Einträge mit dem Tag ‘Veranstaltungshinweis’


Grrrl Musik, ein Fischereiverein und heteronormative Lehrbücher – kurz notiert

2. Mai 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 150 von 153 der Serie Kurz notiert

Im Freitag schreibt Ulrike Baureithel über Rollenbilder und Heteronormativität in Lehrbüchern.

Ich musste kurz checken, ob folgende Nachricht wirklich von diesem Jahr ist (und nicht aus dem letzten Jahrhundert), aber es ist wirklich wahr: Der Fischerei­verein Prüfening aus Regensburg beteiligte sich nicht am traditions­reichen Maibaumaufstellen, weil erst­malig Frauen an der Ver­anstaltung teil­nehmen sollten. Ohne Worte.

Yippie, der dritte Riot Grrrl Sampler ist nun zum Downloaden verfügbar! Und: Wer eine Liste mit Frauen- und Grrrlbands sucht, wird auf grrrlish fündig – ideal für Veranstalter_innen, die nicht immer nur Typen auf der Bühne haben wollen.

Leider immer noch schlechte Nachrichten aus Russland: Die Musikerinnen von Pussy Riot sind noch immer in Haft. Nun setzt sich auch Amnesty International für deren Freilassung ein und veröffentlichte Adressen von russischen Behörden, an die ihr eure Protestbriefe schreiben könnt.

Eine neue Folge aus der beliebten Reihe „Wie werden Geschlechter konstruiert“. Cracked.com hat fünf Geschlechterstereotype gesammelt, die vor nicht allzu kurzer Zeit noch völlig anders bewertet wurden – oder gar nicht existierten. Wie Hetero­sexualität erfunden wurde, hat gerade erst Salon.com ausführlich beleuchtet.

Ein Interview mit der US-amerikanischen feministischen und anti­rassistischen Professorin bell hooks über Intersektionalität findet ihr auf anarchylibrary.

Eigentlich liegt das Heirats-Mindestalter in Indien bereits seit 1929 bei 18 Jahren für Mädchen und 21 für Jungen. Dennoch sind Kinder­hochzeiten in einigen Teilen weiter üblich. Den Betroffenen können die Ehe allerdings annullieren lassen – was jetzt erstmals passiert sei, so Jezebel.

Um die Ehegesetze in Indien geht es auch bei der New York Times, allerdings um das Personal­statutgesetz, dass für Muslim_innen gilt. Seit über zehn Jahren versuchen Frauen­rechts­organisationen, das Gesetz zu reformieren – leider bisher noch ohne Erfolg.

Bei Autostraddle gibt es 19 Tips zum Umgang mit transgender Kids. Gleich den ersten sollten sich Eltern überall zu Herzen nehmen: Zeigen, dass Trans­menschen existieren und ganz normal sind.

Und im Guardian gab es vor einiger Zeit einen ausführlichen Artikel über Asexualität.

Termine: (weiterlesen …)


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Vagina Monologe in Berlin

30. April 2012 von Magda

Janetta Carlucci kommt aus Ghana, studiert in Berlin Public Policy und hat bereits dreimal in Bremen die Vagina Monologe mitaufgeführt. Veronika Kirschner kommt aus Bayern, arbeitet derzeit in Berlin beim ASA-Programm und hat die Vagina Monologe einmal in Äthiopien mitgemacht. Beide organisieren in diesem Jahr die Berliner Vagina Monologe, die am 13. Mai in der alten Feuerwache stattfinden werden, und erzählen uns, was das eigentlich ist, was uns erwartet und wie mensch bei Interesse mitmachen kann.

Was sind die Vagina Monologues? Wer hat sie ins Leben gerufen?
Die Vagina Monologe sind ein Theaterstück der US-amerikanischen Schriftstellerin und Aktivistin Eve Ensler. Eingebettet in eine weltweite Bewegung (VDay Movement) gegen geschlechterspezifische Gewalt basiert dieses Theaterstück auf über 200 Interviews mit Frauen aus aller Welt. Die V-Day Bewegung wächst rasant und ist derzeit in 140 Ländern aktiv, von Europa bis Asien, Afrika und die Karibik, und in ganz Nordamerika. V-Day, eine gemeinnützige Gesellschaft, vergibt Finanzierungen an lokale, nationale und internationale Organisationen und Programme, die gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen arbeiten. Die V-Day Bewegung hat in 11 Jahren über 85 Millionen US$ mobilisiert und mehr als 300 Millionen Menschen erreicht. Das ‘V’ in V-Day steht für Victory (Sieg), Valentine (Valentinstag) und Vagina.

