Einträge mit dem Tag ‘Vernetzung’


Der Selbermach-Jahresrückblick 2012

16. Dezember 2012 von der Mädchenmannschaft

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenStatt allein nach den Höhe­punkten und Auf­regern der letzten Woche zu fra­gen, würden wir Euch heu­te gerne ein Fo­rum zur Ver­fügung stellen, um das Jahr 2012 kritisch Revue passieren zu lassen.

In diesem Jahr haben wir uns aus verschiedenen Gründen gegen eine “Bloggermädchen”-Wahl entschieden: Zum einen gab es sowohl an Konzept als auch Durchführung der Wahl immer mal wieder berechtigte Kritik, zum anderen schien das Interesse daran stetig abzunehmen. Der Zweck der “Bloggermädchen”-Wahl war nie ein Wettbewerb im eigentlichen Sinne, sondern die Idee, aus feministischer Sicht interessante Blogs bekannt(er) zu machen und zu vernetzen. Wir sind uns jedoch nicht sicher, ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wird.

Als kleines Experi­ment möchten wir statt­dessen ein Offenes Forum bieten: Wir würden uns freuen, wenn in diesem Forum statt eines Wett­bewerbs eine Vor­stellungs­runde neuer und/oder besonders interessanter Blogs und Blog­bei­träge des ver­gangen­en Jahres Platz findet, und Leser_innen sich über Er­freu­liches, Är­ger­liches und Über­raschen­des im Jahr 2012 aus­tauschen kön­nen.

Eure Lieblingsblogs

Welche Blogs habt Ihr dieses Jahr besonders gerne ge­lesen oder habt Ihr selbst einen neuen Blog ge­startet? Welche femi­nistischen Pod­casts, Netz­werke und Ini­tia­tiven fandet Ihr in diesem Jahr toll? Welche (Blog-)Beiträge fandet Ihr be­sondes spannend oder lehr­reich oder disku­tabel in den letzten zwölf Mo­naten? Welche Themen haben Euch 2012 in Atem ge­halten, und was erwartet Ihr aus femi­­ni­sti­scher und/oder ge­sell­schafts­­kri­ti­scher Per­­spek­­tive für das kommende Jahr? All das und noch viel mehr kann hier gerne be­spro­chen wer­den.

Als eigenen Beitrag haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: Unser Jahresrückblick wird morgen in Form eines Podcasts erscheinen. Kommt zu uns ins akustische Wohnzimmer und seid dabei, wenn die Mädchenmannschaft bei Tee, Muffins und Vogelgezwitscher das feministische 2012 Revue passieren lässt und einen Ausblick auf die Zukunft wagt.

Danach machen wir eine Pause bis zum 5. Januar 2013.

Die Mädchenmannschaftsartikel bleiben natür­lich weiter­hin kommen­tier­bar, wir bitten aber um Ge­duld, falls es mit der Moderation mal etwas länger dauern sollte.

Wir bedanken uns herzlich für Euren Input, Eure Meinungen, Eure Kritik und Euer Lob, und freuen uns auf ein femi­nisti­sches 2013 mit Euch!

Ent­spannte Feier­tage und einen guten Rutsch wünscht

die Mädchenmannschaft


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Jetzt vorschlagen: Die Bloggerin des Jahres 2011!

30. November 2011 von Maedchenmannschaft e.V.

Bloggermädchen 2011 Auch in diesem Jahr haben wieder viele tolle Bloggerinnen “im Netz” gegen all den Kram, der auch das nichtvirtuelle Leben manchmal ganz schön schwer macht, angeschrieben und auf ganz verschiedene Art und Weise digitale Räume geschaffen, in denen wir uns gern aufhalten, uns austauschen, vernetzen oder unterstützen, in denen wir Spaß haben, auf gute Ideen kommen, schöne Dinge entdecken oder praktische Tipps finden. Einige solcher Blogs stellen wir hier immer mal wieder vor, z.B. in unserer Rubrik WWW Girls. Ihr kennt aber garantiert noch viel mehr tolle Bloggerinnen. Und so suchen wir auch in diesem Jahr wieder das

Bloggermädchen des Jahres!

2009 machte Frau Liebe knapp vor Anne Roth das Rennen, den dritten Platz teilten sich Das Mädchenblog und Frl. Zucker.  2010 verlieht ihr die Auszeichnung an Kathrin von Drüberleben, auf dem zweiten und dritten Platz landeten Anke Gröner und Antje Schrupp.

Und 2011? Wie in den vergangenen zwei Jahren seid jetzt ihr gefragt, liebe Leser_innen: Welche Blogs aus dem deutschsprachigen Raum lest ihr gerne und regelmäßig? Welche ist eure Bloggerin des Jahres? Ab sofort und bis zum 31. Dezember, 12:00 Uhr könnt ihr sie hier in den Kommentaren vorschlagen (bitte nur 1x) und begründen, warum sie nominiert werden sollte. Die Abstimmung folgt dann im Januar 2012.

Viel Spaß!

Eure Mädchenmannschaft


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‘Frauen’ oder Themen sichtbar machen im Netz?

11. März 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 30 von 55 der Serie Meine Meinung

Liebe Leser_innen,

wahrscheinlich langweile ich Sie, wenn ich dieses leidige Thema wieder aufgreife, zu dem es sogar schon Studien und Diplomarbeiten gibt. Warum ‘Frauen’ so wenig wahrgenommen werden in der deutschsprachigen Blogosphäre. Vielleicht, weil sie einfach über andere Sachen schreiben, diese ‘Frauen’. Vielleicht, weil sie neben Erwerbsarbeit auch noch Reproduktionsarbeit leisten und einfach nicht so häufig im Netz unterwegs sind wie die ‘Männer’. Vielleicht, weil ‘Männer’ zu lautstark sind. Der männliche Habitus, hegemoniale Männlichkeit, Sexismus im Netz, Troll-Gedöns, Morddrohungen, blablabla. Sie kennen das schon. Wenn nicht, googlen Sie es.

