Einträge mit dem Tag ‘Schwangerschaft’


Abtreibungen dürfen nicht tabuisiert werden

22. September 2011 von Magda

In einem kürzlich aufgezeichneten Interview beim Düsseldorfer Aufklärungdienst spricht Sarah Diehl, Autorin (u.a. “Deproduktion”) und Regisseurin des Doku­mentar­films “Abortion Democracy” über re­pro­duktive Rechte weltweit, den christlich-rechts­konser­vativen Einfluss auf das Thema Ab­treibung und illegalisierte Schwanger­schafts­ab­brüche. Diehl stellt fest, dass re­produktive Rechte heute leider nicht mehr sehr weit oben auf der Agenda vieler Feminist_innen stehen, getreu dem Motto “Das Thema interessiert uns nicht mehr so sehr, wir haben ja alles erreicht!”. Dass Abtreibungs­rechte in Deutsch­land allerdings immer noch ein­geschränkt sind, fasste Maria Wersig von Recht und Geschlecht letzte Woche anlässlich der “1000 Kreuze in die Spree”-Demonstration in einem Gastbeitrag beim Missy Magazin zusammen.

Fakt zum Thema Abtreibung ist: Jede dritte Frau weltweit nimmt mindestens eine Ab­treibung in ihrem Leben vor. Geschätzt 70.000 Frauen sterben jedes Jahr an ver­pfuschten Schwanger­schafts­ab­brüchen, weil ärztlich durch­geführte Ab­treibungen nicht erlaubt, verfügbar und/oder bezahlbar sind. Trotz der nie ver­schwinden Aktualität des Themas ist es tabuisiert und lebt von irre­führenden Mythen und Unwissen, so Diehl.

Die im Beitrag erwähnte Frauenkasse, die z.B. illegalisierten Frauen hilft bei Bedarf einen Schwangerschaftsabbruch zu finanzieren, sucht noch Helferinnen. Interessierte können sich bei sarah.diehl[at]yahoo.de melden.


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Mutterschaft als feministisches Thema

26. August 2011 von Anna-Sarah

Im Themenspecial „Bambini statt Bambule – wenn Linke zu Eltern werden” der Jungle World erschien gestern ein äußerst lesenswerter Artikel von Sonja Eismann, in welchem sie feststellt:

“Während in den siebziger Jahren Feministinnen Kinderläden gründeten, ist Mutterschaft in feministischen und queeren Debatten heute kein großes Thema mehr. Das sollte sich ändern.”

Eismann, u.a. und übrigens gemeinsam mit Mädchenmannschaftskollegin Verena im Team des Missy Magazine, beschreibt treffend und anschaulich die wider­sprüchlichen, aber wirkmächtigen Erwartungshaltungen, die an (werdende) Mütter von verschiedenen Seiten herangetragen werden – und kommt dabei schönerweise  ganz ohne das in diesem Themendunstkreis gerne mal herum­lungernde Femi­nis­mus­bashing aus, was von einer Sonja Eismann aber natürlich auch nicht anders zu erwarten war:

“Während ich im Verlauf der Schwangerschaft mit unzähligen Vorschriften und Regulierungen meines Verhaltens zum Wohl des ungeborenen Kindes als verantwortungsbewusste werdende Mutter vergesellschaftet werden sollte, wurden aus dem »alternativen Milieu« ganz umgekehrte Anliegen an mich herangetragen, die von der Angst zeugten, ich könne mich diesem Prozess widerstandslos unterwerfen. Vorsorgeuntersuchungen, Verhaltensvorschriften, Medikamente, Kurse und massenweise Produkte auf der einen Seite, Ängste vor Verspießerung und Akzeptanz des Status quo durch gezügelten Ausgeh- und Genussmittelkonsum auf der anderen.”

