Einträge mit dem Tag ‘TV’


Das Biene Maja Makeover

1. März 2013 von Charlott
Dieser Text ist Teil 59 von 59 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Zwei Bilder von Biene Maja, einmal eine Zeichnung aus dem alten Trickfilm, einmal eine Animation aus der neuen Serie, bei letzterem deutlich dünner

Im letzten Jahr konnte Biene Maja ihren 100. Geburtstag feiern, in diesem Jahr kommt eine Neuauflage der Serie ins deutsche Fernsehen. Bei der Neugestaltung in 3D verlor Maja dann auch gleich einmal etwas an Körperumfang. (Hier an dieser Stelle denkt euch einfach einen schlechten Wespen-Taillen-Bienen-Witz.) Scheinbar reicht die Kategorisierung “klein, frech und schlau” nicht mehr allein.

Das ganze ist aber auch kein einmaliger Vorgang. Bei der Neuinterpretation weiblicher Charaktere aus Kinderserien werden diese oftmals dünner gestaltet. Bei menschlichen Figuren werden diese dazu häufig plötzlich älter gemacht. Die Figuren werden “feminisiert”.

Sociological Images hat diesen Mechanismus in der Vergangenheit bereits für die Serien “Dora, the Explorer” und “Strawberry Shortcake” aufgezeigt. Auffällig bei diesen beiden Beispielen sind auch die Haare, Kleidung und die veränderten Farben. Da kann mensch ja fast froh sein, dass es da bei Biene Maja nicht so viel Spielraum gibt.

Zwei Bilder von "Dora the Explorer", einmal das alte Motiv eher kindlich und das neure Motiv deutlich dünner und jugendlicher

Zwei Bilder von Emily Erdbeere, das ältere sehr kindlich, das neuere schlanker und auch pinker, die Haare länger.


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„Männer waren schon immer so“

27. August 2012 von Gastautor_in

Vanessa Tuttlies, Vollkornbäckerin und Wiwi-Studentin, hat an die Vorsitzende der ARD Monika Piel einen öffentlichen Brief geschrieben, in dem sie ihren Ärger über die sexistischen Werbespots für die ARD-Sportschau äußert. Diesen veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung.

Werbeplakat der Sportschau. Ein Neanderthalermann schaut einer Neanderthalerfrau auf die Brust, die mit einem BH mit Fußballmotiv bedeckt ist

Sehr geehrte Frau Intendantin Piel,

voller Entsetzen habe ich die aktuelle Werbung der Sportschau „Männer waren schon immer so“ für die kommende Bundesliga wahrgenommen. Danach stellt sich die Frage, weshalb mit „großem Trara“ der Frauenfußball vor allem während der Frauen-WM in Deutschland promotet und Mädchen als Spielerinnen beworben werden, wenn dann in einem Werbespot für die ARD-Sportschau Frauen (wieder einmal) in einer verobjektivierenden Art dargestellt werden, die man schlicht und einfach nur als sexistisch bezeichnen kann. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben einen Bildungsauftrag, der oft genug an anderer Stelle ausfällt. Das ist eine Form der Ausladung an Mädchen und Frauen aus dem Fußball, die ihren „Zweck“ nicht verfehlen dürfte. Da hilft es auch nicht, dass das Männerbild ebenfalls von vorgestern ist – auch eine Form von Sexismus.

Noch einmal: Die öffentlich-rechtlichen Sender haben einen Grundversorgungs- und Bildungsauftrag, der Dank Quotendiktat bestenfalls noch in der Nacht realisiert wird. Was solche Frauen- und Männerbilder zur „demokratischen Ordnung ebenso wie für das kulturelle Leben“ beizutragen haben, wird das Geheimnis der MacherInnen der Werbung für die Bundesliga bleiben.

Es bleibt zu hoffen, dass es der ARD in Zukunft gelingen wird, Männer und Frauen im Fußball angemessen darzustellen. Es kann eigentlich nicht so schwer sein, mehr als nur sexistische Sehgewohnheiten zu bedienen. Und: Es handelt sich nicht um eine witzige Anekdote, dass viele Frauen gerne und begeistert Bundesligaspiele anschauen. Es ist die Realität, und die ARD sollte langsam aus der Steinzeit in die Gegenwart ankommen.

