Einträge mit dem Tag ‘Queer’


Lesbisch_queere Bücherwelten: Lesbengeschichte(n)

13. Januar 2015 von Julia
Dieser Text ist Teil 91 von 93 der Serie Die Feministische Bibliothek

Heute lege ich euch einige biografische Bücher ans Herz, die (vergangenes) lesbisches Leben und/oder das politische Engagement von Lesben würdigen.

Johanna Elberskirchen (1864-1943) war proletarisch-kleinbürgerlicher Herkunft, politisch klar links und äußerst aktiv: Sie war in der Sozialdemokratie engagiert, im radikalen linken Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung und als offen lebende ‚Homosexuale‘. Das detailreiche und zugleich fesselnd geschriebene Sachbuch Keine Tochter aus gutem Hause: Johanna Elberskirchen (1864 – 1943) von Christiane Leidinger lässt nicht nur Leben und politisches Wirken Elberskirchens, sondern umfassend auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und politischen Kämpfe der Zeit greifbar werden: von den Anfängen des ‚Frauenstudiums‘ über Sozialdemokratie, ArbeiterInnenbewegung und die bürgerliche und proletarische Frauenbewegung bis hin zum Nationalsozialismus.

 

In einer Mischung aus Sachbuch und Fiktion erzählt Die Geschichte der Sidonie C. (1900-1999) von Ines Rieder und Diana Voigt die fast 100-jährige Lebensgeschichte von Sidonie C., einer berühmten lesbischen Patientin Sigmund Freuds. Nach den Freud’schen Therapiesitzungen trifft sich die aus dem Großbürgertum stammende Lesbe heimlich mit ihrer Angebeteten – um über Freud zu lästern. An Klassenerhalt orientiert, aber vor allem politisch desinteressiert, flüchtet sie – katholisch getauft, aber mit jüdischen Wurzeln – erst sehr spät aus dem nationalsozialistischen Wien. Packend geschrieben und lehrreich obendrein, lässt die zwei Weltkriege umfassende Biografie (nicht nur) lesbisches Begehren zwischen Heimlichkeit, Selbstverständlichkeit und Sanktionen lebendig werden.

 

Keine lesbische Biografie im engeren Sinne, aber ein wunderbares Bewegungsbuch, das eben auch Leben und Engagement Audre Lordes (1934-1992) würdigt: Euer Schweigen schützt euch nicht. Audre Lorde und die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland, herausgegeben von Peggy Piesche. Der Sammelband präsentiert eine schöne Auswahl an Gedichten, Aufsätzen und Gesprächen von und mit Audre Lorde, die durch ihre Berlin-Aufenthalte, ihre Lesungen in ost- wie westdeutschen Städten, ihre Vorträge und Workshops, ihren Aktivismus und ihr Schreiben eng verbunden ist mit der Entstehung der hiesigen Schwarzen (Frauen-)Bewegung. Zugleich zeichnet der Band die Anfänge und die Entwicklung der Schwarzen Frauen-/Lesbenbewegung in der BRD auf sehr lebendige Weise nach: in Gesprächen, Prosatexten und Gedichten. Zu Wort kommen damalige und gegenwärtige Aktivistinnen, Denkerinnen und Dichterinnen of Color, viele davon lesbisch.

Zum Schluss will ich euch noch rasch aufmerksam machen auf Von-mir-noch-nicht-Gelesenes-aber-Vielversprechendes. Erstens: Pregnant Butch. Nine Long Month Spent in Drag, eine neue autobiografische Graphic Novel zum Thema queere Elternschaft. Die Zeichnungen von A.K. Summers sind inspiriert durch ihre eigenen Erfahrungen als schwangere Butch. Diesen einmaligen und vielversprechenden Fund will ich euch nicht vorenthalten, Leseproben sind hier zu finden.

