Einträge mit dem Tag ‘Spoken Word’


Samstagabendbeat mit Akua Naru

23. April 2016 von accalmie

Ende dieses Monats und im Mai und Juni ist Akua Naru mit ihrem neuen Album, „The Miner’s Canary“, in Deutschland und Österreich auf Tour.


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Schwarze Poesie auf Reisen

29. September 2015 von Magda

Statt Deutschtümelei lieber Wortakrobatik und Kunst: WE WORTE ist ein Projekt von Schwarzen Künstler_innen, welches Raum für Schwarze Webkunst und Spoken Word bieten soll. Die Initiator_innen schreiben dazu:

WE WORTE. Foto: Thabo Tindi

WE WORTE. Foto: Thabo Tindi

Es geht nicht darum das eine Sprachrohr von irgendwas zu sein sondern Sprachrohe sichtbarer zu machen, bereits vorhandene Projekte zu promoten, neuen Wortkünstler*innen die Bühne zu bieten. Egal ob Zeichnungen, Poesie, Musik, Performance oder YTer.

Ab Oktober geht es nun auf eine erste Tour. Als feste Crew mit dabei sind Sarah Mouwani, Lahya Aukongo, Babiche Papaya und SchwarzRund.

06.10. Berlin // 07.10. Hamburg // 08.10. Köln // 09.10. Frankfurt/Main // 10.10. Leipzig

WE WORTE hat eine Webseite und ist ebenfalls auf Facebook zum Gefällt mir drücken da.


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Brennende Flüchtlingsunterkünfte, #SandraBland, Genderalarm in Mexico – kurz verlinkt

29. Juli 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 290 von 344 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

„Der Fall einer schwangeren Zehnjährigen erregte in Paraguay die Öffentlichkeit. Dem Kind wurde eine Abtreibung verwehrt. Dass Vergewaltigungsopfer oder Schwerkranke zum Gebären gezwungen werden,“ passiert aber auch „bei uns, mitten in der EU“. Bei tagesschau.de geben Anna-Mareike Krause und Friederike Ott einen Überblick über strikte Abtreibungsgesetze in Europa und deren Konsequenzen.

„Überall im Land werden Flüchtlingsunterkünfte angezündet. Es reicht nicht, solche Straftaten härter zu sanktionieren. Es muss aktiv für die Sicherheit der Geflüchteten gesorgt werden“, schreibt Christina Lee in The European.

Handlungsmöglichkeiten gegen rassistische Gewalt und rassistischen Alltag diskutiert auch der Freitag: „Was tun, damit’s nicht mehr brennt?“ Einen aktualisierten Leitfaden, „Was tun, damits nicht brennt?“, zusammengestellt von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR) für Gruppen und Einzelpersonen, kann man hier kostenlos herunterladen oder bestellen.

„80 Jahre nachdem alle jüdischen Sportler von den Olympischen Spielen in Berlin ausgeschlossen wurden“, findet „mit den European Maccabi Games die größte jüdische Sportveranstaltung der europäischen Nachkriegsgeschichte im Berliner Olympiapark statt. Mehr als 2.300 Athleten aus 35 Ländern sind dazu angereist. Sorge bereiten den Veranstaltern jetzt zahlreiche Drohungen aus der rechtsextremen Szene“, berichtet der ZEIT Störungsmelder.

Bente Varleman, bekannt durch ihren Spoken Word Text „Was ich habe,  spricht in der taz über Sexismus und die Poetry Slam Szene.

Die ZEIT analysiert, wie der Begriff „Asylkritiker“ Gewalt zu einer Meinungsverschiedenheit deklariert: „Die Maskerade des „Asylkritikers“ ist der Versuch, Ausländerfeindlichkeit zur legitimen Diskursposition zu erheben, eine Position in die Öffentlichkeit einzuführen und ihre Ideologie zu camouflieren. Eine Art Du-darfst-Rassismus. “

Unterstützenswert: Die queere Bloggerin und Autorin SchwarzRund schreibt an einem Roman (Arbeitstitel: „Schwarzer Frost“) und ihr könnt den Schaffensprozess finanziell unterstützen (und euch schon einmal das Buch sichern).

