Einträge mit dem Tag ‘Saudi-Arabien’


Unsichtbare Sportlerinnen und das „natürliche Rasierbedürfnis“ – kurz verlinkt

12. Juli 2012 von der Mädchenmannschaft

Athletinnen aus Saudi-Arabien und die Olympischen Spiele: letzte Woche berichtete die Washington Post von der Angst, der internationale Druck könnte zu Repressionen führen. Inzwischen scheint es aber, als ob doch keine Athletin mitkommt. Das Frugivoremag nahm die Kritik an den Körpern Schwarzer Athletinnen unter die Lupe.

Die Hebammen konnten nun schon mal einen Teilerfolg erzielen: Die letzte Erhöhung von 15 Prozent der Haftpflichtbeiträge wird von den Kranken­kassen getragen. Anders als auch die Sprache der tagesschau-Meldung suggeriert, werden damit aber nicht die massiven Steigerungen der letzten Jahre von 200 Prozent ausgeglichen, warnt Hebammen für Deutsch­land. Bei den Honoraren gibt es auch weiterhin keine Einigung!

“[W]ie die Jungle World ein erneutes Tief an propagandistischen Journalismus erreicht und die Kritik an Pinkwashing mit plumpen Lügen, bewussten Auslassungen und Manipulation von Fakten zum Verstummen zu bringen will”: Darüber haben Yossi und Liad für linksunten letzte Woche einen sehr guten Text geschrieben, in dem es um Pinkwashing geht.

Ein Hinweis auf eine ganz merkwürdige Werbemaßnahme von Gillette: Frauen und ihr “natürliches Bedürfnis zur Rasur”. Häää? Außerdem total beknackt: Zwei Männerparkplätze im Schwarzwald.

Chella Quint spricht im TEDx Talk über Menstruation, sexistische Werbung und die Botschaften, die diese über das Menstruieren in den letzten 100 Jahren verbreitet haben: Scham.

„Frauen erhalten mehr Medikamente für die Seele, Männer mehr für den Körper. Im Ver­ord­nungs­ver­halten von Ärztinnen und Ärzten wirkten ein­ge­fahrene Geschlechter­rollen fort.“ Die Ärztezeitung über die unter­schied­lichen Medi­kamente, die Männer und Frauen verschrieben werden.

Die ISD (Initiative Schwarzer Menschen Deutschland e.V.) hat eine neue Hompage.

Absurde Transphobie hat ein schwedischer Richter gerade gezeigt. Er sprach einen mutmaßlichen Vergewaltiger frei, weil sein Opfer eine Transfrau war, berichtet queer.de. Die Absicht, eine Frau zu vergewaltigen, hätte nur erfüllt werden können, wenn es sich um eine biologische Frau gehandelt hätte.

Ein voller Terminkalender in Braunschweig, Leipzig und Halle, Trier, Köln, Heidelberg und Burg Lutter sowie eine Stellenausschreibung und ein Call for feminist films, nach dem Klick: (mehr …)


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Babyklappen, SlutWalk Münster und sexistische Kampagnen – kurz notiert

11. April 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 147 von 231 der Serie Kurz notiert

HYDRA e.V. hat einen offenen Brief (PDF) zur Sendung „Menschen bei Maischberger: Ob Billigsex oder Edelpuff: Schafft Prostitution ab!“ geschrieben und bemängelt die falschen Fakten und die tendenziöse Berichterstattung.

Genug von den immer gleichen alten weißen Dichtern? My Life as a Feminista listet Women of Color und jede Menge ihrer Bücher, Anthologien und Essays auf.

Ein Bericht aus dem Hause “unglaublich”: Ein Pornostar stillt ihr Baby öffentlich und wird dafür von ihren Kolleg_innen kritisiert, so salon.com.

In Österreich hat der Werberat einen Club aufgefordert, seine Kampagne „Dress to get fucked“ einzustellen. Danach müssen Frauen weniger Eintritt zahlen, je weniger Kleidung sie tragen. Die Begründung der Entscheidung findet ihr auf scribd.

