die-gruenen-waehlen/mannschaftspost-die-coolen-gewinnerinnen/"><img title="Frauen1" src="http://antjeschrupp.files.wordpress.com/2009/09/frauen1.jpg?w=212&amp;h=313" alt="Frauen1" width="212" height="313" /></a></p>
<p>„Frauen nach oben“ – das ist ja wirklich eine absurde Forderung. Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen, dass sie explizit die Verabschiedung jeglichen Wunsches nach gesellschaftlicher Veränderung beinhaltet. Denn wer selbst nach oben will, hat ja offensichtlich gegen die Existenz dieses „oben“ nichts einzuwenden, sondern zollt ihm im Gegenteil ein Höchstmaß an Anerkennung.</p>
<p>Aber das ist nur das Offensichtliche. Jedes Mal, wenn ich an diesem Plakat vorbeikomme, frage ich mich, wer hier überhaupt zu mir spricht. Männer, die mir galant die Hand hinhalten, um mir an die Fleischtöpfe ihrer Macht zu helfen? Gruseliger Gedanke. Oder sind es Frauen, die diese Forderung erheben? Dann wäre der Feminismus vollends auf Lobbyismus zusammengeschmolzen und auf die banale Forderung des „Wir auch“.</p>
<p><span id="more-4927"></span></p>
<p>Man könnte natürlich erwidern, dass politische Slogans komplexe Sachverhalte immer sehr verkürzt wiedergeben müssen. Oder auch, dass der Gedanke „Frauen nach oben“ durchaus Potenzial zur Veränderung der Strukturen in sich trage, sozusagen die Hoffnung, dass Frauen, wenn sie erst mal „oben“ sind, dann von „oben“ herab auch Dinge verändern werden.</p>
<p>Ich bin da skeptisch. Wieso sollten sie? Frauen sind nicht die besseren Menschen. Wir hatten doch inzwischen genug Genderdebatten, um begründete Zweifel  zu haben, dass das dissidente Potenzial eines weiblichen Subjektes in den weiblichen Genen oder Hirnströmen oder sonst an irgendeinem sicheren Ort aufbewahrt wäre. Kennen wir denn nicht inzwischen alle genug Frauen, die, wenn sie erst einmal „oben“ sind, es auch nicht unbedingt anders oder gar besser machen als Männer?</p>
<p>Es ist aber nicht nur die sehr systemkonforme Grundhaltung, die mich an diesem Plakat stört. Oder die Tatsache, dass hier ein feministischer Impetus ausgenutzt wird, um recht durchsichtig Werbung für eine Partei zu machen.</p>
<p>Was mich vor allem stört, ist, dass sich hinter dem Slogan eine Geringschätzung weiblicher Subjektivität verbirgt. Irgendwie macht diese Forderung „Frauen nach oben“ (wenn wir sie wohlwollend als feministische Quintessenz verstehen wollen und nicht nur als Strategie, um ein krisengebeuteltes System mit frischer weiblicher Energie zu versorgen), ja nur Sinn, wenn man davon ausgeht, Frauen selbst wollten auch tatsächlich nach oben – schafften es aber irgendwie nicht aus eigenen Kräften.</p>
<p>Aber ist das wirklich so? Oder sieht die Realität nicht längst anders aus? Jedenfalls kenne ich viele Frauen (mich selbst eingeschlossen), die gar nicht weiter nach „oben“ wollen. Weil wir nämlich um den Preis wissen, der dafür zu bezahlen ist. Weil wir vierzig Jahre nach Beginn der neuen Frauenbewegung genug Erfahrungen gesammelt haben, um zu wissen, dass die eigenen Einflussmöglichkeiten der Weltgestaltung nicht unbedingt größer werden, je weiter „oben“ eine ist.</p>
<p>Klar, ein bisschen einflussreich, ein bisschen „oben“ muss eine schon sein, um überhaupt etwas bewegen zu können. Aber es gibt dabei möglicherweise einen Punkt, an dem die Kurve sich wieder senkt. Einen Punkt, an dem Selbstbestimmung und Einflussmöglichkeiten wieder kleiner werden, wenn man weiterhin nach „oben“ marschiert. Besteht der Trick vielleicht eher darin, genau diesen Punkt zu erwischen? Den Punkt, an dem es angemessen ist, innezuhalten, zu tun, was sinnvoll und notwendig ist, die vorhandenen Einflussmöglichkeiten so gut es geht zu nutzen – ohne aber die eigenen Wünsche und Vorstellungen aus den Augen zu verlieren und sich den Maßstäben und Anforderungen eines Vorgegebenen anzupassen?</p>
<p>Natürlich gibt es Frauen, die dabei unter ihren Möglichkeiten bleiben. Die aufgeben, bevor sie weit genug „oben“ sind. Es gibt aber inzwischen auch Frauen, die darüber hinaus gegangen sind – und dann wieder umkehren. Die zum Beispiel einen gut dotierten Job aufgeben , weil sie den Sinn ihrer Arbeit wichtiger finden als Geld und Status. Die sich lieber in der Kommunalpolitik engagieren, als für den Bundestag kandidieren. Die Klage „Wir finden nicht genug Frauen, die sich für dieses oder jenes zur Verfügung stellen“ ist ja längst ein Mantra geworden. <a href="http://www.bzw-weiterdenken.de/index.php?m=artikel&amp;rub2=&amp;tid=188" target="_blank">(Darüber habe ich an anderer Stelle schon einmal etwas geschrieben). </a></p>
<p>Wie ist es zu verstehen, dass unter dem Vorwand des Feminismus die Parole „nach oben!“ ausgegeben wird, anstatt zu fragen, welche politischen Konsequenzen aus dem weiblichen Desinteresse an diesem „oben“ zu ziehen wäre? Wäre es nicht sinnvoller, sich dafür zu interessieren, welche alternativen Strategien und Praxen Frauen inzwischen entwickelt haben, um sich in einer stark verbesserungswürdigen Welt einzumischen – anstatt ihnen „Hilfe“ anzubieten oder in ihrem Namen konformistische Forderungen zu erheben?</p>
<p>Ich will ja gar nicht bestreiten, dass es immer noch Diskriminierungen oder sonstige Mechanismen gibt, die Frauen davon abhalten, ebenso leicht „nach oben“ zu kommen, wie Männer. Es ist sogar gut möglich, dass ich selbst, wäre ich als Mann geboren, heute weiter „oben“ wäre, als es der Fall ist. Aber ich frage mich, ob ich mir dann auch genauso sympathisch wäre.</p>
<p>Worauf ich hinaus will ist, dass „Frauen nach oben“ alles andere als eine feministische Forderung ist – also eine, die in politische Worte und Gedanken zu gießen versucht, was sich gegenwärtig als weibliches Begehren in der Welt zeigt. Vielmehr kommt der Slogan verdächtigerweise genau zu einem Zeitpunkt, wo sich viele Frauen ernsthaft die Frage stellen, wie sinnvoll es überhaupt ist, „nach oben“ zu streben. Und wo andererseits überall die Hoffnung auf weiblichen Surplus an den Horizont gemalt wird, ein Surplus, von dem man recht unverhohlen erwartet, uns doch bitte aus der Krise zu führen.</p>
