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	<title>Mädchenmannschaft &#187; Stillen</title>
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		<title>Sexismus, David Beckham und Klischees über Veganer_innen &#8211; die Blogschau</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 09:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
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		<description><![CDATA[I do give a damn setzt sich mit Klischees über Veganer_innen auseinander. High On Clichés gibt Tipps, wie mensch sich widerständig gegenüber rape culture positionieren kann. Teil 1, Teil 2. Manu bloggt geht der Reproduktion von Zweigeschlechtlichkeit in Spielzeugläden nach. Das Missy Magazine hat die Macherinnen vom Girl Gang Zine interviewt. Die Spielfeldschnitte bedankt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>I do give a damn</em> setzt sich mit <a href="http://idogiveadamn.blogspot.com/2012/02/ich-bin-das-klischee.html" target="_blank">Klischees über Veganer_innen</a> auseinander. </p>
<p><em>High On Clichés</em> gibt Tipps, wie mensch sich widerständig gegenüber rape culture positionieren kann. <a href="http://hoc.twoday.net/stories/tw-you-can-stop-rape-schritt-1/" target="_blank">Teil 1</a>, <a href="http://highoncliches.wordpress.com/2012/02/07/tw-you-can-stop-rape-schritt-2-rape-culture/" target="_blank">Teil 2</a>. </p>
<p><em>Manu bloggt</em> geht der <a href="http://manubloggt.de/index.php?/archives/284-Die-ReProduktion-von-Jungs-und-Maedchen-im-Spielzeugladen.html" target="_blank">Reproduktion von Zweigeschlechtlichkeit in Spielzeugläden</a> nach. </p>
<p>Das <em>Missy Magazine</em> hat die <a href="http://missy-magazine.de/2012/02/05/dann-mache-ich-eben-das-gegenteil-interview-mit-maren-und-kirsten-vom-girl-gang-zine/" target="_blank">Macherinnen vom Girl Gang Zine</a> interviewt.</p>
<p><em>Die Spielfeldschnitte</em> bedankt sich bei Thees Uhlmann für eine <a href="http://www.spielfeldschnitte.blogspot.com/2012/02/ecke-des-monats-danke-thees.html" target="_blank">kritische Nachfrage in Sachen Sexismus</a>.</p>
<p><em>Die Fuckermothers</em> kritisieren die <a href="http://fuckermothers.wordpress.com/2012/02/08/stillfotos-vs-facebook/" target="_blank">Bilder-Politik von Facebook</a>, Fotos von stillenden Müttern aufgrund von Verletzungen gegen die Nutzungsbedingungen zu löschen.</p>
<p><em>Diana</em> analysiert die aktuelle <a href="http://dianaschreibt.wordpress.com/2012/02/09/vielen-dank-mr-beckham/" target="_blank">H&#038;M-Werbekampagne mit David Beckham</a> und ist erstaunt über die veränderten Blicke und Brüche in der sonst so eintönig heteronormativen wie sexistischen Werbelandschaft.</p>
<p><em>Rheinsalon</em> stellt fest: Wenn Väter sich mehr an der Haus- und Erziehungsarbeit beteiligen, haben ihre <a href="http://rheinsalon.wordpress.com/2012/02/07/erleichterung-fur-berufstatige-mutter/" target="_blank">Kinder in der Schule bessere Noten</a>.</p>
<p><em>Anders Deutsch</em> fasst noch einmal die Debatte um die <a href="http://andersdeutsch.blogger.de/stories/1997403/" target="_blank">Diskriminierung eines Trans*Kindes</a> zusammen, dem keine Hormonbehandlung zugestanden wird. </p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=27008&amp;md5=b66dd7c10a4c49de8a1fe0bee85eb821" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
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		<title>Mütter sollten ihre Möpse bedecken – jedenfalls wenn sie rechnen können</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 08:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Macchiato-Mütter]]></category>
		<category><![CDATA[Muttermythen]]></category>
		<category><![CDATA[Stillen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Prenzlauer Berg verstopfen Rinder die Gehwege, verstellen mit ihren Kinderwagen die Cafés und holen ihre unbedeckten Euter heraus, um ihre Kinder zu stillen. So steht es in einem Vorabdruck in der Taz von „Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“ – ein soeben erschienenes Buch der Journalistin Anja Maier. Im Untertitel behauptet die Autorin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Prenzlauer Berg verstopfen Rinder die Gehwege, verstellen mit ihren Kinderwagen die Cafés und holen ihre unbedeckten Euter heraus, um ihre Kinder zu stillen. So steht es in einem <a href="http://www.taz.de/!79576/" target="_blank">Vorabdruck in der <em>Taz</em></a> von <a href="http://www.bic-media.com/dmrs/widget.do?isbn=9783404602995" target="_blank">„Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“</a> – ein soeben erschienenes Buch der Journalistin Anja Maier. Im Untertitel behauptet die Autorin über Edel-Eltern und ihre Bestimmerkinder zu schreiben. Tatsächlich sind ihr Feindbild aber die P-Berger Mütter. Obwohl ihre Fakten nicht stimmen, ihre Beschreibungen von altbekannten Klischees strotzen, erfährt sie erstaunlich viel Zuspruch. Warum dieser Mütter-Hass?</p>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/03/2363767286_5ab316fc42.jpg"><img class="size-full wp-image-9227 alignnone" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/03/2363767286_5ab316fc42.jpg" alt="Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht" width="400" height="300" /></a></p>
