Einträge mit dem Tag ‘Vorbilder’


Über die Befreiung der Körper Schwarzer Frauen – Eine Diskussion

7. Mai 2014 von Charlott

Derzeitig ist ist die Autorin und Aktivistin bell hooks “scholar-in-residence” an The New School. In diesem Rahmen finden eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen statt – und dankenswerterweise werden diese zum einen live gestreamt und zum anderen auch später online gestellt. Gestern nun fand die Veranstaltung “Are You Still a Slave?: Liberating the Black Female Body” statt.

bell hooks und Marci Blackman während der Diskussion (Screenshot)

bell hooks und Marci Blackman während der Diskussion (Screenshot)

bell hooks sprach mit Janet Mock (Autorin von “Redefining Realness. My Path to Womenhood, Identity, Loven & So Much More“), Shola Lynch (Filmemacherin, u.a. “Free Angela and All Political Prisoners“), und Marci Blackman (u.a. American Library Association’s Stonewall award for Best LBGT Fiction).

Ausgehend von der Darstellung Schwarzer Frauen im Film “12 Years A Slave” setzen sich die vier mit der Bedeutung von Geschichte und Geschichten, Vorbilder, Gewalt in ihren unterschiedlichen Formen, die Rolle von Medien, Empowerment und Gemeinschaft auseinander. Shola Lynch berichtet wie ihre Tochter den Trailer zu “Free Angela” immer wieder und wieder ansah, Marci Blackmann spricht über Roman-Figuren, die eine_r sonst selten sieht und bell hooks erklärt, warum ihr die Arbeit an Kinderbüchern besonders wichtig war. Und dann diskutieren bell hooks und Janet Mock über das Time-Cover, auf dem Beyoncé abgebildet war. (Und das alles nur in den ersten 40 Minuten)

Die gesamte Diskussion von fast zwei Stunden kann auf der Seite der New School angeguckt werden.


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Ein “menschlicher Zoo” in Norwegen, Erinnern an den Holocaust und queere Kunst in Armenien – kurz verlinkt

30. April 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 233 von 242 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Das Programm für die diesjährige Frauen*FrühlingsUni (F*FU14) ist nun online und die Anmeldung eröffnet! Programm, Anmeldung und weitere Infos findet ihr hier.

Auf dem Oranienplatz in Berlin protestieren immer noch Geflüchtete. Dieser Protest sollte wegen des anstehenden Myfest geräumt werden… Doch nun gibt es doch eine Einigung, berichtet die taz.

englischsprachige Links

Am 27. April jährten sich in Südafrika die ersten Wahlen nach dem Ende der Apartheid zum 20. Mal. In einer Woche, am 07. Mai, werden die nächsten Wahlen stattfinden. Mail&Guardian hat genauer hingesehen, was einige der größeren/ bekannteren Parteien auf dem Papier zu Gender/Frauenrechten/LGBTI-Rechten etc. verkünden – und wie sich diese Themen in sonstiger Rhetorik oder Taten ausdrücken.

Can a misogynistic country have a female president? Brazil proves that the answer is yes.“, schreibt und beschreibt die brasilianische Journalistin Vanessa Barbara bei der New York Times. [Inhaltshinweis: Misogynie, body policing und rape culture]

Im nächsten Monat wird in Norwegen ein “menschlicher Zoo” eröffnen. Bitte was?! Ja, laut den Künstlern soll diese Aktion – ein Re-Enactment kolonialer Ausstellungsformen – Diskussionen zu Rassismus und dem kolonialen Erbe initiieren. Bwesigye bwa Mwesigire analysiert auf This Is Africa wie diese Aktion rassistische Stereotypen stattdessen re_produziert und in einer weiterhin rassistisch strukturierten Gesellschaft nicht funktionieren kann, sondern nur mehr Gewalt ausübt.

Barbara Eder interviewte das Künstler_innen- und Aktivist_innenkollektiv Queering Yerevan über ihre Aktionen, die Zurückeroberung des öffentlichen Raums und den Begriff “Queer” im armenischen Kontext.

Zum noch immer unklaren Verbleib der 243 von “Boko Haram” entführten Schülerinnen in Nigeria schrieb allAfrica.com. Auf Twitter werden unter den hashtags #BringBackOurDaughters und #BringBackOurGirls weitere Informationen und Aktionen kommuniziert. [Inhaltshinweis: Misogynie, Gewalt und rape culture]

In einem Fotoprojekt stellen Schwarze Mädchen Porträts von Frauen nach, die als Vorbilder fungieren – von Audre Lorde bis Gabby Douglas.

