Einträge mit dem Tag ‘Uganda’


Festgenommene Feministin in Uganda, Verfolgung in Tschetschenien und eine Einführung in Klassismus – kurz verlinkt

13. April 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 345 von 352 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die ugandische Feministin, Aktivistin und Wissenschaftlerin Stella Nyanzi, die sich unter anderem dafür einsetzt, Mädchen Zugang zu Binden zu ermöglichen und damit auch den Besuch der Schule, wurde vor einigen Tagen verhaftet – sie habe die Präsidentenfamilie beleidigt. Die taz berichtet.

Am 8. April war der Internationale Tag der Rom*nja. Für das Missy Magazine hat Hengameh Yaghoobifarah mit Isidora Randjelović gesprochen. Im Interview geht es um den Rom*nja Power Month, der am 8. mit einer Demo und einer Abschlussparty sein Ende fand, Forderungen von Rom*nja und die Wichtigkeit von Archivarbeit.

„Rassismus, Whiteness, Postkolonialismus, Intersektionalität.“ – Um diese Themen will sich Victoria Kawesa kümmern, die als erste Schwarze Frau als Parteivorsitzende in Schweden gewählt wurde.

Die erste Ausgabe des neuen Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart ist soeben erschienen. In dieser Ausgabe – die wissenschaftliche, essayistische, künstlerische wie literarische Beiträge zusammenbringt – geht es um Selbstermächtigung.

Magda war zu Gast in Freiburg und hat dem Radio Dreyeckland ein Interview gegeben zu den Themen Gesundheits- und leistungsfixierte Körperideale im Kapitalismus, Irritation & Humor als Strategien, die Anerkennung eigener Verwundbarkeiten und sehr unterschiedliche Formen von Selbststärkung.

Lesenswerter Text von Tanja Abou: „Klassismus. Oder: Was meine ich eigentlich, wenn ich von Klassismus spreche? Eine Annäherung.“ (PDF)

Die Berliner Charité veröffentlichte eine Studie zur Situation geflüchteter Frauen in Deutschland (PDF) und ihren Wünschen bezüglich Unterstützung.

Die vegane Szene hat ein Problem mit Sexismus und Bodyshaming – ein lesenswerter Bericht auf mimikama.at.

Die Filmlöwin sagt: Schluss mit der Verharmlosung sexualisierter Gewalt im TV: Eine Kampfansage gegen die „happy“ Vergewaltigung.

„Dass Menschen davon überzeugt sind, mit der richtigen Einstellung und individuellen Anstrengung alles leisten und erreichen zu können, ist im Kapitalismus wesentliche Ideologie. Dementsprechend ist es logisch, dass auch Behinderte und Kranke nicht nur regelmäßig mit der Erwartung, Leistung zu erbringen, konfrontiert sind, sondern auch selbst überzeugt davon sind, ihres ‚eigenen Glückes Schmied‘ zu sein…“ – Läuft_Nicht schreibt „Über Sport im Kapitalismus und Scheiße im Deutschlandfunk„.

Auch in diesem Semester findet in Hamburg wieder die Vortragsreihe „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ statt. Das gesamte Programm gibt es bei der AG Queer Studies.

Zwar schon vor einer Weile gebloggt, aber Bücher sind ja unsere zeitlosen Freund_innen: Queere Jugendbuch-Neuerscheinungen im Frühjahr 2017.

Englischsprachige Links

Zur Verfolgung schwuler Männer/ LGBTQ in Tschetschenien hat das russische LGBT Netzwerk ein Statement – auch mit Hinweisen, wie deren Arbeit unterstützt werden kann – veröffentlicht.

Über das Phänomen der „begpacker“ schreibt Radhika Sanghani beim Telegraph.

