Einträge mit dem Tag ‘Queer’


Queer-feministisches Archiv in Leipzig sucht euer Material

8. Februar 2012 von Verschiedenen

Die Mitarbeiter_innen der Frauen-/Mädchen-/Genderbibliothek MONAliesA in Leipzig bauen gerade ein queer-feministisches Archiv auf, welches diverse queer/feministische Aktionen (Konzerte, Ausstellungen, Diskussionrunden…) dokumentieren möchte – unter dem Motto: „Save your Herstory!“. Falls ihr Material (Fotos, Plakate, Flyer, Pressetexte …) habt, könnt ihr diese dem Archiv im Original oder in Kopie zur Verfügung stellen. Den Aufruftext findet ihr hier:

Leipzig hat nicht nur eine frauenbewegte Vergangenheit, sondern auch eine frauenpolitisch bzw. queer-feministisch lebendige Gegenwart. Vor allem gewinnt der Organisationsmodus „Do it yourself!“ („D.I.Y“) an Attraktivität.

MONAliesA erkennt die Notwendigkeit, diese Gegenwartsbewegung von Beginn an so dicht und umfassen wie möglich zu dokumentieren und zu archivieren.

Hauptziel dieser Sammlung ist die systematische Dokumentation zeitgenössischer queer-feministischer Gruppierungen, die Archivierung ihrer Medien und sonstiger Hinterlassenschaften sowie die Option der Zugänglichkeit für Interessierte. Den räumlichen Sammelschwerpunkt bildet zunächst Leipzig, wobei auch andere Städte willkommen sind. Seid dabei und unterstützt uns!

Wir sammeln: Plakate, Flyer, Protokolle, Bilder, (fremdsprachige) Fan-Zines, Aufnäher, studentische Arbeiten, Radiosendungen, Konzerte etc. …

Weitere Informationen und Kontakt:

Frauenbibliothek/Genderbibliothek MONAliesA e.V.
Haus der Demokratie
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig
Fon + Fax: 0341 – 3065 260
www.MONAliesA.Leipzigerinnen.de
E-Mail: jessica_bock(at)gmx.de
MONAliesA(at)Leipzigerinnen.de


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Queer/feministische Partys und Konzerte

16. November 2011 von Magda

Um sich die kommenden kalten Tage warmzurocken, empfehle ich Tanz, Spaß und/oder laute Gitarren­musik. Wärmstens empfehlen kann ich euch dem­nach folgende Partys, Konzerte und Tanz­veranstaltungen (und freue mich auf weitere Hinweise in den Kommentaren, die ich dann im Posting gerne ergänze). Bitte verzeiht die häufigen Verlinkungen auf facebook, aber viele Ver­anstaltungen werden leider nur dort be­worben, sind aber auch ohne Anmeldung einsehbar.

16. November

Berlin: Queer Geeks and Naughty Nerds Treffen im Silverfuture: “‘Queer Geeks and Naughty Nerds’ ist ein monatliches Treffen für queere, gender­bender, LGBT und andere perverse Nerds und Hacker.”

Darmstadt: Nach einer Pause gibt es neue Ladyfest-Treffen in Darmstadt in der Alexanderstr. 2 ab 19 Uhr. Alle sind willkommen. (Infos via facebook)

17. November

Berlin: Die queer-o-matik Party ”proudly unprofessional” findet frei nach dem Do it Yourself Prinzip statt, denn an diesem Abend sind nur DJ_anes an den Turntables, die vorher noch nie aufgelegt haben. Ort: xb-liebig (Liebigstr 34) ab 22:30 Uhr. (Infos via facebook).

18. November

Ruby Tuesday Soli Party

Berlin: Soli Konzert für das “Ruby Tuesday – Rock Camp for Girls” im Jugend­club Liebig 19 (Liebigstraße 19) ab 20 Uhr. (Infos via facebook)

Hamburg: Einladung zum “Wegtanzen der Druck­kosten von KRASS” – Kritische Assoziationen #2 (queer-feministische Kunst-/Spektakel-/Theoriezeitschrift) in der Roten Flora ab 21 Uhr.

Wien (Österreich): “Hol’ Deine Platten aus dem Keller:” Plattenabend im November im Frauencafé ab 18 Uhr. Frauen­Lesben­Transgender­personen­Intersex­personen willkommen.

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Datenschutz-, Neid- und Rassismusdebatten – die Blogschau

12. November 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 133 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die ständig strahlende Woche konnte anscheinend nicht allzu viele Blogger_innen herauslocken, denn es war ganz schön was los in den Blogs.

