Einträge mit dem Tag ‘Tanz’


Happy, Happy, Happy Anti-Diät Tag!

6. Mai 2014 von Magda
Dieser Text ist Teil 24 von 27 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Seit 22 Jahren wird am 6. Mai der Internationale Anti-Diät-Tag gefeiert. Im letzten Jahr schrieb ich dazu folgendes:

Zu den Zielen des Anti-Diät-Tags gehören unter anderem die Würdigung der Vielfalt von Körpern, das kritische Hinter­­fragen von Schönheits­­idealen, Diät­­produkten und kommerziellen Diäten und das Ein­treten gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von dicken und fetten Menschen.

"Du nennst mich fett, als wäre dies etwas schlechtes. Und das irritiert mich wirklich." - themilitantbaker.com

“Du nennst mich fett, als wäre dies etwas schlechtes. Und das irritiert mich wirklich.” – themilitantbaker.com

Solche internationalen Tage werden häufig bewusst anschluss­fähig gewählt und mit einem knackigen Namen versehen, so dass möglichst eine Viel­zahl von Menschen Bezug dazu aufbauen kann.

Ich finde es daher wichtig, hervor­zuheben, dass es an diesem Tag nicht darum geht, Menschen für ihre Diät­erfahrung zu beschämen, aber die Strukturen der milliarden­schweren Diät­industrie, hegemoniale Schönheits- und Schlankheits­normen, diskriminierende Körper­politiken und gesundheits­gefährdende Diäten kritisch in den Blick zu nehmen.

Es geht auch darum fette Körper abzufeiern, weil unsere Körper selten liebevoll behandelt werden; weil unsere Körper häufig als “mangelhaft”, “krank”, “hässlich”, “ekelhaft”, “unsportlich”, “faul”, “störend” oder “schmutzig” angesehen werden und uns ständig gesagt wird, dass wir “weniger” werden sollen.

Fette Selbstliebe zelebrieren folgende Aktivist_innen in San Francisco beim Fat Flash Mob 2014, der von der Burlesque-Performerin und Schauspielerin Juicy D. Light ins Leben gerufen wurde. Vor wenigen Tagen tanzten sie an drei verschiedenen Orten in San Francisco und nahmen so mit fetter Selbst­verständlichkeit öffentlichen Raum ein. 

Veranstaltungstipp: Die queer­feministische Frauenlesbentrans*Ini und FAT UP laden am 8. Mai 2014 in Berlin zum fetten Filmabend mit Kurzfilmen zu den Themen Fat Shaming (Fettenfeindlichkeit) und Fat Empowerment (Fette Selbstermächtigung) ein. 

Fetter Verteiler: Habt ihr Lust, ab und zu eine E-Mail zu fetten Themen zu bekommen? Dann schreibt mir und ich nehme euch gerne im Verteiler auf: magda[ät]maedchenmannschaft[punkt]net


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Samstagabendreflexion: One Billion Rising

9. Februar 2013 von Magda

Wer bei youtube die Suchwörter “One Billion Rising” (wahlweise mit der Stadt oder dem Land eurer Wahl) eingibt, findet hunderte Videos – Musikvideos, Sprachbotschaften, Tanzanleitungen – die sich an der Bewegung gegen Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* beteiligen, die auch in vielen Städten in Deutschland stattfinden wird. Für unseren Samstagabendbeat wollte ich ein paar schöne Video raussuchen, denn nächste Woche, am 14. Februar, findet One Billion Rising statt.

Etwas irritiert war ich über so manches unglaublich gewaltvolles Video, bei dem ich mich schon fragen muss, ob diese krasse Inszenierung von (sexualisierter) Gewalt wirklich sein muss… Um Menschen ‘wachzurütteln’? Menschen, die betroffen sind von dieser Gewalt müssen bestimmt nicht ‘aufgeweckt’ oder ‘wachgerüttelt’ werden, sondern werden im schlimmsten Fall re-traumatisiert. Ein anderer Aspekt ist die teils problematische Bezugnahme auf Gewalt, die i.d.R. nicht in westlichen Ländern verortet wird. In einer Bewegung, die primär von Initiator_innen aus Ländern wie den USA oder Deutschland getragen wird, stellt sich die Frage, wer an der Konzeption mitgearbeitet hat und aus welcher Perspektive Geschichten von Frauen* und Mädchen* weltweit erzählt werden. In ihrer Stellungnahme (PDF) zu One Billion Rising kritisiert GLADT e.V., dass in dem Kampagnenvideo der Initiatorin Eve Ensler rassistische Stereotype reproduziert werden: sexualisierte Gewalt wird nur von Schwarzen Männern ausgebübt, Weiße Frauen sitzen ordentlich gekleidet im Großraum-Büro, während Women of Color ohne jegliche Tätigkeit in der Wüste laufen.