<pre>(C) Eva Hillreiner, <a href="http://www.evahillreiner.de/" target="_blank">www.evahillreiner.de</a></pre>
<p>Anja Maier spricht nicht selbst in dem Kapitel, das die <em>Taz</em> druckte, sondern lässt eine Kaffeehausbetreiberin über die schwäbischen „Rinder“ herziehen, die alles bio und antiallergisch wollten, ihre Kleinkinder zum Chinesisch-Unterricht schickten und ihre Ehemänner für all das zahlen ließen, weil sie selbst mindestens drei Jahre Babypause machten.</p>
<p>Die Tirade der Wirtin hat einen heftige Diskussion in der <a href="http://www.taz.de/Kaffeehauschefin-ueber-Macchiato-Muetter/Kommentare/!c79576/" target="_blank">Kommentarspalte der <em>Taz</em></a> hervorgerufen und Betrachtungen des Problems in zahlreichen Zeitungen. Interessant daran ist, dass die meisten den Ost-West-Konflikt sehen: Alt-Ostberliner gegen zugereiste Schwaben. Nur wenigen fällt auf, dass die Beschreibung von Müttern als Rinder, die ihre Euter herausholen, wohl so ziemlich die übelste sexistische Beschimpfung von Frauen ist, die einem in den letzten Jahren jenseits von Mario Barth untergekommen ist. <span id="more-25933"></span></p>
<p>Haben unsere Mütter nicht in den Siebziger Jahren dafür gekämpft, dass sie in der Öffentlichkeit stillen durften? Richtig: Das war in Westdeutschland. Und frau könnte sich im Sinne der Ostberliner Wirtin fragen, ob denn öffentliches Stillen so eine tolle Errungenschaft ist, wenn die Mütter den ganzen Tag im Café sitzen, sich nur um die Blagen sorgen und dem Mann auf der Tasche liegen, der derweil mit der Sekretärin knutscht.</p>
<p>Das Problem an diesem Bild ist, dass es nicht stimmt. P-Berger Mütter sind überwiegend berufstätig. Das hätte Anja Maier merken können, wenn sie ihr Manuskript auf logische Widersprüche untersucht hätte. So moniert sie etwa im ersten Kapitel steuerfinanzierte Elternschaft, bedauert, dass die Mütter ihren Beruf für ihre Kinder aufgeben und behauptet nur einen Absatz weiter, dass diese Typen, die irgendwas mit Medien machen, Fantasiemieten zahlen können (Seite 14). Wie man irgendwas mit Medien machen kann, teure Miete zahlen und auch noch Partner und Kinder durchfüttern, würde ich mir gern mal verraten lassen! Dass sich die P-Berger Eltern Bioessen und teure Mieten leisten können, liegt eben genau daran, dass die Frauen sich nicht von Männern durchfüttern lassen. Dass die stillenden Mütter schon 40 sind, wie Anja Maier mehrfach verächtlich bemerkt, widerspricht ihrer Behauptung sie sähen ihre Rolle nur als Mutter und in ihren Kindern den einzigen Lebensinhalt.</p>
<p>Entgegen aller polemischen Beschreibungen sind die Spielplätze am P-Berg an Werktagen leer. Für voll halten könnte sie nur, wer nicht weiß, dass so ein Spielplatz am Wochenende nicht fünf sondern 50 Kinder fasst. Bis vor kurzem hat der Vater meiner Kinder dort gewohnt, ich im angrenzenden Wedding. Unsere Kinder gingen in eine Kita auf halbem Weg – und das war im P-Berg. Dort gab es genauso viele Gruppen für unter Drei-Jährige wie für Kindergartenkinder; die meisten blieben bis 16 Uhr, viele auch länger. Wer keine Berufstätigkeit nachweisen kann, bekommt solche Kita-Plätze gar nicht.</p>
<p>Wie Anja Maier sind wir inzwischen an den Stadtrand gezogen. Im Gegensatz zu ihr haben uns allerdings nicht die verzogenen Gören der Nachbarn vertrieben: Im P-Berger Altbau meines Freundes gab es nur drei Kinder. In meinem Weddinger Sozialbau indes 27 auf fünf Etagen. In diesem Zahlenverhältnis offenbart sich ein weiterer Mythos, den Anja Maier verbreitet, obwohl er schon vielfach widerlegt wurde. Der P-Berg ist tatsächlich weit weniger kinderreich als die migrantisch geprägten Kieze.</p>
