Einträge mit dem Tag ‘Soul’


Samstagabendbeat mit Lauryn Hill

30. November 2013 von accalmie

Fünfzehn Jahre sind mittlerweile vergangen, seit Lauryn Hill ihr Solo-Debüt-Album “The Miseducation of Lauryn Hill” veröffentlichte und die erste Frau mit gleich zehn Nominierungen bei den Grammy Awards wurde (von denen sie fünf gewann). Noch in ihrer Schulzeit tat sich Hill mit Pras Michel zur Gruppe “Tranzlator Crew” zusammen, bis schließlich Wyclef Jean dazustieß und das nun umbenannte Trio “The Fugees” Mitte der 1990er mit ihrem zweiten Album “The Score” berühmt wurde. Lauryn Hill glänzte immer wieder als Multitalent – Sängerin, Rapperin, Produzentin, Schauspielerin – mit gesellschaftskritischen Texten.

In den letzten zehn Jahren zog sie sich mit ihrer Familie aus dem öffentlichen Leben weitgehend zurück und sorgte zuletzt nur für Schlagzeilen aufgrund ihrer dreimonatigen Haft wegen Steuerhinterziehung und diverser Auseinandersetzungen mit ihrer Plattenfirma. Diese Woche trat Lauryn Hill offenbar ein musikalisches Comeback an mit einem umjubelten Auftritt in New York, der Hoffnung auf ein neues Album weckte; bis dahin erfreuen wir uns an Miseducation-Klassikern wie diesem.

Lauryn Hill – Everything is Everything from Art Department on Vimeo.


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Samstagabendbeat mit Etta Bond

7. September 2013 von Anna-Sarah

Auf ihrer Facebook-Seite beschreibt die Londoner Sängerin und Rapperin Etta Bond ihren Sound als “Soul with a bit of Weird”. Den Song “Under the Knife”, in dem sie – wenn ich das richtig verstehe – kraftvoll und persönlich über Schönheitsdruck und Body Issues singt, finde ich allerdings gar nicht so weird, sondern ziemlich berührend.

Etwas ambivalent hingegen kommt dieses Thema im Song “Big Girls Vogue” daher – Botschaften wie “Big girls vogue if you wanna, wear less clothes in the summer, love your shapes” oder “If I’m hungry, then I’ll fucking eat”  sind zwar an sich prima und teilweise auch in Systemkritik eingebettet (“We’re split into categories / mixed race, pedigree / ticking boxes, label me”). Sie bekommen jedoch durch die Tatsache, wer hier wem “Hey, wir sind doch alle gleichschön!” zuruft, einen leicht sauren Beigeschmack, zumal die “big girls” in dem Video eher wie dekorative Statistinnen denn als aktiv Mitwirkende erscheinen, obwohl es ja eigentlich ziemlich zentral um sie geht. Allzu reflektiert ist das trotz begrüßenswerter Stoßrichtung wohl nicht gerade, aber die Pop-untypischen Bilder und Worte tun gut, und der knallige Sound auch.

Mehr von Etta Bond, die sich im U.K. Grime-Umfeld tummelt, gibt es auf ihrem Soundcloud.


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Samstagabendbeat mit Janelle Monáe und Erykah Badu

4. Mai 2013 von Sabine

Zunächst: The Q.U.E.E.N’s are back. Monáes neues Album “The Electric Lady” steht in den Startlöchern (okay, vors. Herbst). Vor wenigen Tagen hat sie die erste Single “Q.U.E.E.N” aus dem Album veröffentlicht. Gemeinsam mit Erykah Badu als “Badoula Oblongata” performen sie im futuristischen Wondaland. Beide Stimmen auf einer Single ist tatsächlich Wondaland: Soul, Funk, Hip Hop, Ästhetik.

Janelle Monáe ist bekannt für ihre Perfektion, so auch im minimalistisch schwarz-weiß gehalten Musikvideo und dem roten Lippenstift. Sehr stylisch. Bei den sechs Tänzerinnen lässt sich eine feine Sache beobachten, wenn sie da zupfen an ihren Outfits (Danke Magda fürs Aufmerksam machen) und Perfektion zum Imperfekt wird. Einfach großartig.

