Einträge mit dem Tag ‘Spielen’


Was tun mit Frauen in Computerspielen?

6. September 2010 von Helga

Bei Spreeblick berichtete Anne Wizorek von der gamescon – genauer gesagt dem Bild der Frau was dort zwischen Booth Babes und Modepräsentation vermittelt wurde. Dass immer mehr Frauen gamen ist zwar langsam klar, trotzdem bleiben die Computerspiele stereotyp auf weiße, männliche Teenager bzw. junge Männer ausgerichtet. Ein klarer Fall von „wenn Männer glauben, wir wollten unser Produkt auch an die Frau bringen, kaufen sie es nicht mehr” vermutet?

Man kann mir nicht erzählen, die Industrie passe sich bloß den Zielgruppen an. Nein, sie gibt diese mittlerweile vielmehr engstirnig vor und das ist es, was tatsächlich so frustrierend ist.

Das Borderhouse-Blog widmet sich dem Thema Games von einem feministischen Standpunkt aus und forschte einmal nach, wie es überhaupt um die Erweiterung des Standards weiß, männlich, heterosexuell… aussieht. So suchen trotz der unendlichen Möglichkeiten viele Spiele den Realitätsbezug. Beziehungen der Charaktere untereinander werden immer wichtiger, gleichzeitig läuft man immer seltener durch Wände und statt angemalte Pixel zu sein, kann man Kisten inzwischen hochheben, wegwerfen oder kaputt ballern. Dass es durchaus möglich ist, auf kulturelle Begebenheiten Rücksicht zu nehmen, zeigt das Beispiel Fallout 3, das für verschiedene Länder jeweils modifiziert wurde, bis hin zur Entfernung von Sidequests. In Deutschland etwa ist rotes Blut ein No-Go, unzählige Spiele hinterlassen nur grüne oder gelbe Flecken.

Trotzdem beharren immer wieder Spieleentwickler darauf, dass es einfach zu umständlich sei, weibliche Avatare zu programmieren. Selbst wenn das gleiche Studio zuvor mit Mirror’s Edge ein Spiel hervorgebracht hat, das ausdrücklich eine Protagonistin beinhaltet. Handelt es sich bei „30, männlich, weiß” also tatsächlich um die engstirnige Vorgabe der Industrie?

Eine Frau im weißen Kittel mit Waffe in der Hand – mögliche Protagonistin als Medic im Spiel Team Fortress 2

Bild über Gamecareerguide – Klick für Großansicht


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Ein Spiel für Mädchen

29. Januar 2009 von Barbara

“Um diesen Mann zu verführen, muss er dich perfekt finden. Wenn du ihn verführt hast, macht er dir das untenstehende Geschenk!” [Wer jetzt weiterliest, sollte an das Wort "Ironie" denken.]

Na da ist er ja, der Sinn meines Lebens: Wie schaffe ich es, dass mich ein Mann perfekt findet? Ganz klar: Ich muss mein Aussehen verbessern (Lidschatten, Nasenform, Haut- und Haarfarbe sowie Fingernägel inklusive) und die richtige, sexy Kleidung tragen. Und shoppen, Klamotten, Möbel, Zeug – aber das ist teuer! Schlechte Voraussetzungen dafür sind, dass ich in Unterwäsche dastehe, nur 25 Dollar besitze, keine Erfahrungen habe und einen Job als Babysitter.

So beginnt das Online-Spiel “Oh my doll“. Um was es eigentlich geht? Na klar, üben, für den Ernstfall, eine richtige Frau zu werden. Bei Typen landen, um nichts anderes geht es ja, sagt die Gebrauchsanweisung:

Zu Beginn des Spiels ist deine Doll eine “brave junge Lady”. Um ihre Bezeichnung zu ändern und später ‘femme fatale’ zu werden, muss sie zunächst ein paar Männer verführen. Beim Klick auf “Alle Eroberungen ansehen” siehst du alle Männer, die deine Doll bereits verführt hat.

Natürlich ist das total empfehlenswert für Eltern minderjähriger Kinder:

Ohmydollz ist ein Spiel, das auf einer großen Interkation zwischen den Spielern beruht. Ihre Kinder können nicht nur im Spiel die Wohnungen der anderen Spieler besuchen und für sie stimmen, sondern auch real mit ihnen in Kontakt treten, indem sie sich gegenseitig Kommentare und persönliche Nachrichten schreiben oder über das Forum in Echtzeit unterhalten. Je besser ihr Kind mit den anderen Spielern umgeht, desto erfolgreicher wird es im Spiel sein und nebenbei echte Freunde gewinnen!

Danke an Simone, die dieses total empfehlenswerte Spiel auch uns empfohlen hat. Lernen fürs Leben. Und dieses Gerede von “Feminismus” – ach das ist sicher nicht so wichtig …


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