Der Frage, was eigentlich queer bedeutet, ist Feministische Generationen nachgegangen. So, let’s have a baby würden gerne Eltern werden. Was als lesbisches Paar aber nicht einfach ist. Diskriminierung kommt dabei auch von der Bundesärztekammer.

An das Novemberpogrom 1938 erinnert sunday news mit einem Erlebnisbericht der Berlinerin Josepha von Koskull.

Das Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Post-Privacy haben diese Woche Ninia LaGrande und Antje Schrupp beackert.

Noch aus dem Oktober aber eine beeindruckende Sammlung an sexistischen Werbungen hat feminism. rocks. zusammengestellt. Denn nackte Gitarren verkaufen sich am besten, wenn sie an nackten Frauen hängen. Oder?

Aus aktuellem Anlass: The Critical Witness hat Rassismusleugnungen und -verteidigungen gesammelt. Und verteilt nun Kekse! Rassistische Werbung und die Darstellung schwarzer Frauen als „exotisch“ hat menschenhandel heute aufgearbeitet.

Eine andere Debatte die dieser Tage durch die Blogosphäre schwappte: Neid und Missgunst. Klirrr hat sich Gedanken gemacht.

Aus der Sommerpause zurück ist das Piratenweib und stellt dank eines Kommentators gleich mal fest: Dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht jeden anspringen liegt nur daran, dass sie zu wenig Sex haben. Soso…

In die Debatte um das Betreuungsgeld bringt i heart digital life etwas Theorie und veröffentlicht etwas verspätet online ihre Magisterarbeit: „Die Konstruktion von Elternschaft, Mutterschaft und Vaterschaft im familienpolitischen Diskurs“. Außerdem gibt’s eine Folge „Der Computer kann alles“ zum Anhören, u.a. über den Schultrojaner.

Die Berlin Femme Mafia hat ein (englisch-sprachiges) Interview gegeben. Wer sich beeilt kann heute ab 14:30 in Berlin auch noch am Femmepowerment-Workshop teilnehmen.

MusicPlaylistView Profile

Bereits im März wurden die Kunstobjekte der Wiener Strickistinnen von KnitHerStory abgenommen und zerstört – entgegen allen Abmachungen. Ihre Forderungen nach Entschädigungen werden seitdem beharrlich ignoriert, so dass sie erneut eine Stellungnahme geschrieben haben.

Ihren Bewußtseinswandel von „ich weiß alles über Rassismus“ zu „erstmal den Betroffenen zuhören und ihre Aussagen annehmen“ hat Nadine auf Medienelite dokumentiert.

Ebenfalls wieder Thema war (leider natürlich) Sexismus. Feminismus, Politik und Alltag bloggte über die mühselige anti-sexistischen Arbeit in linken Gruppen. Ganz furchtbare Biologismen hat Paper Cuts in der Schule erlebt.

An ihre Kindheit als „Dreckstück“ hat sich engl@absurdum erinnert. Die denkwerkstatt ärgerte sich über die unreflektierte Berichterstattung zum „Frauenmangel in Asien“. Und im SozBlog schreibt im November Sabine Hark – begonnen hat sie mit einem Beitrag zur Frauenquote.

Nach dem Klick noch einige Termine:
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Identitäten, Erklärbär_innen und antiqueere Tendenzen – die Blogschau

5. November 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 132 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

In ihrem letzten Gastbeitrag für das Missy Magazine macht sich Sideglance ein paar Gedanken zum Netzfeminismus.

Charlott von Afrikawissenschaft echauffiert sich über die vielen Alltagsrassismen, besonders über “lustige” Halloween-Kostüme.

Kiturak ärgert sich über Facebook und die fehlende Anonymität, trotz Pseudonym.

Kathrin Ganz macht die Erklärbärin und erläutert, warum es zu einfach ist, sich immer auf die Existenz von Erklärbär_innen zu verlassen.

Riot Grrrl Hamburg findet klare Worte für die sexistischen und rassistischen Werbeplakate der Biermarke Astra.

Comicblogs sind wohl gerade Trend. Chicks on Comics ist ein Gemeinschaftsblog von neun Comiczeichnerinnen und wechselnden “guest chicks”.

Die Arte-Dokumentation “Meine Seele hat kein Geschlecht” über das Leben von vier Trans*männern hat laufmoos seziert und kommentiert.

Bei High on Clichés kann mensch den erschütternden Alltag von Mareike nachlesen: Rassistischer Normalzustand in Deutschland.

Puzzlestücke hat sich sehr persönlich und ausführlich über Identitäten Gedanken gemacht.

