Einträge mit dem Tag ‘Punk’


Russische Feministinnen rocken gegen den Staat

23. Januar 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 16 von 17 der Serie Im Osten nichts Neues?

Mit Punk gegen autoritäre Strukturen! In knall­bunten Sommer­kleidern und mit selbst­gestrickten Neon-Masken protestierte die feministische Punkband Pussy Riot in Moskau auf dem Roten Platz gegen den paternalistischen russischen Staat und seine ver­krusteten, sexistischen Strukturen. Die Musikerinnen riefen dazu auf, öffent­liche Plätze in Russland zu besetzen und für politische Reformen zu kämpfen, so die Berliner Morgenpost.

“Wir erinnern uns an die Ereignisse des Jahres 1968″, schreiben Pussy Riot in ihrem Blog [Anmerkung: mit Google Translate könnt ihr die Seite auf Deutsch oder Englisch lesen]. “Die gleichen Macht­strukturen wie bei Breschnew regieren das Land immer noch, sie sind nicht weg. Nur die Formen des Autoritarismus, der Kontrolle und des staat­lichen Terrors haben sich geändert… Bürger werden in Russland bis heute von den Macht­habern für psychisch Kranke gehalten, die keine Ent­scheidungen selbst­ständig treffen können”.

Auf dem Roten Platz spielten die Musikerinnen ihren Song “Putin Has Pissed Himself“, in dem sie den derzeitigen Minister­präsidenten und erneuten Präsident­schafts­kandidaten Wladimir Putin kritisieren. Sie singen: ”Aufstand in Russland – Charisma des Protests, Aufstand in Russland – Putin hat Schiss” (auf ihrer facebook-Seite hat Riot Grrrl Berlin den gesamten Songtext auf Englisch zum Nach­lesen).

Die Aktivistinnen wurden daraufhin von der Polizei ver­haftet und ver­prügelt, aber glück­licher­weise nach Stunden (vorerst) wieder frei­gelassen. Erschreckend, wie die russische Polizei mit feministischem Protest umgeht…

Die Band ist für ihre Protestauftritte bekannt. So spielte sie bereits auf dem Vorbau des Moskauer Unter­suchungs­gefängnisses oder auf dem Dach eines Busses. Inspiriert wurden die Punkerinnen laut eigener Aussage vom Arabischen Frühling. So geht es ihnen primär um Politik und nicht darum, Aufmerk­sam­keit für ihre Band zu erlangen. Die Aktionen zeigen auch schon erste Wirkungen: In anderen russischen Städten gibt es bereits Nach­ahmerinnen – ganz nach dem Motto der Musikerinnen: Krawall ist niemals leise!

Einen Hörbeitrag zu den Pussy Riots mit weiteren Informationen findet ihr bei Radio Bayern.


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Mit aufgeklebten Bärten und ausgeliehenen Stöckel­schuhen

8. September 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 6 von 11 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Supernachmittag

Seit 2003 gibt es “Supernachmittag” in der Duo Formation mit Sol Haring (git, vox, blues harp) und Anita/Peter Mörth (bass, vox, geige). Sol ist Musikerin in diver­sen Pro­jekten, Digital Media Künstlerin und Wissen­­schaftlerin in Graz. Anita/Peter ist Musiker, Künstlerin, Wissen­schaft­lerin und derzeit Qualitäts­­manager in Berlin. Im Inter­view mit der Mädchenmannschaft sprechen die beiden über die Grazer feministische Musik-Szene, die Verbindung von Gender Theorie und Musik und über irritierte Konzert­gänger_innen. Nicht nur musikalisch sind sie gut ausgestattet: Bärte, Stöckel­schuhe, Röckchen und Sakkos; Kot­letten, Männer­schuhe, Zigarren und Gitarren.

Was hat es eigentlich mit eurem Namen “Supernachmittag” auf sich?

Sol: Anita/Peter hat den Namen erfunden. Unsere Ab­kürzung – ein Name, unter dem wir auch be­kannt sind – ist: SNM.

