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	<title>Mädchenmannschaft &#187; Sauereien</title>
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		<title>Polen: Verwässerte Frauenquote bringt wenig</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 13:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silviu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frauenquote hat bei den polnischen Parlamentswahlen am 9. Oktober wie erwartet wenig gebracht. Wie erwartet, weil das eine verwässerte Version der ursprünglichen Vorschläge aus den progressiven Zivilgesellschaftsecken ist. Zwar müssen 35 Prozent der Parteilisten mit Frauennamen gefüllt werden, doch nichts garantiert, dass zumindest einige Kandidatinnen auch vorne genug auf den Listen stehen, um eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frauenquote hat bei den polnischen Parlamentswahlen am 9. Oktober wie erwartet <a href="http://diestandard.at/1317020026668/Nach-der-polnischen-Wahl-Neue-Frauenquote-erwies-sich-als-unwirksam" target="_blank">wenig gebracht</a>. Wie erwartet, weil das eine verwässerte Version der ursprünglichen Vorschläge aus den progressiven Zivilgesellschaftsecken ist. Zwar müssen 35 Prozent der Parteilisten mit Frauennamen gefüllt werden, doch nichts garantiert, dass zumindest einige Kandidatinnen auch vorne genug auf den Listen stehen, um eine realistische Chance zu haben. Ergebnis: Ein neuer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sejm" target="_blank">Sejm</a>, der ähnlich wie der alte von Männern dominiert ist und in dem Frauen nur 23 Prozent darstellen.</p>
<p>Das Armutszeugnis gilt für die meisten Politiker des Landes, die – wie es nur so oft auch in Deutschland passiert – nur eine halbe Reform verabschiedet haben. Doch keine Partei konnte bei diesem Thema Jaroslaw Kaczynskis PiS an Heuchelei übertreffen. Nachdem der rechtskonservative Oppositionspolitiker und ehemalige Premier monatelang die Initiative mit Scheinargumenten bekämpft hatte, stellte er kurz vor der Wahl seine Kandidatinnen vor: Alles junge, stereotyp hübsche und völlig unerfahrene Grazien, die harmlos von den Wahlplakaten lächelten.</p>
<p>Der Trick hat Kaczynski freilich nichts geholfen: Er bleibt höchstwahrscheinlich vier weitere Jahre in der Opposition. Diese Salamitaktik erwies sich dagegen als relativ erfolgreich in den Medien und wurde gerne in Talkshows debattiert. Ab und zu auch in Anwesenheit der besagten chancenlosen Kandidatinnen, die ins Kreuzfeuer der konservativen und liberalen Öffentlichkeit gerieten. Ein peinliches Spektakel.</p>
<p>Nachdem die Reformprojekte mehrerer feministischen Organisationen, sowie von SozialwissenschaftlerInnen ignoriert, bzw. abgeschwächt wurden, fordern jetzt Teile der Zivilgesellschaft eine radikalere Änderung. Bei den nächsten Wahlen soll 50 – 50 Parität und das sogenannte Reißverschlussprinzip (Mann – Frau – Mann – Frau&#8230;) auf den Parteilisten gelten. In Polen sind laut Umfragen die Bürger (auch die Männer) für Parität im Parlament. Die Männer im Parlament sind es nicht.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=24204&amp;md5=d83074c5500f969d5bb150ad65290eac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Im Osten nichts Neues?]]></series:name>
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		<title>Richtig rauchen 101</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 10:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna-Sarah</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lektion 1: Die Zigarre darf niemals in den Mund gesteckt werden, weil dann Rauch in den Hals kommt, was nervt und ungesund ist. Voller Mund sieht irgendwie auch nicht so gut aus. Sie sollte stattdessen mit dem einen Ende locker gegen die Lippe gehalten werden. Dabei kann ruhig muffelig, also, lasziv geguckt werden, damit möglichst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2011/07/DSC06905.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-21707" title="Blowjob?" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2011/07/DSC06905-225x300.jpg" alt="Bild einer jungen hübschen Frau, die sich eine Zigarre vor den Mund hält" width="225" height="300" /></a></p>
