Einträge mit dem Tag ‘re:publica’


Hacking social media – Feminist_innen im Web 2.0

8. April 2011 von Helga

Auf der rp:11 gibt es zu diesem Thema von Kathrin Ganz und mir das Panel „Shitstorm? You can do it!“, am 13. April um 12 Uhr. Dort werden wir außerdem das neue Projekt Hatr vorstellen.

Was offline die Insiderwitze sind, sind im Internet die Memes: sog. Inter­­net­phäno­­mene. Ob per Video oder Bild, mehr oder weniger witzige Sachen werden per Mail, Facebook oder Twitter versendet. Spätestens wenn jede_r seine eigene Ver­sion erstellt hat, ist das Kultmeme perfekt. Leider sind viele Memes all das, was auch schon im realen Leben scheiße ist (Triggerwarnung!): be­hin­der­ten­feind­lich, rassistisch, homophob oder einfach nur brutal frauen­ver­ach­tend.

Schon fast legendär ist eines der ältesten Gegenmittel von Feminist_innen und anderen Aktivist_innen: Die Bingo-Karte. Hier werden die häufigsten Aussagen von Trollen und die einschlägigen Abwertungen in Diskussionen gesammelt. Ob sexualisierte Übergriffe (inzwischen auch in der Assange-Edition) oder Rassismus, Goo­­gle findet für alles eine Bingo-Karte.

Nach dem Vorbild der LOLcats gibt es inzwischen eine Reihe an Memes, bei denen die verschiedensten Bilder von Internetuser_innen mit noch unterschiedlicheren Be­schriftungen versehen werden. Das erste berühmte feministisch inspirierte Meme war dann der “Privilege Denying White Dude”, das abschätzig schauende weiße junge Männer zeigte. Dazu die besten Mansplainersprüche, denn schließlich wissen weiße, heterosexuelle Männer am besten, welche Probleme Frauen und Minderheiten wirklich plagen und wie sie am besten gelöst werden können. Hier ließ das Gegenmeme nicht lange auf sich warten. Schon der Name, “Feminist Cunt” (Feministische Fotze), war so hasserfüllt und beleidigend, wie einschlägige Kom­men­tare es erwarten lassen.

Auch auf Twitter haben Feminist_innen mit eigenen Kampagnen schon viel er­reicht. Wichtig sind dabei vor allem die Hashtags – Stichwörter, die mit einem # ver­sehen für Aufmerksamkeit sorgen und alle Tweets zusammenbringen. So gab es im Zuge der Diskussionen um Julian Assange die schwedische #prataomdet (Sprich darüber)-Kampagne, die es weltweit in die Medien brachte. Auch wir be­richteten, wie sich immer mehr Schwedinnen und Schweden zu Grenz­­ver­letzungen in intimen Beziehungen äußerten. Die massive, direkte An­sprache an Filmemacher Michael Moore und Talkshowmasterin Rachel Maddow war ebenfalls erstmal dank Twitter möglich. Sie brachte den #MooreandMe-Twitter­_innen eine öffentliche Klarstellung, in der Moore mehr Vertrauen und Respekt gegenüber Ver­gewalti­gungs­opfern forderte. In den letzten Wochen haben türkische Aktivist­_innen mit #defnejoy eine Diskussion über ihre sexistischen, rassistischen und homophoben Medien angestoßen. Ein Kolumnist hatte impliziert, der Tod der Fern­seh­moderatorin Defne Joy Foster sei aufgrund ihres angeblich unmoralischen Verhaltens verdient gewesen. Die Petition zur Kampagne haben bereits fast 8.000 Menschen unterschrieben.

Schließlich lässt sich auch Formspring anders als von den Macher_innen geplant verwenden. Statt als Frage-Antwort-Seite benutzt die 3.000 campaign es als Möglichkeit, anonym von sexualisierter Gewalt zu berichten. Ziel der Kampagne ist es dabei, Aufmerksamkeit auf dieses große Problem im US-Universitätssystem zu richten; Vor allem, weil die meisten Übergriffe niemals angezeigt werden. 3000 bezieht sich dabei auf die Anzahl der Student_innen, die an der George Wash­ing­ton University, von der die Initiative ausgeht, vermutlich sexuelle Gewalt erfahren.