(Full disclosure: Ich selbst beobachte an mir bisweilen duchaus auch das notorisch schlechte Muttergewissen – allerdings weniger meinem Kind gegenüber, weil es seit Jahren auch “fremdbetreut” wird, wie es so bezeichnend heißt, sondern eher meinem feministischen Bewusstsein gegenüber, weil ich überhaupt ein Kind bekommen habe. Schon allein deshalb, wie jede_r, die/der Verantwortung für ein kleines Kind trägt, weiß: Jeglicher Selbstbestimmung im auch nur halbwegs engeren Sinn wird damit erstmal ruckartig der Boden unter den Füßen weggezogen. )

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Samstagabendbeat für die Schwangeren dieser Welt

19. Februar 2011 von Helga

Schon von 2008 aber (leider) immer noch aktuell: Die Kampagne von oxfam, die sich für sichere Schwangerschaften und Geburten einsetzt.

If you think this is dangerous, try giving birth in poor countries without a midwife, hospital or medicine.

Wenn Du denkst, das sei gefährlich, versuche, in einem armen Land ohne Hebamme, Krankenhaus oder Medizin zu gebären.

Tatsächlich waren die Breakdancerinnen professionelle Tänzerinnen in Schwangerschaftsanzügen, aber mitgrooven ist auch mit Bauch ausdrücklich erwünscht!


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Spitzenpolitikerinnen und Schwangerschaften

10. Februar 2011 von Barbara
Dieser Text ist Teil 13 von 13 der Serie Der F-Blick in die Politik

Hochschwanger hat die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles der Frauenzeitschrift Brigitte Ende 2010 ein Interview gegeben, Überschrift “Mein Job weckt Begehrlichkeiten”. Die mediale Resonanz auf das Interview war gewaltig, die Süddeutsche Zeitung schrieb “SPD: Karrierekämpfe Andrea Nahles – schwanger und Furcht um den Job”. Und die BILD titelte dasselbe: “Schwangere Nahles hat Angst um ihren Job”.

In einem eigenen Interview, das ich mit Andrea Nahles kurz darauf geführt habe, meint sie, dass es “nicht nur in meiner Partei ambivalent ist, wenn Frauen in Funktionen Kinder kriegen”. Sie stellt aber auch richtig, dass sie “zu keinem Zeitpunkt Angst” um ihren Job hatte.

Wir sind andere Spitzenpolitiker mit der Tatsache umgegangen, dass sie Kinder haben? Denken wir an die Politiker Willy Brandt und Helmut Kohl, die ihre Kinder “verwahrlost haben” – aktiv und von der ganzen Nation gesehen, vielleicht sogar akzeptiert, aber so gut wie nie kritisiert. Gerade ist das Buch des Altkanzler-Sohns Walter Kohl erschienen, das seine Sicht dieses Heranwachsens tragisch schildert.

Ich erachte die Mutterschaft von Andrea Nahles als große Chance für Frauen. Nahles als Spitzenpolitikerin gilt für viele als Vorbild. Wenn sie nun zeigt, dass es durchaus eine Vereinbarkeit von Kindern und Berufsleben geben kann, ist das eine Unterstützung vieler verzweifelter Frauen. Ich möchte keinesfalls die private Entscheidung von Andrea Nahles in irgendeiner Weise bewerten oder gar kritisieren. Doch wenn Partner und Großeltern sofort nach dem Mutterschutz die Kinderbetreuung aufgrund der Wichtigkeit, so schnell wie möglich wieder ins politische Amt zurückzukehren, übernehmen, kann das als eine Fortführung des männlichen Verhaltens der Altkanzler gesehen werden – ohne Nahles dabei die aktive Verwahrlosung zu unterstellen!

Die nächste Spitzenpolitikerin, deren Schwangerschaft derzeit von der Öffentlichkeit genauestens betrachtet und diskutiert wird, ist Familienministerin Kristina Schröder. Auch sie plant nach der gesetzlich vorgeschriebenen Mutterschutzfrist ein schnelles Comeback an den Ministerinnen-Schreibtisch.

Es muss möglich sein, emotionale Intelligenz in Politikkonzepte einzubinden. Vor allem dann, wenn Frauen zum ersten Mal einen Weg gehen, der vor ihnen nur von Männern beschritten wurde. Die Tatsache, dass Menschen in allen beruflichen Funktionen Kinder kriegen und haben, muss zur Normalität werden. In einem Kommentar des Bayerischen Rundfunks heißt es: “Warum gibt es keine Schwangerschafts-Vertretungsminister? Warum nehmen nicht mehr Spitzenpolitiker Vätermonate? Warum ist “Halbtagsministerin” in der Politik ein Schimpfwort?” und “Aber wenn flexible Arbeitszeiten in der Regierung nicht möglich sind, wie kann das die Politik dann von Unternehmen fordern?” Ganz genau!