Und zweitens: Die erste Programmvorschau des neu gegründeten Verlags w_orten & meer. verlag für antidiskriminierendes handeln ist raus. Sie verspricht Analytisches und Kritisches, Empowerndes, Persönliches und Poetisches: zu Kämpfen, Glück und Leben jenseits, nach, zwischen, ohne Gender und zu Rassismus an deutschen Hochschulen. Im Frühjahr ist es soweit. Bis dahin: gespannt sein und vorfreuen.


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Rassismus, Scheindebatten und Neujahrsvorsätze – Die Blogschau

10. Januar 2015 von Sabine
Dieser Text ist Teil 267 von 267 der Serie Die Blogschau

“Fremde klopfen mir anerkennend auf die Schulter allein deswegen, weil ich existiere.” Die verstorbene Aktivistin Stella Young bezeichnete dies als “inspirational porn“, wenn eine Gruppe von Menschen, nämlich Menschen mit Behinderung behinderte Menschen, als Objekt der Inspiration dargestellt würden.

“Tweet, tweet, tweet, wir haben uns alle lieb”:  In diesem Artikel widmet sich Emine dem australischen Hashtag”#I’llRideWithYou” und erklärt, weshalb der Slogen schon einen Anfangsfehler hatte und weshalb sie keine Toleranz möchte.

In “Entweder Oder” wird das vermeintliche Dilemma der Zugehörigkeits-Gruppen anhand der vergangenen 31c3-Konferenz beschrieben. Was bedeutet es, sich sowohl autistisch und gender-queer zu verstehen, aber in bestimmten Räumen auf ein “Entweder Oder” zu stossen?

Neujahrsvorsätze? Reizende Rundungen hat schon einmal eine wichtige Liste für uns – und warum unser Körper unser Hoheitsgebiet sein sollten, vorbereitet.

Rassismus oder Leipziger Tradition? “Schon seit jeher ist Silvester in Leipzig für mich mit Stress verbunden. Zu oft habe ich erlebt, wie rein „zufällig“ Böller und Raketen in meine Richtung geflogen sind.” Ein Bericht über das jährliche Silvester in Leipzig und warum die eigene Kapunze unter Umständen gefährlich werden kann.

Schleuser_innen, die Menschen auf ungesteuerten Schiffe transportieren, sorgen im EU-Flüchtlingskontext für Empörung und gelten als gewissenlos. Während des Nationalsozialismus wurden Schleuser_innen (im Nachgang) heroisiert, weil sie Menschen retteten. Mehr dazu auf andersdeutsch.

Ein lesenswerter Text von Antje Schrupp über “Männer, die auf Feministinnen starren”.

Neues Jahr, neuer Style-Crush, indeed: Ein tolles Interview mit der modischen Wahlberlinerin JJ auf Queer Vanity.

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Lesbisch_queere Bücherwelten: Heteronormativität, Weltraum und Gentrifizierung

15. Dezember 2014 von Julia
Dieser Text ist Teil 89 von 93 der Serie Die Feministische Bibliothek

Julia Roßhart ist Lektorin für feministischen, lesbischen und queeren Text und promoviert zu anti-klassistischen Interventionen in der Frauen-/Lesben­bewegung der BRD. Zur Erholung liest sie Fiktionales. Und gärtnert. Julia verschlingt lesbisch_trans_queere Neu­erscheinungen – Belletristik! – und schreibt bereits Empfehlungen und Rezensionen unter der Überschrift Lesbisch_queere Bücherwelten für die feministische Online­buch­handlung FEMBooks. Auch für die Mädchenmannschaft stellt sie von nun an Empfehlens­wertes zusammen.

In wissenschaftlichen Neuerscheinungen der Gender und Queer Studies taucht der Begriff Lesbe nur randständig auf. Gilt wohl als zu identitäts­politisch. Oder zu alltäglich, ‚gewöhnlich‘? Vielleicht auch zu 80er oder – naja, zu lesbisch halt. Ausnahme aus 2014: Perverse Bürgerinnen. Staatsbürger­schaft und lesbische Existenz von Christine M. Klapeer (Ich habe es noch nicht gelesen, deshalb kann ich nicht mehr dazu sagen als: klingt vielversprechend!).

