Einträge mit dem Tag ‘Übergriffe’


Inklusive Kampagnen, geschlossene Blusen, selbstbestimmte Outfits – kurz verlinkt

16. September 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 293 von 351 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe // Frauen gegen Gewalt e.V. hat gemeinsam mit weiteren Organisationen die Online-Petition #neinheisstnein initiiert, mit der Forderung nach einem modernen Sexualstrafrecht, in dem alle nicht-einverständlichen sexuellen Handlungen unter Strafe stehen.

Das Campaign Boostcamp hat einen Leitfaden „Kampagnen für Alle“ veröffentlicht. Die Handreichung mit Tipps und Empfehlungen für inklusives Campaigning kann als PDf herunter geladen werden.

Unter dem Motto „Gleiches Recht. Jedes Geschlecht.“ ruft die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am 16. September zum Aktionstag gegen Geschlechterdiskriminierung auf.

Am 17. Oktober 2015 wird in Berlin wieder der Feministische Pornfilmpreis Europa PorYes verliehen. Drumherum finden diverse Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und eine Party statt.

Englischsprachige Beiträge

In der New York Times Online wird über eine Studie berichtet, die herausgefunden hat, dass Mathelehrer_innen in Grundschulen Tests von Mädchen besser bewerten, wenn sie keine Rückschlüsse auf das Geschlecht der Schülerinnen finden: How Elementary School Teachers‘ Bias Can Discourage Girls from Math and Science.

Ebenfalls in der New York Times: Ein Bericht darüber, wie verheerend sich die Gefängnisindustrie auf die Angehörigen der Gefangenen auswirkt.

Die Cosmopolitan stellt das Projekt „What I wanted to wear“ vor.

Sexualisierte Übergriffigkeit und Gewalt ist ein globales Problem. Dass die „Bluse zuzumachen“ (der Klassiker von Birgit Kelle) damit nichts zu tun hat, zeigen die Erfahrungs-Berichte von Frauen im Iran, die man in The Guardian nachlesen kann.

Der (weiße) Schauspieler Matt Damon meinte, die (Schwarze) Produzentin Effie Brown über „Diversity“ belehren zu müssen. Yesha Callahan berichtet bei The Root, wie schief das ging.

Melissa Harris-Perry sprach in ihrer Sendung mit Monica Dennis, einer Koordinatorin von Black Lives Matter, über den Backlash, den die Bewegung derzeit abbekommt. 

Iman Al Nassre berichtet auf Euphrates darüber, wie es für sie war, als Syrerin in Deutschland aufzuwachsen, und ihre Perspektive auf die derzeitige deutsche Asylpolitik.

Termin in Berlin

19. September: Sowohl das Bündnis „Marsch für das Leben“? – What the fuck! als auch das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung rufen zu Protesten gegen den christlich-fundamentalistischen „Marsch für das Leben“ auf. Treffpunkte sind um 11 Uhr am Anhalter Bahnhof und um 11:30 Uhr am Brandenburger Tor. Weitere Infos findet ihr hier und bei Twitter unter dem Hashtag #NoFundis.


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Handeln gegen Antisemitismus, armutsgefährdete Frauen, Diskriminierung im Musikbiz – kurz verlinkt

5. März 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 6 von 351 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat ein aktuelles Lagebild zu Antisemitismus in Deutschland veröffentlicht. Eine Zusammenfassung sowie das ausführliche Lagebild mit Handlungsvorschlägen findet ihr hier.

Maiki* hat eine Liste mit den Female MCs, die sich bei der III: RAPutation beworben haben, angelegt.

„Vor 130 Jahren ging die Berliner „Kongo-Konferenz“ zu Ende. Sie war der Auftakt für die koloniale Eroberung Afrikas. Die damals willkürlich auf dem Reißbrett gezogenen Grenzen prägen den Kontinent bis heute„, schreibt die deutsche Welle (DW).

Jede elfte Frau gilt als armutsgefährdet. Dies sei der Fall, da der Anteil von Teilzeitarbeit stark ansteigt (unter anderem aufgrund der andauernden Verantwortung für care-Arbeit) und selbst Frauen mit Vollzeit-Jobs nicht genügend verdienen – so die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage.