Englischsprachige Beiträge

#JusticeForSandraBland: In der New York Times stellt Charles Blow offene Fragen zur Festnahme und dem Tod Sandra Blands in Polizeigewahrsam, und Roxane Gay analysiert die Verletzlichkeit Schwarzer Körper: „She was treated as less than human. She protested her treatment. She knew and stated her rights but it did not matter. Her black life and her black body did not matter.“ Attiya Latif richtet in der Huffington Post einen Offenen Brief an weiße Verbündete: „Fordert Gerechtigkeit für Sandra Bland“.

Al Jazeera berichtet über den Protest weiblicher Abgeordneter und Aktivist_innen gegen Gewalt gegen Frauen in Mexiko. Die Aktion #AlertaDeGenero (Gender-Alarm) möchte darauf hinweisen, dass in Mexiko jeden Tag sechs Frauen ermordet werden, aber nur 1.6% der Taten gerichtlich verurteilt.

Im Guardian schrieb Naomi Wolf, dass junge Frauen mit „destructive speech patterns“ aufhören sollten. Debbie Cameron antwortet auf dies: „People may claim that their judgments are purely about the speech, but really they’re judgments of the speakers.“

New York Magazine
: „‘I’m No Longer Afraid’: 35 Women Tell Their Stories About Being Assaulted by Bill Cosby, and the Culture That Wouldn’t Listen“.

technocandy war beim Stream Radical Transfeminism bei der LCCT 2015 in London und stellte ein Paper zu Germany’s Next Topmodel vor, in dem es um „Girl Hate, neoliberale Eingliederungen, Normalisierungszwang, trans, Pinkstinks und Lush“ geht.

„I Am a Native American Woman With White Privilege“: Misty Ellingburg thematisiert Fragen von Identität, sozialer Positionierung und (kontextbedingten) Privilegien.

Termine in Kassel und Karlsruhe

31. Juli bis 2. August: Lady*fest in Kassel, u.a. mit Workshops von Hengameh und Magda.

7. bis 9. August: Lady*fest in Karlsruhe.


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Samstagabendbeat mit Ernestine Johnson

11. Juli 2015 von Charlott

Hinweis auf den heutigen Samstagabendbeat (oder eher Samstagabend-Spoken-Word) kam von Betti per Mail, die schrieb: „Hab grad das hier auf YouTube im Nightly-Show-Videomix gesehen und fand es ganz gänsehautig.“:

Und nicht vergessen: Auf unserem Youtube-Kanal findet ihr einen Großteil der vorangegangenen Samstagabendbeats in einer Super-Playlist.


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Ein Buch nach dem anderen: Gelungene und weniger gelungene Jugendbücher

12. Juni 2015 von Charlott
Dieser Text ist Teil 102 von 126 der Serie Die Feministische Bibliothek

Auf Papier gelesen

Poisoned Apples: Poems for You, My Pretty (2014, Greenwillow Books) von Christine Heppermann versprach eigentlich eine interessante Prämisse: Gedichte, die feministische Ideen und fantastische, märchenhafte Stoffe miteinanderverweben und direkt an Teenager-Mädchen gerichtet sind. Doch wirklich weiter empfehlen kann ich es leider nicht, denn letzten Endes wiederholen sich die Inhalte sehr, manche Gedichte sind kaum unterscheidbar und (der wichtigere Aspekt) Heppermanns zugrundeliegenden Analysen von Körperbildern und Essgewohnheiten sind sehr stark simplifizierend. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass Heppermann beim Schreiben eine ganz konkrete Gruppe von Mädchen im Kopf hatte: weiß, hetero (Hallo, Mächenprinzbezug) und konventionell hübsch, die sich aber auch mit den dominanten Vorstellungen von guten, schönen Körpern herumschlagen.

Wenn etwas aus der Jugendbuch-Ecke, dann doch lieber das großartige Akata Witch (2011, Viking Children’s) von Nnedi Okorafor. In diesem dreht sich alles um die zwölf-jährige Sunny. Geboren wurde sie in den USA, aber seit drei Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Nigeria. Sie ist eine herausragende Fußballerin, da sie aber Albinismus hat, kann sie meist nur abends mit ihren Brüdern kicken. Als sie dann eines Tages eine dystopische Szene im Licht einer Kerze sieht, ist dies nur das erste Zeichen, dass sich für Sunny bald eine magische Welt eröffnen wird. Das Buch ist nicht nur spannend und voller großartiger Einfälle, sondern immer auch gesellschaftskritisch, so werden Themen wie Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen und rassistische Polizeigewalt gegen Schwarze Jugendliche thematisiert und gleichzeitig gezeigt, dass auch die magische Welt keine ohne Machtgefälle ist. Besonders gut: Nächstes Jahr wird der zweite Teil erscheinen.