Mit freundlichen Grüßen,

Vanessa Tuttlies


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Abtreibungsrecht, gegendertes Werkzeug und Selbstverteidigung – kurz verlinkt

2. November 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 128 von 191 der Serie Kurz notiert

Neuer TV-Trend in den USA sind Serien über „die gute alte Zeit“. Mad Men hat es vorgemacht, jetzt zeigt auch Pan Am, eine Welt in der Sexismus und Rassismus noch offen beklatscht wurden. Für den Guardian schaut Laura Powell, ob sich in der Flugbranche wirklich so viel geändert hat.

Im sechsten und letzten Teil von Feminist Frequency’s “Tropes vs. Women” geht es um “straw feminists” – ein Tropus der sich vielleicht als Klischee-Emanze oder Strohpuppenfeminstin überesetzen lässt.
(Deutsche Untertitel gibt’s auch, auf CC klicken und German auswählen).

Die Financial Times wirft einen Blick nach Äthiopien und das dortige liberale Abtreibungsrecht (es ist allerdings nicht das einzige Land in Afrika wie der Artikel suggeriert).

Auf der Leipziger Buchmesse gab Soziologin und Philosophin Frigga Haug Radio Mephisto ein Interview über die Suche nach den Stärken von Frauen.

Die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales hat eine Broschüre über/für Lesben, Schwule und Transgender mit Behinderungen herausgegeben.

Dass rape culture auch in vermeintlich modernen geschlechtergerechten Gesellschaften wie Norwegen allgegenwärtig ist, schreibt die New York Times auf. Der Artikel berichtet über die Schwierigkeiten, dagegen anzukämpfen, weil Schweigen, Schamgefühl und rechtliche Unklarheiten das Bild prägen.

Dieser Tage erscheint der neue queerfeministische Taschenkalender im Berliner Unrastverlag. Alva Dittrich, eine der Mitherausgeber_innen, stellt den Kalender im Gespräch mit Radio LoRa kurz vor.

The Regretsy regt sich über “gegendertes Werkzeug” auf, nachdem für Frauen* extra angefertigte Hammer hergestellt werden. Absurd.

Auf Startnext kann mensch für “Witnessed” spenden, eine englischsprachige Buchreihe geschrieben von Schwarzen Autor_innen, die in Deutschland leben oder lebten.

Die Weiterbildung zur Trainerin für WENDO (PDF) – Selbstbehauptung, Selbstsicherheit und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen geht in die dritte Runde.

Eine ganze Reihe feministischer Termine gibt es nach dem Klick.  (weiterlesen …)


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Homosexualität im Fußball, TV und Computerspielen – Kurz Notiert

14. Juli 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 113 von 191 der Serie Kurz notiert

Charaktere aus Fernsehserien dienen oft als Identifikationsfiguren für Jugendliche. Auf Serienjunkies gab es bereits im Juni anläßlich des 42. Jubiläums des Stonewall-Aufstands eine Übersicht über junge schwule und lesbische TV-Figuren. Dem Thema homosexuelle Charaktere in Computerspielen hat sich die Zeit gewidmet.

Yeah, feministing hat ein Exklusivinterview mit einem Twitter-Hero: Feminist Hulk@feministhulk.

Auf radio.wissen können alle, die sich für Philosophie interessieren, folgende Beiträge hören: “Große Philosophinnen – Die Weisheit ist weiblich” und “Das Frauenbild der Philosophen – Kleinste Momente großer Denker”.

Feminist Cupcake erklärt Judith Butlers Idee der Performativität und verlinkt auf eine tolle Dokumentation mit ihr.

Undispatch hat eine etwas andere Weltmeisterschaft ausgetragen: Die Gewinnerin des Geschlechtergerechtigkeits-Titels ist Schweden.

Addn.me stellt fest: “Während bundesweit fast jedes Bundesland die Gleichstellung der Ehe mit der eingetragenen Lebensgemeinschaft (ELP) gesetzlich verankert hat, ist Sachsen das einzige Bundesland, welches diese Anpassungen nicht vorgenommen hat.”

DieStandard schreibt über die traurige Tatsache, dass Vergewaltigung in der Ehe in 127 Ländern nicht bestraft wird.