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rp11 – Zeig mir dein Profilbild und ich sage dir wer du bist

4. April 2011 von Verena

hellblauer Hintergrund auf dem oben 'Meet me @' (das letzte Zeichen ist eine Mischung aus @ und ♀, dem Frauenzeichen) steht, darunter bunte Stickereien, darunter re:publica XI 13. - 15. April 2011, BerlinVom 13. bis zum 15. April findet die re:publica 11 in Berlin statt. Höchste Zeit also, den Schedule nach weiblichen Speakern abzugrasen. Und Yeah!, das female Gras wächst üppiger und sichtbarer denn je. In loser Folge stellen wir euch in den kommenden Wochen einige Ladies@re:publica vor.

 

Heute: Kixka Nebraska

 

Wie bist du im Netz unterwegs?
Auf Flavors.me und als ProfilAgentin

Wie ist der Name deiner Veranstaltung?
// ICONS // Eine ikonografische Profilbildanalyse der deutschen Digital-Szene

Was passiert da?
Die Idee ist ein eher feuilletonistischer Vortrag über die Profilbilder einiger exemplarischer “Heldinnen und Helden” der Digital-Bewegung; der deutschen Blog- und Twitter-Szene. Die Wertschätzung bei Twitter in Form von Favsternchen, Retweets und Followern richtet sich nicht auf das Bild, sondern auf die “hinter” dem Bild präsentierte und präsente Wahrheit. Doch nicht nur bei gelungenen Computer-Icons liegt der Vorteil unter anderem in ihrem hohen Wiedererkennungswert. Es ist der  Versuch einer Analyse der klassischen Vorbilder, Analogien und Entwicklungen, kombiniert mit meinen Assoziationen und Projektionen. Ein wenig To-do und not-to-do für Profilbilder mit einem Exkurs zum Thema Gesichtserkennung ergänzt meinen Vortrag. Das Ganze ohne Sascha Lobo, einfach, weil es geht ;)
Und um das “ikonografisch” im Titel zu erklären: Ja, ich habe irgendwann einmal Kunstgeschichte studiert - im Vortrag wird aber auch die Dating-Plattform okcupid eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen.

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rp11 – Lokale Helden @misscaro

1. April 2011 von Verena

hellblauer Hintergrund auf dem oben 'Meet me @' (das letzte Zeichen ist eine Mischung aus @ und ♀, dem Frauenzeichen) steht, darunter bunte Stickereien, darunter re:publica XI 13. - 15. April 2011, BerlinVom 13. bis zum 15. April findet die re:publica 11 in Berlin statt. Höchste Zeit also, den Schedule nach weiblichen Speakern ab­zugrasen. Und Yeah!, das female Gras wächst üppiger und sichtbarer denn je. In loser Folge stellen wir euch in den kommenden Wochen einige Ladies@re:publica vor.

 

Heute: Carolin Buchheim
 

Unter welchem Namen trittst du im Netz auf
Als Caro Buchheim
Dein Blog? fudder.de und misscaro.blogspot.com
Twitter? @misscaro

Wie ist der Name deiner Veranstaltung?
“Wie wird man zum Local Hero? Lokaljournalismus im Internet”

Was passiert da?
Bei meinem Diskussionspanel mit den Machern (die eingeladene Macherin ist leider verhindert) von Webauftritten von Regionalzeitungen und erfolgreichen Lokalprojekten soll es um die Frage gehen, wie guter Lokaljournalismus im Internet aussehen kann. Wie gehen Verlage und  Journalisten mit der Heraus­forderung ‘Online im Lokalen’ um? Und wie hat sich das Spielfeld durch Blogs, engagierte Einzelprojekte und das Social Web verändert?