In dieser Kampagne werden Frauen zu Objekten reduziert; ein klarer Fall von Sexismus. Doch was ist Sexismus? DieStandard.at hat mehr zu der (Fehl-)Annahme, Sexismus sei eine Frage der subjektiven Einschätzung. Nämlich jede Menge Definitionen, „die sich decken oder sich in ihrer Differenz allerhöchstens ergänzen. Von Widersprüchlichkeit keine Spur.“

Immer mehr Menschen in den USA wird bewusst, wie konservative Abtreibungsgegner_innen überall im Land Erfolge feiern – und formieren sich auf der Straße und im Netz. Der Widerstand wird stärker – glücklicherweise.

In der Huffington Post schreibt Zach Stafford wie Feminismus ihn zu einem “besseren schwulen Mann” gemacht habe. Außerdem berichtet die HuffPo über eine derzeit getestete Verhütungsmethode für den Mann – offenbar zu 100% sicher und reversibel.

Qatar, Brunei und Saudi-Arabien haben noch nie eine Frau zu den Olympischen Spielen geschickt – in London sollte es diesen Sommer das erste Mal aus jedem Land Athletinnen geben. Nun jedoch, berichtet die FAZ, hat das saudische Olympia-Komitee sich dagegen entschieden.

Eine Schocker-Nachricht kommt aus Brasilien: Dort dürfen 12-Jährige vergewaltigt werden, wenn sie (angeblich) Sexarbeiter_innen sind. Denn Menschenrechte gelten nicht für alle.

Ein feines Interview mit der queeren Rapperin Sookee gibt es beim Tagesspiegel.

Drei Videos zeigen, wie die “Personhood”-Bewegung (jene politische Strömung, die der befruchteten Eizelle den Status einer Person zusprechen möchte) Frauen ihrer Freiheit beraubt.

Schon vor einem Monat berichtete der Spiegel über die Situation der Babyklappen. Die soll neu geregelt werden, nach einer Studie herrschen derzeit teilweise katastrophale Zustände, bei denen Babies sogar „verloren“ gehen können. In Deutschland haben Kinder das Recht, über ihre Herkunft zu erfahren, anonyme Geburten sind eigentlich illegal.

Termine

Ihr könnt ab sofort euch, eure Schwestern, Töchter, Cousinen, Freund*innen… zwischen 12 und 18 Jahren für das Ruby Tuesday Girls Rock Camp in Berlin anmelden.

Das Frauenfilmfestival findet vom 17. bis 22. April in Köln statt.

Helfer_innen und Unterstützer_innen für den zweiten SlutWalk Münster gesucht! Wir sind offen für jeden Tipp, Verbesserungsvorschlag und Helfer_innen!
Meldet euch hier oder per Mail an: muenster(at)frauenrechte.de oder slutwalkmuenster(at)gmx.de


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Abtreibung, Alltag in Saudi-Arabien und Rassismus bei Anne Will – die Blogschau

31. März 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 153 von 243 der Serie Die Blogschau

Ein relativ neuer Blog in der feministischen Blogosphäre: virueletta. In einem aktuellen Beitrag schreibt viruletta über Privilegien, Verantwortung und neuen politischen Vorsätzen.

KARaNo, eine rassismuskritische Gruppe aus Hamburg, hat einen offenen Brief geschrieben veröffentlicht, der von einer Gruppe von Women und People of Color geschrieben wurde: “Weshalb auch ‘Nazigegner’ sich mit Rassismus auseinandersetzen müssen – Ein offener Brief an die Veranstalter von ‘Dresden Nazifrei’“.

Danger! Bananas stellt klar, dass sie die Deutungshoheit über ihr eigenes Leben zurück haben möchte: “Ich will nicht ängstlich darauf warten, bis wieder jemand fragt, sondern sagen: Ich bin deutsch und vietnamesisch, asiatisch und europäisch, lokal und global – Problem damit?”

Die West-Östliche Diva erinnert: Die Deutschen leben auch in einem Gottesstaat!

Vom 18. bis 24. März war die internationale Woche gegen Street Harassment. Aktivist_innen von Pro Change haben in Dortmund antisexistische Bierdeckel und über 2.000 Karten gegen Sexismus und Homophobie und für Courage verteilt.

Antje Schrupp hat einen lesenswerten Text geschrieben, in dem sie erklärt, warum sie nicht mit dem Konstrukt des “Rechts” argumentiert, wenn es um Abtreibungen geht – denn damit ließen sich im Extremfall auch Kindstötungen legitimieren.

Aktuelle Informationen zu den Wahlen im Senegal und dem Staatsstreich in Mali hat die kleine Ethnologin zusammengetragen.

