Einträge mit dem Tag ‘Psychatriekritik’


Rechte Diskurse im Wahlkampf, Flüchtlingsfrauenkonferenz und feministischer Clickbait – kurz verlinkt

6. September 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 361 von 362 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Artikel

Leila El-Amaire bei Zeit Campus darüber, wie Menschen reagieren, wenn sie Sexismus, Rassismus etc. anspricht: „Ich habe auch keine Zeit mehr, männliche Egos zu streicheln, bevor oder nachdem ich sexistisches Verhalten anspreche. Ich habe keine Zeit, Menschen mit den selben Überzeugungen wie ich, davon zu überzeugen, plumpe 0815-AfD-Anschuldigungen zu durchschauen und zu dekonstruieren. Ich habe keine Zeit mehr, meine Aufmerksamkeit öfter den Leuten zu widmen, die Muster reproduzieren, als den Leuten, die darunter leiden.“

Women Breaking Borders: Im September findet in Berlin eine bundesweite Flüchtlingsfrauenkonferenz statt. Die könnt ihr jetzt noch finanziell unterstützen.

Vanessa Vu analysiert bei der ZEIT anhand des TV-Duells und der Wahl-o-Mat-Fragen, wie sehr die rechte Diskurse den Wahlkampf dominieren.

Gute Möglichkeit sich zur Bundestagswahl zu den Themen zu informieren, die super wichtig sind, aber wenig Raum bekommen: Das Projekt Die Wahlprüfsteine bündelt Wahlprüfsteine zu Antidiskriminierung und Gleichstellung.

Am 16.09. gehen mal wieder Abtreibungsgegner_innen in Berlin auf die Straße. Wie in jedem Jahr wird es natürlich Proteste und Störaktionen geben. Hier schon einmal ein Mobi-Trailer.

Die neue Ausgabe der an.schläge ist da und es dreht sich alles um Psyche & Gesundheit. Peet Thees fordert beispielsweise Feministische Revolution statt Burn-Out-Prävention in ihrem Artikel und es gibt eine Zusammenstellungen mit Blogger_innen zum Thema.

In der analyse & kritik hat Hannah Schultes mit Silvia Federici über Lohn für Hausarbeit, Frauenstreiks, Identitätspolitik und Detroit gesprochen http://www.akweb.de/ak_s/ak629/38.htm

Auf Feminist Clickback gibt es richtig viele Tipps um feministische Seiten besser für Suchmaschinen zu optimineren, damit unsere Inhalte mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Englischsprachige Artikel

OUR_STORY sucht noch bis Dezember neue Beiträge: „OUR_STORY wants to challenge a heteronormative history that has been written by white men and colonizers. OUR_STORY wants to highlight voices that are and have often been silenced.“

Die feministische Schreiberin und Künstlerin Kate Millet (unter anderem „Sexual Politics“) ist verstorben. Emily Langer erinnert an ihre Arbeiten in der Washington Post.

Munroe Bergdorf äußerte sich zu weißen Privilegien und Rassismus – und wurde dann von L’Oréal gefeuert. Beim Guardian spricht sie über Rassismus, Trans- und Homofeindlichkeit, sexualsierte Gewalt und warum es wichtig ist sich zu äußern: „It puzzles me that my views are considered extreme“.

Termine in Berlin, Bielefeld, Bremen, Freiburg, Göttingen, Halle, Hamburg, Merseburg, Mühlheim und Münster

Vom 8.-10. September 2017 findet in Bielefeld das GRRRLS* Skate Fest statt, an dem Wochenende geht es um eine queerfeministische Perspektive auf die Skate-Szene, Vernetzung und es werden Workshops angeboten. Weitere Infos findet Ihr hier. Außerdem könnt Ihr auch dem Instagram-Account folgen.

Am 09. September in Berlin: Die Konferenz „Zukunft bestimmen: Afro-feministische_LGBTIQ* Perspektiven auf Bildung, Politik und Identität im Kontext globaler Ungleichheiten“ ist ein Versuch, einen Raum zu schaffen, in dem die Zukunftsperspektiven afrikanisch/-diasporischen Aktivist*innen Gehör finden können. Infos hier.

09./ 10. September in Göttingen: Das Projekt TRANS* – JA UND?! veranstaltet einen Train-The-Trainer Workshop für trans* Jugendliche und junge Erwachsene (14-26 Jahre), die sich in Gruppenleitung ausprobieren und erfahren wollen, wie sie eigene kreative Workshops oder Gruppenangebote gestalten können.

11. September in Berlin: Homosexualität als Asylgrund – Rafia Harzer spricht über „sichere“ Herkunftsländer und die spezifischen Herausforderungen.

12. September in Berlin: „Gegen Sprachlosigkeit. Feministische Stimmen für offene Räume und offene Worte“ mit Amanda Lee Koe [Singapur] und Mithu Sanyal [Deutschland/Indien].

Vom 13. September bis 17. September treffen sich über 100 Frauen aus Brasilien, Guatemala, Argentinien, Mexiko, Guinea Bissau und Europa zum zweiten internationalen Festival „Ma(g)dalena – Theater der unterdrückten Frauen“ in den Berliner Uferstudios. Mehr zum Programm erfahrt Ihr hier.

