Einträge mit dem Tag ‘Universität’


#CampusRassismus

14. Dezember 2015 von Charlott

Am Samstag starteten die People of Color Hochschulgruppe Mainz und die People of Color Hochschulgruppe Frankfurt a.M. gemeinsam mit Kooperationspartner_innen wie #schauhin und dem ISD e.V. die Hastag-Aktion #CampusRassismus. Aufgerufen werden Student_innen of Color ihre Erfahrungen im deutschen Universitätssystem über Twitter und Facebook zu teilen und so in geballter Form sichtbar zu machen. In der Ankündigung heißt es:

Rassismus als gesamtgesellschaftliches Phänomen macht aber auch vor dem Campus nicht stopp. Oft wird vor allem die Universität – ebenso wie andere Bildungsinstitutionen – als Ort der objektiven Wissenschaft, der intellektuellen, und sachlichen Diskussionen wahrgenommen und dargestellt.

Viele Studierende of Color erleben eine andere Wirklichkeit auf dem Campus, den Vorlesungen und Seminaren. Oder aber bereits bei der Einschreibung.

[…] In diesem Jahr machten Schwarze Student_innen und Student_innen of Color weltweit auf rassistische Strukturen und Wissensinhalte an ihren Universitäten aufmerksam. In Solidarität mit den Schwarzen Student_innen in Südafrika, Nordamerika, sowie England und weltweit, möchten wir trotz der vielen gesellschaftlichen und strukturellen Unterschiede auf mögliche Gemeinsamkeiten aufmerksam machen.

Am Wochenende wurde bereits in vielen Beiträgen auf die unterschiedlichen rassistischen Ebenen hingewiesen, auf Curricula und andere strukturelle Einschreibungen, Gespräche unter Mitstudent_innen, rassistische Aussagen von Dozent_innen:

Die Aktion läuft noch bis zum 18. Dezember.


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Jüdische Elternschaft, Lean Out und eine Ode an die „Ungewollten“ – Die Blogschau

28. November 2015 von Charlott
Dieser Text ist Teil 288 von 295 der Serie Die Blogschau

Bei roleUP! wird im aktuellen Video als Rolemodel die Illustratorin Tasnim Baghdadi vorgestellt. Sie beschreibt die Themen mit denen sie sich beschäftigt (z.B. Identitäten, (muslimische) Feminismen) und wie sie arbeitet.

Afrogermanrebel schreibt zu Trauer, Angst und Wut in Zeiten von Paris, Beirut, Baghdad und Syrien.

Today (and everyday) my heart goes out to the unwanted ones.„, schreibt Trouble X anlässlich des Transgender Day of Remembrance.

KrachBumm hat sehr viele Links zum Thema Intersexualität zusammengestellt: Hinweise auf Intersex-Aktivist_innen und Interessensverbände, politische Forderungen und Bücher-Tipps sind unter anderem dabei.

Bei Femgeeks bespricht Melanie das Buch „Lean Out: The Struggle for Gender Equality in Tech and Start-Up Culture“ und kommt zu dem Schluss: „Das Buch zeichnet [durch eine Vielfalt an Erfahrungen und Meinungen] ein weitaus realistischeres Bild von der Tech-Welt als Lean In. Es schafft (Überlebens-)Strategien sichtbar zu machen ohne als „One Size Fits All“ Ratgeber daher zu kommen oder die existierenden Probleme zu beschönigen.“

Wie allein in einer einzigen Unterrichtseinheit Rassismus, Hetero_Sexismus und andere diskriminierende Aussagen passen, illustriert SchwarzRund anhand einer Uni-Stunde

Embrace the Fat schreibt zu (nicht vorhandenen) Erfahrungen mit Sex, Selbstliebe und was dies alles mit dicken Körpern zu tun hat: „Wir sollten mehr Raum schaffen für die unterschiedlichen Erfahrungen, die dicke Menschen in Bezug auf Sex machen.“

Die Queerulant_in freut sich bis zum 01. Januar noch über Beiträge für das nächste Heft rund um das Thema „Einfach mal (nicht) ficken!“.

QueerVanity interviewt Künstler_in Rudy Loewe (Zines! Tshirts!) zu Mode, Mustern und Normen.

Don’t Degrade Debs macht sich Gedanken zu jüdischer Elternschaft zwischen Religionskritik-Keulen, vereinfachten Narrativen dazu was Jüdisch-Sein bedeuten kann und Weihnachtsfesten. Sie fragt: „Warum sollte dieses Kind nur als Projektionsfläche herhalten ohne die Chance zu bekommen das Jüdisch-Sein mit anderen, schönen, kraftvollen, eigenen Inhalten zu füllen, die viel älter sind, als ein deutsches Schuldgefühl und linker Schiksals-Voyeurismus“?

