Einträge mit dem Tag ‘Unfruchtbarkeit’


Fruchtbarkeitsmythen, Vorbilder und Habermas’ AfD Ausrutscher – Die Blogschau

30. Juni 2013 von Sabine
Dieser Text ist Teil 211 von 295 der Serie Die Blogschau

Helgas Text hat den Bericht in The Atlantic zum Thema Kinderwunsch und Alter analysiert. Dieser räumt mit einigen Fruchtbarkeitsmythen auf: etwa mit dem Bio-Mythos der „tickenden Uhr bei Frauen ab 35“. Wobei es natürlich auch wichtig zu wissen ist, dass die Fruchtbarkeit des Mannes ja tatsächlich ab dem 35. Lebensalter abnimmt.

„Sei ein Mädchen, verstehe dich als Partnerin, werde Mutter.“ Wie schmerzvoll die Anrufung als Mutter auch in queer-feministischen Kreisen sein kann, steht auf Don’t Degrade Debs Darling.

„Als kleiner Mensch war ich gewohnt, vor größeren auszuweichen und Platz zu machen (…)“ Nina LaGrande erzählt eine Geschichte aus ihrem Alltag, weil Erzählungen von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit kaum sichtbar sind.

Vorbilder, anyone? „… würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Vorbilder zeigt, die grob aus den Bereichen Fat Acceptance, Body Positivity, Feminismus, Fat Fashion, Plus Size kommen.“

Auf Afrikawissenschaft findet ihr spannende Fundstücke aus den Medien von Bono bis hin zu Südafrika – 20 Jahre nach der Apartheid, und wieder zurück nach Deutschland zu Blackface-Diskussionen.

Antje Schrupp spricht mit Elke Brüns über das Bedingungslose Grundeinkommen und darüber wie eine Gesellschaft aussähe, in der jeder Mensch über ein Einkommen verfüge.

Hauptsatz: Habermas schreibt einen Text über die Vereinbarkeit von Demokratie und Kapitalismus. Nebensatz: Der „Alternative für Deutschland“ sei Erfolg zu wünschen, so Habermas. Julia Schramm analysiert diese Aussage und ihre Implikationen. Sehr aufschlussreich.

Als das DHM (Deutsche Historische Museum) die Kolonialgeschichte stahl…

OHA-ranienplatz … Der Kampf für Freiheit ist mehrdimensional. Über Sexismus und Rassismus auf dem O-Platz (Oranienplatz, Berlin).

Ein Briefwechsel auf Undercoverofcolor. „Betreff: Du hast mir nie erzählt das es SO schwer sein wird!“

Auf Denkwerkstatt finden Journalist_innen hilfreiche Tipps und Links, wenn es darum geht in der Berichterstattung nicht in Klischees und Stereotypen zu verfallen.

Und bei Femgeeks fragt Charlott, warum Wissenschaftlichkeit und die Liebe zum kritischen Hinterfragen meist nur so weit reiche, bis ein dicker_fetter Körper in den Fokus kommt.

Morgen ist Juli. Auf Fatty Fashion Challenge gibt es eine neue Herausforderung für diesen Monat: Was ist Eurer Festivaltrend? Lust auf Konzerte in Erfurt und Berlin? Dann schaut mal hier.


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Samstagabendbeat mit Lady Saw

8. Dezember 2012 von Anna-Sarah

Ob eine sich selbst und ihre Sicht der Dinge in den Lyrics und im heteronormativen Kernfamilien-Setting des Videos nun zu 100% wieder findet oder nicht: Ich glaube, „Less than a Woman“ von Lady Saws 2007er Album „Walk Out“ ist der einzige Popsong, den ich kenne, in dem offen über Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und ungewollte Kinderlosigkeit gesungen wird – für viele Frauen*, letzteres wohl gerade auch für solche, die außerhalb (cis)heterosexueller Zweierbeziehungen lieben und leben, prägende Erfahrungen. Die Vielfalt dieser Erfahrungen und ihre Kontexte – wie zum Beispiel überkommene Familienbilder oder Verfasstheiten des Mutterideals, wie es an unterschiedliche Gruppen von Frauen* herangetragen wird – haben in der kommerziellen Popkultur genau so wenig Platz wie im öffentlichen Diskurs. Sicher, nicht alles davon wird in diesem Song hier verhandelt, zumindest nicht kritisch. Doch die so klare wie persönliche Botschaft der „Queen of the Dancehall“ an eine Welt, in der Weiblichkeit nach wie vor nahezu untrennbar mit Gebärfähigkeit und (möglichem) Muttersein verknüpft ist  –  als Protagonistin eines Genres, welches oftmals für seine konservativen bis reaktionären Geschlechterbilder in der Kritik steht:

Not having a child don’t make me less than a woman.


You see, what I am saying is this song is dedicated to all the females who have been trying to have children but never succeed. Some have miscarriage just like myself, but you know what, don’t give up … and don’t feel you are less than a woman because you don’t have a child ‚cause once you give you love to other children that counts. You know what I’m saying.

Wer es thematisch etwas, hm, leichter und dafür musikalisch etwas rougher möchte, kommt bei Lady Saw natürlich auch auf ihre_seine Kosten. Und muss dafür noch nicht mal das Album wechseln, sondern bloß ein bisschen vor oder zurück skippen.

Übrigens, a propos klare Botschaft: Mir fällt außer Lady Saws „Condom“ auch spontan kein anderer Song ein, in dem so explizit für die Verwendung von Kondomen geworben wird…


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