Einträge mit dem Tag ‘Roma und Sinti’


Gerechtigkeit für “Trostfrauen”, Rotlicht statt Blaulicht, #schauhin – kurz verlinkt

18. September 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 205 von 256 der Serie Kurz notiert

2,7 Millionen Eltern in Deutschland ziehen ihre Kinder allein groß. 90 Prozent von ihnen sind Frauen. Alleinerziehende haben mit 43 Prozent das höchste Armutsrisiko”, schreibt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV), und fordert deshalb mehr steuerliche Freibeträge für Betroffene.

[Inhaltshinweis: Rassismus, Gewalt, Neonazis]: In der sächsischen Schweiz wurde ein 15-Jähriger auf einer Klassenfahrt das Opfer rassistischer Gewalt. Weder die Polizei, noch die Lehrerin, noch die behandelnde Notärztin nahmen die Gefahr Ernst.

Autostraddle ärgert sich über ein Video aus der “was x über y sagen”-Reihe, in welchem sämtliche Stereotype über bisexuell Begehrende bedient werden (auf Englisch).

Der Zündfunk hat eine Flugzeugpassagierin interviewt, die dafür sorgte, dass das Flugzeug nicht startete und damit eine Abschiebung zunächst verhinderte.

Sarrazin und Buschkowsky lassen grüßen: Ein neues Buch befeuert Rassismus gegen Sinti und Roma – beim Netz gegen Nazis steht, wie.

Jacinta Nandi wundert sich angesichts des letzten tazgates wieder mal über die lange Liste der “Dinge, die Deutsche nicht rassistisch finden” (auf Englisch).

Jamie Schearer von der ISD hat der Neues Deutschland ein Interview über die Aktion #schauhin und Rassismus in Deutschland gegeben. Unsere Redakteurin Sabine hat im Bayrischen Rundfunk dazu gesprochen.

Kleineres Übel hin oder her, warum  SPD wählen auch keine Lösung ist, schreibt Leonie Kapfer in der an.schläge.

dieStandard berichtet: “Nur noch 56 “Trostfrauen” sind am Leben. Sie kämpfen dafür, dass ihr Schicksal als Kriegsverbrechen anerkannt wird.”

Die berühmtberüchtigte Kosmetikmarke Axe hat einen Wettbewerb gestartet. Der Gewinn: Astronaut_innentraining in Florida und anschließender Weltraumflug. Unter den fünf Finalist_innen ist als einzige Frau auch Roshini Muniam – und bekommt derzeit einen sexistischen Shitstorm erster Güte ab (auf Englisch). Gestern endete die Abstimmung. Wer gewonnen hat, wird am 24.9. feststehen.

Ragen Chastain möchte die Geschichte und Gegenwart des Fat Acceptance Movement “für alle Leute mit Internetanschluss” zugänglich machen. Für dieses Projekt wird noch Unterstützung benötigt (auf Englisch)!

In Wien wehrt sich eine Anwohner_innengemeinschaft gegen die Kriminalisierung von Sexarbeiter_innen, welche auch  zulasten des allgemeinen Kiezklimas gehe.  Nun ist die erste Presseerklärung des Bündnisses erschienen.

Barbara Mürdter hat beim Perspectives Festival von female:pressure fotografiert.

Ein Zusammenschluss englischsprachiger Feminist_innen hat eine Erklärung verfasst, um deutlich zu machen, das Transphobie gerade auch in feministischen Zusammenhängen nichts zu suchen hat.  Unterzeichner_innen sind willkommen.

Termine in Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen und Berlin:

Am 19.09. um 20:00 in Duisburg: Aktion gegen das neueingeführte Gutscheinsystem für Flüchtlinge in Duisburg.  Djäzz, Börsenstraße 11 (hier geht’s zum Facebook-Event)

Kommendes Wochenende (20. & 21-09.) in Berlin : das Musifestival Listen Up!

Am 23.9., 14.10., 11.11., 09.12. in Dortmund: Vier Veranstaltungen zum Themenfeld Feminismus und Geschlecht. Den Anfang macht am nächsten Montag ein Vortrag von Heinz-Jürgen Voss um 19:00 Kulturhaus Taranta Babu (hier das Facebook-Event)

Am 04.10., 05.10. und 14.10. stehen drei Veranstaltungen der Initiative Stop Racial Profiling in Berlin an. Los geht es mit dem Film ID-WithoutColors und einer Kundgebung am S- & U-Bahnhof Gesundbrunnen um 18:00.