Wie sind die Vagina Monologues nach Berlin gekommen?
Sie wurden schon mehrmals in Berlin organisiert, u.a. 2009 und 2011. Für dieses Jahr entstand die Idee bei einer Veranstaltung in der Alice Salomon Hochschule vergangenen November, wo Janetta und Veronika sich kennengelernt haben. Janetta äußerte die Idee, die Monologe in Berlin zu organisieren und stieß auf großes Interesse. Schnell waren die Nummern ausgeschaut und die Planung nahm ihren Lauf. Die beiden haben ihre Netzwerke aktiviert und kurze Zeit später traf sich eine Gruppe junger interessierter Frauen zu einem ersten Info-Treffen.

Was wird uns bei der Veranstaltung am 13. Mai erwarten? Wer tritt auf?
Um 19 Uhr geht’s los, Einlass ist ab 18 Uhr. Eine Gruppe von ca. 15 jungen Frauen, Laienschauspielerinnen, die sich alle für das Thema (Gender, Frauenrechte) interessieren und engagieren, wird die Monologe in Szene setzen. Unterstützt werden sie von der Berliner Rapperin Sookee, die auch selbst einen Monolog aufführen wird. Am Ende der Vorstellung wird sie zudem ein, zwei Lieder zum besten geben. Im Anschluss gibt es noch Getränke und ein Buffet zum verweilen, diskutieren und feiern. Das ganze kostet 7 Euro Eintritt, bzw. 4 Euro ermäßigt. Alle Einnahmen gehen an die Interkulturelle Initiative e.V. Berlin.

Tickets können direkt bei der Studiobühne alte feuerwache reserviert werden (studiobuehne[at]kulturamtfk[punkt]de oder 030 – 426 66 36). Die Veranstaltung ist zweisprachig (deutsch/englisch)

Wollt ihr das noch mal machen und kann mensch mitmachen?
Ja, unbedingt! Wir überlegen, nächstes Jahr zwei Abende zu gestalten: einmal die Vagina Monologe und einmal „EINE ERINNERUNG, EINE ERZÄHLUNG, EINE KLAGE UND EIN GEBET“. Dies ist eine Sammlung von Monologen weltbekannter AutorInnen, die von Eve Ensler und Mollie Doyle herausgegeben wurden. Auch hier wird die vielschichtige Gewalt, die Frauen und Mädchen erfahren, thematisiert und enttarnt.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen und können mitmachen! Vor und hinter der Bühne. Der Cast für dieses Jahr ist leider schon abgeschlossen. Wir freuen uns aber natürlich über zahlreiche Besucher_innen!


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2,7 emanzipatorische Tage in Dresden

12. April 2012 von Magda

Vom 27. bis 29. April findet in Dresden die Veranstaltung “eh! 2,7 emanzipatorische Tage” statt. Was erwartet euch?

Wir starten mit einem Einblick in das Zusammen­wirken von Kategorien wie sex, race und class im Kapitalismus, beschäftigen uns mit eigenen Identitäten und Normierungen, hören etwas über den Kampf um körper­liche Selbst­bestimmung in der Inter*-Bewegung oder lernen, wie sich Kunst als Mittel der Selbst­ermächtigung eignet. Ab­gesehen von Vorträgen und Work­shops erwarten euch auch Film, Konzert, Theater und Party. Zudem wird es während des Wochen­endes genügend Zeit für gemeinsame Diskussionen und die Ver­netzung unter­einander geben. Keine Bange – für leckeres Essen ist ebenfalls gesorgt.

Was – nur 2,7 emanzipatorische Tage?! Die Organisa­tor_innen stellen klar: ”Emanzipation ist ein Prozess, der nicht nur 2,7 Tage dauert, aber dieses Woche­nende wird auch nicht das letzte sein, mit dem wir euch aufrufen: „eh!“ – Emanzipation ist kein Pony­hof!”