Peter: Anfangs waren mehrere Inter­­pre­tationen für die Ab­kürzung im Spiel: von Sol aNd Moerth bis SexyNightMare – aber Super­nachmittag ist es dann ge­worden.

Ihr kommt aus Graz (Österreich). Gibt es dort so etwas wie eine feministische Musik-Szene?

Sol: Ja, die gibt es gerade vermehrt, im Forum Stadt­park gibt es zwei­mal jährlich die Grrrls Night Out, im November mit dem Motto “noise”. Es gibt außer­­dem ein sehr aktives Ladyfest Team und die OeH der Uni setzt sich auch für Frauen in der Musik ein.

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Revolutionäre Mädchen

5. September 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 56 von 58 der Serie Die Feministische Bibliothek

Zwanzig Jahre nachdem Bikini Kill Frontfrau Kathleen Hanna sich das Wort ‘Slut’ quer über den Bauch schrieb und das Riot Grrrl Manifest in einer Ausgabe eines Zines erschien, blicken wir zurück auf eine Bewegung, die ausgehend vom Nordwesten der USA weltweit neue Diskussionen zu Feminismus, weiblicher Selbst­bestimmung und Frauen in männer­dominierten Sphären wie Punk oder Rock Musik entfachte.

Ein Buch aus dem Mainzer Ventil Verlag wagt nun den ersten deutsch­sprachigen Rück­blick auf diese pop­kulturelle Jugend­bewegung, die erst­malig fast aus­schließlich von Mädchen und jungen Frauen ins Leben gerufen wurde: “Riot Grrrl Revisited. Geschichte und Gegen­wart einer feministischen Bewegung”.

Die Herausgeber_innen Katja Peglow und Jonas Engelmann haben eine Reihe an spannenden Interviews, Essays und Kurz­porträts zu­sammen­ge­tragen und teil­weise übersetzt. Aus­ge­stattet mit wunderbaren Illustrationen mutet das Buch selbst streckenweise wie ein liebevoll-selbst­gestaltetes Zine an.

Symphatisch beginnt das Buch mit einer Einleitung, in der sich die Heraus­geber_innen von vermeint­licher Objektivität distanzieren, da sie sich nicht ganz von einer “Nineties-Nostalgie” befreien können. Vielmehr wollen Peglow und Engelmann sich der Bewegung, die nach Europa meist nur in Form eines niedlich-gezähmten Mädchenkults oder als kapitalistisch verwertbare Girl Power rüber­schwappte, mit den Fragen nähren:

Was ist von der Revolution übrig geblieben? Wo sind die Rebel Girls von heute? Denn: Geblieben ist einiges, verändert hat sich für Frauen im Musik­geschäft eher weniger.

Das Buch skizziert die Entstehungs­ge­schichte der Riot Grrrl Bewegung und beleuchtet diese in ihren ver­schiedenen Facetten kritisch: Wer waren die Akteur_innen und wo lebten sie, was waren ihre Ziele und Bot­schaften, welcher Ästhetik bedienten sie sich? Das Themen­spektrum ist viel­fältig und beleuchtet Musik, die Lyrics und die Filme der Riot Grrrls, befasst sich mit Körper­politik, lesbischer Kultur und race/Rassismus innerhalb der Bewegung bis hin zu aktuellen feministischen Aktivitäten wie Ladyfeste oder das Girls Rock Camp. Am Ende haben die Herausgeber_innen noch ein “Who is Who” und ein Riot-Grrrl-ABC zusammengetragen, in denen mensch stöbern kann und erfährt, was ‘Backlash’, ‘Queercore’ oder ‘Zines’ sind.

Einen fetten Minuspunkt gibt es für die in den Übersetzungen verwendete Sprache: Wieder­holt finden sich dort diskriminierende Wörter – selbst im Kapitel “Race & Riot”, das sich kritisch mit den Rassismen innerhalb der Community auseinandersetzt. Es ist schade, dass in einem Buch über Feminismus und Selbst­ermächtigung so wenig Wert auf diskriminierungs­freie Sprache und Selbstbe­zeichnungen gelegt wird.