Schon länger wollte ich mal etwas ausführlicheres zum Thema Impfen lesen. Letztes Jahr auf vielen us-amerikanischen Bestenliste landete On Immunity: An Inoculation (2014, Graywolf Press) von Eula Biss und ich habe es nun gelesen. Biss hatte sich vor der Geburt ihres ersten Kinds angefangen intensiver mit der Thematik zu beschäftigen und entstanden ist ein Buch, welches differenziert und tiefgehend ist, Ängste und Gefühle ernst nimmt, aber vor allem auch Diskursen rund um Impfungen nachspürt. Sie zeigt, wie Impfungen entstanden und durchgesetzt wurden (und wer dabei – in einer Zeit, wo Impfungen noch wesentlich gefährlicher waren als heute – die Bevölkerungsgruppen waren, die zwangsgeimpft wurden), geht verschiedenen Studien nach, spricht mit Wissenschaftler_innen und verknüpft dies mit eigenen Erfahrungen (so z.B. der Aussage ihres Arztes, dass eine bestimmte Impfung für „Leute wie sie“ nicht nötig sei – und ihre Erkenntnis, dass er damit nur weiß und Mittelklasse gemeint haben kann). Zum Ende hin verliert das Buch etwas den Fokus und sicher werden nicht alle Aspekte beleuchtet, aber ein interessanter Einstieg ist es auf jeden Fall.

Noch ziemlich neu ist Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht (2015, w_orten und meer) von Jayrôme C. Robinet, der auch Mädchenmannschafts-Autor ist und hier bereits das Buch vorstellte. In dem Buch (und auf der dazugehörigen CD) sind kurze Geschichten, Gedichte, ein Theatermonolog und Spoken Word Stücke versammelt, die nachdenklich, humorvoll, präzise und poetisch ganz schnell ins Herz gehen.

Außerdem habe ich endlich auch Janet Mocks Redefining Realness: My Path to Womanhood, Identity, Love & So Much More (2014, Atria Books) gelesen und möchte die Chance nutzen, allen nochmals Magdas Rezension ans Herz zu legen.

Ein von @half_book_and_co gepostetes Foto am

Im Netz gelesen

(mehr …)


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Shut Up and Sign_Speak!

19. Mai 2015 von Magda

Shut Up and Sign_Speak ist ein Projekt, das die Zusammenarbeit zwischen tauben und hörenden Performer_innen durch Spoken Word, Hip Hop und Gebärdensprachperformance inszeniert. Am Ende einer dreimonatiger Vorbereitung steht eine Show: Am 18. Juni 2015 präsentieren taube und hörende FrauenLesbenTrans*Inter*Queers in der Werkstatt der Kulturen in Berlin ihre Stücke.

Das Projekt braucht noch finanzielle Unterstützung, deshalb wurde eine Crowdfunding Kampagne gestartet. 

Eure Spenden helfen bei der Zahlung des Veranstaltungsortes, der Technik, der Kosten für Gebärdensprachdolmetscher_innen, der Videodokumentation und der Performer_innen.

Shut Up and Sign_Speak

Katinka und Simi von Shut Up and Sign_Speak

Mit dabei ist übrigens auch Mädchenmannschaft-Autor Jayrôme C. Robinet.


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Heute erscheint „Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht“!

23. März 2015 von Jayrôme
Dieser Text ist Teil 97 von 126 der Serie Die Feministische Bibliothek

 

Freude!

Ab heute ist das Buch Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht, Verlag w_orten & meer, im Handel erhältlich. Theatermonolog trifft auf Spoken Word, Kurzgeschichte auf lyrische Prosa, Geschriebenes auf Gesprochenes. Komplettiert wird der Band durch eine Audio-CD mit einem Hörspiel von Bassano Bonelli Bassano und zusätzlichem Live-Material.

Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Buch auf Deutsch je schreiben würde …
Oder vielleicht hat das Buch mich geschrieben? Denn meine Erstsprache ist das Schweigen. Meine zweite Sprache: Französisch. Und erst mit 17 habe ich Deutsch gelernt. Der Verlag sagt, meine Sprache wecke neue Bilder und eröffne durch kleine Verschiebungen des Ausdrucks neue Perspektiven. Ja. Ich glaube, es ist Zeit, der Sprache ihre Fehler zu verzeihen.