<p><em>Lektion 1: Die Zigarre darf niemals in den Mund gesteckt werden, weil dann Rauch in den Hals kommt, was nervt und ungesund ist. Voller Mund sieht irgendwie auch nicht so gut aus. Sie sollte stattdessen mit dem einen Ende locker gegen die Lippe gehalten werden. Dabei kann ruhig muffelig, also, lasziv geguckt werden, damit möglichst viele Männer, die das sehen, denken: &#8220;Ah, Salsa, Zigarre, schwarzhaarige Frau: Toll, das hat wohl was mit Kuba zu tun und wird ganz heißblütig und feurig. Sicher ist auch ganz viel Lebensfreude im Spiel. Da muss ich hin! Eventuell gibt&#8217;s ja sogar einen Blowjob.&#8221;</em></p>
<p>Hm, das kann es doch eigentlich nicht wirklich sein, oder? Aber ich komme einfach nicht drauf: Was soll bloß dieses seltsame Bild, und auf wen wirkt es wohl einladend, und warum?</p>
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		<title>Wer ist hier eigentlich wir?</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 07:25:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über unsere Facebookseite kam der Hinweis auf die aktuelle Freundin und das „sommer special“. Wahrscheinlich ist das mal alles wieder nicht so gemeint, aber hier drängt sich der Eindruck auf, wir Meerjungfrauen (= die weiße schlanke Frau) schmückten uns mit Ethno-Accessoires im Großformat (= die fülligeren, nicht-weißen Frauen darum herum). Liebe Freundin, ich finde das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über <a href="https://www.facebook.com/maedchenmannschaft">unsere Facebookseite</a> kam der Hinweis auf die aktuelle <em>Freundin</em> und das „<a href="http://www.freundin.de/Galerie/sommer-special-Wir-spielen-Meerjungfrau_1522333.html">sommer special</a>“. Wahrscheinlich ist das mal alles wieder nicht so gemeint, aber hier drängt sich der Eindruck auf, wir Meerjungfrauen (= die weiße schlanke Frau) schmückten uns mit Ethno-Accessoires im Großformat (= die fülligeren, nicht-weißen Frauen darum herum).</p>
<div id="attachment_20565" class="wp-caption aligncenter" style="width: 306px"><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2011/05/ethno-accessoires.png"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2011/05/ethno-accessoires-296x300.png" alt="Bild aus der Freundin mit einer schlanken, weißen Frau in heller Kleidung, um sie herum fülligere, dunkelhäutige Frauen. Die Überschrift: Wir spielen Meerjungfrau" title="ethno accessoires" width="296" height="300" class="size-medium wp-image-20565" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot von freundin.de</p></div>
<p>Liebe <em>Freundin</em>, ich finde das nur noch peinlich und ich will nicht in euer blödes „Wir Meerjungfrauen“ gehören und ich will, dass Ihr mit sowas aufhört. Der Kolonialismus ist seit Jahren out und das zu Recht. Inzwischen sollte auch Euch klar sein, dass all diese vermeinlich „orientalischen“ und „exotischen“ Menschen, wirklich <strong>Menschen</strong> sind. Die man, verdammt noch mal, auch wie Menschen behandelt. Aber stattdessen stellen sich Modezeitschriften weiter hin und benutzen nicht-weiße, nicht-schlanke Menschen als Hintergrunddeko, als Ethno-Accessoires, als Dinge. Im widerlichsten Fall dient <a href="http://thesocietypages.org/socimages/2008/09/04/privilege-and-poverty-in-vogue-india/" target="_blank">Armut noch als die Leinwand</a>, auf der der Luxusbekleidung mal so richtig gehuldigt wird. Das ist nicht originell, das ist respektlos und trotzdem wird es <a href="http://thesocietypages.org/socimages/2008/07/04/african-people-as-props-for-white-femininity/" target="_blank">immer</a> <a href="http://thesocietypages.org/socimages/2009/08/15/undifferentiated-groups-of-asians-as-ad-props/" target="_blank">und</a> <a href="http://thesocietypages.org/socimages/2010/05/07/what-do-indian-people-architecture-and-nature-have-in-common/" target="_blank">immer</a> <a href="http://fashionindie.com/black-folks-used-as-props-in-daria-werbowy-spread-for-interview-magazine-10-photos/" target="_blank">wieder</a> <a href="http://colorlines.com/archives/2011/02/black_men_as_props.html" target="_blank">wiederholt</a>. Hört auf damit!</p>