Katharina Mühlbeyer war in Saudi-Arabien und bericht von ihrer Reise über alltägliche Situationen und Frauensolidarität.

Fehrnseher Kaputt berichtet über die eigenartigen Empfehlungen des ORF zur Nutzung von Social Media: Den Jorunalist_innen rät man von gesellschaftlichem Engagement und politischen Äußerungen ab, auch um dem ORF nicht zu schaden. Wie bitte?!

Die erfolgreichste Fußballerin der Welt hat sich von der Fußball-Bühne verabschiedet. Nachdem Alexandra Kraft Birgit Prinz auf stern.de einen offenen Brief schrieb, erwiderte Niveau ist keine Creme mit einer tollen Würdigung der Fußballspielerin, die sich nicht alle dummen Fragen gefallen lässt.

Barbara Scheel, die Frau des Ex-Bundespräsidenten Walter Scheel, war zu Gast in der Anne Will Sendung und ließ rassistischen Mist vom Stapel – Ada Blitzkrieg hat die ganze traurige Story und die Reaktionen zusammengefasst. Ekelhaft.

Die Opalkatze spielt Erklärbärin: “Wann ist ein Blog gewerblich – und damit laut Leistungsschutzrecht abgabenpflichtig?

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Väterhype, Saudi-Arabien und Weltfrauentag – kurz verlinkt

8. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 138 von 231 der Serie Kurz notiert

Über Frau Liebe wurden wir auf eine Aktion von Amnesty International anlässlich des kommenden Weltfrauentags aufmerksam: Nähen für die Rechte von Frauen. Achtung, der Einsendeschluss ist schon in der nächsten Woche, also schnell ab an die Nadeln!

Eigentlich wollen sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und landen doch nur wieder im Büro – die neuen Väter. Dass es trotzdem einen Väterhype gibt, läge eher an geschickter Selbstinszenierung, so Jeanne Rubner in der Süddeutschen.

Apropos Büro:

Frauen sollen verpflichtet werden, vor einer Abtreibung einen Ultraschall auf eigene Kosten vornehmen zu lassen? Okay, aber dann sollten aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit Männer bevor sie Medikamente gegen Erektionsstörungen verschrieben bekommen sowohl rektal untersucht werden, als auch sich einem kardiologischen Belastungstest unterziehen. Das zumindest findet US Senatorin Janet Howell. Mehr dazu in der Huffington Post.

Neues von der Revolution: Letztes Jahr noch wurde Manal Al-Sharif verhaftet, weil sie in Saudi-Arabien Auto gefahren war. Nun verklagt sie mit einer weiteren Aktivistin die Regierung, da sie für Frauenfahrverbot keine rechtliche Grundlage sieht, wie Muslim Women News berichtet. Ein ausführliches Portrait von ihr gibt es bei der Global Mail.

In Ägypten stehe den Frauen ebenfalls ein langer Kampf bevor, schreibt Al Jazeera. Trotz ihres Einsatzes in der Revolution sind ihre Rechte weiter gefährdet – von der Militärregierung und den islamistischen Parteien.

Déjà vu dann in Syrien: Thelma Etim beantwortet in der Huffington Post die Frage, warum der Einsatz der syrischen Frauen medial nicht gewürdigt wird.

An-Sofie Dewinter, Tochter des belgischen Rechtspopulisten Filip Dewinter, möchte ein politisches Statement abgeben. Das tut sie bekleidet mit Bikini und Niqab. Die Fragezeichen in den Gesichtern können hier aufgelöst werden.

Zum Anhören:
Bei DRadio Wissen gibt’s ein Interview mit Hinrich Rosenbrock. Rosenbrock hat im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung Männerrechtler im Netz untersucht. Seine Ergebnisse sind in der Studie “Die antifeministische Männerrechtsbewegung. Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung” veröffentlicht worden.

Zum Anschauen:
Ein Video bei tagesschau.de über eine Besserungsanstalt bei Baltimore. Dort entspannen die Insassen beim therapeutischen stricken. Schade nur, dass tagesschau.de im begleitenden Text gleich mehrmals von “Mädchenkram” schreibt…

Termine gibts nach dem Klick!
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Volles Staatsbürgerrecht für saudische Frauen

5. Oktober 2011 von Nadia

In einem Video fordern Aktivistinnen das volle Staatsbürgerrecht für saudische Frauen. Unter anderem wird die formelle Anerkennung aller Bürgerrechte innerhalb des Landes – ergo: alle bürgerlichen, politischen, sozialen und juristischen Pflichten und Rechte, die auch Männern zugestanden werden – gefordert. Außerdem wird für die Einrichtung einer offiziellen Institution plädiert, die die Entwicklung, Umsetzung und Sicherung der Frauenrechte im Land beaufsichtigt und fördert.

