Einträge mit dem Tag ‘Selbstfürsorge’


Mein Körper – (k)ein Politikum

16. Dezember 2014 von Gastautor_in
Dieser Text ist Teil 33 von 43 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Der folgende Beitrag erschien bereits auf Don’t degrade Debs, darling!  – wir bedanken uns für die Erlaubnis zum Crossposting!

Teil feministischer Arbeit ist oft, neben dem Blick auf Gesellschaft, auch ein Blick auf sich selbst. Ein kritischer Blick, wie im optimalen Falle auch ein fürsorglicher. Ich habe an einem Workshop teilgenommen, der diesen fürsorglichen Blick im Fokus hatte. Es ging um Emotionen als Teil aktivistischer Arbeit und um Körperarbeit als Teil feministischer Arbeit.

Es war ein guter Workshop, dass möchte ich vorab deutlich sagen, aber verlassen habe ich ihn letztendlich aufgewühlt, hilflos und wütend.

Wenn eine Arbeit mit und über Körper nicht bedenkt, dass verschiedene Körper verschiedene Realitäten erleben, führt diese Auseinandersetzung für bestimmte Körper möglicher Weise zu dem erneuten Erleben von Gewalt. Es fängt bei Kleinigkeiten an. Wenn Übungen gemacht werden sollen, die nicht jede Person machen kann, zum Beispiel. Auch wenn es „okay“ ist nicht mitzumachen, wird häufig nicht bedacht, was ein Am-Rand-Stehen und als einzige nicht teilzunehmen auslösen und reproduzieren kann. Ein Beispiel aus dem Workshop: Es war eine „einfache“ Übung, die ich aber aufgrund meines Bandscheibenvorfalls nicht machen konnte. Ich musste abbrechen und stand dann daneben. Ich fühlte mich an Schulzeiten erinnert. Das dicke oder das „kranke“ Kind, dass im Sportunterricht nicht mitmachen kann. Weil es aus verschiedenen Gründen nicht springen oder über den Bock hüpfen kann. Es fühlt sich peinlich und unangenehm an. Ich weiß, was die anderen Schüler_innen und die Lehrer_innen denken. Es ist schließlich selbstverständlich, dass der dicke Körper „krank“ oder der „kranke“ Körper dick und egal wie rum unsportlich ist (der gesamte Satz ist sarkastisch zu verstehen). Sportlichkeit ist wichtig. Es nicht zu sein, ein Makel. Im Sportunterricht daneben zu stehen, weil ich aufgrund meines Körpers vieles nicht machen kann oder will und zu wissen bzw. zu hören, welches Bild das bei anderen produziert ist ein Trauma, dass tief sitzt und ich weiß, dass es vielen Menschen so geht, die mit bestimmten Körpern zum Sportunterricht gehen mussten, aber nicht teilnehmen konnten_wollten. Sportlich und fit zu sein, ist von klein auf ein menschliches Qualitätsmerkmal. Warum werden solche Sachen bei körperlichen Übungen nicht thematisiert? Warum ist es selbstverständlich, dass bei „einfachen“ Übungen alle mitmachen können? Warum glauben Leute, es ist okay, einfach nicht mitzumachen, wenn es nicht geht? Wissen sie, dass es oft nicht okay ist, weil es oft nicht okay war? (mehr …)


Facebook | |


Dicke Bäuche, weiße Profilierungen, Gegen-Perspektiven auf Flucht & Migration – die Blogschau

13. Dezember 2014 von Nadine
Dieser Text ist Teil 268 von 295 der Serie Die Blogschau

Metal Musik zeichnet sich oft durch weißes hetero Mackerverhalten aus. In der neuen Reihe „Metalheads“ auf „Der k_eine Unterschied“ wird nach Brüchen und Subversivem im Metal gesucht. Der erste Teil behandelt Judas Priest und schwules Begehren.

