Einträge mit dem Tag ‘Veranstaltungshinweis’


Fat-Acceptance-Grundlagen, Mono-Kultur-Landschaft und Sex mit Frauen – die Blogschau

30. Mai 2015 von accalmie
Dieser Text ist Teil 276 von 279 der Serie Die Blogschau

Ein neuer Monat, eine neue Fatty Fun Fashion Challenge, in der dicke_fette Modebegeisterte Fotos von ihren Outfits teilen: Im Mai ist das Motto ganz frühlingsgerecht „Grün“.

„Es ist ja so, als dicke Frau, die sich weigert sich verschämt ganz unten in die Hierarchie von Körpern und Schönheit einzuordnen, die kein Interesse daran hat ihr Gewicht zu reduzieren, die sich nicht verstecken will, da passe ich einigen Leuten nicht in den Kram.“ Alex kommentiert bei Some girls* are bigger than others dickenfeindliche Debatten, die unter dem Mantel plötzlich verspürter Gesundheitsbedenken (anderer, unbekannter Leute) daherkommen, und erklärt in einem weiteren Beitrag auch noch einmal ein paar Fat Acceptance-Grundlagen.

Auch Katrin von Reizende Rundungen stellt noch einmal eine Fat Acceptance-101-Service-Leistung zur Verfügung: „Fat Acceptance möchte dicke_fette Menschen dabei unterstützen wieder selbstständige Entscheidungen für sich und ihre Körper treffen zu können.

Zwischengeschlecht kritisiert die „Unsichtbarmachung der realen, zwangsoperierten Zwitter und ihrer spezifischen Anliegen“, unter anderem im Zuge des #IDAHOT.

Über den Umgang mit chronischen Krankheiten, die Frage, was es überhaupt bedeutet „krank“ zu sein und die (Re-)Aktion von und auf Mitmenschen schreibt samchills.

Merle Stöver analysiert die oft von Panik und_oder Wut gezeichneten Debatten um Lust und Begehren bei Frauen*, lesbischen Sex und Sexarbeiterinnen.

umstandslos, magazin für feministische mutterschaft, diskutiert „Der Staat im Uterus. 40 Jahre Fristenlösung in Österreich“.

Im Blog In_Frage_Stellen: Musik findet ihr eine tolle Übersicht über Musik_Kunst-Veranstaltungen im Mai und Juni 2015, und weitere Tipps können gerne gegeben werden, um die Liste noch zu vergrößern.

„Ein Paradigmenwechsel mit Hindernissen“: Zum (Mangel an) Diversität in der deutschen Kulturlandschaft machen Lisa Scheibner und Bahareh Sharifi vom Bündnis kritischer Kulturpraktiker*innen eine Bestandsaufnahme bei Mind The Trap.

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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„Mein Fett ist Politisch“ – Vortrag & Workshop Tour

30. Oktober 2014 von Magda
Dieser Text ist Teil 31 von 38 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Ui, ist das aufregend: In den nächsten Monaten werde ich mit meinem Vortrag „Mein Fett ist Politisch“ und einem Fat Empowerment Workshop ein wenig durchs Land reisen und treffe dann hoffentlich… euch!

In dem Vortrag diskutiere ich Körper- und Gesundheits­mythen, die politische Dimension des Body Mass Index und stelle einige inspirierende Fat Aktivist_innen vor. Beim Vortrag sind alle willkommen, die sich kritisch mit gängigen Schönheits- und Schlankheits­normen auseinander­setzen wollen. Der Workshop richtet sich an Frauen_Lesben_Trans*, in deren Leben Dick_Fettsein und die damit ver­bundenen Erfahrungen und Diskriminierungen eine Rolle spiel(t)en. Der Workshop in Kiel Bargteheide richtet sich speziell an Jugendliche. Alle Infos (inklusive Hinweise zu Barrierefreiheit) findet ihr auf der Terminseite der Mädchenmannschaft. Falls ihr Fragen habt, schreibt mich einfach an: magda[at]maedchenmannschaft[punkt]net – ich frrreue mich auf euch <3.

