Einträge mit dem Tag ‘Veranstaltungshinweis’


Demo in Münster, fette Fotoprojekte und Hetze gegen LGBT – kurz notiert

5. März 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 225 von 231 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die Wissenschaft hat mal wieder festgestellt: Gewalt gegen Frauen ist ein endemisches Problem, schreibt die Süddeutsche Zeitung – gerade/auch in Europa, überdurchschnittlich in Deutschland. Leider gehen Berichte über die Studie kaum auf die unterschiedliche Betroffenheit unterschiedlicher Gruppen von Frauen ein.

Homo- und trans*feindliche Demos gibt’s nur in Frankreich und Spanien? Weit gefehlt: In Stuttgart gingen AnhängerInnen der CDU, AfD, katholischen Kirche, NPD und von PI sowie Evangelikale, Russisch-Orthodoxe und Piusbrüder auf die Straße, um gegen alles und jede_n zu hetzen, der_die nicht ihren Vorstellung von hetero und cis entspricht, wie queer.de berichtet.

Eine Gruppe Betroffener von sexualisierter Gewalt in der Kindheit möchte mit anderen Betroffenen diskutieren und sich zusammentun: Gegen sexuelle Gewalt.

Die Überparteiliche Fraueninitiative hat einen Neujahrsempfang gefeiert. Die Festrede von Frau Prof. Dr. Nivedita Prasad zum Thema Gewalt gegen Frauen könnt ihr online nachlesen.

Die Video-Dokumentationen zum No-Humboldt 21!-Kampagnenauftakt ist jetzt online.

Der Verein AfricAvenir International e.V. möchte eine neue Auflage der aufwändig gestalteten und informativen Publikation “50 Jahre Afrikanische Un-Abhängigkeiten – Eine (selbst)kritische BIlanz” herausgeben. Ihr könnt sie dabei unterstützen und spenden.

AfricAvenir veröffentlichte außerdem folgende Pressemitteilung des internationalen NGO-Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“: “Deutschland muss eine würdige Rückgabe von entführten Gebeinen an Namibia vornehmen und sich für den kolonialen Genozid von 1904-08 entschuldigen. Alle Gebeine kolonisierter Menschen müssen den Nachfahren zurückgegeben werden.”

englischsprachige Links

100 Schwarze lesbische, bisexuelle, queere und/oder Trans*frauen, die du kennen solltest!

Schlank heißt gesund? Das ist Quatsch. Ein Comic stellt das eindrucksvoll dar.

Du möchtest bei einem fett-positiven Fotoprojekt mitmachen? Schick einfach ein Foto an Fat Body Politics.

Lupita Nyong’o hat einen Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Performance in “12 Years a Slave” gewonnen (Charlott berichtete). Vor wenigen Wochen hielt Nyong’o auf dem 7. Black Women in Hollywood Luncheon eine beeindruckende Rede über Rassismus und Schönheit.

1940 gewann Hattie McDaniel einen Oscar für die beste Nebenrolle als Mammy in “Vom Winde verweht” – als erste Afro-Amerikanerin überhaupt. Wegen den rassistischen Segregationspolitiken durfte McDaniel nicht mit den anderen weißen Schauspieler_innen an einem Tisch sitzen.

A propos (spärlich gesäte) Oscars für schwarze Schauspielerinnen: Anita Little schreibt beim Ms. Magazine über die unterschiedliche mediale Repräsentation von Lupita Nyong’o und Gabourey Sidibe.

Termine in Berlin, Frankfurt/Main, Küsten (Niedersachsen) und Münster (mehr …)


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Beyoncé, Magazine, Trolle, Airbags – kurz verlinkt

29. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 220 von 231 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links:

Im Juni findet die Frauen*FrühlingsUni 2014 statt, und es können noch Beiträge eingereicht werden: “Wir möchten Feminismen im gelebten Alltag, ihre Erfolge, aber auch Schwierigkeiten sowie Möglichkeiten zur feministischen Intervention aufspüren. Alles, was Brücken zwischen Alltag, Wissenschaft und Politik schlägt und den Fokus auf das Thema richtet, ist willkommen.”