Auf dem „Heimatkunde“-Portal der Heinrich Böll Stiftung sind mehrere Beiträge von und mit der Aktivistin und Künstlerin Noah Sow erschienen, u.a. ihr Vortrag zu weißen Aneignungen Schwarzer Wissensproduktionen.

Auf queer sehen gibt es ein kritisches Review zur Serie „The Fosters“, die zwei lesbische Mütter in den Mittelpunkt rückt.

Das autonome FrauenLesbenReferat Marburg hat die Identität eines gewalttätigen Typen, der in der Wissenschaft und darüber hinaus Anerkennung genießt, auf Wunsch der Betroffenen veröffentlicht.

Eine klassismus- und rassismuskritische Analyse zum Tod von Tuğçe Albayrak ist auf cosas que no se rompen veröffentlicht.

Koloniale Kontinuitäten, kulturelle Aneignung und Muslim-Sein in der Diaspora ist Thema auf Diaspora Reflektionen.

Über die Verantwortung der Medienlandschaft, wenn es um Diskriminierung und Gewaltandrohungen geht, schreibt Karnele.

Die Denkwerkstatt zitiert aus Anja Meulenbelts Klassiker „Scheidelinien. Über Sexismus, Rassismus und Klassismus

Don’t degrade Debs Darling kritisiert unhinterfragte Perspektiven im Kontext Selbstfürsorge und Körperpolitiken.

Women in Exile: Wie das deutsche Asylsystem Flüchtlinge und MigrantInnen spaltet

Bei der ARGE Dicke Weiber gibt es ein Gedicht: Mein dicker Bauch.

Nadia war bei der Zukunftsakademie NRW zu Gast und hat einige ihrer Eindrücke verbloggt, u.a. zum Kollektiv Askavusa, das Objekte von Menschen sammelt, die flüchteten und in Lampedusa angekommen sind.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


Facebook | |


Was sind queer-feministische caring* Communities?

21. Januar 2014 von Gastautor_in

Jay ist Antigewalt-Aktivist_in und Mitarbeiter_in bei LesMigraS, dem Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Lesbenberatung Berlin e.V.. Jay arbeitet seit mehreren Jahren zum Umgang mit Gewalt in queer-feministischen Kontexten und schreibt im Virtual Retreat Center zu self-care, Unterstützungsarbeit und kollektivem Empowerment. Im folgenden Text, den Jay für ein englischsprachiges Zine zu „self-love and self-care“ geschrieben und für uns ins Deutsche rückübersetzt hat, geht es um Fragen von kollektivem Zusammenleben, Solidarität und Verbündetsein sowie die Gestaltung von Räumen, die von möglichst vielen als Zufluchts- und Wohlfühlorte wahrgenommen werden können.

* Die verschiedenen Bedeutungsebenen, die für mich in dem englischen Verb „to care“ stecken, lassen sich für mich schlecht in einem einzigen deutschen Wort einfangen. Deswegen hab ich mich für den englischen Begriff entschieden und werde verschiedene Nuancen im Text anbieten. To care bedeutet für mich Anteilnehmen, sich für Themen und Menschen interessieren, einander zugeneigt und zugetan sein, füreinander sorgen.

Auf einem Workshop des Northwest Networks (Seattle, USA) wurde ich gefragt, warum ich Antigewalt-Aktivist_in geworden bin. Zu der Antwort, die ich gefunden habe, hab ich ein ambivalentes Verhältnis: Ich will anderen die Unterstützung geben, die mir selbst gefehlt hat, als ich Gewalt erfahren habe. Nach den Antworten der anderen Teilnehmer_innen urteilend war ich nicht die einzige, die aufgrund solcher Erfahrungen mit feministischer Antigewaltarbeit begonnen hat.

Aus dieser Erfahrung ergeben sich einige Fragen für mich: Wie sorge ich für mich selbst, während ich für andere sorge? Inwiefern bin ich davon abhängig, andere zu unterstützen, um in mir selbst ein Loch zu füllen? Gehe ich von Ähnlichkeiten zwischen mir und anderen aus, damit ich meine Erfahrungen mit_teilen kann? Wie gehe ich mit meinen Privilegien um und mit Situationen, in dene ich Diskriminierungsverhältnisse reproduziere?