Zum Buch: Welche Ausdrucksformen gibt es für das kurze Glück und die lange grundsätzliche Verzweiflung, für Identitäten, die angeboten werden und doch immer nicht stimmen, für das Schweigen als Erstsprache, für die Wut über Trans-Diskriminierungen und für die Liebe, die nicht ein Gefühl ist, sondern ein Umgehen mit Menschen?

Ein Text- und Hörbuch für die Öffnung von Gender-, Sprach- und Ländergrenzen: poetisch, politisch, präzise.

Der Trailer ist von der französischen Filmemacherin Estelle Beauvais, mit Musik von Jef Guillon.


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Zerbrechliche, programmierende, nackte Frauen – kurz verlinkt

29. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 260 von 344 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Lust auf Theater? In Berlin werden Afro-Deutsche/ Schwarze deutsche Jugendliche für ein Theaterprojekt gesucht!

Den Vortrag „Die zerbrechliche Frau – Kritik an der Psychopathologie in feministischen Räumen“ gibt’s zum Anhören auf freie-radios.net.

feministische studien haben nun einen Blog! Im zweimonatigen Wechsel werden Autor*innen-Duos „ihren Blick auf die Welt und was sich in ihr ereignet“ mit uns allen teilen. Den Anfang machen Gudrun Axeli Knapp und Maureen Maisha Eggers.

Chronik eines angekündigten Exzesses„. In der FAZ schreibt Olaf Sundermayer über die Nazi-Demonstration in Köln und wie die „Hoologans“ systematisch unterschätzt wurden.

Englischsprachige Links

Bis in die 80er Jahre war der Frauenanteil beim Programmieren wesentlich höher als jetzt. Doch was passierte dann? NPR zeigt auf wie die ersten Computer in private Haushalte zogen, diese ausschließlich für Jungs und Männer beworben wurden und sich eine Frauen ausschließende Geek-Kultur herausbildete.

Autostraddle stellt zwei junge trans Frauen vor. Eine von ihnen hat gerade ein Kinderbuch über ihre frühe Kindheit geschrieben: I am Jazz.

„If there is a lesson for white artists and the institutions that host their work from these recent imbroglios, it is that the intention behind a work is secondary to its impact. And that means they’re responsible for engaging with those who object on the grounds that a piece of work is racist, or bigoted in some other way.“, T. O. Molefe bei der New York Times über Kunst und Rassismus.

Im Essay „How many licks“ schreibt Janani Balasubramanian eine kurze Dekonstruktion des Blowjobs, nennt wichtige Akteur_innen (Monica Lewinsky, Linda Lovelace) und Künstler_innen (Nao Bustamante) und weist darauf hin, dass ein Blowjob von allen Körperteilen ausgeführt und entgegen genommen werden kann. [Ergänzung: Weitere Informationen zu Linda „Lovelace“ Boreman und der sexualisierten Gewalt, die unter anderem beim Dreh von „Deep Throat“ gegen sie ausgeübt wurde, gibt es beim Guardian, der letztes Jahr einen Hintegrundbericht zum Spielfilm „Lovelace“ und der Involvierung von u.a. Gloria Steinem in jenem veröffentlichte. Es lohnt sich auch, dort auf die weiterführenden Links zu klicken. Danke für die Hinweise hierzu!].

Aleah Chapin fabriziert riesige Gemälde, auf denen nackte Frauen dargestellt sind. Im Telegraph erzählt sie, was sie bei ihrer Arbeit über Körper und Unsicherheiten lernte.

Termine in Berlin, Bielefeld und Bonn:

29.10. in Berlin: Solikonzert und Kundgebung für die besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule.

06.11. in Bonn: Wohn(t)räume – Junge Migrantinnen stellen aus.

13.11. in Berlin: Spoken Word mit Moona Moon, Azadê, Sarah Mouwani und Bahati. (Hier auch bei Facebook.)

14.11.-24.11. in Bielefeld: Aktionstage Gesellschaft_Macht_Geschlecht (Facebook-Link)

15.11. in Berlin: Ausstellungseröffnung „WIR SIND ALLE BERLINER: 1884-2014. A Commemoration of the Berlin Congo Conference“ (Facebook-Link)


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Samstagabendbeat mit Soundz of the South

3. Mai 2014 von Gastautor_in

Katja Kellerer ist Mitglied eines simbabwischen Netzwerkes von „cultural activists“ – dem Uhuru Network, einer Partnerorganisation von Soundz of the South – und seit Beginn des Afrikan Hiphop Caravans Teil des Organisationsteams. Nebenher promoviert sie an der Humboldt Universität zu Hiphop, Sprache und Politik in Simbabwe.

