Einträge mit dem Tag ‘#SchauHin’


Richtig schlimm: Rassismus gegen whities

6. September 2014 von Hengameh

Heng ist freie Autorin, bloggt auf Tea-Riffic und twittert unter @sassyheng. Zusammen mit anderen Aktivist_innen hat sie ein Video zu dem Hashtag #schauhin gedreht, der die Erfahrungen von Menschen sammelt, die von Rassismus betroffen sind. Lange Zeit wurde der Hashtag von Rechten für rassistische Kackscheiße benutzt, heute – am ersten Jahrestag von #schauhin – heißt es: Reclaim the Hashtag! Dieser Blogpost erschien zuerst auf ihrem Blog.

Wer kennt diese harte systematische Unterdrückung nicht: Täglich werden weiße Deutsche von People of Color und Schwarzen Menschen auf institutionalisierter Ebene fertig gemacht. Ihre Street Credibility wird niedrig eingeschätzt, mit ihren Haaren lassen sich keine Braids machen und manchmal werden sie “Kartoffel” genannt.

#SchauHin hat einen Clip über diesen sogenannten umgekehrten Rassismus gedreht und es wurde bald klar: Well, shit, there is no such thing as reverse racism (Ach, scheiße, es gibt gar keinen umgekehrten Rassismus). All die weißen Tränen wurden also umsonst vergossen.


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#feministsarehot, #schauhin, Breaking Bad – die Blogschau

6. September 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 258 von 295 der Serie Die Blogschau

Eine ausführliche Besprechung von Marlene Streeruwitz´ Roman „Nachkommen“ hat Melusine Barby für Gleisbauarbeiten verfasst.

#feministsarehot? Fallstricke lauern bei verkürzendem Hashtag-Aktivismus hier und da. Einen greift Heng bei Tea-riffic auf: „Als eine dieser berüchtigten haarigen, dicken, lesbischen_typenhassenden, nicht-weißen, veganen Feministinnen, vor denen seit Jahrzehnten in den Medien gewarnt wird, habe ich es endlos satt, dass sich von “Menschen wie mir” abgegrenzt werden muss.“

Ebenfalls bei Tea-riffic, aber ein anderes Hashtag: Angesichts von rassistischen Übernahmeversuchen des Hashtags #schauhin fordern die Aktivist_innen der Kampagne dazu auf, das Hashtag zurück zu erobern. Sie haben einen Film gedreht, der noch einmal zeigt, was es mit dem sogenannten „umgekehrten Rassismus“ auf sich hat.

Nadia stellt bei Shehadistan den Film „The Women of The Assad Opposition“ vor und verlinkt ihn netterweise auch direkt zum Anschauen.

Viele Links und Infos rund ums Thema „Nähen für große Größen“ hat Ringelmiez zusammen getragen.

Im Mai sollte Simran Sodhi aus Berlin ausgewiesen werden, was zum Glück verhindert werden konnte. In einem Interview mit ihrem Team von With Wings and Roots erzählt sie von ihren Erfahrungen in diesem Prozess, vom Kampf gegen die Ausweisung und von ihrer Arbeit.

Es gibt ein neues Blog zu den Verschränkungen von Rassismus, Fat Shaming und Heterosexismus: Hier ist Schwarz Rund.

Platt sexistische Werbung und kein Ende – diesmal proudly presented von Borco, Herstellerfirma von Sierra Tequila und Paloma Lemonade. Genderfail kauft das nicht.

Einen Videobeitrag zum Thema „Haare, menschliche Grenzen und mixed People“ hat Wurzelfrau für uns bereit gestellt.  Schwarz Rund hat diesen Beitrag aufgegriffen und dazu noch etwas aus ihrer Perspektive geschrieben.

Kontextfrei und Spaß dabei? Steinmädchen kritisiert die selbsterklärte Anti-Stigma-Kampagne Ich bin in Therapie, weil sie den Kontext ausblendet, in dem psychiatrische Diagnosen und das Reden von psychischer Krankheit stehen.

