Einträge mit dem Tag ‘Programmhinweis’


Ein Tag gegen Rassismus – Fünf Fragen, Fünf Antworten

20. März 2015 von Sharon

Für alle, die sich einfach kurz mal einen Überblick verschaffen wollen :-)

1. Warum gibt es den Internationalen Tag gegen Rassismus?

Bei einer friedlichen Demonstration von ca. 20.000 Personen gegen die diskriminierenden Passgesetze des damaligen Apartheid-Regimes wurden am 21. März 1960 69 Personen (darunter 8 Frauen und 10 Kinder) in Sharpville (Südafrika) von der Polizei erschossen. 180 wurden verletzt. Seit 1966 wird jedes Jahr am 21. März, durch einen Beschluss der Vereinten Nationen, dem Internationalen Tag für die Beseitigung der rassistischen Diskriminierung* gedacht.

2. Gibt es überhaupt Rassismus in Deutschland?

LOL :-)

(Oder war das eine ernstgemeinte Frage?)

3. Was passiert denn am 21. März dieses Jahr in Deutschland?

Well, auch in Deutschland gibt es sogar inzwischen Internationalen WOCHEN gegen Rassismus!!! Und wir sind schon mitten drin: dieses Jahr finden sie nämlich 16.-29. März 2015 statt.

In Berlin findet u.a. diesen Samstag (21 März) einige Events statt, organisiert von der Kampagne „My Right is Your Right„. Die Demonstration fängt um 13:00 am Spreewaldplatz (Kreuzberg) an.

4. Und was kann ich tun, wenn der Tag bzw. die Wochen vorbei sind?

Rassismus geht uns alle** an. Es lohnt sich wirklich, sich mit den Erscheinungsformen und Folgen von Rassismus auseinanderzusetzen. Erst dann ist es überhaupt möglich Rassismus effektiv entgegenzutreten.

Meine ganz persönliche „top ten“ an Weiterbildungs- bzw. Empowerment-Empfehlungen (in Deutschland):

  • ADEFRA e.V. (Empowerment für Schwarze Frauen in Deutschland, Generation ADEFRA Stammtisch findet jeden dritten Freitag im Monat statt – offen für Schwarze Frauen)
  • Black Diaspora School (Ein Empowerment Projekt für Schwarzen Jugendlichen von der in Berlin basierten Bibliothek „Each One Teach One e.V.“ )
  • Der Braune Mob e.V. (Empowerment, Medienanalyse und Bildung für Schwarze Menschen und weitere People of Color in Deutschland)
  • IniRromnja (Ein Zusammenschluss von Berliner Roma-und-Sinti-Frauen)
  • Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V. (Empowerment für Schwarze Menschen in Deutschland)
  • Institute für diskriminierungsfreie Bildung (Fortbildungen für Lehrkräfte zu diskriminierungsfreier und rassismuskritischer Bildungsarbeit)
  • Korientation e.V. (Ein kulturpolitisches Netzwerk von Asiatischen Deutschen und Asiaten und Asiatinnen mit dem Lebensschwerpunkt Deutschland)
  • LesMigraS  (Beratung und Unterstützung für lesbische/bisexuelle Migrant_innen und Schwarze Lesben und Trans*Menschen)
  • Phoenix e.V. (Anti-Rassismus Trainings für Weiße, Empowerment Trainings für Rassismuserfahrenen)
  • ReachOut e.V. (Beratungsstelle in Berlin für Opfer rassistische Gewalt)

5. Ich bin wirklich kein Rassist, ab…

Oh, stop! Dieser Artikel ganze Webseite ist nicht für dich. #SeeYa

*Im Original „Rassendiskriminierung.“ Ich habe es geändert um deutlich zu machen, dass es keine biologischen Rassen gibt. Wirklich nicht.

**Wer sich nicht involviert sieht, hat vielleicht ein wenig zu viel Privilegiensaft getrunken. Oder ist heftig am Verdrängen. Oder beides.

 


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Feminism lesen und gucken: Die Blogschau

1. Oktober 2011 von Verena
Dieser Text ist Teil 132 von 295 der Serie Die Blogschau

Zwzorza guckt TV und entdeckt einen Beitrag über die libanesische HipHopperin Malikah. Allerdings kommt auch das ZDF nicht an Stereotypen wie jung und sexy vorbei. Ist ja auch total einfallsreich.

Im Comic-Fieber: Ti_Leo rezensiert zwei Comicneulinge. Wonder Woman von Brian Azzarello und Catwoman von Judd Winick. Die eine ist top, die andere flop…

Afrika Wissen Schaft widmet der verstorbenen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai einen Nachruf. Mehr zu Maathai ist auch bei fembio nachzulesen.

Ein Fremdwörterbuch träumt vom eigenen Modeblog. Aber stattdessen äußert sie sich erstmal in einem Posting über Qualität und Quantität in der Mode, Konsumwahn und was statt dem neuesten Fummel wichtig sein kann.

