Einträge mit dem Tag ‘Reisen’


Festgenommene Feministin in Uganda, Verfolgung in Tschetschenien und eine Einführung in Klassismus – kurz verlinkt

13. April 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 345 von 351 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die ugandische Feministin, Aktivistin und Wissenschaftlerin Stella Nyanzi, die sich unter anderem dafür einsetzt, Mädchen Zugang zu Binden zu ermöglichen und damit auch den Besuch der Schule, wurde vor einigen Tagen verhaftet – sie habe die Präsidentenfamilie beleidigt. Die taz berichtet.

Am 8. April war der Internationale Tag der Rom*nja. Für das Missy Magazine hat Hengameh Yaghoobifarah mit Isidora Randjelović gesprochen. Im Interview geht es um den Rom*nja Power Month, der am 8. mit einer Demo und einer Abschlussparty sein Ende fand, Forderungen von Rom*nja und die Wichtigkeit von Archivarbeit.

„Rassismus, Whiteness, Postkolonialismus, Intersektionalität.“ – Um diese Themen will sich Victoria Kawesa kümmern, die als erste Schwarze Frau als Parteivorsitzende in Schweden gewählt wurde.

Die erste Ausgabe des neuen Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart ist soeben erschienen. In dieser Ausgabe – die wissenschaftliche, essayistische, künstlerische wie literarische Beiträge zusammenbringt – geht es um Selbstermächtigung.

Magda war zu Gast in Freiburg und hat dem Radio Dreyeckland ein Interview gegeben zu den Themen Gesundheits- und leistungsfixierte Körperideale im Kapitalismus, Irritation & Humor als Strategien, die Anerkennung eigener Verwundbarkeiten und sehr unterschiedliche Formen von Selbststärkung.

Lesenswerter Text von Tanja Abou: „Klassismus. Oder: Was meine ich eigentlich, wenn ich von Klassismus spreche? Eine Annäherung.“ (PDF)

Die Berliner Charité veröffentlichte eine Studie zur Situation geflüchteter Frauen in Deutschland (PDF) und ihren Wünschen bezüglich Unterstützung.

Die vegane Szene hat ein Problem mit Sexismus und Bodyshaming – ein lesenswerter Bericht auf mimikama.at.

Die Filmlöwin sagt: Schluss mit der Verharmlosung sexualisierter Gewalt im TV: Eine Kampfansage gegen die „happy“ Vergewaltigung.

„Dass Menschen davon überzeugt sind, mit der richtigen Einstellung und individuellen Anstrengung alles leisten und erreichen zu können, ist im Kapitalismus wesentliche Ideologie. Dementsprechend ist es logisch, dass auch Behinderte und Kranke nicht nur regelmäßig mit der Erwartung, Leistung zu erbringen, konfrontiert sind, sondern auch selbst überzeugt davon sind, ihres ‚eigenen Glückes Schmied‘ zu sein…“ – Läuft_Nicht schreibt „Über Sport im Kapitalismus und Scheiße im Deutschlandfunk„.

Auch in diesem Semester findet in Hamburg wieder die Vortragsreihe „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ statt. Das gesamte Programm gibt es bei der AG Queer Studies.

Zwar schon vor einer Weile gebloggt, aber Bücher sind ja unsere zeitlosen Freund_innen: Queere Jugendbuch-Neuerscheinungen im Frühjahr 2017.

Englischsprachige Links

Zur Verfolgung schwuler Männer/ LGBTQ in Tschetschenien hat das russische LGBT Netzwerk ein Statement – auch mit Hinweisen, wie deren Arbeit unterstützt werden kann – veröffentlicht.

Über das Phänomen der „begpacker“ schreibt Radhika Sanghani beim Telegraph.

16 Lesbian Power Couples From History Who Got Shit Done, Together“ – Autostraddle hat eine Liste erstellt.

Termine in Berlin, Halle, Freiburg, Kiel und Wiesbaden 

27. bis 30. April in Wiesbaden: Symposium mit dem Titel: Feministisch wider Willen – Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa. (fb-Link)

27. bis 30. April in Freiburg: SeminarWorkshop: „Der gefährliche Wind in der Rede – Wie umgehen mit Hassreden in den Medien

5.-7. Mai in Halle: Konferenz junger politischer Frauen mit Workshops und Diskussionen.

2. – 5. Juni in Kiel: Lesbenfrühlingstreffen 2017.

9. – 11. Juni in Kiel: Save the Date! LaDIYfest Kiel.