Spiegel Online schreibt: “Sexuelle Belästigung ist ein Problem bei der Bundeswehr, wie eine Studie der Truppe zeigt. Wie mit den Beschwerden der Frauen umgegangen wird, darüber verliert sie allerdings kaum ein Wort. Die Grünen kritisieren: Entsprechende Fragen wurden aus dem Papier gestrichen.”

englischsprachige Links:

Amina Doherty schreibt beim African Women’s Development Fund darüber, wie Popkultur das (feministische) Selbstverständnis beeinflussen kann: “Popular culture has a unique capacity not only to raise awareness, but to build bigger constituencies for social justice and women’s rights and ultimately to meet people where they are”- hier Teil 1 und dort Teil 2.

A propos Pop: Gerade wurden die Grammys verliehen, und Beyoncé war auch dabei, und natürlich wurde ihr Auftritt aus verschiedenen Perspektiven analysiert, gefeiert und kritisiert. Zum Beispiel von Jen von xojane, die sich gegen an Mütter gerichtetes Sexualitäts-Policing ausspricht. Und Akiba Solomon schreibt bei Colorlines über den Einsatz verstörender Zitate im Song “Drunk in Love”.

Die aktuelle Ausgabe von Popaganda, dem Podcast des Bitch Magazine, steht unter dem Motto “Don’t just hate media—make media” und featuret Interviews mit drei profilierten Zeitschriftenmacherinnen, die auch einzeln anzuhören sind.

Viele Social-Media-aktive Menschen haben sich inzwischen an diversen Versionen des Gotye-Hits “Somebody that I used to know” erfreut – vielleicht war auch die Interpretation von Azora Telford in Gebärdensprache dabei.

“Trollen geht es nicht darum zu provozieren, sondern darum, Frauen zum schweigen zu bringen” – Steph Guthrie erklärt im TedxTalk, waum die Aufforderung, Trolle nicht zu füttern a.k.a. Übergriffe im Internet einfach zu ignorieren, höchst problematisch ist. Und was stattdessen getan werden könnte.

Und hier noch ein erbauliches Video für den Feierabend.

Außerdem ein Termin in Dresden am 1. Februar um 14:30: We give birth, we decide! - Solidaritätsveranstaltung für Abtreibungsrechte in Spanien und Deutschland.


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Theatertipp: “Wo genau liegt nochmal Togo?”

22. Januar 2014 von Anna-Sarah
Veranstaltungsfoto zum Stück "Wo genau liegt nochmal Togo?" - vier Personen, die in Rückenansicht zu sehen sind, blicken auf eine Museumsvitrine voller Zigarettenverpackungen

Szenenfoto (c) Juliane Kremberg

Im vergangenen Herbst sah ich in Oldenburg ein Stück, das eigentlich gar kein “fertiges” Stück, sondern ein sicht- und erlebbar gemachter Arbeitsprozess war: Wo genau liegt nochmal Togo? von und mit Simone Dede Ayivi, Katharina Kellermann, Juliane Kremberg und Anahi Pérez. Und wenn ich in Berlin wäre, hätte ich eine_n Kindersitter_in aufgetrieben, um es mir noch einmal anzusehen, auch wenn es diesmal Eintritt kostet. Was ich hiermit allen, die es einrichten können, ans Herz legen möchte.

Aus der Ankündigung:

Was hat sich als rassistische (Bild)-Sprache und koloniale Projektion in unserem Alltag bis heute festgesetzt? Anhand der deutsch-togoischen Geschichte forschen Ayivi, Kellermann, Kremberg und Pérez zum Kolonialismus. Sie thematisieren deutsche Kolonialgewalt als das, worüber MAN nicht spricht und verweigern sich strikt dem, was MAN kennt. Mit dem Ziel, Deutschland vor einer kolonialen Amnesie zu bewahren, macht sich die Gruppe auf die Suche nach Spuren afrikanischer Geschichte, nach Fundstücken kolonialer Vergangenheit und Gegenwart. Ist es möglich, sich im Raum des Theaters wahrhaftig zu erinnern?

Am kommenden Dienstag, 28.1., um 19:30 in den Sophiensaelen in Berlin-Mitte. Hier geht’s zu Facebook-Event.