Flyer – Mein Fett ist politisch (zur Großansicht: Klick!)

Für 2015 sind noch weitere Termine dazugekommen:

  • 15. Januar 2015, Osnabrück
  • 16. Januar 2015, Braunschweig
  • 21. Januar 2015, Hamburg
  • 22. Januar 2015, Frankfurt/Main
  • 23. Januar 2015, Heidelberg
  • 24. Januar 2015, Mainz
  • 7. März 2015, Lüneburg
  • 8. März 2015, Zürich
  • 26. April, Bremen
  • 6. Mai 2015, Berlin
  • 15. Mai, Kiel
  • 16. Mai, Chemnitz
  • 31. Mai, Berlin
  • 18. Juni, Frankfurt/Main

 

Detaillierte Infos findet ihr auf unserer Terminseite. Kein Bock auf Vorträge oder Workshops? Vielleicht interessieren dich Artikel aus der Reihe „Mein Fett ist Politisch“.


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Ach, wie schön: ein queer_feministisches Sommercamp in Süddeutschland!

14. Juli 2014 von Magda

Na, so kann mensch den wechsel­haften Sommer doch super aushalten: Im Süden Deutschlands findet in Walchensee  vom 14. bis 17. August ein queer_feministisches Sommer­camp statt, welches mit einem abwechslungs­reichem Programm auffährt.

queer_feministisches Sommercamp

Thematisch ist das Camp sehr weit gestreut: Cyber­feminismus, Kritik an der Psycho­pathologie in feministischen Räumen; „How to be a trans*ally?“; LGBT Bewegung in Honduras; Rassismus im Nachtleben und Alltags­rassismus; Ausschlüsse aufgrund von Disabilities in aktivistischen und (queer)feministischen Kontexten; eine Crypto­party; fettes Baden gehen und sooo viel mehr!

Sehr beeindruckend, was die Orga-Gruppe bisher auf die Beine gestellt hat! Die Schlaf­plätze sind wohl schon so gut wie weg, aber vielleicht magst du auf einem Camping­platz oder einer Jugend­herberge in der Nähe übernachten. Anmelden könnt ihr euch natürlich immer noch.


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Ein queer_feministisches Festival trotz*t den Verhältnissen: Das Antifee in Göttingen

2. Juni 2014 von Magda

Ein queer_feministische Festival trotz*t den Verhältnissen: Alle Jahre wieder findet das Antifee in Göttingen statt. Das Antifee ist ein selbstorganisiertes Festival, welches dieses Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet. Am 6. und 7. Juni wird es auf dem Campus beim Blauen Turm eine bunte Mischung aus Party & Politik geben.

Antifee 2014

Bisher bestätigt sind u.a. Workshops zu Safer Sex, Bisexualität, antimuslimischen Rassismus, Graffiti oder eine fette Empowerment Diskussion. Auf der Bühne rocken unter anderem Rae Spoonfriend crush, Bad Kat und Leah King.

Die Orga-Gruppe hat sich viele Gedanken um Barrieren gemacht und wie diese etwas abgeschwächt werden können. Gesucht werden auch noch Helfer_innen: Wenn ihr euch vorstellen könnt, eine Sicherheitsschicht zu übernehmen, schreibt bitte an ansprechgruppe [at] antifee.de


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Handlungs(spiel)räume – Eine Veranstaltungsreihe in Bielefeld

9. Mai 2014 von Charlott

In diesem Sommer gibt es die Veranstaltungsreihe „Handlungs(spiel)räume“ zum Thema Queer Theory an der Universität Bielefeld. Die Macher_innen schreiben zu ihrem Anliegen und den Ansätzen:

Konkret ist es eine Kombination aus Vorträgen und Workshops, um queere Theorie und queere Praxis miteinander zu verbinden. Es geht uns darum, kritische Positionen des Widerstands sichtbar zu machen und allgemein für queere Themen zu sensibilisieren. Wir wollen aufzeigen, dass es mehr gibt, als weiß, heterosexuell, männlich und weiblich. Queer beinhaltet für uns auch mehr, als homo-, bi-, pan-, bzw. generell mehr als eine eine ‚andere‘ Sexualität. Weiter meint es für uns auch mehr als die Berücksichtigung von trans* oder inter* Personen. Queer bedeutet eine herrschafts-, norm- und institutionskritische, so wie auch eine identitätskritische Perspektive einzunehmen.