16 Lesbian Power Couples From History Who Got Shit Done, Together“ – Autostraddle hat eine Liste erstellt.

Termine in Berlin, Halle, Freiburg, Kiel und Wiesbaden 

27. bis 30. April in Wiesbaden: Symposium mit dem Titel: Feministisch wider Willen – Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa. (fb-Link)

27. bis 30. April in Freiburg: SeminarWorkshop: „Der gefährliche Wind in der Rede – Wie umgehen mit Hassreden in den Medien

5.-7. Mai in Halle: Konferenz junger politischer Frauen mit Workshops und Diskussionen.

2. – 5. Juni in Kiel: Lesbenfrühlingstreffen 2017.

9. – 11. Juni in Kiel: Save the Date! LaDIYfest Kiel.

14. bis 16. Juli in Berlin: Festival für ein offenes und solidarisches Neukölln. (Es werden noch Leute zum Mitmachen gesucht!)

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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LGBT-Aktivismus in Jamaika, Pussy Riot und bald eine Nelson-Mandela-Straße in Berlin? – Kurz Notiert

8. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 223 von 352 der Serie Kurz notiert

Englischsprachige Artikel:

Am Ende eines Jahres kommen immer die obligatorischen Jahres­rück­blicke: Die Mädchenmannschaft blickte auf das Jahr 2013 mit einem Debatten­rückblick in zwei Teilen zurück (Teil 1 und Teil 2). Feministing trug die „besten feministischen Musikvideos 2013“ zusammen. For Harriet präsentiert zehn Bücher von Schwarzen Autorinnen, die 2013 veröffentlicht wurden. PolicyMic bennent die „28 Iconic Feminist Moments“ und Ms Magazine trug die „Feministischen Held_innen 2013“ zusammen. Eine Liste von 14 jüdischen Frauen, die 2014 noch mehr Aufmerksam­keit verdienen, hat The Jewish Daily Forward zusammengetragen. Einen Jahresrückblick, der den Fokus auf die rassistischen Ausschlüsse durch weiße Feminist_innen legt, hat The Colored Fountain geschrieben.

Bim Adewunmi schrieb die rassistischen Erfahrungen auf, die sie in Berlin machte – eine Stadt, die oft als multi­kulturell und inter­national beschrieben wird: „The everyday microaggressions I experience as a black woman in Berlin“.

Der jamaikanische Professor und Autor Thomas Glave resümiert die letzten 15 Jahre von LGBT-Aktivismus in Jamaika und stellt die Organisation vor, die er mit gegründet hat: J-FLAG.

In Uganda wurde kurz vor Weihnachten ein „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ verabschiedet. Eine Petition fordert den Präsidenten auf, das Gesetz zu stoppen: Tell the Ugandan President to Abolish Anti-Homosexuality Bill.

Dances With Fat nimmt fünf diskriminierende (und falsche!) Argumente auseinander, die Aktivist_innen, die sich für Körper­vielfalt und Health At Every Size („Gesundheit bei jedem Gewicht“) einsetzen, ziemlich oft hören.

Können Feminist_innen die Musik von R. Kelly genießen? Kurz und knapp: Nein. (Inhalts­warnung: Beschreibung von sexualisierter Gewalt und Miss­brauch)

Ein unglaubliches Interview mussten die beiden aus der Haft entlassenen Pussy Riot Mitglieder über sich ergehen lassen. Gut, dass die beiden die lächer­lichen Fragen mit den coolsten Antworten entgegneten.

Deutschsprachige Artikel:

Auf glokal gibt es einen interessanten Bericht über Spendenwerbung, welche fast aus­schließlich auf problematischen Erzählungen über Länder des Globalen Südens beruhen.

„Zwei Mil­lio­nen Men­schen gehö­ren in Deutsch­land zu den soge­nann­ten Working Poor. Men­schen, die arm sind, obwohl sie arbei­ten. (…) Inzwi­schen arbei­tet jedeR fünfte Lohn­­ab­hän­gige — unter Frauen und Jun­gen jedeR Dritte — nicht in einem unbe­fris­te­ten und sozi­al­­ver­si­cher­ten Job. Das bedeu­tet nicht mehr und nicht weni­ger, als dass die Men­schen nicht trotz Arbeit arm sind, son­dern auf­grund von Arbeit.“ schreibt Ingo Stützle in seinem Beitrag „Arm Dank Arbeit„.