<p>Aber auch uns begann das Wohnumfeld zu nerven. Wir fanden es bedenklich, als der Bioladen dichtmachen musste, weil die Betreiberin die Miete nicht mehr zahlen konnte und stattdessen das zigste thailändische Restaurant dort einzog. Als dann der Ballettschule im Hinterhof gekündigt wurde, weil dort Eigentumswohnungen hinein sollten, war außer dem Späti nichts mehr übrig, was man gebrauchen konnte. Es gab nur noch Designer-Läden und Restaurants. Mit diesen Sorgen fielen wir natürlich gänzlich in Anja Maiers Klischee der schwäbischen Rinder. Aber diese Wirklichkeit zeigt auch, dass ihr Buch schon veraltet ist: Gekämpft mit der Attitüde „Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“ habe ich nicht gegen Ostberliner, sondern gegen geführte Touristengruppen, die auf meinem Weg zur Kita Gehsteig und Fahrradstreifen versperrten – und das war nicht erst gestern, sondern schon vor drei Jahren so.</p>
<p>Anja Maier behauptet also eine ganze Menge Zeugs, was nicht stimmt. Ihre Hasstiraden auf Mütter können nicht damit gerechtfertigt werden, dass sie schlicht eine tragische Wahrheit aussprechen würde, auch wenn dass die Mehrzahl der Kommentatoren unter dem <em>Taz</em>-Artikel behauptet.</p>
<p>Warum also dieser Hass? Die Väter kommen als gutverdienende Schlappschwänze dagegen relativ gut weg. Ganze zwei Kapitel von über 40 sind ihnen gewidmet. Das ist erstaunlich. Denn während die Mütter sich wahrscheinlich wenig von anderen Mittelschichtsmüttern in jeder x-beliebigen deutschen Stadt unterscheiden, findet man solche Väter sonst nur in Enklaven. Sie schieben Kinderwagen vor sich her und engagieren sich im Kitaelternrat. Viele von ihnen tragen noch ihre Studentenkluft und fahren mit Einkaufstaschen und Kindern beladene Lastendreiräder durch die Gegend.</p>
<p>Julia Heilmann und Thomas Lindemann kommen in ihrem Buch „<a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,793619,00.html" target="_blank">Babybeschiss. Wie Eltern über den Wickeltisch gezogen werden</a>“ daher zu dem Schluss, dass die Väter Grund für den P-Berg-Hass sind. Die kinderreichste Region Deutschlands ist das niedersächsische Cloppenburg, haben sie recherchiert.</p>
<p>„Seltsamerweise haben wir aber noch nie einen Artikel über das krasse Cloppenburg mit seinen fiesen Kinderwagenarmeen gelesen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass in Cloppenburg traditionell gelebt wird. Papa geht zur Arbeit, Mama bleibt zu Hause. Die bürgerliche Welt ist in Ordnung. In Prenzlauer Berg ist sie das nicht. Dort zeigen sich Eltern und wollen Teil der Stadtkultur werden. (&#8230;) Es gibt hier auch Väter, die mit ihren Kindern kommen. Sie tragen die gleichen Klamotten, mit denen sie abends noch manchmal Szeneclubs aufsuchen. In dieser Gegend wird neues Elternsein ausprobiert. Das hassen die Journalisten offenbar“, schreiben die Autoren.</p>
<p>Man muss anfügen: Nach den Kommentaren in der <em>Taz</em> zu urteilen, sind es nicht nur Journalisten, die Schaum vorm Mund kriegen, wenn sie einer Mutter begegnen, die ihre Möpse auspackt, um ihr Kind zu stillen.</p>
<p>Frauen sind häufig Ziel des Hasses, wenn gesellschaftliche Veränderungen als bedrohlich empfunden werden. Das kann daran liegen, dass sie für diese Veränderungen verantwortlich gemacht werden oder dass sie sichtbarstes Zeichen dafür sind, wie etwa die Kopftuch tragenden Musliminnen.</p>
<p>Eine besondere Abwehrreaktion rufen Brüste hervor. So gab es in den letzten 50 Jahren nur zwei Kleidungsstücke, die eine aufgebrachte gesellschaftliche Debatte hervorgerufen haben: Das Kopftuch und der Bikini.</p>
<p>Eine <a href="http://jezebel.com/5785125/breastfeeding-women-are-seen-as-less-competent" target="_blank">Studie der Montana State University</a> fand heraus, dass Frauen, die ihre Kinder stillen, als weniger kompetent angesehen werden. Eine Gruppe Testpersonen sollte die Schauspielerin Brooke Shields beurteilen, nachdem sie erfahren hatten, dass sie ein Buch über ihre Erfahrungen mit Stillen, Baden und Umgang mit einem Neugeborenen geschrieben hatte. Bei einer zweiten Gruppe wurde im Text das Wort „Stillen“ durch „Flaschenernährung“ ersetzt. Die erste Gruppe schätzte Shields als wärmer und freundlicher ein, aber als generell dümmer und schlecht in Mathe.</p>
<p>In einem weiteren Experiment wurden Entschuldigungen für die spätere Ankunft bei einem Abendessen verglichen. Eine Frau entschuldigte sich damit, dass sie nach Hause musste, um ihr Kind zu stillen. Eine weitere damit, dass sie ihr Kind baden musste. Eine dritte schaute noch mal Hause vorbei, um ihren halterlosen BH anzuziehen.</p>
<p>Am intelligentesten schien den Testpersonen die Frau, die ihr Kind baden wollte. Die Forscher zogen daraus den Schluss, dass Brüste generell mit Dummheit assoziiert werden. Allerdings hätten viele der Testpersonen, die Frau mit dem halterlosen BH eingestellt, der Mutter, die ihr Kind stillte, wollte fast niemand einen Job geben.</p>