Anlässlich des Yom HaShoah (Holocaust Tags) in Israel schreibt The Mamafesto über ihre Familiengeschichte und die Bedeutung von Erinnerung.

Termine in Berlin, Bremen, Frankfurt a.M., München:

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roleUP! Eine Webserie über weibliche* Role Models

6. Januar 2014 von Gastautor_in

Susanne wurde 1983 in Erfurt geboren. Sie studierte erst Sozialwissenschaften und später Medientechnologie. Nach einer einjährigen Reise entschied sie sich ihren Traum wahr zu machen und endlich als freie Filmemacherin zu arbeiten. Nebenbei schreibt sie über geekig feministische Themen bei Femgeeks. Heute stellt sie uns ihr neues Projekt vor: roleUP! Eine Webserie über weibliche* Role Models aus IT, Technik, Sport, Kunst und aus dem Unternehmerinnentum.

rolUP-banner

Weniger als 20% der Studierenden in IT Fächern sind weiblich*, denn: „Frauen studieren oft Geisteswissenschaften“. In der Geschichte der Formel 1 gab es bisher nicht mehr als fünf Frauen im Cockpit. 39% der Selbständigen sind Frauen*, sie verdienen im Schnitt aber 37% weniger als Männer*. Und warum?

Mögen die drei Bereiche auf den ersten Blick nicht zusammenhängen, lässt sich die Frage nach dem “Warum?” doch für alle ähnlich beantworten. Bestehende, teils sogar wiederauflebende, stereotype Rollenbilder: Frauen und Technik? – Naja, aber höchstens in Ausnahmen! Frauen und Rennsport? – Viel zu gefährlich! Frauen und Selbständigkeit? – Ja klar, wir empfehlen den Sozial- und Pflegebereich!

Obwohl sich viele Unternehmen und Initiativen inzwischen redlich bemühen mehr Frauen* in IT und Technik zu bewegen, wächst der Anteil der Studentinnen nur langsam (nicht mal 2% in den letzten 3 Jahren). Aber wen wundert es, dass sich Mädchen* und junge Frauen* nur schwer von einer Karriere in IT und Technik begeistern lassen, wenn sie jahrzehntelang gehört haben, „Technik ist nichts für dich“. „Lass das mal deinen Bruder machen“, „Hier hast du ‘ne Puppe“? Ergänzt um ein oder zwei Schauergeschichten von Frauen* in der Branche, über abwertende oder übergriffige Kollegen und weniger Wertschätzung bei mehr Arbeitsleistung.

Aber wie überzeuge ich Frauen* einen anderen Weg einzuschlagen? Wie zeige ich Mädchen*, dass Computer und Autos genauso eine Passion werden können, wie Pädagogik oder Literatur? Dass sie keine Angst davor haben müssen, sondern sich darauf freuen können?

Ich lebe es ihnen vor, ich unterstütze bestehenden Wissensdrang und Forscher*innengeist, anstatt ihn im Keim zu ersticken. Ich ermutige und stoße an. Ich bin ein Vorbild. Oder suche welche, die es ein können. Und hier ist der Knackpunkt: Vorbilder zu finden ist oft schwerer als eine_r denkt. Im persönlichen Umfeld hat mensch selten ein breites Portfolio an Vorbildern. Und Fernsehen und Kino greifen lieber auf Stereotype zurück, als diese zu brechen. Aber zum Glück haben wir das Internet. Dort produzieren wir eigene Inhalte und sprechen über diejenigen, die uns wichtig sind – z.B. tolle weibliche * Vorbilder.

Und genau das ist der Plan. Eine Webserie über weibliche* Role Models. Aus IT und Technik, aus Sport und Kunst, aus Unternehmerinnentum. Die Umsetzung des Plans hat sogar schon begonnen. Und zwar in der Planung der Serie und der ersten Folge. Leider gibt es noch einen kleinen Haken. Obwohl es super cool ist, wenn im Netz alles frei verfügbar ist und damit für so gut wie jede_n abrufbar, die Herstellung von Inhalten kostet trotzdem Geld. Deswegen gibt es aktuell ein Crowd Funding Projekt, das die Pilotfolge (also eine lange erste Folge) der Serie finanzieren soll.