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(Keine) Witze über Vergewaltigungen und ein Viagra-Gesetz – kurz verlinkt

21. März 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 144 von 153 der Serie Kurz notiert

In Guatemala kümmert sich endlich eine Polizei-Einheit um „Femizide“ – besonders brutale Morde, denen speziell Frauen zum Opfer fallen. Bereits seit letztem Jahr gibt es ein Gesetz dagegen, so Feministing, bisher sind die Aufklärungs- und Ver­ur­teilungs­raten aber weiter unteriridisch.

Rosa Ecard mit einer jungen Frau die zu einem Mann sagt: I see, so if I don't have sex with you I'm a prude bitch, if I use the pill I'm a slut, if I get pregnant I'm an idiot and if I choose abortion I'm Satan. Yay.

Ah, wenn ich keinen Sex mit Dir habe, bin ich eine prüde Zicke, wenn ich die Pille nehme eine Schlampe, wenn ich schwanger werde eine Idiotin und wenn ich dann eine Abtreibung wähle, Satan. Juchu.

Die Debatte um Essstörungen hat zwar begonnen, in den Köpfen von Eltern ist das Thema aber noch nicht ganz angekommen berichtet die Zeit. Viele erkennen Probleme nicht rechtzeitig: Lieber eine dünne Tochter als eine dicke, denn Dünnsein ist die soziale Norm.

Die Gruppe Women Against Sanctions, War and Militarization of Middle East will von Feminist_innen aus der ganzen Welt wissen, wie sie einen Krieg gegen den Iran beurteilen und welche Auswirkungen es für die Frauen in der Region bedeutet. Die Antworten, etwa von Judith Butler und Shirin Ebadi, veröffentlichen sie auf ihrem Blog.

Für den Autoren der Süddeutschen geht es in der schwedischen Debatte um geschlechtergerechte Sprache um Bevormundung – dort ist ein Kinderbuch erschienen, das konsequent auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen setzt.

Die Progress hat Katja Kullmann interviewt; zu perfekten Lebensläufen, Feminismus heute und „Mädchen und Missys“.

Besser aber noch nicht gut genug ist die weltweite Situation von Schwangeren vor, während und nach der Geburt. Die Weltbank setze zuviel auf überteuerte Gutscheine und kredit-finanzierte Programme kritisiert der Guardian. Dass jedes Jahr zehntausende Frauen bei unsicheren Abtreibungen sterben, werde fast völlig ignoriert.

Lesenswert: Le Monde Diplomatique berichtet aus dem Jemen über Frauen wie die Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman und Gleichberechtigung in Zeiten der Revolution.

Nicht Feministinnen halten alle Männer für Vergewaltiger – Vergewaltiger tun es. Eine Perspektive, die sich auch in Witzen über Vergewaltigung niederschlägt. Männer sollten sich daher fragen, so Organon, wer über einen Witz lachen kann – Opfer oder Täter_innen – und wen sie damit unterstützen.

Der „War on Women“ in den USA geht weiter: Ein neues Gesetz in Arizona könnte Arbeitgeber_innen erlauben, ihre Angestellten zu feuern, wenn diese die Pille nehmen – es sei denn, diese beweisen, dass sie das aus „nicht-sexuellen“ Gründen tun. Im Texas Observer berichtet eine Frau über den Horror, vor einer Abtreibung unnötigen und demütigenden Prozeduren und Wartezeit ausgesetzt zu sein.

Im Staat Ohio hat dagegen Senatorin Nina Turner ein Gesetz zum Schutz von Männern vorgeschlagen. Bevor sie Viagra verschrieben bekommen, sollten sie künftig besser über die Nebenwirkungen aufgeklärt werden und einen Sex-Therapeuten aufsuchen, um psychologische Probleme auszuschließen. Einen anderen Ansatz verfolgt das Snatchel Projekt. Es ruft auf, den Kongress­männern Gebärmütter zu stricken – wenn sie eigene hätten, würden sie die der Frauen vielleicht endlich in Ruhe lassen.