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Dürfen die das? – kurz verlinkt

13. November 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 301 von 337 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links
Am Dienstag veröffentlichten wir einen Gastbeitrag zu „Trans*feindlichkeit im Stadtbad Neukölln.“ Der ISD hat zu diesem Vorfall (und den allgemeinen Strukturen) einen offenen Brief an die Leitung des Stadtbades und die Berliner Bäderbetriebe verfasst, der noch bis heute mitgezeichnet werden kann.

Beginnend am 9. November 1938, vor 77 Jahren, wurden während der November-Pogrome in Deutschland hunderte jüdische Menschen ermordet und zehntausende verhaftet, mehr als 1400 Synagogen zerstört und tausende jüdische Geschäfte geplündert und verwüstet. Zur Reichspogromnacht in Berlin interviewte die Jüdische Allgemeine im letzten Jahr die Schoa-Überlebende Margot Friedländer.

LIBERTINE ist dein neues Gesellschaftsmagazin für Frauen, das sich im Spannungsfeld zwischen Tiefgang und Höhenflug, Fashion und Feminismus, Müßiggang und Tatendrang, Nachhaltigkeit und Konsum bewegt.“ schreiben die Macher_innen und hoffen auf finanzielle Unterstützung.

„Was können Sie nun konkret tun, um Ihre Einrichtung erfolgreich für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung zu öffnen und eine nachhaltige Willkommenskultur, oder besser: Willkommensstruktur zu etablieren?“, fragt eine neue Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung und bietet 15 Tips für Jugendeinrichtungen.

Bis zum 1. Dezember 2015 kann mensch sich um eine Förderung für Medienkompetenzprojekte von und mit geflüchteten Menschen bewerben

Als Reaktion auf den Komiker Chris Tall und die Sorge, disriminierenden Humor nicht mehr betreiben zu dürfen, gibt es jetzt einen Gegentwitteraccount mit dem Hashtag ‪#‎dürfendiedas‬.  Dort werden Diskriminierungsfälle gepostet, um zu zeigen, dass die Sorgen von privilegierten Menschen, keine Witze mehr über deprivilegierte Menschen erzählen zu dürfen, nun wirklich deplatziert ist.

Es sind noch Plätze frei beim Radioworkshop für Trans*Inter*Queers in den besten älteren Jahren, von und mit dem Transgenderradio am 14 und am 16. November.

Englischsprachige Links

Die Schauspielerin Gabourey Sidibe antwortet auf die dickenfeindlichen Memes, die im Netz nach ihrer Sexszene in der Serie Empire kursierten, folgendes: „I, a plus sized, dark-skinned woman, had a love scene on primetime television. (…) I’m very proud of the work we all did to make that scene a great opening for the episode. I keep hearing that people are “hating” on it. I’m not sure how anyone could hate on love but that’s okay. You may have your memes. Honestly, I’m at work too busy to check Twitter anyway. #Booked. “

Nach anhaltenden Protesten ist der Universitäts-Präsident der University of Missouri zurückgetreten. Die Hintergründe beleuchtet die New York Times in einer „History of Racism at the University of Missouri.“

Daniel Holtzclaw steht vor Gericht: „Holtzclaw targeted African-American women. Details of a lengthy record of criminal sexual misconduct while on patrol surfaced after an extensive investigation by the Oklahoma City Police Department.“ Dreizehn Frauen haben mittlerweile seine Taten gemeldet. Treva Lindsey schreibt bei Cosmopolitan über „The Rape Trial Everyone in America Should Be Watching.“

The European Race and Imagery Foundation (ERIF) is planning its second conference Returning the Gaze Part II. It will be hosted at the University of Innsbruck, Austria on the 4th and 5th November 2016 and will examine the usage of racist and racialised imagery across several topics. The Call for Contributions is online.

Veranstaltungshinweis in Berlin:

25. November (Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen): „IN UNSEREN EIGENEN WORTEN – Geflüchtete Frauen in Deutschland erzählen von ihren Erfahrungen.“ Demo & Buchvorstellung von Aktivistinnen des International Women Space (IWS).


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Studien zu „Übergewicht“, Rassismus in Kitas und Universitäten, Game of rape culture Thrones – kurz verlinkt

20. Mai 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 281 von 337 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links:

Die Beratungsstelle für Opfer rassistischer, antisemitischer und rechtsextremer Gewalt in Berlin – ReachOut – hat eine Broschüre herausgegeben: „Grundlagen für eine diskriminierungsfreie Pädagogik im Kindergarten“.

Es wir derzeit eine Publikation über die letzten 30 Jahre ISD/jüngere Schwarze Bewegung in Deutschland vorbereitet. Für ein Kapitel zu „Black & Queer“ gibt es eine Umfrage, um so viele Erfahrungen wie möglich abzubilden.

Vice interviewt einige der Mitglieder von Rawiya, einem Kollektiv von Dokumentar-Forografinnen aus verschiedenen arabischen/ nord-afrikanischen Ländern.