<p>Nein, ich möchte lieber dabei bleiben, dass es im Feminismus nicht darum geht, „Frauen nach oben“ zu bringen, sondern darum, die Logik des „oben“ und „unten“ in Frage zu stellen. Die bessere Position ist „dazwischen“. Dort, wo ich etwas bewegen kann, mich aber nicht der Logik und den Kriterien einer Ordnung unterwerfen muss, von der wir im Prinzip längst wissen, dass sie gescheitert ist. Das Projekt vieler Frauen (und vermutlich auch vieler Männer) besteht heute darin, für sich einen solchen Ort zu finden. Das ist – gemessen an den üblichen Statusformen – nicht für alle derselbe. Der Platz, an dem eine Frau „richtig“ ist, kann für die eine die Vorstandsetage sein, für die andere die Sacharbeiterinnen-Ebene. Für die eine ist er innerhalb einer Institution, für die andere außerhalb, für die eine der Ortsverein, für die andere der Parteivorstand, und für wieder eine andere die außerparlamentarische Bewegung. Es ist ein Selbstexperiment. Aber eines, bei dem die Marschrichtung nicht eindeutig ist. Und schon gar nicht in dem Slogan „oben“ zusammengefasst werden kann.</p>
<p>Statt den Karriere-Motor für aufstiegswillige Frauen zu geben, könnten die Grünen vielleicht mal wieder einen Frauenkongress ausrichten. Und dazu all die skurrilen, kantigen, unangepassten Frauen einladen, die ihnen in den letzten dreißig Jahren abhanden gekommen sind. Das wäre sicher ziemlich spannend.</p>
<p>PS.: Über den mindestens ebenso bescheuerten Slogan „Jobs, Jobs, Jobs“, den die Grünen ja auch noch plakatiert haben, verkneife ich mir jetzt mal einen Kommentar.</p>
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		<title>&#8220;Ohne Gleichstellung bleibt die Demokratie unvollständig&#8221; &#8211; Das Programm der Linkspartei</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 09:36:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meredith</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[im Politikbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. September ist Bundestagswahl. Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst in den folgenden Wochen jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen. Aber Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein! Das große und grobe Ziel der Linkspartei ist, laut Programm, der „Einstieg in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 27. September ist Bundestagswahl. Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst in den folgenden Wochen jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen.<br />
Aber Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein!</em></p>
<p style="text-align: left;">Das große und grobe Ziel der <a href="http://die-linke.de/" target="_blank">Linkspartei</a> ist, laut <a href="http://die-linke.de/wahlen/positionen/" target="_blank">Programm</a>, der „Einstieg in eine andere Gesellschaft, in der die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen.“ Zu diesem Zwecke plädiert sie für einen Schutzschirm, der über Mensch und Natur gespannt werden soll: „zur Rettung von Arbeitsplätzen, Löhnen und Sozialeinkommen“ und „für die Umwelt, um den weiteren Temperaturanstieg zu stoppen und die Umweltzerstörung zu verhindern.“</p>
<p style="text-align: left;">Wenig überraschend geht es in diesem Programm recht häufig um bzw. gegen den Kapitalismus. DIE LINKE will ihn in einem ersten Schritt allerdings wohl eher zähmen, als ausrotten. Zu diesem Zweck soll das kapitalistische Leitprinzip, der Profit, an seinen Platz verwiesen werden. In Zeiten der Krise fordert DIE LINKE dafür ein paar Sofortmaßnahmen: ein Zukunftsfonds für Arbeitsplätze und ein öffentliches Investitionsprogramm. Außerdem sollen Millionäre eine Sondersteuer zahlen und Banken nicht gerettet sondern lieber gleich vergesellschaftet werden.</p>
<p style="text-align: left;">Nicht ganz so oft wie Markt und Kapitalismus, aber doch schon ziemlich häufig fallen die Begriffe „Frauen“ und „Geschlechtergerechtigkeit“ im Programm. Im Vorwort wird darauf hingewiesen, dass den Arbeitsbereichen von Frauen in der aktuellen Wirtschaftspolitik kaum Bedeutung beigemessen wird – welche Bereiche damit konkret gemeint sind, wird allerdings nicht ganz klar. In jedem Fall sollen Alleinerziehenden-Armut, Lohndiskriminierung und Geschlechtergerechtigkeit bekämpft werden und die Vorschläge der Linken sind ziemlich konkret. Grundsätzlich möchte die Linkspartei den Öffentlichen Dienst ausbauen und soziale Dienstleistungen des Staats nach skandinavischem Modell gestalten. In der Arbeitswelt soll Gleichheit einziehen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">„gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit; bessere Bezahlung für Berufe, in denen vorwiegend Frauen beschäftigt sind; bessere rechtliche Absicherung durch ein Verbandsklagerecht; Gleichstellungsgesetz für die private Wirtschaft, das Unternehmen so lange zu Maßnahmen verpflichtet, bis mindestens eine 50-Prozent-Quote für Frauen auf allen Qualifikationsstufen bis hin zu Vorständen und Aufsichtsräten erreicht ist;“</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">heißt es immer schön parataktisch.</p>
<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_4816" class="wp-caption alignnone" style="width: 393px"><img class="size-full wp-image-4816" title="Bild 1" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/09/Bild-1.png" alt="Es gibt auch Babystrampler, Luftballonstäbe, Umhängetaschen, und! Abziehtattoos im Shop der LINKEn" width="383" height="434" /><p class="wp-caption-text">Es gibt auch Babystrampler, Luftballonstäbe, Umhängetaschen, und! Abziehtattoos im Shop der LINKEn</p></div>
<p style="text-align: left;">Auch in der Familienpolitik soll sich etwas tun: Gebührenfreie und flächendeckende Kinderbetreuung soll überall entstehen, Alleinerziehende sollen den Unterhalt nicht mit dem Wohngeld verrechnen müssen. Und, oha, das Elterngeld soll zwar bestehen bleiben, aber strukturell etwas überarbeitet werden:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">„Elterngeld zu einem sozial ausgestalteten Elterngeldkonto weiterentwickeln: für Väter und Mütter einen nicht übertragbaren gleichen Anspruch auf jeweils zwölf, für Alleinerziehende auf 24 Monate schaffen; Inanspruchnahme in Teilabschnitten von mindestens zwei Monaten bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres des Kindes ermöglichen“</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Ob es um Sport, Erwerbsarbeitszeit oder gesellschaftliche Gestaltung geht – immer wieder wird betont, wie wichtig Gleichheit ist, „nicht zuletzt zwischen den Geschlechtern.“ Teilweise  bleibt das LINKE-Programm aber auch recht schwammig, so etwa, wenn es um Bildungspolitik geht. Da ist dann die Rede von „gezielter Frauenförderung durch eine entsprechende Regelung zwischen Bund und Ländern.“ Naja, ja. Oder auch dieses hier:</p>
