Einträge mit dem Tag ‘Technik’


Mode ohne Models, rassistische Werbung und feministisches Dating – Kurz Notiert

5. Oktober 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 124 von 138 der Serie Kurz notiert

Ein Interview mit Samhita Mukhopadhyay von feministing zu ihrem neuen Buch über Dating und Feminismus findet ihr auf The Globe and Mail.

Gerade wurden die Gewinner_innen des Alternativen Nobelpreise bekannt gegeben. Unter den Geehrten werden zwei Aktivistinnen sein, die sich seit Jahren für Frauen und Kinder einsetzen: die Rechtsanwältin Jacqueline Moudeina aus dem Tschad und die US-amerikanische Hebamme Ina May Gaskin.

Kübra Gümüsay gehört laut dem Magazin für Journalisten zu den Top 30 Journalist_innen unter 30. Herzlichen Glückwunsch!

„Mütter spielen eine stärkere Rolle, ob ihre Kinder sexistisch eingestellt sind als Väter“ – diese Nachricht von Telepolis wurde gerade durch die Twittersphäre gereicht. Entwarnung für Männer gibt sie allerdings nicht: Sie waren durchweg sexistischer eingestellt als Frauen.

2007 zog sich die Technikbloggerin Kathy Sierra nach Todesdrohungen aus dem Internet zurück. Nun ist sie wieder da und äußert sich zur Pseudonymdebatte: Denkt nach was ihr schreibt und moderiert Kommentare! (Trankskript des Videos von geekfeminism)

Wie sehen Modelposen eigentlich aus, wenn sie von Frauen jenseits normschöner Idealmaße gezeigt werden?

Am 1. Oktober fanden SlutWalks in Seattle und in New York City statt. In New York kam es zu einem ekelhaften Vorfall, bei dem ein Trans*mann verhaftet und völlig unangemessen von der Polizei behandelt wurde.

Laut NDR.de liegt erstmals in Deutschland die Führung eines Landesparlaments ausschließlich in den Händen von Frauen: Der neue Landtag in Schwerin.

Homophobe Kackscheiße: Eine neue App auf dem französischen Markt soll herausfinden, ob der Sohn schwul ist.

Schon etwas älter, aber immer noch interessant: “Kann ein Geschlechtsteil rassistisch sein?” – fragt Oliver Baroni auf 20 Minuten Online. Wohl nicht – Aber Werbung für ein Intim-Hygieneprodukt durchaus.

Termine

Am 13. Oktober findet in der Begine in Berlin eine Veranstaltung zur Lesbenbewegung in Afrika statt. Die Referentin Liz Frank lebt seit 21 Jahren mit ihrer Lebensgefährtin in Windhoek, Namibia und ist Aktivistin der dortigen Lesbenbewegung.

Vom 13. bis 15. Oktober findet das QueerFilmFest in Rostock statt.


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Von weiblichen Nerds und feministischen Ehefrauen

4. November 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 65 von 138 der Serie Kurz notiert

In der taz könnt ihr ein Interview mit der ugandischen Juristin Jane Adong Anywar lesen. Sie hat eine Initiative gegründet um Opfern von Vergewaltigung zu helfen, denn diese seien durch die UN-Resolution 1325 nicht ausreichend geschützt.

Spiegel Online beklatscht die Pariser Künstlerinnenschau im Centre Pompidou.

Fellowship of FSFE führte ein Interview mit Leena Simon über freie Software und Frauen in Nerdumgebungen.

Feminismus und Hochzeit gehen nicht zusammen? Anushay Hossain erzählt auf dem MsMagazineBlog eine andere Geschichte.

In den USA fanden Dienstag die Kongresswahlen statt. Die Ergebnisse dürften die Anhänger_innen der demokratischen Partei nicht gerade glücklich stimmen: Obama verlor die Mehrheit im Repräsentantenhaus und hat nur noch eine knappe Mehrheit im Senat. Im Juni berichteten wir bereits über einige der konservativen Politikerinnen, die sich um einen Sitz als Gouverneurin oder Senatorin bewarben. Von den drei vorgestellten Frauen war lediglich Nikki Haley erfolgreich, die nun Gouverneurin von South Carolina ist. Gute Nachrichten trotzalledem: es gab einige Lichtblicke für LGBT, wie Queernews.at berichtet.

Wer die NEON liest, ärgert sich vielleicht genau wie Charly über den Artikel “Das Busenwundern” über so genannte “Modelesben” in der letzten NEON-Ausgabe.

Vergangenen Freitag verbrachten Magda, Verena und Nadine von der Mädchenmannschaft ihre Zeit auf dem Genderkongress der Bundeszentrale für politische Bildung mit spannenden Vorträgen und kontroversen Diskussionen zu Geschlechterpolitik, Körperwissen und Rassismus. Die Missy-Magazine-Crew übernahm die Konferenzdokumentation. Halfjill hat auf Afrika Wissen Schaft mit einer eigenen Nachlese begonnen. Wer mehr über die Referent_innen und ihre Themen, Theorien und Texte erfahren will, kann sich im Reader umschauen.

Aktuelle Termine zu feministischen Veranstaltungen, die ihr gerne in den Kommentaren aktualisieren oder ergänzen könnt, findet ihr hier.