Darüber hinaus geht es in dem Clip im Detail um die folgenden fünf Punkte:

1. Frauen sollen als eigenständige Person vor dem Gesetz und somit vor der Gesellschaft anerkennt werden – und zwar mit denselben Rechten wie alle männlichen Mitbürger gleichen Alters. Dazu zählt beispielsweise Unterschriftenrecht sowie das Recht, sich in juristischen, ökonomischen sowie sozialen Angelegenheiten selbständig zu vertreten.

2. Die Implementierung eines Familienrechts, das u.a. die Formalitäten einer Scheidung regelt. Sämtliche Fragen des Unterhalts, des Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrechts sowie des Kontaktes zu den geschiedenen Elternteilen sollten gesetzlich zu regeln sein. Das Gesetz soll Strafen für häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch und Belästigung im Allgemeinen vorsehen.

3. Die Öffnung des Arbeitsmarktes sowie die gesetzlich geregelte Hilfe durch Sozialleistungen, Aus- und Fortbildung – und zwar auch für geschiedene Frauen, Witwen, sozial Benachteiligte und körperlich eingeschränkte Menschen. Zudem wird die Entwicklung von öffentlichem Nahverkehr und staatlichen Kindertagesstätten gefordert.

4. Einführung einer Frauenquote in sämtlichen Gremien und Beiräten sowie dem Shura-Rat, um die Interessenvertretung sowie die Umsetzung der Frauenrechte zu fördern und den Status als vollwertige Staatsbürger zu untermauern.

5. Die Möglichkeit, die Nationalität an Ehepartner und Kinder weiterzugeben.

Vielen Dank an Rasha, die uns auf das Video aufmerksam machte und in ihrem Blog den Clip übersetzte. Über das Frauenwahlrecht in Saudi-Arabien hatten wir bereits letzte Woche berichtet.

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Saudi-Arabien führt Frauenwahlrecht ein

27. September 2011 von Magda

Im März riefen einige Frauen aus Saudi-Arabien die Revolution aus, nun gibt es über­raschende Neuig­keiten: Der saudische König Abdullah hat vor Kurzem ent­schieden, dass nun auch Frauen bei den Kommunal­wahlen ihre Stimme abgeben und sich als Kandidatinnen auf­stellen lassen können. Die kommenden Wahlen, die bereits diese Woche statt­finden, müssen allerdings noch ohne Wählerinnen aus­kommen: Die Neu­re­gelung tritt voraus­sichtlich erst ab 2015 in Kraft. Laut ZDFheute hatte sich der 88-jährige Monarch Abdullah, der über das Königreich Saudi-Arabien herrscht, während seiner nun sechsjährigen Regent­schaft immer wieder für “vor­sichtige gesell­schafts­politische Re­formen” aus­ge­sprochen.

Bislang haben Frauen in Saudi-Arabein keinerlei politisches Mit­sprache­recht. Sie dürfen ohne Be­gleitung eines männlichen Ver­wandten nicht das Haus ver­lassen, werden für viele Berufe nicht zu­ge­lassen und auch das Auto­fahren ist ihnen nicht er­laubt, so N24 und ZDFheute. Erst im Mai wurde Manal al-Sharif, die die Kampagne “Frauen ans Steuer” ins Leben rief, verhaftet, weil sie selbst ein Auto fuhr.

Aber: Auch Männer können erst seit 2005 und nur bei Kommunal­wahlen ihre Stimme ab­geben. Wie­viel Ein­fluß die Wahlen in Saudi-Arabien haben, ist also frag­lich, denn die Hälfte der Minister wird ohnehin vom König er­nannt.

Mehr zum Thema hat die West-Östliche Diva.

Vielen Dank an unsere Leserin Helena für den Linktipp. Falls ihr einen interessanten Artikel gefunden habt, könnt ihr uns über unser Kontaktformular, Facebook oder Twitter erreichen. 


