Einträge mit dem Tag ‘Stonewall’


Anstand reicht nicht, Stonewall war ein Aufstand und jetzt Ehe für alle? – kurz verlinkt

28. Juni 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 352 von 361 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Der Rechtsausschuss hat heute mit Mehrheit dem Bundestag die Annahme des Gesetzentwurfes des Bundesrates zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare (so die offizielle Formulierung) empfohlen – ein erster von vielen Schritten im parlamentarischen Prozess. Hanhaiwen analysiert wie je nach Gesetzestext intersexuelle Menschen ausgeschlossen werden, die in Deutschland nicht mehr zwangsläufig ein Geschlecht zugewiesen bekommen. Aus unserem Archiv empfehlen sich zum aktuellen Anlass auch noch einmal Magdas Text „„Homo-Ehe“? Ja. Heteronormativität hinterfragen? Nee.“ von 2013 und Nadines Text „Ehe abschaffen! Und bis dahin: Eheprivilegien umverteilen“ von 2015 (inkl. vieler weiterer verlinkter Artikel).

Anstand reicht nicht“ – Josephine Apraku von Black Lives Matter Berlin spricht in der ZEIT über Rassismus in Deutschland, Straßenumbenennungen und anti-rassistischen Aktivismus.

Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen sowie Mitglieder* (genannt Mitfrauen) der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES haben einen offenen Brief an eben jene Organisation verfasst, in dem sie undemokratische Tendenzen im Verein benennen und sich gegen rassistische Ressentiments stellen.

Schriftstellerinnen kommen in Deutschbüchern nur selten vor. Warum lernen wir nichts über Mascha Kaléko und andere tolle schreibende Frauen, fragt Silvana Schmidt bei Feminismus im Pott.

Nicola Hinz von Das Lied der Dicken Damen ist zu Gast bei Frau TV und spricht über Fett Aktivismus (FB-Link). Einen Blogpost zu den TV-Erfahrungen gibt es auch schon.

Englischsprachige Links

Virgie Tovar schreibt über vier fehlerhafte/ fragwürdige Annahmen zum Trauma-führt-zum-Dicksein-Narrativ.

Nächsten Monat findet das Cutie.BPoC Festival (ein Festival von und für Queer_Trans*_Inter*_Black_and_People_of_Color) in Kopenhagen statt. Spendet Geld für diese wichtige Veranstaltung!

Bei Mild & Wonderful gibt es diesen super Post: Stonewall Riot + 5 Names to Know. Denn wie wir bereits auf unserer Facebook-Seite schrieben: Kenne deine Geschichte und Vorkämpfer_innen! Stonewall war ein Aufstand!

Deadline 15. September: CfP: International Workshop „Demographic Change, Women’s Emancipation and Public Policy: Interrogating a Divisive Nexus ­ Gender and Intersectional Perspectives“ , 18-20 April, 2018, Bochum (Germany).

Termine in Berlin, Bremen, Gersdorf, Köln, Mannheim, Wien, Wuppertal, Würzburg :

Den ganzen Juni über finden Veranstaltungen in Berlin im Rahmen des Black Lives Matter Monats statt. Das gesamte Programm findet ihr auf der Webseite von Black Lives Matter Berlin.

28. Juni in Wuppertal: Heute nachmittag hält Magda zum letzten Mal ihren Vortrag (Mein) Fett ist politisch.

29. Juni in Berlin: Afrofeminismen – Wer ist da mitgedacht? Ab 19 Uhr diskutieren Jasmin Eding (Mitbegründerin von ADEFRA e.V., arbeitet in einem Projekt für geflüchtete Menschen), anouchK ibacka valiente (Gender-Aktivistin, Autorin) und Stefanie-Lahya Aukongo (Autorin, Poetin, Kuratorin, Fotografin, Aktivistin, Workshop-Teamerin und Sängerin). (FB-Link)

6. Juli in Köln: Die Queer Roma Initiative hat eine Diskussion zu „Zwischen Intersektionalität & Asyl“ organisiert. (FB-Link)

6. Juli in Wien: Rechtliche Infos und praktische Tipps rund ums Plakatieren, Stickern und Sprayen gibt es ab 16 Uhr.

8./ 9. Juli in Mannheim: SPOKEN WORD Empowerment-Workshop für trans* Jugendliche und junge Erwachsene von 14-26.

11. Juli in Berlin: Ab 14 Uhr beginnt eine Informationsveranstaltung zum Hochschulzugang. Anmeldung per Email bis zum 2. Juli 2017 bei Yasmin Yassinat (yassinat(at)htw-berlin.de) (PDF)

14. bis 16. Juli in Berlin: Festival für ein offenes und solidarisches Neukölln.

14. bis 21. Juli in Würzburg: Aktionswoche Queere Kämpfe verbinden.