Obwohl die sprachlichen Fehlleistungen das Lese­vergnügen einschränken, ist das Buch empfehlens­wert. Es bietet einen leicht ver­ständlichen und bilder­reichen Einstieg in die feministische pop­kulturelle Bewegung, die Musiker_innen und Aktivist_innen bis heute prägt und hält auch für all diejenigen unzählige Anekdoten und Insider-Berichte parat, die sich schon jahrelang mit den Grrrls be­schäftigen.

So gilt damals wie heute: Revolution Girl Style Now!

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Das Buch über diesen Link zu bestellen, unterstützt die Mädchenmannschaft.
libri “Riot Grrrl Revisited. Geschichte und Gegenwart einer feministischen Bewegung” jetzt bestellen


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Samstagabendbeat mit einer Geschichtenerzählerin

22. Januar 2011 von Magda

Eine kleine feministische Geschichte von Kathleen Hanna über die 90er Jahre, Rebellion, Abtreibungskliniken, Kurt Cobain, Punk Rock und wie es ist, als Stripperin zu arbeiten. Inklusive “Smells Like Teen Spirit” und “Rebel Girl”.

(Wer ein Skript hat, gerne her damit.)


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Samstagabendbeat mit den Riot Grrrls Dominatrix

2. Oktober 2010 von Magda

Boxen aufgedreht und in Luftgitarren-Pose gestellt: Grrrl-Power von der Band Dominatrix aus Brasilien.


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Männerfeindlichkeit, Physik, Martin Büsser und Interviews zu Missy, Burka und Kapitalismusgeschichte

29. September 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 49 von 138 der Serie Kurz notiert

Ben schrieb schon vor zwei Wochen einen Entwurf zu Sexismus und Männerfeindlichkeit und fasste die interessantesten Kommentare in einem späteren Beitrag noch einmal zusammen.

Bei DRadio Wissen gibt es ein hörenswertes Interview mit Chris Köver zum Missy Magazin.

Das Missy Magazin erinnert noch mal an ihre coole Aktion Bake a Cake, Build a Bomb #2, bei der ihr ein Pimmel-Buch von Andrea Pritschow gewinnen könnt.

Das Schweizer Radio DRS interviewte die Basler Malerin, Aktivistin, Feministin Miriam Cahn zum Burka-Verbot und dem “Körper der Frau als Schlachtfeld” (via Antje Schrupp).

Simona machte uns auf Facebook auf den schon etwas älteren Vortrag ”Feminismus, Kapitalismus und die List der Geschichte” (deutsch als PDF) von Nancy Fraser aufmerksam, den ihr in Videoform (englisch) auch auf dailymotion folgen könnt.

Auf Suddeutsche.de berichten drei Studentinnen über die merkwürdigen Erfahrungen in ihrem ‘ungewöhnlichen’ Studium, Physik.

Der wunderbare Martin Büsser ist gestorben.

Martin war überall, schrieb für Intro, SZ, Fanzines, Buchbeiträge, machte Lesungen, hielt Vorträge, unterstützte, diskutierte: Pop war ihm mehr als Musik, Musik mehr als Pop – es ging um Gender, Filme, Comics, Fernsehen, Romane, Nationalismus, D.I.Y., es ging ums Ganze.

Einer von Büssers Vorträgen zu Geschlechterverhältnissen in der Punk- und Hardcoreszene findet ihr auf der Seite der AG Queer Studies. Das Missy Magazin hat einen kurzen, persönlichen Nachruf.

Terminkalender bereit: Vom Freitag, den 01.10.2010, bis Sonntag, dem 03.10.2010 könnt ihr ein Seminar zum Thema “Männerbilder” in Berlin besuchen, veranstaltet von BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN. Update: Fällt leider aus!


