Einträge mit dem Tag ‘Selbstverteidigung’


Regelverstöße bei der Bespitzelung, Diskriminierung in der Klimaschutzbewegung, Ausbeutung im Nagelstudio – kurz verlinkt

13. Mai 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 4 von 355 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Foodwatch hat eine dickenfeindliche Kampagne gestartet, die Sophie Schimmerohn in ihrem Kommentar bei uns bereits ausführlich kritisierte (den Text gibt es auch als PDF). Foodwatch ist bestimmt auch an eurem Feedback zur Kampagne interessiert, schreibt sie an: auf twitter @foodwatch_de und Facebook.

Für eine Abschlussarbeit in Psychologie zu Auswirkungen von Mehrfachdiskriminierung auf die (psychische) Gesundheit untersucht die Marburger Uni „insbesondere Wechselwirkungen von Rassismus und Homo-⁠/⁠Biphobie auf die Gesundheit von Frauen*“.

„Im Skandal um die Polizistin, die von 2001 bis 2006 verdeckt in der linken und feministischen Szene in Hamburg ermittelt hat, mehren sich die Hinweise auf massive Regelverstöße beim Vorgehen der Polizei“, berichtet die Frankfurter Rundschau.

englischsprachige Links

Wie queere und trans Personen of Colour in der Klimaschutzbewegung unsichtbar gemacht werden und warum das gefährlich ist, beschreibt das bluestockings magazine.

Sich mal selbst was Gutes tun mit einer schönen Maniküre? Mag verlockend klingen, wenn die Ausbeutung und Misshandlungen, denen die Mitarbeiterinnen von Nagelstudios oftmals ausgesetzt sind, unsichtbar bleiben. Die New York Times berichtet.

Über die Überwachung von und ständige Verfügbarkeitserwartung an Arbeitnehmer_innen durch Arbeitgeber_innen schreibt Melissa McEwan auf Shakesville:

Termine in Hidesheim, Kiel, Berlin und Oldenburg

14. – 16. Mai, Hildesheim: Performing Back – eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Kontinuität deutscher kolonialer Vergangenheit von und mit Simone Dede Ayivi. Später im Monat auch in Oldenburg, siehe unten

15. – 17. Mai, Kiel: laDIYfest – Magda ist auch mit einem Workshop dabei!

29. Mai, Berlin: Lowkick Soli-Party. Die Einnahmen ermöglichen FrauenTrans* und Mädchen eine Woche im vom Lowkick e.V. organisierten Camp Selbstverteidigung/Thai_Kickboxen zu trainieren – auch wenn sie es sich finanziell nicht leisten können.

29. – 30. Mai, Oldenburg: weitere Aufführungen von Performing Back


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LGBT-Aktivismus in Jamaika, Pussy Riot und bald eine Nelson-Mandela-Straße in Berlin? – Kurz Notiert

8. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 223 von 355 der Serie Kurz notiert

Englischsprachige Artikel:

Am Ende eines Jahres kommen immer die obligatorischen Jahres­rück­blicke: Die Mädchenmannschaft blickte auf das Jahr 2013 mit einem Debatten­rückblick in zwei Teilen zurück (Teil 1 und Teil 2). Feministing trug die „besten feministischen Musikvideos 2013“ zusammen. For Harriet präsentiert zehn Bücher von Schwarzen Autorinnen, die 2013 veröffentlicht wurden. PolicyMic bennent die „28 Iconic Feminist Moments“ und Ms Magazine trug die „Feministischen Held_innen 2013“ zusammen. Eine Liste von 14 jüdischen Frauen, die 2014 noch mehr Aufmerksam­keit verdienen, hat The Jewish Daily Forward zusammengetragen. Einen Jahresrückblick, der den Fokus auf die rassistischen Ausschlüsse durch weiße Feminist_innen legt, hat The Colored Fountain geschrieben.

Bim Adewunmi schrieb die rassistischen Erfahrungen auf, die sie in Berlin machte – eine Stadt, die oft als multi­kulturell und inter­national beschrieben wird: „The everyday microaggressions I experience as a black woman in Berlin“.

Der jamaikanische Professor und Autor Thomas Glave resümiert die letzten 15 Jahre von LGBT-Aktivismus in Jamaika und stellt die Organisation vor, die er mit gegründet hat: J-FLAG.

In Uganda wurde kurz vor Weihnachten ein „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ verabschiedet. Eine Petition fordert den Präsidenten auf, das Gesetz zu stoppen: Tell the Ugandan President to Abolish Anti-Homosexuality Bill.

Dances With Fat nimmt fünf diskriminierende (und falsche!) Argumente auseinander, die Aktivist_innen, die sich für Körper­vielfalt und Health At Every Size („Gesundheit bei jedem Gewicht“) einsetzen, ziemlich oft hören.