2. bis 9. August: Das Wer lebt mit wem? Camp lädt zu Diskussionen und Austausch rund um verschiedenste Zusammenlebensformen. http://www.wer-lebt-mit-wem.de/

7. bis 25. August in Bremen: Im August finden gleichzeitig die 20. Informatica Feminale und 9. Ingenieurinnen-Sommeruni statt.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Jenseits von #Ehefüralle: Trans_Kämpfe in den USA

16. Juni 2015 von Magda
Dieser Text ist Teil 20 von 34 der Serie Die Feministische Videothek

Auf nytimes.com gibt es eine sehenswerte englischsprachige Reportage über die jahrzehntelangen aktivistischen Kämpfe von Trans_Menschen in den USA, insbesondere Trans_Frauen of Color. Die Reportage thematisiert die frühen Kämpfe von LGBT inklusive der tagelang andauernden Stonewall-Kämpfe von 1969, dem „Geburtsort“ der US-amerikanischen LGBT-Bewegung.

Was oftmals unerwähnt bleibt: Tragende Rollen spielten Trans_Frauen of Color wie Marsha P. Johnson oder Sylvia Rivera. In massenmedialen Erzählungen oder Mainstream schwullesbischen Kämpfen spielen Trans_Realitäten und Trans_Rechte heute hingegen kaum eine Rolle. Gay Marriage – das deutsche Äquivalent: „Ehe für alle“ – sei nur deshalb eine so zentrale Forderung, weil dringende Probleme wie Armut, Wohnungslosigkeit, medizinische Unterversorgung und Gewalt in LGBT-Bewegungen an den Rand gedrängt werden. Die interviewte Aktivistin Lourdes Ashley Hunter vom Trans Women of Color Collective stellt fest: „Ehe [für alle] ist nicht oberste Priorität – nicht für Schwarze Trans_Frauen“*

Die Reportage enthält Beschreibungen von (sexualisierter) Gewalt.

* „The priority is not [gay] marriage – not for Black trans women.“ – Lourdes Ashley Hunter (Trans Women of Color Collective)


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Archäologische Ausgrabungen in Treblinka, Anti-Street-Harassment Woche und weiterer Widerstand – kurz verlinkt

3. April 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 236 von 361 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Der Berliner CSD bennent sich in Stonewall Berlin um. LesMigraS macht in einer Erklärung deutlich, dass die Umbenennung allein nicht genügt und zeigt auf, wie eine neue Stonewall-Bewegung aussehen würde.

Mit dem Magazin progress spricht Christina Antonakos-Wallace über den Dokumentarfilm „with wings and roots“, der die Geschichten migratisierter Menschen in Berlin und New York erzählt.

„Sie tragen pinkfarbene Saris und pinkfarbene Knüppel, belagern Polizeistationen und Regierungsgebäude, blockieren Straßen und stürzen Politiker: Die Frauen der Gulabi Gang setzen sich in Indien gegen die Herrschaft der Männer zur Wehr.“, schreibt SpiegelOnline.

Bei der ZEIT wird die Feministin Anita Augspurg vorgestellt, die sich unter anderem während des 1. Weltkriegs für Frieden und internationalistischer Perspektiven einsetzte, für Frauenrechte und gegen patriarchale Strukturen (wie die Ehe) antrat und 1923 in Bayern die Ausweisung Hitlers wegen Volksverhetzung beantragte.

Und die neue Ausgabe der an.schläge ist erschienen. Auch online lässt sich wie immer einiges nachlesen zum Titelthema Abtreibung beispielsweise ein Interview mit der Gründerin von Women on Web und Women on Waves und zwei Erfahrungsberichten.

englischsprachige Links

Archäolog_innen haben in Treblinka erste physische Beweise für Gaskammern freigelegt. Mehr Infos zu Treblinka gibt es hier.

Diese Woche ist Anti-Street Harassment Week. Das finden Aktionen in vielen Ländern der Welt statt. Für Deutschland gibt es zum Beispiel eine Facebookseite mit Informationen.

In der Erzählung um die mexikanisch-amerikanische Arbeiter_innen-Bewegung steht César Chávez im Mittelpunkt, so ist ihm auch ein neuer Film mit passendem Titel gewidmet: „César Chávez: An American Hero“. Doch was ist eigentlich mit den Aktivistinnen? Colorlines beschäfftigt sich mit deren Engagement und der Herausschreibung aus der Geschichte.

Feministing schreibt über mexikanische indigene Frauen und wie deren reproduktive Rechte auf vielen Ebenen aus sexistischen und rassistischen Gründen missachtet werden.

Termine

08.-13.04. in Köln: FrauenFilmFestival.

Und schon einmal den Terminkalender zücken: Im Mai geht die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie auf Lesereise in Deutschland und der Schweiz.


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