Vom 15. – 17. September findet in Münster „queerfeMS“ statt – ein Wochenende lang Vorträge, Workshops, von- und miteinander Lernen, DIY, Musik, Zeit für Vernetzung und Empowerment,(Selbst-)Reflexionen und leckeres Essen.

Im September ist es dann soweit! Am 16. September findet in Berlin die „Inauguration Conference | Center for Intersectional Justice“ statt.

Im Rahmen des Theaterfestivals „The Future is F*e*m*a*l*e*“ (Sophiensaele, Berlin) spielt unter anderem Projekt Schooriil, und zwar: „To MILF or not to MILF“ am 19. und 20. September.

Fussball und Fans: Am 20. September in Berlin gibt es interessanten Input bei Kicks für alle.

21. September in Merseburg: Veranstaltung mit Mithu Sanyal: „Rape revisited. Warum wir über sexualisierte Gewalt sprechen, wie wir darüber sprechen„. (FB-Link)

22. bis 24 September in Berlin: Design Thinking und Interkulturelle Innovation – ein Projekt für geflüchtete Frauen. (FB-Link)

Es gibt noch bis zum 22. September einen dritten Durchlauf der Fortbildungsreihe „Hier und jetzt! Kolonialismus und Kolonialrassismus im Schulunterricht“ und dazu einzelne Termine zu denen Ihr Euch anmelden könnt – alle Module und Infos zur Anmeldung findet Ihr hier.

28. September in Mühlheim: Buchvorstellung und Diskussion zur Anarchafeministin Rirette Maîtrejean (1887-1968).

29. September in Halle: Tagung zu „Was ist das für 1 Männlichkeit? Männlichkeiten zwischen Selbst- und Fremdbildern„. Anmeldung bis zum 11. September möglich.

6. bis 7. Oktober in Berlin: Kostenloser Programmier-Workshop für Frauen und nicht-binäre Menschen. Anmeldeschluss ist am 10. September.

Das 24. queerfilm Festival findet vom 10. bis 15. Oktober in Bremen statt.

13. bis 15. Oktober in Freiburg: Drei Tage LaDiY Fest!

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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NSU-Prozess, male gaze und feministische Psychatriekritik – Kurz verlinkt

8. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 195 von 362 der Serie Kurz notiert

Am Montag begann der so genannte NSU-Prozess. Aus diesem Anlass veröffentlichte das Migazin einen Ausschnitt aus dem Buch „Schmerzliche Heimat. Deutschland und der Mord an meinem Vater“ von Semiya Şimşek, Tochter des erste Opfers (Enver Şimşek) der NSU-Mordserie.

Ein weiteres Beispiel für die bisherige furchtbare „Ermittlungs“arbeit zu den NSU-Morden hat die taz beschrieben. Bei der Gazelle gab es außerdem ein Interview mit Mehmet Daimagüler, der die Familien zweier Opfer als Nebenkläger vertritt.

In der Sendung „Insight Germany“ der Deutschen Welle ist Grada Kilomba, Schriftstellerin und Professorin für Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin, zu Gast. Kilomba spricht zum Beispiel über ihr Buch „Plantation Memories. Episodes of Everyday Racism“. [Englisch]

Bei der Heinrich-Böll-Stiftung schreibt Pasquale Virginie Rotter über ihr Konzept von „Empowerment in Motion„.

Im IANYAN Magazine wird die Dokumentation “My Grandmother’s Tattoos” besprochen. [Englisch]

Wie die Abbildung zweier Frauen auf einem Werbeplakat perfekt in männlich-heterosexuelle Blicke passt, nimmt Sociological Images auseinander. [Englisch]

In der letzten Woche hatten wir schon einmal aufmerksam auf die neue an.schläge-Ausgabe gemacht. Jetzt ein spezifischerer online Lesetipp: Vier Stimmen zu Psychologie/Psychatrie aus feministischer Perspektive.

Noch mehr Lesestoff: For Harriet stellt siebzehn Schwarze Blog_gerinnen vor.

Für das quEAR-Festival werden noch bis zum 30.06 Einreichungen gesucht!

Termine in Bochum und Hamburg… nach dem Link: (mehr …)


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Lesestoff zum revolutionären 1. Mai

1. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 194 von 362 der Serie Kurz notiert

Kübra Gümüşay spricht in einem Interview mit dieStandard über Femen und muslimische Feminist_innen.

dieStandard berichtet auch darüber, dass es nun in Wien mehr Beratungsstellen für arbeitslose Frauen geben soll.

