Einträge mit dem Tag ‘Ukraine’


Mit Highheels gegen das Patriarchat – die Neuigkeiten der Woche

20. Oktober 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 125 von 153 der Serie Kurz notiert

Am Wochenende war die Mädchenmannschaft beim Barcamp Frauen. Verena berichtete bereits für den Freitag und für uns. Auch in der tazim Vorwärts und der Seite der SPD gibt es jeweils einen Rückblick.

Männer mit Behinderungen sind stärker von sexueller Gewalt betroffen als Männer ohne Behinderungen, so die LA Times.

Die ukrainischen Femen waren und bleiben aktiv: “Mit Highheels und oben ohne gegen das Patriarchat.”

Heute hat die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ihren 65. Geburtstag. DieStandard hat ein Porträt von Jelinek.

Unter den 1.133 Kandidat_innen, die in das Parlament in den Oman wollten, waren 77 Frauen: eine davon hat es geschafft.

In Afghanistan ist die Frauenquote im Parlament zwar höher, beim Wiederaufbau sei die Situation der Frauen aber zu lange vernachlässigt worden. Nach inzwischen zehn Jahren internationalen Einsatzes sei es immer noch nicht zum Strategiewechsel, vom militärischen, hin zum zivilen Aufbau gekommen, so die Ärztezeitung.

Junge Männer möchten gerne aufmerksame Väter mit Zeit für ihre Kinder werden, so die Süddeutsche. Nach der Geburt ist dann aber doch wieder das traditionelle Familienmodell angesagt. Schuld daran: Der Gender Pay Gap. Denn wenn er mehr verdient als sie, begräbt der Kontostand alle guten Vorsätze.

Über die Schwierigkeiten von Transgendern im Libanon berichtet der Daily Star (und einem kleinen Happy End).

Die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Das Girls Rock Camp freut sich über deine Stimme! Bis zum 15. November könnt ihr noch voten.

Es hört nicht auf: In der taz wird wieder einmal das “post-gender”-Konzept der Piraten diskutiert.

Termine nach dem Klick:

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Muslimische Feministinnen und Tipps für frischgebackene Mütter – kurz verlinkt

25. August 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 118 von 153 der Serie Kurz notiert

Wenig erfreuliches bieten die neuen US-amerikanischen Fernsehserien, so der Tagesspiegel. Sie seien klischeebehaftet, feige und apolitisch häuslich. Genauso schlimm das „männliche Gegenprogramm: breitbeinige Steak-Sitcoms, in denen Männer von hysterischen Frauen schikaniert werden.“

Wo wir gerade beim US-Fernsehen sind: Laut dem Ms Magazine Blog sind Frauen im Fernsehen weiter unterrepräsentiert. Die Zahl der Schreiberinnen hinter dem Bildschirm ist in diesem Jahr sogar dramatisch gesunken.

Infografik zum Anteil der Frauen im US-TV. 2011 ist der Anteil der Schreiberinnen auf nur noch 15% gefallen

Infografik von Sarah Richardson/Ms Magazine, mit freundlicher Genehmigung

Seit ein paar Tagen gibt es auf SpiegelOnline vermehrt Artikel zu Frauen und Karriere (ob das Sommerloch dran schuld ist?). Vom Umgang mit Schwangerschaften bis hin zum Interview mit der „streitbaren“ Ex-Gleichstellungsbeauftragten Monika Ebeling. Titel des Dossiers dazu: Weiberwirtschaft. Ahja.

In Nordrhein-Westfalen wird in geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung und Chancengleichheit investiert, berichtet die Ärztezeitung. Was das Landes­gesund­heits­minis­terium damit konkret meint, wird leider nicht erläutert.

Auf dem Chaos Communication Camp trafen sich vor zwei Wochen eine Menge Hacker_innen, um Vorträge zu hören, coole Dinge wie Palatschinkenmaschinen vorzustellen oder sich zu unterhalten. Im Hackerspaces Podcast Signal ging es etwa um Queer Geeks:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Ein wenig hängen sie zwischen allen Stühlen – muslimische Feministinnen. In der taz erzählt Amina Wadud von der Entwicklung der Frauenbewegung im Islam. Zwischen der Einordnung als Islamistinnen oder zum säkulären Feminismus legt sie den Fokus auf feministische Lesarten des Korans und gleichezeitig den Kampf für Gleichberechtigung im privaten, wie öffentlichen Leben.

„Putzen wie ein Mann“ und „nicht schlecht über andere Mütter reden“ sind zwei der praktischen kleinen Baby-Tipps für junge Mütter von Henriette Kuhrt.

Die ukrainische Frauenbewegung Femen macht mit nackten Tatsachen weiter Schlagzeilen. Und sind damit laut der FAZ fast die einzigen, die öffentliche Kritik noch anbringen können. Ein Artikel übrigens, der Sexismus nicht nur beschreibt, sondern auch als solchen benennt und kritisiert.

Noch mehr Sexismus berichtet diepresse.com, diesmal aus Indonesien. Angehende Stewardessen müssen sich bei der Fluglinie Garuda Indonesia ausziehen. Wer Tattoos hat oder Brustimplantate wird abgelehnt. Die Begründung: Andere Fluggesellschaften machen das auch. Und Brustimplantate können im Flugzeug gefährlich sein. Passagierinnen werden bisher aber nicht auf Implantate kontrolliert.

Auch ein Fan von @feministhulk? Nun wissen wir, wer dahinter steckt!

