Einträge mit dem Tag ‘Studien’


Schminke, Kekse, Schmierereien – die Blogschau

21. Januar 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 141 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Schminktipps mal anders: Lucie von klirrr macht sich Gedanken über die ver­meintlichen Unterschiede zwischen “natürlichem” und “künstlichem” Look und die Auswirkungen auf unser Schönheitsempfinden.

“Heldin des Alltags”: eigentlich ein irgendwie komischer Begriff, aber auf Irmela Mensah-Schramm, die seit 25 (!) Jahren unermüdlich in und um Berlin geklebte und gekritzelte Naziparolen wegkratzt, übermalt und entfernt und dafür nicht selten Ärger mit offiziellen und selbsternannten Ordnungshüter_innen bekommt, passt er dann doch ganz schön gut. Eine kleine Hommage gibt es bei laaleeluu.

Über den Umgang mit von gängigen Normen vermeintlich abweichenden sexuellen Identitäten bei Kindern inklusive krasser Pathologisierung ärgert sich das Mädchenblog. Zu Recht. Eine verstörende Geschichte dazu, erzählt im Interview einer betroffen(gemacht)en Familie, gibt es auch bei ATME e.V. – Aktion Transsexualität und Menschenrecht.

Immer wieder Kackscheiße in der Werbung – hier aufgespießt von kulturindustrie und wahnsinn. (weiterlesen …)


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Die Mädchenmannschaft wird erforscht – und du kannst mitmachen!

28. September 2011 von Magda

Laura Gruber studiert im Doktorat Kommunikations­wissen­schaft an der Universität Salz­burg und schreibt eine Dissertation zum Thema „Die Verhand­lung von Geschlecht/-lichkeit(en) im Inter­net“. Ihre Arbeit deckt dabei feministische Öffent­lich­keiten im Internet ab.

Bild des Logos der Mädchenmannschaft: Ein Mund mit pinker FlüstertüteSo sollen auch die Leser_innen der Mädchen­mannschaft in einer Umfrage zu Wort kommen. Die Befragung ist eine Vor­erhebung – eine breiter angelegte Studie soll im nächsten Jahr folgen (dann auf einer Viel­zahl von Weblogs). Bei der aktuellen Umfrage geht es um mehrere Fragen, so Laura Gruber: “Wieso lesen Menschen feministische Weblogs? Wie kommen sie zu diesen (Suchmaschinen, Twitter, Facebook …)? Beteiligen sie sich an Debatten auf den Web­logs und verbreiten sie aktiv die Inhalte?”

Noch bis zum 17. Oktober 2011 könnt ihr bei der ca. 5-10 minü­tigen Mädchenmannschaft Leser_innen-Befragung mitmachen. Die Er­­geb­nisse der Studie werden nach Be­endigung hier auf dem Blog vor­gestellt.


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Bücher, Pin Ups und Piraten – die Blogschau

24. September 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 126 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Biergartensaison neigt sich ja langsam dem Ende zu und es beginnt die Zeit im Jahr, die mit einem guten Buch in der Hand auf dem Sofa verbracht wird. Deswegen starten wir mit zwei Buchbesprechungen: Luise F. Pusch hat „Vom Brahmsee bis Shanghai: Begegnungen mit Leuten von Format“ gelesen: “Warum Frauen keine Leute von Format sind.” Und Girls Can Blog kommentiert “Verboten Verfemt Vertrieben. Schriftstellerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus” von Edda Ziegler.

Sind Männer die besseren Pin Ups? Urteilt selbst bei riotgrrrlberlin.

Die denkwertstatt mit einer Notiz zu einer Studie über die Farbe rosa und ob die weibliche Vorliebe dafür nun angeboren ist oder nicht.

Tessa Bücker hat für den FAZ Blog (neue) coole online Magazine für und von jungen Frauen gelesen und für die NZZ ein paar Männermagazine. Die ungekürzte Version dieses Artikels gibt’s in Tessas eigenem Blog flannel apparel.

Sina’s Blog berichtet über die Situation von Sexarbeiterinnen in der Schweiz.

Im Blog des Missy Magazin: Ein sehr lesenswertes Interview “zum Umgang des Strafrechts mit sexualisierter Gewalt”.

queernews.at berichtet über die geplante Belgrader Regenbogenparade am 2. Oktober und den damit verbundenen Aufruf von Amnesty International.

anarchieundlihbe schreibt über Kommentare, Moderationspolitik und Trolle. Danke dafür.

affectionista
schreibt über Frauen im Filmgeschäft und beklagt vor allem, dass es ihrer Beobachtung nach oft Frauen sind, die gegen andere Frauen arbeiten: “ungleich gestellt”

Feminismus, Politik und Alltag heißt ein neuer Blog, dessen Einstandsartikel wir euch gerne ans feministische Herz legen würden.