14. bis 16. Juli in Berlin: Festival für ein offenes und solidarisches Neukölln. (Es werden noch Leute zum Mitmachen gesucht!)

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Winterzeit = Urlaubszeit

30. Januar 2013 von Naekubi

Dieser Text erschien vor kurzem bereits bei Danger!Bananas. Wir danken Naekubi für die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung!

Jetzt wo München in Eis und Schnee versinkt, ist die ideale Zeit für Fernreisen. Warum nicht einfach dem Grau entfliehen und gen Süden ziehen.

Das müssen sich auch meine Kollegen gedacht haben. Bei ihnen steht ein Land hoch im Kurs, das sich auch außerhalb des PR-Büros größter Beliebtheit erfreut: Vietnam. Vor Jahren noch ein Backpacker-Geheimtipp, hat sich das Land zu einer Destination fast massentouristischen Ausmaßes gemausert. Im Büro werden Bilder getauscht, Restauranttipps zugeflüstert, Reiserouten verglichen und Anekdoten von Traumstränden und anderen Reisenden zum Besten gegeben.

Ich sitze schweigend daneben. Was soll ich dazu sagen? Viel kann ich zu den Unterhaltungen ohnehin nicht beitragen, denn Vietnam habe ich das letzte Mal vor fünfzehn Jahren gesehen. Damals war ich zwölf und es war meine allererste Fernreise überhaupt. Ihre Begeisterung kann ich nicht teilen. Vietnam – ich erinnere mich an die schwüle Hitze, die mich, die ich in Mitteleuropa akklimatisiert wurde, nur ermattete. Die Menschen auf der Straße waren mir fremd – irgendwie sprachen sie eine ähnliche Sprache wie ich, aber ich spürte keine Verbindung zu ihnen. Sollte das mein Volk sein? Die Menschen auf der Straße waren tiefbraun gebrannt und arm, bettelten mich an, beklauten meine Familie oder waren körperlich versehrt.

An Saigon erinnere ich mich als eine furchteinflößende Stadt – Cyclo-Fahrer schienen jederzeit bereit, uns im dichten Straßenverkehr zugunsten schnelleren Fortkommens über den Haufen zu fahren. Bei Monsun waren die Straßen teilweise kniehoch überflutet mit braunem Wasser, das ungesund aussah. Vom ungewohnten Klima und dem Essen hatte ich ständig Magenschmerzen.

Ich verlasse die Unterhaltung im Büro und gehe nach draußen, weil ich meine eigene Gefühlsgemengelage ordnen muss. (mehr …)


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Vulkane, Weltreisen, weniger Stress – die Blogschau

23. Juni 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 167 von 295 der Serie Die Blogschau

Karnele sieht Verbesserungsbedarf in Sachen Kampagnenarbeit und fordert auf: Frauen, lernt Social Media!

Nach Dänemark will nun auch Frankreich die Ehe für „gleichgeschlechtliche“ Paare ermöglichen, berichtet queernews.at.

Melanie von glücklich scheitern macht sich Gedanken über den Umgang mit Kinder­fotos im Internet und weiß selbst noch nicht, wohin das alles führen soll. Danach erklärt sie dann noch, wie Feminismus und Gender Studies eigentlich zusammen hängen – ist nämlich bei weitem nicht dasselbe, auch wenn manche das zu meinen scheinen.

Mierk Schwabe von den SciLogs hat  auf dem Vulkan nicht getanzt, sondern dort astronomische Beobachtungen gemacht. Und zwar auf dem Mauna Kea auf Hawai’i.

Michaela Werner berichtet – auch per Video – über neue Wege im Leistungs­schutz­recht und die ganz konkreten Auswirkungen auf die tägliche Informations- und Meinungs­bildung im Internet – und warum das ganze Thema relevant für alle Netz­nutzer­_innen. ist. (mehr …)


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Endlich Artikel mit mehr als zehn Sätzen

7. April 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 67 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

hurra!

Wie heißt du?
Eva Schulz.

Seit wann bloggst du?
Seit 2005. Damals brachten mir meine Großeltern (!) einen aus einer Frauen­zeitschrift ausgerissenen Artikel über Weblogs mit und meinten, „das wäre doch was für dich!“

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Weil auf der Jugendseite der Lokalzeitung zu wenig Platz war und die Redakteure dort meinten, Artikel, die länger als zehn Sätze sind, wollten junge Leute nicht lesen.

