Kreativ sein gegen Sexismus und Rassismus im Netz
23. November 2011 von MagdaOft werde ich auf Veranstaltungen gefragt, wo denn „die Feminist_innen von heute“ sind. Ich antworte dann für gewöhnlich, dass wir z.B. Ladyfeste organisieren, Diskussionsveranstaltungen und Demos planen, Workshops und Konzerte geben, uns in der Uni mit Gender und Feminismus befassen – und darüber hinaus sehr stark im Netz vertreten sind.
Wir bloggen, twittern, facebooken, hängen in Foren rum – kurz: wir schreiben uns die Finger wund. Neben kritischen, klugen, erhellenden und manchmal auch nervigen Anmerkungen und Kommentaren zu unseren feministischen Ergüssen gibt es eine nicht zu unterschätzende Wucht an Sexismen, Beleidigungen und manchmal sogar Drohungen in diesem virtuellen Wohnzimmer, in dem wir es uns so halbwegs gemütlich gemacht haben. Oftmals ist es aber nicht so gemütlich, denn diese Sexismen können ganz schön ätzend und zermürbend sein. Feminist_innen, die viel online unterwegs sind, haben allerdings ihre Mittel und Wege gefunden, mal mehr und mal weniger erfolgreich mit Sexismen im Netz umzugehen.
Besonders aus der US-amerikanischen Blogosphäre kommen öfter tolle Ideen und Projekte, die auch die hiesigen feministischen Netzbegeisterten inspirieren. Da wäre zum Beispiel das nach US-Vorbild inspirierte hatr.org, welches eine Plattform ist, auf der diskriminierende und hasserfüllte Kommentare gesammelt werden, die tagtäglich auf gesellschaftskritischen Blogs einlaufen. Mit den auf hatr.org veröffentlichten Kommentaren wird mittels geschalteter Werbung Geld für coole, emanzipatorische Projekte verdient. Hass wird somit zu Geld, hooray!
Weitere Projekte und Aktionen aus der US-amerikanischen Netzgemeinschaft stelle ich euch heute mal vor:
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