Welche Serienheld_innen geliebt und welche gehasst werden, hat auch mit Sexismus zu tun. Auch bei der weit und breit gefeierten Serie „Breaking Bad“, wie Antiprodukt zeigt.

Jayrôme hat auf seinem Blog eine neue Rubrik gestartet: „In Ein Hoch auf …! möchte ich Trans* und gender queer Menschen aus dem deutschsprachigen Raum, die meine Bewunderung hervorrufen, jeden Monat mit einem Text würdigen.“ Den Anfang macht seine schöne Freundschaftserklärung an den Musiker MSOKE.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Netiquetten, Schreiben können und Schwangerschaftsabbrüche – Die Blogschau

9. November 2013 von Charlott
Dieser Text ist Teil 227 von 295 der Serie Die Blogschau

Heute jährt sich zum 75. Mal die (Reichs)Pogromnacht.  In Berlin findet heute um 17 Uhr eine Gedenkkundgebung und antifaschistische Demonstration am Deportationsmahnmal in der Levetzowstraße (Ecke Jagowstraße) in Moabit statt. Bei der Amadeu Antonio Stiftung gibt es „Aktueller Antisemitismus – ein Lagebild“ zum Nachlesen. Weitere Veranstaltungen oder Texthinweise könnt ihr gern in den Kommentaren ergänzen.

Viele Blogs, Foren, Mailinglisten etc. geben sich eine Netiquette, also eine Reihe von Regeln der Kommunikation im Netz. Femgeeks fragt, was Netiquetten bringen, ob die Leser_innen eigene Erfahrungen in ihren Projekten haben oder besonders gelungene Netiquetten kennen.

Viruletta nimmt dieses Jahr am Na­No­Wri­Mo (steht in etwa für: Na­tio­na­ler Monat des Ro­man­schrei­bens) teil. Zu Beginn macht sie sich Gedanken zu Literatur, dem Wunsch selbst zu schreiben und was dies alles auch mit klassistischen Strukturen zu tun hat.

Auf rumbaumeln gibt es eine Zusammenfassung dazu, was eigentlich Femininität ist und wie diese gesellschaftlich gewichtet wird. Inklusive einer ganzen Reihe von Links zu Seiten und Texten zum Weiterlesen.

Das Missy Magazine feiert den 5. Geburtstag. Im Dossier zum Fest schreibt z.B. Sharon Dodua Otoo über die Blackface-Debatte, #aufschrei, #SchauHin und vieles mehr.

Denkwerkstatt berichtet über „Neue Debatten um den Schwangerschaftsabbruch“ und zeichnet in diesem Rahmen die Geschichte und Diskussionen rund um Schwangerschaftsabbrüche in Österreich nach.

Mit der Trennung von Kirche und Staat ist es in Deutschland nicht immer so weit. Dazu ist die Kirche eine große Arbeitgeberin. Was daran alles problematisch ist (Sexismus, sexualisierte Gewalt, Arbeitnehmer_innen-Rechte etc.) führt Rosa Reloaded auf.

Journalist_innen greifen gern auf wissenschaftliche Studien zurück, um mit deren Ergebnisse Schlagzeilen zu generieren. Auf Das Ende des Sex nimmt Heinz-Jürgen Voß einen Text der ZEIT auseinander, der sich mal wieder auf Erkenntnisse (oder auch Nicht-Erkenntnisse) der Epigenetik bezieht.

Bei Afrika Wissen Schaft habe ich diese Woche noch eine ganze Reihe von Texten zusammengetragen, zb. über die südafrikanische Künstlerin Zanele Muholi, die lesbische Frauen im Post-Apartheids-Südafrika portraitiert.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Das Netz ist kein machtfreier Raum

28. Oktober 2013 von Magda

Dieser Text erschien unter dem Titel „Sexismus im Zeitalter des Avatars“ in der aktuellen Ausgabe des prager frühling mit dem Schwerpunkt „Wo Strom ist, ist auch Widerstand — Digitaler Protest und elektronische Demokratie“.