<p style="text-align: left;">
<blockquote>
<p style="text-align: left;">„Frauen in der Wissenschaft stärker fördern: die Geschlechterperspektive in alle öffentlich geförderten Forschungsprojekte integrieren; Geschlechter diskriminierende Auswahlverfahren sowie unsichere und ausgrenzende Karrierewege überwinden“</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Solche Stoffsammlungen bringen niemanden weiter und würde jeder diskriminierende Dekan wahrscheinlich sofort unterschreiben.</p>
<p style="text-align: left;">Dafür wird DIE LINKE aber sehr spezifisch, wenn es um körperliche Freiheit und Unversehrtheit von Frauen geht, und auch die Rechte von Transsexuellen will sie stärken. Der §218 soll ersatzlos gestrichen werden, Frauenhäuser flächendeckend und auf Staatskosten eingerichtet werden. Zwangsverheiratungen sollen verhindert, Opfer von Menschenhandel geschützt werden, und die Linkspartei will Förderprogramme für weibliche Opfer von Gewalt.</p>
<p style="text-align: left;">Weiter hinten gibt es nochmal ein grundsätzliches Kapitel zum Thema Frauen, das unter der Überschrift „Ohne Gleichstellung bleibt Demokratie unvollständig“ abgehandelt wird und dann doch auch einige sinnvolle und interessante Forderungen enthält, z. B. ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft und die Vorbildfunktion in dieser Hinsicht, die der öffentliche Dienst einnehmen soll. Außerdem soll das Steuerrecht so reformiert werden, dass das „Familienernährer Mann“-Prinzip seine Gültigkeit verliert.</p>
<p style="text-align: left;">Insgesamt bleibt festzustellen: DIE LINKE will zwar einerseits eine neue, bessere Gesellschaft und stellt deswegen in vielen Bereichen sehr hohe Forderungen – was Geschlechterpolitik betrifft, lehnt sie sich allerdings nicht allzu weit aus dem Fenster. Keine geschlechterpolitische Forderung in dem Programm schubst einen aus den Söckchen, was bei den arbeitsmarktpolitischen Thesen wiederum ganz anders ist. Das Programm ist aber sensibel für das Thema – und beschränkt sich dahingehend richtigerweise nicht nur auf Familienpolitik, sondern setzt bei wirklich frauen- und queerspezifischen Themen an.</p>
]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Wahl ’09 – Spot on Women]]></series:name>
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		<title>Männer und Frauen sind gleichberechtigt.</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/maenner-und-frauen-sind-gleichberechtigt/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 07:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[im Politikbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. September ist Bundestagswahl! Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst in den folgenden Wochen jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen. Aber Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein! Diese Woche geht es um das Regierungsprogramm der SPD. Steinmeier hat mit seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 27. September ist Bundestagswahl! Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst in den folgenden Wochen jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen.<br />
Aber Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein!</em></p>
<p>Diese Woche geht es um das <a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/08/Wahlprogramm_SPD.pdf">Regierungsprogramm der SPD</a>. Steinmeier hat mit seinem Kompetenzteam, das mehrheitlich mit Politikerinnen besetzt ist, schon einmal vorgelegt. Auch in der Einleitung gibt es markige Worte:</p>
<blockquote><p>Wir wollen die Gleichstellung von Männern und Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen weiter voranbringen. Dazu gehören die gleiche Teilhabe an existenzsichernder Arbeit und berufliche Aufstiegsmöglichkeiten sowie gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ebenso wie die partnerschaftliche Teilung der familiären Sorge. Gleichberechtigung muss zur Gleichbehandlung und tatsächlichen Gleichstellung führen.</p></blockquote>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4725" title="regierungsprogramm_583" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/08/regierungsprogramm_583.jpg" alt="regierungsprogramm_583" width="500" height="142" /></p>
<p>Doch was ist konkret geplant? Ein Blick auf die verschiedenen Programmpunkte.</p>
<p><strong><em>Arbeitspolitik</em></strong>:<br />
&#8220;Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit&#8221; ist das Motto. Erreicht werden soll dies über den <strong>Mindestlohn</strong>, weil viele Frauen in strukturell schlecht bezahlten Jobs arbeiten. Außerdem sollen eine (noch nicht näher benannte) Stelle und Betriebsräte die <strong>Lohngerechtigkeit</strong> im Unternehmen überprüfen können. Bei Ausschreibungen sollen Betriebe zum Zug kommen, die Männer und Frauen in der Entlohnung gleich behandeln. Die meist weiblichen Teilzeitbeschäftigten sollen durch &#8220;Maßnahmen&#8221; bessere Qualifizierungs- und Aufstiegschancen erhalten. Gleichzeitig soll ein Anspruch auf zwei Jahre Teilzeitarbeit für Familiengründung oder Pflege von Angehörigen geschaffen werden, bei letzterem auch eine kurzfristige, bezahle Freistellung für bis zu zehn Tage. Auch der Ausbau von <strong>Betriebskindergärten</strong> soll vorangetrieben werden. Der Einsatz von Langzeitkonten soll Zeitsouveränität gewährleisten und diverse Modellprojekte für humane Arbeitszeiten erforscht werden. Schließlich spricht sich die SPD für die <strong>Quote</strong> (40% Frauenanteil in den Aufsichtsgremien der Unternehmen) aus.</p>