Wieso liegt dir das am Herzen?
Weil ich leidenschaftlich gern nicht nur Online- sondern Online-Lokaljournalistin bin. Das Thema “Hyperlocal” wird alle Jahre wieder als nächster große Netztrend ge­hypet, aber die Entwicklung in Deutschland ist eher schleppend – warum eigentlich? Außerdem wird über Lokal- und Regionalzeitungen und ihre Bemühungen im Netz gerne mal gemeckert (geht auch immer gut) und gute Entwicklungen übersehen. Ich finde: genauer hingucken ist der erste Schritt zur Verbesserung. Also  machen wir das doch mal.

Wo und wann findet deine Veranstaltung statt?
Am 15.4. um 14 Uhr in der Kalkscheune, im kleinen Saal

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit der re:publica?
Gut! Ich bin froh, dass sie langsam aber sicher mehr wird als nur Klassentreffen und Konsens-Club, auch wenn ich Klassentreffen und Konsens extrem gerne mag.

Hast du das Gefühl, dass Frauen auf Panels und in Workshops aktiv präsent sind?
Ja – und zwar jedes Jahr mehr. Ganz klar auch, weil wir alle die Debatte dazu 2009 angestoßen haben.

Was sind deine Erwartungen an die re:publica in diesem Jahr?
Wie immer: Klassentreffen, Inspiration, Netzwerken. Juchhu!


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rp11 – Grenzen managen

26. März 2011 von Verena

hellblauer Hintergrund auf dem oben 'Meet me @' (das letzte Zeichen ist eine Mischung aus @ und ♀, dem Frauenzeichen) steht, darunter bunte Stickereien, darunter re:publica XI 13. - 15. April 2011, BerlinVom 13. bis zum 15. April findet die re:publica 11 in Berlin statt. Höchste Zeit also, den Schedule nach weiblichen Speakern ab­zugrasen. Und Yeah!, das female Gras wächst üppiger und sichtbarer denn je. In loser Folge stellen wir euch in den kommenden Wochen einige Ladies@re:publica vor.

 

Heute:  Jana Ballenthien und Dr. Tanja Carstensen

Wo tretet ihr im Netz auf?
Jana: TU Harburg
Twitter: @skudij

Tanja: TU Harburg und Feministisches Institut
Twitter: @tanjcar

Wie ist der Name Eurer Veranstaltung?
Grenzmanagement in der digitalen Welt

Was passiert da?
Wir werden Ergebnisse aus dem laufenden Forschungsprojekt “Subjektkonstruktionen und digitale Kultur” vorstellen.

Wieso liegt euch das am Herzen?
Tanja: Unsere Veranstaltung ist gar nicht explizit feministisch, aber generell finde ich es wichtig, immer wieder neu im sich ständig verändernden Internet Geschlechterverhältnisse und feministische Potenziale zu analysieren.
Jana: Mit unserem Projekt bin ich zum ersten Mal in die Internetforschung eingestiegen. Und inzwischen kann ich sagen: Meine Güte, manche Diskurse halten sich ja echt hartnäckig, obwohl sie lange widerlegt sind. Zum Beispiel, dass Geschlecht im Netz keine Rolle mehr spielen würde… Oder, was für unseren Vortrag wichtiger ist: es gibt eine Vielzahl sehr pessimistischer Diskurse dahingehend, was die Auswirkungen des Web 2.0 auf die Subjekte betrifft. Und diesen Pessimismus können wir vielleicht ein Stück weit relativieren, um die Subjekte aus dem Status des ausgeliefert-sein herauszuholen und mehr als Akteur_innen zu betrachten, die das Internet z.B. auch mitgestalten.

Wo und wann findet euer Vortrag statt?
Am 13. April um 17 Uhr in der Kalkscheune, im blauen Saal.

Wie sind eure bisherigen Erfahrungen mit der re:publica?
Jana: Nur gute. Gute Vorträge, gute und vor allem diverse Inhalte, gutes Drumherum, gute Freunde und wichtige Kontroversen.
Tanja: Ich war letztes Jahr nur kurz da, aber mein Eindruck ist, dass die beiden genderrelevanten Veranstaltungen letztes Jahr die Aus­ein­an­de­rsetzungen um femistische Themen innerhalb der Netzszene deutlich vorangebracht haben und eine kleine Bewegung in Gang gestezt haben.