Als ich 2008 anfing, mit Klarnamen als feministische Bloggerin aktiv zu werden, suchte ich nach spannenden Diskussionen und einem neuen Ort für gesellschaftskritische Ideen. Heute, über fünf Jahre später, nach tausenden Beleidigungen, hunderten kräftezehrenden Diskussionen und dutzenden Drohungen ist meine anfängliche Euphorie ziemlich gedämpft.

Was wurde nicht geträumt und theoretisiert: Das Netz, der Ort, an dem soziale Konstruktionen wie Geschlecht aufgelöst werden können, Diskriminierung und Hierarchien abgebaut und Bündnisse über Ländergrenzen hinweg möglich werden. Binäre Ideen von Geschlecht und somit Konstrukte wie „Mann“ und „Frau“ sollten der Vergangenheit angehören. Donna Haraways postmoderner Cyborg, ein Hybrid aus Mensch und Maschine, wurde zur Leitfigur cyberfeministischer Utopien. Ein Cyborg passt nicht in binäre Schemata. Ein Cyborg agiert nicht nach festgeschriebenen identitären Mustern, sondert bildet Verbindungen nach Verbundenheitsgefühl, nicht nach vermeintlich essentialistischen Kategorien.

Die Vorstellung, mit Identitäten zu spielen oder eindeutige geschlechtliche Zuschreibungen zu verwischen, Geschlecht in seiner Wirkmächtigkeit gar zu entkräften, blieb bloße Utopie. Vielleicht ist das nicht verwunderlich, denn hinter den Laptops sitzen reale Menschen, die ihre gesellschaftlichen Vorannahmen, was Geschlecht und andere soziale Kategorien angeht, auch ins Netz übertragen. So kann mensch auf Facebook bei der Anmeldung nur „männlich“ und „weiblich“ ankreuzen, obwohl es kein technischer Aufwand wäre, mehrere Möglichkeiten oder gar ein freies Feld zur Auswahl zu stellen. Aber so bleibt auch im Netz Zweigeschlechtlichkeit strukturell verankert: Eine komplexe Gesellschaft eingequetscht in zwei Boxen, die Identitäten jenseits dieser Kategorien gar nicht erst benennt, sondern unsichtbar macht. Die Idee, dass es nur zwei Geschlechter gibt und diese die einzigen sind, die soziale Netzwerke wie Facebook zur Auswahl stellen, ist Produkt von einengenden heteronormativen Geschlechterverhältnissen, stellt allerdings nicht den einzigen Ausschlussmechanismus dar.

geschlecht - männlich, weiblich, geschäftlich unterwegs

Wahrscheinlich eher ungewollt kreativ ist das Design eines Flyers des Best Western Hotels in Leipzig: Unter „Ich bin…“ kann mensch folgende Optionen ankreuzen: „männlich“, „weiblich“ und „geschäftlich unterwegs“. Foto: Magda Albrecht

Gesellschaftliche Machtverhältnisse strukturieren das Netz in Hinblick auf Zugang, Themensetzung und Definitionsmacht. Zugang wird nicht nur darüber bestimmt, wer einen Internetanschluss, einen PC und das dazugehörige Wissen hat, sondern auch darüber, ob eine_r sich im Netz pudelwohl fühlen kann oder mit diskriminierenden Inhalten rechnen muss. Sprechen Betroffene von Diskriminierung über ihren Alltag, werden diese Erfahrungen häufig hinterfragt und als „subjektiv“ eingeordnet. Welche Themen als „objektiv“ wichtig und somit politisch relevant kategorisiert werden, orientiert sich ebenfalls an sexistischen, rassistischen und anderen diskriminierenden Maßstäben.