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		<title>Kein Spaß mehr auf afghanischen Hochzeiten</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 07:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wachstumsbranche Heiratsindustrie – Der Trend zu immer größeren Märchenfeiern ist nicht nur in den USA zu sehen. Hochzeiten in Afghanistan sind inzwischen so teuer, dass Familien sich dafür in Schulden stürzen. Dass gefällt der Regierung nicht, ihre Gegenmaßnahmen sind aber leider extrem paternalistisch, wie der Guardian berichtet. So sollen künftig nur noch 300 Gäste pro Feier erlaubt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wachstumsbranche Heiratsindustrie – Der Trend zu immer größeren  Märchenfeiern ist nicht nur in den USA zu sehen. Hochzeiten in Afghanistan sind inzwischen so teuer, dass Familien sich dafür in Schulden stürzen. Dass gefällt der Regierung nicht, ihre <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/apr/04/afghanistan-taliban-wedding-dress-code" target="_blank">Gegenmaßnahmen sind aber leider extrem paternalistisch</a>, wie der <em>Guardian</em> berichtet. So sollen künftig nur noch 300 Gäste pro Feier erlaubt sein und vom Büffet bis zum Hochzeitskleid Preis-Höchstgrenzen gesetzlich vor&shy;ge&shy;schrie&shy;ben werden. </p>
<p>Apropos Hochzeitskleider: Weil viele Afghaninnen diese schulterfrei und dekolltiert mögen, soll es auch hier neue, textillastige Vorgaben geben. Und damit auch wirklich jeder Anflug von Spaß im Keim erstickt wird, ist ein neues <del datetime="2011-04-09T08:30:56+00:00">Religionspolizei</del> Sittenkommitee geplant, die in bester Weddingcrasher-Tradition auf allen Hoch&shy;zeiten auftauchen dürfen, um die Einhaltung der neuen Regeln und Ge&shy;schlech&shy;ter&shy;trennung zu überwachen. Afghan_innen zeigten sich wenig begeistert und sehen es als weitere Zugeständnisse an die Taliban, die stärker an der Regierung be&shy;teiligt werden sollen. Die letzten Maßnahmen hatten sich gegen die <a href="http://maedchenmannschaft.net/keine-hilfe-nur-demuetigungen-fuer-afghanische-frauen/">vermeintlich unmoralischen Frauenhäuser</a> gewandt. </p>
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		<title>Bist Du eine echte Frau? Find&#8217;s raus bei den Olympischen Spielen</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 10:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt ist es offiziell: Ab 2012 werden wieder „verdächtige“ Athletinnen getestet werden, ob sie „richtige“ Frauen sind. Nach der fast ein Jahr andauernden Kontro&#173;verse um Caster Semenya (immerhin hat man ihre Weiblichkeit offiziell bestätigt), sind nun die neuen Richtlinien verabschiedet worden und sie klingen so frag&#173;würdig, wie bereits vermutet, so die taz. Von der Frage, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es offiziell: Ab 2012 werden wieder „verdächtige“ Athletinnen getestet werden, ob sie „richtige“ Frauen sind. Nach der fast ein Jahr andauernden Kontro&shy;verse um <a href="http://maedchenmannschaft.net/sportler-sportlerin/">Caster Semenya</a> (immerhin hat man <a href="http://maedchenmannschaft.net/hormone-dekonstruieren-gender-trouble-im-sport/">ihre Weiblichkeit offiziell bestätigt</a>), sind nun die neuen Richtlinien verabschiedet worden und sie klingen <a href="http://maedchenmannschaft.net/neue-regeln-fuer-sportlerinnen/">so frag&shy;würdig, wie bereits vermutet</a>, so die <em>taz</em>. Von der Frage, wann eine Frau eine Frau ist, hat man sich <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=le&#038;dig=2011%2F04%2F08%2Fa0181&#038;cHash=714ae8aadd" target="_blank">auch schon verabschiedet</a>:</p>
<blockquote><p>Athletinnen mit einem übernatürlich hohen Level an Androgenen, männlichen Sexualhormonen, das ihnen sportliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz ermöglicht, werden von Wettkämpfen ausgeschlossen.</p></blockquote>
<p>Vom Bild der verzweifelten Männer, die sich als Frauen verkleiden, um endlich einmal Erfolg zu haben, ist nichts mehr zu sehen. Dass es tatsächlich Frauen sein könnten, die sich auch als solche verstehen, wird angenommen. Dennoch wird getestet, was bedeutet: Künftig beschützt man die „normalen“ Sportlerinnen vor „Freakfrauen mit biologischen Abnormitäten“ und bittet diese, sich doch dringend mal behandeln zu lassen, auch wenn es medizinisch nicht nötig ist. Männer mit auffallenden Leistungen werden aber nicht auf deutlich erhöhte Level an Androgenen getestet, oder auf andere Genmutationen, die ihnen weitere Vorteile erlauben könnten. Würde man jemals einen Athleten ausschließen, der durch eine Laune der Natur deutliche sportliche Vorteile hat, aber keine Kinder zeugen kann?</p>