Habt ihr das Gefühl, dass Frauen auf Panels und in Workshops aktiv präsent sind?
Jana: Letztes Jahr war ich zum ersten Mal da, und zwar ohne viele Vorkenntnisse. Da war ich doch sehr positiv überrascht über die Partizipation von Frauen auf der Konferenz! Ich hab keine Statistiken, aber die gefühlte Präsenz und Aktivität war super.
Tanja: Dieses Jahr sehr! und es ist toll zu sehen, wie feministische Themen einen immer größeren Raum einnehmen.

Was sind eure Erwartungen an die re:publica in diesem Jahr
Tanja: Noch mehr sichtbare feministische Themen und Positionen, aber auch viele andere.
Jana: Ein Bekannter von mir hat mal gesagt, beim ersten Mal war es alles neu und spannend und großartig auf der re:publica und beim zweiten Mal war es wie ein Klassentreffen. In diesem Sinne freue ich mich auf unser Klassentreffen! Wobei… wenn ich das jetzt so schreibe, fällt mir schon der Klassismus auf, der da drinsteckt. Mhm.. Der könnte auf der re:publica noch überwunden werden. Wie so viele gesellschaftliche –ismen, die es auf der re:publica und überall noch zu überwinden gilt. Ich erwarte, dass wir damit anfangen und/oder weitermachen.


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rp11 – Flittern mit Eva Horn

21. März 2011 von Verena

hellblauer Hintergrund auf dem oben 'Meet me @' (das letzte Zeichen ist eine Mischung aus @ und ♀, dem Frauenzeichen) steht, darunter bunte Stickereien, darunter re:publica XI 13. - 15. April 2011, BerlinVom 13. bis zum 15. März April findet die re:publica 11 in Berlin statt. Höchste Zeit also, den Schedule nach weiblichen Speakern abzugrasen. Und Yeah!, das female Gras wächst üppiger und sichtbarer denn je. In loser Folge stellen wir euch in den kommenden Wochen einige Ladies@re:publica vor.

 

Heute:  Eva Horn


Wie bist du im Netz unterwegs?

Blog: Just Another Female Blogger
Twitter: @habichthorn

Wie ist der Name deiner Veranstaltung?
What’s happening? Love (auch als “Flittern” bekannt)

Was passiert da?
Teresa Bücker, Nadine Lantzsch und ich werden mit unserer hoffentlich zahlreich vorhandenen Audienz Wodka trinken und uns über das “flittern”, also flirten auf twitter, unterhalten.

Wieso liegt dir das am Herzen?
Weil neben allen fachspezifischen Themen und inhaltlichen Vorträgen auch Platz sein muss für eine große Dosis Liebe.

Wo und wann findet euer Vortrag statt?
Am 14.4. um 19 Uhr im Friedrichstadtpalast

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit der re:publica?
Gut. Ich war letztes Jahr zum ersten Mal mit dabei – allerdings als helfende Hand. Für mich ist die re:publica ein Klassentreffen für die Twitteria und ein wichtige Möglichkeit, sich zu vernetzen. Ich freue mich schon sehr auf die re:publica 2011.

Hast du das Gefühl, dass Frauen auf Panels und in Workshops aktiv präsent sind?
Auch bevor der Panel-und Sessionplan stand, hatte ich den Eindruck, dass die Beteiligung von Frauen diesmal zahlenmäßig höher ist als im letzten Jahr. Jetzt kommt es allerdings vor allem darauf an, dass wir Mädels uns auch aktiv zu Wort melden und nicht wieder den Jungs das Feld überlassen.

Was sind deine Erwartungen an die re:publica in diesem Jahr?
Was ich oben schon schrieb. Ich hoffe, dass es uns Frauen gelingt, noch lauter unsere Stimme zu erheben. Und dann hoffe ich auf ganz viel Spaß und romantische flitter-Geschichten.