Worüber schreibst du?
Ich blogge über Kino und Kochen, Medien und Uni, Reisen und Alltag. Im Grunde geht alles, was mir passiert und von dem ich denke, das könnte auch noch für andere interessant sein. Inzwischen schreibe ich aber nicht mehr nur, sondern twittere auch und mache Videoblogs. Die sind besonders aufwendig, aber – zu­mindest für mich selbst – auch immer ein besonderes Highlight.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Dem Internet verdanke ich einige meiner besten Freunde, mehrere Jobs und meine Uni. In zweiter Reihe: Tipps und Rezepte für wunderbare Reisen, kulinarische Genüsse und faszinierende Lektüre.

Wovon braucht das Internet mehr:
Wirklich schöne WordPress-Templates, die zugleich frisch, modern und seriös wirken; Online-Journalismus, der die Möglichkeiten des Web 2.0 so richtig aus­reizt; eine ausgiebigere Verlinkungskultur.

Frauen im Web haben…
…ein Recht auf pinkfarbene Links!

Deine tägliche Web-Lektüre:
Was von Freunden, uarrr.org, ein-fremdwoerterbuch.blogspot.com, was mit Me­dien, was mit schönen Bildern, was mit Mode, was mit Kochen. Und das Uni-Intranet.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Mehr Frauen ins Internet!

3. Dezember 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 21 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

FROEHNERGOODWIN.blogspot.com

Wie heißt du?
Steffi

Seit wann bloggst du?
Ich habe mit dem Bloggen angefangen, als ich 2006 ein Semester in Helsinki studiert habe und meine Erlebnisse dort aufzeichnen wollte. Mit dem Ende des Auslandssemesters war dann auch mein Blog erst mal stillgelegt, ich hatte ganz viele andere Sachen im Sinn. Letztes Jahr dann hab ich plötzlich wieder Lust bekommen, zu schreiben. Im September 2008 habe ich dann meinen neuen Blog gestartet.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Während meines Auslandssemesters war der Blog sowas wie mein Reisetagebuch, auf dem ich Bilder zeigen und von meinen Erlebnissen berichten konnte. Mit dem neuen Blog ist das zum Teil genauso, zum Teil aber auch ganz anders: Einerseits hatte ich schon die Tagebuchfunktion vermisst, den mein Blog schon während meines Auslandssemesters hatte und benutze meinen aktuellen Blog auch genauso. Andererseits war ich insgesamt internetaffiner, interessierter, wacher geworden. Ganz oft begegnen mir z.B. zufällig online oder offline irgendwelche Sachen, die ich einfach nicht unkommentiert lassen will. Ein Blog ist dafür eine klasse Plattform.

Worüber schreibst du?
Über ganz unterschiedliche Dinge. Teilweise über persönliche Beobachtungen, Gedanken oder über Reisen. Und dann über allgemeine Themen, die ich für relevant halte und zu denen ich eine Meinung habe, die ich öffentlich aussprechen möchte. Besonders Themen aus Medien, (Pop-)Kultur und Feminismus bringen meine Finger zum jucken und ich will etwas schreiben.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Eine konkrete Anekdote habe ich nicht, aber das Internet ist für mich und meine Interessen insgesamt eine tolle Sache. Ich genieße die Möglichkeit, Websites und Blogs aus den USA zu lesen und mitzubekommen, welches dort gerade die heißen Themen sind. Besonders die Culture Wars liefern meinen liebsten US-BloggerInnen Themen, die mich sehr interessieren und über die ich dank Internet jederzeit lesen und mich auf dem Laufenden halten kann. Außerdem bin ich ein Popkultur-Junkie und da sind die USA einfach das gelobte Land.

Wovon braucht das Internet mehr?
Das Internet hat zwar schon eine Menge an gut vernetzten, politischen, klugen Frauen, die ihre Meinung sagen und sich Gehör und Öffentlichkeit verschaffen. Davon kann es aber nie genug geben, deshalb: Mehr Frauen ins Internet!

Frauen im Web haben…
Die Chance, diese Art von Öffentlichkeit für sich zu nutzen. Weibliche Stimmen und Blickwinkel abseits von Klischees und rosaroten Belanglosigkeiten finden in den Mainstream-Medien viel zu wenig Beachtung. Vom kleinsten Privat-Blog bis zu großen Netzwerken – das Internet bietet Frauen viele Möglichkeiten das zu ändern.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Das Internet ist mittlerweile meine Hauptinfoquelle. Ich lese natürlich erst mal die Klassiker, sowas wie Spiegel Online, Zeit, Huffington Post, NY Times. Daneben mag ich Skepchick, Pharyngula, Feministing und Salon.com.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an mannschaftspost(at)web.de.


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