Wenn ich über diese Fragen nachdenke, merke ich, dass ich daran interessiert bin, queer-feministische caring Communities aufzubauen, in denen das Interesse an queer-feministischen Themen und die Zuneigung füreinander und für sich selbst als wechselseitig und verbunden wahrgenommen werden. Mich mit diesen Fragen zu beschäftigen fühlt sich bereits für mich nach einem Perspektivwechsel an. Dabei gibt es auch eine Stimme in mir, die sagt, dass ich mir nicht den Luxus leisten kann, mich für caring Communities zu interessieren, weil es andere Dinge zu tun gibt – in hetero_sexistische Kackscheiße intervenieren, die Welt retten. Häufig fühlt es sich so an, als wäre die einzige Option, jeden Tag aufs Neue auf diskriminierende Sachen zu reagieren und es gibt so vieles, worauf reagiert werden müsste. Dieses Reagieren kann sehr leicht die ganze Energie verbrauchen und die Ergebnisse sind meistens unbefriedigend.

Caring als Luxus und Notwendigkeit

(mehr …)


Facebook | |


Selbstpositionierung, Selbstfürsorge und Erinnerungen an einen Bruder – die Blogschau

25. November 2013 von Nadia
Dieser Text ist Teil 228 von 295 der Serie Die Blogschau

Jennifer hat einen Blog für weibliche Fußballfans gestartet.

Richtungen, Ausrichtungen und Räume: Überlegungen der Erreichbarkeit aus dem Virtual Retreat Center.

Salma schrieb einen Text über die Last der Selbstpositionierung.

Auf Zehenspitzen beschäftigte sich mit Baby-Weinen aus dem Off als klassistisches Stilmittel im Film.

Naekubi widmet ihrem großen Bruder Anh Hung einen sehr berührenden Text.

Zwischenärgern über den NSU-Prozess: bei Nadia.

Wie Selbstfürsorge und Arztbesuche ganz oft nicht zusammengehen: Darüber schrieb Don’t degrade debs darling.

Die Liste geplanter regelmentierender SGB-II-Neuerungen wird länger: Nachzulesen bei Somlu.

Das Mädchenblog sucht queere Streetart.

hauptsacheanti rezipiert die Diskussion um den Party-Mahnmal-Text, die einen hohen antisemitischen Part aufwies.

Tea-Riffic schrieb nochmal darüber, warum Holocaust-Analogien absolut gar nicht gehen.

„Scheiße! Jetzt hat’s auch Sie erwischt! Jemand hat Sie mit Rassismus in Verbindung gebracht.“ Und nun? Die Antworten gibt es hier.

Sanczny war so nett und hat Knorkators Stellungnahme zur rassistischen Werbeaktion übersetzt.

Sehr guter Text über das „Cistem“: Den gibt es aktuell bei candytechno.


Facebook | |


Männerkunst,Transgender Treff, Fat Fashion – die Blogschau

19. Oktober 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 224 von 295 der Serie Die Blogschau

Wenn Pop-Art-Sexist Mel Ramos und Nazi-Kunstgröße Richard Müller, ergänzt durch Werke von Wolfgang Joop,  eine gemeinsame Ausstellung im Leipziger Museum der bildenden Künste bestreiten, „wird nicht mal ver­sucht, zu ver­schlei­ern, dass es sich um eine Aus­stel­lung von Män­nern für Män­ner han­delt“, so die outside the Box.

Einen Bericht von Michaela Werner über den  letzten Transgender Euregio Treff gibt es beim gleichnamigen Blog: „Es war ein unheimlich schöner und ausgelassener Abend, in dem wir uns über viele Dinge unterhalten konnten, die man so nur in einem persönlichen Gespräch angemessen darlegen kann.“ Das nächste Treffen in der Bodenseeregion findet am 9. November statt.