Wird das ganze ein Erfolg, finanziell und in Bezug auf Aufmerksamkeit, sollen anschließend weitere Folgen gedreht werden. Findet ihr gut? Dann unterstützt das Projekt! Es trägt den wunderbaren Namen: „roleUP! – lvl UP your role models“ und die Finanzierung der ersten Folge könnt ihr bei nordstarter.org/roleup oder starnext.de/roleup jetzt unterstützen.

Die erste Protagonistin könnt ihr im Video unten schon mal kennenlernen, zwei weitere folgen in den nächsten Wochen. Mehr Infos findet ihr außerdem bei Twitter und Facebook.


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Applaus für… Zarifa Qazizadah

5. Juni 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 23 von 29 der Serie Applaus für

2004 hatte sie die Wahlen noch verloren – zwei Jahre später wurde Zarifa Qazizadah zur ersten Bürgermeisterin in Afghanistan gewählt. Die 50-Jährige hatte ihr ur­sprüngliches Wahlversprechen, Elektrizität für ihr Dorf, eingehalten. Dafür hatte sie ihren Schmuck verkauft und eine Hypothek auf ihr Haus aufgenommen. Seitdem ist die Liste ihrer Errungenschaften noch deutlicher länger geworden.

Die Erlöse der Elektrifizierung steckte Qazizadah in den Bau einer Brücke, um den Anschluß an das Straßennetz zu verbessern und einer Moschee, die Männern und Frauen gemeinsam offen steht. Bekannt ist sie außerdem für den Einsatz auf der Straße: Regelmäßig patroulliert sie, als Mann verkleidet, mit ihrem Motorrad auf der Straße (die BBC hat ein schönes Foto) und einmal zog sie mit einem Traktor ein Auto aus dem Graben.

Seit dem Fall der Taliban arbeitet Qazizadah ehrenamtlich. Sie unterstützt Impf- und Alphabetisierungsprogramme und führt auch die lokale Frauenversammlung an. Früh verheiratet und inzwischen Mutter von 15 Kindern, bzw. Großmutter von 35 Enkeln, musste sie ihre Bildung leider abbrechen. Trotzdem hat sie nun ein großes Ziel: einen Sitz in der Nationalversammlung, wie sie der Deutschen Welle verriet.

Zuhören kann mensch Zarifa Qazizadah auch. BBC Outlook hat am 16. Mai ein Interview mit ihr geführt (allerdings nur auf Englisch).


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Jetzt vorschlagen: Die Bloggerin des Jahres 2011!

30. November 2011 von Maedchenmannschaft e.V.

Bloggermädchen 2011 Auch in diesem Jahr haben wieder viele tolle Bloggerinnen “im Netz” gegen all den Kram, der auch das nichtvirtuelle Leben manchmal ganz schön schwer macht, angeschrieben und auf ganz verschiedene Art und Weise digitale Räume geschaffen, in denen wir uns gern aufhalten, uns austauschen, vernetzen oder unterstützen, in denen wir Spaß haben, auf gute Ideen kommen, schöne Dinge entdecken oder praktische Tipps finden. Einige solcher Blogs stellen wir hier immer mal wieder vor, z.B. in unserer Rubrik WWW Girls. Ihr kennt aber garantiert noch viel mehr tolle Bloggerinnen. Und so suchen wir auch in diesem Jahr wieder das

Bloggermädchen des Jahres!

2009 machte Frau Liebe knapp vor Anne Roth das Rennen, den dritten Platz teilten sich Das Mädchenblog und Frl. Zucker.  2010 verlieht ihr die Auszeichnung an Kathrin von Drüberleben, auf dem zweiten und dritten Platz landeten Anke Gröner und Antje Schrupp.

Und 2011? Wie in den vergangenen zwei Jahren seid jetzt ihr gefragt, liebe Leser_innen: Welche Blogs aus dem deutschsprachigen Raum lest ihr gerne und regelmäßig? Welche ist eure Bloggerin des Jahres? Ab sofort und bis zum 31. Dezember, 12:00 Uhr könnt ihr sie hier in den Kommentaren vorschlagen (bitte nur 1x) und begründen, warum sie nominiert werden sollte. Die Abstimmung folgt dann im Januar 2012.

Viel Spaß!