<p>Immerhin sollen die Tests künftig nicht mehr in aller Öffentlichkeit stattfinden – ein Garant, dass den Betroffenen ihre Würde bleibt ist es aber nicht. Denn die unbequemen Fragen gehen nicht weg, nur weil man die Scheinwerfer ausmacht.</p>
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		<title>Applaus für… die S.P.O.N.-Kolumnistinnen</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 15:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang des Jahres starteten eine Reihe Kolumnist_innen auf Spiegel Online und wir waren skeptisch. Inzwischen hat Sibylle Berg es geschafft, die Frage ob frau mit 46 Jahren ihre Haare noch lang und offen tragen könne, brilliant zu beantworten: Wir Frauen sind so. Wir sind immer zu dünn. Oder zu dick. Wir sind zu geliftet oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang des Jahres starteten eine Reihe Kolumnist_innen auf <em>Spiegel Online</em> und <a href="http://maedchenmannschaft.net/nichts-neues-beim-spiegel/">wir waren skeptisch</a>. Inzwischen hat Sibylle Berg es geschafft, die Frage ob <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,745052,00.html">frau mit 46 Jahren ihre Haare noch lang und offen tragen könne</a>, brilliant zu beantworten:</p>
<blockquote><p>Wir Frauen sind so. Wir sind immer zu dünn. Oder zu dick. Wir sind zu geliftet oder zu hässlich, wir sind zu gefärbt oder zu ungefärbt, zu leise oder zu laut, wir treffen die Mitte nicht, die Mitte wäre nicht vorhanden sein, zu Hause sein, folgsam sein, immer noch. Da hat sich doch immer noch nichts geändert. Die Maßstäbe der Bemessung sind nicht dieselben. Die Männer sind nicht zu alt, sicher nicht, nicht zu fett.</p></blockquote>
<p>In der neuesten Ausgabe hat sie sich <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,754354,00.html">der Frauenquote angenommen</a>:</p>
<blockquote><p>Randgruppe murmeln Sie, ha, wir sind die Hälfte der Welt. Sicher, die Frauen sind die Hälfte der Welt, in der Schweiz durften sie bereits in den siebziger Jahren wählen, in der Werbung bekommen sie gezeigt, dass sie ständig auslaufen, aussuppen, riechen, schmutzig sind, Binden brauchen, unbedingt Binden, weil sie verdammt noch mal nicht perfekt sind. Sie sind Angehörige einer Randgruppe, Männer diskutieren über die Frauenfrage.</p></blockquote>
<p>Damit hat sie anscheinend auch Fame fatale-Steffi Kammerer angesteckt, die zu Bunga-Bunga-Parties und den derzeitigen Lebensaussichten junger Frauen <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,754941,00.html" target="_blank">deutliche Worte findet</a>:</p>
<blockquote><p>In der &#8220;Bild&#8221;-Zeitung diagnostizierte Franz Josef Wagner, 67, nach dem Tod von Elizabeth Taylor: &#8220;Altwerden ist die Hölle für jede Frau.&#8221; Und weiter: &#8220;Ihr Körper wurde fett wie bei einer Schlampe im Wohnwagen.&#8221; Hat ihm dafür irgendjemand eine gescheuert?</p></blockquote>
<p>Das fragen wir uns auch (<a href="http://maedchenmannschaft.net/fj-wagner-und-die-gorch-fock-frauen-die-auf-mannerschiffen-sterben-sind-laut-bild-zeitung-selbst-schuld/">nicht zum ersten Mal</a>). Und wünschen uns für die Zukunft weitere, kritische Seitenhiebe. Vielleicht äußern sich ja auch noch mal die Feministen.</p>
]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Applaus für]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Intime Einstellungsgespräche – bei der UN!</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/intime-einstellungsgespraeche-bei-der-un/</link>
		<comments>http://maedchenmannschaft.net/intime-einstellungsgespraeche-bei-der-un/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 08:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Himmelschreiendes Unrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Working Girl]]></category>