Der erste Vortrag zu „Doing Inter*. Über die Lebenssituation offen lebender inter* Kinder.“ von Anike Krämer fand bereits am 06. Mai statt. Die restlichen Veranstaltungen haben folgende Themen:

  • 20.05.2014, 18.00 Uhr, D2-136: Von der VerUneindeutigung zur Politik der Paradoxie Queere kulturelle Politiken im Neoliberalismus (Antke Engel)
  • 03.06.2014, 18.00 Uhr, D2-136: Das „A“ in Queer – ein sexpositiver Blick auf Asexualität* (Andrzej Profus)
  • 17.06.2014, 16.00 Uhr, X-E0-215: „Fürchte dich nicht, Bleichgesicht“ (May Ayim) – Workshop zu Critical Whiteness und Rassismuskritik (Alexandra Cato Schirmer und Miriam Friz Trzeciak) (Hinweis: Hier handelt es sich um einen Workshop mit begrenzter Teilnehmer_innen-Zahl. Anmeldung unter handlungsspiel(at)live.de)
  • 01.07.2014, 18.00 Uhr, D2-136: Heteronormative Hegemonie im Neoliberalismus – neue Freiheiten, alte Machtverhältnisse? (Gundula Ludwig)

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Demo in Münster, fette Fotoprojekte und Hetze gegen LGBT – kurz notiert

5. März 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 230 von 288 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die Wissenschaft hat mal wieder festgestellt: Gewalt gegen Frauen ist ein endemisches Problem, schreibt die Süddeutsche Zeitung – gerade/auch in Europa, überdurchschnittlich in Deutschland. Leider gehen Berichte über die Studie kaum auf die unterschiedliche Betroffenheit unterschiedlicher Gruppen von Frauen ein.

Homo- und trans*feindliche Demos gibt’s nur in Frankreich und Spanien? Weit gefehlt: In Stuttgart gingen AnhängerInnen der CDU, AfD, katholischen Kirche, NPD und von PI sowie Evangelikale, Russisch-Orthodoxe und Piusbrüder auf die Straße, um gegen alles und jede_n zu hetzen, der_die nicht ihren Vorstellung von hetero und cis entspricht, wie queer.de berichtet.

Eine Gruppe Betroffener von sexualisierter Gewalt in der Kindheit möchte mit anderen Betroffenen diskutieren und sich zusammentun: Gegen sexuelle Gewalt.

Die Überparteiliche Fraueninitiative hat einen Neujahrsempfang gefeiert. Die Festrede von Frau Prof. Dr. Nivedita Prasad zum Thema Gewalt gegen Frauen könnt ihr online nachlesen.

Die Video-Dokumentationen zum No-Humboldt 21!-Kampagnenauftakt ist jetzt online.

Der Verein AfricAvenir International e.V. möchte eine neue Auflage der aufwändig gestalteten und informativen Publikation „50 Jahre Afrikanische Un-Abhängigkeiten – Eine (selbst)kritische BIlanz“ herausgeben. Ihr könnt sie dabei unterstützen und spenden.

AfricAvenir veröffentlichte außerdem folgende Pressemitteilung des internationalen NGO-Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“: „Deutschland muss eine würdige Rückgabe von entführten Gebeinen an Namibia vornehmen und sich für den kolonialen Genozid von 1904-08 entschuldigen. Alle Gebeine kolonisierter Menschen müssen den Nachfahren zurückgegeben werden.“

englischsprachige Links

100 Schwarze lesbische, bisexuelle, queere und/oder Trans*frauen, die du kennen solltest!

Schlank heißt gesund? Das ist Quatsch. Ein Comic stellt das eindrucksvoll dar.