In Berlin gibt es die „Mohrenstraße“, deren kolonial-rassistischer Name endlich abgeschafft gehört. Die dazu­gehörige Presse­mitteilung des NGO-Bündnisses „No Humboldt 21! Moratorium für das Humboldt- Forum im Berliner Schloss“ und des Global Afrikan Congress findet ihr als PDF online: „Berliner Mohrenstraße soll in Nelson-Mandela-Straße umbenannt werden„.

Joliba – Das interkulturelle Netzwerk in Berlin e.V. ist der einzige anerkannte freie Träger in der Stadt, der für Menschen afrikanischer Herkunft, afro-deutschen Familien und anderen Schwarzen Menschen vielfältige Unterstützungs­angebote schafft. Gerade wurde dem Verein von der Senats­verwaltung für Integration und Migration eine Förderung abgelehnt. Joliba freut sich über öffentliche Unterstützung und Spenden.

Termine:

Am 10. Januar findet in Berlin im Other Nature – Alternativer Sexladen die Vernissage-Eröffnung „Glory Pussy“ statt (Facebook-Link).

Bis zum 11. Januar kann man sich anmelden für die Fachtagung des Bundesverbandes feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Die Veranstaltung läuft am vorletzten Januarwochenende in Marburg.

In Berlin findet in den nächsten Wochen eine tolle Veranstaltungsreihe mit dem Namen „Feminist Comeback“ statt, u.a. gibt es Veranstaltungen zu A_Sexualität, Fat Shaming oder dem queer-feministischen Zeitungsarchiv in Leipzig.


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Formen der Transphobie, ideologische Regenbögen, erfolgreiches Wehren – die Blogschau

4. Januar 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 233 von 295 der Serie Die Blogschau

Fleischhauerfail Teil 567 – Jayrôme C. Robinet zeigt zu diesem Anlass noch mal auf, was es mit dem Begriff und der Lebensrealität Transphobie auf sich hat.

Bestürzende Nachrichten aus der deutschen Bildungspolitik: Weit über 40.000 (!) Menschen haben bereits die menschenverachtende Petition „Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ unterschrieben. Karnele macht aufmerksam, informiert über Hintergründe und fordert zu Interventionen auf.

L-talk berichtet über das neue Anti-Homosexualitäts-Gesetz in Uganda: „Das neue Gesetz stellt nicht nur Homosexualität unter Strafe bis zu lebenslanger Haft. Es bedroht auch Menschen, die von homosexuellen Handlungen “wissen” oder sie “unterstützen” und dies nicht den Behörden anzeigen. Dieser Straftatbestand gefährdet eine ganz neue Gruppe von Menschen und setzt Verwandte und das gesamte soziale Umfeld massiv unter Druck.“

Till Westermayer hat sich durch die „500 wichtigsten deutschen Intellektuellen“, gekürt vom Magazin Cicero, geklickt und macht ein paar Beobachtungen darüber, was dieses Ranking „über den deutschen Diskurs verrät“.

„Aber was mir fehlt sind diese anderen Geschichten. Diese Geschichten, in denen wir uns erfolgreich wehren, und dass gar nicht so wahrnehmen können“, schreibt Steinmädchen: „Es fehlt mir, dass wir gegenseitig wahrnehmen, was wir eh schon tun und was wir tun könnten. (…) Ich möchte hören, wie ihr es schafft, scheiß Situationen zu verändern.“

Und noch eine Leseempfehlung vom Steinmädchen: Bei can I say no…? gibt es seit letztem Herbst „feminismus. antikapitalismusdingens. befindlichkeiten. essen.“

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Nervige Gleichberechtigung, gläserne Decken, geschlechtsneutrale Menstruationskalender – kurz notiert

3. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 213 von 352 der Serie Kurz notiert

Beiträge auf Deutsch

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über eine „Studie: Jeden vierten Mann nervt Gleichberechtigung„. Eine repräsentative Umfrage bei mir hingegen hat ergeben: Mich nervt jeder vierte Mann (konservative Schätzung).

