Einträge mit dem Tag ‘Sauereien’


Putin: Machismo für alle Jahreszeiten

6. März 2012 von Silviu

Wladimir Putin ist am Sonntag zum dritten Mal zum Staatspräsidenten Russlands gewählt worden. Schon im ersten Wahlgang, mit rund 60 Prozent der Stimmen. Trotz andauernder Proteste von Zivilgesellschaft, Oppositionsparteien und einfachen BürgerInnen. Der Wahlbetrug war massiv, doch auch ohne Fälschungen hätte der Autokrat gewonnen.

Das tut den demokratisch Gesinnten in und jenseits von Russland weh. Denn es ist nicht bloß eine billige Komödie, keine reine Selbstinszenierung eines Diktators, die sich schnell abtun ließe. Vielmehr zeigt das Ergebnis in einer bitteren Art und Weise die Grenzen und Komplikationen der Demokratie, die Fragilität der Institutionen, die inhärenten Schwächen der politischen Freiheit.

Putins Macht genießt populäre Unterstützung. Und zwar nicht nur, weil er (wie jeder Autokrat) ein vermeintliches Bedürfnis nach Ordnung, Stabilität, Disziplinierung und Uniformität, in einem Wort die Angst vor Freiheit bedient. Nicht nur, weil er – trotz krasser Ungleichheiten und trotz einer primitiven Form von Kapitalismus – durch die Kontrolle von Öl und Gas einen gewissen Grad Wohlstand garantiert. Nicht nur, weil er sich oft einem kruden nationalistischen und paternalistischen Imperialismus bedient, der schon zu sowjetischen Zeiten ein wichtiger Teil des offiziellen Diskurses ausmachte, da die Genossen scheinheilige Marxisten waren.

Putins Macht ruht auch auf einer guten Dosis Machismo und Phallokratie. Die feministischen Proteste der Femen-Aktivistinnen sind also nicht nur als opportune Aktionen zu interpretieren. Die performative Kritik des Machismo hat tatsächlich sehr viel mit den Wahlen und dem System Putin zu tun. Denn der Machismo des Autokraten – und das ist auch eine sehr unangenehme Erkenntnis – gehört zu den wesentlichen Gründen seines Erfolgs. Seine WählerInnen wünschen sich einen „starken“, „männlichen“ Präsidenten, sie drücken ihre politischen Vorlieben in einer Sprache aus, die durchaus von einer sexualisierten traditionellen Symbolik geprägt ist. Ohne Zweifel tragen die russischen Medien und die PR-Maschinen der Macht massiv dazu bei. Putins ständige Potenzshow wird überall übertragen bis zum Erbrechen: Putin in der tiefen See, Putin mit den wilden Tigern, Putin im hohen Gebirge. Putin bietet seiner Wählerschaft Machismo für alle Jahreszeiten.

 


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300 Euro – aber nur, wenn du nicht abtreibst

15. Februar 2012 von Magda

Eine Prämie von 300 Euro für’s Kinderkriegen. So wirbt die Wiesbadener Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen (BKK IHV) auf ihrer Homepage und verkündet stolz, dass ProLife Deutschland den Versicherten der BKK IHV “bei der Geburt eines Kindes ein Baby-Willkommens-Geld in Höhe von gegenwärtig € 300,00″ zahlt – sofern sie auch bei ProLife Deutschland Mitglied sind und sich dazu verpflichten, nicht abzutreiben. Ein übler Scherz? Leider nein.

Homepage der Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen (BKK IHV)

Die Sueddeutsche erinnert, wer sich so alles im Dunstkreis von ProLife bewegt

Da ist etwa die Marianische Liga, eine katholische Frauenvereinigung. Und die umstrittene Piusbruderschaft, eine Vereinigung katholischer Traditionalisten, die auf lateinische Messen beharrt und die, selbstverständlich, Abtreibungen ablehnt. Durch die Mitgliedschaft bei ProLife, so schreiben die Brüder im Netz, könne jeder seine “Stimme gegen Abtreibung erheben” (…).