Du möchtest bei einem fett-positiven Fotoprojekt mitmachen? Schick einfach ein Foto an Fat Body Politics.

Lupita Nyong’o hat einen Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Performance in „12 Years a Slave“ gewonnen (Charlott berichtete). Vor wenigen Wochen hielt Nyong’o auf dem 7. Black Women in Hollywood Luncheon eine beeindruckende Rede über Rassismus und Schönheit.

1940 gewann Hattie McDaniel einen Oscar für die beste Nebenrolle als Mammy in „Vom Winde verweht“ – als erste Afro-Amerikanerin überhaupt. Wegen den rassistischen Segregationspolitiken durfte McDaniel nicht mit den anderen weißen Schauspieler_innen an einem Tisch sitzen.

A propos (spärlich gesäte) Oscars für schwarze Schauspielerinnen: Anita Little schreibt beim Ms. Magazine über die unterschiedliche mediale Repräsentation von Lupita Nyong’o und Gabourey Sidibe.

Termine in Berlin, Frankfurt/Main, Küsten (Niedersachsen) und Münster (mehr …)


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Beyoncé, Magazine, Trolle, Airbags – kurz verlinkt

29. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 225 von 288 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links:

Im Juni findet die Frauen*FrühlingsUni 2014 statt, und es können noch Beiträge eingereicht werden: „Wir möchten Feminismen im gelebten Alltag, ihre Erfolge, aber auch Schwierigkeiten sowie Möglichkeiten zur feministischen Intervention aufspüren. Alles, was Brücken zwischen Alltag, Wissenschaft und Politik schlägt und den Fokus auf das Thema richtet, ist willkommen.“

Spiegel Online schreibt: „Sexuelle Belästigung ist ein Problem bei der Bundeswehr, wie eine Studie der Truppe zeigt. Wie mit den Beschwerden der Frauen umgegangen wird, darüber verliert sie allerdings kaum ein Wort. Die Grünen kritisieren: Entsprechende Fragen wurden aus dem Papier gestrichen.“

englischsprachige Links:

Amina Doherty schreibt beim African Women’s Development Fund darüber, wie Popkultur das (feministische) Selbstverständnis beeinflussen kann: „Popular culture has a unique capacity not only to raise awareness, but to build bigger constituencies for social justice and women’s rights and ultimately to meet people where they are“- hier Teil 1 und dort Teil 2.

A propos Pop: Gerade wurden die Grammys verliehen, und Beyoncé war auch dabei, und natürlich wurde ihr Auftritt aus verschiedenen Perspektiven analysiert, gefeiert und kritisiert. Zum Beispiel von Jen von xojane, die sich gegen an Mütter gerichtetes Sexualitäts-Policing ausspricht. Und Akiba Solomon schreibt bei Colorlines über den Einsatz verstörender Zitate im Song „Drunk in Love“.

Die aktuelle Ausgabe von Popaganda, dem Podcast des Bitch Magazine, steht unter dem Motto „Don’t just hate media—make media“ und featuret Interviews mit drei profilierten Zeitschriftenmacherinnen, die auch einzeln anzuhören sind.

Viele Social-Media-aktive Menschen haben sich inzwischen an diversen Versionen des Gotye-Hits „Somebody that I used to know“ erfreut – vielleicht war auch die Interpretation von Azora Telford in Gebärdensprache dabei.

„Trollen geht es nicht darum zu provozieren, sondern darum, Frauen zum schweigen zu bringen“ – Steph Guthrie erklärt im TedxTalk, waum die Aufforderung, Trolle nicht zu füttern a.k.a. Übergriffe im Internet einfach zu ignorieren, höchst problematisch ist. Und was stattdessen getan werden könnte.

Und hier noch ein erbauliches Video für den Feierabend.

Außerdem ein Termin in Dresden am 1. Februar um 14:30: We give birth, we decide! – Solidaritätsveranstaltung für Abtreibungsrechte in Spanien und Deutschland.


