Einträge mit dem Tag ‘Transsexualität’


Aktionen und Empowerment – kurz verlinkt

13. Juni 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 193 von 252 der Serie Kurz notiert

Nach Frankreich sollen auch in Großbritannien bald lesbisch und schwul lebende Paare heiraten können.

Die Hamburger Inititative Ohren Auf Im Kiez mobilisiert zu gegenseitiger Unterstützung in Notsituationen oder bei Hilfebedürftigkeit – inklusive praktischer Tipps.

Eine 86 Jahre alte Frau hat es geschafft, aus dem Kriegsgebiet in Syrien herauszukommen.  Obwohl ihr Sohn garantiert, für sie finanziell zu sorgen, hat das deutsche Konsulat sie “mangels Kompetenzen” abgewiesen und schickt sie auf eine internationale Bürokratie-Odyssee. 

Das österreichische Online-Medium dieStandard wurde vor kurzem scharf für eine Kolumne zu “feministischem Sex” und nicht weniger für ihren Umgang mit den Einwänden dagegen kritisiert – nun hat das Team der Zeitschrift an.schläge eine Replik auf den Artikel bei dieStandard veröffentlicht, in dem einige der vorgebrachten Kritikpunkte ausgeführt werden.

Auf der weltgrößten Videospielekonferenz Electronic Entertainment Expo, kurz  E3, kam eine Präsentation von Microsoft nicht ohne Vergewaltigungs”witze” aus. Warum sowas ein Problem ist, muss offenbar immer wieder erklärt werden (Artikel auf Englisch; bemerkenswert, dass auf den Bestelllink für die Xbox dort nicht einfach verzichtet wurde).

Michelle Obama, “First Lady” der USA, wurde während einer Rede von einer weißen Aktivistin unterbrochen. Ihre Reaktion darauf  fand in der feministischen US-Blogosphäre einige Beachtung – denn Michelle Obama widersetzte sich damit gängigen Stereotypen über Schwarze Frauen [Englisch].

Es gibt ein Medikament, mit welchem sich Schwangerschaften verhältnismäßig sicher abbrechen lassen: Misoprostol. Dass das wenig bekannt und verfügbar ist, hat Gründe [Englisch].

Über die feministische Beteiligung an den anhaltenden Protesten und Auseinandersetzungen in der Türkei berichtet Frollein Europa [Englisch].

Im Zentrum Berlins soll für mehrere hundert Millionen Euro ein neues Ausstellungsgebäude entstehen: das Humboldt-Forum. Für Berlins „außereuropäische Sammlungen“, wie es so schön heißt. „Das vorliegende Konzept verletzt die Würde und Eigentumsrechte von Menschen in allen Teilen der Welt, ist eurozentrisch und restaurativ“, sagt Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. Zur Petition gegen das Humboldt-Forum geht es hier.

Seit vier Jahrzehnten übersetzt und publiziert der Berliner Orlanda Verlag essenzielle Werke afro-amerikanischer und afro-deutscher Feministinnen. Im Interview mit migrazine.at erzählt Anna Mandalka von den Anfängen und den aktuellen Schwerpunkten bei Orlanda: “Schwarze Frauen sind sichtbar geworden”.

Ragen von Dances With Fat gibt Lebenshilfe – für Blogkommentatoren, die unter Dickenhass leiden [englisch]. Zu Dickenfeindlichkeit und Body Policing in akademischen Diskursen/Praxen schreibt Melonie Fullick [Englisch].

Unter dem Deckmantel des Schutzes wird oftmals der Weg frei gemacht für Repressionen, das gilt nicht zuletzt in Sachen Prostitution. Eine Petition für Respekt und Rechte für Sexarbeiter_innen wendet sich dagegen.

Über Proteste gegen die “Frauen-Nacktfußball-EM” – die eben kein nudistisches Sportereignis, sondern eine kommerzialisierte male-gaze-Erotikshow ist – berichtet die Siegessäule.