<p><strong><em>Steuerpolitik</em></strong></p>
<blockquote><p>Unser Einkommenssteuerrecht zementiert mit dem Ehegattensplitting und der Steuerklasse V die alten Rollenmuster. […] Wir wollen das Ehegattensplitting so verändern, dass für beide Partner Erwerbsanreize gegeben sind, die Steuerlast zwischen den Eheleuten gerecht verteilt wird und der Splittingvorteil bei hohen Einkommen gekappt wird. Frei werdende Mittel werden wir in die Erziehung und die Bildung von Kindern investieren.</p></blockquote>
<p><strong><em>Bildungspolitik</em></strong><br />
Zum einen soll es Vereinbarungen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen geben, mehr Frauen in Leitungspositionen zu befördern &#8211; finanzielle Sanktionen bei Nichteinhaltung inklusive. Zum anderen soll der Frauenanteil am wissenschaftlichen Personal bis 2020 auf 40 % erhöht werden, dazu plant man ein Professorinnenprogramm und ein Investitionsprogramm für Kindertagesstätten und Krippen an den Hochschulen. Die geschlechtsspezifische Berufs- und Studienwahl soll durch enge Zusammenarbeit von Eltern, Schulen und Beratungsstellen aufgebrochen werden.</p>
<p><strong><em>Familienpolitik</em></strong><br />
Der Rechtsanspruch auf Betreuung, der ab 2013 für alle Einjährigen gilt, soll zu einem   Anspruch auf Ganztagsbetreuung ausgeweitet werden. Die Kindertagesstätten sollen dabei zu &#8220;Eltern-Kind-Zentren&#8221; ausgebaut werden.</p>
<blockquote><p>Wir wollen, dass Mütter und Väter gleichzeitig Elterngeld und Elternzeit in Anspruch nehmen können. Dafür wollen wir die Zahl der Partnermonate von zwei auf vier („12+4-Modell“) erhöhen und den gleichzeitigen Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung und Elterngeld von sieben auf sechzehn Monate erweitern.</p></blockquote>
<p>Alleinerziehende und Familien mit niedrigem Einkommen sollen besser von den Arbeitsagenturen (zu deren Zukunft steht nichts im Wahlprogramm) betreut werden und Zugang zu &#8220;personen- und haushaltsnahen Dienstleistungen&#8221; bekommen.</p>
<p><strong><em>Gleichstellung</em></strong><br />
Neben den bereits aufgeführten Punkten will sich die SPD noch für folgende Belange einsetzen:</p>
<ul>
<li>Bekämpfung von Gewalt. Gewalt gegen Frauen, die Verletzung ihrer Menschenwürde, Ausbeutung und Frauenhandel werden wir nicht dulden […]</li>
<li>Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften.</li>
<li>Gleichstellungspolitik als Querschnittsaufgabe. […] In allen Politik-bereichen werden wir jede Maßnahme dahingehend überprüfen, ob sie die Gleichstellung von Frauen und Männern voranbringt.</li>
<li>Respekt gegenüber Homosexuellen, Bisexuellen und Transgendern.</li>
<li>Gewalt in Familien brandmarken. „Häusliche Gewalt“ ist weder ein Tabuthema noch „Privatsache“, sondern kriminelles Unrecht. Wir wollen daher eine konsequente Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes. Den nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen werden wir fortentwickeln.</li>
<li>Kinder schützen. Sexueller Gewalt gegen Kinder und Kinderpornographie sagen wir den Kampf an – mit Hilfe des Strafrechts und auch im Internet. Wenn nötig, müssen Kinder auch vor ihren Eltern geschützt werden.</li>
<li>Frauenrechte stärken. […] Wir wollen den Kampf gegen die Genital-verstümmelung fortsetzen und weltweit helfen, Gewalt gegen Frauen zu beenden.</li>
<li>Homophobie weltweit ächten. Wir setzen uns aktiv für die Verhinderung der Verfolgung Angehöriger sexueller Minderheiten ein. Auf internationaler Ebene wollen wir die Umsetzung der Yogyakarta-Prinzipien befördern.</li>
<li>Für Gleichstellung, gegen Diskriminierung. Mit einer ambitionierten Politik für Gleichstellung und gegen Diskriminierung wollen wir Europa zu einem diskriminierungsfreien Raum der Chancengleichheit machen. […]</li>
</ul>
<p><em><strong>Was nicht drin ist:</strong></em><br />
Wer nach der Position zur Behandlung von Zwangsprostituierten, dem Umgang mit sexualisierter Gewalt, zu Scheidungs- oder Unterhaltsrecht, zur Prostitution oder zu Schwangerschaftsabbrüchen sucht, wird nicht fündig.</p>
<p>Weitere Informationen gibt&#8217;s bei der Frauenorganisation der SPD, der <a href="http://www.asf.spd.de/" target="_blank">Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)</a> und auf dem Blog <em>Aufstiegssprossen</em> unter <a href="http://www.neofeminismus.de/">www.neofeminismus.de</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Feministin? Damit kann ich gut leben&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 11:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Feministinnen]]></category>
		<category><![CDATA[im Politikbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Manuela Schwesig]]></category>
		<category><![CDATA[Quoten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Die SPD-Politikerin Manuela Schwesig, Familienministerin in Mecklenburg-Vorpommern und im Schattenkabinett von Frank-Walter Steinmeier, hat der Taz ein interessantes Interview gegeben. Zum Beispiel spricht sie übers Frausein in der Politik und über Frauen in Führungspositionen: Frau Schwesig, Sie sind die &#8220;optische Aufhellung von Steinmeiers Schattenkabinett&#8221;, so nannte es neulich ein Journalist. Fühlen Sie sich eigentlich ernst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die SPD-Politikerin <a href="http://maedchenmannschaft.net/die-familienministerin-kandidatin/" target="_self">Manuela Schwesig</a>, Familienministerin in Mecklenburg-Vorpommern und im Schattenkabinett von Frank-Walter Steinmeier, hat der <em>Taz</em> ein <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/%5Cfrauen-foerdern-zu-wenig-frauen%5C/" target="_blank">interessantes Interview</a> gegeben. Zum Beispiel spricht sie übers Frausein in der Politik und über Frauen in Führungspositionen:</p>
<blockquote><p><strong>Frau Schwesig, Sie sind die &#8220;optische Aufhellung von Steinmeiers Schattenkabinett&#8221;, so nannte es neulich ein Journalist. Fühlen Sie sich eigentlich ernst genommen?<br />