Frauen wie Heidi Klum, deren finanzieller Wert als Supermodel direkt proportional mit ihrer Taillenweite zusammenhängt, kommen sofort nach der Geburt eines Kindes wieder zurück in die Gesellschaft ohne Baby-Handicap. Das liegt am Geld, das sie mit ihrem makellosen Körper verdienen. Bei Politikerinnen muss es da noch eine andere Möglichkeit geben. Das wünsche ich ihnen. Und allen anderen in diesem Land.


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Integrationsdebatten und Menstruationsmaschinen – Neues aus den Blogs

29. Januar 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 93 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Auf Amelia, dem Blog der Autorinnenvereinigung e.V., fragt sich Manja Präkels “Was ist nur mit uns Weibern los?” und wundert sich über den schönen Schein, der sich allzu oft klebrig, süß und unhinterfragt über gesellschaftliche Verhältnisse legt.

Anne Roth stellt die Arbeiten von drei Frauen vor, die nicht nur grandiose Interventionen im öffentlichen Raum inszenieren, sondern mit ihren Installationen zugleich Überwachungsmechanismen und -techniken entlarven.

Pia Ziefle leistet ihren Beitrag zur Integrationsdebatte: “Nach Herrn S[arrazins] Theorie hätte ich mich im Kindergarten prügeln müssen (gut, das habe ich reichlich), in der Grundschule verhaltensauffällig sein (das gelang streckenweise) und letztlich als Koptuchmädchen frühverheiratet und mit abgebrochener neunter Klasse enden. Warum nur geschah das nicht?”

Steffi von “A Blog of one’s own” macht ihrem Ärger über Altherrenhumor, Chauvinismus und Objektivierung Luft.

Annina Schmid hat auf Girls Can Blog Stipendien und Summer Schools zusammengetragen, für die ihr euch bewerben könnt. Einige Call for Paper sind auch dabei.

Elke Brüns sinniert über den “Begriff der Arbeit als Zwangsregime gesellschaftlicher Integration“.

Die AG Queer Studies der Uni Hamburg hat eine neue Folge ihres Podcasts veröffentlicht. Dieses Mal spricht Cornelia Möser über die Erfindung des Gleichheits- und Differenzfeminismus.

Jule gibt auf ihrem Blog “Augenschmaus” einen sehr privaten Einblick in ihren Alltag als Gehörlose und stellt die Integrationsfrage anhand von Dis/Ability dezidiert an die hörende Mehrheitsgesellschaft.

Nachdem Medien tagelang versucht haben, alle Welt über Kristina Schröders Schwangerschaft zu informieren und der Mantel der Mystifizierung sich aufmachte, einmal mehr Frau und Mutter gleichzeitig zu wärmen, ist zum Glück wieder Ruhe eingekehrt. Grund genug für die Zahlenzauberin, nach all dem Trubel von ihren ersten Schwangerschaftsmonaten zu berichten. Wir wünschen weiterhin alles Gute und viel Gesundheit!

Kathrin Ganz stellt die Menstruationsmaschine vor!

Claudia Killian ärgert sich über eine Bank, die zwei Menschen mit einer Beeinträchtigung die Eröffnung eines Girokontos verweigerte mit der Begründung, diese würden mehr Aufwand verursachen als normale Kunden. Der letzte Nebensatz gehört Wort für Wort in Anführungszeichen und in die Beschwerdemail an die entsprechende Bank. Bitte weitersagen!

Für den nächsten “Kopf auf Tischplatte”-Moment sorgt das Urlaubsportal Expedia: Terror, Unterdrückung und Auswirkungen deutscher  Kolonialgeschichte in Afrika scheint der zuständigen Redaktion völlig abzugehen, berichtet Charlott von Afrika Wissen Schaft.