Die neue Podcast-Folge von Previously, dem Magazin zu (nicht nur) us-amerikanischen Qualitäts-TV-Serien mit Ms. Gouldy, Lola Loop und Irmgard Lumpini ist erschienen. Transkripte zu den einzelnen Teilen gibt es auf der Hauptseite.

Auch der Haufen von Heiter Scheitern war wieder fleißig: Die neue Folge widmet sich antiqueeren Erscheinungsformen und begibt sich auf die Suche nach Solidarität. Die Mädchenmannschaft wünscht dem Dreiergespann außerdem alles Gute zum dritten Podcast-Geburtstag!

Zum Schluss ein wichtiger Terminhinweis: Noch heute und morgen Nächste Woche Freitag bis Sonntag könnt ihr in Berlin gegen Genitalverstümmelungen protestieren, berichtet Zwischengeschlecht. Am Donnerstag gibt’s zudem einen Infoabend im Haus der Demokratie und Menschenrechte.


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Turn It Up & Spray It Loud!

4. November 2011 von Anna-Sarah
Abstrakte Grafik in verschiedenen Farben, versehen mit dem Schriftzug "turn it up & spray it loud"

Grafik: © kid arla

Keine Frauen hinterm DJ-Pult? Von wegen. Vom 11. bis 13. November läuft in Bremen das antisexistische Hip Hop Event Turn it Up & Spray It Loud! (das vollständige Programm auf einen Blick gibt es bisher leider nur als Facebook-Event). Am Freitag ab 16:00 gibt es im Zucker Club Vorträge über Frauen­bilder, Sexismus, hegemoniale Männ­lichkeit und Homo­phobie im Hip Hop, beim abendlichen Konzert ab 21:00 stehen Sookee und Badkat auf der Bühne, außerdem gibt es einen Break­dance Act und danach Party. Am nächsten Tag geht es von 14:00 bis etwa um Mitternacht mit einer Ausstellung von Graffiti- und Street­art­künstlerinnen, Vor­trägen, Filmen und Musik im Kulturbunker weiter. Dort ist auch am nächsten Tag noch von 14:00 bis 18:00 Gelegenheit, die Aus­stellung sprayitloud anzusehen.

Das Konzert am Freitag kostet 5 Euro Eintritt, die Party danach 3 Euro. Beim weiteren Programm seid ihr umsonst dabei, Spenden werden aber gern ge­nommen.

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Alternatives Sex-Shopping

20. Oktober 2011 von Verena

Am Samstag ist Berlin um einen Sexshop reicher. Aber nicht um irgendeinen. Der Alternative Sexladen „Other Nature“ macht vieles anders. Was, das erzählen Anne Bonnie und Sara im Interview und laden zur großen Eröffnungssause am Samstag, 22 Oktober ein, um Laden und Produkte kennen zu lernen.

Alternativer Sexladen – was bedeutet das?
Anne: Wir unterscheiden uns eben in vielerlei Hinsicht vom Traditionellen. Wir sind feministisch, aber auch queer. Wir sind ökologisch und besitzen ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Wir schaffen auch einen Raum, in dem man sich wohlfühlen soll, über Sex zu reden. Denn es geht uns genauso um Aufklärung und sexuelle Gesundheit wie um gute, frauenemanzipierte Pornographie. Ein einziges Verb hat eben nicht ausgereicht, all unsere Ideen und unsere Philosophie unterzukriegen. Deshalb war nach langem Überlegen klar, dass wir zwar definitiv ein Sexshop sind- nur neuer und besser, eben alternativ.

Welche Kund_innen wollt ihr ansprechen?
Anne: Unsere Produkte und Themen sind für Frauen und WLT* ausgelegt. Aber willkommen sind alle, die sich und ihre Sexualität erforschen und bereichern möchten.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Anne: Ich habe vorher in einem gängigen Sexshop gearbeitet. Dort waren die Gespräche mit Frauen unvorstellbar intim und lustig, die Arbeit im Sexshop also immer positiv besetzt. Aber auf die Beratung geiler Männer hatte ich keine Lust mehr. So entstand langsam die Idee des Frauensexshops, viele Phasen der Verbesserungen und Entwicklungen inklusive.
Sara: Ich hingegen kenne die Arbeit bereits aus Kanada, ich war Managerin des Venus Enyv, ein fem Sexshop. Ich bin immer noch davon beeindruckt, was für einen positiven Einfluss ein Frauensexshop auf die Gesellschaft haben kann.
Anne: Zwei Frauen, zwei Länder und zwei Erfahrungen haben sich so zusammengeschlossen und viele Gemeinsamkeiten entdeckt. (weiterlesen …)


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Theorie für alle und umsonst!