<p>Im P-Berg treffen wir auf ein Phänomen, das viele als unnatürlich empfinden: Die Mütter stillen, sind gebildet, arbeiten und sind womöglich auch noch gut in Mathe.</p>
<p>Man kann Anja Maier und ihrer Wirtin schlecht vorwerfen, sie wollten Frauen ins Haus verbannen. Schließlich wollen sie, dass Mütter arbeiten gehen. Sie haben auch nichts gegen Kinder: Sie haben selber welche. Sie wollen aber die Trennung von Öffentlichkeit und Privatsphäre, von Kultur und Natur aufrechterhalten. In dieser Weltsicht darf die Frau Mann sein, wenn sie hinaus in die Welt geht. Sofern sie aber Mutter ist, ist sie ganz Natur und soll sich bitte schön verstecken.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=25933&amp;md5=e222b575086767a6d3001795421ae1ea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Muttiblog]]></series:name>
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		<title>Nicht nur für Mütter und Richard Dawkins &#8211; unsere Blogschau</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/nicht-nur-fuer-muetter-und-richard-dawkins-unsere-blogschau/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 16:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Feminismus ist schuld]]></category>
		<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[International Arschlöcher]]></category>
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		<category><![CDATA[alleinerziehende Mütter]]></category>
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		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Sexistische Kackscheiße]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Tag war warm und gleich gibt&#8217;s weiter Fußball – die Blogschau haben wir aber nicht vergessen! Diesmal geht es los mit weniger schönen Themen: Mutterseelenalleinerziehend berichtet aus dem Spannungsfeld zwischen Arbeit (finden) und Alleinerziehendendasein. Trotz diverser Jobs konnte sie sich nie aus Hartz IV befreien und fragt sich, ob es dann nicht sinnvoller wäre, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tag war warm und gleich gibt&#8217;s weiter Fußball – die Blogschau haben wir aber nicht vergessen! Diesmal geht es los mit weniger schönen Themen:</p>
<p><strong>Mutterseelenalleinerziehend</strong> berichtet aus dem Spannungsfeld zwischen Arbeit (finden) und Alleinerziehendendasein. Trotz diverser Jobs konnte sie sich <a href="http://www.mutterseelenalleinerziehend.de/105-wer-soll-das-bezahlen/" target="_blank">nie aus Hartz IV befreien</a> und fragt sich, ob es dann nicht sinnvoller wäre, sich auf die Kinder zu konzentrieren.</p>
<p>Dabei ist die Auseinandersetzung mit den Ämtern für Hartz IV-Empfängerinnen durchaus eine Vollzeitbeschäftigung. Im <strong>Büro für besondere Maßnahmen</strong> erzählte mojour vom sich jährlich (oder öfter) wiederholenden <a href="http://mojour.blogspot.com/2011/06/wohnen-bleiben-ii.html" target="_blank">Kampf um eine angemessene Wohnung</a>: Für den Staat teuer, für ihre Gesundheit gefährlich.</p>
<p>Zurück zur Kinderbetreuung: <strong>rechtundgeschlecht</strong> setzt sich kritisch mit dem <a href="http://rechtundgeschlecht.wordpress.com/2011/07/04/cash-for-care-kritik-am-betreuungsgeld-im-bundestag/" target="_blank">geplanten Betreuungsgeld</a> auseinander.</p>
<p>Für Mütter, die <a href="http://fuckermothers.wordpress.com/2011/07/07/die-diskrete-art-zu-stillen/" target="_blank">diskret undiskret stillen</a> wollen, haben die <strong>fuckermothers</strong> die passenden Accessoires gefunden.</p>
<p>Als letzten Mütterblogbeitrag noch die <a href="http://gluecklichscheitern.wordpress.com/2011/07/04/eure-gut-gemeinten-ratschlage-am-asch/" target="_blank">vier gut gemeinten Ratschläge</a>, die <strong>glücklichscheitern</strong> nie wieder hören möchte!</p>
<p><object width="450" height="286"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/uKHwduG1Frk?version=3&amp;hl=en_US"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/uKHwduG1Frk?version=3&amp;hl=en_US" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="286" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Noch gar nicht so richtig in der deutschen Blogosphäre angekommen, ist der „Fauxpas“ von Richard Dawkins. Auf den Rant einer Bloggerin (siehe Video), die bei einer atheistischen Konferenz belästigt wurde, entgegnete er selten dumm: Frauen sollten sich über Sexismus nicht beschweren, solange sie nicht genital verstümmelt werden. <strong>Diax&#8217;s Rake</strong> hat die <a href="http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2011/07/skeptizismusatheismus-feminismus-und-wie-richard-dawkins-sich-ins-aus-trollte.php" target="_blank">ganze Geschichte</a> aufgeschrieben.</p>