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Lieber lesen oder schlank sein? Die Blogschau zum Wochenende

17. September 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 127 von 243 der Serie Die Blogschau

Heute in der Blogschau: Reflektionen über Äußerlichkeiten, saudische Autorinnen, Kinder und Führungsstile. Genießt das Wochenende!

Dani von consume. be silent. die. betreibt Gender Studies auf dem Kinderspielplatz und wundert sich, wie irgendjemand auf die Idee kommen könnte, Geschlecht sei nicht kulturell und sozial bestimmt.

Noch mehr Kinderkram: Bei fuckermothers geht’s um Käffchen trinken und den Kitaplatz und wie mann wieder reinkommt in den Job nach der Kinderpause … aber lest selbst.

Der Gastblog Recht und Geschlecht bei den Missys informiert über das Recht auf Abtreibung aus juristischer Perspektive.

Tessa von flannel apparel zitiert eine Passage aus Lisa Blooms Think über die Wahl zwischen der Fähigkeit lesen können oder schlank sein.

Bei Nilsole finden wir statistische Daten über die Repräsentation von Frauen in Onlineredaktionen. Was soll ich sagen, es ist nicht überraschend. Ebenso wenig wie die Kommentare.

Weiter im Berufsleben: Beim rheinsalon ist ein Interview von/mit Psychologin Katharina Oerder über männlichen und weiblichen Führungsstil zu lesen.

Historische Maskus hat das Mädchenblog ausgegraben.

Bei anarchieundlihbe geht’s um äußerst unschöne Erlebnisse beim Kellnern, ugh.

Kathrin von drüberleben denkt schreibend über die Bedeutung des guten oder schlechten Aussehens nach, über Perfektion auf Facebook-Fotos und zu kleine Zara-Kleidchen.

Die westöstliche Diva rasha h. khayat berichtet von einer Lesung mit der saudischen Schriftstellerin Raja Alem.

Und abschließend gilt es, eine Blogeröffnung zu feiern: feminsism rocks. Musik, feminismus und bastelei.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Nicht wegen Feminismus oder so – die Blogschau

27. August 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 125 von 243 der Serie Die Blogschau


Heute im Programm: Kinder, Liebe, Umfragen. Und ein Leben als Petit Four. Vielleicht.

Luise Pusch berichtet bei fembio über ihre neue Twitter-Seite und schreibt, warum sie keine „follower“ haben wird.

„Wie sieht es hinter der poststrukturalistischen Rhetorik der Piraten mit den ‚Geschlechterrollen‘ innerhalb der Partei aus?“ fragt Regina Frey beim genderbüro anlässlich der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18. September.

Antje Schrupp denkt bei Über Liebe und Freiheit gemeinsam mit Franziska zu Reventlow über … na klar … die Liebe und deren Geschlecht (oder auch nicht) nach.

Missy-LeserInnen sind zur Teilnahme an einer Umfrage zum Missy Magazine – ein Diplomarbeitsprojekt an der Uni Erlangen – aufgerufen. Dauert etwa 15 Minuten.

Auf eine weitere Studie in Entstehung weist Katrin Rönnicke hin. Es geht um die Darstellung der Geschlechter im Kinderfernsehen, Eltern zum Mitmachen gesucht.

„Mädchen auch zu den Autos und Jungs auch zu den Puppen“ – das ist doch nicht so schwer. Manu bloggt den Beschwerdebrief ihres Sohnes (7) und der macht Hoffnung für die Zukunft.

Eine aktuelle Linksammlung rund um Mütter, Schwangerschaft und Eltern findet sich bei dem ohnehin empfehlenswerten Blog fuckermothers. feministische Perspektiven auf Mutterschaft.

rasha h. khaya, die West-Östliche Diva, ruft uns die „Women 2 Drive“-Kampagne in Saudi-Arabien wieder ins Gedächtnis.

Beate Hausbichler war für diestandard.at beim Girls Rock Camp in Niederösterreich und hat unter anderem dieses Argument aufgeschnappt, warum rein weibliche Räume manchmal gut sind: „Nicht wegen Feminismus oder so, aber jede kann sich so besser verwirklichen.“

Paula von Puzzlestücke spielt ein Adventure Game und ärgert sich über die Sprüche der Figuren – Lookism galore.

Michaela schreibt bei Erlebnisse und Gedanken über ihre Freundin Farah und deren Diplomarbeitsprojekt über die Diskriminierung transidenter Menschen.