Außerdem vermeldet die Süddeutsche: „Uni Potsdam führt weibliche Sammelbegriffe ein„. Die Begründung für diese Neuerung ist allerdings ziemlich mies.

Bei arte Yourope gab es kürzlich einen (leider nicht ohne sexistische Re_produktionen auskommenden) Beitrag über Sexismus im Alltag. Welche_r heute morgen um 1:45 die Wiederholung nicht anschauen konnte, aber trotzdem interessiert ist: Der Beitrag befindet sich derzeit noch in der arte-Mediathek.

„Ein lesbischer, poetischer, erotischer Roman voller Intrigen und intimer Details“ – das neue Buch „Küss mich, Libussa“ von Sophie Strohmeier. Auf youtube gibt es den Buchtrailer.

Ein Forschungsteam aus der Schweiz untersucht die Geschlechterungleichheiten in Ausbildungs- und Berufsverläufen.  Ein Befund:  „Krankenpfleger und Kapitäninnen sind weiterhin eine Rarität“. Ein Interview dazu mit Andrea Maihofer, Forscherin und Leiterin des Zentrum Gender Studies, und Sandra Hupka-Brunner, Forscherin am Institut für Soziologie in Basel, gibt es hier.

„Wir wissen alle, dass Gletscher schneller schmelzen als Frauen in Führungspositionen kommen“ – auch im Journalismus. Bei dieStandard erklären Expert_innen wie Vina Yun, u.a. Redakteurin der an.schläge, was sich ändern muss.

Die Stadt Nürnberg hat letzten Sonntag den 10. Internationalen Menschenrechtspreis an Kasha Jacqueline Nabagesera verliehen. Sie setzt sich „für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen in Uganda“ ein.

Im Tagesspiegel erzählt ein 15jähriger Berliner, wie Alltagsrassismus seit jeher sein Leben begleitet: „Afrodeutsche stehen in Berlin immer unter Verdacht“.

Im vergangenen Winter haben wir in mehreren Beiträgen über die Tagung „Schneewittchen rechnet ab. Feministische Ökonomie für anderes Leben, Arbeiten und Produzieren“ berichtet. Nun ist das gleichnamige Buch erschienen. Es beleuchtet die Zusammenhänge zwischen aktuellen ökonomischen Entwicklungen und privaten Lebensbedingungen aus feministischer Perspektive. Übrigens: Auf der Infoseite zum Buch gibt’s auch ein Video.

Beiträge auf Englisch

Gegen Genitalverstümmelungen an Kindern: Die Gründer_innen von zwischengeschlecht.org rufen anlässlich eines anstehenden internationalen Ärzt_innenkonkress in Berlin zu Aktionen auf.

Hier kann man eine Petition an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon unterzeichnen, die den weltweiten Zugang zu sicheren und legalen Abtreibungen fordert. Initiatorin ist die Kampagne My Body is Mine.

In einem Interview wurde die Musikerin Janelle Monaé nach ihrer „sexuellen Orientierung“ befragt. Was sie antwortete, ist in diesem Video zu sehen, welches sich bei Colorlines findet.

Was sich aus der bisher umfangreichsten UN-Studie über Vergewaltigung lernen lässt, fasst Tara Culp-Ressler auf Thinkprogress zusammen. Der Punkt der faktischen Straflosigkeit gilt übrigens genauso wie die anderen auch für „hier“.

Über Fluch und Segen staatlicher Förderung berichten kanadische Aktivistinnen, die eine Datenbank zur Dokumentation von Morden an indigenen Frauen ins Leben gerufen haben.

Discipline and Anarchy fragt: Brauchen soziale Bewegungen ein mainstreamgerechtes Image? Und liefert eine überzeugende Antwort gleich mit.