In der Belletristik sieht es etwas anders aus, was lesbische Präsenz angeht. (Das haben wir vor allem den alten und neuen lesbischen und queeren Verlagen zu verdanken.)

Acker auf den SchuhenEinen sehr berührenden und politisch überzeugenden Lesben­roman hat im vergangenen Jahr Peggy Wolf geschrieben: Acker auf den Schuhen, vom Berliner Querverlag veröffentlicht. Die einzige lesbische Protagonistin, Susann, taucht in Persona allerdings nie auf, sondern lediglich in den Erinnerungen der anderen ProtagonistInnen. Susann ist nämlich tot – sie hat ihr Leben beendet. Warum, darüber schweigt das familiäre und dörfliche Umfeld beharrlich. Wie einst Susann, findet sich die_der Leser_in in eine Umgebung gebannt, die geprägt ist durch alltägliche, still­schweigende, kaum gebrochene Hetero­normativität – alleine. Die Geschichte, die Peggy Wolf überzeugend erzählt, ist ein fiktional umgesetztes, schmerzhaftes Stück lesbischer Geschichte und auch Gegenwart.

Die wundersamen Weltraumabenteuer von Helen Hayer und Christine de CastelbaraqueEher spaßig kommen indessen Die wundersamen Weltraum­abenteuer von Helen Hayer und Christine de Castelbaraque daher, von der Autorin Judith Jennewein, 2013 beim jungen, queeren Wiener Verlag zaglossus erschienen. Eine zweifellos (mehr als) unterhaltsame lesbische Science-Fiction-Geschichte. Besondere queer-feministische Schmankerl sind: varianten­reiche Formen von Geschlecht­lichkeit – je nach Zeit­dimension und Planet!– , die sprach­politisch ebenso viel­fältig umgesetzt werden; feministische ‚Ur-Themen‘ wie Reproduktions­technologien; dazu eine Portion Kapitalismus­kritik. Verpackt ist das Ganze in ein Weltall-Reise­abenteuer, das zugleich eine Liebes­geschichte ist, und dabei: voller origineller Ideen mit Witz, die eine_n zum Schmunzeln, manchmal sogar zum Lachen bringen.

Windmühlen auf dem WeddingEin kluger Lesbenroman zum Thema Gentrifizierung erschien 2014 beim Berliner Lesben­verlag Krug und Schadenberg: Windmühlen auf dem Wedding von Astrid Wenke. Das Haus im Berliner Stadtteil Wedding, in dem Sybilla Kischotta wohnt, wird gerade verkauft, Eigen­tumswohnungen sollen es werden; und die Betreiberinnen der nahe­gelegenen Stamm­kneipe haben eine saftige Mieterhöhung im Briefkasten – Berliner Verdrängungs­alltag und Weddinger Kiezgeschichte.

Es ist nicht die ganz schlimme Verdrängungs­realität – Entmietung um jeden Preis, Zwangs­räumung, Obdachlosigkeit –, die Astrid Wenke hier erzählt. Die Haupt­figuren können der Verdrängung widerstehen: mal aufgrund von Geld­privilegien, mal aus purem Glück, mal durch gegenseitige Unter­stützung und Organisierung. Es ist eben nur eine Geschichte.

Eine große Stärke des Romans liegt im Nachspüren von alltäglichen Klassen­beziehungen und damit verbundenen Wider­sprüchen. Da ist einmal Kischotta selbst: mit kleinem Einkommen und kleiner Wohnung, aber bildungs­bürgerlicher Herkunft. Da ist die Tango tanzende Amalia, in die sich Sybilla verliebt – und das, obwohl sie für Sybilla das Bürgerlich­werden des Weddings verkörpert (Tango! Im Wedding!). Da ist die Haus­bewohnerin Martha, proletarisch und inzwischen Rentnerin, die Sybilla mehr als einmal mit deren inneren (Klassen-)Wider­sprüchen konfrontiert. Und da ist Jutta, langjährige Freundin Sybillas und Anwältin, die proletarischer Herkunft ist und auch deshalb andere Strategien rund um Wohnen und Wedding verfolgt als Sybilla …