Ja, und dann waren da ja noch diese Wahlen in Berlin. Die Piraten sind ins Abgeordnetenhaus eingezogen und das ist ein guter Anlass für die feministischen Blogs, mal wieder über die Genderfrage zu diskutieren. Nach dem Klick folgen ein paar ausgewählte Beiträge zum Thema. Und Termine gibt’s auch noch. Ganz ohne Piraten.
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Anstieg von Hassverbrechen in den USA

14. September 2011 von Magda

So ziemlich genau vor einem Jahr er­schütterte eine Reihe von Selbstmorden unter Teenagern in den USA die US-amerikanische Gesellschaft. Rund zehn Jungen zwischen 13 und 19 Jahren nahmen sich innerhalb eines Monats das Leben, weil sie massiven homo­phoben Mobbings ausgesetzt waren. Die Kampagne It gets better, die LGBT-Jugend­lichen Mut machen sollte, ver­sprach, dass “alles besser werden würde” (das Pro­jekt selbst erntete neben einer Menge Lob auch Kritik, z.B. von der queeren Theoretikerin Jasbir Puar).

Vor einigen Wochen veröffentlichte die National Coalition of Anti-Violence Programs (NCAVP) nun ihren aktuellen Hate Violence-Report (PDF), in dem Gewalt­ver­brechen gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans­gender, Queers (LGBT*Q) und HIV-Infizierte in den USA doku­mentiert und als Hassverbrechen – so genannte hate crimes - sicht­bar gemacht werden. Hate crimes sind (Gewalt-)Ver­brechen an Menschen auf Grund ihrer zu­ge­schriebenen oder selbst­ge­wählten Identität.

Der Report zeigt auf, was viele bereits ver­muteten: Im Ver­gleich zu 2009 wurden 2010 13% mehr Hass­ver­brechen gegen LGBT*Q und HIV-Infizierte gemeldet – insgesamt 2.503 Betroffene. Die Zahl der Morde stieg um 23% von 22 auf 27 an. Von hate crimes betroffen sind über­durch­schnitt­lich oft Trans­gender und People of Color¹, ins­besondere Trans­gender of Color. Die Täter_innen, meist zwischen 19 und 39 Jahre alt, setzen sich zu zwei Dritteln aus Männern und einem Drittel Frauen zusammen – nur eine einzige Tat wurde von einer Trans Person verübt. Zu den am häufigsten aus­geübten Über­griffen ge­hören ver­bale Belästigungen, Dis­kriminierung, Ein­schüchterungen und tät­liche An­griffe (mit und ohne Waffen).

Die NCAVP betont jedoch, dass die Statistiken wohl nicht die Realität ab­bilden: Die genaue An­zahl der Ver­brechen gegen LGBT* und HIV-Infizierte lässt sich kaum er­mitteln. In Gefäng­nissen oder in (ländlichen) Ge­genden, in denen es keine oder schwer erreich­bare Anti-Gewalt Anlauf­stellen gibt, können die Taten auch nicht auf­ge­zeichnet wer­den – und landen somit nicht im Report.

via: an.riss international, “Hate Crimes” (an.schläge.at, 9/11).
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¹ Die Bezeichnung People of Color (PoC) ist eine selbst­be­stimmte Be­zeichnung von und für Menschen, die nicht weiß sind.


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Burkaverbote verhindern Emanzipation

13. September 2011 von Magda

Im Zuge der so genannten “Burka-Verbote” in Frankreich, Belgien und in Teilen Spaniens im letzten Jahr führten wir auf der Mädchenmannschaft heiße Diskussionen über den Sinn und Unsinn solcher gesetzlichen Vorstöße. In der Diskussion um das Ver­mummungs­verbot in Belgien fragte ich mich, wer eigent­lich von diesen Gesetzen profitiert: Sind es die Niqab- und Burkaträgerinnen, die sich nach dem Ab­legen der angeblich so unliebsamen Ganz­körper­verhüllung plötzlich in einer ach-so-emanzipierten Gesell­schaft befinden oder ist es nicht viel mehr die Mehr­heits­ge­sell­schaft, die sich eines un­liebsamen Kleidungs­stückes entledigt, das ihrer Meinung nach für den “gefährlichen” Islam und Frauenverachtung steht – ohne, dass die Trägerinnen selbst dazu befragt werden.