</strong>Diese Bewertung zeigt doch sehr anschaulich, dass Männer und Frauen in unserem Land immer noch unterschiedlich behandelt werden. Frauen werden immer noch zu oft auf ihr Äußeres reduziert. Ich bin nicht wegen meines Aussehens, sondern wegen meiner Kompetenz ins Team Steinmeier berufen worden. Als Sozial- und Gesundheitsministerin in einem strukturell schwierigen Land trage ich bereits Verantwortung und bringe dort gute Dinge nach vorne. Ich weiß, was ich kann und was ich will.</p>
<p><strong>Aber es ärgert einen doch irgendwie, oder?</strong><br />
Sich darüber zu ärgern ist Energieverschwendung. Wichtig ist für mich, dass Frauen, wenn sie in Führungspositionen sind, nicht vergessen, wie schwer es war, gegen die noch vorhandenen Vorurteile dorthin zu kommen. Ich vermisse manchmal, dass Frauen in Führungspositionen auch ihrerseits Frauen fördern.</p>
<p><strong>Haben Sie da schlechte Erfahrungen gemacht?</strong><br />
Natürlich, wie die meisten anderen Frauen auch. Sehen Sie sich unsere Bundeskanzlerin an. Auch wenn sie in der Union ist, hätte sie doch was für die Frauen tun können. Aber sie übergeht ihr Frausein und macht keine offensive Frauenpolitik. Ich bin davon schon sehr enttäuscht.</p></blockquote>
<p>Schwesig kritisiert ihre CDU-Konkurrentin, die ein Elternteilgeld für 28 Monate einführen will und wirft ihr vor, letztendlich doch nur die Entscheidung zwischen Beruf und Familie zu erzwingen und nicht beides vereinbar zu machen. Sie spricht über die Notwendigkeit eines gesetzlichen Anspruchs auf Ganztagsbetreuung und auch über die 40 Prozent-Quote, die die SPD in ihrem Wahlprogramm für deutsche Aufsichtsräte fordert:</p>
<blockquote><p><strong>Ist das für jemanden mit Ihrer Sozialisation &#8211; ohne Frauenbewegung und Quotendebatten &#8211; nicht etwas fremd?</strong><br />
Überhaupt nicht. Man sieht auch im Osten, dass Frauen trotz Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht automatisch in hohe Positionen kommen. Wir wollen mehr Frauen in Führungspositionen. Dafür brauchen wir verbindliche Regelungen und Zielvorgaben, zum Beispiel einen Frauenförderplan.</p>
<p>(…)</p>
<p><strong>Sind Sie Feministin?</strong><br />
Ich habe längst verinnerlicht, dass Männer und Frauen gleichberechtigt zusammen leben können. Deswegen muss ich das nicht betonen, aber mit dem Begriff kann ich schon gut leben.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>„Die Hälfte der Macht – Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern“</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 08:45:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauenfakten]]></category>
		<category><![CDATA[Lesezeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Frage der Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[im Politikbetrieb]]></category>
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		<category><![CDATA[Quoten]]></category>
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		<description><![CDATA[Ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl (PDF, 1.247 KB) haben die Grünen &#8220;Der Grüne Neue Gesellschaftsvertrag“ genannt. Zentrale Themen: „Klima, Arbeit, Gerechtigkeit, Freiheit.“ Wir haben geschaut, ob und in wie weit die Grünen sich den Themen Geschlechterdemokratie und Feminismus gewidmet haben. In der Präambel „Ohne eine Politik der Teilhabe an Bildung, Arbeit, Gesundheit und Einkommen bleibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 422px"><img title="Ein Blickfang: Das Doppelplakat &quot;Frauen nach Oben&quot; (Quelle: Gruene.de)" src="http://www.gruene.de/typo3temp/pics/7ca66c7fb1.jpg" alt="" width="412" height="309" /><p class="wp-caption-text">Ein Blickfang: Das Doppelplakat &quot;Frauen nach Oben&quot; (Quelle: Gruene.de)</p></div>
<p>Ihr <a href='http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/08/wahlprogramm_gruene_2009.pdf'>Wahlprogramm für die Bundestagswahl</a> (PDF, 1.247 KB) haben die Grünen <strong>&#8220;Der Grüne Neue Gesellschaftsvertrag“</strong> genannt. Zentrale Themen: „Klima, Arbeit, Gerechtigkeit, Freiheit.“  Wir haben geschaut, ob und in wie weit die Grünen sich den Themen Geschlechterdemokratie und  Feminismus gewidmet haben.</p>
<p><em><strong>In der Präambel</strong></em></p>
<blockquote><p>„Ohne eine Politik der Teilhabe an Bildung, Arbeit, Gesundheit und Einkommen bleibt Freiheit für viele ein leeres  Versprechen. Deshalb wollen wir eine durchlässige Gesellschaft, in der die sozialen Blockaden aufgesprengt sind und niemand ausgeschlossen wird. Deshalb streiten wir für öffentliche Institutionen, die diese Teilhabe  ermöglichen – für bessere Kindertagesstätten, für bessere Schulen, für bessere Arbeit, für ein besseres  Gesundheitssystem und bessere Löhne für Geringverdienende sowie gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Deshalb verbinden wir Verteilungsgerechtigkeit mit Teilhabegerechtigkeit, Generationengerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und globaler Gerechtigkeit.“</p></blockquote>
<p>Das Wort <em>Geschlechtergerechtigkeit</em>, zieht sich wie ein roter Faden durch das Wahlprogramm und taucht an verschiedenen Stellen auf: Eine Grüne Marktwirtschaft etwa sei „ökologisch verträglich, wirtschaftlich vernünftig, sozial und geschlechtergerecht“.</p>
<p><em><strong>Im Kapitel zur Wirtschaftspolitik:</strong></em></p>
<blockquote><p>„Ein gesetzlicher Mindestlohn ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit, weil vor allem Frauen von Niedriglöhnen betroffen sind.“</p></blockquote>
<p><em><strong>Im Kapitel zur Gesundheitspolitik</strong></em></p>
<blockquote><p>„Ursachen und Auswirkungen von Erkrankungen sind bei Frauen und Männern unterschiedlich, ebenso die Bewertungen von Krankheitserscheinungen und der Umgang mit Krankheit. Eine geschlechtergerechte Gesundheits- und Pharmaforschung steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Wir GRÜNE fordern auch in diesem Bereich eine konsequente Politik, die den spezifischen Bedürfnissen von Frauen und Männern gerecht wird.“</p></blockquote>
<p><em><strong>Im Kapitel zur Demokratie</strong></em></p>