Für alle die Android-Devices nutzen, gibt es nun eine geschlechtsneutrale Menstruationskalender-App. Die Entwicklung einer IOS-Version (für iPhones) soll demnächst per Crowdfunding angegangen werden.

Im Sommer wurde in Tiflis die erste georgischsprachige Produktion von Eve Enslers „The Vagina Monologues“ aufgeführt. Im New Statesman berichten Beteiligte von den lokalen Kontroversen um das Theaterstück.

Das bitch magazine hat JD Samson interviewt, ehemaliges Mitglied von Le Tigre und nun bei der Band MEN.

Warum sie das Wort „Ally“ (Verbündete_r) künftig nicht mehr verwenden wird, erklärt Mia McKenzie von Black Girl Dangerous:  „Taten zählen. Etiketten zählen nicht.“

Kelly Rose Pflug-Back beschreibt bei The Feminist Wire, warum sexuelle Befriedigung kein zuverlässiger Gradmesser für „sexuelle Befreiung“ ist [Content note: grafische Selbstverletzungsfantasien].

Muslimah Media Watch fragt: Wie sieht eigentlich eine Terroristin aus?

Weitgehend unbeachtet von globalwestlichen feministischen Bewegungen erlangen in afrikanischen Ländern immer mehr Frauen einflussreiche Positionen, schreibt Minna Salami im Guardian.

Ebenfalls im Guardian: Lauren Mayberry, Sängerin der Band CHVRCHES, über ihren Umgang mit Online-Misogynie.

Der Modedesigner Rick Owens erhielt für die Präsentation seiner kommenden Frühjahrkollektion  ziemlich viel Jubel aus progressiven Kreisen. Tamara Winfrey Harris fragt bei Racialicious: Zu recht?

Termine in Basel, Berlin, Dortmund, Frankfurt/Main, Hüll, Karlsruhe, Wien: (mehr …)


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Hollaback! und Pinikifizierung – kurz notiert

28. November 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 179 von 352 der Serie Kurz notiert

Das ZDF zeigt einen Beitrag zum Thema Begehren und Behinderung, in dem drei Frauen potraitiert werden.

Uganda ist in den letzten Jahren immer wieder mit repressiven Gesetzen gegen Homosexuelle in die Schlagzeilen geraten. Jetzt steht wieder das so genannte „Kill the Gays“-Gesetz auf dem Plan – und es gibt eine internationale Petition dagegen.

Bei der FAZ geht es um rosa und pink und all das im Kinderzimmer.

Eine schöne Aktion dokumentiert das deutsch türkische journal: Eine Gruppe überklebte Buschkowsky-Bücher mit „Das Problem ist Rassismus“-Aufklebern.

Die Huffington Post schreibt über die Repräsentation verschiedener Körper und welche Auswirkungen das hat. (Englisch)

Schreib es in die Welt!“ – Der Freitag schreibt über die Hollaback!-Bewegung. (Die Kommentare wie üblich lieber nicht angucken.)

Habt ihr euch auch schon über sexistischen Unicum-Tüten geärgert, die fast schn traditionell auf dem Uni-Campus verteilt werden. Das Free Education Movement Marburg will dagegen vorgehen und hat eine Petition angelegt.

Eine Tagung in Bochum beschäfftigte sich mit der Situation von Sexarbeiter_innen in Europa und dieStandard berichtet.

Ebenfalls bei dieStandard gibt es einen Artikel, der sich mit Rihanna auseinandersetzt und wie sie portraitiert wird. (Inhaltswarnung: (sexualisierte) Gewalt)

Für diesen Samstag (01.12.2012) erreichte uns ein Interviewaufruf von Sabrina, der sich an alle queere Femm(e)ininitäten und thematisch Interessierte wendet. Um 16 Uhr findet im Spinnboden Lesbenarchiv in Berlin eine Gruppendiskussion statt. Thematisch geht es um Femmeness, um Inszenierung(en) und die Anerkennung von Femm(e)ininität(en) in queeren Kontexten. Es sind alle, die sich schon mal mit diesen Themen auseinandergesetzt haben herzlich eingeladen mitzudiskutieren. Eure Daten werden vertraulich behandelt und die Interviews anonymisiert. Wenn ihr so kurzfristig Zeit und Interesse habt meldet euch bitte unter:  diplomarbeit_femmes[at]gmx.de.

