Einträge mit dem Tag ‘Simone de Beauvoir’


Zum 25. Todestag von Simone de Beauvoir

12. April 2011 von Magda

Simone de Beauvoir war eine französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin. Sie schrieb zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Memoiren und gilt als Vertreterin des Existentialismus. Beauvoir wurde mit der Veröffentlichung von “Das andere Geschlecht” (1949) zur Leitfigur der früheren Frauenbewegungen. Am 14. April 2011 hat Beauvoir ihren 25. Todestag.

Passend dazu haben wir für heute zwei kurzfristige Radiotipps:


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Die Irrungen und Wirrungen der Kristina Schröder

10. November 2010 von Barbara
Dieser Text ist Teil 10 von 13 der Serie Der F-Blick in die Politik

In dieser Kolumne werden die politischen Aktivitäten der Bundesregierung rund um das Reizthema “Frauenpolitik” kritisch betrachtet, das sich zumeist hinter der Familienpolitik verstecken muss.


Schon in ihrer Abiturzeitung hat sich die Chefin des Bundesfamilienministeriums, Kristina Schröder, vom Feminismus distanziert. Vielleicht hat sie Simone de Beauvoirs durchaus komplexe Gedanken, die Schröder mit den Worten “Man wird nicht als Frau geboren, man wird es” wörtlich aus dem Französischen übersetzt zitiert, als Schülerin nicht kapiert. Und vielleicht hat sie dieses “Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird dazu gemacht” bis heute nicht verinnerlicht, weil sie ihr komisch vorkommt, diese Idee, dass Geschlecht nicht nur von der Biologie, sondern auch von der Umwelt gemacht wird. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich ganze Generationen an Gender-Studiengängen geirrt haben. Aber es ist durchaus im Bereich des Möglichen, dass unsere Familienministerin den Feminismus ablehnt, weil sie ihn einfach nicht verstanden hat.

In einem Interview, das Schröder dem SPIEGEL gegeben hat (wir haben berichtet), antwortet sie auf derart wundersam-naive Art und Weise, dass ich ihr die Kompetenz, die Erste in Sachen Frauenpolitik zu sein in der Bundesrepublik, absprechen muss. Damit bin ich nicht alleine. Spitzenpolitikerinnen wie Renate Künast oder Manuela Schwesig sind ebenso entsetzt über Schröders Antworten wie auch Alice Schwarzer oder die Berliner Gender-Professorin Sabine Hark.

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GenderGenderGender

30. Juni 2009 von Verena

Unter dem Titel Love me Gender – Gender is Happening findet vom 6. bis zum 12. Juli eine spannende Aktionswoche in Berlin statt.
Jeder Tag steht thematisch unter einem der Jubiläen des Jahres 2009 – von 90 Jahre Frauenwahlrecht bis zu 20 Jahre Mauerfall.


Love me Gender – Gender is Happening

Das Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet das Happening und verspricht:

In Workshops, Diskussionen, Filmscreenings, Lectures, GenderWalks, GenderSports und Performances wird Gender einerseits in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gestellt und werden andererseits Handlungsmöglichkeiten und Strategien der Selbstermächtigung aufgezeigt. Zentral ist immer die interaktive und praxisnahe Auseinandersetzung mit dem Thema Gender in all seinen Facetten. Es soll gebloggt, musiziert und gefilmt, es soll gelacht, getanzt und genossen werden.

Auch die Mädchenmannschaft nimmt an der Happeningwoche teil. Am Dienstag, 7. Juli, diskutiert Meredith über Simone de Beauvoir. Am Donnerstag, 9. Juli, laden Katrin und Verena zum Politischen Salon. Dort geht es um die Chancen des Feminismus, on- und offline.

Undbedingt mitmachen!