		<category><![CDATA[Sauereien]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UN Women]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Anfang des Jahres arbeitet endlich UN Women für mehr Ge&#173;schlechter&#173;ge&#173;rechtig&#173;keit und weniger Diskriminierung auf der Welt. Wie jetzt.de heute berichtet, kann die Behörde dabei am besten bei den UN-eigenen Ein&#173;stellungs&#173;ver&#173;fahren anfangen. Im Be&#173;werbungs&#173;ver&#173;fahren gibt es nämlich eine Reihe an Fragen, die sich explizit an Frauen richten und von denen viele z.B. in Deutschland eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang des Jahres <a href="http://maedchenmannschaft.net/un-women-nimmt-ihre-arbeit-auf/">arbeitet endlich UN Women</a> für mehr Ge&shy;schlechter&shy;ge&shy;rechtig&shy;keit und weniger Diskriminierung auf der Welt. Wie <em>jetzt.de</em> heute berichtet, kann die Behörde dabei am besten bei den UN-eigenen Ein&shy;stellungs&shy;ver&shy;fahren anfangen. Im Be&shy;werbungs&shy;ver&shy;fahren gibt es nämlich eine Reihe an Fragen, die sich <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/522027" target="_blank">explizit an Frauen richten</a> und von denen viele z.B. in Deutschland eigentlich ver&shy;boten sind.</p>
<blockquote><p>Ist Ihre Periode regelmäßig? Ist sie schmerzhaft? Müssen Sie während der Periode im Bett bleiben? Und wenn ja, wie lange? Und: Wann hatten Sie denn zuletzt Ihre Tage?</p></blockquote>
<p>Begründet wird das mit nebulöse Aussagen, man wolle seine Mitarbeiterinnen schützen, wenn es z.B. um Einsätze in Gebieten mit schlechter Infrastruktur geht oder Impfungen, die etwa für Schwangere nicht geeignet sind. Doch anstatt diese Bedenken im Einzelfall zu klären, werden alle damit gelöchert, auch wer sich für reine Schreibtischjobs in New York oder Wien bewirbt. Wie es mit dem Daten&shy;schutz aussieht, ist übrigens auch nicht geklärt. Mehr Ge&shy;schlech&shy;ter&shy;ge&shy;rechtigkeit und weniger Diskriminierung im 21. Jahrhundert sehen jedenfalls anders aus.</p>
<p><em>(via <a href="http://twitter.com/NiniaLaGrande/status/50831938742788096" target="_blank">twitter.com/NiniaLaGrande</a>: ‚&#8221;Die Frage nach der Pille dient ausschließlich dem Schutz ungeborenen Lebens.&#8221; WTF?‘)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bravo, Girl?! Star-Schnitten, Frauenfeindlichkeit für Mädchen und ein Schuss Quote</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 17:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meredith</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
		<category><![CDATA[Himmelschreiendes Unrecht]]></category>
		<category><![CDATA[BRAVO Girl!]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus!]]></category>
		<category><![CDATA[Medienthemen]]></category>
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		<description><![CDATA[Was in der letzten Woche so gebloggt wurde: Nina La Grande schreibt eine grandiose und verstörende Kritik des gedruckten Stück Übels, das sich &#8220;Bravo Girl&#8221; nennt. Kostprobe: Mir wird erklärt, wann man zu dick oder zu dünn ist. Wann Jungs mich für einen Nerd halten oder denken, dass ich unsexy bin. Ich habe nichts dagegen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Was in der letzten Woche so gebloggt wurde:</em></p>
<p>Nina La Grande schreibt eine grandiose und verstörende <a href="http://ninialagrande.blogspot.com/2011/02/397-anleitungen-wie-du-dein-leben.html" target="_blank">Kritik</a> des gedruckten Stück Übels, das sich &#8220;Bravo Girl&#8221; nennt. Kostprobe:</p>
<blockquote><p>Mir wird erklärt, wann man zu dick oder zu dünn ist. Wann Jungs mich für einen Nerd halten oder denken, dass ich unsexy bin. Ich habe nichts dagegen, pubertierenden Mädels ein paar Lebenstipps mit auf den Weg zu geben. Aber dieser Artikel zeigt den Leserinnen, dass sie eben sexy zu sein haben. Auch wenn die Bravo Girl schreibt, dass Mädchen nicht megaschlank sein müssen. Sie könnten auch mit einer tollen Art, einem &#8220;Mega-Klamottenstil&#8221; (aber nicht zu knallig oder düster&#8230;) oder einer sexy Stimme anziehend wirken. Trotzdem müssen die Mädels irgendwie sexy sein!</p></blockquote>
<p>Das Missy Blog hat einen <a href="http://missy-magazine.de/2011/02/09/nachbericht-mz-baltazarss-laboratory-auf-der-transmediale/" target="_blank">Nachbericht</a> zu einem Hacking-Workshop für Frauen auf der Transmediale in Berlin, was beim Lesen selbst in meinen eher technikunfähigen Ladyfingern den starken Wunsch erzeugt, an Elektronik herum zu basteln.</p>