<p>Furchtbar beliebt sind dieser Tage ja auch wieder Verschwörungstheorien. <a href="http://missy-magazine.de/2011/07/07/feminismus-und-andere-verschworungstheorien-ein-rant/" target="_blank">Wie Feminist_innen die Welt ruinieren</a>, hat <strong>Khaos.Kind</strong> im <em>Missy</em>-Gastblog beschrieben.</p>
<p>Und weil heute die Viertelfinalespiele anstehen noch ein Hinweis von <strong>Das Ende des Sex</strong>: <a href="http://dasendedessex.blogsport.de/2011/07/03/fussball-frauen-stehen-nach-fouls-schneller-wieder-auf-als-maenner/" target="_blank">Fußballspielerinnen stehen nach Fouls schneller wieder auf</a> als ihre Kollegen.</p>
<p>Schließlich noch ein Termin für alle, die nicht zum Public Viewing gehen:<br />
In Berlin spielen heute im Kastanienkeller jede Menge <a href="http://www.emancypunx.scenaonline.org/index.php?lang=en" target="_blank">grrrl bands</a>!</p>
<p><em>Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? <a href="http://maedchenmannschaft.net/kontakt/">Dann sag uns bitte Bescheid!</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Stillen wird überbewertet</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/stillen-wird-uberbewertet/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 08:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussionen]]></category>
		<category><![CDATA[Muttermythen]]></category>
		<category><![CDATA[Stillen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich stille nicht. Da steckt noch nicht einmal eine feministische Motivation dahinter. Aber meine Erfahrungen in den letzten sechs Monaten haben mir deutlich gezeigt, dass Stillen durchaus ein Politikum ist. Feminismus bedeutet für mich in erster Linie, dass ich mein Leben selbstbestimmt gestalten kann und mich vor allem nicht irgendwelchen Rollenklischees (egal ob feministischen oder reaktionären) zu unterwerfen habe. Auf dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich stille nicht. Da steckt noch nicht einmal eine feministische Motivation dahinter. Aber meine Erfahrungen in den letzten sechs Monaten haben mir deutlich gezeigt, dass Stillen durchaus ein Politikum ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/02/2363767286_5ab316fc42.jpg"><img class="size-full wp-image-8291 alignnone"  src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/02/2363767286_5ab316fc42.jpg" alt="Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht" width="400" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Feminismus bedeutet für mich in erster Linie, dass ich mein Leben selbstbestimmt gestalten kann und mich vor allem nicht irgendwelchen Rollenklischees (egal ob feministischen oder reaktionären) zu unterwerfen habe. Auf dieser Ebene erscheint mir die Diskussion &#8221;Stillen &#8211; Pro oder Contra&#8221; deshalb auch müßig.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber wenn wir mal ehrlich sind, dann ist Feminismus ja nun leider nicht gerade der Mainstream in unserer Gesellschaft. Stillen hingegen ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Und so kommt es, dass ich mich anfangs fast täglich, nach sechs Monaten noch wöchentlich dafür rechtfertigen muss, dass ich nicht stille und auch nie gestillt habe. Privatsphäre? Fehlanzeige. Meist läuft es folgendermaßen ab:</p>
<p style="text-align: justify;">Frage: &#8220;Und, wie klappt es mit dem Stillen?&#8221;<br />
Antwort: &#8220;Ich stille nicht.&#8221;<br />
Frage: &#8220;Warum das denn nicht?!?&#8221;<br />
Antwort: &#8220;Weil ich nicht kann.&#8221;<br />
Frage: &#8220;Warum?&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-8258"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich sind das nur Fragen, so schlimm kann das ja wohl nicht sein, mag sich vielleicht der/die einE oder andere LeserIn denken. Wenn ich meine rationalen Tage habe, kann ich damit auch ganz locker umgehen, aber als Eltern hat man plötzlich mit sehr starken Gefühlen zu tun und Emotionen sind selten rational. Landauf landab ist man der Meinung, dass Stillen das Beste für das Kind sei und das enthält man seinem Kind nun vor. Das penetrante Fragen unterfüttert die bohrenden Zweifel und/oder die Schuldgefühle. Hinzu kommt, dass die Entscheidung &#8221;Stillen oder nicht?&#8221;, im Gegensatz zu den meisten anderen familiären Entscheidungen, von mir alleine getroffen werden musste (mein Körper, meine Entscheidung).