Glücklicherweise bietet das Netz Möglichkeiten zum Widerstand. Die zehntausenden Twitternachrichten unter dem Hashtag #aufschrei Anfang dieses Jahres, die alltägliche sexistische Belästigung thematisierten, konnten auch die Massenmedien irgendwann nicht mehr ignorieren. Eine Sexismus-Debatte folgte – auch wenn diese kaum an die Komplexität gegenwärtiger queer-feministischer Diskussionen anknüpfte. Aktuell werden rassistische Erlebnisse unter dem Hashtag #schauhin gesammelt, um das Ausmaß von Alltagsrassismus zu verdeutlichen. Aktivist_innen im Netz schaffen sich also Möglichkeiten, um innerhalb dieser Sphäre zu agieren. Der Gegenwind bleibt. Das Netz ist auch unser Raum. Wenigstens gibt es dort – im Gegensatz zum Alltag auf der Straße – für diskriminierende Inhalte eine Löschtaste.


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Asylpolitiken, Ada Lovelace Day und Archive – Kurz notiert

16. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 216 von 364 der Serie Kurz notiert

Beiträge auf Deutsch

Jamie Schearer erklärt im Interview der Süddeutschen Zeitung, was hinter der Aktion von #schauhin steckt und wie es weiter gehen soll.

Seit Mittwoch, dem 9. Oktober befinden sich wieder Refugees in Berlin im Hungerstreik. Statements der Streikenden gibt es online. Auch der Freitag schreibt über den Protest und die Hintergründe.

„Mehr als 1.000 Menschen haben am Wochenende in Hamburg gegen die gezielte Personenkontrolle von afrikanischen Flüchtlingen durch die Polizei protestiert.“, berichtet der NDR.

Bei den an.schlägen schreibt Veronika Zwing über feministischen Aktivismus in Kirgistan.

Beiträge auf Englisch

Accalmie schreibt bei Stop! Talking. unter anderem über Blogfrust: „Overestimating social progress (and/or people’s willingness to evolve past… uh, the social ideals of the Fifties, really?) was pretty much my crucial mistake.“

Gender Across Border möchte von Menschen weltweit wissen, ob/ sie sich als Feminist_innen sehen und welche Themen wichtig erscheinen.

Nachdem die Wissenschaftlerin Danielle N. Lee eine Anfrage von Biology-Online.org für diese ohne Honorar zu schreiben ablehnte, erhielt sie eine sexistische, beleidigende Mail zurück. Als sie dann über diese auf ihrem Blog bei SciAm berichtete, wurde der Blog gelöscht. Nun hat sich SciAm entschuldigt, schreibt Jezebel.

Native Appropriations erinnert daran, auf wen wirklich der Fokus beim „Columbus Day“ gerichtet werden sollte.

Mal wieder ein neues Kapitel im Buch „(weiße) Stars feiern sich als Retter_innen in Afrika ™“: Christina Aguilera.

Renee Martin schreibt bei xojane über die „electronic pen pal conversation from hell“ (gemeint sind all die offenen Briefe an und zu Miley Cyrus) und versucht den Fokus auf eine wirkliche intersektionale Kritik zu lenken.

Gestern war Ada Lovelace Day. Mother Jones nahm dies zum Anlass um über acht Erfindungen zu sprechen, die häufig – falscherweise- Männern zugeschrieben werden.

Sam Holmesschreibt beim SPARK Movement über die Anti-Abtreibungskampagne „The Most Dangerous Place for an African American is in the Womb.“.

Es gab einen “Go Braless for Breast Cancer”-Tag (Ist ja schließlich Brustkrebs-Awareness-Monat). s.e.smith hat bei xojane ihre Kritiken an dieser und ähnlich gelagerten „Aufklärungskampagnen“ zu Brustkrebs veröffentlicht. Jezebel präsentiert dazu passend Fun Breast Cancer® Awareness™ Products That Can Cause Breast Cancer®, kann dabei aber leider nicht auf fatshaming verzichten.

Dann doch lieber bei feministing ein Video zu „Seeing the beauty in fat“ und bei der Huffington Post wird Illustratorin Collen Clark vorgestellt, die sich auch mit fatshaming auseinandersetzt.

Einen ausführlichen Artikel zur Rapperin Angel Haze gibt es bei The Telegraph, wenn auch mit etwas gezwungenem Eminem-Bezug.