Weitere Termine findet ihr nach dem Klick:

(mehr …)


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Schmerzensboys und die Schröder-Twitter-Petze – die Blogschau

28. April 2012 von Nadia
Dieser Text ist Teil 160 von 295 der Serie Die Blogschau

Einer der Lacher der Woche: Wie mit Twitter-Aktivist_innen umgehen? Einfach mal wie die Schröder alle ans BKA melden! Das verdient ein eigenes Logo, und das findet Ihr bei karnele.

Bilanz nachträglich zum Record Store Day bei different needs: Zwölf Prozent weibliche Beteiligung am Plattenanteil der Sammlung. Und bei Euch so?

Eine der schlechten Nachrichten der Woche: keine Einigung bei GEMA vs. YouTube. Einen Bericht inkl. Vlog dazu gibt es von Michaela Bodensee.

Pfüi, Media Markts Woman`s World: NotMyMediaMarkt“ sagt Manu. Dafür brandneu und absolut sehenswert: Queere Comics auf inbetweenillustrations. Die zweifelhafte „Aber jetzt tut mal endlich jemand was!“-Aktion rund um KONY 2012: Den Aktionstag am 20. April hat die Facebook-Welt dann doch nicht mehr groß gefeiert. afrikawissenschaft liefert dazu nochmal ein Update. Aus der Welt ist diese Region aber natürlich nicht: Die kleine Ethnologin schreibt über nackte Frauenproteste in Uganda.

Schmerzensboys reloaded? Den schönsten Wochenendrückblick gibt`s bei anarchieundlihbe.

Interessante Beobachtung in Bezug auf Norwegens Breivik-Prozess: Wenig sachlich wird über die AnklägerInnen Breiviks berichtet, die reduktion auf Weiblichkeit ist Standard -schön zusammengefasst bei Uli Koch.

Humorless Feminists haben einen bunten Strauß literarischer und popkultureller „Alternativen“ im Angebot.

Snaczny schreibt über Equalismus und Feminismus in der Piratenpartei.

Du hasst Seminare? Super, dann bitte einmal weiter zum Text von glücklich scheitern, da wird nämlich der Part „aus Gründen“ aufbereitet.

Eindrucksvolle Rede von Kthi Win, nachzulesen auf Sina`s Blog: Speech by Sex Worker from Burma at AWID-Conference.

Und last not least: Prinsregentenheim rezensiert Safranskis Heidegger-Biographie., und das L-Mag liefert eine Vorschau auf die nächste Printausgabe.


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Racial Profiling, Männlichkeitsdebatten und Lego – kurz notiert

26. April 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 156 von 352 der Serie Kurz notiert

In Uganda wird derzeit heftig über den Umgang der Polizei mit Frauenechtlerinnen debattiert. Seit einem Jahr gibt es immer wieder Vorfälle, zuletzt wurde die Aktivistin Ingrid Turinawe angegriffen, so der Daily Monitor.

Die Petition „Stoppt Racial Profiling“ wartet auf eure Unterschriften.

Queerlamefatfemme schreibt über die Notwendigkeit von safer spaces im Netz und Solidarität mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt.

In der Medizin stellen Frauen inzwischen 70 Prozent der Studienanfängerinnen – dennoch behindern „positive Vorurteile“ ihren Aufstieg auf der Karriereleiter, berichtet die Ärztezeitung. Auch an Risikobewertungen von Tätigkeiten müsse man arbeiten, besonders wenn es um den Mutterschutz geht.

Inzwischen gibt es die ersten Videos von “Words of Women from the Egyptian Revolution” (wir berichteten). In Episode 5 erzählen Hanan Sadek und ihre Tochter Mona El-Sabbahy, wie sie den Sturz des Regimes auf der Straße begleiteten. Die weiteren Folgen gibt es auf YouTube. (Die deutschen Untertitel wurden inzwischen vervollständigt, vielen Dank!.)