Vom 6.05 bis zum 11.05 werden Soundz of the South (SOS), ein Kollektiv von jungen Hiphop Aktivist_innen aus Kapstadt, Südafrika, in Berlin und Halle zu Besuch sein. Mittels Infoveranstaltungen, Workshops und Konzerten werden sie ihre künstlerische und politische Arbeit vorstellen.

In ihrer Arbeit kombinieren die Aktivist_innen Kunst und Politik um auf gegenwärtige soziopolitische Fragen in Südafrika aufmerksam zu machen und gegen alle Formen von Unterdrückung, so wie Rassismus, Sexismus, Staatsgewalt und neoliberale Wirtschaftspolitik, anzukämpfen. Nebst Bildungsprogrammen, Aktionstagen und Konzerten in Schulen und Gemeindezentren in den sogenannten ‘Townships’, unterstützt SOS soziale Bewegungen in und um Kapstadt, die sich für mehr Gerechtigkeit und bessere Lebensumstände für die Arbeiter_innenklasse einsetzen. Ausserdem hat das Kollektiv ein Projekt ins Leben gerufen, Words of a REBEL Sistah(s), das spezifisch junge Spoken Word und Hiphop Künstlerinnen fördert.

Im Oktober 2013 veröffentlichte SOS ihr neustes Album, Freedom Warriors Vol. 2. Es setzt sich mit sozialen Missständen und politischen Fragen in Südafrika auseinander. Polizeigewalt, die Aufstände der Landarbeiter, die brutale Ermordung der Minenarbeiter in Marikana und das Vermächtnis von Mandela sind unter den Themen, die auf dem Album kritisch angesprochen werden.

SOS ist zudem eines der Hiphop Kollektive die den Afrikan Hiphop Caravan initiert haben und massgeblich mitorganisieren, welcher dieses Jahr im November stattfindet. Ziel dieses Gemeinschaftprojektes ist es, all die Hiphop Aktivist_innen auf dem afrikanischen Kontinent und darüber hinaus zu vernetzen, die ihre Kunst nutzen um zu bilden, zu inspirieren und zu kritisieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Hiphop Kultur. Sie dient als Grundlage für einen ebenbürtigen und kreativen Austausch zwischen jungen Menschen.

Zivume - Anela - SOS

Termine:

7.05.2014 20 Uhr Malena Bar (Reuterstr. 85, 12053 Berlin): Sisters Poetry III u.a. mit Sistah Anela.

8.05.2014 10.00 Uhr Institut für Asien- und Afrikawissenschaften HU Berlin (Invalidenstr.118 Raum 410): Präsentation “’My Word is My Weapon’: Hiphop and Political Activism”

8.05.2014 19.30 Uhr Mehringhof (Gneisenaustr.2a, Kreuzberg, Berlin): Infoveranstaltung -“iToyiToyi: Hiphop, Anarchism and Youth Organising in Southern Africa”

09.05.2014 22 Uhr xb-liebig (Liebigstr. 34, Friedrichshain, Berlin): Soli-Konzert mit Berliner Emcees und Spoken Word Künstlern, u.a. Kaveh und Bahati.

10.05.2014 22 Uhr Stadthof Glaucha (Böllberger Weg 5, Halle): Soli-Konzert mit Jah Robinson und Dj Kay the Funk aus Halle.


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Gratis-Entwicklungshilfe, goldene Facepalmen und siruptriefende Pfannkuchen – die Blogschau

11. Januar 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 234 von 295 der Serie Die Blogschau

„Wir sind gekommen, um euch eine helfende Hand zu reichen und kostenlos Nachhilfe zu geben, man könnte es auch Entwicklungshilfe nennen“- das Bündnis Mind The Trap intervenierte eindrucksvoll bei einer fragwürdigen Tagung über Zugangsbarrieren zu Kulturproduktionen. Es gibt auch ein Video von der Aktion zu sehen.

Rambling Rose wagt die Prognose: „Der Trend zur Definitionshoheit weisser (Medien-)mac_h_ker hält an. Sie wollen auch 2014 entscheiden, was rassistisch und/oder sexistisch ist.“ Ganz vorne mit dabei in Sachen Nichtrassismus und -sexismus: Comedy mit natürlich besten Absichten.