Bei Black Girl Dangerous schreibt Mia McKenzie anlässlich des Anschlags in Boston zur Konstruktion von „unschuldigen Kindern“ und welche Kinder dort mitgedacht werden und welche gerade nicht. [Englisch]

Die nigeranische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie hat ein neues Buch („Americanah“) herausgebracht. Beim Independent spricht sie über race, Afrikabilder in den USA und Europa, Darstellungen von WoC und die Verfilmung ihres zweiten Buches. [Englisch]

In Berlin gibt es die Kita „Kwetu“, die vor allem von Schwarzen Kindern besucht wird und wo ein Augenmerk darauf gelegt wird, dass sich alle Kinder auch bei Spielzeug und in Büchern wiederfinden. Migazin war zu Besuch und hat sich mit Eltern u.a. über alltäglichen Rassismus unterhalten.

Ebenfalls beim Migazin schreibt Gabriele Boos-Niazy unter dem wunderbaren Titel „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte die betroffenen Frauen und Mädchen.“ zum Thema Kopftuchverbot.

Letzte Woche wiesen wir bereits auf das deutsche Äquivalent hin, hier aber auch noch die englische Variante: 100 Percent Men. [Englisch]

Das Blog des Zentrums für transdisziplinäre Genderstudien veröffentlicht einen Offenen Brief, der sich aus fem-me-inistischer Perspektive mit der Trans*Tagung Berlin 2012 auseinandersetzt.

Bei konkret geht es um Klassendiskriminierung unter Linken.

White Male Bingo: fasst die letzten Debatten zu Rassismus und Sexismus nochmal schön zusammen. [Englisch]

Claire Horst  hat bei der Jungle World schon vor zwei Wochen zur BarbieDreamHouse-Debatte geschrieben und stellt die größere Frage: „Wie politisch ist Spielzeug?„.

“I’m a 34-year-old NBA center. I’m black. And I’m gay.”, schrieb Jason Collins. Der New Yorker schreibt darüber und kontextualisiert.[Englisch]

Pussy Riot Aktivistin Tolokonnikova stand wieder vor Gericht. Es ging um ihre beantragte Haftauslassung. Dieser wurde – nicht überraschend – nicht zugestimmt. Sie durfte nicht einmal ihr Schlussstatement vortragen. Bei The Russian Reader wurde aber eine Übersetzung veröffentlicht. [Englisch]

In Kiel fand das Transgender Film Festival statt. Auf der Webseite könnt ihr nun auch sehen, an wen Preise vergeben wurden.

Eine neue an.schläge-Ausgabe ist erschienen. Titelthema ist dieses mal „Psychatrie &Geschlecht„. Wie immer gibt es auch eine ganze Reihe von Texten online zu lesen.

Ihr wollt Bücher bestellen? Seit März gibt es nun eine „Internetbuchhandlung für feministische & emanzipatorische Bücher und Medien„, nämlich fembooks.

Die Lesbenberatung in Berlin hat nun eine Facebook-Seite.

Nach dem Klick Termine in Bonn, Marburg, München und Wien:

(mehr …)


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Freund_innenschaften, Intersektionalität und Steubenville – Die Blogschau

23. März 2013 von Charlott
Dieser Text ist Teil 197 von 295 der Serie Die Blogschau

Alles nicht so einfach, findet Nadia in ihrem Text auf Shehadistan zu „Intersektionalität: Dünnes Eis„.

Urmilla von anders deutsch war bei der #aufschrei-Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung und berichtet davon.

Was hat Queerfeminismus mit Kapitalismuskritik zu tun? Beim audioarchiv gibt es einen Vortrag zum Thema auf die Ohren.

madame adam erzählt auf seinem Blog wie seine politische und feministische Politisierung vorwiegend über Musik stattfand.

Wenn Freund_innenschaften es nicht schaffen“ – auf Undercover of Color gab es diese Woche einen Text über Freund_innenschaften, Gesellschaftskritik und das manchmal damit einhergehende Freundin_innenschaften-Ende.

Bei Identitätskritik gibt es „Anekdoten aus der Psychiatrie – Freundlichsein und Bäume knutschen„.

AufZehenspitzen schreibt anlässlich von Steubenville über r*p* culture und zeigt, wo sich deren Existenz auch in Österreich manifestiert.

Nadine schreibt auf ihrem Blog medienelite über Erwerbsarbeit, die Entgrenzung von Arbeit und “Nicht-Arbeit” und unauflösbare Widersprüche.

Katrin von reizende Rundungen berichtet von der ersten großen Veranstaltung für „Plus Size“-Bloggerinnen.

Hier gibt es einen offenen Brief an das Portal afroguide. Dieser kann auch mitgezeichnet werden.

Adria Richards, Entwicklering bei SendGrid, wurde gefeuert, da sie Fotos eines Typen veröffentlichte, der auf einer Konferenz sexistische Witze riss. Die ganze Geschichte hat femgeeks zusammengetragen.

Auf zu viel davon geht es um das Konstrukt Sex und da heißt es dann zum Beispiel:

zu versuchen, der sozialisation und der internalisierten kackscheisse und den tabus ein wenig und mehr zu entrinnen und w_orte zu finden, sich absoluten konsens als grundvoraussetzung für alles zu setzen. personen kennenzulernen, die das auch so sehen. den mut zu finden zu sprechen und ab_zu_sprechen und wertzuschätzen. auch wenn mal worte fehlen und die vielleicht holpern oder total schwer fallen.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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