Können Feminist_innen die Musik von R. Kelly genießen? Kurz und knapp: Nein. (Inhalts­warnung: Beschreibung von sexualisierter Gewalt und Miss­brauch)

Ein unglaubliches Interview mussten die beiden aus der Haft entlassenen Pussy Riot Mitglieder über sich ergehen lassen. Gut, dass die beiden die lächer­lichen Fragen mit den coolsten Antworten entgegneten.

Deutschsprachige Artikel:

Auf glokal gibt es einen interessanten Bericht über Spendenwerbung, welche fast aus­schließlich auf problematischen Erzählungen über Länder des Globalen Südens beruhen.

„Zwei Mil­lio­nen Men­schen gehö­ren in Deutsch­land zu den soge­nann­ten Working Poor. Men­schen, die arm sind, obwohl sie arbei­ten. (…) Inzwi­schen arbei­tet jedeR fünfte Lohn­­ab­hän­gige — unter Frauen und Jun­gen jedeR Dritte — nicht in einem unbe­fris­te­ten und sozi­al­­ver­si­cher­ten Job. Das bedeu­tet nicht mehr und nicht weni­ger, als dass die Men­schen nicht trotz Arbeit arm sind, son­dern auf­grund von Arbeit.“ schreibt Ingo Stützle in seinem Beitrag „Arm Dank Arbeit„.

In Berlin gibt es die „Mohrenstraße“, deren kolonial-rassistischer Name endlich abgeschafft gehört. Die dazu­gehörige Presse­mitteilung des NGO-Bündnisses „No Humboldt 21! Moratorium für das Humboldt- Forum im Berliner Schloss“ und des Global Afrikan Congress findet ihr als PDF online: „Berliner Mohrenstraße soll in Nelson-Mandela-Straße umbenannt werden„.

Joliba – Das interkulturelle Netzwerk in Berlin e.V. ist der einzige anerkannte freie Träger in der Stadt, der für Menschen afrikanischer Herkunft, afro-deutschen Familien und anderen Schwarzen Menschen vielfältige Unterstützungs­angebote schafft. Gerade wurde dem Verein von der Senats­verwaltung für Integration und Migration eine Förderung abgelehnt. Joliba freut sich über öffentliche Unterstützung und Spenden.

Termine:

Am 10. Januar findet in Berlin im Other Nature – Alternativer Sexladen die Vernissage-Eröffnung „Glory Pussy“ statt (Facebook-Link).

Bis zum 11. Januar kann man sich anmelden für die Fachtagung des Bundesverbandes feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Die Veranstaltung läuft am vorletzten Januarwochenende in Marburg.

In Berlin findet in den nächsten Wochen eine tolle Veranstaltungsreihe mit dem Namen „Feminist Comeback“ statt, u.a. gibt es Veranstaltungen zu A_Sexualität, Fat Shaming oder dem queer-feministischen Zeitungsarchiv in Leipzig.


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Vulkane, Weltreisen, weniger Stress – die Blogschau

23. Juni 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 167 von 295 der Serie Die Blogschau

Karnele sieht Verbesserungsbedarf in Sachen Kampagnenarbeit und fordert auf: Frauen, lernt Social Media!

Nach Dänemark will nun auch Frankreich die Ehe für „gleichgeschlechtliche“ Paare ermöglichen, berichtet queernews.at.

Melanie von glücklich scheitern macht sich Gedanken über den Umgang mit Kinder­fotos im Internet und weiß selbst noch nicht, wohin das alles führen soll. Danach erklärt sie dann noch, wie Feminismus und Gender Studies eigentlich zusammen hängen – ist nämlich bei weitem nicht dasselbe, auch wenn manche das zu meinen scheinen.

Mierk Schwabe von den SciLogs hat  auf dem Vulkan nicht getanzt, sondern dort astronomische Beobachtungen gemacht. Und zwar auf dem Mauna Kea auf Hawai’i.

Michaela Werner berichtet – auch per Video – über neue Wege im Leistungs­schutz­recht und die ganz konkreten Auswirkungen auf die tägliche Informations- und Meinungs­bildung im Internet – und warum das ganze Thema relevant für alle Netz­nutzer­_innen. ist. (mehr …)


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Abtreibungsrecht, gegendertes Werkzeug und Selbstverteidigung – kurz verlinkt

2. November 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 135 von 355 der Serie Kurz notiert

Neuer TV-Trend in den USA sind Serien über „die gute alte Zeit“. Mad Men hat es vorgemacht, jetzt zeigt auch Pan Am, eine Welt in der Sexismus und Rassismus noch offen beklatscht wurden. Für den Guardian schaut Laura Powell, ob sich in der Flugbranche wirklich so viel geändert hat.

Im sechsten und letzten Teil von Feminist Frequency’s “Tropes vs. Women” geht es um “straw feminists” – ein Tropus der sich vielleicht als Klischee-Emanze oder Strohpuppenfeminstin überesetzen lässt.
(Deutsche Untertitel gibt’s auch, auf CC klicken und German auswählen).