Eine Mutter schreibt ihrer Tochter einen Brief und bedauert, dass diese in einer Gesellschaft aufwachsen muss, in der Mädchen-sein als das schlimmste der Welt angesehen wird.

Die Musikerinnen von Pussy Riot bleiben weiterhin in Haft. In Dresden gab es eine Soli-Aktion für Pussy Riot in der Frauenkirche.

Mehr Lesefutter gibt es mit der neuen Ausgabe der an.schläge. Dieses Mal geht es unter anderem um Männlichkeitsdebatten und die Frage, wie sieht er eigentlich aus, der emanzipierte Mann.

Schauspielerin Vanessa Williams hat zusammen mit ihrer Mutter ihre Memoiren “You have no idea” geschrieben – und erzählt darin erstmals, wie sie sexuell belästigt wurde und dass sie eine Abtreibung hatte.

Aktivistinnen von Spark Movement waren zu Gast bei Lego, um über die Repräsentation von Frauen und Mädchen zu sprechen – Lego Friends wird leider bleiben, aber in allen anderen Sets sollen künftig mehr weibliche Figuren auftauchen, berichtet die Daily News.

Wer eine Reihe in die USA plant, sollte vorher bei Jezebel vorbeischauen. Im “War on Women” wird es derzeit allerorten ungemütlicher für Frauen, diese zehn Orte sind allerdings besonders furchteinflößend.

Termine

In Berlin wird am Samstag, den 28. April, die erste Riot Grrrl Compilation Release Party gefeiert.

Ab Donnerstag, 10. Mai 2012, ab 20 Uhr wird es einen neuen Stammtisch in Berlin geben: „Feminismus wagen“, und zwar in der BEGINE Frauenkneipe. Die Organisatorinnen (Feministische Partei Die Frauen, Landesmitfrauenverband Berlin) laden ein: „Wir wollen mit dir und allen interessierten Frauen in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre über Frauenpolitik diskutieren.“ Dieser Stammtisch wird zukünftig jeweils am 2. Donnerstag ab 20 Uhr in der Begine stattfinden.


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Uganda: Homofeindliches Gesetz (vorerst) gekippt

17. Mai 2011 von Magda

Passend zum heutigen Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie eine erfreuliche Nachricht: Wie dieStandard berichtet, ist das so genannte „Anti-Homosexualitätsgesetz“, welches im ugandischen Parlament vorlag und in der letzten Woche weltweit für Empörung sorgte, vom Tisch. Der Gesetzesentwurf sah harte Strafen bis hin zur Todesstrafe für lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Lebensweisen vor. Im Laufe der letzten Woche wurden über eineinhalb Millionen Unterschriften gesammelt, tausende Telefonate getätigt und verstärkt in den Medien darüber berichtet, so dass die Abgeordneten entschieden, das Gesetz letztendlich nicht mehr zu verhandeln.

Trotzdem ist der Gesetzesentwurf wohl leider nicht vollständig aus der Welt: Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass er in der nächsten Parlamentsperiode wieder vorgelegt werden könnte. Einige Abgeordnete sind jedoch optimistischer und zweifeln daran: Dafür sei die internationale Kritik zu stark.

Viele der Unterschriften hat All Out mit ihrer Kampagne gesammelt. All Out setzt sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* weltweit ein.


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Lesestoff zum Wochenende: Die Blogschau.

14. Mai 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 112 von 295 der Serie Die Blogschau

Nichts mit Hinlegen und das erste Mal über sich ergehen lassen. Stattdessen wird dasguteleben lieber Fräulein Doktor.

Die perfekte Frau? Vergiss es, meint heartdoublebase.

Worauf muss ich beim Bloggen achten? Die Opalkatze hat Links zu­sammen­gestellt, die sich mit Rechtsfragen für Blogger_innen auseinandersetzen.