<blockquote><p>„Mehr Demokratie zu wagen, heißt für uns, Geschlechterdemokratie zu verwirklichen. Im Bundestag liegt der Frauenanteil bei gerade einmal 32 Prozent, in den Kommunen und Landtagen allerdings erheblich niedriger. Die grüne Frauenquote ist eine Erfolgsgeschichte – und doch bleibt noch viel zu tun. Mehr Demokratie zu wagen, heißt, der multikulturellen Vielfalt Rechnung zu tragen. Demokratie braucht wechselseitige Anerkennung von Unterschiedlichkeit ebenso wie die gemeinsame Anerkennung von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat. Eine Demokratie ist dann stark, wenn Frauen und Männer gleichermaßen in ihren Parlamenten vertreten sind. Wir werden uns dafür einsetzen, analog dem französischen Paritätsgesetz Grundlagen dafür zu schaffen, damit mehr Frauen in den Parlamenten vertreten sind.“</p></blockquote>
<p><em><strong>Das Kapitel zur Geschlechtergerechtigkeit</strong></em><br />
Doch damit nicht genug: Die Grünen widmen darüber hinaus ein ganzes Kapitel dem Thema „<strong>Die Hälfte der Macht – Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern</strong>“. Vielleicht können wir uns sogar alle angesprochen fühlen, wenn sie schreiben:</p>
<blockquote><p>„Eine junge Frauengeneration hat den Feminismus selbstbewusst für sich reklamiert. [...] Junge Frauen wollen Beruf und Kinder, ohne dabei in eine finanzielle Abhängigkeit zu geraten – sei es vom Ehemann, von der Partnerin oder dem Partner oder vom Staat. Wir brauchen einen Feminismus für die neue Zeit, der solidarisch und  generationenübergreifend ist. Verbündete kann dabei eine neue Männergeneration sein, aufgewachsen mit erwerbstätigen Müttern und gut ausgebildeten Schwestern, die Gleichberechtigung im Alltag bereits erlebt hat.“</p></blockquote>
<p><em><strong>Zentrale Forderungen des Gleichstellungsteils:</strong></em><br />
-	ein <strong>Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft</strong>,mit Personalentwicklungsplänen und klaren Zielvorgaben für Einstellung, Qualifizierung und Beurteilung<br />
-	<strong>50 % Frauen</strong> in die Aufsichtsräte<br />
-	Erhöhung des <strong>Migrantinnenanteils</strong> im Öffentlichen Dienst<br />
-	Bestehende <strong>negative Erwerbsanreize</strong> wie das Ehegattensplitting, die Steuerklassen III und V, die Subventionierung von Minijobs oder die kostenfreie Mitversicherung von Ehegattinnen und -gatten <strong>abschaffen</strong><br />
-	<strong>Abschaffung der partnerabhängigen Leistungsberechnung</strong> im Falle von Langzeitsarbeitslosigkeit<br />
-	Arbeitsrechtliche <strong>Mindeststandards in der Prostitution</strong><br />
-	<strong>Bleiberecht</strong> für Frauen, die Opfer von Zwangsprostitution und Frauenhandel werden<br />
-	<strong>Abschaffung der Pflichtberatung</strong> bei Schwangerschaftsabbrüchen<br />
-	Durchsetzung von <strong>Gender Mainstreaming und Budgeting</strong> in der Politik<br />
-	Mehr Forschung auf dem Gebiet der <strong>Männerrechte</strong>, beispielsweise wie stark die Ausprägungen der Gewalt sind, die gegen Männer verübt wird.<br />
-	Mehr Fokus auf die <strong>Jungen </strong>und ihre Bildungsnachteile<br />
<strong>- geschlechtersensible Erziehungseinrichtungen</strong><br />
- mehr <strong>Männer in Kitas</strong> und Grundschulen</p>
<p><strong><em>Das Kapitel zur Außen- und Friedenspolitik</em><br />
</strong></p>
<blockquote><p>„Ohne Geschlechtergerechtigkeit gibt es keinen Frieden Der Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen messen wir eine hohe Priorität zu. Frauen tragen weltweit wesentlich zur Verhinderung von gewalttätigen Auseinandersetzungen und zur Konfliktbewältigung bei, sie sind Schlüsselakteurinnen für den Wiederaufbau und haben eine zentrale Rolle für die Versöhnungsarbeit. Frauen sind aber auch die Hauptleidtragenden gewaltsam ausgetragener Konflikte. In Kriegen wie im Kongo oder in Darfur sind Frauen und Mädchen systematisch  Massenvergewaltigungen ausgesetzt. Sexualisierte Gewalt wird als Kriegswaffe eingesetzt. Ohne Frauen auf allen Ebenen und in allen Fragen der Krisenprävention und Konfliktbewältigung einzubeziehen, ist kein Frieden zu machen. [...] Wir setzen uns dafür ein, dass geschlechtersensible Ansätze in der Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik umgesetzt werden. Für die Gestaltung einer geschlechtergerechten Außen- und Sicherheitspolitik wollen wir einen nationalen Aktionsplan und Monitoringstellen auf nationaler und auf internationaler Ebene institutionalisieren. Wir brauchen dringend eine Aufwertung des UN-Frauenrechtskonventionsausschusses und seiner Instrumente.“</p></blockquote>
<p><em><strong>Was nicht drin ist: </strong></em><br />
Leider hat die Idee für ein neues solidarisches Zusammenleben von Menschen jenseits der Ehe auf dem Programm-Parteitag der Grünen keine Zustimmung finden können. Genauso wurde eine Informationspflicht der Standesämter über das neue Unterhaltsgesetz bei der Eheschließung abgelehnt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Durch Gleichstellung zur selbstverantwortlichen Lebensgestaltung</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/durch-gleichstellung-zur-selbstverantwortlichen-lebensgestaltung/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 07:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wahlkampf 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. September ist Bundestagswahl! Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst in den folgenden Wochen jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen. Aber Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein! Los geht es heute mit dem Deutschlandprogramm 2009 der FDP Die FDP und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 27. September ist Bundestagswahl! Die Mädchenmannschaft erleichtert euch den Blick in die Wahlprogramme und fasst in den folgenden Wochen jeweils die frauenpolitischen Themen der großen Parteien für euch zusammen.<br />
Aber Achtung: Unsere Vorstellung der einzelnen Programme schließt keinerlei Wahlempfehlung mit ein! </em></p>
<p><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/08/48031d9056a92_dprogramm_button.jpg" alt="48031d9056a92_dprogramm_button" title="48031d9056a92_dprogramm_button" width="200" height="133" class="alignleft size-full wp-image-4417" />Los geht es heute mit dem Deutschlandprogramm 2009 der <strong>FDP</strong> </p>