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Dicke Bäuche, weiße Profilierungen, Gegen-Perspektiven auf Flucht & Migration – die Blogschau

13. Dezember 2014 von Nadine
Dieser Text ist Teil 265 von 267 der Serie Die Blogschau

Metal Musik zeichnet sich oft durch weißes hetero Mackerverhalten aus. In der neuen Reihe “Metalheads” auf “Der k_eine Unterschied” wird nach Brüchen und Subversivem im Metal gesucht. Der erste Teil behandelt Judas Priest und schwules Begehren.

Auf dem “Heimatkunde”-Portal der Heinrich Böll Stiftung sind mehrere Beiträge von und mit der Aktivistin und Künstlerin Noah Sow erschienen, u.a. ihr Vortrag zu weißen Aneignungen Schwarzer Wissensproduktionen.

Auf queer sehen gibt es ein kritisches Review zur Serie “The Fosters”, die zwei lesbische Mütter in den Mittelpunkt rückt.

Das autonome FrauenLesbenReferat Marburg hat die Identität eines gewalttätigen Typen, der in der Wissenschaft und darüber hinaus Anerkennung genießt, auf Wunsch der Betroffenen veröffentlicht.

Eine klassismus- und rassismuskritische Analyse zum Tod von Tuğçe Albayrak ist auf cosas que no se rompen veröffentlicht.

Koloniale Kontinuitäten, kulturelle Aneignung und Muslim-Sein in der Diaspora ist Thema auf Diaspora Reflektionen.

Über die Verantwortung der Medienlandschaft, wenn es um Diskriminierung und Gewaltandrohungen geht, schreibt Karnele.

Die Denkwerkstatt zitiert aus Anja Meulenbelts Klassiker “Scheidelinien. Über Sexismus, Rassismus und Klassismus

Don’t degrade Debs Darling kritisiert unhinterfragte Perspektiven im Kontext Selbstfürsorge und Körperpolitiken.

Women in Exile: Wie das deutsche Asylsystem Flüchtlinge und MigrantInnen spaltet

Bei der ARGE Dicke Weiber gibt es ein Gedicht: Mein dicker Bauch.

Nadia war bei der Zukunftsakademie NRW zu Gast und hat einige ihrer Eindrücke verbloggt, u.a. zum Kollektiv Askavusa, das Objekte von Menschen sammelt, die flüchteten und in Lampedusa angekommen sind.

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Triggerwarnungen, Skinhead-Looks und Anti-Homo-Demo in Stuttgart – die Blogschau

27. Oktober 2014 von Sabine
Dieser Text ist Teil 260 von 267 der Serie Die Blogschau

Nele Tabler schreibt für das Magazin Vice ihre Erfahrungen mit den Bildungsplan-Gegnern auf der Anti-Homo-Demo in Stuttgart auf. Die Aussagen der sogenannten Bildungsplan-Gegner sind homophob, heteronormativ und beinhalten auch eine NS-Rhetorik.

Warum Triggerwarnungen problematisch sind und auch die Vorstellung von schwachen, fragilen Gewaltopfern reproduziert lest ihr auf Identitätskritik.

“Jetzt bewohne ich einen Zwischenort mit der Sammeladresse ‘non-binary’, und das ist erst mal okay so.” Bluespunk über W_ortfindungsstörungen beim Benennen des eigenen Körpers und den Erfahrungen damit.

In Nina LaGrandes Kurzgeschichte geht es um das Innenleben einer “internetaffinen”-Protagonistin beim Bewerbungsgespräch.

Auf Queer Vanity thematisiert Heng die Problematiken hinter Skinhead-Looks, die von weißen Menschen getragen werden.

In der aktuellen Progress erklärt Anne Pohl am Beispiel des #gamergate (wir berichteten), wie stereotype Rollen und organisierte Hasskampagnen miteinander zu tun haben.

Über (Netz)Feminismus als Selbstinszenierung schreibt Nadine auf ihrem Blog Medienelite.

Deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher, die queer sindqueerdenke_n mit einem Überblick.

Auf die rassistisch motivierte Frage “Woher kommst du?” kontert Heng auf Tea-Riffic mit witzigen Antworten.


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Zehn Minuten Schmerz – Eine Bienenschwarm-Untersuchung

20. Oktober 2014 von Gastautor_in

Der nachfolgende Text stammt u.a. von Frederik, der diesen als Herrmann Herman zusammen mit Bumsy LaBoum auf dem Festival Femme Hive, einem Ort für queere Femmes und Femme-inismus, performt hat. Er wird hier veröffentlicht, weil er die Strukturen und Hierarchien hinter diesem Event kritisiert, die unter anderem zu sexistischen, rassistischen Zuschreibungen und Erwartungshaltungen führen. In der Performance setzten wir uns mit Harmoniebedürfnissen, Partykultur und Silencing auseinander.

Wir richteten unsere Performance kritisch an die Veranstaltung Femme Hive, aber wenden dieselbe Kritik auf viele feministische Gruppen und Events an. Wir wollen den Femme Hive nicht mit unserer Kritik einzeln hervorheben, sondern haben seine Bühne genutzt, um den Bienenschwarm des Diversity-Feminismus zu untersuchen.

Bumsy LaBoum & Herrmann Herman:

was bist du

wo kommst du her

kann ich mal anfassen

Herrmann Herman:

ich heiße

ich heiße euch willkommen

ich heiße Jörg

ich heiße Björk

ja, manchmal auch Björk

ich bin das Maß

ich bin das Fass ohne Boden

ich schlucke

ich sperre meinen Mund auf

ich sperre dich in meinen Mund ein

Bumsy LaBoum:

was bist du

wo kommst du her

kann ich mal anfassen

(mehr …)


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Queerulant_in Lesetour in Hessen

12. September 2014 von Magda

Queerulant_in ist eine queere Zeitschrift, die sich schwerpunktmäßig mit der Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten beschäftigt, thematisch aber noch viel weiter gefächert ist – je nachdem, was Menschen für Textvorschläge machen. Es gibt bereits sieben Ausgaben des Magazins, welches ehrenamtlich entsteht und an vielen Orten (vor allen Dingen in Deutschland, Österreich und der Schweiz) ausliegt.

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Nun gehen die Macher_innen auf eine Lesetour in Hessen. An folgenden Daten könnt ihr die Texte live hören und diskutieren:

* Sa, 13.09.2014: Kassel // Hofhaus der Agathe // 19 Uhr
+ anschließend: Queer-Kneipe
Hofhaus der Agathe // 34127 Kassel

* So, 14.09.2014: Marburg //Rakete im Bettenhaus // 18 Uhr
Rakete im Bettenhaus // Emil-​Mann­kopffs­tr.6 // 35037 Marburg

* Mo, 15.09.2014: Frankfurt (Main) // Edelkiosk // 19 Uhr
EdelKiosk // Rhönstraße 119 // 60385 Frankfurt

* Di, 16.09.2014: Gießen // AK 44 // 21 Uhr
+ vorher vegane Küfa (Küche für alle) ab 20 Uhr (= €2,00)
AK44 // Alter Wetzlarer Weg 44 // 35392 Gießen

* Mi, 17.09.2014: Darmstadt // Oetinger Villa (Saal) // 20 Uhr
+ Ab 19 Uhr Kuchen von Voice of Liberation (vegan)
JuKuZ Oetinger Villa // Kranichsteiner Straße 81 // 64289 Darmstadt


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Ein queer_feministisches Festival trotz*t den Verhältnissen: Das Antifee in Göttingen

2. Juni 2014 von Magda

Ein queer_feministische Festival trotz*t den Verhältnissen: Alle Jahre wieder findet das Antifee in Göttingen statt. Das Antifee ist ein selbstorganisiertes Festival, welches dieses Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet. Am 6. und 7. Juni wird es auf dem Campus beim Blauen Turm eine bunte Mischung aus Party & Politik geben.