Deborah Copaken Kogan, Bestsellerautorin und Kriegsfotografin, geht einen mutigen Schritt und packt über den Sexismus im Literaturbetrieb aus. Sie erzählt von sexistischen Buchtiteln und -covern, die ihr im Laufe ihrer Karriere aufgedrängt worden sind; von der wiederholten Betitelung als “Mutter” und “Barbie”, wo es eigentlich um ihre Arbeit als Schriftstellerin oder Fotografin gehen sollte; von Autorinnen, die aus Gründen nicht unter ihrem weiblichen Vornamen veröffentlichen; davon, dass die meisten Rezensenten Männer sind und auch in erster Linie Bücher von Männern rezensieren; dass genau aus diesem Grund auch fast nur Männer für Literaturpreise nomiert werden. Und dass sie erst jetzt auspackt, wo sie laut eigener Aussage nichts mehr zu verlieren hat, weil ihr immer gesagt worden ist: “Die werden dich fertig machen”. Ein ernüchternder, ein wichtiger Artikel.

Der Verband Alleinerziehender Mütter und Väter hat zehn Forderungen zur Verbesserung der Situation von Ein-Eltern-Familien formuliert.

Über das nach wie vor problematische Verhältnis vom Feminismus(tm) zu Trans*positionen, die Wichtigkeit diese mitzudenken und “Gender” genauer zu analysieren schreibt Jos auf Feministing [Englisch]

Zum Tod der Fotojournalistin  Abigail Heyman gibt es einen Beitrag bei der New York Times [Englisch].

Die indische Filmemacherin Nishtha Jain hat die Mitglieder der Gulabi Gang mit ihrer Kamera begleitet. In der Jungle World spricht über die Revolte indischer Landfrauen, die von häuslicher und polizeilicher Gewalt besonders betroffen sind.

Eine Petition an die öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme fordert: Klärt endlich angemessen über den Sexismus in dieser Gesellschaft auf! Inzwischen gab es von den Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Sender Stellungnahmen zu den  Forderungen – von denen leider keine zufriedenstellend war.   Die Antwort an das ZDF  gibt’s hier. Da eine Behandlung der Beschwerde im Fernsehrat nach § 21 der Beschwerdeordnung gefordert wird, können die Initiatorinnen der Petition weiterhin jede Unterstützung gebrauchen.

Im Nachgang zu der Debatte um Angelina Jolies Brust-OP schreiben Duchess Harris und Christine Ohenewah für the feminist wire über den Zugang zu genetischen Krebsrisikotests – und was Faktoren wie race und class damit zu tun haben [Englisch].

Langzeitstudien verstärken die Zweifel am flächendeckenden Nutzen von Mammographiescreenings in der Brustkrebsvorsorge, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Bei der Heinrich Böll Stiftung ist ein Dossier über antirassistisches Empowerment erschienen, das auch als PDF herunter geladen werden kann.

Am 21. Juni in Berlin: die Fête de la Ruby – queer_feministisches Konzert und Party im Trixxxta, Oberbaumstr. 11 Kreuzberg.  Um 16 Uhr gehen die Konzerte los,  dannach wird aufgelegt.  Hier geht es zum Facebook-Event.


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Feste, Filme, Fails und Forschung – kurz notiert

6. Dezember 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 175 von 252 der Serie Kurz notiert

Das Missy Magazine hat letztens ein fulminantes Fest gefeiert. Die Musik dazu kam von Jolly Goods und Peaches. Hier ein paar Impressionen.

Ebenfalls zum Gucken und Hören: Im Film Familie trans*formieren erzählen mehrere Trans*leute davon, wie sie Elternschaft (er)leben.

Viel zu lesen haben wir mal wieder in der österreichischen diestandard gefunden:

So betrachtet sie den medialen Umgang mit den Musikstars Rihanna und Chris Brown und sieht Rihanna in der Kritik wegen ihrer Weigerung, das “perfekte Opfer” zu geben  (Hinweis: Beschreibung körperlicher Gewalt).

Welche_r noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist, wird von diestandard  mit  Buchtipps versorgt.

Einer Studie nach sind in Deutschland Frauen vom Pflegerisiko und der damit zusammenhängenden Altersarmut deutlich stärker betroffen als Männer.

“Die Kriminalisierung von Aufenthaltsehen ist für die Fremdenpolizei ein mächtiges Mittel, um binationale Ehen und deren Lebensumfeld zu kontrollieren”, sagt die Politkwissenschaftlerin Irene Messinger.

Die Einführung der “anonymen Entbindung” in Österreich war offenbar eine sinnvolle Maßnahme: Kindestötungen in Österreich nach der Geburt im letzten Jahrzehnt um die Hälfte gesunken, Babyklappen werden viel seltener in Anspruch genommen.