In der TV-Talkshow Beckmann ging es vorgestern unter dem Titel “Was ist schon normal? Leben mit behinderten Menschen” um Inklusion. Während und nach der Sendung wurde heftig auf Twitter über die Gäste und Inhalte diskutiert. Die Leidmedien haben ein paar Meinungen zusammengetragen.

mara vom Futblog erzählt darüber, wie anders in ihrem Umfeld mit der Liebesbeziehung ihres Bruders umgegangen wird als mit ihren eigenen: „heute weiss ich, dass meine sexualität kein thema war weil es etwas ungewisses ist, etwas womit sie keine erfahrung haben, weil ich schlicht und ergreifend nicht heterosexuell bin.“

Warum „sich jetzt einmal alle (egal welcher Sexualpräferenz) in einer Schlange anstellen und die güldene Facepalme an Norbert Blüm überreichen“ dürfen, sagt C. Rosenblatt beim Ein Blog von Vielen.

„‚Wenn unsere Kinder homosexuell werden, sterben wir alle aus” ist das neue “wenn die Erde keine Scheibe mehr ist, fallen wir alle runter‘.“- Fabienne Vesper über #idpet und das Klima, in dem diese Petition stattfindet.

„Danke, dass ich deine Wichsvorlage sein darf, nicht wahr?“ – Naekubi hat sich mit den Rassisten und Sexisten von Amy & Pink rumgeschlagen. Auf dass ihr die Löffel niemals ausgehen mögen!

Bei Don’t degrade Debs, darling! berichtet die Auorin: „Es ist nun über 6 Monate her, dass ich bei der Polizei meine Anzeige gemacht habe. Seit dem warte ich. Ich bin geübt, aber nicht besonders gut im Warten und ich merke, wie dieses scheinbare EsGeschiehtNichts an mir nagt.

Steinmädchen betrachtet das neue Projekt Heimwegtelefon kritisch: „Das Heimwegtelefon reproduziert viele Mythen und die Arbeit, die Frauen seit Jahrzehnten in Gruppen und Institutionen gegen Diskriminierung und Gewalt leisten wird völlig übergangen. Es wird nicht auf Wissen zurückgegriffen, das Feministinnen mühsam angeeignet haben und immer immer wieder wiederholen.“

Katrin erklärt in ihrem Blog Reizende Rundungen zunächst in englischer, dann in deutscher Sprache, warum in der Aufforderung, Menschen nicht nach ihrem Äußeren zu beurteilen, oftmals eine Riesenportion Fatshaming enthalten ist: „Denn ja, natürlich sollte man niemals nur nach dem Aussehen beurteilen, weder wegen dem Stil, den Haaren, den Klamotten oder dem Körper eines Menschen. Aber, und hier kommt ein sehr großes aber, man sollte das nicht nur nicht tun, weil sich unter dem „hässlichen“ ein schönes Inneres verbergen könnte. Sondern man sollte das generell nicht tun, egal was man darunter zu erwarten hat!“

Warum Jay vom Virtual Rereat Center einen Sonntag im Monat in der Küche verbringt und einen haufen zusätzliche Teller angeschafft hat: „Ich lade eine Runde feministischer Spaßverderber_innen ein, um gemeinsam Spaß haben zu können. Wir achten gemeinsam darauf, eine Stimmung zu schaffen, mit der sich alle wohl fühlen, statt von anderen als diejenigen wahrgenommen zu werden, die schlechte Stimmung verbreiten. Wir versuchen füreinander Platz zu schaffen, um miteinander Platz nehmen zu können.“

„Abseits von cismännlichem Technik-Expertenmackertum Probleme mit Rechnern, Computern, Maschinen bequatschen, Erfahrungen austauschen, Fragen beantworten und die sprichwörtliche “Hilfe zur Selbsthilfe” anbieten“ – das gibt’s am 17.1. und ab dann jeden dritten Freitag im Monat, erzählt riot_nrrrd. Denn dann findet bei TrIQ (Glogauerstraße 19, Hinterhof, 10999 Berlin) eine Computersprechstunde für alle interessierten Trans*, Inter*, Lesben und Frauen* statt.

Und auch das hier bitte schon mal fett im Kalender anmarkern: Am 19. Januar 2014 im FAQ Infoladen (barrierearm), ab 15:30: Vortrag und Spoken Word der Aktivist*innengruppe FatUp!

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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