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Samstagabendbeat mit Beyond Pink

28. August 2010 von Magda

Die schwedischen Grrrls von Beyond Pink bringen eine deftige Portion Punk mit:

Beyond Pink sind zu Hause beim Label Emancypunx, welches eine Reihe an feministischen Riot Grrrl und Hardcore Frauen-Punkbands unter Vertrag hat. Wer die Mädels live erleben will, kommt am nächsten Samstag, den 4. September, in die Köpi nach Berlin.


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Punk, Kiana Ferouz, Burkinis&Bikinis, Eva Herman, Abtreibung, Geeks, Experimente und Niedriglöhne

28. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 53 von 138 der Serie Kurz notiert

The F-Word hat eine bisher 4-teilige Serie über Frauen in der Punkmusik.

Der Asylantrag der iranischen Schauspielerin Kiana Ferouz wurde nun doch angenommen. Obwohl Homosexualität im Iran verfolgt wird, bedurfte es erst einer Online-Petition, damit die britischen Behörden ihre Ablehnung überdachten (s.a. Artikel und Kommentar).

Mehr Burka-Neuigkeiten: Der Telegraph berichtet über den Rauswurf zweier Burkini tragenden Frauen aus einem französischen Schwimmbad. Und: In syrischen Schulen ist die Burka bzw. der Nikab nun auch verboten.

Frau Herman: Sie  nerven! Gnurpsnewoel kommentiert Hermans letzten Totalausfall mit den Worten: ”Ich will in Eva Hermans Welt nicht leben müssen.“ Auch auf Philibuster schreibt Nadia Shehadeh über den geistigen Absturz der Eva Herman.

Der Freitag über den Bikini, “Alptraum in zwei Teilen“: “Im Namen quasi atomar belastet, stand er zunächst für sexuelle Befreiung. Heute ist er Instrument weiblicher Selbstkontrolle.”

Sechs Frauen bekamen in Guanajuato in Mexiko 25 – 30jährige Haftstrafen, weil sie Abtreibungen vornehmen ließen. Schuldig gesprochen wurden sie wegen Totschlag, wie feministing berichtet.

Jamie Keiles ist eine High School Absolventin in Pennsylvania in den USA, die mit ihrem Blog TheSeventeenMagazineProject ein interessantes Experiment startete: Wie sieht das Leben aus, wenn frau nach den Regeln des Seventeen Magazine lebt?

DieStandard konstatiert, dass jede_r Fünfte in Deutschland im Niedriglohnsektor arbeitet: “Besonders stark von Niedriglöhnen betroffen sind junge Beschäftigte unter 25 Jahren, AusländerInnen, gering Qualifizierte, befristet Beschäftigte und Frauen.”

Geekfeminism hat einen interessanten Artikel über Computer Geeks und Privilegien: “If you were hacking since age 8, it means you were privileged.


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HIV, Sexarbeit, inhaftierte Schwangere, social media, Verschleierung, Gaza, die Maus, Körper und Punk

22. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 68 von 138 der Serie Kurz notiert

Kleines Land, großes Problem: DieStandard.at berichtet über die wachsenden Probleme mit AIDS und HIV in El Salvador. Laut der Hilfsorganisation Plan International liegt der Anteil heterosexueller Übertragung inzwischen bei 77 Prozent. Vor allem das fehlende Problembewußtsein verstärke die Krise noch.

Auf altmuslimah berichtet die Fotografin Kate Orne von ihren Recherchen in pakistanischen Bordellen und dem Kampf der Sexarbeiterinnen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Unglaublich: NPR berichtet über inhaftierte Schwangere in den USA, die bei der Geburt hinter Gittern weiterhin gefesselt bleiben.

DieStandard.at hat die europäischen Verschleierungsverbote bzw. Pläne dazu im Überblick.

Im Gaza-Steifen dürfen Frauen künftig in Cafés keine Wasserpfeifen mehr rauchen. Unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes ein weiterer Schritt hin zum konservativen „Gemeinwesen staatlich verordneter Gottesfurcht” fürchtet die Süddeutsche.