Reinhören, mittanzen und staunen. Auch in die Lyrics, denn in ihnen steckt Rebellion: “Selbst wenn es für andere unbequem ist, ich werde mich lieben für das was ich bin”, “selbst wenn Du mich bearbeitest, mein Körper wird nicht lügen”. Nicht die Figuren, sondern das Drehbuch muss sich ändern. Die Sängerinnen thematisieren Rassismus, Diskriminierungen, Misogynie, kirchlich-dogmatische Moralvorstellungen, und (ihre) Vorbilder wie die afro-amerikanische Harriet Tubman (ca.1820-1913), die sich selbst aus der Sklaverei befreite und über 300 Sklav_innen zur Flucht verhalf.

“Will you be electric sheep?
Electric ladies, will you sleep?”

Ja, das lässt sich tanzen.


Janelle Monáe – Q.U.E.E.N. (feat. Erykah Badu) von javierlobe

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Samstagabendbeat mit Nina Simone

23. Februar 2013 von Sabine

Nina Simone wäre am 21. Februar 80 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass eine bislang unveröffentlichte Aufnahme: The Time Is Now. Sie entstand im Jahr 1966 in ihrem Haus in Mount Vernon (USA). Simones Stimme ist Balsam für die Seele. Sie ist die great High Priestess Of Soul (Hohepriesterin des Soul).

Happy Birthday, Sister!

I’ve got life , I’ve got my freedom
I’ve got the life

And I’m gonna keep it
I’ve got the life
And nobody’s gonna take it away
I’ve got the life

Nina Simone (*21. Februar 1933 – † 21. April 2003)


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Samstagabendbeat mit Menna Mulugeta

15. Dezember 2012 von Magda

Menna Mulugeta ist über die Blockflöte, das Horn und Klavier mit ungefähr zehn Jahren zu Ihrem Lieblingsinstrument gekommen: der Stimme. Vor einigen Wochen machte sie bei einer bekannten TV-Gesangsshow mit, bei der sie leider rausflog. Bei uns bekommt sie nun ihren verdienten Ehrenplatz: 3:45 Minuten mit Gänsehautgarantie.


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Happy Birthday zum 70. Geburtstag, Aretha Franklin!

25. März 2012 von Magda


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„Manchmal reicht ein Kompliment, um motiviert zu bleiben”

9. Januar 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 10 von 18 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Adwoa Hackman singt, seitdem sie denken kann, das hat sie von ihrer Mutter. Ihr erstes Instrument war das Schlagzeug, was sie leider aufgeben musste, nachdem sie einen Tinitus bekam. So lernte sie Gitarre zu spielen, was sich nicht nur besser mit dem Singen vereinbaren lässt, sondern auch nützlicher für’s Songsch reiben ist. Im Interview mit der Mädchenmannschaft spricht Adwoa Hackman über ihre quasi-musikalische Heimat Berlin, weibliche Vorbilder und deutsche Soulmusik.

Adwoa Hackman

Gab es eine oder mehrere Person(en), die dich besonders in deinem musikalischen Werdegang unterstützt hat/haben?

In der Grundschule hatte ich eine Klassenlehrerin, die jeden Tag mit uns gesungen hat, ganz egal ob der Lehrplan das vorsah oder nicht. Dafür war ich sehr dankbar. Über die Jahre gab es immer auch Personen, denen ich dankbar sein konnte. Manchmal reicht ein Kompliment, um motiviert zu bleiben. Ich habe sehr intensiv mit zwei Produzenten zusammen gearbeitet. Man lernt sich über die Jahre sehr gut kennen, weiß wo die eigenen Stärken und Schwächen und die des anderen liegen, und findet heraus, wie man am besten im Team funktioniert. Ich habe z.B. dadurch überhaupt erst einmal eine Ahnung davon gekriegt, wie man selbständig arbeitet. Das ist mir anfangs ziemlich schwer gefallen.

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