Der Tagesspiegel berichtet von der Veranstaltung mit Angela Davis und Gina Dent in der Werkstatt der Kulturen. Auch die Aktivist_innen vom Oranienplatz haben ein Statement zum Besuch der beiden Aktivistinnen in Berlin geschrieben. Die Geflüchtetenbewegung sei die soziale Bewegung des 21. Jahrhunderts, sagt Davis in nachfolgendem Interview:

Kennt ihr eigentlich schon das Portal lesbengeschichte.org? Die mehrsprachige Webseite stellt lesbische Geschichte, Kultur, Biographien, Filme… vor.

Bei der Grassroots Akademie ist ein Statement von Kien Nghi Ha nachzulesen zu rassistischen Strukturen im deutschen Unibetrieb.

Folter und Misshandlungen durch die Bundespolizei – deckten Mitwisser den Täter?„, fragt ProAsyl.

Englischsprachige Links:

[Spoiler für Game of Thrones] The Mary Sue erklärt, warum sie nicht weiter für Game of Thrones werben werden.

„Overlooking these women’s contributions doesn’t just misrepresent the era, it’s also helped solidify philosophy’s status as a white men’s club.“ – The Atlantic schreibt über das Projekt Vox, bei dem Wissenschaftler_innen und Student_innen Texte und Übersetzungen von Philosophinnen aus dem 17. Jahrhundert zusammenstellen und Vorschläge für ein Curriculum erstellen.

Schlechte Filmideen überall: Disney will tatsächlich die Geschichte eines weißen, us-amerikanischen Vaters verfilmen, der im Sudan eine Flagge in den Boden rammte um seiner Tochter ein Königreich zu geben (just like colonialism never happened), schreibt Madame Noire. Janet Mock wirft außerdem einen Blick auf den neuen Film ‚Aloha‘ und der Tradition von Aneignung und Unsichtbarmachung von Kanaka Maoli (den Native Hawaiians) im us-amerikanischen Film.

Fünf Gründe, warum die omnipräsenten Studien zur „Übergewichts-Epidemie“ die Existenz einer solchen „Epidemie“ nicht wirklich beweisen, nennt Melissa A. Fabello bei eveydayfeminism.

Die Studentin Emma Sulkowicz wurde durch einen Kommilitonen vergewaltigt. Daraufhin trug sie auf ihren Wegen über den Campus monatelang eine Matratze mit sich, um ein visuelles Statement auch gegen den Umgang ihrer Uni mit dem Vorfall zu setzen. Nun hat Sulkowicz ihr Studium beendet – und die Matratze war auch in der Abschlusszeremonie dabei, berichtet Mashable.

Termine in Wien, Göttingen und Berlin

23. Mai, Berlin: Fett voll feiern – eine fette Party im So36.

5./6. Juni, Wien: Femcamp, eine Konferenz mit feministischen Perspektiven, die von den Beiträgen ihrer Teilnehmer_innen lebt

12./13. Juni, Göttingen: Das Antifee Festival startet in die nächste Runde

22. Juni, Berlin: Fachtagung zum Thema Postkolonialismus, die sich intensiv mit der kolonialen Geschichte Berlins und deren Aufarbeitung zu beschäftigen wird


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Expert_innen, Nicht_Bezahlungs-Politiken und Ängste – Die Blogschau

2. Mai 2015 von Charlott
Dieser Text ist Teil 277 von 295 der Serie Die Blogschau

Malifuror widmet sich der Schein-Dichotomie zwischen den Begriffen „Betroffene“, „Aktivist_in“, und „Expert_in“ und fragt, wem wann wie Wissen zu- oder abgesprochen wird.

Es erschien die neuste Folge von LESgenden. Dieses Mal wird die Musikerin, Produzentin und Aktivistin Ipek Ipekçioğlu vorgestellt.

„Wir bezahlen nichts und zwar kein_en“ – Das Blog in_frage_stellen: musik widmet sich den Nicht_Bezahlungs-Politiken in vor allem linken und/ oder queer_feministischen Räumen und fragt danach, welche Auswirkungen es hat, wenn immer erwartet wird, dass beispielsweise Musiker_innen umsonst „für die Sache ™“ auftreten.

Schwarz Rund schreibt über die Herzschlag-Differenz zwischen Schwarz und weiss, gerade in weiß-dominierten Räumen wie der Universität.

Ängste sind nicht nur etwas rein individuelles, nein, „Ängste sind politisch“ heißt es bei Respect My Fist.

InFatStyle stellt das Buch „Sahneschnittchen“ vor, in welchem es Schnittmustern von Größe 46 – 56 zum Nachnähen gibt.

Und zum Schluss: Vom 04. bis 06. Juni wird das LADY*FEST Heidelberg stattfinden, welches noch mit Spenden unterstützt werden kann.


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