Eure Mädchenmannschaft


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Feminismus ein Gesicht geben

1. Dezember 2010 von Helga

Patrick Stewart in einem T-Shirt mit der Aufschrift This is what a feminist looks like

Bild über Fawcett Society

“This is what a feminist looks like” oder „So sieht ein_e Feminist_in aus“ -über die gleichnamigen Kampagnen in Österreich und den USA hatten wir schon berichtet. Auch in Großbritannien haben viele Prominente sich als Feminist_innen geoutet und das von der Fawcett Society dokumentieren lassen.

Darunter ist etwa Sir Patrick Stewart, der ehemalige Kapitän des neuen Raumschiffs Enterprise. Er setzt sich seit Jahren gegen häusliche Gewalt ein und erzählte im britischen Guardian, wie er als Kind miterlebte, dass sein Vater seine Mutter verprügelte. Und wie selbst Polizei und Rettungshelfer, statt zu helfen, sie selbst dafür verantwortlich machten.

Absolut wunderbar ist auch Jocelyn Jee Esien, die mit ihrer selbst-geschriebenen Comedy-Show “Little Miss Jocelyn” schon vor Jahren zeigte, dass Frauen komisch sein können. Sie war außerdem die erste schwarze Frau die jemals im us-amerikanischen oder britischen Fernsehen eine eigene Sketchsendung bekam.

Jocelyn Jee Esien in einem T-Shirt mit der Aufschrift This is what a feminist looks like

Bild über die Fawcett Society


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Science FTW

16. August 2010 von Helga

ACTUAL SCIENCE MONTAGE: 3 untereinander angeordnete Panels mit einem Wissenschaftler und einer Wissenschaftlerin in Laborkittel und Brille, die ein Gerät anstellen und dann stundenlang davor warten, während es WHIRR macht.„Frauen werden immer unglücklicher (und die Feministinnen sind dran schuld)” oder „Männer wollen keine erfolgreichen Frauen” – diese Vorurteile kennt wohl jede Frau und in schöner Regelmäßigkeit landen sie auch wieder auf den Titelseiten von Magazinen und Zeitungen. Manchmal sogar, weil eine Studie neue Beweise geliefert hätte. Caryl Rivers von womens enews hat sich Untersuchungen dazu näher angeschaut. Tatsächlich wirkten sich Bildung und Erfolg einst negativ auf die Heiratschancen von Frauen aus. Für Frauen, die jetzt über 80 Jahre alt sind. Heute ist der Effekt denn auch verschwunden. Und dass das „Happiness Gap” vor allem auf der großzügigen Interpretation minimaler statistischer Schwankungen beruht, kann nicht oft genug betont werden.

Nicht so große Schlagzeilen machte dagegen eine neue deutsche Studie, von der die taz berichtete. Danach liessen sich naturwissenschaftliche Studentinnen von weiblichen Vorbildern aus modernen Serien inspirieren. Die Ärztinnen und Forensikerinnen aus CSI und Dr. House motivieren dabei mehr, als es deutsche Serien uns Soaps schaffen. Die Studienleiterin Marion Esch sagte dazu: „Die Frauen in den deutschen Serien sind zwar auch berufstätig, stehen aber vor allem mit ihren Beziehungen im Vordergrund. Ingenieurinnen kommen im deutschen Fernsehen nicht vor.” Ob die Studentinnen schließlich enttäuscht waren, weil echte Labors deutlich anders als die in CSI arbeiten, wurde leider nicht untersucht.


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Vorbilder gesucht, die dritte

7. Januar 2010 von Helga

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sucht role models: Frauen, die eines der vielzitierten MINT-Fächer studiert haben oder studieren. Auf dem Portal www.mint-role-models.de kann frau sich registrieren und dann bei Workshops und Veranstaltungen demonstrieren, dass Frauen sehr wohl mit Zahlen umgehen können.

Video Mint Role Models von mintrolemodels auf Vimeo.

Das Interesse an den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik lässt bei den deutschen Mädchen mit dem Beginn der Pubertät häufig nach. Um das uncoole und unweibliche Image dieser Fächer zu verändern, gibt es inzwischen eine Reihe von Initiativen. Das Online-Programm CyberMentor setzt auf kontinuierliche Begleitung der Mentees, mit LAN-Parties wirbt Girls Go IT für Medien- und IT-Berufe – eine Übersicht von Projekten bietet die komm mach MINT-Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. In der englisch-sprachigen Blogosphäre schrieben Wissenschaftlerinnen über ihr Leben und Wirken im Letters to Our Daughters Project auf Scienceblogs und mit stemming.org gibt es auch eine Community zum vernetzen.