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In bed with Mädchenmannschaft – Der feministische Jahresrückblick 2010

5. Januar 2011 von Nadine

Das Missy-Magazin hat bereits vor ein paar Tagen mit einem Jahresrückblick aus feministischer Perspektive vorgelegt, wir ziehen nach. Worüber haben wir uns in 2010 besonders geärgert, welche Diskurse haben uns beschäftigt, welche Themen ließen uns Freudentänze aufführen? Die Mädchenmannschaft hat zum Jahresende die feministischen Köpfe rauchen lassen und herausgekommen ist eine Retrospektive in Form eines Podcasts. Anna, Magda und ich philosophieren eine knappe Stunde unter anderem über den Hebammenprotest, Judith Butler und die Burka-Verbote und lassen noch einmal unsere persönlichen Highlights des vergangenen Jahres Revue passieren. Dabei darf natürlich der obligatorische Rant gegen Frauenministerin Kristina Schröder nicht fehlen. Herzlichen Dank an unsere technische Assistenz Helga für die Produktion!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Download (mp3, 53 MB)

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Bloggen und blockieren – die Blogschau am 1. Mai

1. Mai 2010 von Anna
Dieser Text ist Teil 74 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Müde vom Nazis blockieren und Sonne genießen? Zeit für ein bisschen feministische Lektüre zum fröhlichen Feiertagsausklang:

Antje Schrupp denkt über das Burka-Verbot nach und bewertet es eher kritisch. Frau Emanze hingegen würde ein solches Verbot eher begrüßen.

Der Genderblog* veröffentlicht einen Aufruf, “bei dem es um ein Blog geht, das sich mit dem Abtreibungsrecht im Europäischen Kontext beschäftigen wird”.

alternat text

Und wieder fragen wir uns: Warum muss diese Frau nackt sein?

diestandard.at hat mal wieder eine Zitrone vergeben. Völlig zu recht. Wer genaueres wissen will, liest hier nach.

Im Mädchenblog zu lesen: “Wie man Frauen das Leben schwer macht” – es geht um die Verschärfung der Abtreibungsgesetze in Oklahoma.

“Das Panel „Identitäts-Kriege im Internet“ auf der letzten re:publica ließ mich nachdenken, über Identitäten und deren Bildung/Herausformung im Internet.” Weiter lesen kann man bei queer-o-mat.

Und ach ja, re:publica, da war ja noch das Thema mit den Frauen und die Frage, ob das jetzt wirklich mehr waren als letztes Jahr und über was sie gesprochen haben. Nachdem dazu viel geredet wurde, hat dadasophin.de sich die Mühe gemacht und mal ausgezählt. Danke!

Und dann noch Termine, Termine, Termine:

Der Asta Bochum lädt im Sommer zu bisher vier geplanten Veranstaltungen ein.

Hier gehts zum Programm der FrauenFrühlingsUni.

Zahlenzauberin empfiehlt einen Workshop an der TU Dresden mit dem Thema “Liebe Macht Blind” (Anmeldung bis 7. Mai).

Der Väterblog** weist hin auf eine Tagung in der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit dem Titel: “Auf leisen Sohlen – Konservative Familien- und Geschlechterbilder auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft?” (Anmeldung bis 4. Mai!).

Wer übrigens an weiteren Veranstaltungen der FES zum Thema “Männer – Frauen – Gender” interessiert ist, kann hier mal schauen.

*ja, ich sage “der”, Protestmails deswegen bitte direkt an mich
**der sich selber so nennt, ich bitte in diesem Fall von Protestmails abzusehen

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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Die Panels auf der re:publica verpasst?

23. April 2010 von Helga

Das könnt ihr nachholen. Die Audioaufnahmen der re:publica sind nun von Netzpolitik.org hochgeladen worden. Die Panels mit unserer Beteiligung könnt ihr auch hier anhören:

Feministische Netzkultur 2.0:

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Das andere Geschlecht – Seximus im Internet:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Zumindest ersteres ist inzwischen auch schon als Video verfügbar:

Nachtrag:
Und auch die zweite Veranstaltung kann man sich jetzt ansehen.
Ganz ohne störende Kommentare!


