Einträge mit dem Tag ‘Reproduktionstechnologien’


Reproduktive Rechte im Kontext – der Winterpodcast

4. Februar 2014 von der Mädchenmannschaft

Winterzeit, Podcastzeit: Diesmal geht es um reproduktive Rechte und feministsche Debatten um jene.  Dazu gehören zum Beispiel Fragen wie: Für wen sind die „Pille danach“ oder Abtreibung relevante Themen? Nicht nur Frauen können schwanger werden, und nicht für alle Frauen ist schwanger werden können ein großes Thema – aus verschiedenen Gründen. An welche Personen werden überhaupt Anrufungen „eine Familie zu gründen“ gerichtet? Wem wird es eigentlich verunmöglicht?

Vor einer Woche haben sich accalmie, Anna-Sarah, Charlott und Nadia zusammengefunden und überlegt, was uns an dem Thema Reprorechte wichtig ist und welche Leerstellen sich in Debatten darum oft ausmachen lassen. Spoiler alert: Reproduktionsrechte betreffen den gesamten Lebenszyklus (na, wer hätte das gedacht ;) ).

Unten findet ihr einige vertiefende Links zu Dingen, über die wir gesprochen haben; mehr noch, wenn ihr zum Beispiel „reproduktive Rechte“ ins Suchfeld hier auf der Seite eingebt. Wie immer freuen wir uns über Feedback und besonders über Hinweise auf eigene Beiträge und auf Facetten, die wir nicht im Blick hatten.

Die Weltbevölkerungskonferenz Kairo 1994:

Abtreibung(srechte):

„Pille danach“:

Familienpolitik in der BRD:

Cissexistische Rechtslagen in Deutschland:

Behinderung und Sexualität:

Familienbilder und -mythen:

 


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Wer war… Shulamith Firestone?

4. September 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 33 von 51 der Serie Wer war eigentlich …

Als ich „The Dialectic of Sex“ (von 1970, auf deutsch: „Frauen­befreiung und sexuelle Revolution“) von Shulamith Firestone vor ein paar Jahren las, verstand ich nicht viel. Ich hatte damals weder Ahnung von Geschlechter­verhältnissen, noch von Reproduktions­technologien und kritzelte an den Rand einer Seite einfach nur große Fragezeichen. Die Kern­aussage des marxistisch inspirierten Textes, dass das Ziel der feministischen Revolution sein solle, nicht nur männliche Privilegien zu beseitigen, sondern auch gleich biologische Unter­schiede mit, fand ich damals zu abstrakt und unvorstellbar. Für Shulamith war künstliche Re­produktion die Lösung: So könne jede_r ein Kind bekommen und das Kinder­bekommen sei fortan nicht mehr automatisch an bestimmte Körper geknüpft – so die Theorie. Heute finde ich das unglaublich spannend und werde das Buch wohl bald mal wieder raussuchen müssen.

Nun ist Shulamith Firestone – eine der wichtigsten Vertreter_innen des (Radikalen) Feminismus der so genannten Zweiten Welle in den USA – im Alter von 67 Jahren gestorben.

Die letzten Jahre ihres Lebens lebt sie eher zurück­gezogen, malte viel, publizierte hin und wieder Texte und beschäftigte sich mit (ihrer) Schizophrenie und der Institutionalisierung psychiatrischer Anstalten.

Firestone gründete mit anderen radikalen Feministinnen Ende der 1960er in New York drei feministische Organisationen, die sich als Alter­nativen zu etablierten Gruppen wie der unter anderem von Betty Friedan gegründeten National Organization for Women (NOW) verstanden: die „New York Radical Women“, die „Redstockings“ und die „New York Radical Feminists“. Diese Gruppen waren kritisch gegenüber liberalen Stimmen wie NOW, die in ihren Augen viel zu wenig patriarchalische Strukturen in den Blick nahmen und eher reformistisch Politik betrieben.

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