Nadias Weg „von der digitalen WG in die erste eigene Web-Wohnung“ – Die berühmt-berüchtigte „Bloggerin von Shehadistan“ im Interview bei blogger-antworten.de.

„Gedankensalat“ zum großen Thema Selbstfürsorge serviert Unter der Glasglocke und setzt sich mit Kritik am Selfcare-Konzept auseinander:  „Ich verstehe die Kritik nicht als Kritik an den Umgängen und Strategien an sich, sondern als Kritik an der Dominanz der Texte, dem Vokabular und der Nicht-Berücksichtigung von Lebensrealitäten. Ich verstehe sie als ein Aufzeigen von gewaltsamen und klein haltenden Strukturen, die aus psychiatrischem System und christlicher Fürsorge-Geschichte kommen und die sich durch diese Texte zu Selbst-Fürsorge ziehen.“

Die Fatty Fashion Fun Challenge ändert ihre Mitspielregeln und erklärt, warum die Mindestkleidergröße für die Teilnahme nun bei  46 liegt: „Niemand kann gegen das Körperempfinden eines anderen Menschen argumentieren und das wollen wir auch nicht, aber wir wollen auch nicht unterstützen, dass ganz durchschnittliche Figuren als dick und außerhalb der Norm angesehen werden. Das Problem an der Sache ist, dass wir nun wiederum eine Einteilung vornehmen müssen, eine Rolle die uns nicht gefällt, aber für uns leider notwendig.“

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


Facebook | |


Familienbesuche, empowernde Musik und Armut – die Blogschau

14. September 2013 von Nadine
Dieser Text ist Teil 219 von 295 der Serie Die Blogschau

Sabine hat für Friedrich-Ebert-Stiftung einen Beitrag zu #schauhin und der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung Rassismus zu bekämpfen verfasst.

Nadia lässt uns auf ihrem Blog an ihren Familienbesuchen in Jordanien und in der Westbank teilhaben.

Andy Misandry macht sich auf Anarchie und Lihbe nach langer Schreibpause Gedanken über den schmalen Grat zwischen Selbstfürsorge und Entpolitisierung sowie Trans-Erfahrungen in einem widersprüchlichen Lebensumfeld.

Sandra Charlotte Reichert schreibt über ihre unterschiedlichen Sexismus-Erfahrungen in hetera und lesbischen Beziehungen.

Die Danger Bananas nehmen sich des an Rassismus kläglich gescheiterten Taz-Interviews mit Philipp Rösler an.

Im Virtual Retreat Center ging es diese Woche um die Ambivalenz von Schonräumen und Schonhaltungen.

Ich bin arm, aber ich schäme mich nicht mehr dafür„, schreibt alsmenschverkleidet und thematisiert den Unterschied zwischen ‚prekär leben müssen‘ und ‚die Wahl haben‘.

Warum emanzipatorische Musikprodukte und Möglichkeiten des Empowerments nicht ohne Widersprüche auskommen können: Die Femgeeks versuchen sich an einer Antwort.

Heng war diese Woche im Output-Modus und bloggte über #schauhin, den Nachrichtenwert von Homophobie in der CDU, die aktuelle male-gaze-Grusel-Studie der Brigitte. Außerdem hat Heng an einem Zine mitgearbeitet. Alles nachzulesen und zu bestaunen auf ihrem Blog Tea-Riffic.

Aufzehenspitzen kritisiert anhand des aktuellen Buches von Birgit Kelle konservative Familienbilder und Vereinbarkeitsanrufungen.

