Einträge mit dem Tag ‘Sex sells’

Hey Girls, der Hase stinkt

Wednesday, October 15th, 2008 von Meredith

Der Guardian hat einen ganz interessanten Text zum Thema Playboy. Das Hasenimperium um Hugh Hefner sinkt zwar im Aktienindex, hat aber dafür starke Konjunktur bei (vor allem jungen) Frauen - tatsächlich sieht man ganz schön viele Mädchen mit Playboy-Assecoires in Fußgängerzonen, Diskotheken und Regionalzügen. Und vermutlich auch bald in Indie-Clubs, denn Ober-Indie-Model Lily Cole hat sich für die aktuelle Ausgabe des französischen Playboy entkleidet und posiert mit Schweineschwänzchen und Riesenteddy nackig und kindlich zugleich fürs Cover.

Seit letzter Woche läuft ein Film mit Anna Faris (die lustige Nudel aus den Funny Movies) in der Hauptrolle im Kino: “House Bunny”, eine Komödie um ein gealtertes Hefner-Bunny, die es sich zur Lebensaufgabe macht, verkopft-spießige Frolleins an der Uni zu erotischen Zuckerpuppen zu erziehen. Der Film wird wahrscheinlich ganz gut laufen, ich persönlich musste ja schon über die Vorschau kotzen:

Jedenfalls schreibt Joan Smith eine gute Aufzählung all der vielen Gründe, warum Playboy mit der sexuellen Befreiung der Frau nichts zu tun hat, und warum man es sich gut überlegen sollte, wenn man mit dem Öhrli-Logo kokettiert. Ist lesenswert.

Na, verklemmt?

Wednesday, August 27th, 2008 von Susanne

Unsere Leserin Yvonne schickte uns dieses Foto eines tollen Aufstellers im Hornbach-Baumarkt:

Also auf in eine neue Runde Message-Raten: Will die Werbung uns sagen, eine lederbekleidete Frau könnte uns bei Unlockerheiten helfen? Klemmt der Reißverschluss da am Dekolletee der Dame und es wäre für den Betrachter schöner, wenn es diese Verklemmtheit nicht gäbe? Wird hier vielleicht sogar für Offenheit gegenüber leder-unterstützten Sex-Praktiken geworben? Oder spielt das Öl eine größere Rolle, die ich übersehe? Oder die 20 Prozent mehr Inhalt?

Weltneuheit

Saturday, August 23rd, 2008 von Anna

Unsere Leserin Christiane hat uns auf eine sehr schöne Anzeige aus dem „Pro Idee“ Katalog aufmerksam gemacht, es geht um eine Sonnenbrille mit eingebauter Kamera:

(Textauszug: „Jetzt gelingen Ihnen einzigartige Aufnahmen. Beim Biken, Klettern, Skaten, Drachenfliegen … Wahre Live-Mitschnitte von Ihren spektakulärsten Abenteuern – ganz ohne aufwändige Montage und immer aus dem perfekten Blickwinkel.“)

Für welchen Zweck die Katalogmacher (Erfinder? Werber?) die Brille allerdings am geeignetsten halten, lässt sich unschwer auf dem Bild erkennen. (Wobei es sich bei der Frau bestimmt um eine feindliche Spionin o.ä. handelt, denn: „Auch im professionellen Security-Bereich ist das Interesse an dieser genialen Erfindung groß.“)

Sexismus des Tages

Wednesday, August 13th, 2008 von Susanne

Here we go again … Diesmal schickte uns unsere Leserin Irina den Scan dieser Anzeige in einer Motorradzeitschrift:

Message gesucht

Thursday, August 7th, 2008 von Susanne

Mit Pobacken und gespreizten Beinen verkauft sich alles

Ich weiß, ich weiß, das Thema Sexistische Werbung hatten wir schon oft. Aber wir werden es auch in Zukunft noch oft haben – es gibt ja genug davon.

Und auch bei dieser Anzeige da unten stellt sich mir wieder die Frage: Wo genau ist der Zusammenhang zwischen der Frau links im Bild und dem Angebot der Privaten Krankenversicherung rechts im Bild?

Mein Tipp: Wenn’s um Gesundheit geht, geht’s ja auch darum, dass der Popo gesund ist?