Kriker_innen der Verbote waren und sind sich einig: Gesetz­liche Maß­nahmen in Form von Verboten führen nicht zu Emanzipation, sondern zu erhöhter Stigmatisierung der Burka- und Niqabträgerinnen und nähren die bereits existierenden gesamt­gesell­schaft­lichen anti-islamischen Ressentiments. Nicht nur die Verbote, sondern bereits die Debatten um “den Islam”, “die verschleierten Frauen” oder “die unter­drückten Muslima” führen zu einer Verschärfung der klischee­beladenen und ein­dimensionalen Zu­schreibungen an Muslima und/oder Frauen mit (Voll-)Verschleierung, die teils zu skurrilen Koalitionen von zum Beispiel Rechts­populist_innen und diversen Frauen­rechtler_innen führt.

Eine vor einigen Monaten veröffentlichte Studie mit 32 Burka- und Niqab­trägerinnen in Frankreich be­stätigt die An­nahmen der Kritiker_innen: Die unter der Lei­tung von Naima Bouteldja und von der Open Society Foundation durch­ge­führte Studie beschreibt die zum Teil entwürdigenden Erlebnisse der Teil­nehmerinnen nach dem In­kraft­treten des Ver­bots in Frankreich. Fast alle Studien­teil­nehmerinnen berichten von sexistischen und rassistischen Be­leidi­gungen, wenn sie in der Öffent­lich­keit unterwegs sind – teils auch von anderen Muslim_innen. Einige erlebten gar körperliche Angriffe, z.B. das Herunter­reißen der Schleier. Durch die medial an­ge­heizte Diskussion und das Verbot werden Mitmenschen auf der Straße also plötzlich zu Hüter_innen von Recht und Ordnung. Die mögliche Konsequenz: Jene Frauen, die vom Gesetz betroffen sind, meiden öffentliche Ein­richtungen und Plätze, um den An­feindungen aus dem Weg zu gehen. Die Möglichkeiten zur Aus­übung eines Berufes oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit sind dadurch enorm ein­ge­schränkt: Voll­verschleiert fallen diese Optionen weg.

Das Fazit der Studie: Durch das französische Ver­bot sind Niqab- und Burkaträgerinnen einer erhöhten Stigmatisierung ausgesetzt, hören vermehrt diskriminierende Äußerungen, sind teilweise von körper­lichen Über­griffen und von (räumlicher) Isolation betroffen. Emanzipation? Sieht wohl nicht so aus.

Links und Beiträge zum Thema:


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Menstruations-Sex, Frauen in den neuen Ländern und weibliche Fans – kurz notiert

9. September 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 120 von 138 der Serie Kurz notiert

Der Kinofilm “Circumstance” schildert das Leben zweier Lesben im Iran. Darüber, dass die Bilder im Film der Realität kaum standhalten, berichtet The Daily Beast.

Black Feminist Working Group veröffentlicht ihren 12-Punkte-Plan “What Sistas Want, What Sistas Believe“. Darunter fallen unter anderem eine Umverteilung von sozialen, ökonomischen und kulturellen Ressourcen, die Repräsentation ihrer Vielfältigkeit genauso wie die Umstrukturierung des Strafjustizsystems.

Die taz hat sich die neuen Sonderhefte für “Mollige” von Brigitte und Freundin angeschaut. Fazit wie bei allem, das es eigentlich abzuschaffen gilt: Sonder­repräsentations­flächen sind kein Zeichen von im-Mainstream-angekommen.

Soso: Räumliches Denkvermögen hängt nicht vom Geschlecht, sondern dem Grad der Bildung ab, schreibt Spiegel.Online.

Und noch mal Spiegel.Online: In Hamburg will ein Gründer­zentrum mehr Frauen zur Freiberuflichkeit verhelfen.

Mit einer (nicht ganz neuen) Slideshow klärt the society pages darüber auf, warum Biologie kein Grund dafür ist, dass es so wenig Frauen im Informatikbereich gibt.

Menstruations-Sex verteidigt feministe. Kann ich nur zustimmen: wirkt wunderbar entkrampfend und schön glitschend ist es auch.

Eine neue Studie will untersuchen, warum junge Frauen so selten Ingenieurs­studiengänge anstreben und was man dagegen tun könnte.

Mit einer ausführlichen Tour durch die Rock’n Roll Jahrzehnte stellt Rachel Rabbit White die Frage, ob Groupie Bashing nicht etwas zu voreilig ist und was dieser Lebens­stil mit Feminismus zu tun haben könnte.