Im Blog des Missy Magazine macht sich Gastbloggerin Ann-Kathrin Gedanken zu Frauen im elektronischen Popbusiness und durchleuchtet die weibliche DJ-Kultur, sofern es sie überhaupt gibt.

Das Väter Blog kommentiert den ersten Gleichstellungsstellungsbericht des BMFSFJ (wir berichteten) und unterstützt die Sachverständigenkommission in ihrer Erkenntnis, dass eine lediglich an den Bedürfnissen von Frauen ausgerichtete Gleichstellungspolitik Männern die Veränderung alter Rollenmuster in Bezug auf Reproduktionsarbeit erschwere.

Die Fachschaftsinitiative Gender Studies der Humboldt-Universität Berlin hat einen Aufruf zur Unterstützung eines Filmprojekts über Audre Lorde gestartet. Es wird um Geldspenden gebeten, damit die Dokumentation über die Schwarze Schriftstellerin und Aktivistin abgeschlossen werden kann. Spread the word!


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Sarah Haskins, Uni, Toiletten, Twitter, Protest in Saudi Arabien, HipHop und Alltagssexismen

8. September 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 51 von 138 der Serie Kurz notiert

Sarah Haskins is back! Und schwanger! Über ihre Schwangerschaft berichtet sie auch im verlinkten Clip.

Der Tagesspiegel stellt ein Buch über die Pionierinnen an der Uni vor und berichtet darüber, wie mühsam Frauen sich den Zugang zur Hochschule erkämpfen mussten: “Die über 500 Seiten sind Aufarbeitung deutscher Wissenschaftsgeschichte, Kompendium, Nachschlagewerk für Forschung und Lehre.”

Die Zeit hat einen Artikel mit dem Titel “Die Methode Frau“: Eine Revolution kündigt sich an: Sie wird verändern, wie wir morgen Arbeit und Leben einrichten.

Toilettenschilder

Toilettenschilder

Toiletten – einer der letzten gender-segregierten Orte. HystericalMarissa hat eine beeindruckende Sammlung von Toilettenschildern (auch gesehen im Genderblog).

My Fault, I’m Female hat die besten Anekdoten zu Alltagssexismen: Diesmal über einen verwirrten Kunden in einem Elektronik-Geschäft.

Dass es bei Twitter auch um gesellschaftliche Veränderungen geht, beweist die abortion gang. Sie stellt die spannendsten pro-choice Twitterer_innen vor und erklärt, warum soziale Netzwerke für Aktivist_innen immer wichtiger werden.

Ihr Mann wurde ein Fernsehstar in Großbritannien, aus seiner Angetrauten, Gia Milinovich, wurde „Frau Brian Cox”. Im Guardian beschreibt sie ihr Leben zwischen verliebten Fans, ignoranten TV-Produzent_innen und der Waschküche als „unsichtbare Ehefrau. Ihr einziger Ausweg bisher: Endlich im Dschungelcamp mitspielen und ein Fitnessvideo drehen. Dann doch lieber Hosen waschen.

In Saudi-Arabien sollte es erstmal Kassierinnen an den Supermarktkassen der Firma Panda geben. Nach Protesten, Boykottdrohungen und Fatwas hat Panda seinen Vorstoß dann doch wieder abgebrochen, berichtet die ZEIT. Die Kassiererinnen hätten erstmals auch mit Familien gearbeitet – aufgrund der Geschlechtertrennung bleibt es aber weiter bei wenigen reinen Frauenläden.

Termine nach dem Sprung! (weiterlesen …)


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Schwanger, nicht krank

23. August 2010 von Barbara

Die taz meldet heute:

Schwangeren Frauen, die ein Beschäftigungsverbot vom Arzt erhalten, wird das Arbeitslosengeld gestrichen – die Bundesarbeitsagentur will es so. In Schleswig-Holstein klagt jetzt die erste Betroffene. Ihre Chancen, vor Gericht zu gewinnen, stehen nicht schlecht.