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LGBT-Aktivismus in Jamaika, Pussy Riot und bald eine Nelson-Mandela-Straße in Berlin? – Kurz Notiert

8. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 216 von 231 der Serie Kurz notiert

Englischsprachige Artikel:

Am Ende eines Jahres kommen immer die obligatorischen Jahres­rück­blicke: Die Mädchenmannschaft blickte auf das Jahr 2013 mit einem Debatten­rückblick in zwei Teilen zurück (Teil 1 und Teil 2). Feministing trug die “besten feministischen Musikvideos 2013” zusammen. For Harriet präsentiert zehn Bücher von Schwarzen Autorinnen, die 2013 veröffentlicht wurden. PolicyMic bennent die “28 Iconic Feminist Moments” und Ms Magazine trug die “Feministischen Held_innen 2013” zusammen. Eine Liste von 14 jüdischen Frauen, die 2014 noch mehr Aufmerksam­keit verdienen, hat The Jewish Daily Forward zusammengetragen. Einen Jahresrückblick, der den Fokus auf die rassistischen Ausschlüsse durch weiße Feminist_innen legt, hat The Colored Fountain geschrieben.

Bim Adewunmi schrieb die rassistischen Erfahrungen auf, die sie in Berlin machte – eine Stadt, die oft als multi­kulturell und inter­national beschrieben wird: “The everyday microaggressions I experience as a black woman in Berlin”.

Der jamaikanische Professor und Autor Thomas Glave resümiert die letzten 15 Jahre von LGBT-Aktivismus in Jamaika und stellt die Organisation vor, die er mit gegründet hat: J-FLAG.

In Uganda wurde kurz vor Weihnachten ein “Anti-Homosexualitäts-Gesetz” verabschiedet. Eine Petition fordert den Präsidenten auf, das Gesetz zu stoppen: Tell the Ugandan President to Abolish Anti-Homosexuality Bill.

Dances With Fat nimmt fünf diskriminierende (und falsche!) Argumente auseinander, die Aktivist_innen, die sich für Körper­vielfalt und Health At Every Size (“Gesundheit bei jedem Gewicht”) einsetzen, ziemlich oft hören.

Können Feminist_innen die Musik von R. Kelly genießen? Kurz und knapp: Nein. (Inhalts­warnung: Beschreibung von sexualisierter Gewalt und Miss­brauch)

Ein unglaubliches Interview mussten die beiden aus der Haft entlassenen Pussy Riot Mitglieder über sich ergehen lassen. Gut, dass die beiden die lächer­lichen Fragen mit den coolsten Antworten entgegneten.

Deutschsprachige Artikel:

Auf glokal gibt es einen interessanten Bericht über Spendenwerbung, welche fast aus­schließlich auf problematischen Erzählungen über Länder des Globalen Südens beruhen.

“Zwei Mil­lio­nen Men­schen gehö­ren in Deutsch­land zu den soge­nann­ten Working Poor. Men­schen, die arm sind, obwohl sie arbei­ten. (…) Inzwi­schen arbei­tet jedeR fünfte Lohn­­ab­hän­gige — unter Frauen und Jun­gen jedeR Dritte — nicht in einem unbe­fris­te­ten und sozi­al­­ver­si­cher­ten Job. Das bedeu­tet nicht mehr und nicht weni­ger, als dass die Men­schen nicht trotz Arbeit arm sind, son­dern auf­grund von Arbeit.” schreibt Ingo Stützle in seinem Beitrag “Arm Dank Arbeit“.

In Berlin gibt es die “Mohrenstraße”, deren kolonial-rassistischer Name endlich abgeschafft gehört. Die dazu­gehörige Presse­mitteilung des NGO-Bündnisses „No Humboldt 21! Moratorium für das Humboldt- Forum im Berliner Schloss“ und des Global Afrikan Congress findet ihr als PDF online: “Berliner Mohrenstraße soll in Nelson-Mandela-Straße umbenannt werden“.

Joliba – Das interkulturelle Netzwerk in Berlin e.V. ist der einzige anerkannte freie Träger in der Stadt, der für Menschen afrikanischer Herkunft, afro-deutschen Familien und anderen Schwarzen Menschen vielfältige Unterstützungs­angebote schafft. Gerade wurde dem Verein von der Senats­verwaltung für Integration und Migration eine Förderung abgelehnt. Joliba freut sich über öffentliche Unterstützung und Spenden.

