Einträge mit dem Tag ‘Sexismus galore’

Sind Männer ein bisschen beschränkt?

Wednesday, April 2nd, 2008 von Katrin

Oder sind es die Wissenschaften? Oder die Medien?

Flirt als Holzschnitt
Frauen glauben gerne, dass Männer Freundlichkeit und sexuelles Interesse oft nicht auseinander halten können – im Gegensatz zu ihnen, natürlich. US-ForscherInnen haben dieses Problem in einer psychologischen Studie mit 280 StudentInnen untersucht. Die Seite wissenschaft.de berichtet davon und fragt nach dem Ursprung dieses Phänomens:

„Entweder liegt bei Männern die Schwelle, ab der eine Verhaltensweise als eindeutig sexuell eingestuft wird, tatsächlich niedriger als bei Frauen, oder aber Männer sind grundsätzlich nicht so sensibel für die Art der Signale, die eine Frau aussendet und können demnach sexuelle Hinweise nicht gut von anderen unterscheiden.“

Das Thema an sich ist ganz interessant und spannend, doch so richtig gefallen will mir der Artikel von Ilka Lehnen-Beyel nicht. JedeR der/die sich ein bisschen mit empirischer Sozialforschung auskennt, weiß, dass 280 Personen noch keine Basis für eine repräsentative Studie bilden können, zudem handelte es sich nur um StudentInnen – ein ausgewählter Personenkreis. Über die Rückschlüsse auf alle Menschen kann (muss) man wirklich streiten. Außerdem liegen die Unterschiede bei den verschiedenen Tests sehr nah beieinander:
So

„interpretierten die Männer eine freundliche Frau in 12,1 Prozent der Fälle fälschlich als sexuell interessiert, während die weiblichen Probanden nur bei 8,6 Prozent falsch lagen.“

Und

„umgekehrt übersahen die Männer auch immerhin in 38 Prozent der Fälle ein echtes sexuelles Interesse, wohingegen die Frauen nur etwa 32 Prozent fehlinterpretierten“

Bei so einer kleinen Zahl von untersuchten Personen sind Unterschiede von 4-6 Prozent kein eindeutiger Hinweis auf einen signifikanten Trend. Das sollte vielleicht erwähnt und dann noch einmal gründlich über den Titel: „Warum Männer Frauen so häufig missverstehen“ nachgedacht werden. Der Einleitende Teaser ist auch nicht gerade nett:

„Männer seien schlicht und einfach weniger sensibel gegenüber Gefühlen und können sie schlechter allein anhand der Körpersprache unterscheiden als Frauen.“

Die heißeste Tussi, wo gibt

Tuesday, March 25th, 2008 von Susanne

In Großbritannien laufen die Eltern junger Mädchen Sturm gegen eine Internetseite. Der Grund ihrer Aufregung: Auf der “Miss Bimbo”-Webseite tummeln sich ihre Töchter schon ab dem 9. Lebensjahr und versuchen ihren Avatar zum “hottest, coolest, most famous bimbo in the whole world” zu machen - zur Not auch zum Beispiel mit einer Brustvergrößerung. Ziel des Spieles ist es, so viele “bimbo”-Dollar wie möglich zu sammeln, um damit Klamotten, Schmuck oder Diätpillen einkaufen zu gehen, der Avatar-Tussi die Haare, Fingernägel oder eben den Busen oder die Hüften machen zu lassen. Uff.

Bill Hibbert von Parentkind kritisiert: “Es ist eine Sache, wenn eine Neunjährige dieses Spiel als albern und dumm erkennt. Aber die Gefahr ist, dass Mädchen in dem Alter die Ironie der Sache eben nicht verstehen und sich die Bimbos zum coolen Vorbild nehmen.”

Der 23-jährige Erfinder der Bimbo-Webseite, Nicolas Jacquart, dagegen sagt, die Mädchen würden lernen, Verantwortung zu tragen - eben für ihren Avatar. Beweise? “Wenn ihre Avatare zu viel Schokolade essen, dann ist das schlecht für die Körper ihrer Bimbos und auch für ihre Laune […] Wir vermitteln ihnen, wie wichtig gesundes Essen ist.” Und: “Die Brustoperationen sind nur ein Teil des Spiels […] und spiegeln nur das wahre Leben wider.”