So ist es keine Überraschung, dass christliche Plattformen im Internet ganz gezielt für die BKK IHV als “einzige echte Alternative” werben, bei der der “einzige abtreibungsfreie Versichertenbestand Deutschlands” entstehe, so das Internetportal der Deutschen Apotherkerzeitung.

pro familia kritisierte bereits im Januar auf facebook “diese einseitige ideologische Kooperation von Seiten einer gesetzlichen Krankenkasse als ‘unübersehbares Signal in unserer Gesellschaft'” und forderte Rechenschaft vom GKV Spitzenverband. Das Bundesversicherungsamt, welches über die deutschen Krankenkassen wacht, überprüft die Kasse allerdings schon seit letztem Jahr, so die Sueddeutsche.

Kassen sind zur Neutralität verpflichtet, es ist ihnen also untersagt, mit weltanschaulichen Zielen zu werben. Und es ist ihre gesetzliche Pflicht, legale Schwangerschaftsabbrüche zu finanzieren.


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Polen: Verwässerte Frauenquote bringt wenig

19. Oktober 2011 von Silviu

Die Frauenquote hat bei den polnischen Parlamentswahlen am 9. Oktober wie erwartet wenig gebracht. Wie erwartet, weil das eine verwässerte Version der ursprünglichen Vorschläge aus den progressiven Zivilgesellschaftsecken ist. Zwar müssen 35 Prozent der Parteilisten mit Frauennamen gefüllt werden, doch nichts garantiert, dass zumindest einige Kandidatinnen auch vorne genug auf den Listen stehen, um eine realistische Chance zu haben. Ergebnis: Ein neuer Sejm, der ähnlich wie der alte von Männern dominiert ist und in dem Frauen nur 23 Prozent darstellen.

Das Armutszeugnis gilt für die meisten Politiker des Landes, die – wie es nur so oft auch in Deutschland passiert – nur eine halbe Reform verabschiedet haben. Doch keine Partei konnte bei diesem Thema Jaroslaw Kaczynskis PiS an Heuchelei übertreffen. Nachdem der rechtskonservative Oppositionspolitiker und ehemalige Premier monatelang die Initiative mit Scheinargumenten bekämpft hatte, stellte er kurz vor der Wahl seine Kandidatinnen vor: Alles junge, stereotyp hübsche und völlig unerfahrene Grazien, die harmlos von den Wahlplakaten lächelten.

Der Trick hat Kaczynski freilich nichts geholfen: Er bleibt höchstwahrscheinlich vier weitere Jahre in der Opposition. Diese Salamitaktik erwies sich dagegen als relativ erfolgreich in den Medien und wurde gerne in Talkshows debattiert. Ab und zu auch in Anwesenheit der besagten chancenlosen Kandidatinnen, die ins Kreuzfeuer der konservativen und liberalen Öffentlichkeit gerieten. Ein peinliches Spektakel.

Nachdem die Reformprojekte mehrerer feministischen Organisationen, sowie von SozialwissenschaftlerInnen ignoriert, bzw. abgeschwächt wurden, fordern jetzt Teile der Zivilgesellschaft eine radikalere Änderung. Bei den nächsten Wahlen soll 50 – 50 Parität und das sogenannte Reißverschlussprinzip (Mann – Frau – Mann – Frau…) auf den Parteilisten gelten. In Polen sind laut Umfragen die Bürger (auch die Männer) für Parität im Parlament. Die Männer im Parlament sind es nicht.


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Richtig rauchen 101

25. Juli 2011 von Anna-Sarah

Bild einer jungen hübschen Frau, die sich eine Zigarre vor den Mund hält

Lektion 1: Die Zigarre darf niemals in den Mund gesteckt werden, weil dann Rauch in den Hals kommt, was nervt und ungesund ist. Voller Mund sieht irgendwie auch nicht so gut aus. Sie sollte stattdessen mit dem einen Ende locker gegen die Lippe gehalten werden. Dabei kann ruhig muffelig, also, lasziv geguckt werden, damit möglichst viele Männer, die das sehen, denken: “Ah, Salsa, Zigarre, schwarzhaarige Frau: Toll, das hat wohl was mit Kuba zu tun und wird ganz heißblütig und feurig. Sicher ist auch ganz viel Lebensfreude im Spiel. Da muss ich hin! Eventuell gibt’s ja sogar einen Blowjob.”

Hm, das kann es doch eigentlich nicht wirklich sein, oder? Aber ich komme einfach nicht drauf: Was soll bloß dieses seltsame Bild, und auf wen wirkt es wohl einladend, und warum?


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Wer ist hier eigentlich wir?