Nach dem Klick noch ein Termin und Call for Papers: (weiterlesen …)


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Ukrainische Feministinnen und das sowjetische Patriarchat

14. Februar 2011 von Silviu
Dieser Text ist Teil 6 von 19 der Serie Im Osten nichts Neues?

Was passiert eigentlich östlich von uns? Journalist Silviu Mihai kennt sich aus und wirft für uns alle zwei Wochen einen feministischen, gender- und gesellschaftskritischen Blick auf das „andere“, östliche Europa. Die konkreten Herausforderungen der Gleichberechtigung in Polen, woran wir einen bulgarischen Macho erkennen und welche Rolle Homophobie und Gendermainstreaming in Rumänien spielen, erfahrt ihr in dieser Kolumne.

Ein Jahr nach der Wahl von Wiktor Janukowitsch zum Präsident der Ukraine fürchten viele BeobachterInnen und AktivistInnen um die demokratischen Fortschritte des letzten Jahrzehntes. Die früheren proeuropäischen Regierungen hatten trotz zahlreicher Korruptionsskandale wichtige Reformen durchgesetzt und das Land näher an die EU gebracht. Janukowitsch, ein ehemaliger Parteifunktionär zu Sowjetzeiten und Freund Wladimir Putins, präsentierte sich offen als Gegner dieser Modernisierungsprozesse und wurde im Februar 2010 vor dem Hintergrund der tiefen Wirtschaftskrise gewählt.

Die ukrainische Frauenbewegung Femen, die früher gegen Sexismus und Ausbeutung der Prostituierten protestierte, engagiert sich jetzt allgemein für Menschenrechte und demokratische Gesellschaftsverhältnisse. In einem ARTE-Interview kritisiert die Vereinsvorsitzende Anja Gutzol die „starke Tendenz hin zum Totalitarismus“ unter der neuen Regierung. Einige Oppositionsanhänger wurden bereits festgenommen, die kritischen Medien müssen wieder mit offiziellen Schikanen rechnen.

Wie die meisten ehemaligen Funktionäre des Staatssozialismus hat Janukowitsch nicht nur eine antidemokratische Grundeinstellung, sondern auch stark sexistische Überzeugungen, die in Westeuropa eher unter provinziellen Anhängern der konservativen Parteien zu finden sind. Keine einzige Frau sitzt im neuen Kabinett. Damit ähnelt sich die Regierung einem Männerklo, kritisiert Femen. Neulich hat der Präsident versucht, Touristen in die Ukraine zu locken: Das Land organisiert nächstes Jahr, zusammen mit Polen, die Fußball-Europameisterschaft. Kiew sei besonders schön im Sommer, wenn sich die Frauen ausziehen, meinte Janukowitsch vor einem internationalen Publikum.

Die Ukraine gilt in Europa als eines der wichtigsten Reiseziele von Sextouristen und gleichzeitig als Rekrutierungsland und Drehkreuz fürs Frauenhandel. Die Äußerungen von Janukowitsch sind also nicht nur völlig daneben, sie signalisieren eine aufmunternde Botschaft an die weitverbreitete Ausbeutungsindustrie. Femen versucht mit „unanständigen“ Performances gegen die offizielle, scheinheilige „Dezenz“ zu mobilisieren.


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Nicht vergessen…

19. November 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 4 von 153 der Serie Kurz notiert

Die (feministischen) Themen der Woche, die hier bisher noch nicht zur Sprache kamen:

Der Spiegel berichtet von der Steinigung einer Ehebrecherin in Somalia. Die regierende radikale Miliz hat bereits vergewaltigte Teenager und geschiedene Frauen wegen „Ehebruchs“ zum Tode verurteilt.

Beim Spiegel gibt es auch ein Video mit der neuesten FEMEN-Aktion. Die ukrainischen Feministinnen protestieren gegen Sexismus und ungewollte, weitgehende Avancen von Kommilitonen und Professoren.

Die BBC berichtet über eine neue Studie zu Intimoperationen. Danach seien die Risiken noch viel zu unerforscht und würden von den Chirurgen verharmlost. Das Argument, vorstehende Schamlippen könnten Schmerzen bereiten, sei meist psychologisch bedingt, sonst müssten Männer, deren Genitalien noch viel weiter „herausragen“, weit größere Unanehmlichkeiten haben.

Neue Studien disktutiert auch die New York Times. Hilft Stillen beim Abnehmen nach der Geburt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber sollte man Stillen wirklich als Diätmethode sehen?

100.000 Euro lobte Nordrhein-Westfalens Innovationsministerium als ersten Gleichstellungspreis für Universitäten und Hochschulen aus. Die Uni Duisburg-Essen, die Uni Paderborn und die FH Bielefeld bekommen jeweils diese Summe, da sie ihren Ansprüchen auch Taten folgen liessen, so die taz. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Frauenanteil in den MINT-Fächern.

Am 24. November veranstaltet der VDE in Berlin das VDE-Symposium „Karrierestart für Absolventinnen von MINT-Studiengängen der Elektro- und IT-Branche“. Studentinnen und Berufseinsteigerinnen können dort andere „Young Professionels“ und Vertreter aus Firmen und Hochschulen treffen.

In Indien sind Wähler_innen nicht mehr auf die Geschlechtskategorien „männlich“ und „weiblich“ beschränkt: Transgender, Intersexuelle und Eunuchen können nun O wie „other“ ankreuzen, berichtet CNN.

Der Harvard Business manager über eine Kundinnenbefragung: Was wollen Frauen wirklich? Weniger Klischee und mehr Praktikabilität.

Christa Walliczek, Erzieherin, fordert im Interview mit der Sueddeutschen mehr Förderung und weniger reine Lippenbekenntnisse für Kinder aus sozial schwachen Familien.


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