Einträge mit dem Tag ‘Schönheit’


Schminke, Kekse, Schmierereien – die Blogschau

21. Januar 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 141 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Schminktipps mal anders: Lucie von klirrr macht sich Gedanken über die ver­meintlichen Unterschiede zwischen “natürlichem” und “künstlichem” Look und die Auswirkungen auf unser Schönheitsempfinden.

“Heldin des Alltags”: eigentlich ein irgendwie komischer Begriff, aber auf Irmela Mensah-Schramm, die seit 25 (!) Jahren unermüdlich in und um Berlin geklebte und gekritzelte Naziparolen wegkratzt, übermalt und entfernt und dafür nicht selten Ärger mit offiziellen und selbsternannten Ordnungshüter_innen bekommt, passt er dann doch ganz schön gut. Eine kleine Hommage gibt es bei laaleeluu.

Über den Umgang mit von gängigen Normen vermeintlich abweichenden sexuellen Identitäten bei Kindern inklusive krasser Pathologisierung ärgert sich das Mädchenblog. Zu Recht. Eine verstörende Geschichte dazu, erzählt im Interview einer betroffen(gemacht)en Familie, gibt es auch bei ATME e.V. – Aktion Transsexualität und Menschenrecht.

Immer wieder Kackscheiße in der Werbung – hier aufgespießt von kulturindustrie und wahnsinn. (weiterlesen …)


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Schöne Frauen haben’s nicht leicht (aber auch nicht mehr so schwer)

10. August 2010 von Helga

Schöne Menschen haben es leichter im Leben, sie haben mehr Geld, außerdem Erfolg im Beruf und bei der Partnersuche. Nun hat eine Studie der Universität von Colorado genauer hingeschaut. Denn gleichzeitig gibt es auch die Theorie, nach der Schönheit hinderlich sein kann und das besonders für Frauen.

In einem Experiment, das im Journal of Social Psychology veröffentlicht wurde, sollten nun Studierende die Eignung fiktiver Kandidat_innen für verschiedene Jobs beurteilen. Dabei bekamen sie entweder nur Fotos oder auch noch einen Lebenslauf vorgelegt. Während als schön wahrgenommene Menschen insgesamt bessere Chancen hatten, gab es für schöne Frauen dennoch Nachteile.

Für „männliche” Positionen, in denen das Aussehen laut der Versuchspersonen keine Rolle spielte, wurden schöne Frauen als weniger geeignet eingestuft. In Experimenten in den siebziger Jahren hatten sie es noch allgemein schwerer in männlich wahrgenommenen Berufen. Inzwischen sind hübsche Autoverkäuferinnen also kein Problem mehr, an schöne Gefängniswärterinnen oder Ingenieurinnen hat sich die Welt aber noch nicht gewöhnt. Auch ein Blick auf die Qualifikationen änderte die Einschätzungen nicht.

Männliche Bewerber wurden hingegen für alle Positionen bevorzugt, wenn sie besonders attraktiv eingeschätzt wurden – unabhängig davon, ob Attraktivität ein Einstellungskriterium sein sollte.


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Belgien kürt “Miss Obdachlos”

20. Oktober 2009 von Magda

Eine belgische gemeinnützige Organisation namens Artefix hat eine Miss-Wahl der besonderen Art veranstaltet: Auf den Laufstegen liefen nicht die üblichen Verdächtigen sondern obdachlose Frauen. Mit der “Miss Obdachlos”-Wahl wolle man auf die schwierige Situation obdachloser Frauen aufmerksam machen – Glanz und Krönchen anstatt Hunger und Kälte also.

Gewinnerin der "Miss Obdachlos" Wahl ist Thérèse van Belle (Foto: AFP)

Gewinnerin der "Miss Obdachlos" Wahl ist Thérèse van Belle (Foto: AFP)

Zu Recht zweifelt Ulrike Bretz in ihrem Kommentar auf sueddeutsche.de an den Motiven der VeranstalterInnen:

Die Frage ist allerdings, wie gemeinnützig diese Aktion wirklich ist. Anstatt den Staat in die Pflicht zu nehmen, versucht man, das Problem mit einer Miss-Wahl zu lösen. Einer Wahl, in der es ausgerechnet um Schönheit geht – und die dürfte für die meisten der Obdachslosen nun wirklich nicht an erster Stelle ihrer Probleme stehen. Friseurbesuche, Faltenunterspritzung und Fitnesstraining gehören nicht unbedingt zum Alltag von Wohnungslosen.

Auch andere Hilfsorganisationen kritisieren die Hintergründe der Wahl, bei der die neun Teilnehmerinnen im Finale in Brüssel fünf Modenschauen mit unterschiedlichen Outfits liefen.

In der Tat liegt zwischen der nötigen Aufmerksamkeit für die Not der Frauen und deren Bloßstellung ein schmaler Grad und es stellt sich die Frage, ob die ZuschauerInnen bei allem Glanz und Trubel der Modewelt die Schwere der Situationen der obdachlosen Frauen wahrnahmen. Auf der anderen Seite ist solch ein Modewettberwerb vielleicht auch eine kurzweilige Abwechslung von der eigenen Notlage. Ein schwacher Trost dennoch, denn nur der Gewinnerin winkte neben der medialen Aufmerksamkeit ein wirklich nützlicher Preis: Ein Jahr mietfrei wohnen.


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Yoga, Diät und ein guter Fotograf

16. April 2009 von Barbara

Eine schöne Diskussion über ein möglicherweise bearbeitetes Titelbild von Jenny McCarthy für das Magazin Shape findet derzeit bei jezebel.com statt. Jenny McCarthy ließ sich in einem schwachen Moment gegenüber dem Daily Express dazu hinreißen, die Echtheit des Fotos anzuzweifeln:

It is definitely…touched up. I have freckles and stretchmarks that you do not see here, and they add shadowing to make these muscle things happen that don’t exist on my body.

Als diese Äußerung bei jezebel.com veröffentlicht wurde, meldete sich ziemlich schnell jemand aus der Shape-Redation und bat um eine Richtigstellung. Sie könnten gar keinen Körper optisch verändern, heißt es, und:

We chose Jenny for our cover-as we do all our cover models-because she is in phenomenal shape-and works hard for the body she has. Ask her to put a bikini on and you’ll see the same body you see on our cover. We cannot change the shape of anyone’s body or create flat abs where there are none. This body is all Jenny-and instead of being self-deprecating, she should give herself the credit for all her hard work.

Auch Jenny McCarthy hat ihren schwachen Moment überwunden und weiß nun, dass sie genau so aussieht wie auf dem Titelbild. Sie schreibt an jezebel.com:

I didn’t mean to imply that the magazine had done anything to alter the shape of my body on the cover image. I worked hard on that body! I was really just joking about the airbrushing make-up that was used to cover up freckles and stretch marks and to highlight the contours of my muscles. Other than that, it’s all me, thanks to yoga, a healthy diet and an amazing photographer that lit me to perfection.

Ach so. Ich dachte ja auch immer, dass es für die professionelle Bearbeitung der Covergirl-Fotos eine extra Photoshop-Lizenz braucht, die besonders gut wölben, glätten und schmälern kann … Wieder was dazu gelernt! [Das war jetzt übrigens Ironie.]


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