<p>Die FDP und Frauen  &#8211; in meiner Vorstellung reicht diese Verbindung kaum über Gesicht und Babybauch Silvana Koch-Mehrins hinaus. Aber was sagen die Kampagnen einer Powermutter und EU-Abgeordneten schon über das frauenpolitische Programm ihrer Partei aus?</p>
<p>Ein Blick ins Wahlprogramm der Liberalen überrascht mit optimistisch formulierten Zielen:</p>
<blockquote><p>Die FDP setzt sich für eine freie und selbstverantwortliche Lebensgestaltung von Frauen und Männern ein. Wir schaffen hierzu die Rahmenbedingungen. Der Grundsatz der Geschlechtergleichstellung ist uneingeschränkt umzusetzen. </p></blockquote>
<p>Für die <strong>Familienpolitik</strong> bedeutet das: </p>
<blockquote><p>Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist Voraussetzung für eine selbstverantwortliche Lebensgestaltung.Die Lebensplanung der Frau wird immer noch durch die oftmals unfreiwillige Entscheidung zwischen Familie und Beruf<br />
eingeschränkt. Es sind daher nach wie vor eher Mütter, die die Elternzeit in Anspruch nehmen. Erfreulicherweise besteht der Wunsch nach Elternzeit auch vermehrt bei den Vätern. {…} Die FDP fordert einen bedarfsgerechten Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungsangebote für Kinder ab dem ersten Lebensjahr und die Schaffung von flexiblen Arbeitszeitmodellen. Damit können die Beschäftigungsfähigkeit und der schnelle Wiedereinstieg ins Berufsleben für junge Eltern sichergestellt werden. Ähnliche Problemstellungen sind auch bei der Pflege von Angehörigen zu lösen. Auch hier tragen in der Regel Frauen die Hauptlast.</p></blockquote>
<p>Sowohl Pflege- als auch Kinderbetreuungskosten sollen daher mit bis zu 12.000 Euro jährlich von der Steuer absetzbar sein. Mit der Abschaffung der Elternfreibeträge, wäre <strong>Kinderbetreuung</strong> dann keine Frage mehr des Einkommens und des Dann-doch-zuhause-bleibens der Mutter, weil ihr Gehalt sowieso für Kita oder Tagesmutter drauf geht. </p>
<p>Hier machen wir einen kleinen Schlenker zur <strong>Steuerpolitik,</strong> denn wer ein ernsthaftes Interesse an gerecht verteilter Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer hat, der kommt nicht umhin, das geltende Steuerrecht zu überdenken. Auch für Ehefrauen muss sich der Job finanziell auszahlen. Deshalb verspricht die FDP die Abschaffung des Ehegattensplittings durch Aufhebung der Steuerklasse V. </p>
<p>Eine gerechte Steuerpolitik soll aber nicht nur Ehepaare betreffen, sondern Lebenspartnerschaften generell. Diese sollen mit Ehen gleichgestellt werden, unter anderem auch in Fragen der Adoption. </p>
<p>Die <strong>Gleichstellung</strong> von Lebenspartnerschaften betrifft noch mehr Bereiche: </p>
<blockquote><p>Ein gemeinsames Sorgerecht ist bei nicht verheirateten Paaren heute nur möglich, wenn die Mutter zustimmt. Dem Vater soll jedoch nach Ansicht der FDP im Einzelfall eine gerichtliche Entscheidung zur Erlangung des gemeinsamen Sorgerechts offenstehen, wenn dies dem Kindeswohl entspricht. Eine Benachteiligung von Vätern in Sorgerechtsangelegenheiten darf es nicht geben.</p></blockquote>
<p>Außerdem sollen auch nicht verheirateten Frauen <strong>reproduktionsmedizinische Angebote</strong>, wie der künstlichen Befruchtung, nutzen dürfen.  </p>
<p>Aber Frauenpolitik ist nicht nur Familienpolitik. Auch im <strong>Einkommensgefälle</strong> zwischen Frauen und Männern, nennt die FDP Handlungsbedarf: </p>
<blockquote><p>Noch immer erhalten Frauen im Gegensatz zu Männern bei gleicher Arbeit deutlich weniger Lohn. Die FDP setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer für gleiche Arbeit am gleichen Ort gleich bezahlt werden. Teilzeitlösungen auch für Führungskräfte sollten möglich werden, um sie nicht automatisch vom beruflichen Aufstieg auszuschließen. In Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Leben sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Um leistungsbereite und engagierte Frauen auf ihrem Berufsweg zu unterstützen, gilt es, erfolgreiche Instrumente wie das „Mentoring“ bereitzustellen.</p></blockquote>
<p>Gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit am gleichen Ort klingt gut, erreicht aber leider nicht die per se GeringverdienerInnen wie ErzieherInnen, VerkäuferInnen und ähnliche, vor allem von Frauen ausgeübte, Tätigkeitsfelder.<br />
Um Frauen verstärkt in <strong>Männerdomänen</strong> zu etablieren, zieht die FDP ein weiteres Wahlprogramm aus dem Ärmel, wenn Mädchen und junge Frauen schon in der Schule in Naturwissenschaften gefördert werden sollen, denn </p>
<blockquote><p>Deutschland kann es sich nicht leisten, das Potenzial weiblichen Nachwuchs nicht auszuschöpfen. Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen sollten in ihrer beruflichen Entwicklung spezifisch unterstützt werden und die Barrieren, die sie bei einer weiteren Karriereplanung behindern, durch konkrete Angebote abgebaut werden.</p></blockquote>
<p>Auf die Angebote bin ich gespannt – denn ein paar Mentorenprogramme mehr bringt zwangsläufig keine Frau in eine Führungsposition, wenn die Vorstände nicht mitziehen. Die Einrichtung einer<strong> Quote</strong> hätte da mehr Potenzial.</p>
<p>Mehr Infos zu den Liberalen und der der FDP als Bundespartei gibt es <a href="http://www.liberale.de/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.fdp-bundespartei.de/webcom/show_article_start.php/_c-358/i.html" target="_blank">hier</a>. Dort könnt ihr auch das <a href="http://www.fdp-bundespartei.de/webcom/show_article.php?wc_c=1154&#038;wc_lkm=744" target="_blank">Deutschlandprogramm 2009</a> der Partei nachlesen. Oder ihr guckt mal, was die <a href="http://www.liberale-frauen.de/" target="_blank">Liberalen Frauen</a> selber zu sagen haben. </p>
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		<series:name><![CDATA[Wahl ’09 – Spot on Women]]></series:name>
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		<title>Gebloggtes in der letzten Woche</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 17:48:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschmacklosigkeiten aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Terminkalender]]></category>