Die Financial Times wirft einen Blick nach Äthiopien und das dortige liberale Abtreibungsrecht (es ist allerdings nicht das einzige Land in Afrika wie der Artikel suggeriert).

Auf der Leipziger Buchmesse gab Soziologin und Philosophin Frigga Haug Radio Mephisto ein Interview über die Suche nach den Stärken von Frauen.

Die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales hat eine Broschüre über/für Lesben, Schwule und Transgender mit Behinderungen herausgegeben.

Dass rape culture auch in vermeintlich modernen geschlechtergerechten Gesellschaften wie Norwegen allgegenwärtig ist, schreibt die New York Times auf. Der Artikel berichtet über die Schwierigkeiten, dagegen anzukämpfen, weil Schweigen, Schamgefühl und rechtliche Unklarheiten das Bild prägen.

Dieser Tage erscheint der neue queerfeministische Taschenkalender im Berliner Unrastverlag. Alva Dittrich, eine der Mitherausgeber_innen, stellt den Kalender im Gespräch mit Radio LoRa kurz vor.

The Regretsy regt sich über „gegendertes Werkzeug“ auf, nachdem für Frauen* extra angefertigte Hammer hergestellt werden. Absurd.

Auf Startnext kann mensch für „Witnessed“ spenden, eine englischsprachige Buchreihe geschrieben von Schwarzen Autor_innen, die in Deutschland leben oder lebten.

Die Weiterbildung zur Trainerin für WENDO (PDF) – Selbstbehauptung, Selbstsicherheit und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen geht in die dritte Runde.

Eine ganze Reihe feministischer Termine gibt es nach dem Klick.  (mehr …)


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Intersexualität, Kunst in Pakistan, Wir sind Helden, Männerbilder im Hardcore und Selbstverteidigung

22. September 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 56 von 355 der Serie Kurz notiert

Im On The Issues Magazine erzählt Thea Hillman, wieviel Kraft und Bedeutung in Namen liegen. Sie erzählt dabei ihre eigene Geschichte und wie zur gleichen Zeit aus einer Krankheit eine Gemeinschaft wuchs. Inzwischen wird Intersexualität auch als Sexualdifferenzierungsstörung bezeichnet – Abkehr vom Fokus auf sexuelle Orientierung oder Konstruktion als Krankheit?

„Wo sind eigentlich die berühmten Künstlerinnen?“ In Pakistan, meint die Newsweek und stellt etwa Aisha Khalid vor. Denn inzwischen dominieren sie nicht nur die heimische Kunstszene, sondern feiern auch weltweit Erfolge.

In der vergangenen sonntaz erschien ein Interview mit Wir-sind-Helden-Sängerin Judith Holofernes. Online leider nur angeteasert, aber auch schon hier lohnenswert, allein wegen der Umschreibung Ursula von der Leyens als „bestimmt auch im Arsch“.

Patrick kritisiert auf seinem Blog Derangierte Einsichten, dass die australische ThinkUKnow-Kampagne ganz bestimmte stereotype Ansichten über weibliche Sexualität transportiert.

Termine:

Am kommenden Samstag, den 25. September, könnt ihr zwei Workshops mit Andrea Kügler zu Männerbilder im Hardcore und Emo besuchen und abends mit den StattMatratzen abrocken. Die Workshops und das Konzert finden am Tag der Offenen Tür des in Europa einzigartigem Archiv der Jugendkulturen in Berlin statt, das leider von der Schließung bedroht ist.

DieStandard.at hat aktuelle Termine der Wiener Wen Do-Gruppe für feministische Selbstverteidigung. Wen Do ist feministische Selbstverteidigung, die von Feministinnen entwickelt wurde und wird, und ausschließlich an Frauen, Lesben und Mädchen weitergegeben wird. Das Angebot richtet sich an Anfängerinnen und Fortgeschrittene.


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Drag Queens setzen sich zur Wehr

9. Oktober 2009 von Magda

Das hätten die beiden betrunkenen Halbstarken wohl nicht erwartet: Als Dean Gardener (19) und Jason Fender (22) Ende August in in der Innenstadt von Swansea in South Wales auf offener Straße zwei Drag Queens beschimpften und dann auch noch eine von beiden ins Gesicht schlugen, setzten sich die beiden gekonnt zur Wehr – denn das Hobby der Draq Queens ist Kickboxen Kampfsport (genauer: Mixed Martial ArtsDanke für den Hinweis, steve the pirate).

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Völlig überrascht von der Gegenwehr lagen Gardener und Fender erst einmal flach und wurden dann von der Polizeit aufgelesen während die beiden Drag Queens sich ihre Handtaschen schnappten und weitergingen. Gardener und Fender bekamen vier Monate auf Bewährung und eine nächtliche Ausgangssperre.

Tja, unverhofft kommt (glücklicherweise) oft.

Das Video findet ihr auf dailymail.co.uk.


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