Termine:

Am 10. Januar findet in Berlin im Other Nature – Alternativer Sexladen die Vernissage-Eröffnung “Glory Pussy” statt (Facebook-Link).

Bis zum 11. Januar kann man sich anmelden für die Fachtagung des Bundesverbandes feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Die Veranstaltung läuft am vorletzten Januarwochenende in Marburg.

In Berlin findet in den nächsten Wochen eine tolle Veranstaltungsreihe mit dem Namen “Feminist Comeback” statt, u.a. gibt es Veranstaltungen zu A_Sexualität, Fat Shaming oder dem queer-feministischen Zeitungsarchiv in Leipzig.


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Heute: Rassismus und Sexismus ab_bloggen!

2. September 2013 von Anna-Sarah

Für alle die heute in Berlin sind und nachmittags oder abends noch Zeit haben, hier ein Veranstaltungstipp: Die Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet die Tagung “Rassismus und Sexismus ab_bloggen!“. Ab 16 Uhr gibt es Vorträge von Teresa Bücker, Jamie Schearer und Anna-Katharina Meßmer. Auf dem anschließenden Podium ab 18:30 werden auch die Journalistin Kübra Gümusay und Sabine Mohamed von der Mädchemannschaft sitzen und mitdiskutieren!

Ab 16 Uhr wird es auch einen Livestream geben.

Welche_r die Vorträge und Debatten auf Twitter verfolgen möchte, sollte nach dem Hashtag #abbloggen Ausschau halten – oder diesen für die eigenen Berichterstattung per Twitter nutzen.

Im Meatspace geht es hier lang: Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Haus 1, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin. Die Veranstaltung endet um 20 Uhr.


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Aktuelle Veranstaltungen gegen Rechts(extremismus)

31. Mai 2013 von accalmie
Dieser Text ist Teil 3 von 5 der Serie Gender und Rechtsextremismus

Im Rahmen unserer “Gender und Rechtsextremismus”-Reihe haben wir heute ein paar Veranstaltungshinweise zusammengestellt. Wir freuen uns über eure Ergänzungen in der Kommentarspalte!

» Direkt zum Thema “Frauen und Rechtsextremismus: eine unterschätzte Gefahr?” lädt Eva Hoegl, SPD-Bundestagsmitglied und Obfrau im NSU-Untersuchungsauschuss, am 11. Juni von 19 bis 21 Uhr ins “Gesicht Zeigen!”/Ausstellungsräume „7x jung“ in Berlin ein (Flensburger Straße 3, S-Bahnbögen Bahnhof Bellevue, Bögen 416-422). Das Programm und das Anmeldeformular (Anmeldeschluss ist der 7. Juni, die Teilnahme ist kostenlos) findet ihr hier.

» [Ergänzung, danke an die Antifa Linke Münster]: Auch am 19. Juni geht es um Gender-Perspektiven, hier bezüglich antifaschistisch-feministischem Aktivismus: die Antifaschistische Linke Münster (mit der Antifaschistischen Bildungsinitiative Münsterland, Emanzipatorischen Antifa Münster und edition assemblage) lädt um 20 Uhr (Baracke, Scharnhorststr. 100, Münster) ein zur Lesung “Fantifa. Feministische Perspektiven antifaschistischer Politiken“. Weitere Infos findet ihr hier.

» Heute um 17 Uhr in Eberswalde (an der Bushaltestelle Spechthausener Str.) wird mit einer Kundgebung Falko Lüdtke gedacht.

» Ebenfalls am 4. Juni referiert der Soziologe Johannes Kiess zu der (u.a. von ihm durchgeführten) Studie “Die Mitte im Umbruch. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2012“, ab 20 Uhr in der vh Ulm (Einsteinhaus) am Kornhausplatz. “Die Autoren fordern vor dem Hintergrund ihrer Erhebung dazu auf, nicht nur der Aufarbeitung der rassistisch motivierten Mordserie der Gruppe ‘NSU’ Aufmerksamkeit zu schenken, denn: ‘Wenig Beachtung findet häufig, dass es menschenfeindliches Denken und Rassismus in ihrer alltäglichen Ausprägung sind, die den Resonanzboden bilden für das Entstehen von organisiertem, gewalttätigem Rechtsextremismus’.”

