Einträge mit dem Tag ‘Video’


Jaclyn Friedman im Interview

2. Mai 2011 von Verena

Eine auch von der Mädchenmannschaft mit Spannung erwartete Speakerin bei der diesjährigen re:publica war die us-amerikanische Media-Aktivistin Jaclyn Friedman. Anne Wizorek, eine der Organisatorinnen der re:publica, traf Friedman zum Interview:

Jaclyn Friedman ist Gründerin und Geschäftsführerin von Women, Action & the Media, einer Organisation, die sich für Geschlechtergerechtigkeit in den Medien einsetzt und diese fördert. Ferner engagiert sich Friedman bereits seit ihrer Studienzeit aktiv für eine Schärfung des Sicherheits- als auch Rechtsbewusstseins im Kontext sexueller Übergriffe und hat hierzu unter anderem auch die Anthologie “Yes Means Yes: Visions of Female Sexual Power and a World Without Rape” mitherausgegeben.

Auf der re:publica 2011 beschrieb die begeisterte Twitter-Nutzerin in ihrem Vortrag “How Feminist Digital Activism Is Like the Clitoris” am Beispiel von Twitter-Kampagnen wie #mooreandme, #prataomdet oder #dearjohn, inwieweit sich digitale Medien auch erfolgreich im Rahmen des feministischen Aktivismus nutzen lassen und gleichzeitig dazu dienen können, eine aktive Community aufzubauen.

Im Interview mit ihr sprachen wir außerdem darüber, wie sie Klischeevorwürfen gegenüber Feministinnen begegnet, ob sich der amerikanische vom europäischen Feminismus unterscheidet und welche Rolle digitale Medien spielen können, um gegen die Sexualisierung in Standard-Medien anzugehen.

Im Herbst wird außerdem das neue Buch von Jaclyn Friedman mit dem Titel „What You Really Really Want: The Smart Girl’s Shame-Free Guide to Sex and Safety“ erscheinen. Dieses ist ein Ratgeber, der insbesondere jungen Frauen im Umgang mit der eigenen Sexualität unterstützt und dabei hilft, widersprüchliche, scheinheilige und hypersexualisierte Medien-Botschaften korrekt zu entschlüsseln, um entgegen dieser Stereotype, die eigene sexuelle Identität selbstbewusst und -bestimmt entfalten zu lassen.

Kamera: Gunnar Weber, Interview: Anne Wizorek, Schnitt: Nico Roicke

(Dieser Artikel erschien ursprünglich bei spreeblick)

 


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Samstagabendbeat mit X-Ray Spex

30. April 2011 von Verena

Diese Woche verstarb Poly Styrene, die Sängerin der 70er Punkband X-Ray Spex im Alter von nur 53 Jahren. Wer mehr über sie lesen möchte, findet unter anderem beim Freitag und beim Spiegel Artikel, und wer einen ihrer größten Hits hören will, guckt einfach hier:


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Feminismus Around The Clock

25. April 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 102 von 138 der Serie Kurz notiert

Drei Jahre Missy Magazine! Im Neuen Deutschland gaben die Herausgeberinnen schon vor einiger Zeit ein Interview über Feminismus und Modestrecken, Rebellion und Elternratgeber.

Die Arbeit der queeren Rapperin und Deutschlehrerin Sookee wird in der Berliner Zeitung vorgestellt.

Die ZEIT interviewte die ägyptischen Bloggerin und Aktivistin Noha Atef und unsere Kolumnistin Kübra Gümüsay auf der re:publica 2011 zu politischen Aktivismus und zum Bloggen.

In Wien geht der Ärger weiter: Zum 100. Weltfrauentag hatten die Strickistinnen die Route der Wiener Demo mit urbaner Kunst verkleidet. Trotz einer ausdrücklichen Genehmigung und finanzieller Unterstützung der Stadt entfernte die Straßenreinigung bereits am nächsten Tag wieder alles. Nun sollen die Aktivistinnen dafür auch noch die Kosten tragen, so der Augustin.

muslimahmediawatch zeigt ein Poster der deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, auf dem eine verschleierte Muslima neben Müllsäcken sitzt. Untertitel des Posters: Unterdrückte Frauen werden leicht übersehen.

Ina Freudenschuss hat für dieStandard.at die amerikanische Netzaktivistin Jaclyn Friedman interviewt.

Die feministing.com Autorin Courtney Martin spricht über ihre Arbeit und feministischen Aktivismus.

(via Anne Roth)

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für April.