Terminhinweise, auch für den Sommer, und ein Call For Papers nach dem Klick (weiterlesen …)


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Veranstaltungen zum Frauen(kampf)tag 2012

1. März 2012 von Magda

Viele tolle Veranstaltungen, Diskussions­­runden, Partys, Demos und Lesungen finden auch in diesem Jahr zum Internationalen Frauen(kampf)tag 2012 am 8. März statt.

Eine Liste mit Veran­staltungen in ganz Deutschland haben wir hier zusammen­gestellt, gerne könnt ihr weitere Termin­hin­weise in die Kommentare posten.

Eine bundes­weite Über­sicht zu Aktivitäten rund um den 8. März findet ihr ebenfalls auf frauenrat.de. Mehr Veranstaltungs­tipps für Österreich bekommt ihr von der Denkwerkstatt oder auf dieStandard

Nach dem Klick geht’s los: Termine in deiner Stadt!

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Frauen in Kenia, homosexuelle Ehen in Washington und Muschicupcakes: kurz verlinkt

22. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 140 von 153 der Serie Kurz notiert

Böse Frauen, die ihre Männer schlagen, macht Spiegel Online in Kenia aus. Die Organisation „Maendeleo ya Wanaume“ rufe daher zum Boykott des von den schlagenden Frauen gekochten Essens auf. Der Kolumnist Macharia Gaitho der Daily Nation sieht es schon etwas differenzierter und auf Diasporadical wird das Thema ebenfalls diskutiert.

Die zukünftige EU-Finanzierung für Frauenrechte (inklusive zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen) wird derzeit diskutiert – und es sieht nicht gut aus. Die European Women’s Lobby erklärt, um was es geht und was frau tun kann.

Damit eine Dokumentation über Eltern von LGBTs in der Türkei gedreht werden können, werden Spenden benötigt.

Mit 60 Jahren will sich Diana Nyad einen Lebenstraum erfüllen und von Kuba nach Florida schwimmen (das Video hat deutsche Untertitel, es gibt auch eine Übersetzung):

Claire Horst schreibt in der Jungle World über Maskulisten und deren Klage über die angeblich verweichlichten Männer.

Der US-Bundesstaat Washington wird als siebter Bundesstaat die homosexuelle Ehe erlauben. Gouverneurin Chris Gregoire hat das Gesetz letzte Woche unterzeichnet. Das besonders interessante Detail dabei: Gregoire ist gläubige Katholikin. Für die ganze Geschichte einmal hier entlang bitte.

Das Gazelle Magazin bespricht ein vieldiskutiertes Buch: “Ich will heiraten” von Ghada Abdelaal.

Die “neue Häuslichkeit” beschäftigt Feminist_innen immer wieder und lipstickterrorist fragt: “Sind Häkeln und Muschicupcakes wirklich so unschuldig?” Und Meryl Trussler hat geantwortet (beide Artikel auf englisch).

Mindestens so heiß diskutiert wie Muschicupcakes wird im deutschen Sprachraum die Frage, ob eine Feministin sich als Mädchen oder Fräulein bezeichnen darf. Anlässlich der Abschaffung der Mademoiselle in Frankreich hat DRadio Wissen dieser und anderen Fragen rund um die weibliche Anredeform einen Schwerpunkt gewidmet. Besonders empfehlen wollen wir euch eine Diskussion, bei der unter anderem Stefanie Lohaus (Mitherausgeberin des Missy Magazin) zu Gast war.

Feride Saymaz ist bereits zum zweiten Mal als “beste Taxilenkerin” Wiens ausgezeichnet worden. Mehr darüber lest ihr bei dieStandard.at.

“Mamaaaaaa, der Junge hat mich an den Haaren gezogen!” – “Meine Kleine, das heißt, dass er dich mag.” Kommt euch das bekannt vor? Wann und warum haben wir angefangen, kleinen Mädchen auf diese Art zu vermitteln, es sei okay von einem Jungen belästigt zu werden? Diese Frage stellt zu Recht viewsfromthecouch.

Termine gibts wie immer nach dem Klick! (weiterlesen …)


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Black History Month 2012 – mit einer Prise „Herstory“

6. Februar 2012 von Verschiedenen

Da halfjill von Afrika Wissen Schaft schon alle wichtigen Fakten zusammengetragen hat, veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung ihre Veranstaltungstipps zum Black History Month 2012 in aktualisierter Form.