Am 20. September 2011 wird das US-amerikanische Don’t Ask Don’t Tell (DADT) endgültig Geschichte sein. Womanist Musing erinnert daran, dass dieser Tag nicht alle LGBT-Soldat_innen gleichermaßen zum Feiern animiert: Für Trans*menschen bleibt DADT weiterhin intakt.

Nach dem Klick gibt es noch ein paar Termine… (weiterlesen …)


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Wie misst man Geschlechtergerechtigkeit?

18. Oktober 2010 von Magda

Spiegel Online befasst sich mit einem “deutschen Reizthema – die Gleichstellung der Frauen” – und titelte vor ein paar Tagen: “Deutschland fällt bei Frauen-Gleichstellung zurück”. Waaas?! Unerhört! Aber es wird sogar noch schlimmer: Den aktuellen Global Gender Gap Report in investigativ-journalistischer Manier untersuchend fällt dem Autor oder der Autorin ebenfalls auf: Lesotho und Südafrika sind in der Auswertung sogar noch vor Deutschland gelandet. Welt Online lässt es sich nicht nehmen und skandalisiert gleich mit: “Deutsche bei Emanzipation schlechter als Lesotho”. Da fallen ja die Weißwürste vom Teller!

Die ersten 20 Länder des Global Gender Gap Index (Screenshot)

Die ersten 20 Länder des Global Gender Gap Index (Screenshot)

Aber mal von vorn: Der Global Gender Gap Report vom World Economic Forum prüft seit 2006, wie es um die Kluft zwischen Frauen und Männern in der Wirtschaft, (zum Beispiel bei Lohngleichheit oder Aufstiegschancen), beim Zugang zur Grund- und höheren Ausbildung, bei der politischen Beteiligung sowie bei Gesundheit und Lebenserwartung in den einzelnen Ländern steht.

Gemessen werden – wie übrigens auch Welt Online trotz reißerischen Titels betont – relative Differenzen zwischen den Geschlechtern, um einen internationalen Vergleich überhaupt erst möglich werden zu lassen. Die absolute wirtschaftliche Entwicklung des Landes spielt bei dem Ranking keine Rolle. Bewertet wird ebenso wenig die Gleichstellungspolitik (und deren Qualität), sondern lediglich Faktoren, die klar quantifizierbar sind: Wie viele Mädchen und Jungen gehen jeweils in die Schule, wie viele Ministerinnen gibt es im Vergleich zu Ministern etc. Das ist die Stärke der Studie in Hinblick auf Vergleichbarkeit, aber offenbart auch ihre Grenzen: Gleichberechtigung ist eben nicht nur in Zahlen messbar.

Die deutschen Geschlechterverhältnisse haben sich sogar verbessert und trotzdem sinkt Deutschland um einen Platz, weil die Werte der anderen Länder zur gleichen Zeit noch schneller gestiegen sind. So stellt sich die Frage, wie hilfreich solche Studien sind, wenn zwar ein hoher Wert an quantitativ ermittelter Geschlechtergerechtigkeit aufgezeichnet wurde, aber ganz andere Probleme im Land vorherrschen. Ein Beispiel: Gehen im Land X 40% aller Jungen und 39% aller Mädchen auf eine weiterführende Schule, ist der gender gap zwar niedrig und der Wert für Geschlechtergerechtigkeit hoch. Was sich in der Studie aber kaum niederschlägt: Eine Menge Kinder – ob Junge oder Mädchen – gehen nach der Grundschule ab. Land X punktet zwar in der Gleichstellung, die Frage aber bleibt: Hat Land X ein zufriedenstellendes Bildungssystem?

Kritikwürdig an der Studie ist außerdem, dass sich ein gender gap zu Ungunsten von Jungs und Männern nicht negativ auf den Index ausschlägt. Welt Online merkt an, dass zum Beispiel der niedrige Männeranteil in isländischen Universitäten als geschlechtergerecht gewertet wird.

Was neben der ganzen “Wir sind noch hinter Lesotho!!”-Hysterie und den methodischen Fallen außerdem wenig Beachtung findet: Auch die Länder der vorderen Plätze haben nach den berechneten Faktoren keine Gleichberechtigung. Islands Wert von 0,85 entspricht eben auch nur einer knappen Zwei auf der schulischen Notenskala. Ob nun im Vergleich zu Lesotho oder Island: Deutschland hat noch einiges zu tun in Sachen Geschlechtergerechtigkeit.


