Einträge mit dem Tag ‘Valentinstag’


Ausstiege bei Pussy Riot, ‚Pille danach‘ rezeptfrei, Valentinstag in Indien – kurz verlinkt

12. Februar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 229 von 340 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachiges

Warum Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa, einst die beiden berühmtesten Pussy-Riot-Mitglieder, mittlerweile nicht mehr Teil des Kollektivs sind, erklärt die Gruppe in einem offenen Brief über radikalen Aktivismus, politische Dilemmata und Grundsatzkonflikte, den der Freitag abgedruckt hat: „Das institutionalisierte Eintreten für andere kann es sich kaum erlauben, die fundamentalen Normen und Regeln zu kritisieren, die der modernen patriarchalen Gesellschaft zugrunde liegen. Als institutioneller Teil der Gesellschaft kann eine solche Interessenvertretung nicht mit dem Regelsystem der Gesellschaft brechen.“

In Chemnitz werden abends die akustischen Signale an Ampelanlagen abgeschaltet – Grund: Lärmschutzbedenken. Die Signale sollten allerdings eigentlich blinden und sehbehinderten Menschen mitteilen, ob eine Ampel auf grün oder auf rot steht. Die sächsische Freie Presse berichtet.

Hallo bundesdeutsche Gesundheitspolitik, es wird Zeit, dem internationalen Konsens nachzuziehen – die „Pille danach“ muss rezeptfrei werden. Dies fordert auch eine Petititon an Gesundheitsminister Gröhe: Rezeptfreie „Pille danach“ zulassen! Da nicht nur Frauen schwanger werden könne, betrifft Notfallverhütung allerdings nicht nur deren Selbstbestimmung. (Und ich hätte auch unterschrieben, wenn die „Pille danach“ Abtreibung wäre.)

Englischsprachiges

Nicht alle der hier vorgestellten Aktionen finden wir gleichermaßen super, aber eine nette Übersicht ist es dennoch: PolicyMic zeigt „23 inspirierende feministische Digitalkampagnen, die die Welt veränderten“.

Valentinstag? Kitsch, Konsum und multinormativer Pärchen-Overkill fällt vielen von uns wohl als erstes (und einziges) dazu ein. Abhängig vom kulturellen Kontext kann man das jedoch auch teilweise anders oder jedenfalls komplexer einordnen, so Deeksha Sivakumar bei Sociological Images: Sie schreibt über die Funktion des Valentinstag als Jugendrebellion in Indien.

A propos Normen: Elternschaft jenseits der Gleichung 1 Vater + 1 Mutter lässt sich nicht nur denken, sondern auch leben, und zwar bisweilen ganz „legal-formal“.  So weist die Geburtsurkunde eine neugeborenen Kanadierin nun drei Eltern aus.

Die Schriftstellerin Zadie Smith beteiligt sich an Protesten gegen den Umgang mit geflüchteten Frauen in Großbritannien, insbesondere gegen ein berüchtigtes Auffang- und Abschiebelager in Bedfordshire. Der Guardian berichtet.

Termine in Berlin, Bonn und anderswo:

Ab 18. Februar 2014 immer dienstags von 18:00 – 19:30 Uhr in der Mädchenberatung, Berlin-Wedding:Körperkreise – in Bewegung den Körper (wieder/ neu) entdecken für junge Frauen* (Alter 17-27 Jahre), die sexuelle Gewalt erlebt haben und Lust haben, sich auf eine Körperreise in Bewegung einzulassen!“ Infos gibt es per Mail unter wriezener[at]wildwasser-berlin.de; hier geht es zum Facebook-Event.

Gleich eine ganze Fundgrube von spannenden Terminen gibt es bei Lesbengeschichte – zum Beispiel einen Abend über „Drei zwiespältige homosexuellenemanzipatorische Vorkämpferinnen“, Johanna Elberskirchen, Theo Anna Sprüngli  und Emma Trosse, am 6. März in Berlin oder die montagliche Filreihe „Queer Monday“ in Bonn.


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Occupy Valentinstag!

14. Februar 2012 von Helga

Einkaufsstraßen voller roter Herzchen, in denen alle die gleichen teuren Geschenke kaufen, und ausgebuchte „exklusive“ Restaurants, das ist inzwischen aus dem Valentinstag geworden. Oder: wenn ein Tag des Jahres ausreichen soll, romantische Zweierbeziehungen zu feiern. Genug damit, dachte sich Samhita Mukhopadhyay von Feministing. Im Januar rief sie Occupy Valentine’s Day ins Leben, um die vielfältigen Konzepte von Liebe zu sammeln und darzustellen.

Eine junge Frau mit schwarzen Haaren hält ein weißes Schild in die Kamera, neben vielen Noten steht: MY LOVE DON'T COST A THING - J.LO #OCCUPYVDY (Meine Liebe kostet nichts)

Gesammelt werden Bilder, Geschichten und Videos – von queeren Paaren, Singles und Menschen, die den Valentinstag mit all ihren Lieben verbringen wollen. Thematisiert wird auch, wie unkritisches Festhalten an Geschlechterstereotypen allen schadet und warum liebevolle, erfüllende Beziehungen eigentlich auf einen Tag des Jahres reduziert werden.

Wie nötig es ist, neben dem Valentinstagskonsum auch einmal die inhaltlichen Aussagen auseinander zu nehmen, zeigt das Bitch Magazine. Ein besonderer „Gag“ scheint inzwischen zu sein, Stalkingreferenzen auf Valentinskarten zu drucken (Target hat seine Karte inzwischen zurückgezogen). Kelsey Wallace erinnert daran, dass in den USA über die Hälfte aller weiblichen Mordopfer zuvor angab, gestalkt zu werden.

Nichtsdestotrotz ist es eine wunderbare Sache, Liebe und gesunde Beziehungen zu feiern – vor allem, wenn alle angesprochen sind, unabhängig von sexueller Orien­tierung, wirtschaftlichen Möglichkeiten, Aufenthaltsgenehmigungen und anderen offiziellen Papieren. Heute und an allen anderen 365 Tagen in diesem Jahr.


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Rettung für die Männer: Der Schniblo-Tag

14. März 2011 von Verena

Ne, was ist die Welt ungerecht. Jedes Jahr müssen sich die armen Kerle am Valentinstag abmühen, um ihrer Liebsten mit Blumen, Geschenken und Essenseinladungen ihre Liebe zu beweisen. Denn, klar, ALLE Frauen finden das ROMANTISCH. Weil sich die Herren in ihren eigenen Bedürfnissen dabei aber übergangen fühlen, gibt es nun am 14. März ausgleichende Gerechtigkeit: Den Schniblo-Tag. Schniblo gleich Schnitzel und Blowjob. Jajaja! Hurra! Die Welt ist so einfach: Frauen wollen Blumen, Männer Blow-Jobs.

Einfach, wirkungsvoll und selbsterklärend ist dieser neue Feiertag dazu da, damit Ihr Frauen Eurem Holden endlich zeigen könnt, wie sehr Ihr ihn liebt. Keine Karten, keine Blumen, keine tollen Nächte des Ausgehens.. Der Name des Feiertages erklärt alles: nur ein Schnitzel (oder Steak) und ein Blowjob. Das ist alles.

Was mache ich bloß, wenn mein Freund Vegetarier ist? Und natürlich wünsche ich mir zum nächsten Valentinstag einen Cunnilingus. Was soll ich mit Blumen?

 


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