Außerdem erreichte uns ein Veranstaltungshinweis für kommenden Montag in der Roten Flora (Hamburg): Ein Abend zu Hardcore und Männlichkeit. Zunächst gibt es einen Vortrag zum gleichen Thema, danach gibt’s feministisch auf die Ohren von xfirstworldproblemx und ex best friends. Einlass ab 19 Uhr. (Zum Facebook-Event)


Facebook | |


Rassistische Normalzustände – kurz verlinkt

22. August 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 207 von 355 der Serie Kurz notiert

In der vergangenen Woche haben sich allerhand spannende Linktipps angesammelt – daher gibt es diese Woche „Kurz verlinkt“ gleich zweimal. Hier Teil 2.

Heute jähren sich die Angriffe auf die zentrale Aufnahmestelle für Geflüchtete und ein Wohnheim für ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter_innen in Rostock zum 21. Mal. Auch 21 Jahre später müssen Asylsuchende in Deutschland um die Sicherheit in ihren Unterkünften bangen.

Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und der Migrationsrat Berlin Brandenburg e.V. rufen auf zur Solidarität mit Ayfer H. (Hintergrundinfos ab Seite 132 in der Chronik) und mobilisieren gemeinsam mit ihr zur Prozessbeobachtung. Wann? Am Mittwoch, den 28. August 2013 um 11:30 Uhr. Wo? 64. Strafkammer des Landgerichts, Turmstraße 91, 10559 Berlin, Raum 731.

Alltagsrassismus erleben auch Reiche und Prominente, wie u.a. in der Süddeutschen Zeitung zu lesen ist: „Der eigentliche Skandal ist nicht, dass sich jemand weigerte, Oprah Winfrey eine teure Handtasche zu zeigen. Der Skandal ist, dass sich jemand weigerte, einer schwarzen Frau eine teure Handtasche zu zeigen. Dass es sich dabei um die berühmte Unternehmerin handelte, verhilft dem Fall, der sonst wohl nie an die breite Öffentlichkeit gelangt wäre, zu Bekanntheit. Mehr nicht.“

Die Jüdische Allgemeine meldet einen krassen Fehlgriff bei eben dieser Zeitung: Mit einem Foto eines Bahngleises des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau hat die Süddeutsche am Montag eine Leser_innenbriefseite zum Bahnchaos am Mainzer Hauptbahnhof illustriert.

Dass Frauen, die aus vermeintlich religiösen Gründen ein Kopftuch tragen, es schwer haben, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden, war bekannt. Dass diesen Frauen aber mehr als jeder dritte Betrieb verschlossen bleibt, geht nun aus einer aktuellen Studie der Pädagogischen Hochschule Freiburg hervor, über die das Migazin berichtet.

Die taz berichtet über das Leben von Rroma-Familien in Serbien, die aus Deutschland abgeschoben wurden.

Ebenfalls in der taz: „Ich kam als Opfer rein und ging als Täter wieder raus“ – ein Bericht über Vergewaltigungen unter dem Einfluss sogenannter K.O.-Tropfen.

Eine neue TV-Serie über das Leben im Gefängnis, „Orange Is The New Black“, wird in der feministisch-kritischen US-amerikanischen Blogosphäre heiß diskutiert. Ein Interview mit einer der Schauspieler_innen gibt es nun bei Autostraddle [auf Englisch].

Mutmaßlich als Zeichen gegen menschenfeindliche homophobe Gesetze in Russland haben sich zwei russische Athletinnen bei der Leichtathletik-WM während der Medaillenvergabe geküsst – vermutlich drohen ihnen deswegen  Sanktionen [Text auf Englisch] Edit: Offenbar sind die beiden Sportlerinnen von dieser Interpretation ihrer Aktion nicht sonderlich begeistert

Cheryl Sandbergs „Lean In“-Webseite hat ironischerweise ein unbezahltes Praktikum ausgschrieben. Bei der The Ed Show sprechen Zerlina Maxwell und Keli Goff über den Kampf für gerechte Löhne und welche Ausschlüsse solche Praktika produzieren [auf Englisch].

Viele Tipps zur Selbstfürsorge gibt es bei Scarleteen [auf Englisch].