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Wer war… Ada Lovelace?

24. März 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 11 von 28 der Serie Wer war eigentlich …

www.computerhistory.orgHeute ist der zweite Ada Lovelace Tag, an dem die herausragenden Leistungen von Frauen aus Technologie und Wissenschaft gefeiert und geehrt werden sollen. Dieser Tag wurde nach der ersten Programmiererin in der Geschichte, Ada King, Countess of Lovelace, benannt, die ebenfalls als Namensgeberin der Programmiersprache “Ada” gilt. Die 1815 in Middlesex (heute London) geborene und mit 36 Jahren an Krebs verstorbene Lovelace entwarf Konzepte zur Programmierung einer mechanischen Maschine, die zu ihrer Zeit technisch noch nicht realisierbar war.

Komm-mach-Mint beschreibt den Erfolg des zum zweiten Mal stattfindenden Ada Lovelace Tages wie folgt

Vergangenes Jahr beteiligten sich über 2000 Bloggerinnen, indem sie in Hunderten von Webblogs über erfolgreiche Technikerinnen oder ihre eigene Karriere als Wissenschaftlerin berichteten. Auch Unternehmen informierten über ihre Aktivitäten, für mehr Frauen in MINT-Berufen zu sorgen. Der Erfolg der Aktion war Grund dafür, den Ada Lovelace Tag in diesem Jahr erneut stattfinden zu lassen und das Web 2.0 dazu zu nutzen, international die zahlreichen und innovativen Beiträge von Frauen in MINT breitenwirksam sichtbar zu machen. In Zeiten des Fachkräftemangels und noch zu geringer Zahlen von Frauen in den klassischen MINT-Fächern wie der Elektrotechnik, der Informatik, der Physik und dem Maschinenbau unverzichtbar, um mehr Frauen für MINT zu gewinnen.

Auf Frauen-Informatik-Geschichte heißt es zu Lovelace’s mathematischen Talent

Ada Lovelaces mathematisches Verständnis zeichnete sich durch außerordentliches Vorstellungsvermögen aus. Sie war davon überzeugt, dass eine Maschine eines Tages dafür genutzt werden könne, komplexe Musikstücke zu komponieren und Graphiken zu erstellen, und sowohl wissenschaftliche wie praktische Anwendung finden werde. Sie sollte Recht behalten.

Die Zahlenzauberin kürt Emmy Noether zu ihrer “Tech Heroine” und auch das Piratenweib und Helga auf Drop the Thought machen auf den Tag aufmerksam. In unserer Reihe “Wer war eigentlich…?” berichteten wir im Januar über die russische Mathematikerin Sofja Kowalewskaja.

© www.sidneypadua.com

Comic Geeks, aufgepasst: Auf sydneypadua gibt es außerdem ein Comic, welches zeigt, wie sehr Ada Lovelace ihrer Zeit voraus war.


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Jungs entwickeln, Mädchen konsumieren

27. Dezember 2009 von Magda

Auf sociological images bemerkt Lisa, dass man beim Geschenkeeinkauf auf der Internetseite von Toys”R”Us zwar anfangs nach dem Geschlecht des Kindes gefragt wird, dann aber ähnliche Kategorien auftauchen, in denen man das Spielzeug für Kinder wählen kann. Man kann sowohl für sportliche, technikbegeisterte oder abenteuerlustige Jungs als auch für Mädchen einkaufen. Beim nächsten Klick wird man nach den spezifischen Interessen des Kindes gefragt, wie z.B. Musik, Autos, bauen etc. Auch diese sind beiden Geschlechtern gleichermaßen zugeordnet. Die Autorin fragte sich dann, warum man überhaupt nach Geschlecht sortiert, wenn die Kategorien doch die gleichen sind. Also testete sie die Suchmaschine und markierte jeweils für 12- bis 14-jährige Jungen und Mädchen bei Persönlichkeit “technikbegeistert” und bei Interessen “bauen”. Interessant ist nun, dass sich die von Toys”R”Us angezeigten Geschenkideen für technikbegeisterte Jungs und Mädchen dann doch stark unterscheiden:

(Im Blog gibt es jeweils die ersten 24 Vorschläge; ich poste nur die ersten acht.)

Hier sind die ersten Treffer für Jungs. Sieben Spielzeuge zum Zusammenbauen und ein Gerät zum Musikhören.

Und hier die ersten acht Vorschläge für Mädchen: Ein Gerät zum Zusammenbauen und sieben Geräte zum Hören bzw. Sehen.

Lisa deutet dies wie folgt:

I can’t remember where I originally heard it, but someone somewhere observed that when it came to technology, there was a stereotype that men were the engineers and designers and women were the consumers and users. (…) Sure enough, Toys R Us confirms that girls may like technology, but boys build it.

(Zu deutsch: Ich kann mich nicht erinnern, wo ich es zum ersten Mal hörte, aber jemand hat mal geäußert, dass es, wenn es um Technologie geht, diesen Stereotyp gibt, dass Männer die Ingenieure und Konstrukteure sind und Frauen die Konsumentinnen und Nutzerinnen. (…) Gewiss bestätigt Toys R Us das Klischee, dass Mädchen Technik vielleicht mögen, aber dass es die Jungs sind, die diese entwickeln.)


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