Und zu guter Letzt eine Petition: Publish Delia Derbyshire’s music from the BBC Sound Archive!

Termine in Berlin, Büren, Leipzig :

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Mit Kindern über Sex reden, #schauhin und Janelle Monáe im Portrait – kurz notiert

10. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 215 von 364 der Serie Kurz notiert

In der vergangenen Woche haben sich allerhand spannende Linktipps angesammelt – daher gibt es diese Woche “Kurz notiert” gleich zweimal. Hier Teil 2.

Beiträge auf Deutsch

Im aktuellen De:Bug Magazin findet ihr einen Bericht über Janelle Monáe. Der Afrofuturismus, den sie als Künstlerin vertritt, ist hierbei mehr als eine Stilrichtung, schreibt das Magazin: „Das uniforme und disziplinierte Auftreten fordert den Respekt, der Schwarzen Frauen im Popbusiness nicht entgegengebracht wird, sondern – wie bei Monáe ersichtlich – hart erarbeitet und ständig verteidigt werden muss. Ihre Inszenierung ist eine Antwort auf die alltäglichen Diskriminierungen, denen Frauen, Schwarze und Angehörige der working class andauernd ausgesetzt sind“.

[Triggerwarnung: Detailierte Beschreibung von antisemitischer Gewalt und mehreren Morden.] An dem grausamen Mord von sechs Millionen Juden während des Holocaust sind nicht nur Männer beteiligt gewesen. Ein jüngst veröffentlichtes Buch zeichnet nun die Rolle der Frauen nach, die sich an dem Massenmord auf nicht minder brutale Weise beteiligt haben.

Jamie Schearer von der Initiative Schwarze Menschen, Journalistin Kübra Gümüsay und andere sprechen bei 3sat über Rassismus und #schauhin.

Im MIGAZIN ist ein Beitrag darüber erschienen, was es bedeutet, als geflüchtete Person in Deutschland zu leben; „In Deutschland leben über 200.000 geduldete Menschen, über die Hälfte von ihnen schon seit mehr als 10 Jahren. Ihr Leben ist von Fremdbestimmung, Rechtlosigkeit und staatlicher Kontrolle geprägt“. Von der Unterbringung in Containern am Stadtrand, über Residenzpflicht und Gutscheine statt Bargeld bis hin zu Kettenduldungen kommt die Autorin zu nur einem Schluss: Menschrechte scheinen für Asylsuchende in Deutschland nicht zu gelten.

In dem Film Klänge des Verschweigens versucht der Regisseur Klaus Stanjek der Geschichte seines Onkels Willi Heckmann nachzuspüren, der 1937 als Homosexueller in das KZ Dachau deportiert worden ist.

Die Stadt Frankfurt will die Förderung für das Archiv Frau und Musik, einer weltweit einmaligen Einrichtung und wichtigen internationalen Forschungsstätte, einstellen. Um das zu verhindern ist nun eine Petition erstellt worden. Unterschreiben könnt ihr hier.

„Die Menschen, „die vor Lampedusa ihr Leben verloren haben, sind ab sofort italienische Staatsbürger“, hat Italiens Premierminister Enrico Letta erklärt – und wollte damit offenbar Mitgefühl bekunden. Gleichzeitig gelten die Überlebenden der Katastrophe gemäß des von Silvio Berlusconis rechter Regierung eingeführten Migrationsgesetzes als „heimliche Immigranten“, müssen Strafen bis zu 5000 Euro zahlen und werden abgeschoben. Das kann man auch mit „nur ein toter Flüchtling ist ein guter Flüchtling“ übersetzen.“, schreibt SpiegelOnline und nimmt damit Bezug auf die Geflüchteten, die vor der Küste Lampedusas ihre Leben verloren haben.