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Von reichen Chinesinnen und Alltagsbelästigungen

15. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 50 von 138 der Serie Kurz notiert

Keine Lust auf Informatik? Einer Umfrage zufolge sind das Elternhaus und fehlende Rollenbilder verantwortlich am Frauenmangel in den IT-Fächern.

Meldung aus der Sprachwissenschaft: Magnus Pettersson analysiert in seiner Dissertation die Verwendung geschlechtsspezifischer Personenbezeichnungen (englischsprachiges Abstract).

Chloe von Feministing ärgert sich darüber, dass sie ungefragt von fremden Männern auf der Straße in New York betatscht wird.

Eine Studie im Auftrag von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin kommt zu dem Schluss, dass die Workplace Policy ein wirksames Instrument gegen häusliche Gewalt ist: Wissenschaftliche Studie zur Evaluation der Implementierung des Workplace Policy Konzeptes in Berlin (PDF).

Elf der zwanzig reichsten Frauen der Welt sind Chinesinnen. Ein Erklärungsansatz könnte die traditionelle Akzeptanz arbeitender Frauen sein, wie dieStandard.at berichtet.

Queernews.at berichtet, dass die amerikanische Bundesrichterin, die im September Don’t Ask, Don’t Tell (DADT) – jene Bestimmung, nach der Schwule und Lesben aus dem Militärdienst entlassen werden können, wenn ihre sexuelle Orientierung bekannt wird, für verfassungswidrig erkannte, erließ gestern eine Verfügung zur sofortigen Aussetzung der Durchführung von DADT.


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Der kleine Unterschied ganz groß: Frauen im Netz

11. August 2010 von Magda

ComScore hat im Juni dieses Jahres eine Studie mit dem Titel Women on the Web: How Women are Shaping the Internet veröffentlicht, in der Zahlen und Statistiken zu Phänomenen aufgelistet sind, die ein Großteil der internetaffinen Menschen wahrscheinlich kaum überrascht: Der so genannte Gender Gap – die Ungleichheit des Zugangs zur Online-Welt in Hinblick auf Geschlecht – schließt sich zunehmend. Von den Internetuser_innen weltweit sind heute 54% männlich und 46% weiblich. In Singapur, den USA, Kanada, Neuseeland und Russland sind mindestens 50% oder mehr der Nutzer_innen weiblich, in Indien und Indonesien sind deren Anteile mit jeweils 28% und 35% am geringsten.

Obwohl Frauen und Männer im Internet in vielen Teilen der Welt quantitativ fast gleich stark vertreten sind, unterscheiden sich deren Nutzungsverhalten – wenn auch in vielen Bereichen nicht dramatisch: Weltweit verbringen Frauen mehr Zeit mit E-Mails, Instant Messenger (IM), Fotoseiten und insbesondere auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ.

Share of time spent online: Female vs. Males (zum Vergrößern bitte klicken)

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Gender Pay Gap und anderes

14. Juli 2010 von Barbara
Dieser Text ist Teil 6 von 13 der Serie Der F-Blick in die Politik

In dieser Kolumne werden die politischen Aktivitäten der Bundesregierung rund um das Reizthema “Frauenpolitik” kritisch betrachtet, das sich zumeist hinter der Familienpolitik verstecken muss.

Gleichberechtigung soll leichter werden: “By making the law easier to understand, the Equality Act will help businesses treat staff fairly and meet the needs of a diverse customer base.” Mit diesen Worten kündigte die britische Gleichstellungs-Ministerin Theresa May kürzlich neue Regelungen zum Reizthema “Gender Pay Gap” im Vereinigten Königreich an.

Ein noch deutlicheres Zeichen setzte eine schwedische Feministin: Sie verbrannte 100.000 Schwedische Kronen. Umgerechnet gut 10.000 Euro, die sie von einem Sponsor erhalten hatte, wurden verfeuert; denn das sei der Betrag, den die Frauen des Landes pro Minute weniger verdienten als die Männer. Eine Aktion der schwedischen Partei Feministische Initiative, die für eine Menge Aufmerksamkeit sorgte.

Und in Deutschland? Wurde viel über zwei Studien diskutiert, die von der Süddeutschen Zeitung so verkauft wurden, dass man meinen könnte, Frauen wären der Meinung, dass ihnen “gerechterweise ein geringeres Bruttoeinkommen zusteht als Männern” (wir haben berichtet). Inzwischen haben sich die Verantwortlichen der Studie gemeldet und die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit richtig gestellt: (weiterlesen …)


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