Mehr aus Österreich: Mitte Oktober wurde im brut Wien das Stück „Assassinate Assange“ aufgeführt, das Julian Assange als Opfer einer Verschwörung darstellt. Agate S. kommt in der Malmoe zu einem klaren Urteil:  “Die Aufregung um Angela Richters Assange-Stück förderte abermals die üblichen Abwehrmechanismen und Verharmlosungsstrategien [bezüglich sexualisierter Gewalt] zu Tage und soll hier als Beispiel für die Widerwärtigkeit des gesamtgesellschaftlichen Verharmlosungsdiskurses dienen.”

Spektakuläre Aktion *gegen* rape culture: Facebook-User_innen kaperten die Social Media-Auftritte der bekannten  Unterwäschefirma Victoria’s Secret, um für das Konsenskonzept zu werben und damit Vergewaltigungen entgegen zu treten.  Quintessenz der Aktion:  “While we can’t expect a message that is empowering for women to come from a brand like Victoria’s Secret, we can make it come from their hashtag. This campaign has only begun.”

Jutta Hartmann erklärt am Beispiel Schule, wie Heteronormativität wirkt_hergestellt wird.

Stellenausschreibung: Das FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB) sucht eine Systemadminstratorin!

Termine:

Am kommenden Samstag in Berlin: Lookism & fat Empowerment Tagesworkshop (flt* only). Los geht es um 12 Uhr im Projektraum H48,  Hermannstr.48 Berlin Neukölln, 2.Hinterhof 2.Stock (barrierefrei). Anmelden könnt ihr euch unter sabberglibberflutsch@googlemail.com. Hier der Link zum Facebook-Event.

Damit es nicht still wird um die inhaftierten russischen Aktivistinnen: Am 12.12. soll eine weltweite Lesung für Pussy Riot stattfinden.

Buchpremiere von “Frauenkörper neu gesehen” am 14.12. um 19.30 Uhr in der Urania, Berlin: Laura Méritt und Autorinnen reden und diskutieren über Weiblichkeit, Geschlechtervielfalt, Körpernormierungen und mehr.


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Feiern, Fußball, facepalmen – kurz verlinkt

20. September 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 168 von 252 der Serie Kurz notiert

Wir können bei unserem 5. Jubiläum am kommenden Samstag eine Kinderbetreuung von 13 bis 19 Uhr anbieten und suchen noch nach Freiwilligen, die bei der Schicht 17-19 Uhr aushelfen möchten – meldet euch einfach unter veranstaltung[at]maedchenmannschaft.net. Falls ihr Kinderbetreuung benötigt, meldet euch am Tag der Party einfach am Mädchenmannschaft-Infostand, dort bekommt ihr alle Infos! Ihr könnt uns auch schon vorher eine E-Mail schreiben, wenn ihr Fragen habt: veranstaltung[at]maedchenmannschaft.net.

Wow: L-Talk hat zu Ehren unseres Jubiläums gleich mal eine ganze Mäd­chen­mann­schafts-Woche ausgerufen. Wir freuen uns auf spannende, solidarisch-kritische Beiträge!

Lineare Fortschrittserzählungen sind stets mit Vorsicht zu genießen, so auch in Sachen Sexismus. Wie dieser von Generation zu Generation weitergegeben wird, steht im Independent (auf Englisch).

Der Spiegel Online befasst sich mit Asexualität – ob sachkundig oder nicht, könnt ihr hier überprüfen.

Eine Gruppe junger Frauen hält ein Plakat hoch: We need feminism because we are NOT your mail order brides, the CURE to your YELLOW fever, your fantasy SEX TOYS or your subservient housewives. We are STRONG, INDEPENDENT and CAPABLE ASIAN AMERICAN WOMEN

Wir brauchen Feminismus, weil wir nicht deine Bräute aus dem Katalog, die Heilung für dein Gelbfieber, deine Sexspielzeuge oder deine unterwürfigen Hausfrauen sind. Wir sind starke, unabhängige und kompetente asiatisch-amerikanische Frauen. (via facebook)

Jessica Valenti, Gründerin von feministing.com, hat kürzlich ein Baby bekommen. Die vordringlichste Frage, die gewisse Medien daraufhin an die profilierte feministische Journalistin hatten: Wie sei sie eigentlich ihr „Schwanger­schafts­ge­wicht“ wieder losgeworden? (auf Englisch)

Julia Niemann rückt in der taz mal ein paar Dinge bezüglich der un­säg­lichen De­batte um früheres Kinderkriegen zurecht. Leider kommt auch ihr Artikel nicht ohne Bezugnahme auf den Mythos, dass Frauen* “früher” glücklicher gewesen seien, aus (auf Englisch).