Der Band „Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre ‚Muslime versus Schwule'“, herausgegeben von Koray Yilmaz-Günay, greift die seit dem 11. September 2011 verschärften Debatten in der BRD zum „Islam“ auf. In der Rezension im Mädchenblog heißt es dazu:

Der Band […] führt das für die Debatte unentbehrliche Wissen prononciert zusammen. Er vereinigt Beiträge seit 2003, die neu abgedruckt wurden, und eigens für diesen Band verfasste. Es werden historische Traditionen herausgearbeitet, die im Kolonialismus wurzeln. Es kommen konkrete Erfahrungsberichte und quantitative Auswertungen vor. Und es wird vor allem nachgezeichnet, wie verstärkt seit 2001 – aber auch bereits zuvor – rassistische Entwicklungen in lesbischen und schwulen mehrheitsdeutschen Communities um sich griffen, wie CSDs mittlerweile zu „White Prides“ verkommen, bei denen man sich westlich der vermeintlichen eigenen Überlegenheit und der vermeintlichen Unzivilisiertheit „des Anderen“ versichert.

Noch mal Mädchenblog: Pia regt sich über die aktuelle Kindermodenkollektion von Lidl auf. Rehkitze als Motiv für das schüchterne, verletztliche Mädchen und Wolfmotive für den bösen, aggressiven Jungen. Da hol doch mal einer Rotkäppchen…


Und Mädchenblog zum Dritten: Die Werbekampagne eines kanadischen FriseurInnengeschäfts sorgt für Kritik: Zu sehen ist eine aufwendig, perfekt wirkende Frau mit einem blauen Auge, hinter der ein Mann in dominanter Pose steht.

Eine neue Entscheidung gibt es im Ranftle-Fall, in dem es um den Nachlass eines homosexuellen US-Amerikaners an seinen Ehemann geht. Queernews berichtet.

Hanhaiwen fordert zum Gedankensturm für den kommenden Ada-Lovelace-Day am 7. Oktober auf.

Die Lesbomatin ist vom BH-Zwang genervt und fragt augenzwinkernd, ob er gar die europäische Antwort auf die Burka ist.

Willkommen in der Blogsphäre: Kasimpasa International.

Nicht neu, aber trotzdem einen Klick wert: Berlin-Woman, das Online-Magazin für Berliner Stadtkultur mit einem „weiblichen“ Blick.

Und einen Termin gibt es auch noch: Das Magazin Feigenblatt präsentiert am 2. Oktober das Warmup für das Porn-Film-Festival, das vom 26. bis 30. Oktober in Berlin stattfindet. Gezeigt wird – unter Anwesenheit der Regisseurin Jennifer Lyon Bell der Film „Skin. Like. Sun.“, sowie mit „Headshot“ eine ältere Arbeit der Regisseurin.


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Wissen, wie es geht

30. September 2011 von Verena

Sex – wir alle glauben zu wissen, wie es geht und doch gibt es immer mehr, vor allem junge Menschen, die kaum etwas über die biologischen Vorgänge im Körper wissen und ergo keine Ahnung von Verhütung haben. Vom weiblichen Orgasmus haben auch immer noch viel zu viele Leute keine Ahnung. Nur den G-Punkt, den hat die Schönheitschirurgie für sich entdeckt. Die Vulva-Spots der Woche:

Vom 25. bis 29. Oktober findet in Kiel das 4. Fetisch Film Festival statt. Ich bin zwar nicht so fetisch-filmerfahren, um Empfehlungen abzugeben, aber Filme wie „Profane“ oder „Tenderloin Tramp“ klingen vielversprechend. Ein Star-Aufgebot gibt es auch: Mit „Eine dunkle Begierde“, in dem Keira Knightley und Viggo Mortensen die Hauptrollen mit freudschem Fetisch spielen.

Na, noch auf der Suche nach dem G-Punkt? Dann lasst doch einfach mal den/die Schönscheitschirurg_in ran. Nicht nur schnippeln die ÄrztInnen immer öfter an den Schamlippen rum, nun werden sogar die G-Punkte aufgespritzt. Nennt sich dann ‚G-Shot‘. Darüber und über die gängigen Vulva-OPs für bescheuerte Designer-Vaginas berichtete Anfang September frauTV. Zu sehen ist der Beitrag auch auf der Internetseite der Sendung. Aber wieso sagen die immer ‚da unten‘?!

Erika Lust stellt in ihrem Blog Orgasmus-Coach Nicole Deaaedone vor, die weibliche Orgasmusprobleme für kein biologisches sondern ein kulturelles Problem hält: Zu viel Arbeit, zu viele Diäten, Unruhe und sozialer Druck seien die Umstände, die Frauen ihren Höhepunkt versagen. Jezebel empfiehlt zum Thema die positiven Nebeneffekte beim Yoga und Deadone stellt ihr Orgasmus-Manifest bei TED vor:

Global Voices unterhält sich mit der us-amerikanischen Kulturwissenschaftlerin Katrien Jacobs über ihr jüngstes Buch „People’s Pornography“, in dem sie das D.I.Y. chinesischer Internetpornographie untersucht. Sehr spannend, weil die – überwiegend – jungen Chinesen damit doppelt gegen das Gesetz verstoßen: Sie haben Sex, wie es ihnen gefällt und sie laden ihn auch noch hoch. Weniger erfreulich dagegen ist die weit verbreitete männliche Fantasie, mit minderjährigen Mädchen Sex zu haben, um sich in ihrer männlichen Macht-Position bestätigt zu fühlen.