Damit Karriere in den MINT-Fächer in Deutschland für Mädchen wirklich attraktiv wird, fehlen bisher aber noch zwei Dinge: So hat sich die Arbeitslosenquoten unter Ingenieurinnen in den letzten Jahren stark verbessert, ist aber bis heute höher als unter Ingenieuren. Und auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist schwerer als in anderen Branchen. Wenn sich in Zukunft auch die Väter, wie angekündigt, mehr um den Nachwuchs kümmern wollen, müssen die Unternehmen noch kräftig nachbessern.


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Vorbilder gesucht, die zweite

15. Dezember 2009 von Barbara

Das E-Mentoring Programm CyberMentor geht in eine neue Runde auf der Suche nach Vorbildern, wir haben berichtet. Weibliche Vorbilder – das ist ein großes Thema, so ging es kürzlich auf einer politischen Diskussionsveranstaltung auch um die Suche nach weiblichen Vorbildern. Ein junges Publikum, zwischen Schule und Uni/Ausbildung, mehr Frauen als Männer, tat sich schwer. Es kamen ein paar Vorschläge, ausschließlich von Männern genannt:

Maria Furtwängler, weil sie Familie und Karriere gut vereinbaren könne. Heidi Klum, weil auch sie Familie und Karriere gut vereinbaren könne. Mehrere merkten an, dass bei beiden Geld keine Rolle spielen würde, demnach die Vereinbarkeit keine große Kunst sei. Dann schlug einer Renate Künast vor, weil sie ihre eigene Meinung sage, und gut aussehe, wenn auch sie dem Geschmack des Vorschlagenden nicht entspreche Endlich ein Zwischenruf von einer jungen Frau: Lena Odenthal sei doch auch ein Vorbild. Auf Nachfrage, ob die Fernsehfigur Lena Odenthal oder die Schauspielerin Ulrike Folkerts gemeint sei, kam keine Antwort.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der BAT Stiftung für Zukunftsfragen befasst sich auch mit Vorbildern:

Auf die Frage, welche Personen aufgrund ihrer Eigenschaften, Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale „als Vorbild dienen“ können, nennt die junge Generation im Alter bis zu 29 Jahren Mutter Teresa (24%), Martin Luther King (20%) und Mahatma Gandhi (15%), Anne Frank (14%), Geschwister Scholl (11%) und Graf von Stauffenberg (7%). Dies geht aus einer aktuellen Repräsentativbefragung hervor, in der die BAT Stiftung für Zukunftsfragen 2.000 Personen ab 14 Jahren nach zeitlosen Vor- und Leitbildern der Jugend gefragt hat. (Hervorhebungen von mir)

Bleibt anzumerken, dass hinter dieser Studio British American Tobacco steckt. Dennoch ist es erstaunlich, dass die in der oben stehenden Umfrage genannten Vorbilder alle tot sind.


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Vorbilder gesucht

15. Dezember 2009 von Helga

Grün-lila CyberMentor Logo Das E-Mentoring Programm CyberMentor geht in eine neue Runde. Wieder sind Frauen gesucht, die in einem der MINT-Felder (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) tätig sind. Egal ob Chefin der eigenen Firma oder Studentin im Haupt- oder Masterstudium, hauptsache frau möchte die Begeisterung für ihr Fach weitergeben.

Ein Jahr lang läuft das Programm jeweils, während dieser Zeit sollte frau mit ihrer Mentee regelmäßigen Kontakt halten und über die Arbeit, das Studium, allgemeine MINT-Themen oder oder oder sprechen. Das CyberMentor-Portal unterstützt die Mentorinnen dabei mit Schulungen, regelmäßigen Chat-Angeboten und einem monatlich erscheinenden Magazin. Außerdem gibt es bei regionalen Treffen und in der Online-Community die Möglichkeit, weitere Mentorinnen und Mentees kennenzulernen.

Da man sich gerade in diesem Berufen und Studiengängen als Frau manchmal sehr exotisch fühlt, sind die Treffen eine tolle Gelegenheit sich zu vernetzen, festzustellen, was es für faszinierende Forschungsfelder gibt und spannende Geschichten zu hören. Ich war schon da und spreche aus eigener Erfahrung.

Wer mitmachen möchte: Die nächste Mentoring-Runde beginnt erst im April 2010, aber anmelden kann man sich ab jetzt.


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