Geringes Einkommen, keine Aufstiegsmöglichkeiten, Teilzeit, Diskriminierung: Öster­reich­ische Frauen fühlen sich in der Arbeits­welt nicht wert geschätzt. Außer­dem, die Wissenschaft hat festgestellt: Inter­sektionalität is a thing. Die Huffington Post berichtet über eine Studie, nach der es Schwarzen Frauen beim beruflichen Aufstieg doppelt schwer gemacht wird – denn sie sind weder männlich noch weiß (auf Englisch). (mehr …)


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Glückliche Feminist_inn_en im Glitzerkleid – die Blogschau

8. September 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 171 von 259 der Serie Die Blogschau

So ist es nämlich (auch): Feminismus macht glücklich! Warum, erklärt das Steinmädchen. Eat this, Verbitterte-Emanzen-Herbeifantasierer_innen!

Wie die Dresdner Neueste Nachrichten es in einem unglaublichen Move schaffen, Pussy Riot in einen Topf mit Nazis zu schmeißen, wie die Leser_innenschaft darauf reagiert und wie eklig das alles ist: nachzulesen bei e*vibes.

Wie ziehen wir unsere Kinder an? “Kritische Cis*-Reflexion für gendersensible/linke/alternative Menschen, die Verantwortung für junge Kinder haben”, fordert Joke von laufmoos in wichtigen Reflexionen über Geschlecht von Kindern und dessen Re/Präsentation.

Antinormativer Flausch hier, queerer Glitzer dort? Na ja: Bei Schwangerschaft hört der queere Spaß auf, befindet Grantel angesichts des Unsicht- und Undenkbarmachens schwangerer Trans*_Inter*-Personen in der queer-feministischen Blogosphäre.

Wie ihre Motive, gegen die Pinkifizierung von Mädchenwelten anzuarbeiten, verzerrt und falsch dargestellt werden, schreibt Stevie Schmiedel von Pinkstinks in ihrer Klarstellung.

Laura Gehlhaar schreibt bei den Leidmedien über die gängigen Klischees der Behinderung in Film und Fernsehen, und warum sie so fatal sein können.

Die Einsicht, dass die Wikipedia ein krasses Sexismusproblem hat, spricht sich anscheinend dann doch langsam herum. Tenthousand Spoons hat eine handliche Typologie der Experten (sic) erstellt, die sich in dieser Debatte natürlich unbedingt zu Wert melden müssen.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Penis-Bilder und fromme Jugend – die Blogschau

4. August 2012 von Nadia
Dieser Text ist Teil 3 von 259 der Serie Die Blogschau

Viel Rabbatz um das Penis-Bild letztens in der Zeit, kluge Gedanken dazu von: Les petits Plaisirs.

Der Stand zur Aktion zum Aufreger „Antreibungsgegner_innen billiger zur Demo“: Alles zur Bahn-Petition nochmal hier und eine Petition an die Bahn.

Eine sehr schöne Rezension zu Carolin Emckes „Wie wir begehren“ war letzte Woche auf Common Reader zu lesen.

Sexarbeiter_innen fordern Respekt für ihre Grundrechte in einem parallelen Gipfel zur AIDS-Konferenz 2012; alles darüber ist zum Beispiel bei menschenhandel heute nachzulesen.

Please fasten your Ramadan: Einen Live-Bericht dazu gibt es auf Gazelle – über die ersten sieben Tage.

Luise F. Pusch hat sich mit der neuen (zugegebenermaßen bemühten) Gender-Sprache im Spiegel beschäftigt, ärgert sich über die sexistische Berichterstattung zu Olympia und hat gleich noch das Gendering-Tool von Microsoft ausprobiert.

Different Needs lobt die August-Ausgabe von Decibel Magazin, die das Titel-Thema „Queens of Noise. Women in Metal“ hat.

Behindertenparkplatz teilt die intesivsten drei Monate ihres Lebens mit allen Leser_innen: Trainieren für und Tanzen auf der Olympia-Eröffnungsfeier.