</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht jede Frau kann stillen, sei es aus physiologischen oder psychologischen Gründen. Die Gründe sind vielfältig und die Entscheidung gegen das Stillen sind in der heutigen Stimmung sicher nicht leichtfertig gefallen. Genau das impliziert aber das penetrante Nachfragen flüchtiger Bekannter. Keine Frau muss sich dafür rechtfertigen, dass sie stillt, stillt sie nicht, wird allerorten eine Begründung verlangt. Und an der Stelle frage ich mich dann, ob hinter dieser Selbstverständlichkeit zu Stillen nicht auch wieder der <a href="http://maedchenmannschaft.net/nach-der-geburt-noch-mehr-ratschlage" target="_blank">Masterplan</a> steckt, um die Frauen beschäftigt und abhängig zu halten. Denn mir begegnen immer wieder Menschen, die nicht glauben wollen, dass ich mein Kind guten Gewissens dem Vater anvertraue. Die Argumentation geht immer folgendermaßen: Allein die Mutter ist in der Lage, das Kind zu ernähren, also sind sie und das Kind in den ersten Lebensmonaten ständig zusammen, also ist sie die Hauptbezugsperson, also ist es vollkommen natürlich, dass sie auch später diejenige ist, die sich um das Kind kümmert, weil sie es einfach besser kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich ist diese Argumentation Quatsch und natürlich kann man stillen und trotzdem in der Lage sein, das Kind dem Vater oder dem Babysitter zu überlassen. Die Vor- und Nachteile des Stillens wurden ja bereits hinreichend <a href="http://maedchenmannschaft.net/kann-man-uberhaupt-feministisch-stillen" target="_blank">diskutiert</a>, und ich denke, es wurde klar, dass es sehr individuell ist, ob man Stillen als mehr oder weniger Unabhängigkeit empfindet. Wenn aber Frauen, bei denen es mit dem Stillen nicht so recht klappen will, sich und ihrem Kind tagein tagaus einen Kampf ums trinken an der Brust liefern, weil sie, wenn sie mit Flaschennahrung zufüttern würden, das Gefühl hätten, als Mutter versagt zu haben, dann läuft etwas gewaltig schief. Und auch an mir beobachte ich, dass ich insgeheim etwas erleichtert bin, wenn ein gestilltes Kind mit drei Monaten erkältet ist, mein Sohn aber mit sechs Monaten die erste Erkältung hatte. Oder wenn das gestillte Nachbarskind Neurodermitis hat, mein Sohn aber eine Haut so weich wie ein Babypopo. Oder wenn der Kinderarzt felsenfest davon überzeugt ist, dass das Kind gestillt wird, so prächtig, wie es sich entwickelt. Ja, ich bin manchmal neidisch auf das leichte Gepäck, mit dem die stillende Mama unterwegs sein kann, ohne den Psychostress, ob sie genug zu Essen eingepackt hat, dass sie sich um abgekochtes Wasser und saubere Flaschen keine Gedanken machen muss. Dafür sind aber die stillenden Mamas neidisch auf mich, weil bei mir auch mehrtägige Reisen ohne Kind problemlos möglich sind und dass ich Alkohol, Koffein, Knoblauch, scharfes Essen, frische Tomaten usw. zu mir nehmen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Nichts würde mir ferner liegen als eine (werdende) Mutter vom Stillen abhalten zu wollen. Warum nur meint alle Welt, sie müsse meine Entscheidung nicht zu stillen kommentieren?</p>
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		<title>Kann man überhaupt &#8220;feministisch&#8221; stillen?</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 07:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erna</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„A wie Abstillen“ – das kleine ABC der Fortpflanzung und Elternschaft in der Zeitschrift Missy begann recht radikal (siehe Missy Magazine #1.08). Christiane Rösinger geht ziemlich unbarmherzig mit der überall wieder recht in Mode gekommenen Sitte des Stillens kleiner Babys ins Gericht. Sie schreibt: „Wer sich also vorgenommen hat, das Elternsein von Beginn an partnerschaftlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„A wie Abstillen“ – das kleine ABC der Fortpflanzung und Elternschaft in der Zeitschrift <em>Missy</em> begann recht radikal (siehe <em>Missy Magazine</em> #1.08). Christiane Rösinger geht ziemlich unbarmherzig mit der überall wieder recht in Mode gekommenen Sitte des Stillens kleiner Babys ins Gericht. Sie schreibt: „Wer sich also vorgenommen hat, das Elternsein von Beginn an partnerschaftlich 50/50 zu teilen, der sollte das Stillen am besten gleich sein lassen.“<br />
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2241/2363767286_5ab316fc42.jpg" alt="Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht" width="400" height="300" /></p>
<pre>(C) Eva Hillreiner, <a href="http://www.evahillreiner.de/" target="_blank">www.evahillreiner.de</a></pre>
<p>Als stillende Mutter bewegt mich das zu der Frage: Kann frau überhaupt feministisch stillen?</p>