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Iranische Aktivistin Seifi: Bloggen gegen das Regime

21. April 2010 von Magda

Farnaz Seifi ist seit Jahren in der iranischen Frauenbewegung aktiv, Übersetzerin und Bloggerin. Sie hat für mehrere Tageszeitungen und feministische Webseiten im Iran gearbeitet und ist Mitbegründerin von Zanestan, dem ersten feministischen Online-Magazin im Iran. Seifi thematisiert die geschlechtlichen Dimensionen der Verfassung und die sexistische Doppelstandards Doppelmoral innerhalb der iranischen Gesellschaft. Weil die traditionellen Medien im Iran einer starken Zensur unterworfen sind, ist das Internet für viele Aktivist_innen zum einzigen alternativen Medium geworden, welches die Veröffentlichungsverbote der iranischen Regierung (zumindest teilweise) umgehen mag.

Nachdem Mahmud Ahmadinedschad vor fünf Jahren zum 6. Präsident der Islamischen Republik Iran gewählt wurde, hat sich die Lage der Widerständler_innen innerhalb des Landes verschärft. So wurde die älteste feministische Publikation Zanan Magazine nach 16jähriger Laufzeit 2008 von Ahmadinedschad verboten. Überwachung, Arbeits- und Studierverbote sind Teil der iranischen Realität, ebenso Verhaftungen wegen Verdacht auf Regimekritik. So wurde Seifi 2007 am Flughafen auf dem Weg zu einem Internet-Workshop in Indien verhaftet und verbrachte zwei Tage im Gefängnis. Auch ihr geplantes Master-Studium der Gender Studies wurde von den iranischen Autoritäten nicht genehmigt. Seit drei Jahren lebt Seifi nun in den Niederlanden, da ihr die Einreise nach Teheran wegen “oppositionellen Tätigkeiten” untersagt ist.

Im Rahmen der re:publica 2010 sprach die 28-jährige im Interview mit Spreeblick über die Frauenbewegung im Iran, Zensur im Netz und Repressionen gegenüber regimekritischen Iraner_innen.

Spreeblick: Der Iran hat eine sehr lebhafte Frauenrechtsbewegung, in der du dich engagiert hast…

Seifi: Ja! Der Iran ist eines der Länder im Nahen Osten mit einer sehr starken Frauenbewegung, es ist wirklich eine wichtige Sache. Wie viele andere soziale Bewegungen steht sie unter großem Druck. Aktuell haben sie zwei große Kampagnen am laufen. Eine davon ist die „One Million Signatures Campaign“ für die Änderung diskriminierender Gesetze gegen Frauen im Iran. (…) Die andere Kampagne ist die Kampagne gegen Steinigungen, die immer noch im iranischen Recht existieren. Sie sind auch sehr aktiv und stehen unter großem Druck, ihre Webseite wird zensiert und einige von ihnen hatten keine andere Wahl, als das Land zu verlassen.

Interviews mit Seifi hat auch das Küchenradio geführt, beginnend ab Minute 2:30, ebenso wie der Bayrische Rundfunk: “Bloggen gegen das Regime”.


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In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?

20. April 2010 von Stephanie
Dieser Text ist Teil 8 von 12 der Serie Frauen bewegen

In meinem Blogbeitrag „Feuerspuckende Drachen“ habe ich von meiner ersten Morddrohung berichtet und was diese mit mir gemacht hat. Genau 6 Wochen nach der Ersten kam eine Zweite Morddrohung, diesmal mit Massenvergewaltigungsphantasien, die mit meinem Tod enden.

Inzwischen weiß ich, dass ich nicht die Einzige bin, die vom selben Täter gewalttätige E-Mails erhält. Seit über zwei Jahren tyrannisiert dieser verschiedene Feministinnen im Internet, häufig aus demselben Internetcafe in Innsbruck.

Den Mainzer Ermittlungsbehörden liegen 2 weitere Fälle desselben Täters vor. Wir hatten Hoffnung, dass die Vernetzung der Fälle zu verstärkter Aufmerksamkeit führen würde. Doch: Am 30.01. habe ich Anzeige erstattet, am 01.04. erhalte ich Nachricht, dass mein Verfahren eingestellt (StPO §170) wurde, da der Täter nicht ermittelt werden konnte. (weiterlesen …)


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