Beiträge auf Englisch (mehr …)


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Gerechtigkeit für „Trostfrauen“, Rotlicht statt Blaulicht, #schauhin – kurz verlinkt

18. September 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 211 von 364 der Serie Kurz notiert

2,7 Millionen Eltern in Deutschland ziehen ihre Kinder allein groß. 90 Prozent von ihnen sind Frauen. Alleinerziehende haben mit 43 Prozent das höchste Armutsrisiko“, schreibt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV), und fordert deshalb mehr steuerliche Freibeträge für Betroffene.

[Inhaltshinweis: Rassismus, Gewalt, Neonazis]: In der sächsischen Schweiz wurde ein 15-Jähriger auf einer Klassenfahrt das Opfer rassistischer Gewalt. Weder die Polizei, noch die Lehrerin, noch die behandelnde Notärztin nahmen die Gefahr Ernst.

Autostraddle ärgert sich über ein Video aus der „was x über y sagen“-Reihe, in welchem sämtliche Stereotype über bisexuell Begehrende bedient werden (auf Englisch).

Der Zündfunk hat eine Flugzeugpassagierin interviewt, die dafür sorgte, dass das Flugzeug nicht startete und damit eine Abschiebung zunächst verhinderte.

Sarrazin und Buschkowsky lassen grüßen: Ein neues Buch befeuert Rassismus gegen Sinti und Roma – beim Netz gegen Nazis steht, wie.

Jacinta Nandi wundert sich angesichts des letzten tazgates wieder mal über die lange Liste der „Dinge, die Deutsche nicht rassistisch finden“ (auf Englisch).

Jamie Schearer von der ISD hat der Neues Deutschland ein Interview über die Aktion #schauhin und Rassismus in Deutschland gegeben. Unsere Redakteurin Sabine hat im Bayrischen Rundfunk dazu gesprochen.

Kleineres Übel hin oder her, warum  SPD wählen auch keine Lösung ist, schreibt Leonie Kapfer in der an.schläge.

dieStandard berichtet: „Nur noch 56 „Trostfrauen“ sind am Leben. Sie kämpfen dafür, dass ihr Schicksal als Kriegsverbrechen anerkannt wird.“

Die berühmtberüchtigte Kosmetikmarke Axe hat einen Wettbewerb gestartet. Der Gewinn: Astronaut_innentraining in Florida und anschließender Weltraumflug. Unter den fünf Finalist_innen ist als einzige Frau auch Roshini Muniam – und bekommt derzeit einen sexistischen Shitstorm erster Güte ab (auf Englisch). Gestern endete die Abstimmung. Wer gewonnen hat, wird am 24.9. feststehen.

Ragen Chastain möchte die Geschichte und Gegenwart des Fat Acceptance Movement „für alle Leute mit Internetanschluss“ zugänglich machen. Für dieses Projekt wird noch Unterstützung benötigt (auf Englisch)!

In Wien wehrt sich eine Anwohner_innengemeinschaft gegen die Kriminalisierung von Sexarbeiter_innen, welche auch  zulasten des allgemeinen Kiezklimas gehe.  Nun ist die erste Presseerklärung des Bündnisses erschienen.

Barbara Mürdter hat beim Perspectives Festival von female:pressure fotografiert.

Ein Zusammenschluss englischsprachiger Feminist_innen hat eine Erklärung verfasst, um deutlich zu machen, das Transphobie gerade auch in feministischen Zusammenhängen nichts zu suchen hat.  Unterzeichner_innen sind willkommen.

Termine in Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen und Berlin:

Am 19.09. um 20:00 in Duisburg: Aktion gegen das neueingeführte Gutscheinsystem für Flüchtlinge in Duisburg.  Djäzz, Börsenstraße 11 (hier geht’s zum Facebook-Event)

Kommendes Wochenende (20. & 21-09.) in Berlin : das Musifestival Listen Up!

Am 23.9., 14.10., 11.11., 09.12. in Dortmund: Vier Veranstaltungen zum Themenfeld Feminismus und Geschlecht. Den Anfang macht am nächsten Montag ein Vortrag von Heinz-Jürgen Voss um 19:00 Kulturhaus Taranta Babu (hier das Facebook-Event)

Am 04.10., 05.10. und 14.10. stehen drei Veranstaltungen der Initiative Stop Racial Profiling in Berlin an. Los geht es mit dem Film ID-WithoutColors und einer Kundgebung am S- & U-Bahnhof Gesundbrunnen um 18:00.