Im Februar findet traditionell der Black History Month statt, einem dezidierten nicht-weißen Blick auf die Geschichte und die Errungenschaften Schwarzer Menschen. In Berlin dieses Jahr ein breit angelegtes Programm mit dem Schwer­punkt Brasilien präsentiert. Los ging es zwar bereits am letzten Mittwoch, aber in den nächsten Wochen gibt es noch einige Filme zu sehen (in der Off-Berlinale), Konzerte zu genießen und Vorträge zu hören. So gibt es am 16. Februar den Dokumentarfilm „Vacances au pays (Ferien in der Heimat)“ von Jean-Marie Teno zu sehen, in dem der Filmemacher seinen eigenen Besuch in Kamerun begleitet. An noch vier Terminen kann das Tanztheaterstück „OSSAYINS LIEBESZAUBER“ gesehen werden. Während der gesamten Zeit ist im Gebäude der Werkstatt der Kulturen eine Ausstellung, die Altäre der Candomblé, einer afro-brasilianischen Religion, prä­sentiert. Das ganze Programm ist in einem PDF zusammengetragen.

Außerdem gibt es eine Reihe von englischsprachigen Veranstaltungen organisiert von Dialogue Books, Sand Journal und Paula Varjack. Die erste Veranstaltung findet am 07. Februar statt unter dem Titel „Writing and Difference: Exploring Black Women Writers and The Other in Berlin“. Mehr Informationen finden sich auf dem eingerichteten Tumblr.

Auch in Hamburg wird der Black History Month begangen. Bis zum 09.03. gibt es Vorträge, Filme und eine „Black Poetry Night“. Mehr Infos gibt es auf BHM Hamburg.

Für alle, die sich von der Couch/dem Bett/der Ofenbank aus informieren wollen, empfehle ich die „Black Herstory“ Reihe des Ms. Blogs [Englisch]. Der erste Artikel dieses Jahr erschien unter dem Titel „My Problem with “Slave Rape,” or Why I Love the Story of Sukie“ der zweite beschäfftigt sich mit Rosa Parks und hat den pro­grammatischen Titel „Black Herstory: Rosa Parks Did Much More than Sit on a Bus“. Wer die Zeit zum nächsten Beitrag nicht abwarten kann, kann sich auch dem Quiz aus dem letzten Jahr zuwenden: „Test Your Knowledge of African American Women In History“.


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Sanfte Klänge mit Schnurrbart

16. Januar 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 11 von 13 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Eli & The Moustaches sind Eli Natali (Gesang, Gitarre), Stella Veloce (E-Cello) und Elisa Abela (Schlagzeug), die mal in Rom, mal in Berlin leben und spielen. Geboren in Sydney und auf­gewachsen in ver­schiedenen Städten Europas findet sich die “sozio­kulturelle, linguistische und gender-gemischte Identität” der britisch-/italienischen Songwriterin Eli Natali, die in Rom Teil des Ladyfest Netzwerkes ist, nach eigenen Aus­sagen auch in ihren Songs und Texten wieder. Komplettiert wird sie von E-Cello und Schlagzeug, eine wunder­same wie sympathische Mischung. Morgen spielt das Trio im Madame Claude in Berlin ein Konzert (facebook), welches ich euch auch wegen des zweiten Acts des Abends ans Herz lege: Jason & Theodor.

Einen kleinen Vorgeschmack auf Eli & The Moustaches bekommt ihr mit “You Look Like Rain” – mit einer Einladung zum Mitsingen.


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Prosa, Kunst und unsichtbare Mütter – die Blogschau

27. Dezember 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 139 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Ein paar feministische Blogperlen, die über Weihnachten bei uns liegen geblieben sind, aber immer noch lesenswert sind:

High on Cliches erklärt, warum Feminismus Feminismus heißt – und nicht Humanismus. Auch TheGurkenkaiser kommentiert einen Blogtext, in dem vom Feminismus Abstand genommen wird, um sich dem so genannten “Equalismus” zu widmen – und schreibt ein paar Gedanken zum Verhältnis von Männern und Feminismus auf.

Zu Weihnachten gab Jutta Allmendinger, Soziologin und Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB), Berlin Woman ein Interview und sprach unter anderem über soziale Mobilität.