» Die Rosa Antifa Wien veranstaltet am 4. Juni ab 19 Uhr im W23 (Wipplingerstr. 23, Wien) einen “Rechtsinfo-Basics“-Workshop für (u.a. antifaschistische) Demonstrationen, wie diese organisiert werden können und andere “grundlegende rechtliche Fragen.

» Am 6. Juni wird in der Fehrbelliner Str. 3 in Berlin ein Stolperstein verlegt für Theresa Zlotniki, die von ihrem dortigen zu Hause 1942 deportiert und in Treblinka ermordet wurde. Insgesamt werden an diesem Tag 16 Stolpersteine in Berlin verlegt werden. Weitere Informationen, u.a. die noch nicht bekanntgegebene Uhrzeit, kann man unter der Homepage der Koordinierungsstelle Berliner Stolpersteine erfahren.

» “Dagegen und dann?!” heißt die Workshoptagung, zu der zum vierten Mal die Mobile Beratung Gegen Rechts NRW einlädt, und zwar am 8. Juni ab 10:30 Uhr im Haus der Jugend Solingen (Dorper Str. 10-16). Dort sollen “Bündnisse, Initiativen, Fachkräfte, MultiplikatorInnen und engagierte Einzelpersonen”, die Möglichkeit bekommen, “über Probleme und Erfahrungen in der alltäglichen Auseinandersetzung mit Rassismus und Rechtsextremismus ins Gespräch zu kommen, sich kennen zu lernen und zu vernetzen.” Mehr zum Programm ist auf der Homepage nachzulesen.

» Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt ein zum Diskussionsabend “Rechtsextremismus in Baden-Württemberg. Strategien und Bündnisse gegen Gewalt und Menschenfeindlichkeit” am 18. Juni in Göppingen (Fritz-Erler-Forum, Werastr. 24) von 18 bis 20 Uhr. “Die NSU-Morde haben verdeutlicht, dass nicht nur die Zivilgesellschaft, sondern auch Polizei und Verfassungsschutz gefordert sind, die Gefahren rechtzeitig zu erkennen, die Debatte über Widerstandsformen gegen rechts zu führen und rechtsextreme Aktionen zu verhindern. Zu einer besseren Vernetzung solcher Aktivitäten wollen wir mit dieser Veranstaltung beitragen,” schreibt die FES zum Ziel des Abends. Auch hier ist eine Anmeldung nötig, die Teilnahme ist kostenlos.


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Im April: Frauen*FrühlingsUniversität 2013

27. März 2013 von Anna-Sarah

Plakat FFU 2013Es fühlt sich vielleicht vielerorts nicht wirklich danach an, aber es ist tatsächlich inzwischen Frühling. Von Donnerstag,  18. bis Sonntag, 21. April  läuft im österreichischen Burgenland auf der FriedensuniversitätBurg Schlaining also die Frauen*FrühlingsUni 2013 (hier der Link zum Facebook-Event). Was wird dort passieren? Die Veranstalter_innen erzählen:

Im Rahmen des Wochenendseminars werden von Frauen* für Frauen* Vorträge und Workshops zu frauenpolitischen und wissenschaftlichen Themen angeboten. Mit insgesamt circa 20 verschiedenen inhaltlichen Programmpunkten und einem kulturellen Rahmenprogramm mit Ausstellungen sowie Konzerten ist für viel Raum für den Wissens- und Gedankenaustausch sowie Vernetzung gesorgt.

Das Programm der Frauen*FrühlingsUniversität 2013 ist  online abrufbar. Anmelden kann man sich hier.  Wer von der Veranstaltung aus twittern möchte oder Tweets nachlesen: Das Hashtag wird #FFU13 sein.

 


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Veranstaltungen rund um den Frauen(kampf)tag

25. Februar 2013 von Charlott

Am 08.März ist es wieder so weit: Der Frauen(kampf)tag wird begangen mit Demos, Feiern, Diskussionen und Aktionen. Damit ihr bestens vorbereitet seid und wisst, was in eurer Umgebung stattfindet, haben wir hier für euch schon einmal einiges an Veranstaltungen rund um den 08.März zusammengestellt. Sortiert findet ihr die Veranstaltungen nach Bundesländern (und am Ende folgen Hinweise für die Schweiz und Österreich).