Dass sich Herrschaftsverhältnisse der “Offline-Welt” im Netz reproduzieren und genau dieser Fakt nicht mit “Ist doch nur das Internet, alles halb so wild” wegzuschieben ist, sollte für uns alle keine Neuigkeit sein. Wenn doch, dann empfehle ich, mit offenen Augen und einer Portion (Selbst)Kritik mal durch die Blogs zu surfen (und überhaupt: Welche Blogs lesen Sie und warum keine anderen?), gern auch ein paar Kommentare unter Postings zu lesen. Vieles wird Ihnen bekannt vorkommen. Bekannt aus diesem Reallife.

Auch Sascha Lobo weiß das alles und dachte sich zum 100. Jubiläum des Frauenkampf- und Feminist_innentages, dass er dieser Ungerechtigkeit Abhilfe verschaffen will. Indem er in seiner Blogroll eine Frauenquote einführt. Vorschläge dafür sollten von den Leser_innen selbst kommen. Frauen sichtbar machen. Eine feine Sache. Fanden auch viele Leser_innen, verlinkten eifrig und freuten sich riesig.

Nun ja. Ich redete dagegen, gewohnt nicht immer sehr freundlich. Sascha kommentierte seinerseits etwas fragwürdig (für meine Begriffe). Dennoch macht es Sinn, sich mal mit dem Sichtbarkeitsargument auseinander zu setzen.

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Gendercamp!

10. Mai 2010 von Nadine

Gendercamp Seit gestern Abend bin ich zurück vom Gendercamp in Hüll bei Hamburg und noch total neben der Spur. Das Gendercamp war nicht nur inspirierend, sondern schlicht und ergreifend: großartig.

Kurz noch einmal zur Erklärung: das Gendercamp ist ein Barcamp, das gender- und/oder (queer-)femistisch Interessierte für drei Tage in die norddeutsche Provinz einlud, um sich kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, bereits laufende Projekte im Web weiter auszubauen bzw. voranzubringen, neue Projekte zu starten, über alle Themen zu sprechen, die die Besucher_innen interessieren, etc. etc. Es gibt im Vornherein keinen festen Ablauf und/oder lediglich grobe Themen, alles wird spontan und vor Ort von allen geplant und durchgeführt.

In der Tat waren die drei Tage äußerst kreativ: Die Ergebnisse unserer geistigen und handwerklichen Ergüsse können auf dem Sammelblog des Gendercamps bewundert und weitergedacht werden. In den kommenden Monaten sollen spannende (und witzige und nerdige und queere und hackige und subversive) Projekte entstehen, mitwirkende Hände und Köpfe sind herzlich willkommen. In der Mixxt-Community sind ebenfalls alle Interessierten eingeladen, sich auszutauschen oder an der Planung des Gendercamps im kommenden Jahr zu beteiligen! Mitorganisator des diesjährigen Gendercamps Henning hat außerdem auf seinem Twitteraccount (@plastikstuhl) alle twitternden Gendercamper_innen gesammelt.

Ein dickes Lob noch einmal an die Veranstalter_innen und an das ABC in Hüll. Die Location war ein Traum (siehe Foto), Essen und Betreuung spitzenmäßig und selbst die leidige W-LAN-Thematik wurde besser gelöst als auf der re:publica. Was fehlt noch? Das Menschliche. Ich hätte mich gern herzzerreißend über alle Teilnehmenden geäußert, doch Leahs Worten ist nichts hinzuzufügen.


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Gebloggtes aus der deutschen Websphäre

6. März 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 79 von 265 der Serie Die Blogschau

Letzte Woche leider durch die Lappen gegangen, aber absolut lesenswert: “Die Pille danach – ein Erlebnisbericht” auf dem mädchenblog. Auch things that hurt berichtet von ihren Erfahrungen mit der Pille danach.

Auf drei hälften konstatiert die Autorin: Der Feminismus ist tot! Anhand von verschiedenen Beispielen zählt sie auf, warum der Feminismus dennoch dringend gebraucht wird.

Die Zahlenzauberin ärgert sich über ihren Arzt, der sie wegen einer Grippe untersuchen soll und wegen ihres Gewichts ermahnt – “aber in zwanzig Jahren…” Dabei ist ihr Selbstbewusstsein in jahrelanger Arbeit erkämpft.

Antje Schrupp fragt auf twitter: “Maskulinisten kündigen an, einen Vortrag von mir per Flashmob zu stören. Was würdet Ihr machen?”

In Großbritannien wird demnächst einer der letzten Unterschiede zwischen Ehe und gleichgeschlechtlichen eingetragenen Partnerschaften fallen, denn am Dienstag beschloss das House Lords mit 95 zu 21 Stimmen die “Equality Bill” – queernews berichtete.

Auf zwischengeschlecht gibt es einen Verweis auf die Petition der Organisation Intersex International (OII) gegen Diskriminierung von Zwittern durch das Internationale Olympische Komitee (IOC).

Auf Aviva Berlin wird das Buch “Migration als Ressource. Zur Pendelmigration polnischer Frauen in Privathaushalte der Bundesrepublik” von Sigrid Metz-Göckel, Dobrochna Kalwa und Senganata Münst besprochen.

Zusammen mit anderen Kolleginnen aus der Mädchenarbeit entstand die Idee, im August mit einem Vernetzungstreffen in Marburg den Grundstein für einen bundesweiten Austausch junger feministischer Sozialpädagoginnen zu legen, wie auf beziehungsweise weiterdenken berichtet wird.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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