Watch Salon berichtet darüber, wie das neue Heft der Deutschen Journalistenschule fast ausgesehen hätte – wie ein Unterwäscheheftchen.

'invisible mother' via flickr von art-e-ology

fuckermothers berichtet über die Bildpraxis der ‘invisible mother‘ in der frühen Kinderfotografie.

Bei anarchie und lihbe gibt es einen nachdenklich Text zu feministischen Anliegen in der Kunst.

Ein neues Prosa-Blog am Blogstarhimmel: Am Anfang! Und gefragt wird nach euren Lieblings-Anfangssätzen.

Auf Erlebnisse und Gedanken findet ihr eine Rezension von “Transsexualität – Transidentität“.

Unterschreiben könnt ihr eine E-Petition, bei der es um die Neuberechnung der Verhältniszahlen von psychisch erkrankten Menschen und ambulanten Psychotherapeut_innen geht.

Ausgehtipp: Die Queer Queeks treffen sich am 29. 28. Dezember in Berlin im Silverfuture.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Geschlechtergerechte Sprache, Karrierefrauen und Hausarbeit – Kurz Notiert

24. November 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 130 von 153 der Serie Kurz notiert

Das österreichische feministische Monatsmagazin an:schläge präsentiert eine brandneue Homepage. Ein Abo ist strengstens zu empfehlen!

Die New York Times ist in ihrer Wortwahl oftmals mehr als daneben: Da wird Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch von Kindern auch mal “Sex” genannt. Nun wagt die Zeitung einen kritischen Blick auf die eigene Berichterstattung.

Von minimalen Erfolgen berichtet das Handelsblatt: Der Frauenanteil in den Vorstandsetagen der weltweit größten Unternehmen ist seit 2004 einer US-Studie zufolge um 1,1 Prozentpunkte gestiegen. In den 200 umsatzstärksten Unternehmen liege der Anteil bei 13,8 Prozent. Vorangetrieben wurde der Anstieg vor allem von Ländern, in denen eine Frauenquote existiert.

Zur Konstruktion von Geschlecht über die Stimme schickte uns @midnite8lue noch folgendes Video:

Erst in die Schule gehen, dann Abitur machen und schließlich studieren – für Marie Christine Lanfermann war das alles nicht ganz so einfach. Fehlende Rampen für den Rollstuhl, ewig-lange Anträge und Mobbing im Volontariat sind nur einige der Schwierigkeiten, von denen sie derWesten berichtet hat.

Ein dpa-Text über das Frauenproblem der Wikipedia geisterte dieser Tage durch diverse Medien, von heise bis zur Mitteldeutschen Zeitung. „Freundschaftsbänder und Schuhdesigner“ seien Themen, die (mangels Autorinnen) bisher noch ver­nach­lässigt seien. Helfen soll ein einfacherer Texteditor, sowie explizite Ein­la­dungen an Frauen. Ebenfalls angesprochen wird auch die „garstige Atmosphäre“ – wie sie verbessert werden soll, steht aber leider nicht im Artikel.

Im Mai erst erschien eine Auswertung des US-Fernsehens, nach der 2008 Frauen in Filmen deutlich unterrepräsentiert aber übersexualisiert waren. Jetzt ist auch die Auswertung von 2009 da, geändert hat sich nichts, so die Los Angeles Times.

Die Uni Graz hat eine hilfreiche Anleitung zum geschlechtergerechten Formulieren (PDF).

Leigh Alexander schreibt über Computerspiele und das als Frau. Für manche immer noch eine Neuigkeit, für sie selber nur noch eines: ermüdend. Denn trotz ihrer jahrelangen Arbeit wird sie immer wie auf „die Frau die über Computerspiele schreibt“ reduziert oder, schlimmer, als Auskunft für Genderthemen bemüht, wenn es doch nur darum geht, eine Entschuldigung für Vorurteile einzuholen. „Genug davon!“ meint sie bei Kotaku.

Stichwort Mythos “neue Väter”: Den Großteil der Hausarbeit verrichten immer noch Frauen, so Spiegel Online.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die erschreckend hohen Häufigkeiten, mit denen Mädchen und Frauen mit Behinderungen sexualisierte Gewalt erfahren.

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