Vom 18. 10. bis zum 03. 11. in Gelsenkirchen: Die GenderMusikAkademie2013.


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Ladyfest Mainz, NSU-Abschlussbericht und Konferenz zu Feminismen of Color – Kurz Notiert

29. August 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 202 von 256 der Serie Kurz notiert

Künstlerinnen wie M.I.A., Madonna oder Lady Gaga wollen mit ihren Burka-Perfomances anscheinend Diskussionen anregen, besonders kontrovers erscheinen oder verstehen sich gar als solidarisch mit burka­tragenden Frauen. Eren von MuslimahMediaWatch kritisiert diese paternalistische Aneignungs­praxis und fragt: Wann verstehen wir endlich, dass profit­orientierte Kontroversen keinen gesell­schaft­lichen Wandel anregen?

Die Berliner Zeichnerin Soufeina Hamed beschreibt ihren Alltag als Muslima in Form kurzer Comicstrips.

Nach der Babypause erleben Wieder­einsteiger_innen oftmals ihr blaues Wunder. Der alte Job ist weg, die Wert­schätzung auch, berichtet dieStandard.at.

Miley Cirus ist bei den MTV Video Music Awards’s aufgetreten und hat eine Menge Kritik für ihre “übersexualisierte” Show bekommen. Lachrista Greco kritisiert, dass die Sexualität von Cyrus ja wohl ihre Sache sei und merkt an, dass die Kritiker_innen lieber die rassistischen Elemente ihres Auftritts in den Blick nehmen sollten.

In den USA wäre es wohl zu einer weiteren Tragödie an einer Schule gekommen, wenn Antoinette Tuff nicht beherzt eingegriffen hätte (englisch­sprachig).

Auf dem Reproductive Justice Blog gibt es einen englisch­sprachigen Artikel über Mitstreiter_innen (“Ally”) in aktivistischen Kämpfen (also z.B. weiße Frauen bei anti-rassistischen Kämpfen). “Verbündete_r zu sein ist ein kontinuierlicher Prozess. Es ist Praxis. Es ist niemals zu Ende.”

Und wie könnte diese Praxis aussehen? Ein englisch­sprachiges Video gibt Aufschluss: wachsam und Unterstützer_in sein in diskriminierenden Situationen.

Tumblr-Fans aufgepasst, es gibt ein cooles neues englisch­sprachiges Tumblr mit vielen Bot­schaften, warum Fat Acceptance wichtig ist: ineedfatacceptance.tumblr.com.

Der Palästinenser Karim H. war unter den ersten, die die von Rechten bekämpfte Geflüchteten-Not­unterkunft in Hellers­dorf bezogen – und sofort wieder verließen. Die taz und der Tagesspiegel führten Interviews mit ihm. Der Bezug Unter­kunft geht trotzdem weiter. Es wird aber niemand zum Umzug in das Heim gezwungen, so die Berliner Morgenpost.

Die Jungle World sprach mit Osman Osmani, dem Gründer der NGO »Initiative 6« aus Prizren, die sich für Roma, Ashkali und andere diskriminierte Minder­heiten im Kosovo einsetzt.

In den USA gibt es eine neue Serie, die viel Aufmerksamkeit, aber auch Kritik erntet: Orange Is The New Black. Die Besetzung ist sehr vielfältig, es tauchen nicht die immer gleichen weißen, schlanken, normschönen Schauspieler_innen auf. Eine davon ist Dascha Polanco, die auf NBCLatino ein Interview gab und u.a. über ihre Unsicherheiten sprach, sich in der Filmindustrie auf Rollen zu bewerben, weil sie zu befürchten hat, dass sie auf Grund ihres Gewichts nicht in das normierte Hollywood-Schema passt.

Nach 19 Monaten kommt der NSU-Ausschuss im Bundestag zu einem ver­nichtenden Urteil: „Ein nicht vorstell­bares Versagen“, titelt die taz. Der Tagesspiegel berichtet, dass das Bundes­innen­ministerium kritische Sätze aus dem Abschluss­bericht des NSU-Untersuchungs­ausschusses streichen lassen will.

Die Whistle Blowerin Chelsea Manning hat im Guardian ein Statement zu ihrem nun folgenden Transitions­prozess abgegeben.