Noch mehr rechtliche Fragen klärt rechtundgeschlecht – es geht um die geplante Kostenübernahme von künstlichen Befruchtungen.

Rund um den Muttertag gab es in Österreich verschiedene feministische Aktionen. Die denkwerkstatt hat Links und Berichte zusammengetragen, außerdem auch zu einer Aktion zum Dauerbrenner „Frauen in der Wissenschaft“.

Immer gefährlicher wird die Lage für Homosexuelle in Uganda. Einen Dokumentarfilm über den Einfluss der US-amerikanischen Rechten hat rhizom gefunden.

Noch mal Uganda: Die LGBT-Aktivistin Kasha Jacquelin Nabagesera erhält von Amnesty International den Martin Ennals-Menschenrechtspreis, berichtet queernews.at.

Silvana Koch-Mehrins Verhalten ist unmöglich. Frauenfeindliche Kommentare deswegen und Hetzen gegen Politikerinnen mit Kindern aber auch, bloggt Manu.

Fürs Missy Magazine bloggt weiter das Team Film. Diesmal analysiert Samanta den Tarantino-Film Death Proof, bzw. wie ein Auto für Kastration stehen kann.

Die Punkrock- und Hardcore-Szene ist kein sexismusfreier Raum, stellt different needs fest.

Mit Privilegien setzt sich iheartdigitallife auseinander und verlinkt “How Can I Be sexist? I’m An anarchist!”

Feministische Perspektiven auf Mutterschaft will künftig fuckermothers bieten (via mädchenblog).

Last but not least und einfach weil’s schön ist: Semia erzählt Geschichten.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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“Lesben und Schwule sind ungewollt kinderlos, von Staats wegen” – Kurz notiert

11. Mai 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 112 von 352 der Serie Kurz notiert

Noch ein paar Stunden kann die Petition „Stop the ‚Kill the Gays‘ Law Now“ (deutsche Version: „Stoppt das Anti-Homosexuellen Gesetz in Uganda„) unter­schrieben werden. Diese fordert den ugandischen Präsidenten Museveni dazu auf, ein Veto gegen das Gesetz einzulegen, das lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Lebens­weisen unter Todesstrafe stellen würde.

Jürgen Kriege schrieb auf frauensprache.com die Er­fahrungen sei­nes Autor_innen­teams auf, wel­ches un­bewusst Ge­schlechter­stereo­type in einem Mathe­matikbuch reproduzierte.

Kristina Schröder hat es sich zum Ziel gesetzt, die finanziellen Hilfen bei der künstlichen Befruchtung aufzustocken, um „ungewollt kinderlose Paare besser zu unterstützen“. Auf die Frage, ob auch Homo­sexuelle davon pro­fitieren, ant­wortet die Familien­ministerin aus­weichend. Julia Seeliger bringt es in der Taz auf den Punkt: „Lesben und Schwule sind ungewollt kinderlos, von Staats wegen.“

Fundstück der Woche und passend zum Mutter­tag auf thesocietypages.org: Mutter und Tochter vereint in Glück­seligkeit – und zwar beim Saubermachen!

Lori von feministing.com macht sich Ge­danken über den Tod Osama Bin Ladens und die teils skurrilen Reaktionen wie Freude und Jubel. Sie analysiert, welche Rolle Gender dabei spielen könnte und ver­linkt ein sehens­wertes Video, in dem Kin­der zum Tod Bin Ladens befragt werden.

Das Projekt Deaf Not Dumb hat ein wunderbares Rap-Video in Gebärdensprache gemacht und prangert die dis­kriminierende An­nahme an, dass gehör­los oftmals mit dumm gleich­gesetzt wird.

Der Forschungsbereich Gender & Medien der Universität Wien hat einen Call for Pape (doc) ausgerufen: „GFM Best Publication Award Gender&Medien“. Eingereicht werden können wissen­schaft­liche Aufsätze in deutscher oder englischer Sprache, die im Jahr 2010 publiziert worden sind. Deadline: 31. Mai 2011.


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