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Samstagabendbeat mit den wütenden Omis

9. April 2011 von Magda

Im Repräsentantenhaus von Florida (USA) wurden in diesem Jahr bereits 18 Ge­setzes­entwürfe auf den Weg ge­bracht, die die Re­produktions­rechte von Frauen erheblich ein­schränken würden. Unterstützt werden diese Vorstöße insbesondere von Mitgliedern der Repu­blikanischen Partei. Darauf­hin stellte der demokratische Abgeordnete Scott Randolph in einer Rede fest, dass die Republika­nische Par­tei zwar an der Ver­ringerung des staatlichen Ein­flusses auf die Wirt­schaft interessiert sei, aber gänzlich anders argumentiere, wenn es um Frauen- und Ab­treibungs­rechte geht: Da können die Ein­schränkungen nicht groß genug sein.

So merkte Randolph an, dass seine Frau wohl ihre “Gebär­mutter als Firma an­melden” müsse, damit sie von den re­­publika­nischen Plänen ver­schont bliebe, was zu einer Debatte führte, ob er das Wort uterus weiterhin im Repräsen­­tanten­­haus benutzen dürfe. Die sogeannte “Uterus-Kontroverse”, die in ganz USA Schlag­zeilen machte, war geboren!

Die South Florida Raging Grannies haben ihre ganz eigene Antwort auf die pein­liche Debatte: “Wir singen es laut und stolz: Gebärmutter, Gebärmutter, Gebär­mutter!”

Zum Weiterhören: Scott Randolph im Interview mit Rachel Maddow. Songtext nach dem Sprung

(weiterlesen …)


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Samstagabendbeat mit Emily Wells

2. April 2011 von Magda

Wir wünschen eine schönen Samstagabend mit dem dazugehörigen Beat der Loop-Performance-Künstlerin Emily Wells! Was sie genau macht? Seht selbst:

Danke@Tinitus für den Link!


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Samstagabendbeat mit Adele

19. März 2011 von Magda

Tanzlust in den Beinen, Sonne im Herzen, Adele im Ohr.

Text nach dem Sprung (weiterlesen …)


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Gepatzt

5. März 2011 von Verena

Was ist denn da los, dachten sich die Zuschauer des Independent Spirit Awards, der Ende Februar in Santa Monica stattfand. Denn eigentlich standen die Schauspieler Paul Rudd und Eva Mendes auf der Bühne, um das Beste Drehbuch zu prämieren, aber Rudd dachte sich wohl schnell eine eigene Szene aus und griff – wie originell und noch nie da gewesen – seiner Kollegin an die Brust. Wer jetzt nicht schon kotzt, tut das angesichts des Kommentars auf stern.de:

Von sexueller Belästigung auf der Bühne konnte angesichts von Mendes’ verzücktem Gesichtsausdruck aber wohl keine Rede sein. Sie schien Rudds Grabsch-Attacke regelrecht zu genießen

Aber wenn schon Drehbuch-Modus, dann bitte noch mehr Action. Um es kurz zu machen: Rosario Dawson stürmt aus dem Publikum auf die Bühne (die Buffet-Gabel noch in der Hand) und greift Rudd im Gegenzug in den Schritt (dessen Reaktion schwankte laut stern.de zwischen „Empörung und Freude“) und alle sind versöhnt? Ich weiß nicht. Ein Blick auf die ganze Szene, zeigt, dass zumindest ein Teil der Aktion nicht aus heiterem Gesitesblitz geschah:

Und im Interview mit Access Hollwood betreitet Dawson ihren Anteil als geplant. Aber sie sagt ein paar wahre Worte, wenn sie betont, dass sie als Frauenrechtlerin davon genervt gewesen sei, dass Rudd Mendes’ Brust „eine halbe Stunde lang begrabscht hat“.

Also nur ein kleiner Award-Gag, der ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist? Auch Latoya Peterson bemerkt auf racialicious.com, dass der kleine, ab­ge­sprochene Scherz, Mendes an die Brust zu greifen, in dem Moment ein feminist issue wird, in dem er übers Ziel hinausschießt: kurz und wie abgesprochen anzufassen oder noch ein paar Mal dran rumzukneten…

Ob der beherzte Griff von Dawason an Rudds Eier ausgleichende Gerechtigkeit schafft, sei mal dahin gestellt, denn generell finde ich, wie auch Jodi Jill auf examiner.com kommentiert, es eine total unpassende Aktion, bei einer Award Show im Jahr 2011 einer Frau derart an die Brust zu grapschen, um etwas „Spaß“ in die Präsentation zu bringen. Da muss es doch ein besseres Drehbuch geben.