18. Oktober 2011 von Nadine

Das Wintersemester an den Hochschulen hat begonnen und damit auch eine ganze Reihe an Ringvorlesungen und Diskussionsrunden an den Unis zu Gender Theorie, Feminismus und Queer Studies. Die Veranstaltungen sind in der Regel kostenfrei und stehen auch Nicht-Student_innen offen. Was im deutschsprachigen Raum so los ist, erfahrt ihr im Folgenden. Wenn ihr noch Links zu öffentlichen Veranstaltungen habt, dann schreibt sie in die Kommentare.

Basel (Schweiz)

Universität: “Familie zwischen Wandel und Persistenz. Chancen und Probleme

Berlin

Humboldt-Universität: “Geschlecht in Wissenskulturen“, u.a. zu Mutterschaft, Dekolonialität und Geschlecht im Netz, Wissensproduktion, Männlichkeit(en).

Freie Universität: “Die Zukunft von Gender“, u.a. zu De/Naturalisierungen im Sport, Identität vs. Subjekt, sexuelle Differenz, Pornografie, Queere Perspektiven auf Ökologie, Stand und Zukunft der Geschlechterforschung.

ICI: “The Subtle Racializations of Sexuality: Queer Theory, the Aftermath of Colonial History, and the Late-Modern State“, u.a. zu Staatsbürgerschaft, Heteronormativität in der Erwerbsarbeit, Aktivismus von subordinierten Gruppen.

Bielefeld

Universität: “Gender Studies interdisziplinär“, u.a. zu Reproduktionsarbeit, Krieg, sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, Migration.

Bremen/Oldenburg

Hochschule für Künste/Carl von Ossietzky Universität: “Un/verblümt. Queere Ästhetiken und Theorien in Kunst, Design und Musik“, u.a. zu Gaga Feminismus, Drag, Postkoloniale Kritik, sexualisierte Gewalt, Queer/LGBT-Filmfestivals.

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“Feminismus? Vielleicht, wenn die Chemo um ist”

14. Oktober 2011 von Verschiedenen
Dieser Text ist Teil 19 von 23 der Serie Der Kommentar

Im Mädchenblog hat LisaCalisa einen Text über Queer, Feminismus, Pathologisierung und Behinderung geschrieben, den wir hier mit freundlicher Genehmigung gern noch einmal veröffentlichen. Für Austausch, Vernetzung und Stimme steht euch wie immer die Kommentarfunktion zur Verfügung.

Awareness-Handicap

Wir sind da. Wir sind mitten unter euch. Wenn es geht. Aber habt ihr uns schon gesehen? Wir sind nicht viele…

Wir sind die Subgruppe „Krank“. Queer und „krank“. Passt das? Es ist auf jeden Fall nicht das hot topic. Und wird auch nicht gern gesehen. Versteckt euch nicht mehr! Versteckt nicht mehr euer Anderssein. Versteckt nicht mehr eure Narben und Wunden, eure Glatzen, eure Mäkel, eure Ängste und Erfahrungen. Es kann so schnell gehen. Ein Unfall, eine Diagnose, ein Röntgenbild, ein Blutwert und Zack, du wirst in eine Welt aus Medizinern, Krankenhäusern, MRTs, Cts, OP- Tischen, Narkosen, Einwilligungen zum Risiko zu Sterben, Medikamenten, Nebenwirkungen, Reha und endlosen Wartezeiten katapultiert. Schwerbehindertenausweis. Ich? Vielleicht bist du schon immer hier. Gehörlos. Blind. Queer? Das spielt im Krankenhaus keine Rolle. Kämpfen für den Feminismus? Vielleicht, wenn die Chemo um ist. Demonstrieren gehen? Ja, wenn die Entzündungen weg sind. Hier wirst du nach deiner Konfession gefragt und ob dein Ehemann an deinem Bett sitzt.

Du wirst rausgezogen aus deiner queeren Welt, die du dir selbst gebastelt hast. Als Einsiedlerkrebs musst du gerade da weiterkämpfen, wo du dich sowieso schwach fühlst. Mit Glück findest du ein paar coolere Leute. Die dich so nehmen, wie du bist.

Wir reden über Mehrfachdiskrimnierung. Über Frauen, MigrantInnen, Alter, Klasse, Mütter, Queers… Wo sind die handicapped people? Wieso verstecken wir uns immer noch? Wieso werden regelmäßig Gehörlose, Blinde, körperbehinderte, geistig behinderte, psychisch vielfältige Personen ausgeschlossen? Wieso bedecken wir unsere Narben? Wieso verstecken wir unser Anderssein? Wieso müssen wir immer den nervigen Blicken stand halten…“Was hat DIE denn bloß?!“. Warum sprechen wir nicht über die Begegnung mit dem Tod? Weil es den anderen Angst macht? Was ist mit Diskriminierung und Ausschluss im „Schutzraum“?