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Theatertipp: „Wo genau liegt nochmal Togo?“

22. Januar 2014 von Anna-Sarah
Veranstaltungsfoto zum Stück "Wo genau liegt nochmal Togo?" - vier Personen, die in Rückenansicht zu sehen sind, blicken auf eine Museumsvitrine voller Zigarettenverpackungen

Szenenfoto (c) Juliane Kremberg

Im vergangenen Herbst sah ich in Oldenburg ein Stück, das eigentlich gar kein „fertiges“ Stück, sondern ein sicht- und erlebbar gemachter Arbeitsprozess war: Wo genau liegt nochmal Togo? von und mit Simone Dede Ayivi, Katharina Kellermann, Juliane Kremberg und Anahi Pérez. Und wenn ich in Berlin wäre, hätte ich eine_n Kindersitter_in aufgetrieben, um es mir noch einmal anzusehen, auch wenn es diesmal Eintritt kostet. Was ich hiermit allen, die es einrichten können, ans Herz legen möchte.

Aus der Ankündigung:

Was hat sich als rassistische (Bild)-Sprache und koloniale Projektion in unserem Alltag bis heute festgesetzt? Anhand der deutsch-togoischen Geschichte forschen Ayivi, Kellermann, Kremberg und Pérez zum Kolonialismus. Sie thematisieren deutsche Kolonialgewalt als das, worüber MAN nicht spricht und verweigern sich strikt dem, was MAN kennt. Mit dem Ziel, Deutschland vor einer kolonialen Amnesie zu bewahren, macht sich die Gruppe auf die Suche nach Spuren afrikanischer Geschichte, nach Fundstücken kolonialer Vergangenheit und Gegenwart. Ist es möglich, sich im Raum des Theaters wahrhaftig zu erinnern?

Am kommenden Dienstag, 28.1., um 19:30 in den Sophiensaelen in Berlin-Mitte. Hier geht’s zu Facebook-Event.


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LGBT-Aktivismus in Jamaika, Pussy Riot und bald eine Nelson-Mandela-Straße in Berlin? – Kurz Notiert

8. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 221 von 288 der Serie Kurz notiert

Englischsprachige Artikel:

Am Ende eines Jahres kommen immer die obligatorischen Jahres­rück­blicke: Die Mädchenmannschaft blickte auf das Jahr 2013 mit einem Debatten­rückblick in zwei Teilen zurück (Teil 1 und Teil 2). Feministing trug die „besten feministischen Musikvideos 2013“ zusammen. For Harriet präsentiert zehn Bücher von Schwarzen Autorinnen, die 2013 veröffentlicht wurden. PolicyMic bennent die „28 Iconic Feminist Moments“ und Ms Magazine trug die „Feministischen Held_innen 2013“ zusammen. Eine Liste von 14 jüdischen Frauen, die 2014 noch mehr Aufmerksam­keit verdienen, hat The Jewish Daily Forward zusammengetragen. Einen Jahresrückblick, der den Fokus auf die rassistischen Ausschlüsse durch weiße Feminist_innen legt, hat The Colored Fountain geschrieben.

Bim Adewunmi schrieb die rassistischen Erfahrungen auf, die sie in Berlin machte – eine Stadt, die oft als multi­kulturell und inter­national beschrieben wird: „The everyday microaggressions I experience as a black woman in Berlin“.

Der jamaikanische Professor und Autor Thomas Glave resümiert die letzten 15 Jahre von LGBT-Aktivismus in Jamaika und stellt die Organisation vor, die er mit gegründet hat: J-FLAG.

In Uganda wurde kurz vor Weihnachten ein „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ verabschiedet. Eine Petition fordert den Präsidenten auf, das Gesetz zu stoppen: Tell the Ugandan President to Abolish Anti-Homosexuality Bill.

Dances With Fat nimmt fünf diskriminierende (und falsche!) Argumente auseinander, die Aktivist_innen, die sich für Körper­vielfalt und Health At Every Size („Gesundheit bei jedem Gewicht“) einsetzen, ziemlich oft hören.