Die Geschichte einer 28-Jährigen, die wegen der Gefahr, ihr Kind als Frühgeburt zur Welt zu bringen, von ihrem Gynäkologen ein Beschäftigungsgebot auferlegt hat, ist verstörend. Denn mit diesem Beschäftigungsverbot, das das Leben ihres ungeborenen Kindes und auch ihr eigenes schützen soll, verliert sie den Anspruch auf Arbeitslosengeld. In den Lübecker Nachrichten sagt sie: “Ich habe keinen Anspruch mehr auf Mutterschutz, Kranken- und Elterngeld, muss mich über meinen Mann krankenversichern – rundum ein Ausfall von 10 000 Euro”. Und: “Jede alleinstehende Frau findet sich doch ganz schnell in einer Sozialwohnung wieder.” Auch die Gegenseite sagt etwas, nein, sie beruft sich auf die Vorschriften: “Bei einem generellen Beschäftigungsverbot ist man auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr einsetzbar”, sagt die Arbeitsagentur. So bleibt nur Hartz IV – oder eben eine Klage. Die hoffentlich gewonnen wird, damit das Regelwerk der Arbeitsagentur an dieser Stelle menschlich gemacht wird. Ach ja, und Gesetzgeber, tu etwas!


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HIV, Sexarbeit, inhaftierte Schwangere, social media, Verschleierung, Gaza, die Maus, Körper und Punk

22. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 68 von 138 der Serie Kurz notiert

Kleines Land, großes Problem: DieStandard.at berichtet über die wachsenden Probleme mit AIDS und HIV in El Salvador. Laut der Hilfsorganisation Plan International liegt der Anteil heterosexueller Übertragung inzwischen bei 77 Prozent. Vor allem das fehlende Problembewußtsein verstärke die Krise noch.

Auf altmuslimah berichtet die Fotografin Kate Orne von ihren Recherchen in pakistanischen Bordellen und dem Kampf der Sexarbeiterinnen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Unglaublich: NPR berichtet über inhaftierte Schwangere in den USA, die bei der Geburt hinter Gittern weiterhin gefesselt bleiben.

DieStandard.at hat die europäischen Verschleierungsverbote bzw. Pläne dazu im Überblick.

Im Gaza-Steifen dürfen Frauen künftig in Cafés keine Wasserpfeifen mehr rauchen. Unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes ein weiterer Schritt hin zum konservativen „Gemeinwesen staatlich verordneter Gottesfurcht” fürchtet die Süddeutsche.

Die FAZ porträtiert die Erfinderin der Maus – Isolde Schmitt-Menzel. Obwohl die Maus bereits seit 40 Jahren über unsere Fernsehbildschirme wandert, zunächst als „Maus im Laden” dann in der „Sendung mit der Maus“, wußte das sogar an ihrer ehemaligen Hochschule bis vor kurzem kaum jemand.

DieStandard.at berichtet wie vor 40 Jahren die ersten Frauen in Wien eine Straßenbahn führen durften - unter argwöhnischer Beobachtung ihrer Kollegen.

Social media-Netzwerke werden stärker von Frauen als von Männern genutzt. Warum? Die Antwort von Jessica Fay Carter auf mashable.com lautet: Weil sie vom sozialen und kulturellen Kapital auch stärker profitieren.

Auf TheF-Bomb schreibt Danielle über ihre Erfahrungen als “’Phat’ Girl in a Skinny World“.

Wer nächste Woche Mittwoch in Berlin ist und auf feinsten Grrrl Punk steht, feiert mit AgathaRespect My Fist und Ex Best Friends in der Scharni 38 ab.


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Militär, Google, Elterngeld, Caster Semenya, Rosa Taxis, UN Women, Bäuche und Anne Frank als Comic

8. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 85 von 138 der Serie Kurz notiert

In Österreich haben die Hälfte der Frauen, die seit 1998 im Bundesheer aufgenommen wurden, den Dienst quittiert. DieStandard.at berichtet

Mögliche Gründe dafür sind das dreifach höhere Mobbingrisiko, dem Soldatinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen ausgesetzt sind und die “maskulinen” Werte beim Militär, die (unbewusst) die Ablehnung von Frauen fördern.