Englischsprachige Links

Vergangene Woche verstarb Leonard Nimoy. The Militant Baker erinnert (auch) an seinen weniger bekannten body acceptance-Aktivismus durch Fotografie.

Elon James White von This Week in Blackness fasst in einem Storify noch einmal Grundlegendes zu den schon lange andauernden Debatten um „Toxic Twitter“ zusammen.

Bekannte Musikproduzentinnen sind aus Gründen eher rar –  wodurch sich das ändern könnte, dazu geben 13 profilierte Produzentinnen ihre Antworten bei The Fader (leider eingeleitet mit einer überflüssigen „Genitalien“-Bemerkung).

Bei Frauen werden Herzinfarkte seltener erkannt und oft nicht direkt richtig behandelt, erläutert ein Artikel auf npr.

Besonders wichtig angesichts des bevorstehenden Frauenkampftages: ein neuer Cartoon von Trouble X:

 Termine in Berlin und Leipzig

Am 11. März in Berlin, 17 Uhr, Lesbenberatung (Kulmer Str. 20a), findet die Veranstaltung „Release: Das ‚Safer Sex Handbuch stellt sich vor“ statt. Der Eintritt ist frei und „open for alle genders“.

Am 19. März in Berlin, 18 Uhr, beim Interkulturellen Frauenzentrum S.U.S.I, findet die Auftaktveranstaltung der neuen Workshop-Reihe „Widerstandsbewegungen von Geflüchteten Frauen* in Berlin und Deutschland: Information – Austausch – Vernetzung – Empowerment“ statt. Die Workshop-Reihe wird von Frauenkreise, S.U.S.I., dem Migrationsrat Berlin-Brandenburg und Krik TV organisiert und umfasst mehrere Veranstaltungen bis Juni. Weitere Infos zu dieser und den kommenden Veranstaltungen findet ihr hier (PDF).

Vom 7. bis 10. April findet in Grillensee (in der Nähe von Leipzig) ein Seminar statt, bei dem sowohl von Referent_innen als auch in Workshops die „Schnittfläche von Sexarbeit und Feminismus“ kennengelernt, diskutiert und weiterentwickelt werden soll.


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#YouAreWrong: Samstagabendbeat mit Amanda Seales

8. November 2014 von Anna-Sarah

In the mix: ein CNN-Clip, der in feministischen Foren schon allerhand Beachtung fand. Kontext: Es ging um Street Harrassment und das vieldiskutierte Hollaback!-Video – wer sich genauer informieren möchte, mag vielleicht als Ausgangspunkt zum Weiterlesen in unseren letzten Selbermachsonntag schauen.


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Immer wieder Medienkritik – die Blogschau

6. Juli 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 212 von 295 der Serie Die Blogschau

Karnele wartet mit einem handlichen Sehtest für Medienmenschen, die in den sog. Qualitätsmedien über LGBTI-Themen berichten möchten, auf.

Vor einem Jahr gingen die Femgeeks online. Konfetti! Zu diesem Anlass gibt es im Blog einen kleinen Rück- und Ausblick.

Kübra Gümüsay schrieb schon vor einigen Wochen, aber nach wie vor aktuell, über den NSU-Prozess und seine mediale Begleitung.

Charlott stellt einen kurzen Film vor, der in deutschen Schulen ins Pflichtprogramm gehören sollte:  „Deutsch-Südwas?! Erinnerung an einen deutschen Völkermord“

Auf Don’t Degrade Debs, Darling! ein Rant gegen als „Komplimente“ getarnte Übergriffigkeiten und wie sich deren Allgegenwärtigkeit anfühlt.