<p>Betrachten wir es ganz nüchtern: Diese Frage setzt zwei Klärungen voraus: Was versteht frau unter dem adverb „feministisch“ ? Diese Frage soll zuletzt geklärt werden, denn ist unter Umständen etwas komplizierter. Zunächst einmal muss aber geklärt werden, was stillen bedeutet. Rösinger schreibt: „Stillen macht die Mutter unflexibel, bindet den Säugling an sie und die beiden meistens zusammen ans Haus.“ Das ist teilweise ziemlich wahr. Leider. Unflexibel wird eine Mutter aufgrund der Tatsache, dass alle Aktivitäten um das Stillen herum geplant werden müssen. Erst aus dem Haus gehen können, wenn das Kind wirklich satt ist zum Beispiel. Mal eben schnell mitkommen mit der spontan reingeschneiten Freundin? Nee, Pustekuchen, das Kindlein muss erst gestillt werden. Mit manchen Kindern geht das sogar sehr gut. Andere Babys aber sind so: Sie wachen auf, wollen gestillt werden. Dann gibt man ihnen die eine Brust (Dauer: halbe Stunde), wickelt sie (Dauer: 15 Minuten), gibt ihnen die andere Brust (Dauer: halbe Stunde). Bei einem Stillrhythmus von alle zwei Stunden bleibt eine dreiviertel Stunde bis zum nächsten Mal übrig. Solche Babys sind alles andere als eine Seltenheit. Manche Mütter können die dreiviertel Stunde nicht einmal sinnvoll nutzen, da das Baby, sobald sie es aus ihrem Arm legen, sofort anfängt zu brüllen. Solche Frauen sind tatsächlich ans Haus gekettet – durch ihr Baby und durch das Stillen. Eine Flasche würde das Kleine vielleicht länger ruhig stellen.<span id="more-8056"></span></p>
<p>Nun ist aber alle Welt vom Stillen sehr überzeugt. Auch ich glaube, dass es das Beste für das Baby ist und bin sehr froh, dass es geklappt hat (denn nicht immer ist der Stillstart komplikationsfrei – entzündete Brustwarzen sind <em>immer</em> inklusive, es gibt aber noch schlimmere Begleiterscheinungen, schlimmstenfalls Fieber und Schmerzen, die auch nach Wochen immer noch nicht weggehen und so schlimm sind, dass man bei jedem Anlegen weinen muss und sich vor dem Stillen regelrecht fürchtet). Aber: Ich bin auch mit der Flasche groß gezogen worden und bin gesund und klug geworden. Deswegen gehöre ich definitiv zu den pragmatischen Stillerinnen: Ich mache das, weil es gut klappt, weil es dem Kind gut tut (das sieht man einfach) und weil sowieso ein Elternteil für die ersten paar Monate zu Hause bleibt, also warum nicht ich – und wenn ich das schon mache, dann hab ich auch die Zeit und die Ruhe, zu stillen. Es hat ja auch was Faszinierendes und die Glückshormone, die dabei ausgeschüttet werden, sind auch nicht schlecht. Aber ich könnte mich nie in Diskussionen wie auf <em>netmoms</em> oder <em>eltern.de</em> stürzen, wo nicht-stillende Mütter regelrecht fertig gemacht werden. Auch die Stillpropaganda mancher Organisationen, wie der <em>La Leche Liga</em>, oder von Einzelpersonen wie Eva Herman, finde ich eher übertrieben. Und mal ganz ehrlich: Soll ja jede machen, was sie für richtig hält, aber stillen bis ins Kindergartenalter halte ich für ein wenig absurd.</p>
<p>Ich schweife ab. Halten wir also fest: Stillen hat Vor- und Nachteile und die Nachteile gehen zu 100% zu Lasten der stillenden Frau. Gleichberechtigung ist in dieser Sache nicht zu erwarten. Ist das dann mit einer feministischen Einstellung zu vereinbaren?</p>
<p>Die Mütter des Müttermanifests und auch andere Mütterfeministinnen – die es sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Welle des Feminismus jeweils gab, fanden es feministisch, sich für die „natürliche Bestimmung“ der Frau stark machten: Brutpflege. Und dazu gehörte eben auch das Stillen. Aber sind uns Frauen, die sich über ihre Mutterrolle definieren, heute nicht eher suspekt? Gerade beim Thema Feminismus? Geht es denn heute nicht vielmehr um die politische, ökonomische und soziale Gleichstellung der Geschlechter? Wie soll soziale Gleichstellung verwirklicht werden, wenn Frauen weiterhin ihr Still-Monopol aufrechterhalten? Männer können dann nunmal nicht gleichwertig für die Versorgung des Kindes zuständig sein. Und einer muss ja schließlich auch arbeiten…</p>
<p>Arbeiten und Stillen – ja: das ist theoretisch auch machbar. Eine ehemalige Kollegin von mir hat sich ihr Baby vom Mann zu den Stillzeiten ins Büro bringen lassen. Klar. Man kann seine Gleichberechtigung auch um das Stillen herum organisieren. Ob das dann feministisch ist? Wäre es nicht schlauer und unkomplizierter, der Mann gäbe zuhause dem Kinde die Flasche und erspare sich und Kind den Stress?</p>