Leck mich, fick Dich“ sind laut dem Sächsischen Landesarbeitsgericht übrigens sexuelle Belästigung, für eine fristlose Kündigung reicht es aber nicht aus, berichtete die Ärztezeitung.

Ein halbes Jahr nach dem tödlichen Unglück auf der Gorch Fock hat Telepolis die daraus enstandenen medialen Debatten untersucht und stellt fest: der Diskurs kommt von rechts außen.

In der taz gibt es einen Artikel zum Umgang der Fussball-Verbände mit Homosexualität im Rahmen der Frauenfußballweltmeisterschaft.

Termine:

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Homo-Ehe, Alleinerziehende, Weltärztinnenkongress, LGBT im TV, Merkel, Transsexualität und Al-Jazeera

5. August 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 55 von 191 der Serie Kurz notiert

Gestern wurde entschieden, dass das kalifornische Verbot der Homo-Ehe diskriminierend sei und somit gegen die US-Verfassung verstößt (wir berichteten). Die Entscheidung tritt allerdings noch nicht in Kraft.

Spiegel online nennt Fakten zum Stand der Alleinerziehenden in Deutschland und ihrem Alltag. Interessant: 90 Prozent sind Frauen; der Anteil an alleinerziehenden Vätern sank seit 1996 um drei Prozent.

Über den Weltärztinnenkongress in Münster berichtete die Ärzte-Zeitung. Dort tauschten sich die Ärztinnen über Probleme, wie für Frauenkörper unpassende OP-Instrumente, und die möglichen Auswirkungen der „Verweiblichung der Medizin” aus. Auch die spezifischen Probleme in verschiedenen Ländern wurden angesprochen, so sterben etwa in Indien überdurchschnittlich viele Frauen durch Verbrennungen.

Feministing hat sich den GLAAD-Report zur Repräsentation von LGBT im US-amerikanischen Fernsehen angeschaut. Fazit: Es geht bergauf!

Ines Kappert in der taz über Merkel, die Flucht der CDU-Männer in die Wirtschaft, Privilegien und die Tabuisierung von Männlichkeit.

Der Freitag berichtet über Lea T, das erste transsexuelle Supermodel.

Sociological Images kommentiert die jahrzehntelange nature/nurture Debatte und plädiert mit einem interessanten Beispiel über Gehirne und Gewalttäter_innen für mehr Austausch der Vertreter_innen beider Richtungen.

Die Jungle World hat ein Interview mit Judith Butler u.a. über Antisemitismus, den Christopher Street Day und die politische Verantwortung von Homo-, Bi- oder Transsexuellen.

Ebenfalls in der Jungle World: In der Redaktion des arabischen Senders Al-Jazeera aus Katar erregt ein Streit um Dresscodes für Mitarbeiterinnen Aufsehen.

Am 25. Mai hatten die fünf Sprecherinnen ihren Rücktritt aus der Nachrichtenredaktion eingereicht (…). Anlass für ihren Schritt waren die neuen muslimischen Bekleidungsvorschriften, die männliche Chefs ihnen aufzuzwingen versucht hatten.


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“Sorry Mädels”

10. Juli 2010 von Magda

Frauen hassen Fußball. Oder den Bezahlsender Sky. Oder die Tatsache, dass ihre männlichen Partner Fuߟball gucken. Eins ist jedoch klar: Alle Frauen finden es gleichermaßen zum Kreischen, Fluchen, Ausrasten. So zumindest scheint die Grundannahme der Macher_innen folgenden Werbefilms vom Bezahlsender Sky zu sein, der sich damit rühmt, das “beste Fernsehen” zu bieten. Sexismus Galore mit einem kräftigen Schuss Hysterie.

Langweiliger Sexismus reproduziert sich in kleinen Filmchen anscheinend so gut, das Sky noch ordentlich nachlegte: In einem Werbefilm haut eine Frau ihrem männlichen Begleiter die Tasche in den Bauch, damit dieser die ach-so-verlockende Werbung des Senders nicht sehen kann (nein, es ist nicht lustig, wenn eine Frau einem Typen Schmerzen zufügt). In einem anderen Video isst eine Frau die Werbeanzeige von Sky lieber auf, bevor diese einem Mann in die Hände fallen könnte.

Selbst die BILD rüttelte da einst mehr an langweiligen Stereotypen.


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