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Arm aber Feminist_in – die News der Woche

12. Oktober 2011 von der Mädchenmannschaft

Gefährliches Mackerverhalten in der Tierwelt: Aufdringliche Guppymännchen schaden kooperativen Gruppen und machen Weibchen aggressiv, meldet Gehirn und Geist.

Das Magazin Antidote glamourisiert in seiner Modestrecke Armut. Jezebel nutzt das, um Zahlen über die traurige Realität wachsender Bedürftigkeit zu liefern. Nix Glamour.

Auch nah am Existenzminimum bewegt sich JD Samson. Gegenüber der Huffington Post schreibt das “Le Tigre”-Mitglied von den Schwierigkeiten, ihren Job zwar zu lieben, aber kaum davon leben zu können. Von ‘zukünftig davon leben können’ mal ganz zu schweigen.

Nicht nur JD Samson braucht Kohle, auch zwei feministische Projekte brauchen Unterstützung: Noch 15 Tage kann für die geplante Dokumentation über Riot Grrrl-Pionierin Kathlee Hanna gespendet werden. Die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Das Girls Rock Camp freut sich über deine Stimme!

Das ist Welt Online eine Meldung wert: Die transsexuelle Anna Grodzka zieht ins polnische Parlament ein.

Herzensapplaus für das Posting von Himbeerworld und ihrer kleinen Anekdote über die Reaktion auf den Werbespruch eines Fitnessstudios, ob man den Sommer als Wal oder als Meerjungfrau begehen wolle.

Termine:

Es ist wieder Zeit für Rampenfiber, äh rampenfibrig, die kleine Schwester des queerfeministischen Musikfestivals in Wien. Am 15. Oktober gibt es einen Abend lang Musik mit queerfeministischer Raumnahme aka Raum-Körper-Manifest.  Klingt spannend!

Außerdem am 15. Oktober in Wien: Das Frauenfest im FrauenLesbenMädchenZentrum. Los geht es ab 18 Uhr mit  Rundgang durchs Haus, Kabarett, Lesung, Theater und Konzerten. Gestärkt werden kann sich außerdem am veganen Buffet.

Weitere Slutwalks gibt es am 15. Oktober in Bielefeld und Leipzig!

Und wer am 15. weder in Wien noch auf Slutwalk-Mission aber in der Hauptstadt ist, der kommt zum Barcamp Frauen in die Kalkscheune.


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Engagiert protestieren, bewusst konsumieren, politisch feiern – die Blogschau

8. Oktober 2011 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 128 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Nach wie vor schert Facebook sich nicht um den Protest gegen – dezent formuliert – vergewaltigungsverharmlosende Aktivitäten auf ihren Seiten. Das Mädchenblog berichtet (Triggerwarnung).

Die Gleisbauarbeiten rezensieren Basha Mikas “Feigheit der Frauen” – mit viel Wut im Bauch.

Regina Frey dokumentiert und kommentiert ihren Mailwechsel mit dem Piraten-Abgeordneten Xander Dorn zum Thema Geschlechterverhältnisse bei den Piraten und sonstwo.

Anlässlich der  Gay Pride Belgrad (die letztendlich verboten wurde) berichtet bomec über die krasse Homophobie, die in Serbien grassiert.

Der aktuelle Gastblog beim Missy Magazine von Side-Glance thematisiert die oftmals äußerst problematischen Produktionsbedingungen von Unterhaltungselektronik.

Puzzlestücke blickt kritisch zurück auf die Veranstaltung Perspektiven feministischer Organisierung nach dem Slutwalk, die kürzlich auch hier bei der Mädchenmannschaft Anlass zur Diskussion war.

Ein Plädoyer für die Beilegung aller Mütter-Grabenkämpfe gibt es von Rike Drust a.k.a. inFemme unterstellt.

Einem interessanten Vortrag zur Enstehung von sexuellem Begehren hat Antje Schrupp beigewohnt.

An der Uni Paderborn plant der Frauenprojektbereich MIA für Anfang 2012 eine Kunstausstellung zum Thema „!Doing gender Killing gender¿“ und lädt dazu ein, sich mit künstlerischen Ideen daran zu beteiligen.

Ein neuer Blog in der feministischen Blogosphäre: Just Stuff.

Und ein paar wichtige Termine gibt’s natürlich auch noch, nach dem Klick: (weiterlesen …)


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