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Der homosexuelle Mann und die Phallokratie

17. Dezember 2010 von Silviu
Dieser Text ist Teil 17 von 27 der Serie Neues vom Quotenmann

Die Vollversammlung der UNO hat im November entschieden, willkürliche und außergerichtliche Hinrichtungen aufgrund der sexuellen Orientierung nicht mehr ausdrücklich zu verurteilen. Auf Antrag mehrerer afrikanischer Abgeordneter wurde die explizite Erwähnung dieses Mordmotivs aus der diesjährigen Resolution gestrichen – ein enttäuschendes Ergebnis für die LGBTQ-Gemeinschaft und für die Menschenrechtsorganisationen.

Darüber informiert die taz unter dem Titel „Der homosexuelle Mann ist wieder zum Abschuss freigegeben“. Wer den Artikel liest, erfährt natürlich, dass in vielen Ländern nicht nur Schwule, sondern auch Lesben dem Mord immer noch zum Opfer fallen. Dass homosexuelle Männer ihr Privileg der Männlichkeit auch bei der Repräsentation in den westlichen Medien genießen, sollte spätestens mit einer Studie am Beispiel der Münchener Tageszeitungen klar sein. Während Lesben als Frauen für die Augen der Öffentlichkeit weiterhin nur wenig sichtbar bleiben, werden Schwule als Prototyp der Homosexualität dargestellt.

Die Ironie der Situation liegt aber vor allem darin, dass der taz-Artikel auch die mehr als 70 Länder erwähnt, in denen Homo-Sex als Straftat gilt. Die Liste dieser Länder und die Einzelheiten zur jeweiligen Rechtslage veröffentlicht nämlich ILGA in einem jährlichen Bericht. Und wer einen genaueren Blick in den letzten Bericht wirft, ist überrascht: Erstaunlich viele dieser Länder stellen zwar Schwule unter Strafe, nicht aber Lesben. Die umgekehrte Rechtslage kommt nirgendwo vor und, wenn Sex unter Frauen doch gesetzlich verboten ist, dann zeigt sich der homophobe Gesetzgeber meistens milder mit den Lesben.

Der homosexuelle Mann riskiert also vielerorts tatsächlich mehr als die homosexuelle Frau, und es scheint, dass Lesben nicht nur in westlichen Medien, sondern auch in patriarchalen Strafgesetzbüchern einfach mal weggelassen werden. Die interessante Frage ist natürlich, wie sich die überraschend asymmetrische Kriminalisierung erklären lässt. Zumindest zum Teil liegt es meiner Meinung nach an den durchaus phallokratischen Begriffen, die solche Rechtstexte verwenden. Um die vermeintliche Straftat gesetzlich zu kodifizieren, brauchen die Wächter der Moralität in 76 Ländern einige Definitionen. Was gilt zum Beispiel als Sex? Man(n) scheint trotz aller kulturellen Unterschiede unwillig oder unfähig, über die Idee hinwegzukommen, dass Sex zwangsläufig Penetration durch einen Phallus bedeutet. Alles andere hält das internationale Patriarchat – wie mancher westliche Schwule – entweder für „Sexersatz“, oder für gar keinen Sex.

Den Phallus zelebrieren die Japaner beim jährlichen Kanamara Matsuri (Festival des Eisenpenis), wie hier 2009 in Kawasaki


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Samstagabendbeat mit den Wet Spots

27. November 2010 von Helga

Die Wet Spots singen von der Texas Annie, die sich aufmachte im prüdesten Staat der USA die weibliche Selbstbefriedigung näher zu bringen.

Via mädchenblog und der Text nach dem Klick


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Stöhnen an der Wahlurne

22. November 2010 von Verena

Manch einem mag der Gang ins Wahlbüro ein Stöhnen entlocken – als Ausdruck der Unlust, versteht sich. Den Spieß umgedreht hat nun die sozialistische Partei PSC im spanischen Katalonien, die in ihrem Wahlwerbespot eine Wählerin zum Orgamus bringt. Besonders gut kommt der Spot in den konsverativen Reihen wohl nicht an. Und ich kann auch keinen besonderen Zusammenhang erkennen, zwischen Stimmzettelabgabe und orgiastischer Erregung – auch wenn die WerbemacherInnen den Schlitz speziell in den Vordergrund stellen… Dann doch lieber essen gehen mit Harry und Sally.


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