<p>Die Missy Berlinale-Bloggerin Gaby <a href="http://missy-magazine.de/2011/02/16/planet-july-%E2%80%93-die-zukunft-beginnt-jetzt/" target="_blank">schreibt </a>unter anderem über den neuen Film von der stets toll angezogenen und immer intelligenten Mirandy July, &#8220;The Future&#8221;.</p>
<p>Nochmal Missy, die Neue: <a href="http://www.podcast.de/episode/2073538/Missy_Magazin_-_das_zehnte_Heft_Serie_491:_Mrs._Pepstein_im_Gespr%C3%A4ch" target="_blank">Mrs. Pepstein</a> spricht mit Chris Köver</a> über die neue Ausgabe.</p>
<p>In der Schweiz sollen Prostituierte ihre Bezahlung bald einklagen können, <a href="http://sinamore6.blogspot.com/2011/02/schweizer-politikerinnen-behaupten.html" target="_blank">schreibt Sina</a>. Das ist gut, weniger gut finde ich ihren Nebensatz über die Schweizer Bundesrichterinnen, die solche Regelungen bisher abgelehnt hätten, weil sie angeblich &#8220;insgeheim von Missgunst getrieben werden..&#8221;</p>
<p>Seit ÜBER EINEM JAHR ist die syrische Bloggerin Tal al-Mallouhi schon inhaftiert. Fest genommen wurde sie wegen &#8220;Spionage&#8221;, <a href="http://opalkatze.wordpress.com/2011/02/14/bloggerin-tal-al-mallouhi-seit-122009-in-haft/" target="_blank">schreibt Opalkatze</a>, auch ihr Computer wurde beschlagnahmt. Nun soll sie weiter fünf Jahre in Haft bleiben. Ihr Blog beschäftigte sich mit Menschenrechtsfragen, insbesondere der Situation der Palästinenser.</p>
<p><a href="http://www.bzw-weiterdenken.de/2011/02/auf-ein-weiteres-die-quote-zur-reaktualisierung-der-frauenpolitik/" target="_blank">Diese intelligente Gedanken zum Thema</a> &#8220;Warum wir nicht aufhören dürfen, über die Quote zu reden&#8221;, sind ein Balsam auf der Seele all derjenigen, die mittlerweile echt keinen Bock mehr auf die Diskussion haben. Aufgeschrieben hat sie Andrea Günter.</p>
<p>Cora Stephan ist gegen die Quote und <a href="http://diestandard.at/1297818302918/Kommentar-Muss-Frauen-geholfen-werden" target=_blank">schlägt etwas vor</a>, das ihrer Meinung nach besser funktionieren sollte: Frauen sollen in jungen Jahren ruhig weniger arbeiten und Kinder bekommen. Sie haben nämlich andere Prioritäten. Die Lösung für Cora Stephan lautet: Männer sollen ruhig die Chefposten übernehmen, aber mit 50 in Rente gehen. dafür machen frauen eben erst ab Vierzig Karriere. Da schwingt jemand aber fröhlich die Flagge für die Geschlechterdifferenz..</p>
<p>Ui, groovy! Das Blog Spielfeldschnitte hat eine <a href="http://spielfeldschnitte.blogspot.com/2011/02/gastspiel-kick-it-ein-mixtape-zur.html" target="_blank">Playlist für die Frauen WM</a> zusammen gestellt.</p>
<p>Eingetragene Partnerschaften FTW! Sowohl die <a href="http://www.queernews.at/archives/2210" target="_blank">anglikanische Kirche</a>, als auch <a href="http://www.queernews.at/archives/2209" target="_blank">Facebook</a> führen diesen Beziehungsstatus bei sich ein, kann man auf queernews nachlesen.</p>
<p>Antje Schrupp bloggt über den <a href="http://antjeschrupp.com/2011/02/16/schlipsmanner-ein-modeblogpost/" target=_blank">Krawattenstreit</a> im Bundestag.</p>
<p>leonie <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2011/02/15/womens-health-is-under-attack/" target=_Blank">kommentiert</a> auf dem Mädchenblog die Bemühungen des US-amerikanischen Repräsentantenhauses, die Gesundheit von Frauen in Gefahr zu bringen und wünscht &#8220;weiterhin fröhliches Menstruieren&#8221;, auch beim Sex. Wie das besser geht, könnt ihr <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2011/02/13/das-soft-tampon/" target=_blank">hier</a> nachlesen.</p>
<p><em>Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann <a href="http://maedchenmannschaft.net/kontakt/">sag uns bitte Bescheid!</a></em></p>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
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		<title>Ukrainische Feministinnen und das sowjetische Patriarchat</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 07:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silviu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschmacklosigkeiten aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[International Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[Weltspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Femen]]></category>