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Film, Fernsehen, feministische Forschung – kurz verlinkt

25. Januar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 136 von 244 der Serie Kurz notiert

In Computerspielen ist der Standardcharakter meist … standard. Weiß, männlich, durchtrainiert. Aber genau wie Gamerinnen die Nase voll haben von leicht bekleideten Busenwundern, sind auch Computerspieler langsam angenervt vom 08/15-Helden. The Mary Sue über Vorlieben bei der Wahl von Spielcharakteren.

Nach Korruptions- und Manipulationsskandalen ist die südkoreanische Parteienlandschaft in Bewegung geraten, berichtet Bikya Masr. Gleich drei Parteien werden nun von Frauen geführt, die zusammen 262 der 299 Sitze der Nationalversammlung kontrollieren. Trotz enormer Fortschritte in den letzten Jahren ist der Anteil von Politikerinnen in Süd-Korea noch relativ niedrig.

Zehn Autoren, die mal so richtig gegen das Literaturestablishment rebelliert hätten, stellte neulich Flavorwire vor. Ob man wen vergessen habe, fragte man immerhin auch. Hatte man: Keine einzige Autorin erschien in der Liste! Aufgrund der Kritik zog die Seite dann nach und stellte zehn „Bad Girls“ der Literaturgeschichte vor.

Nichts wirklich Neues bei Disney: Jungs sind clever, Mädchen werden nach ihrem Aussehen beurteilt, zumindest wenn es nach einer neuen T-Shirt-Kollektion geht. Goofy, Micky und Donald werden nach ihrem Charakter dargestellt, Minnie ist einfach nur “hot”, so Shine.

Sexuelle Belästigung ist, trotz Gesetzen, in Indien weiter ein großes Problem. Care2 berichtet von einem Vater, dessen Sohn erstochen wurde, als er Frauen schützen wollte. Er appelliert an die Regierung, endlich entschlossen gegen Belästigung vorzugehen.

Wahrscheinlich klettern die meisten von uns nicht unbedingt voller Vorfreude auf den gynäkologischen Stuhl. Aber für Frauen, die eine Vergewaltigung erlebt haben, sind diese Untersuchungen nicht selten einfach nur der blanke Horror. Bei Jezebel gibt es  einen Erfahrungsbericht über die  nötigen Vorbereitungen, damit die Untersuchung dennoch so erträglich wie möglich verläuft.

Der Jahresreader 2011 vom Feministischen Institut in Hamburg ist da.

Warum der Gebrauch des vermeintlich cool-subversiven Begriffs “tranny” problematisch ist, ist nachzulesen bei funkyfest.

Sex and the City-Star Cynthia Nixon hat für Kontroversen gesorgt, als sie in einem Interview verkündete, ihre eigene Homosexualität sei frei gewählt.

Die Historikerin Yasemin Shooman hat für die Deutsche Islamkonferenz die Stereotypisierung muslimischer Frauen in öffentlichen Diskursen untersucht.

2012 geht der Marburger Kamerapreis an die Französin Agnès Godard. Godard wurde für ihre exzellente Arbeit in den vergangenen 20 Jahren sowie für ihren Einfluss und ihren Beitrag zum europäischen Kino ausgewählt. Am 2. März wird der Preis im Rahmen der 14. Marburger Kameragespräche verliehen. Die Vorreihe zu den Kameragesprächen beginnt am 8. Februar mit der Vorführung von Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c’est tout) im Marburger Filmkunsttheater.

Allerhand wissenswertes über die explizit antifeministische,  gerne mal am äußeren rechten Rand entlanglavierende Männerrechtsbewegung und ihre Aktivitäten hat das Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung in einer umfangreichen Studie  zusammen getragen. Die komplette Publikation ist als pdf gratis herunterzuladen. Auch der österreichische derstandard berichtet und zitiert einen beteiligten Wissenschaftler: “Es geht den Akteuren – und das sind nicht nur Männer – um die Stärkung oder zumindest den Erhalt männlicher Vorrechte und das Zurückdrängen feministischer Argumentationen bzw. Institutionen. Dies gipfelt teilweise in Vernichtungsphantasien gegen den Feminismus und auch gegen einzelne feministische Personen.”

Und noch ein paar Termine: (mehr …)


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