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Kurzfilmwettbewerb

9. April 2009 von Barbara

Das Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung startet einen Kurzfilmwettbewerb zum Thema “Gender (is) Happening”. Gründe dafür gibt es dieses Jahr viele, so die Pressemitteilung:

  • 60 Jahre Grundgesetz
  • 60 Jahre “Das andere Geschlecht” von Simone de Beauvoir
  • 30 Jahre Berliner Christopher-Street-Day
  • 20 Jahre Mauerfall und Annäherung von
    Emanzipationsbewegungen in Ost und West

Deshalb findet vom 6. bis 11. Juli 2009 das “Gender Happening” des Gunda-Werner-Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin statt. Für den 10. Juli, den Filmtag, werden Kurzfilme (maximal 10 Minuten Länge) gesucht, die sich unter dem Motto “Gender (is) Happening” auf kritische und ästhetisch interessante Weise mit Geschlecht auseinandersetzen.

Einsendeschluss ist der 1. Juni. Das Preisgeld in Höhe von 1000 EUR geht an die drei besten künstlerischen Arbeiten. Mehr Infos unter www.gwi-boell.de.


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Zum 100.: Wer war … Simone de Beauvoior

9. Januar 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 1 von 28 der Serie Wer war eigentlich …

Simone de Beauvoir und ihr Werk zu entdecken, macht Spaß, öffnet die Augen und beeindruckt – vor allem weil die Philosophin nicht nur radikal, sondern auch weitsichtig war und viele ihrer Gedanken auch heute noch uneingeschränkt gültig sind. Wer sich auf die Suche nach der Frau machen will, die heute 100 Jahre alt geworden wäre, hier ein paar Lese-Empfehlungen:

Für den schnellen Überblick beleuchtet die ARD Simone de Beauvoirs Lebensstationen.

Auf einestages.de schreibt Alexa Henning von Lange über Beauvoirs Vermächtnis.

Für die taz schreibt Barbara Vinken eine Hommage.

Der österreichische Standard empfiehlt, unbedingt Beauvoirs Werke wieder zu lesen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt über Simone de Beauvoirs Kampf gegen das “Das können Frauen einfach nicht”.

Der Deutschlandfunk stellt die neuesten Biografien über die Beauvoir vor.

Ich selbst empfehle, unbedingt “Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht” von Hans-Martin Schönherr-Mann zu lesen.

Wem ihr legendäres Werk “Das andere Geschlecht” selbst zu umfangreich ist, dem sei das letzte Kapitel, “Die unabhängige Frau” ans Herz gelegt. Hier zeichnet de Beauvoir einen Weg zur Befreiung der Frauen, indem sie erklärt, woher die Unterdrückung überhaupt kommt:

“Wir haben gesehen, warum die Männer ursprünglich die Frauen unterjocht haben. Die Entwertung der Weiblichkeit war eine notwendige Etappe der menschlichen Evolution, die aber auch zu einer Zusammenarbeit der Geschlechter hätte führen können.”

Sehr modern, was sie damals schon sah: Ein Miteinander der Geschlechter ist ein Weg aus dem Gefängnis der Frauen, das die Männer gebaut haben.

Den Gedanken vom Einbeziehen der Männer betont auch die Süddeutsche Zeitung in ihrem Feuilleton-Beitrag:

“… Aus dieser Wirklichkeit ist Sartre nicht wegzudenken als dienstbarer Geist, der stets darauf hinwies, dass die Frauenbewegung gettoisiert werde, wenn sie nicht auch von Männern getragen werde. Sartres Forderung ist so wenig wie die Simone de Beauvoirs eingeholt: An den Sieg der Frauenbewegung könnte er erst glauben, wenn ein Mann einen Gedenkartikel über Simone de Beauvoir geschrieben und so seinen Castor dem Orkus entrissen hätte.”

Der Tagesspiegel denkt über die Schwierigkeit nach, die Philosophin zu biografieren.

Und Die Presse aus Österreich behauptet einfach kategorisch “Simone de Beauvoir lebt“.

Immer noch nicht genug? Noch mehr lesen.


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