Können Feminist_innen die Musik von R. Kelly genießen? Kurz und knapp: Nein. (Inhalts­warnung: Beschreibung von sexualisierter Gewalt und Miss­brauch)

Ein unglaubliches Interview mussten die beiden aus der Haft entlassenen Pussy Riot Mitglieder über sich ergehen lassen. Gut, dass die beiden die lächer­lichen Fragen mit den coolsten Antworten entgegneten.

Deutschsprachige Artikel:

Auf glokal gibt es einen interessanten Bericht über Spendenwerbung, welche fast aus­schließlich auf problematischen Erzählungen über Länder des Globalen Südens beruhen.

„Zwei Mil­lio­nen Men­schen gehö­ren in Deutsch­land zu den soge­nann­ten Working Poor. Men­schen, die arm sind, obwohl sie arbei­ten. (…) Inzwi­schen arbei­tet jedeR fünfte Lohn­­ab­hän­gige — unter Frauen und Jun­gen jedeR Dritte — nicht in einem unbe­fris­te­ten und sozi­al­­ver­si­cher­ten Job. Das bedeu­tet nicht mehr und nicht weni­ger, als dass die Men­schen nicht trotz Arbeit arm sind, son­dern auf­grund von Arbeit.“ schreibt Ingo Stützle in seinem Beitrag „Arm Dank Arbeit„.

In Berlin gibt es die „Mohrenstraße“, deren kolonial-rassistischer Name endlich abgeschafft gehört. Die dazu­gehörige Presse­mitteilung des NGO-Bündnisses „No Humboldt 21! Moratorium für das Humboldt- Forum im Berliner Schloss“ und des Global Afrikan Congress findet ihr als PDF online: „Berliner Mohrenstraße soll in Nelson-Mandela-Straße umbenannt werden„.

Joliba – Das interkulturelle Netzwerk in Berlin e.V. ist der einzige anerkannte freie Träger in der Stadt, der für Menschen afrikanischer Herkunft, afro-deutschen Familien und anderen Schwarzen Menschen vielfältige Unterstützungs­angebote schafft. Gerade wurde dem Verein von der Senats­verwaltung für Integration und Migration eine Förderung abgelehnt. Joliba freut sich über öffentliche Unterstützung und Spenden.

Termine:

Am 10. Januar findet in Berlin im Other Nature – Alternativer Sexladen die Vernissage-Eröffnung „Glory Pussy“ statt (Facebook-Link).

Bis zum 11. Januar kann man sich anmelden für die Fachtagung des Bundesverbandes feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Die Veranstaltung läuft am vorletzten Januarwochenende in Marburg.

In Berlin findet in den nächsten Wochen eine tolle Veranstaltungsreihe mit dem Namen „Feminist Comeback“ statt, u.a. gibt es Veranstaltungen zu A_Sexualität, Fat Shaming oder dem queer-feministischen Zeitungsarchiv in Leipzig.


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Heute: Rassismus und Sexismus ab_bloggen!

2. September 2013 von Anna-Sarah

Für alle die heute in Berlin sind und nachmittags oder abends noch Zeit haben, hier ein Veranstaltungstipp: Die Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet die Tagung „Rassismus und Sexismus ab_bloggen!„. Ab 16 Uhr gibt es Vorträge von Teresa Bücker, Jamie Schearer und Anna-Katharina Meßmer. Auf dem anschließenden Podium ab 18:30 werden auch die Journalistin Kübra Gümusay und Sabine Mohamed von der Mädchemannschaft sitzen und mitdiskutieren!

Ab 16 Uhr wird es auch einen Livestream geben.

Welche_r die Vorträge und Debatten auf Twitter verfolgen möchte, sollte nach dem Hashtag #abbloggen Ausschau halten – oder diesen für die eigenen Berichterstattung per Twitter nutzen.

Im Meatspace geht es hier lang: Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Haus 1, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin. Die Veranstaltung endet um 20 Uhr.


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