Die FAZ porträtiert die Erfinderin der Maus – Isolde Schmitt-Menzel. Obwohl die Maus bereits seit 40 Jahren über unsere Fernsehbildschirme wandert, zunächst als „Maus im Laden” dann in der „Sendung mit der Maus“, wußte das sogar an ihrer ehemaligen Hochschule bis vor kurzem kaum jemand.

DieStandard.at berichtet wie vor 40 Jahren die ersten Frauen in Wien eine Straßenbahn führen durften - unter argwöhnischer Beobachtung ihrer Kollegen.

Social media-Netzwerke werden stärker von Frauen als von Männern genutzt. Warum? Die Antwort von Jessica Fay Carter auf mashable.com lautet: Weil sie vom sozialen und kulturellen Kapital auch stärker profitieren.

Auf TheF-Bomb schreibt Danielle über ihre Erfahrungen als “’Phat’ Girl in a Skinny World“.

Wer nächste Woche Mittwoch in Berlin ist und auf feinsten Grrrl Punk steht, feiert mit AgathaRespect My Fist und Ex Best Friends in der Scharni 38 ab.


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The StattMatratzen: Rrriot-Rotzgören-Raketen-Rock aus Berlin

12. Mai 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 3 von 11 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

Mit knackigen Texten und saftigem Sound kochen die StattMatratzen neuerdings Diva Kollektiv seit fünf Jahren ihr eigenes Süppchen. Geschult durch das exzessive Berliner Nachtleben, wissen sie sich eindringlich Gehör zu verschaffen. Der Bandname trifft genauso wie die Texte provokant in die Lauscher des Endverbrauchers. Auf Schnörkel und unnötiges Gedudel wird dabei bewusst verzichtet. Lieber wird traktös philosophiert und der Kerngedanke lauthals in die Welt geschmettert! Sie verblüffen durch elegante Frische, parken die Vernunft gerne mal zu Hause und sonnen sich in ständiger Reizüberflutung! Hunderte von Konzerten & knallbunten Partys, das ständige süß und niedlich sein, Diätjoghurt und Tiefkühlpizza, die gute Kinderstube und die neu erworbenen Z-Promi Allüren geben die restlichen Zutaten um die aus Buttermilch geformten Federwesen zu Rotzgören der extra Klasse zu machen!

Gibt es eine Geschichte zu eurem Bandnamen?

Als wir vor fünf Jahren die Band „The StattMatratzen“ gegründet haben, lag unser Augenmerk auf Provokation und Avantgardismus, wir haben alles benutzt um uns in Szene zu setzen – auch den Bandnamen! Unsere Musik war zu Beginn sehr dilettantisch, aber wir haben das mit Bühnenperformance und verrückten Ideen überspielt. Unser Ansatz war eher ein künstlerischer – Cut & Paste – reiß etwas auseinander und schaff einen neuen Kontext!

Wie kamt ihr zum Punkrock?

Heute stellen wir uns eher die Frage wie kommt man da wieder weg! Zu Beginn haben wir uns bewusst in diese Schiene rein manövriert. Mittlerweile kochen wir aber gerne unser eigenes Süppchen, welches nicht zwangsläufig immer mit Punkrock zu tun hat. Musikalische Eingrenzungen sind zwar unumgänglich, allerdings sind wir gerne Grenzgängerinnen – das ist spannender und eröffnet uns mehr Möglichkeiten!

In einem Interview mit Radio Fritz habt ihr gesagt, dass ihr euch bewusst dafür entschieden habt, nur Frauen in der Band zu haben. Wieso?

Ach du liebe Zeit, da hast du dir tatsächlich unser famoses vier Uhr morgens Interview bei Radio Fritz rein gezogen. Wir stellen solche Sachen natürlich gerne überspitzt dar, was aber nicht bedeutet, dass wir uns nicht vorstellen können auch mit Männern Musik zu machen. Haben wir alle auch schon und würden wir auch wieder, aber uns hat einfach die Erfahrung gereizt und die war und ist großartig nur mit Mädels Musik zu machen! Das ist einfach intimer.
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