Antifee 2014

Bisher bestätigt sind u.a. Workshops zu Safer Sex, Bisexualität, antimuslimischen Rassismus, Graffiti oder eine fette Empowerment Diskussion. Auf der Bühne rocken unter anderem Rae Spoonfriend crush, Bad Kat und Leah King.

Die Orga-Gruppe hat sich viele Gedanken um Barrieren gemacht und wie diese etwas abgeschwächt werden können. Gesucht werden auch noch Helfer_innen: Wenn ihr euch vorstellen könnt, eine Sicherheitsschicht zu übernehmen, schreibt bitte an ansprechgruppe [at] antifee.de


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Feministische Blicke, knutschende Heten und Kritik am Autismus-Begriff – die Blogschau

17. Mai 2014 von Nadine

alsmenschverkleidet schreibt über Elternschaft, die ständige Bewertung und Beurteilung schwangerer Körper und der Zwangs-Frauisierung in diesem Prozess: “Den Begriff der ” Mutter ” zu hinterfragen, ihn Stück für Stück abzutragen und durch das Skalpell der Dekonstruktion freizulegen, was darunter wirkmächtig funktioniert ist (m)ein möglicher Weg. Anzufangen fernab von limitierenden Einbahnstrassen in Richtung Weggabelung zu laufen um andere Variationen und Konzepte gelebter Elternschaft zu erkunden.”

“Ich sag nicht mehr “Afrika ist kein Land”. Jeder Mensch, der das nicht weiss, braucht es von mir nicht erklärt zu bekommen.”, befindet serialmel, denn sie hat keine Antwort, sie ist satt.

Aus den Zonen der Unbewohnbarkeit meldet sich Heiter Scheitern mit einer neuen Podcast-Folge zurück, in der es eigentlich um die Un_Vereinbarkeiten von queer und FLT* gehen soll – und das Kollektiv hält, was es verspricht: Es scheitert am Vorhaben.

Der Neudbayrische Kurier kommentiert die Studie zu der niedrigen Verurteilungsquote bei Fällen sexualisierter Gewalt (wir berichteten auch über diese) und findet “alles nicht so schlimm”. Die Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt nimmt den Artikel auseinander.

laufmoos schreibt über auf queeren Partys knutschende Hetenpärchen und deren Raumeinnahme. In einem zweiten Text erklärt laufmoos dann weiter, wer eigentlich wie und wann als hetero gelesen wird und welche Rolle dabei Praxen spielen.

Queer_Einsteigen hat einen Aufruf zu einer Studie zu Lebenssituationen von Trans*Kindern und -jugendlichen veröffentlicht, die noch nach Teilnehmer_innen sucht.

Am 16. Mai jährte sich zum 70. Mal der bewaffneter Aufstand der rund 6.000 Roma und Sinti im Lagerab­schnitt B IIe von Auschwitz-Birkenau. dROMa-Blog weist auf den Jahrestag und aktuelle Forderungen der Roma-Bürger_innenrechts-Bewegung hin.

Zum Anti-Diät-Tag hat Steinmädchen einen Text zum feministischen Blick geschrieben und wie dieser ihr dabei geholfen hat, die Bewertungen und Blicke anderer egaler finden zu können.

“Herzlichen Glückwunsch. Sie haben den Autismus-Zonk gewonnen. Sie haben den Begriff Autismus angewendet, ohne dass im Kontext ein Zusammenhang mit Autismus bestand.” – Autismus ist… zeigt auf, aus welchen Anlässen der Begriff Autismus verwandt wird und welche Auswirkungen dieser Gebrauch hat. (Hinweis: Reproduktion ableistischer Sprache)

Morgen gibt es in Berlin einen queer_feministischen Aktionstag zur Care Revolution mit Vorträgen, Workshops, Mitmachausstellung, Stadtspaziergang, open mic, Vokü, Kuchen.