Vielen Dank an alle, die uns bereits bei Facebook mit Hinweisen versorgten! Natürlich ist diese Aufstellung trotzdem nicht vollständig – wir freuen uns sehr über eure Ergänzungen in den Kommentaren.

Alle Termine gibt es nach dem Klick:

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Hannover: Kritische Tage zum herrschenden Geschlechterverhältnis

16. November 2012 von Magda

Vom 30. November bis 2. Dezember findet in Hannover nun zum zweiten Mal der Kongress „Kritische Tage zum herrschenden Geschlechter­verhältnis“ statt, dessen Programm ein spannendes Wochen­ende ver­spricht.

Dazu möchten die Organisator_innen alle einladen, sich „auf die Spuren der herr­schenden Geschlechter­verhältnisse zu begeben und sie zu kritisieren“ und dessen „Ver­schränkungen und Koppelungen mit anderen Herr­schafts­mechanismen“ heraus­arbeiten. Es geht explizit nicht nur um theoretische Über­legungen, sondern auch um die Über­tragung in die Praxis.


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Die „Opferindustrie“ bittet zum Faktencheck!

29. Oktober 2012 von Gastautor_in

Der folgende Aufruf ist ursprünlich bei der Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt erschienen. Wir dürfen ihn hier als Crosspost veröffentlichen.

Nur ein minimaler Anteil aller angezeigten sexuellen Gewalttaten führt zu einer Verurteilung. Konträr dazu behaupten Jörg und Miriam Kachelmann im Spiegelinterview (41/2012) es gäbe gar eine „Opferindustrie“. Frauen hätten ein „Opfer-Abo“ und im Fall einer Anklage würde ihnen immer geglaubt. Das Gegenteil ist der Fall! Sichtbar z.B. an dem jüngsten Prozess, in dem das Essener Landgericht den Angeklagten freisprach, obwohl er zugab, das „Nein“ der 15jährigen Nebenklägerin missachtet zu haben.

Die Aussagen von Jörg und Miriam Kachelmann sind schlichtweg falsch - und zudem gefährlich, weil sie durch einflussreiche Medien wie den Spiegel und die Günther Jauch Talkshow verbreitet werden. Damit wird der Mythos der Frau als Falschbeschuldigerin und eine traditionelle Täter-Opfer-Umkehr neu belebt. Diese Mythen sind mitverantwortlich dafür, dass Vergewaltigungen in den seltensten Fällen überhaupt angezeigt werden, die Prozesse für die Betroffenen eine Zumutung sind und wenig Aussicht auf Erfolg haben.

Am kommenden Mittwoch führt Kachelmann in Frankfurt einen Schadensersatz-Prozess gegen Claudia D., die Nebenklägerin im Vergewaltigungsprozess.

Kommt zum Gericht und lasst uns gemeinsam ein sichtbares Gegengewicht gegen Kachelmanns in den Medien propagierte Tatsachenverkehrungen bilden! Unterstützung durch eigene Plakate und Hilfe bei der Verteilung von unseren Faktencheck-Flyern ist ausdrücklich erwünscht!

Außerdem sammeln wir Unterschriften mit Forderungen an den Bundesgerichtshof, dessen Gesetzesauslegungen Freisprüche in Vergewaltigungsprozessen trotz bewiesenen „Nein“s möglich machen.

Wo? Landgericht Frankfurt, Gebäude E  (Gerichtsstraße 2, Nähe Konstablerwache)
Wann? 31.10.2012 (Mittwoch), 9.30 Uhr (bitte früher kommen! Wir sind ab 8:45 vor Ort)

Vorschläge für Plakatbeschriftungen:

  • Rote Karte für Vergewaltigungsmythen
  • Wo kann ich ein “Opfer-Abo” abonnieren?
  • Vergewaltigungsmythen nützen nur Vergewaltigern

Anmerkung: Die einstweilige Verfügung gegen Jörg Kachelmann, dass er nicht mehr den vollen Namen Claudia D.s auschreiben dürfe (wir berichteten darüber), wurde vor einigen Tagen aufgehoben!


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