		<category><![CDATA[Coco Chanel]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Kaarst]]></category>
		<category><![CDATA[Schwule und Lesben]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf 09]]></category>

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		<description><![CDATA[diestandard.at berichtet darüber, dass das Land Bayern die Klage gegen das Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz (was ein Wort!) zurück gezogen hat. Man hatte sich da vor allem an den Regelungen zur Stiefkindadoption gestoßen &#8211; also daran, dass Homosexuelle die Kinder des Partners adoptieren können sollen. Das widerspreche der &#8220;Natürlichkeit&#8221;. Is klar. Bei AVIVA-Berlin wurde der Coco Chanel Film [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>diestandard.at</em></strong> <a href="http://diestandard.at/fs/1246544104773/CSU-Bayern-zieht-Klage-zurueck"target="_blank">berichtet</a> darüber, dass das Land Bayern die Klage gegen das Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz (was ein Wort!) zurück gezogen hat. Man hatte sich da vor allem an den Regelungen zur Stiefkindadoption gestoßen &#8211; also daran, dass Homosexuelle die Kinder des Partners adoptieren können sollen. Das widerspreche der &#8220;Natürlichkeit&#8221;. Is klar.</p>
<p>Bei <strong>AVIVA-Berlin</strong> wurde der Coco Chanel Film <a href="http://www.aviva-berlin.de/aviva/Found.php?id=1425333"target="_blank">besprochen</a>, Fazit: &#8220;Ein bewegender Film über ein bewegtes Leben!&#8221;</p>
<p>Wie gut, dass es den <strong>Mädchenblog</strong> gibt. Denn die <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2009/08/12/lachen-oder-weinen-sexismus-und-rassismus-auf-wahlplakaten-der-gruenen-kaarst/"target="_blank">Plakate der Grünen</a> in Kaarst sind bei uns tatsächlich untergegangen. Da das &#8211; inzwischen <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,642339,00.html"target="_blank">zurückgezogene</a> &#8211; Bild mit dem schwarzen Popo inzwischen wohl alle kennen, sei an dieser Stelle ein weiteres diskussionswürdiges Plakat des Ortsvereins gezeigt:</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 426px"><img src="http://maedchenblog.blogsport.de/images/gruenekaarstwaage.jpg" alt="" /><p class="wp-caption-text">Wahlplakat der Grünen Kaarst</p></div>
<p>Die <strong>Kaltmamsell</strong> hat in einem Zweiteiler (<a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2009/08/10-irrtumer-uber-feminismus-teil-1.htm"target="_blank">Teil eins</a>, <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2009/08/10-irrtumer-uber-feminismus-teil-2.htm"target="_blank">Teil zwei</a>) mit ein paar Irrtümern über den Feminismus aufgeräumt. Ich hab&#8217;s gern gelesen und winke an dieser Stelle fröhlich zurück!</p>
<p>Abschließend noch zwei links zum <strong>Antisexistischen Aktionsbündnis München</strong>: Zum einen gibts da einen <a href="http://asabm.blogsport.de/2009/08/12/offener-brief-zu-sexismus-und-homophobie-auf-dem-chiemsee-reggae-summer/"target="_blank">offenen Brief </a>an die Veranstalter des &#8220;Chiemsee Reggae Summer&#8221; zu lesen, der die Auftritte von homophoben Künstlern kritisiert.<br />
Außerdem wird es im Oktober in München wieder einen &#8220;1000 Kreuze für das Leben&#8221; Marsch der Abtreibungsgegner geben. Morgen schon findet um 14 Uhr im Eine-Welt-Haus ein weiteres <a href="http://asabm.blogsport.de/2009/08/05/naechstes-buendnistreffen/"target="_blank">Bündnistreffen</a> statt um Gegenaktionen zu planen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.</p>
<p><em>Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.</em></p>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
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		<title>Wahlkampfthema Quote</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 10:16:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Working Girl]]></category>
		<category><![CDATA[Quoten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mädchenmannschaft hat in der Freitag.de-Wahlkampfarena eine Frage zur Abstimmung gestellt, und zwar zum auch bei uns immer wieder heiß diskutierten Thema Frauenquoten. Wir wollen wissen: Muss eine neue Regierung nicht endlich verbindliche Frauenquoten für Aufsichtsräte einführen? Auf Freitag.de könnt ihr &#8220;Pro&#8221; oder &#8220;Contra&#8221; abstimmen, einen Kommentar zu eurer Position aufschreiben und den Kommentaren anderer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-4292 alignleft" title="wahlkampfarena" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2009/08/wahlkampfarena.jpg" alt="wahlkampfarena" width="263" height="47" />Die Mädchenmannschaft hat in der <em>Freitag.de</em>-Wahlkampfarena eine Frage zur Abstimmung gestellt, und zwar zum auch bei uns immer wieder heiß diskutierten Thema <a href="http://maedchenmannschaft.net/tag/quoten/" target="_self">Frauenquoten</a>. Wir wollen wissen:</p>
<p><strong><a href="http://www.freitag.de/community/arena/debatte?frage=269" target="_blank">Muss eine neue Regierung nicht endlich verbindliche Frauenquoten für Aufsichtsräte einführen?</a></strong></p>
<p>Auf <em>Freitag.de</em> könnt ihr &#8220;Pro&#8221; oder &#8220;Contra&#8221; abstimmen, einen Kommentar zu eurer Position aufschreiben und den Kommentaren anderer User eure Stimme geben.</p>
<p>Hier bei uns könnt ihr natürlich auch diskutieren. Aber bitte, lasst uns weit weit hinter dem <a href="http://maedchenmannschaft.net/das-feministische-lexikon/#Quote" target="_self">Uralt&#8221;argument&#8221;</a> &#8220;Frauen sollten wegen ihrer Qualifikation befördert werden, nicht weil sie Frauen sind&#8221; anfangen.</p>
<p><strong>Nachtrag 13. August:</strong><br />
Unsere Frage wurde zur Frage der Woche gewählt, und obwohl sich dort ein Teil der Männerbewegung austobt und jeden Pro-Kommentar mit frauenfeindlichen Behauptungen re-kommentiert (&#8220;Frauen sind zu faul, zu doof, zu wenig ehrgeizig&#8230;&#8221;), sind bisher Pro und Contra recht ausgewogen. <a href="http://www.freitag.de/community/arena/debatte?frage=269" target="_blank">Stimmt auch ab und schreibt eure Meinung auf!</a></p>
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