Vom 18. 10. bis zum 03. 11. in Gelsenkirchen: Die GenderMusikAkademie2013.


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Familienbesuche, empowernde Musik und Armut – die Blogschau

14. September 2013 von Nadine
Dieser Text ist Teil 219 von 295 der Serie Die Blogschau

Sabine hat für Friedrich-Ebert-Stiftung einen Beitrag zu #schauhin und der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung Rassismus zu bekämpfen verfasst.

Nadia lässt uns auf ihrem Blog an ihren Familienbesuchen in Jordanien und in der Westbank teilhaben.

Andy Misandry macht sich auf Anarchie und Lihbe nach langer Schreibpause Gedanken über den schmalen Grat zwischen Selbstfürsorge und Entpolitisierung sowie Trans-Erfahrungen in einem widersprüchlichen Lebensumfeld.

Sandra Charlotte Reichert schreibt über ihre unterschiedlichen Sexismus-Erfahrungen in hetera und lesbischen Beziehungen.

Die Danger Bananas nehmen sich des an Rassismus kläglich gescheiterten Taz-Interviews mit Philipp Rösler an.

Im Virtual Retreat Center ging es diese Woche um die Ambivalenz von Schonräumen und Schonhaltungen.

Ich bin arm, aber ich schäme mich nicht mehr dafür„, schreibt alsmenschverkleidet und thematisiert den Unterschied zwischen ‚prekär leben müssen‘ und ‚die Wahl haben‘.

Warum emanzipatorische Musikprodukte und Möglichkeiten des Empowerments nicht ohne Widersprüche auskommen können: Die Femgeeks versuchen sich an einer Antwort.

Heng war diese Woche im Output-Modus und bloggte über #schauhin, den Nachrichtenwert von Homophobie in der CDU, die aktuelle male-gaze-Grusel-Studie der Brigitte. Außerdem hat Heng an einem Zine mitgearbeitet. Alles nachzulesen und zu bestaunen auf ihrem Blog Tea-Riffic.

Aufzehenspitzen kritisiert anhand des aktuellen Buches von Birgit Kelle konservative Familienbilder und Vereinbarkeitsanrufungen.

Außerdem erreichte uns ein Veranstaltungshinweis für kommenden Montag in der Roten Flora (Hamburg): Ein Abend zu Hardcore und Männlichkeit. Zunächst gibt es einen Vortrag zum gleichen Thema, danach gibt’s feministisch auf die Ohren von xfirstworldproblemx und ex best friends. Einlass ab 19 Uhr. (Zum Facebook-Event)


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#SchauHin und die Bagatellisierung antifeministischer Drohungen – die Blogschau

8. September 2013 von Nadia
Dieser Text ist Teil 218 von 295 der Serie Die Blogschau

Seit zwei Tagen wird bei Twitter unter dem Hashtag #SchauHin zu (Alltags-)Rassismus getwittert, und Kübra erläutert die Aktion: „#SCHAUHIN – WARUM?

Esme redet Tacheles, und zwar zu Cissexismus und Cisfeminismus.

Der Wikipedia-Eintrag zu Chelsea Manning ist inzwischen Schauplatz transphober Streitereien geworden: gnurpsnewoel hat das ausführlich dokumentiert.

Don’t degrade Debs veröffentlichte einen sehr lesenswerten Text über Heteronormativität und Zweisamkeiten.

Helga schrieb im Zuge des ochdomino-Fakes über die Bagatellisierung und Verharmlosung von Drohungen & Co., die im Netz an Feminist_innen gerichtet werden.

Hannah Rosenblatt hat zu Rosh Hashana einen persönlichen Jahresrückblick geschrieben, und wir wünschen allen, die es gefeiert haben, ein frohes Neues.


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