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Codebabes, Fußballtrainerinnen und tolle Aktivist_innen – kurz verlinkt

8. Mai 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 235 von 264 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die Initiative #untragbar wendet sich gegen die menschenverachtenden und nicht selten tödlichen Zustände in der globalen Textilindustrie.

Ein Interview mit Renate Lasker-Harpprecht, die zwei Jahre in den Vernichtungslagern Auschwitz und Bergen-Belsen überlebte, hat Die Zeit geführt.

Über Menschenrechtsverbrechen an Intersex-Kindern in der Schweiz berichtet zwischengeschlecht.info.

Vor einem Jahr begann der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München – und der NSU-Skandal geht weiter.

In Berlin sind mehrere Geflüchtete in den Hungerstreik getreten. Die aktuelle Pressemeldung findet sich bei Asylum Rights Evolution. Unterstützung wird vor Ort dringend benötigt.

englischsprachige Links

“Gefängnisse sind für niemanden sicher” – ein Gespräch zwischen den Aktivist_innen CeCe McDonald, Reina Gossett und Dean Spade in mehreren Videoclips gibt es  auf der Website des Barnard Center.

For Harriet veröffentlichte ein Interview mit der Juristin und Aktivistin Michelle Alexander über die (gesellschaftlichen) Konsequenzen der Gefängnisindustrie.

20 queere Personen of Color, die wir kennen sollten, listet das Outsmart Magazine.

Programieren lernen mit strippenden Frauen – Sarah Perez von TechCrunch findet’s eher uncool.

Feministing berichtet über die zunehmenden Proteste und Aktionen in Nigeria, um die entführten Schülerinnen zurück zu holen. Eine Zusammenfassung der Ereignisse, Hintergründe und Stellungnahmen nigerianischer Aktivist_innen veröffentlichte auch noch einmal der Guardian. Allerdings gibt es auch Repressionen gegen Protestierende, so Al Jazeera. Fungai Rufaro Machirori widmet den entführten Mädchen und dem Kontext, in dem diese Gewalttat steht, ein Gedicht. Spectra Speaks und Minna Salami erinnern daran, dass langfristig es nicht damit getan ist die Mädchen “zurückzubringen”, sondern auch die allgemeinen Lebenssituationen von Mädchen in Nigeria in den Fokus gerückt werden sollten.

Vergewaltigungsanklagen, die immer öfter aus hanebüchenen Gründen fallen gelassen werden, sind auch in den USA ein Problem, beschreibt The Independent.

Die Portugiesin Helena Costa wird als erste Trainerin eines europäischen Männer-Erstliga-Vereins das Team von Clermont, Frankreich, coachen.

Die Schauspielerin Gabourey Sidibe hat bei den Gloria Awards eine vielbeachtete Rede u.a. über Selbstbewusstsein und feministische Inspiration gehalten – ihr könnt sie hier, bei Vulture, nachlesen. Concern Trolling durch “besorgtes” Publikum gab es gratis dazu, kritisiert Ragen Chastain bei Dances With Fat.

Außerdem verrät sie zehn Gründe, warum sie nie wieder eine Diät machen wird.

Termine in Annaberg-Buchholz, Berlin, Innsbruck, Passau:

Seit vorgestern und noch bis zum 10.5. in PassauAye Aye Soeur! – Kulturfestival zu Gender, Gleichstellung und Feminismus

Im gleichen Zeitraum in Innsbruck: Intersex-Aktivist_innen inititeren Info und Proteste gegen den 25. Jubiläums-Kongress der “Europäischen Gesellschaft für Kinderurologie (ESPU)”

Am 8. Mai in Berlin: Queerfeministischer Filmabend mit FAT UP mit Filmen rund um fette Diskriminierung und fette Selbstermächtigung.

Am 23. Mai in Berlin: Demo für die Abschaffung des im “Transsexuellengesetz” vorgesehenen Gutachterverfahrens. Hier geht es zum Facebook-Event.

Am 26. Mai findet zum wiederholten Mal ein “Marsch für das Leben” in Annaberg-Buchholz (Sachsen) statt. Es gibt erstmalig Gegenaktivitäten.


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