Wie man über kleine Menschen nicht reden sollte, weiß Ninia LaGrande, denn:  „Ich bin keine Märchenfigur!“

Über die Proteste in der Türkei und deren Instrumentalisierung durch deutsche Medien ärgert sich Sakine.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Die Sexismusdebatte™ im TV – wo lauter(bacher) Fleischh-, äh, Kalauer mit großer Kelle ausgeschenkt werden

19. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 3 von 14 der Serie Feminist Fun Friday

Nach unserer Replik auf Ulmen TV und ein paar „Meinungen aus modern-feministischer Sicht“ nun endlich ein neuer Beitrag unserer inoffiziellen Rant-Reihe „Fun Friday“ a.k.a. „Feminist Revenge Friday“.

Sabine hat eigentlich schon alles wichtige zur Maischberger-Sendung dieser Woche geschrieben. Aber da wir finden, dass diese Show die perfekte Quintessenz der Sexismusdebatte  im deutschen Fernsehen abgab, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, nochmal die bezeichnendsten Statements in dieser „Diskussion“ zu kommentieren. Da die O-Töne eigentlich für sich sprechen, fallen unsere Kommentare jedoch kurz und knapp aus: GIF-Parade!

 

Maischberger: „Wir wollen ein Thema aufgreifen, bei dem man zwischendurch das Gefühl hatte, es gibt ein grundsätzliches Missverständnis zwischen Männern und Frauen.“

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Viel Kackscheiße, aber noch mehr berechtigte Wut – die Blogschau

20. Oktober 2012 von Viruletta
Dieser Text ist Teil 181 von 295 der Serie Die Blogschau

Kathrin Rönicke hat auf derFreitag einen furchtbar unsäglichen Artikel über Noah Sows Buch „Deutschland Schwarz Weiß“ geschrieben, der die Überschrift „Du sollst Deine Leser nicht beschämen“ trägt. side-glance hat daraufhin einen öffentlichen Leser*innenbrief an Rönicke geschrieben und takeoverbeta erklären, wofür es sich bei der ganzen Sache wirklich zu schämen gilt. laufmoos macht deutlich, wie problematisch es ist, wenn Personen wie Rönicke eine Diskursmacht zukommt, und warum es bezeichnend ist, dass an eben jener Stelle nicht stattdessen ein Text von Noah Sow steht.

Die Distelfliege berichtet passend dazu von den Erkenntnissen, die sie aus einem Critical Whiteness-Workshop mitgenommen hat, und erklärt was an dem Ansatz (vorallem von weiß positionierten) so oft missverstanden wird.

Bäumchen kotzt sich über Heteras aus, die anderen ständig dazu raten, sich irgendwas in ihre Vagina einzuführen, und analysiert die politische Dimension des Ganzen.

Aktivist*innen haben die Nigerianische Botschaft in Deutschland besetzt, um auf die Rolle der Nigerianischen Regierung im Zusammenhang mit den Abschiebungen afrikanischer Asylsuchender aus Deutschland und Europa aufmerksam zu machen. Der Refugee Strike Berlin hat eine Pressemitteilung dazu veröffentlicht.

tut_nur_so berichtet von Übergriffen, die auch in der Öffentlichkeit, auch in vermeintlichen Schutzräumen und auch in der Gegenwart von Freund*innen immer wieder stattfinden.

Sabine hat ja bereits einen tollen Artikel über die neuen Dimensionen an Kackscheiße im öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen veröffentlicht. Das Steinmädchen hat ebenfalls über die Übergriffe bei ZDF Neo gebloggt, und die Spreemietze erzählt, wie schmerzhaft es ist, sich als Betroffene Kachelmann und seine Frau bei Jauch auf der Couch ansehen zu müssen. Alle verlinken weitere Beiträge zu dem Thema und queer.de tut ein paar Tage später trotzdem so, als wäre Volker Beck der erste und einzige, der sich des Themas annimmt. Karnele bezeichnet das zurecht als Lehrstück in Sachen Blogosphäre.

Auch Medienelite kotzt sich, wenn auch aus anderem Grund, über den momentanen Zustand der feministischen Blogosphäre aus.

queer_sehen hat das neue Video der Popsängerin P!NK auseinander genommen, und erklärt, warum es so problematisch ist, wenn Gewalt als erotisch und der Übergang zwischen beiden als fließend dargestellt wird.

Termine und ein Call for Geektum: (mehr …)


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