31. Mai 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 33 von 55 der Serie Meine Meinung

Über unsere Facebookseite kam der Hinweis auf die aktuelle Freundin und das „sommer special“. Wahrscheinlich ist das mal alles wieder nicht so gemeint, aber hier drängt sich der Eindruck auf, wir Meerjungfrauen (= die weiße schlanke Frau) schmückten uns mit Ethno-Accessoires im Großformat (= die fülligeren, nicht-weißen Frauen darum herum).

Bild aus der Freundin mit einer schlanken, weißen Frau in heller Kleidung, um sie herum fülligere, dunkelhäutige Frauen. Die Überschrift: Wir spielen Meerjungfrau

Screenshot von freundin.de

Liebe Freundin, ich finde das nur noch peinlich und ich will nicht in euer blödes „Wir Meerjungfrauen“ gehören und ich will, dass Ihr mit sowas aufhört. Der Kolonialismus ist seit Jahren out und das zu Recht. Inzwischen sollte auch Euch klar sein, dass all diese vermeinlich „orientalischen“ und „exotischen“ Menschen, wirklich Menschen sind. Die man, verdammt noch mal, auch wie Menschen behandelt. Aber stattdessen stellen sich Modezeitschriften weiter hin und benutzen nicht-weiße, nicht-schlanke Menschen als Hintergrunddeko, als Ethno-Accessoires, als Dinge. Im widerlichsten Fall dient Armut noch als die Leinwand, auf der der Luxusbekleidung mal so richtig gehuldigt wird. Das ist nicht originell, das ist respektlos und trotzdem wird es immer und immer wieder wiederholt. Hört auf damit!


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Kein Spaß mehr auf afghanischen Hochzeiten

13. April 2011 von Helga

Wachstumsbranche Heiratsindustrie – Der Trend zu immer größeren Märchenfeiern ist nicht nur in den USA zu sehen. Hochzeiten in Afghanistan sind inzwischen so teuer, dass Familien sich dafür in Schulden stürzen. Dass gefällt der Regierung nicht, ihre Gegenmaßnahmen sind aber leider extrem paternalistisch, wie der Guardian berichtet. So sollen künftig nur noch 300 Gäste pro Feier erlaubt sein und vom Büffet bis zum Hochzeitskleid Preis-Höchstgrenzen gesetzlich vor­ge­schrie­ben werden.

Apropos Hochzeitskleider: Weil viele Afghaninnen diese schulterfrei und dekolltiert mögen, soll es auch hier neue, textillastige Vorgaben geben. Und damit auch wirklich jeder Anflug von Spaß im Keim erstickt wird, ist ein neues Religionspolizei Sittenkommitee geplant, die in bester Weddingcrasher-Tradition auf allen Hoch­zeiten auftauchen dürfen, um die Einhaltung der neuen Regeln und Ge­schlech­ter­trennung zu überwachen. Afghan_innen zeigten sich wenig begeistert und sehen es als weitere Zugeständnisse an die Taliban, die stärker an der Regierung be­teiligt werden sollen. Die letzten Maßnahmen hatten sich gegen die vermeintlich unmoralischen Frauenhäuser gewandt.


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Bist Du eine echte Frau? Find’s raus bei den Olympischen Spielen

8. April 2011 von Helga

Jetzt ist es offiziell: Ab 2012 werden wieder „verdächtige“ Athletinnen getestet werden, ob sie „richtige“ Frauen sind. Nach der fast ein Jahr andauernden Kontro­verse um Caster Semenya (immerhin hat man ihre Weiblichkeit offiziell bestätigt), sind nun die neuen Richtlinien verabschiedet worden und sie klingen so frag­würdig, wie bereits vermutet, so die taz. Von der Frage, wann eine Frau eine Frau ist, hat man sich auch schon verabschiedet:

Athletinnen mit einem übernatürlich hohen Level an Androgenen, männlichen Sexualhormonen, das ihnen sportliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz ermöglicht, werden von Wettkämpfen ausgeschlossen.

Vom Bild der verzweifelten Männer, die sich als Frauen verkleiden, um endlich einmal Erfolg zu haben, ist nichts mehr zu sehen. Dass es tatsächlich Frauen sein könnten, die sich auch als solche verstehen, wird angenommen. Dennoch wird getestet, was bedeutet: Künftig beschützt man die „normalen“ Sportlerinnen vor „Freakfrauen mit biologischen Abnormitäten“ und bittet diese, sich doch dringend mal behandeln zu lassen, auch wenn es medizinisch nicht nötig ist. Männer mit auffallenden Leistungen werden aber nicht auf deutlich erhöhte Level an Androgenen getestet, oder auf andere Genmutationen, die ihnen weitere Vorteile erlauben könnten. Würde man jemals einen Athleten ausschließen, der durch eine Laune der Natur deutliche sportliche Vorteile hat, aber keine Kinder zeugen kann?