Der Jahreszeitenverlag strukturiert seine Redaktionen um, berichtet die taz. Dabei müssen vor allem Alleinerziehende, Mütter in Elternzeit und Behinderte gehen – dabei richten sich die meisten der Zeitschriften an Frauen und Familien.

Partner_innen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften haben in den USA eine Steuer zu tragen, die für verheiratete heterosexuelle Personen nicht anfällt. Laut FAZ zahlt Google diese Steuer für seine homosexuellen Mitarbeiter_innen.

Spiegel berichtet, wie Besserverdienende das Elterngeld für Langzeiturlaube nutzen, während das Elterngeld Hartz-IV-Familien vom schwarz-gelben Sparpaket künftig gestrichen wird.

Die United Nations Vollversammlung beschloss am Freitagabend in New York, ein neues Ressort zur Unterstützung von Frauenpolitik einzurichten. Die neue Einheit, die aus vier kleineren Organisationen zusammengschloßen wird, heißt UN Women.

Wie der internationale Leichtathletikverband IAAF entschied, darf die Weltmeisterin über 800 m, Caster Semenya, nach einjähriger Sperre nun wieder starten – “als Frau” bei den Frauen.

Die Anne-Frank-Stiftung reagiert auf “veränderte Lesegewohnheiten bei Kindern und Jugendlichen” und veröffentlicht die Lebensgeschichte von Anne Frank nun auch als Comic.

Jessica Valenti von feministing ist schwanger und genervt von “gut gemeinten” Ratschlägen und Bauchgrabscher_innen.

Eine interessante Dokumentation namens “Die Rosa Taxis von Dubai” findet ihr auf ARTE.

Auf Dubais Straßen sieht man immer häufiger rosafarbene Taxis mit weiblichen Fahrern. Dass Frauen hinter dem Steuer von nicht für rein private Fahrten genutzten Fahrzeugen sitzen, ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine echte Revolution – und gleichzeitig eine große Errungenschaft für islamische Frauen.


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Worüber ich will!

26. April 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 36 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

INFEMME.twoday.net

Wie heißt du?
Rike Drust

Seit wann bloggst du?
Seit 2006.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Weil mir langweilig war. Die Schreiberei für meinen Werbetexterinjob hat mich nicht ausgefüllt und ich habe nach einer anderen Möglichkeit gesucht. Einem Platz, in dem ich statt „Jetzt neu!“ und so weiter schreiben kann, was ich will.

Worüber schreibst du?
Worüber ich will :) Am häufigsten antworte ich Franz Josef Wagner, dem schlimmen Kolumnisten der BILD-Zeitung, auf seine unsäglichen Briefe. Die schicke ich ihm parallel auch häufig per Email, aber er hat noch nie geantwortet. Ansonsten schreibe ich über alles, was mich beschäftigt. Sonderbare Werbung und Fussball zum Beispiel. Oder Promis. Oder Hautärzte. Oder Politisches. Und seitdem ich ein Kind habe und mich als Gastbloggerin beim Missy Magazine vermehrt mit dem Thema auseinandergesetzt habe, geht es auch vermehrt wieder um Frauenthemen, weil ich schon ab der Schwangerschaft gemerkt habe, dass es ganz schön schwierig und scheisse sein kann, Feministin und Mutter gleichzeitig zu sein. Dass ich mich vorher so wenig mit Feminismus auseinandergesetzt habe, liegt an der Uni. Ich habe in Bristol einen MSc in Women‘s Studies gemacht, meine Magisterarbeit über Prostitution geschrieben und hatte ein Promotionsangebot zum selben Thema. Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich genug von Theorie und Diskussion. Außerdem eckte ich mit meinem Pragmatismus und meiner zu „saloppen“ Art zu schreiben an. Das ist übrigens heute noch so. Ich schreibe meistens ziemlich aufgebracht, aber so, dass es etwas zu Lachen gibt. Dafür lange ich verbal dann auch gern etwas härter zu. Mein Mann hat deshalb öfter mal Angst, dass hier irgendwann Rechtsradikale oder religiöse Fanatiker vor der Tür stehen und mir auf die Fresse hauen wollen, ist aber bis jetzt nicht passiert.
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