Die österreichischen Grünen sorgten mit einer fragwürdigen Wahl­werbung für eine gehörige Portion Kritik. Auf dem Plakat sind zwei Schwarze Reinigungs­kräfte zu sehen, unter­titelt wird das Plakat mit “Und wer putzt bei dir?“. Darauf­hin formulierten Initiativen und Vereine wie ADEFRA, ISD, maiz – Autonomes Zentrum von & für Migrantinnen oder migrazine.at eine öffentliche Kritik: “Wir wehren uns gegen die unreflektierte Ver­wendung von Bildern als Auslöser für Diskussionen, die auf dem Rücken von Schwarzen Frauen*, Women* of Color und Migrantinnen* aus­getragen werden, und so unsere Stimmen und Wider­stände unsichtbar machen.”

Lisa e.V., ein Mädchen- und Frauenladen für interkulturelle Sozialarbeit hat sich bei Quartiermeister um eine Förderung beworben. Abstimmen könnt ihr noch bis zum 1. September.

Beate Schücking ist eine von sehr wenigen Frauen an der Spitze einer deutschen Universität. Sie wurde bekannt, als die Uni Leipzig beschloss, Hochschullehrer als “Professorin” zu bezeichnen. Ein Portrait gibt’s in der Zeit.

Termine in Berlin, Hamburg und Mainz nach dem Klick

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Digitales, Diagnosen, Mode und deutsches Theater – Die Blogschau

27. Oktober 2012 von Sabine

Ryuus sucht einen Job und hat sich neben Tüdelü für eine unkonventionelle Art der Bewerbung entschieden.

Merle Stöver beleuchtet die Frage „Willst du mit mir gehen?“ und warum diese in Intimbeziehungen immer wieder gestellt werden sollte.

Plus Size Modebloggerinnen haben sich in Düsseldorf getroffen und kennengelernt. “Es war reizend”: Mode, Bloggen und Lachen. Dabei ist auch eine schöne Fotoreihe entstanden.

Der US-amerikanische Dramatiker wie Pulitzer-Preisträger Bruce Norris hat zu einem Boykott deutscher Theater aufgerufen, die mit Blackface arbeiten. Jetzt gibt es mit Bühnenwatch eine online Petition dazu. Mehr darüber, und warum Blackface eine rassistische Übung ist, lest ihr hier.

Es hat gedauert, zu lange. Fast 70 Jahre nach dem Nationalsozialismus und nach 20 Jahren seit Beginn der Initiative für einen würdigen Gedenkort wurde am 24. Oktober in Berlin das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas eingeweiht. Mehr dazu findet ihr bei der Initiative Amaro Drom e.V.

Aus aktuellem Anlass (#298725) empfiehlt Noah Sow zwei Sachen. Sie gehen ins Ohr und ins Auge. Stoff fürs Herz und für die Wissensarchive: Deutschland Schwarz Weiß und mehr Lektüre.

Was passiert mit feministischem Wissen im Netz? „Schauen wir zu, wie unser Wissen verloren geht“? Wer ist das „wir“, und warum die Suche nach Menschen, die Ahnung von digitalen Archiven haben wichtig ist, steht bei Katrin Ganz

Nadine arbeitet in „Einzelkämpfer_innen oder Kollektive? Auch eine Generationenfrage“ die Verbindungslinien zwischen jungen und älteren Feminist_innen heraus. Was Geschichtsschreibung mit feministischen Wellen, Trennungen zu tun hat, lest ihr bei ihr.

Die Sektiererei um „Critical Whiteness“ ist in aller Munde. Nun gibt es endlich ein exklusiv Interview von einem Aussteiger. Nachzulesen bei Anarchie und Lihbe. Hermann Herman ist Humanist.

Steinmädchen schreibt über den „Diagnosespaß“ (Teil I, II), den ersten erlebt sie bei ihrem Therapeuten. Er fährt mit dem Finger über die Narben an ihrem Arm, lehnt sich zurück und sagt: „Das ist ja nicht so schlimm“ Im zweiten Teil nimmt sie die „Borderline-Persönlichkeitsstörung“ unter die Lupe. Die Rechnung ist teuer.

Charlott hat eine schöne Übersicht über die bitteren Verhältnisse für Flüchtlinge in Deutschland geschrieben und darüber wie Asylsuchende in ihrem Protest (inkl. Terminhinweise) unterstützt werden können. Es ist kalt hier.

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