Immerhin sollen die Tests künftig nicht mehr in aller Öffentlichkeit stattfinden – ein Garant, dass den Betroffenen ihre Würde bleibt ist es aber nicht. Denn die unbequemen Fragen gehen nicht weg, nur weil man die Scheinwerfer ausmacht.


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Applaus für… die S.P.O.N.-Kolumnistinnen

5. April 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 18 von 31 der Serie Applaus für

Anfang des Jahres starteten eine Reihe Kolumnist_innen auf Spiegel Online und wir waren skeptisch. Inzwischen hat Sibylle Berg es geschafft, die Frage ob frau mit 46 Jahren ihre Haare noch lang und offen tragen könne, brilliant zu beantworten:

Wir Frauen sind so. Wir sind immer zu dünn. Oder zu dick. Wir sind zu geliftet oder zu hässlich, wir sind zu gefärbt oder zu ungefärbt, zu leise oder zu laut, wir treffen die Mitte nicht, die Mitte wäre nicht vorhanden sein, zu Hause sein, folgsam sein, immer noch. Da hat sich doch immer noch nichts geändert. Die Maßstäbe der Bemessung sind nicht dieselben. Die Männer sind nicht zu alt, sicher nicht, nicht zu fett.

In der neuesten Ausgabe hat sie sich der Frauenquote angenommen:

Randgruppe murmeln Sie, ha, wir sind die Hälfte der Welt. Sicher, die Frauen sind die Hälfte der Welt, in der Schweiz durften sie bereits in den siebziger Jahren wählen, in der Werbung bekommen sie gezeigt, dass sie ständig auslaufen, aussuppen, riechen, schmutzig sind, Binden brauchen, unbedingt Binden, weil sie verdammt noch mal nicht perfekt sind. Sie sind Angehörige einer Randgruppe, Männer diskutieren über die Frauenfrage.

Damit hat sie anscheinend auch Fame fatale-Steffi Kammerer angesteckt, die zu Bunga-Bunga-Parties und den derzeitigen Lebensaussichten junger Frauen deutliche Worte findet:

In der “Bild”-Zeitung diagnostizierte Franz Josef Wagner, 67, nach dem Tod von Elizabeth Taylor: “Altwerden ist die Hölle für jede Frau.” Und weiter: “Ihr Körper wurde fett wie bei einer Schlampe im Wohnwagen.” Hat ihm dafür irgendjemand eine gescheuert?

Das fragen wir uns auch (nicht zum ersten Mal). Und wünschen uns für die Zukunft weitere, kritische Seitenhiebe. Vielleicht äußern sich ja auch noch mal die Feministen.


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Intime Einstellungsgespräche – bei der UN!

24. März 2011 von Helga

Seit Anfang des Jahres arbeitet endlich UN Women für mehr Ge­schlechter­ge­rechtig­keit und weniger Diskriminierung auf der Welt. Wie jetzt.de heute berichtet, kann die Behörde dabei am besten bei den UN-eigenen Ein­stellungs­ver­fahren anfangen. Im Be­werbungs­ver­fahren gibt es nämlich eine Reihe an Fragen, die sich explizit an Frauen richten und von denen viele z.B. in Deutschland eigentlich ver­boten sind.

Ist Ihre Periode regelmäßig? Ist sie schmerzhaft? Müssen Sie während der Periode im Bett bleiben? Und wenn ja, wie lange? Und: Wann hatten Sie denn zuletzt Ihre Tage?

Begründet wird das mit nebulöse Aussagen, man wolle seine Mitarbeiterinnen schützen, wenn es z.B. um Einsätze in Gebieten mit schlechter Infrastruktur geht oder Impfungen, die etwa für Schwangere nicht geeignet sind. Doch anstatt diese Bedenken im Einzelfall zu klären, werden alle damit gelöchert, auch wer sich für reine Schreibtischjobs in New York oder Wien bewirbt. Wie es mit dem Daten­schutz aussieht, ist übrigens auch nicht geklärt. Mehr Ge­schlech­ter­ge­rechtigkeit und weniger Diskriminierung im 21. Jahrhundert sehen jedenfalls anders aus.