<p>Für mich spielt im Grunde diese Frage keine wirkliche Rolle. Ganz ehrlich: Ich habe mich fürs Stillen entschieden und zwar aus dem Bauch heraus. Irgendwie gehört es für mich genauso zum Kinderkriegen dazu, wie der dicke Bauch. Auch wenn das manchmal alles nervig ist. Und es ist für mich daher auch in Ordnung, wenn ich die Zeit des Stillens nicht arbeite, wenn ich viel zu Hause verbringe. Wenn ich die Hauptzuständige fürs Baby bin. Es ist ja für eine begrenzte Zeit. Das Ende ist in Sicht und danach geht es wieder „feministisch“ weiter – wenn man so will. Denn eines ist und bleibt oberstes feministisches Gebot der ersten und letzten Stunde: Die Selbstbestimmung der Frau!</p>
<p>In diesem Sinn – bis in einem Monat.</p>
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		<title>Nicht vergessen…</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 22:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die (feministischen) Themen der Woche, die hier bisher noch nicht zur Sprache kamen: Der Spiegel berichtet von der Steinigung einer Ehebrecherin in Somalia. Die regierende radikale Miliz hat bereits vergewaltigte Teenager und geschiedene Frauen wegen „Ehebruchs“ zum Tode verurteilt. Beim Spiegel gibt es auch ein Video mit der neuesten FEMEN-Aktion. Die ukrainischen Feministinnen protestieren gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die (feministischen) Themen der Woche, die hier bisher noch nicht zur Sprache kamen:</p>
<p>Der <em>Spiegel</em> berichtet von der <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,662117,00.html" target="_blank">Steinigung einer Ehebrecherin in Somalia</a>. Die regierende radikale Miliz hat bereits vergewaltigte Teenager und geschiedene Frauen wegen „Ehebruchs“ zum Tode verurteilt.</p>
<p>Beim <em>Spiegel</em> gibt es auch ein <a href="http://www.spiegel.de/video/video-1032216.html" target="_blank">Video</a> mit der neuesten <a href="http://www.myspace.com/femenukraine" target="_blank">FEMEN</a>-Aktion. Die <a href="http://maedchenmannschaft.net/feminismus-auf-ukrainisch-feat-dj-hell/">ukrainischen Feministinnen</a> protestieren gegen Sexismus und ungewollte, weitgehende Avancen von Kommilitonen und Professoren.</p>
<p>Die <em>BBC</em> berichtet über eine <a href="http://news.bbc.co.uk/go/em/fr/-/2/hi/health/8352711.stm" target="_blank">neue Studie zu Intimoperationen</a>. Danach seien die Risiken noch viel zu unerforscht und würden von den Chirurgen verharmlost. Das Argument, vorstehende Schamlippen könnten Schmerzen bereiten, sei meist psychologisch bedingt, sonst müssten Männer, deren Genitalien noch viel weiter „herausragen“, weit größere Unanehmlichkeiten haben.</p>
<p>Neue Studien disktutiert auch die <em>New York Times</em>. <a href="http://www.nytimes.com/2009/11/12/fashion/12Skin.html?_r=1" target="_blank">Hilft Stillen beim Abnehmen</a> nach der Geburt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber sollte man Stillen wirklich als Diätmethode sehen?</p>
<p>100.000 Euro lobte Nordrhein-Westfalens Innovationsministerium als ersten <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/100000-euro-fuer-die-spitze/" target="_blank">Gleichstellungspreis für Universitäten und Hochschulen</a> aus. Die Uni Duisburg-Essen, die Uni Paderborn und die FH Bielefeld bekommen jeweils diese Summe, da sie ihren Ansprüchen auch Taten folgen liessen, so die <em>taz</em>. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Frauenanteil in den MINT-Fächern.</p>
<p>Am 24. November veranstaltet der VDE in Berlin das <a href="http://www.vde.com/de/Verband/MINT/Studentinnen/Seiten/MINTWorkshop.aspx" target="_blank">VDE-Symposium  „Karrierestart für Absolventinnen von MINT-Studiengängen der Elektro- und IT-Branche“</a>.  Studentinnen und Berufseinsteigerinnen können dort andere „Young Professionels“ und Vertreter aus Firmen und Hochschulen treffen.</p>
<p>In Indien sind Wähler_innen nicht mehr auf die Geschlechtskategorien „männlich“ und „weiblich“ beschränkt: Transgender, Intersexuelle und Eunuchen können nun <a href="http://edition.cnn.com/2009/WORLD/asiapcf/11/12/india.gender.voting/index.html" target="_blank">O wie „other“</a> ankreuzen, berichtet <em>CNN</em>.</p>
<p>Der <em>Harvard Business manager</em> über eine Kundinnenbefragung: Was wollen Frauen wirklich? <a href="http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-644760.html" target="_blank">Weniger Klischee und mehr Praktikabilität</a>.</p>
<p>Christa Walliczek, Erzieherin, fordert im Interview mit der <em>Sueddeutschen</em> <a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/874/494214/text/" target="_blank">mehr Förderung und weniger reine Lippenbekenntnisse</a> für Kinder aus sozial schwachen Familien.</p>
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