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		<category><![CDATA[Frage der Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sauereien]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>

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		<description><![CDATA[Was passiert eigentlich östlich von uns? Journalist Silviu Mihai kennt sich aus und wirft für uns alle zwei Wochen einen feministischen, gender- und gesellschaftskritischen Blick auf das „andere“, östliche Europa. Die konkreten Herausforderungen der Gleichberechtigung in Polen, woran wir einen bulgarischen Macho erkennen und welche Rolle Homophobie und Gendermainstreaming in Rumänien spielen, erfahrt ihr in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Was passiert eigentlich östlich von uns? Journalist Silviu Mihai kennt sich aus und wirft für uns alle zwei Wochen einen feministischen, gender- und gesellschaftskritischen Blick auf das „andere“, östliche Europa. Die konkreten Herausforderungen der Gleichberechtigung in Polen, woran wir einen bulgarischen Macho erkennen und welche Rolle Homophobie und Gendermainstreaming in Rumänien spielen, erfahrt ihr in dieser Kolumne.</em></p>
<p>Ein Jahr nach der Wahl von Wiktor Janukowitsch zum Präsident der Ukraine fürchten viele BeobachterInnen und AktivistInnen um die demokratischen Fortschritte des letzten Jahrzehntes. Die früheren proeuropäischen Regierungen hatten trotz zahlreicher Korruptionsskandale wichtige Reformen durchgesetzt und das Land näher an die EU gebracht. <a href="http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/arte-journal/NAV__Ukraine/3701102,CmC=3698694.html" target="_blank">Janukowitsch</a>, ein ehemaliger Parteifunktionär zu Sowjetzeiten und Freund Wladimir Putins, präsentierte sich offen als Gegner dieser Modernisierungsprozesse und wurde im Februar 2010 vor dem Hintergrund der tiefen Wirtschaftskrise gewählt.</p>
<p>Die ukrainische Frauenbewegung Femen, die früher gegen Sexismus und Ausbeutung der Prostituierten <a href="http://maedchenmannschaft.net/feminismus-auf-ukrainisch-feat-dj-hell/" target="_blank">protestierte</a>, engagiert sich jetzt allgemein für Menschenrechte und demokratische Gesellschaftsverhältnisse. In einem <a href="http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/arte-journal/NAV__Ukraine/3698464.html" target="_blank">ARTE-Interview</a> kritisiert die Vereinsvorsitzende Anja Gutzol die „starke Tendenz hin zum Totalitarismus“ unter der neuen Regierung. Einige Oppositionsanhänger wurden bereits festgenommen, die kritischen Medien müssen wieder mit offiziellen Schikanen rechnen.</p>
<p>Wie die meisten ehemaligen Funktionäre des Staatssozialismus hat Janukowitsch nicht nur eine antidemokratische Grundeinstellung, sondern auch stark sexistische Überzeugungen, die in Westeuropa eher unter provinziellen Anhängern der konservativen Parteien zu finden sind. Keine einzige Frau sitzt im neuen Kabinett. Damit ähnelt sich die Regierung einem Männerklo, kritisiert Femen. Neulich hat der Präsident versucht, Touristen in die Ukraine zu locken: Das Land organisiert nächstes Jahr, zusammen mit Polen, die Fußball-Europameisterschaft. Kiew sei besonders schön im Sommer, wenn sich die Frauen ausziehen, meinte Janukowitsch vor einem internationalen Publikum.</p>
<p>Die Ukraine gilt in Europa als eines der wichtigsten Reiseziele von Sextouristen und gleichzeitig als Rekrutierungsland und Drehkreuz fürs Frauenhandel. Die Äußerungen von Janukowitsch sind also nicht nur völlig daneben, sie signalisieren eine aufmunternde Botschaft an die weitverbreitete Ausbeutungsindustrie. Femen versucht mit „unanständigen“ Performances gegen die offizielle, scheinheilige „Dezenz“ zu mobilisieren.</p>
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		<series:name><![CDATA[Im Osten nichts Neues?]]></series:name>
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		<title>FJ Wagner und die Gorch Fock: Frauen, die auf Männerschiffen sterben, sind laut BILD-Zeitung selbst schuld</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 14:30:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meredith</dc:creator>