(via twitter.com/NiniaLaGrande: ‚”Die Frage nach der Pille dient ausschließlich dem Schutz ungeborenen Lebens.” WTF?‘)


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Bravo, Girl?! Star-Schnitten, Frauenfeindlichkeit für Mädchen und ein Schuss Quote

18. Februar 2011 von Meredith
Dieser Text ist Teil 99 von 259 der Serie Die Blogschau

Was in der letzten Woche so gebloggt wurde:

Nina La Grande schreibt eine grandiose und verstörende Kritik des gedruckten Stück Übels, das sich “Bravo Girl” nennt. Kostprobe:

Mir wird erklärt, wann man zu dick oder zu dünn ist. Wann Jungs mich für einen Nerd halten oder denken, dass ich unsexy bin. Ich habe nichts dagegen, pubertierenden Mädels ein paar Lebenstipps mit auf den Weg zu geben. Aber dieser Artikel zeigt den Leserinnen, dass sie eben sexy zu sein haben. Auch wenn die Bravo Girl schreibt, dass Mädchen nicht megaschlank sein müssen. Sie könnten auch mit einer tollen Art, einem “Mega-Klamottenstil” (aber nicht zu knallig oder düster…) oder einer sexy Stimme anziehend wirken. Trotzdem müssen die Mädels irgendwie sexy sein!

Das Missy Blog hat einen Nachbericht zu einem Hacking-Workshop für Frauen auf der Transmediale in Berlin, was beim Lesen selbst in meinen eher technikunfähigen Ladyfingern den starken Wunsch erzeugt, an Elektronik herum zu basteln.

Die Missy Berlinale-Bloggerin Gaby schreibt unter anderem über den neuen Film von der stets toll angezogenen und immer intelligenten Mirandy July, “The Future”.

Nochmal Missy, die Neue: Mrs. Pepstein spricht mit Chris Köver über die neue Ausgabe.

In der Schweiz sollen Prostituierte ihre Bezahlung bald einklagen können, schreibt Sina. Das ist gut, weniger gut finde ich ihren Nebensatz über die Schweizer Bundesrichterinnen, die solche Regelungen bisher abgelehnt hätten, weil sie angeblich “insgeheim von Missgunst getrieben werden..”

Seit ÜBER EINEM JAHR ist die syrische Bloggerin Tal al-Mallouhi schon inhaftiert. Fest genommen wurde sie wegen “Spionage”, schreibt Opalkatze, auch ihr Computer wurde beschlagnahmt. Nun soll sie weiter fünf Jahre in Haft bleiben. Ihr Blog beschäftigte sich mit Menschenrechtsfragen, insbesondere der Situation der Palästinenser.

Diese intelligente Gedanken zum Thema “Warum wir nicht aufhören dürfen, über die Quote zu reden”, sind ein Balsam auf der Seele all derjenigen, die mittlerweile echt keinen Bock mehr auf die Diskussion haben. Aufgeschrieben hat sie Andrea Günter.

Cora Stephan ist gegen die Quote und schlägt etwas vor, das ihrer Meinung nach besser funktionieren sollte: Frauen sollen in jungen Jahren ruhig weniger arbeiten und Kinder bekommen. Sie haben nämlich andere Prioritäten. Die Lösung für Cora Stephan lautet: Männer sollen ruhig die Chefposten übernehmen, aber mit 50 in Rente gehen. dafür machen frauen eben erst ab Vierzig Karriere. Da schwingt jemand aber fröhlich die Flagge für die Geschlechterdifferenz..

Ui, groovy! Das Blog Spielfeldschnitte hat eine Playlist für die Frauen WM zusammen gestellt.

Eingetragene Partnerschaften FTW! Sowohl die anglikanische Kirche, als auch Facebook führen diesen Beziehungsstatus bei sich ein, kann man auf queernews nachlesen.

Antje Schrupp bloggt über den Krawattenstreit im Bundestag.

leonie kommentiert auf dem Mädchenblog die Bemühungen des US-amerikanischen Repräsentantenhauses, die Gesundheit von Frauen in Gefahr zu bringen und wünscht “weiterhin fröhliches Menstruieren”, auch beim Sex. Wie das besser geht, könnt ihr hier nachlesen.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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