Die Distel hatte in der letzten Woche einen absolut hörenswerten Podcast – es ging unter anderem um Stricken, Spinnen und Selbstversorgung.

Antje Schrupp stellte auf ihrem Blog „Das ABC des glücklichen Lebens“ vor, dass sie gemeinsam mit acht Denkfreundinnen geschrieben hat.

„In die­sem Post habe ich ver­sucht, meine Ge­dan­ken und Ge­füh­le und Er­leb­nis­se be­züg­lich mei­ner ehe­ma­li­gen christ­li­chen Glau­bens­ge­mein­schaft ein­zu­ord­nen, den re­li­giö­sen Miss­brauch und die Stig­ma­ti­sie­run­gen, die ich er­lebt habe, den Scha­den, den es an­rich­te­te und die Ver­ant­wor­tung, die ich trage.“ Der eindruckvolle Text „Fromme Jugend“ erschien letzte Woche auf Baum der Glückseligkeit.

Als Female-to-male zum Frauenarzt: „Alle Jahre wieder – Billy beim Gynäkologen“. Billy ist im August Gastblogger beim Missy Magazine.

Und ein Termin nach dem Klick: (mehr …)


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Würde und Selbstbestimmung statt Bevormundung – Petition für Reform des Transsexuellenrechts

5. Juli 2012 von Maria
Dieser Text ist Teil 7 von 18 der Serie Feminismus im Recht

Das Bundesverfassungsgericht musste sich in den letzten Jahren mit verschiedenen Ent­scheidungen schützend vor die Menschenrechte von Trans*-Menschen stellen. Es hat diverse Regelungen des Trans­sexuellen­gesetzes (TSG) für verfassungswidrig und nicht anzuwenden erklärt – so zum Beispiel das Erfordernis der Scheidung und der operativen Herstellung von Fort­pflanzungs­un­fähig­keit vor der Personen­stands­änderung (die Mädchen­mannschaft berichtete). Eine grund­legende Reform des Trans­sexuellen­rechts steht bisher aber aus.

In einem aktuellen partizipativ erarbeiteten Forderungspapier (PDF) stellt ein bundesweiter Arbeitskreis aus über 30 Trans*-Gruppen und Einzelpersonen dar, wie das Recht gestaltet werden könnte, was an der Würde und der Selbst­be­stimmung von Trans*-Menschen orientiert ist, sowie Transgender und intersex nicht ausschließt. Eine entsprechende Petition kann aktuell von Privatpersonen und Organisationen (außer Parteien) mitgezeichnet werden. Arn Sauer, der an der Ent­wick­lung des Positions­papiers beteiligt war und Mit­autor einer Studie zu Dis­kri­mi­nierungen von Trans*Personen in Deutsch­land: „Wir wollten einen umsetzungs­orientierten Forderungs­katalog vor­legen, der klar macht, wie eine Reform in unserem Sinne aussehen kann. Wir brauchen jetzt gesell­schaftliche Unter­stützung.“ Dieser Beitrag stellt die wichtigsten For­derungen vor und berichtet über die poli­tischen Hinter­gründe.

Abschaffung der Begutachtung vor Änderung von Vornamen und rechtlicher Geschlechtszugehörigkeit

Im Moment muss eine „transsexuelle Prägung“ durch Gutachten bescheinigt werden, ein Gericht entscheidet dann über die Vornamens­änderung und/oder die Änderung des Geschlechts­eintrages im Personen­stands­register. Die Be­gut­achtung der Identität eines Menschen von außen, argumentiert das Papier, ist kaum möglich und steht dem Staat auch nicht zu. Anhand welcher Kriterien soll ein Gut­achten ermitteln, ob eine vom Ursprungs­geschlecht abweichende Geschlechts­zu­gehörigkeit vorliegt – durch Bezug­nahme auf Geschlechter­stereotypen, welche wiederum das Individuum in der Entfaltung einschränken? Die Änderung sollte stattdessen ohne Gutachten auf Antrag durch einen Verwaltungs­akt einer Behörde erfolgen. Auch Minder­jährigen soll diese Möglichkeit offen stehen.

Abschaffung stigmatisierender Sondergesetze (mehr …)


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Neu im Kino: Tomboy

3. Mai 2012 von Jennifer

Einem für einen Kinderfilm eher ungewöhnlichen Thema widmet sich “Tomboy”, der am 03. Mai 2012 in den deutschen Kinos startet: Es geht um erwachende Geschlechteridentität und (mögliche) Transsexualität.