				<category><![CDATA[International Arschlöcher]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt gegen Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gorch Fock]]></category>
		<category><![CDATA[Medienthemen]]></category>
		<category><![CDATA[Sauereien]]></category>
		<category><![CDATA[Sexistische Kackscheiße]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Eltern der Soldatinnen Sarah S., die von ihrem Kommandanten einen verantwortungslosen Kletterbefehl erhielt und in den Tod stürzte, und von Jenny Böken, die unter bislang ungeklärten Umständen vor zwei Jahren über Bord ging, werden sich bei BILD-Kolumnist Franz Josef Wagner bedanken. Laut seiner neusten Post, mit dem Titel &#8220;Liebe Gorch Fock 2&#8243;, ist nämlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Eltern der Soldatinnen Sarah S., die von ihrem Kommandanten einen verantwortungslosen Kletterbefehl erhielt und in den Tod stürzte, und von Jenny Böken, die unter bislang ungeklärten Umständen vor zwei Jahren über Bord ging, werden sich bei BILD-Kolumnist Franz Josef Wagner bedanken.  Laut seiner neusten Post, mit dem Titel &#8220;Liebe Gorch Fock 2&#8243;, ist nämlich die Ursache dieser schrecklichen und verstörenden Vorgänge nicht, dass auf diesem Schulschiff junge Soldatinn_en von &#8211; ich sag es nochmal &#8211; verantwortungslosen Ausbilder_innen extremen Risiken ausgesetzt wurden. Ist ja auch wurst, dass alles, was man über die Gorch Fock weiß, darauf hindeutet, dass hier wirklich allen Kadetten unabhängig vom Geschlecht die Hölle zur See bereitet wurde. Nein, nein, der Grund ist: Jenny Böken und Sarah S. hatten von Anfang an nichts auf der Gorch Fock zu suchen. Die ist nämlich ein &#8220;Männerschiff&#8221;. Das erkennt man, laut Wagner, an ihrem Namen. Und Frauen, die sich auf Männerschiffen aufhalten, mag Wagner nicht:</p>
<blockquote><p>Ich mag keine Frauen als Soldatinnen, ich mag keine Frau, die schießt, ich mag mir keine Frau vorstellen, die aus 40 Metern herunterstürzt.</p></blockquote>
<p>Deshalb ist für den alten Mann mit dem ungebremsten Laberfluss gar nicht die entscheidende Frage, warum Jenny Böken und Sarah S. sterben mussten. Nein:</p>
<blockquote><p>Die wichtigste Frage ist, ob Frauen in diese Männerwelt passen.</p></blockquote>
<p>Denn was Franz Josef Wagner mag, ist ganz einfach und total ungefährlich:</p>
<blockquote><p>Die Frau, die ich mag, ist eine Frau, die ein Baby, eine Hoffnung, eine Zukunft hat.</p></blockquote>
<p>Lieber Franz Josef Wagner,</p>
<p>ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Dafür, dass Sie ganz offen ausgesprochen haben, wer in Ihren Augen und den Augen Ihrer Leserschaft als Frau ein lebenswertes Leben hat. Danke, dass Sie zeigen, dass Frauen Ihrer Meinung nichts wert sind, wenn sie keine Hoffnung haben, oder keine Babys. Und auch dafür, dass es Ihnen offenbar völlig egal ist, was mit den jungen Männern auf der Gorch Fock geschah. Dass es nämlich Ihrer Ansicht kein Problem ist, wenn ein Mann schießt oder aus 40 Metern hinunterstürzt. Dafür sind Männer Ihrer Meinung nach gemacht. Wir sehen es deutlich: Je normaler das Militär in Deutschland wird, desto normaler wird der alte Chauvinismus. Er ist 1945 offenbar nicht ausgestorben.</p>
<p>Sie sind nicht nur ein unverbesserlicher Misogynist, Herr Wagner. Das wäre ja keine Neuigkeit und auch nichts, über das sich irgendjemand noch aufregen könnte. Sie sind ein Menschenfeind, ein Menschenverächter. Und egal, wie menschenverachtend sich Ihr Arbeitgeber, die BILD-Zeitung seit ihrer Gründung immer und immer wieder geäußert und verhalten hat &#8211; es ist ein Skandal und eine Schande, dass solche Texte erscheinen dürfen, in einer Zeitung die sich gerade in diesem Fall als großes Aufklärungsorgan geriert. </p>
<p>Diesmal ganz ohne Grüße,<br />
Meredith Haaf<br />
<em><br />
Weil ich keinen Bock habe, auf die Seite der BILD-Zeitung zu verlinken: Man findet die Kolumne in der Rubrik &#8220;News&#8221;. Weitere Post an Herrn Wagner: fjwagner@bild.de. In der Kontakt-Rubrik kann man auch an die Redaktion schreiben.</em></p>
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