Warum thin-shaming, die Abwertung von als dünn gelesenen Körpern,  falsch und fies ist, aber nicht das Pendant zu fat-shaming, erklärt Lindy West auf Jezebel [auf Englisch].

Im New Statesman erklärt Laurie Penny Männern* nochmal den Unterschied zwischen individueller Schuld an und individueller Verantwortung für Sexismus – und fordert dazu auf, letztere zu übernehmen [auf Englisch].

Von wegen Höhlenmenschen und Evolution und so: Die allgemein verbreitete Überzeugung, dass Männer* grundsätzlich mehr an Sex interessiert seien als Frauen*, ist relativ neu, wie Alyssa Goldstein bei Alternet berichtet [auf Englisch].

Mädchen im Alter zwischen vier und acht Jahren sagen, was sie an ihren Körpern mögen: Was der Körper tun kann, ist wichtiger als wie er aussieht [auf Englisch].


Facebook | |


Selbstfürsorge, Hollaback und Thatcher – kurz verlinkt

17. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 192 von 355 der Serie Kurz notiert

Bei Buzzfeed gibt es 18 großartige Illustrationen rund um das Thema Street Harassement. (Leider auch mal mit ableistischer Sprache…) [Englisch]

In Schweden wollte eine Dessous-Kette durchsetzen, dass die Mitarbeiterinnen Namensschilder tragen, auf denen auch die BH-Größe vermerkt ist. Über das Urteil eines Arbeitsgerichts berichtet die taz.

The Feminist Current schreibt über Zusammenhänge zwischen (Post-)Feminismus, Geschlecht und Veganismus – auch bekannt als der „PETA-Complex“. Und was das alles mit Femen zu tun hat. [Englisch]

M.I.A. ist nicht nur Musikerin, sondern hat auch schon zuvor einiges an Kunst fabriziert. Complex stellt ihr zehn besten „art moments“ zusammen. [Englisch]

An Margeret Thatchers Politiken gibt es vieles wichtige zu kritisieren (neben all dem neoliberalistischem Zeug, doch auch ihre Äußerungen über Anti-Apartheids-Kämpfer_innen, welche Terror_istinnen seien, und ihre Rolle im Nordirlandkonflikt), aber rechtfertigt das sexistische Beschimpfungen? Nein tut es nicht, stellt dieStandard heraus.

Die Auszahlung von Sozialhilfe an die Schulleistungen von Kindern zu koppeln? Eine ganz großartige Idee, dachten (u.a.) Politiker_innen in Tennesse. Die acht-jährige Aamira Fetuga ging dagegen vor. [Englisch]

Zwar schon etwas älter, aber nie zu spät: Die Dokumentation „Eyes of The Rainbow“ über Assata Shakur, US-amerikanische Bürgerrechtlerin, kann mensch kostenfrei online anschauen. [Englisch]

Marga Spiegel ist 100 Jahre alt geworden und hat ein neues Buch herausgebracht. Es heißt „100 Jahre – 4 Leben. Eine deutsche Jüdin erzählt.“ und wird bei dieStandard vorgestellt.

In Dortmund fand das FrauenFilmFestival statt (wir wiesen darauf hin). Nun stehen auch die Preisträgerinnen fest. Für den besten Spielfilm wurde die polnische Regisseurin Małgośka Szumowska ausgezeichnet.

Bei The DIY Courier gibt es Selbstfürsorge-Tipps für depressive Zeiten. [Englisch]

In Österreich gibt es eine neue Rentenregelung. Alle sollen jetzt gleich behandelt werden, wie das aber aufgrund von bestehenden Ungerechtigkeistverhältnissen vor allem Frauen nun mehr benachteiligt, kann mensch bei an.schlaege nachlesen.

Das Gleichstellungsbüro der Universität zu Köln hat den Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache überarbeit.

Zum Schluss noch ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Wir haben unsere Netiquette nochmal geringfügig geupdatet.

Termine in Berlin und Jena:

(mehr …)


Facebook | |



Anzeige