Einträge mit dem Tag ‘UN’


Intime Einstellungsgespräche – bei der UN!

24. März 2011 von Helga

Seit Anfang des Jahres arbeitet endlich UN Women für mehr Ge­schlechter­ge­rechtig­keit und weniger Diskriminierung auf der Welt. Wie jetzt.de heute berichtet, kann die Behörde dabei am besten bei den UN-eigenen Ein­stellungs­ver­fahren anfangen. Im Be­werbungs­ver­fahren gibt es nämlich eine Reihe an Fragen, die sich explizit an Frauen richten und von denen viele z.B. in Deutschland eigentlich ver­boten sind.

Ist Ihre Periode regelmäßig? Ist sie schmerzhaft? Müssen Sie während der Periode im Bett bleiben? Und wenn ja, wie lange? Und: Wann hatten Sie denn zuletzt Ihre Tage?

Begründet wird das mit nebulöse Aussagen, man wolle seine Mitarbeiterinnen schützen, wenn es z.B. um Einsätze in Gebieten mit schlechter Infrastruktur geht oder Impfungen, die etwa für Schwangere nicht geeignet sind. Doch anstatt diese Bedenken im Einzelfall zu klären, werden alle damit gelöchert, auch wer sich für reine Schreibtischjobs in New York oder Wien bewirbt. Wie es mit dem Daten­schutz aussieht, ist übrigens auch nicht geklärt. Mehr Ge­schlech­ter­ge­rechtigkeit und weniger Diskriminierung im 21. Jahrhundert sehen jedenfalls anders aus.

(via twitter.com/NiniaLaGrande: ‚”Die Frage nach der Pille dient ausschließlich dem Schutz ungeborenen Lebens.” WTF?‘)


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Frauen, Frieden & Sicherheit nun auch EU-Sache

10. Dezember 2008 von Katrin

Wir erinnern uns an die UN Resolution 1820, die im Juni diesen Jahres verabschiedet wurde: Endlich wurde durch die Vereinten Nationen anerkannt, dass Gewalt gegen Frauen, insbesondere systematische Vergewaltigungen, eine neue Form der Kriegstaktik sind und beschlossen, auf dieser Anerkennung aufbauend, neue Strategien im Umgang mit dieser Form der Kriegsführung zu entwerfen. Unter anderem sollen UN-Truppen in Zukunft gezielt zum Schutz von Frauen in den Krisengebieten eingesetzt werden.

Nun hat sich auch die Europäische Union den Inhalt dieser UN-Resolution zu ihrer Aufgabe gemacht. Der Hohe Vertreter der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Javier Solana, sagte dazu am 8. Dezember in Brüssel:

„I am delighted that the EU has today adopted new commitments that make women’s rights and the fight against sexual violence as a tactic of war a priority throughout the EU’s external relations policies and actions.

Today’s conflicts affect civilian populations in particular. Women have become strategic targets, sometimes on a massive scale, as when rape becomes a tool of war and ethnic cleansing. Violence against women as a weapon of war can terrorize and destroy entire communities. This is made worse when cases go unpunished.“

Weitere Informationen zu diesem Thema:


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Große Studie zur Lage der Frauen

22. September 2008 von Susanne

Die Frauenentwicklungsorganisation der Vereinten Nationen, UNIFEM, schreibt in einem neuen Bericht über die aktuelle Lage der Frauen weltweit und bewertet den Erfolg der Gleichberechtigungsbemühungen von Frauen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Das Fazit: Der Prozess der Gleichberechtigung von Frauen gehe besonders in Entwicklungsländern zu langsam voran. Ein paar Beispiele:

  • Mehr Mädchen als Jungen besuchen keine Schule.
  • Jede Minute stirbt eine Frau an den Folgen einer Schwangerschaft oder Geburt.
  • Frauen verdienen weltweit durchschnittlich 17 Prozent weniger als Männer.
  • Nur jedes fünfte Parlamentsmitglied ist eine Frau.

Die UNIFEM-Sprecherin Ines Alberdi sagte, Regierungen auf der ganzen Welt müssten mehr für Verantwortung für die Umsetzung von Frauenrechten übernehmen und es müssten mehr Frauen in Entscheidungspositionen aufrücken, zum Beispiel hätte die Studie gezeigt, dass Quoten sehr hilfreich seien.


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Women and peace and security

21. Juli 2008 von Barbara

Vor gut vier Wochen wurde die UN-Resolution 1820 verabschiedet: “Women and peace and security“. Durch die Resolution werden Vergewaltigungen in Kriegszonen als große weltweite Gefahr erkannt. Die Vereinten Nationen sprechen sich dafür aus, Zivilistinnen zu schützen,

to eliminate all forms of violence against women and girls, including by ending impunity and by ensuring the protection of civilians, in particular women and girls, during and after armed conflicts, in accordance with the obligations States have undertaken under international humanitarian law and international human rights law.

Frauen sind mehr als Opfer, ihnen Gewalt anzutun, gilt als Kriegsstrategie, als

a tactic of war to humiliate, dominate, instil fear in, disperse and/or forcibly relocate civilian members of a community or ethnic group.

In der Zeit schrieb Andrea Böhm zur neuen Resolution:

Zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen hat deren mächtigstes Gremium anerkannt, dass sexuelle Gewalt das Ausmaß einer globalen Krise angenommen hat. Es hat anerkannt, dass Vergewaltigungen immer wieder als Kriegsstrategie eingesetzt werden und als Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Teil eines Völkermords zu ahnden sind.

UN-Truppen sollen künftig eingesetzt werden, um Frauen in Krisengebieten vor Vergewaltigungen zu schützen. Unter den Un-Truppen sollen auch Soldatinnen sein. Und alle Soldaten müssen verstehen, dass die Vergewaltigung von Zivilistinnen eine Straftat ist. All das ist ein Anfang.

US-Außenministerin Condoleezza Rice, die diese legendäre UN-Versammlung leitete, beklagte neben den Gewalttaten gegen Frauen etwa in Birma, in Darfur und im Kongo auch, dass Frauen keine hohen Positionen bei den United Nations bestritten. Bis heute hätten nur sechs Frauen einflussreiche Posten wie jenen einer stellvertretenden Generalsekretärin eingenommen.


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