(Anzeige: im Netz gesehen)

Erotik in der Werbung

Wednesday, July 30th, 2008 von Susanne

Unser Leser Pat fragt:

Unter welchen Umständen geht die Darstellung von nackten oder leichtbekleideten Frauen (oder auch Männern?) in Ordnung und unter welchen Umständen nicht?

Um gleich mal in die Diskussion einzusteigen: Für mich ist ein plausibler Grund für Erotik in Werbeanzeigen oder -clips, wenn damit Erotik beworben wird. Nackte Haut ist okay, wenn es auch um Haut, z. B. Cremes etc. geht. Ansonsten kommt es bei mir gleich in die Schublade “Die billige Sex-sells-Tour”. Erotik und Nackedeis mögen “in Ordnung” sein oder auch nicht, auf jeden Fall bringt mich Erotik in Werbung für stinknormale Produkte stets zum Gähnen und macht mir die Firma, die da wirbt, ein bisschen unsympathischer. Weil sie offenbar nur Langweiler und Langweilerinnen in ihrer Werbeabteilung sitzen haben.

Foto: Immer wieder schön z.B. der Stern, der auch noch das blödste Thema (hier: Diät) mit ‘ner Nackten verkauft. 

Mittelstandserotik

Friday, July 25th, 2008 von Susanne

Sex sells, na klar! Hat sich auch der Chef des “Fliesenhaus Leipzig” gedacht und schöne Plakate drucken lassen:

(Fotografiert von 21woman)

Hey, Bock auf einen Blog, der nicht nur banal, sondern auch misogyn ist?

Friday, May 30th, 2008 von Meredith

Na, dann lasst euch nicht davon abhalten, zu flirtblogger.com zu surfen. Hier schreiben “René” und “Nicole” über “Flirten, Dating und mehr”. Und eine sogenannte Flirt-Community finden wir hier auch, in der sich vorwiegende weibliche Online-Personen mit kleinen Scherzen und romantischen Vorstellungen präsentieren. Was an sich ja total legitim und für den Fortgang der Menschheit auch wichtig ist.

Schade nur, dass sowohl Nicole als auch René nullkommanull Respekt vor dem Hauptobjekt der Begierde, nämlich der verfügbaren Frau, haben. Der aktuellste kleine Essay von René behandelt das Thema: Was tu ich, wenn mein “Date” den Roman Feuchtgebiete von Charlotte Roche gut findet? René, gentlemanesk wie er sein muss, rät: Aufstehen und gehen. Weil das nämlich eklig ist.

Klar, ist voll eklig, wenn sich Frauen Gedanken über Körperzwänge machen, ihh, bääh. Gelesen hat René das Buch zwar nach eigenen Angaben nicht, aber er findet es “voll abtörnend”, wenn Mädchen Charlotte Roche nacheifern. Weil die stinken dann alle. Nämlich hat eine Frau in erster Linie die Aufgabe haarlos und wohlriechend zu sein - erst wenn sie diese Kriterien erfüllt hat, soll sie auch Bücher lesen und sich aus ihnen eine Meinung bilden. (Das ist natürlich nur die Interpretation eurer geneigten Autorin.)

Aber gut. René bezeichnet Frauen ja auch als “süße Mäuse” und fände es gut, wenn er weiblichen Bekanntschaften die Nippel messen dürfte, ohne, dass die gleich deswegen “Zickenterror machen”. Insofern ist sein Blog vielleicht auch einfach nur ein Versuch, seine unendliche Einsamkeit zu bekämpfen.

(Danke an maYa für den Link!)

Sex sells, die Millionste

Monday, April 14th, 2008 von Susanne

Och ja, mal wieder ‘ne richtig lahme Werbung:

Männer und Frauen sind vor allem dann witzig, wenn sie lange Schwänze oder dicke Titten haben, schon verstanden.

Ich meine: Hä?

So schön ist es in Kanada

Monday, March 24th, 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 13 von 27 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Unsere Leserin Stefanie schickte uns dieses Foto einer, nun ja, ausdrücklichen Werbekritik:

Ob die “delikate” Blondine beim Fotoshooting schon wusste, dass sie mal ein “Leckerbissen” werden würde?