Und zum Schluss: Beim blogabsatz gibt es einen schönen kleinen Text über das Leben, die Arbeit und mögliche Alternativen.

Termine
Das 2. bundesweite Netzwerktreffen junger Feministinnen innerhalb und außerhalb der Mädchenarbeit vom 2. bis 4. September in Darmstadt. Mehr Infos gibt’s hier.


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Fußball, Heteronormativität und Maskulismus – Kurz Verlinkt

15. Juni 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 109 von 231 der Serie Kurz notiert

Seit zwei Jahren fungiert der Salon der indonesische Friseurin Mariyani auch einmal wöchentlich als islamische Schule – und bietet so einen sicheren Anlaufpunkt für Transgender und Homosexuelle in Yogyakarta, berichtet die Deutsche Welle.

Liz Seccuro hat für den Guardian ihre Vergewaltigungsgeschichte aufgeschrieben und erzählt, warum sie nach Jahren einen Brief von ihrem Peiniger erhielt. Eine deutsche Übersetzung hat der Freitag.

Ebenfalls im Freitag schreibt Andreas Kemper, “warum der Maskulismus nicht emanzipatorisch ist”.

Im neuen türkischen Parlament werden nun 78 statt zuvor 50 Frauen vertreten sein.

Zum Fall Amina (wir berichteten): The Rumpus hat einen exzellenten Post darüber, warum ein weißer Mann nicht die Identität einer lesbischen Bloggerin vortäuschen sollte.

Für Fußball-Fans: Das Deutschlandradio-Sportgespräch Feature von Ronny Blaschke zu Sexismus und Homophobie im Frauenfußball und ein Interview mit Fanforscher Gunter Pilz zu Gewalt und Fußball: “Kein männliches Privileg”.

Noch mehr Radio: Das Muschiballett ist heute Abend von 19-19:50 Uhr im Live-Interview in der Sendung “Radia Obskura” des freien Radios Corax (UKW 95,9 Halle).

Am 18. Juni findet in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin eine Podiumsdiskussion zu “Homosexuell = schwul?” statt – “Wie Journalisten über Lesben und Schwule schreiben”. Anmeldung per E-Mail erforderlich.

Außerdem läuft noch bis zum 19. Juni die Befragung des Deutschen Ethikrates, der sich mit der Situation von Menschen mit Intersexualität. Betroffene werden gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen.

Ein kleiner Song zum Mitsummen: “Fuck Heteronormativity!” PS: Für das Recht auf den einen oder anderen schiefen Ton! :)

Songtext nach dem Sprung (mehr …)


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Neues vom arabischen Frühling

14. Juni 2011 von Helga

Gestern wurde im Libanon ein neues Kabinett mit immerhin 30 Minister_innenposten angekündigt. Nur dass diesmal keine einzige Ministerin nominiert wurde. Nicht mal mehr die beiden letzten „Deko-Ministerinnen“ sind dabei, kritisiert Nadine Moawad von nasawiya und fragt sich, wie sich Frauen von diesem System noch vertreten fühlen können.

Sara Mously hat für den Freitag Samar Badawi interviewt. Die 32-Jährige Saudi-Araberin kämpft für das Frauenwahlrecht bei den kommenden Kommunalwahlen und folgt damit Protestlerinnen wie Manal Al Sharif, die ihre Landsfrauen via Facebook dazu aufgefordert hatte, am 17. Juni das geltende Autofahrverbot zu brechen.

Bisher blieben sie in der Öffentlichkeit unsichtbar, selbst während der Revolution: Die Frauen in Libyen. Esther Saoub hat sich auf die Suche gemacht und berichtet für tagesschau.de über einer Gruppe Sanitäterinnen. Dabei ist ihre Situation ganz besonders gefährlich.
Gegenüber der BBC erzählen festgenommene Soldaten Gaddafis, dass sie zu Massen­vergewaltigungen gezwungen wurden. Ähnliches beschreiben auch syrische Deserteure, so die Jerusalem Post.

Im Irak sind während einer Demonstration für Demokratie Frauen­recht­ler­innen belästigt und angegriffen worden, berichtet das Ms Magazine. Hintergrund der Proteste ist das Verstreichen der 100-Tage-Frist von Premier­minister al-Maliki, in der wichtige Reformen eingeleitet werden sollten – geschehen war aber nichts.


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