Hauptfigur ist die zehnjärige Laure (gespielt von Zoé Héran). Die sieht mit ihren kurzen Haaren und den sportlichen Klamotten nicht nur  aus wie ein Junge, sondern, so suggeriert es der Film, wäre auch tatsächlich lieber einer (daher der mittlerweile selbst im Mainstream sofort geläufige Titel – siehe dazu auch den ensprechenden Wikipedia-Eintrag). Als sie (ich bleibe hier bei diesem Pronomen, da der Film nach ein paar Minuten keinen Zweifel mehr daran lässt, dass die Hauptfigur weiblich ist)  mit ihrer Familie in ein neues Wohnviertel umzieht, nutzt Laure die Gelegenheit: Gegenüber den Nachbarskindern gibt sie sich als “Michael” aus. Für Laure beginnt damit ein aufregender Sommer. Als Michael spielt sie mit den anderen Jungen Fußball und rauft. Zwischen ihr und dem Nachbarmädchen Lisa dagegen entstehen zarte Bande. Doch ewig wird das Spiel mit den Identitäten nicht weitergehen können – der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, schon bald beginnt die Schule. Und auf der Klassenliste steht eben kein Michael, sondern eine Laure …

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Film, Fernsehen, feministische Forschung – kurz verlinkt

25. Januar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 136 von 252 der Serie Kurz notiert

In Computerspielen ist der Standardcharakter meist … standard. Weiß, männlich, durchtrainiert. Aber genau wie Gamerinnen die Nase voll haben von leicht bekleideten Busenwundern, sind auch Computerspieler langsam angenervt vom 08/15-Helden. The Mary Sue über Vorlieben bei der Wahl von Spielcharakteren.

Nach Korruptions- und Manipulationsskandalen ist die südkoreanische Parteienlandschaft in Bewegung geraten, berichtet Bikya Masr. Gleich drei Parteien werden nun von Frauen geführt, die zusammen 262 der 299 Sitze der Nationalversammlung kontrollieren. Trotz enormer Fortschritte in den letzten Jahren ist der Anteil von Politikerinnen in Süd-Korea noch relativ niedrig.

Zehn Autoren, die mal so richtig gegen das Literaturestablishment rebelliert hätten, stellte neulich Flavorwire vor. Ob man wen vergessen habe, fragte man immerhin auch. Hatte man: Keine einzige Autorin erschien in der Liste! Aufgrund der Kritik zog die Seite dann nach und stellte zehn „Bad Girls“ der Literaturgeschichte vor.

Nichts wirklich Neues bei Disney: Jungs sind clever, Mädchen werden nach ihrem Aussehen beurteilt, zumindest wenn es nach einer neuen T-Shirt-Kollektion geht. Goofy, Micky und Donald werden nach ihrem Charakter dargestellt, Minnie ist einfach nur “hot”, so Shine.

Sexuelle Belästigung ist, trotz Gesetzen, in Indien weiter ein großes Problem. Care2 berichtet von einem Vater, dessen Sohn erstochen wurde, als er Frauen schützen wollte. Er appelliert an die Regierung, endlich entschlossen gegen Belästigung vorzugehen.

Wahrscheinlich klettern die meisten von uns nicht unbedingt voller Vorfreude auf den gynäkologischen Stuhl. Aber für Frauen, die eine Vergewaltigung erlebt haben, sind diese Untersuchungen nicht selten einfach nur der blanke Horror. Bei Jezebel gibt es  einen Erfahrungsbericht über die  nötigen Vorbereitungen, damit die Untersuchung dennoch so erträglich wie möglich verläuft.

Der Jahresreader 2011 vom Feministischen Institut in Hamburg ist da.

Warum der Gebrauch des vermeintlich cool-subversiven Begriffs “tranny” problematisch ist, ist nachzulesen bei funkyfest.

Sex and the City-Star Cynthia Nixon hat für Kontroversen gesorgt, als sie in einem Interview verkündete, ihre eigene Homosexualität sei frei gewählt.

Die Historikerin Yasemin Shooman hat für die Deutsche Islamkonferenz die Stereotypisierung muslimischer Frauen in öffentlichen Diskursen untersucht.