Na dann.

So schön ist es in Kanada

Monday, March 24th, 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 13 von 27 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Unsere Leserin Stefanie schickte uns dieses Foto einer, nun ja, ausdrücklichen Werbekritik:

Ob die “delikate” Blondine beim Fotoshooting schon wusste, dass sie mal ein “Leckerbissen” werden würde?

Neulich auf der Straße

Saturday, March 15th, 2008 von Barbara

(c) Yvonne

Von unserer Leserin Yvonne aus Duisburg bekamen wir dieses Foto zugeschickt. Eine Werbung für den Elektrospielzeugmarkt Saturn. Was diese Branche mit einer nackten Frau zu tun hat? Viel - sex sells everything, vom ipod über die CD bis zur Druckerpatrone.

Darüber gibt es übrigens auch ein ganzes Kapitel in unserem eben erschienenen Buch “Wir Alphamädchen”. Ein kurzer Auszug passend zum Thema:

Elektrogroßmärkte sind ein Eldorado für Männer – also muss eine nackte Frau in den Werbespot. Das erregt dann keinen Anstoß, wenn die Frau computeranimiert wirkt und weder Brustwarzen noch Schamhaare zu sehen sind. So entstand im Herbst 2007 die Saturn-Werbung „Wir lieben Technik! Wir hassen teuer!“ Ein gutes Ende für die Verkaufsstrategen, die ihre Reklame mit nackter Frau nun überall zeigen können.

Sexismus des Tages

Thursday, March 13th, 2008 von Susanne

Frauenfeindlicher geht es kaum: das “Bitchcruiser”-Fahrrad, das wie einige andere Sachen den weiblichen Körper einfach mal hoppla-hopp zum Ding degradiert. Zum Kotzen.

Über Feministing

Wer eins und eins zusammenzählt …

Saturday, February 23rd, 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 11 von 27 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Lustig, na ja, traurig, aber super auf den Punkt:

Über XKCD

Sexismus des Tages

Thursday, January 24th, 2008 von Susanne

Aha, es geht also noch härter:

Über Feministing

Sexismus zum Frühstück

Wednesday, January 16th, 2008 von Meredith

Uargh, morgens bei Kaffee und Süddeutsche gleich mal gekotzt. Und zwar hierauf, mitten im Politikteil:

Was hat eine Geschäftsfrau in Hotpants bitte mit einem Billigflug zu tun? Ach ja, wegen der billigen Masche. Wieso ist es ausgerechnet die Frau? Weil niemand den haarigen Hintern des Mannes sehen will? Ja, in dem Fall sollten die Unternehmen es vielleicht einfach unterlassen, mit kontextbefreiten Ärschen zu werben.

Klartext

Sunday, January 6th, 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 7 von 27 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Über Flickr

Nachrichten, die keine sind und trotzdem sauer machen, heute: Frauenfeindlichkeit im US-Wahlkampf

Saturday, December 29th, 2007 von Meredith

Fred D. Thompson ist nicht nur ein abgehalfterter Serienschauspieler sondern auch einer der abgeschlagenen republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten. Es ist zwar nicht wirklich wichtig, aber trotzdem lässt es mir die Reißzähne wachsen, wie er gestern auf einer Wahlkampfveranstaltung seine Weltoffenheit und Reflektiertheit demonstrierte:

“Es gibt keine Frau weit und breit, die nächstes Jahr Präsident werden sollte.”

Vielmehr sollte das nächste Staatsoberhaupt ein (vermutlich weißer) Mann sein, der konservative Werte vertritt. Weil die ja immer so super Präsidenten abgeben.

Neben Fred sehen wir im Bild seine Frau Jeri, die übrigens 24 Jahre jünger ist als er und das macht, was eine ordentliche, konservative Frau am besten tut: Gattin sein mit super Brüsten, nettem Lächeln und wenigen Worten.