2012 geht der Marburger Kamerapreis an die Französin Agnès Godard. Godard wurde für ihre exzellente Arbeit in den vergangenen 20 Jahren sowie für ihren Einfluss und ihren Beitrag zum europäischen Kino ausgewählt. Am 2. März wird der Preis im Rahmen der 14. Marburger Kameragespräche verliehen. Die Vorreihe zu den Kameragesprächen beginnt am 8. Februar mit der Vorführung von Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c’est tout) im Marburger Filmkunsttheater.

Allerhand wissenswertes über die explizit antifeministische,  gerne mal am äußeren rechten Rand entlanglavierende Männerrechtsbewegung und ihre Aktivitäten hat das Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung in einer umfangreichen Studie  zusammen getragen. Die komplette Publikation ist als pdf gratis herunterzuladen. Auch der österreichische derstandard berichtet und zitiert einen beteiligten Wissenschaftler: “Es geht den Akteuren – und das sind nicht nur Männer – um die Stärkung oder zumindest den Erhalt männlicher Vorrechte und das Zurückdrängen feministischer Argumentationen bzw. Institutionen. Dies gipfelt teilweise in Vernichtungsphantasien gegen den Feminismus und auch gegen einzelne feministische Personen.”

Und noch ein paar Termine: (mehr …)


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Schminke, Kekse, Schmierereien – die Blogschau

21. Januar 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 143 von 259 der Serie Die Blogschau

Schminktipps mal anders: Lucie von klirrr macht sich Gedanken über die ver­meintlichen Unterschiede zwischen “natürlichem” und “künstlichem” Look und die Auswirkungen auf unser Schönheitsempfinden.

“Heldin des Alltags”: eigentlich ein irgendwie komischer Begriff, aber auf Irmela Mensah-Schramm, die seit 25 (!) Jahren unermüdlich in und um Berlin geklebte und gekritzelte Naziparolen wegkratzt, übermalt und entfernt und dafür nicht selten Ärger mit offiziellen und selbsternannten Ordnungshüter_innen bekommt, passt er dann doch ganz schön gut. Eine kleine Hommage gibt es bei laaleeluu.

Über den Umgang mit von gängigen Normen vermeintlich abweichenden sexuellen Identitäten bei Kindern inklusive krasser Pathologisierung ärgert sich das Mädchenblog. Zu Recht. Eine verstörende Geschichte dazu, erzählt im Interview einer betroffen(gemacht)en Familie, gibt es auch bei ATME e.V. – Aktion Transsexualität und Menschenrecht.

Immer wieder Kackscheiße in der Werbung – hier aufgespießt von kulturindustrie und wahnsinn. (mehr …)


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Prosa, Kunst und unsichtbare Mütter – die Blogschau

27. Dezember 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 141 von 259 der Serie Die Blogschau

Ein paar feministische Blogperlen, die über Weihnachten bei uns liegen geblieben sind, aber immer noch lesenswert sind:

High on Cliches erklärt, warum Feminismus Feminismus heißt – und nicht Humanismus. Auch TheGurkenkaiser kommentiert einen Blogtext, in dem vom Feminismus Abstand genommen wird, um sich dem so genannten “Equalismus” zu widmen – und schreibt ein paar Gedanken zum Verhältnis von Männern und Feminismus auf.

Zu Weihnachten gab Jutta Allmendinger, Soziologin und Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB), Berlin Woman ein Interview und sprach unter anderem über soziale Mobilität.

Watch Salon berichtet darüber, wie das neue Heft der Deutschen Journalistenschule fast ausgesehen hätte – wie ein Unterwäscheheftchen.

'invisible mother' via flickr von art-e-ology

fuckermothers berichtet über die Bildpraxis der ‘invisible mother‘ in der frühen Kinderfotografie.

Bei anarchie und lihbe gibt es einen nachdenklich Text zu feministischen Anliegen in der Kunst.

Ein neues Prosa-Blog am Blogstarhimmel: Am Anfang! Und gefragt wird nach euren Lieblings-Anfangssätzen.

Auf Erlebnisse und Gedanken findet ihr eine Rezension von “Transsexualität – Transidentität“.

Unterschreiben könnt ihr eine E-Petition, bei der es um die Neuberechnung der Verhältniszahlen von psychisch erkrankten Menschen und ambulanten Psychotherapeut_innen geht.

Ausgehtipp: Die Queer Queeks treffen sich am 29. 28. Dezember in Berlin im Silverfuture.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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