Die Porno-Recyclerinnen von Hazel Glory kommen bei  jetzt.de zu Wort. Ist nicht ganz neu, SpOn hat auch schon mal drüber berichtet. Warum sich die zwei Schweizerinnen dem 70er Jahre Porno verpflichtet sehen, begründet Sabine Fischer sehr sympathisch:

Die 70er waren auch das sogenannte „Golden Age of Porn“. Es war eben noch die Zeit vor Videos und es gab somit keine Schnellproduktionen. Heute dreht man an einem Nachmittag einen Porno: In einem kargen ekligen Raum mit tonnenweise Make-Up machen zwei Leute Sex und das war’s dann.

Laut einer internationalen Studie mit mehr als 6.000 Jugendlichen aus 26 Ländern wissen junge Menschen immer weniger über Verhütung und die Risiken ungeschützen Verkehrs und trauen sich auch nicht, ihre Eltern danach zu fragen. Reuters zitiert die Studie, nach der allein ein Drittel der befragten ÄgypterInnen annahm, nach dem Sex zu duschen verhindere eine Schwangerschaft…


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Young Media Summit 2011: Unterwegs in Kairo

25. Mai 2011 von Helga

Gestern morgen hat das Young Media Summit 2011 bereits begonnen. Da ein Blogger aus Tunesien leider kein Visum bekommen hat, sind hier nun 17 Blogger_innen versammelt, um sich über die Revolutionen und die Rolle neuer Medien auszutauschen. Nach einigen Vorstellungsrunden, bei denen sich schon einige spannende Diskussionen entspannen, ging es gestern abend auf den inzwischen weltweit bekannten Tahrir Platz.

Graffiti in der Nähe des Tahrir Platzes: POWER OF THE REVOLUTION

Heute waren wir noch einmal in Kairo unterwegs und haben zu verschiedenen Themen recherchiert. Hannah ist gerade noch unterwegs mit Hussein Ghrer, Razan Ghazzawi und Michael Seemann, um herauszufinden, ob die sexuelle Belästigung seit der Revolution zurückgegangen ist. Huda Jafar und ich waren u.a. wieder auf dem Tahrir Square und haben die ägyptischen Frauen nach ihrer Beteiligung an der Revolution befragt und welche Hoffnungen sie für die kommenden Monate haben. Am Abend wird schließlich im Goethe-Institut Kairo eine Talkshow aufgezeichnet werden, die dann am Freitag um 20 Uhr im DW-TV Arabia ausgestrahlt (online im Livestream zu sehen) wird.


Fotos, Videos und Blogbeiträge (in Englisch), sowie die weiteren Ankündigungen und eine Übersicht über die Twitteraccounts gibt’s auf youngmediasummit.org.


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TV-Tipp für Sonntag nachmittag

21. Mai 2011 von Helga

Über die Strickistinnen hatten wir vor dem Weltfrauentag bereits berichtet. Morgen nachmittag könnt ihr sie im Fernsehen anschauen. Auf Arte läuft Yourope mit einem Spezial zum Thema „Protestformen“, neben den Revolutionen in Ägypten und Tunesien wird auch Stricken für die Gleichberechtigung vorgestellt. Ab 17:15 Uhr – wer es verpasst, hat später noch eine Woche Zeit, die Sendung online anzuschauen, außerdem gibt es am 24. Mai um 7:30 Uhr eine Wiederholung.


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Samstagabend-TV-Tipp

19. Februar 2011 von Verena

Sind die Chancen auf Sex am Wochenende eigentlich größer als während der Woche?! Das mag sein. Auf Vox heute Abend auf jeden Fall. Denn der Sender startet in den späten Samstagabend mit einer Spiegel-TV-Reportage über das weibliche Verhältnis zum Sex. „Frauen sprechen über Sex“, so der Titel einer mehrteiligen Dokumentation, deren erster Teil heute ab 22 Uhr ausgestrahlt wird.

SPIEGEL TV hat insgesamt 25 Frauen zu ihrer Sexualität befragt, Frauen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität, Profession: die jüngste knapp über 20, die älteste 81 Jahre alt, Wissenschaftlerinnen, Medizinerinnen, Therapeutinnen, Moderatorinnen, Managerinnen und Musikerinnen, Ex-Dominas und Porno-Produzentinnen, Kabarettistinnen, Kolumnistinnen, Publizistinnen, Prominente und Nicht-Prominente.

Ob das etwas taugt, kann ich nicht beurteilen, aber für den Satz mit dem Herausgeberin Nicole Rüdiger zum Thema „stereotype Bilderwelten in den Medien“ zitiert wird, würde ich glatt einschalten:

Wenn ich das schon lese: ‚Zehn Tipps, wie ich zur Sex-Göttin werde‘. Das ist doch totaler Blödsinn! Entweder man lebt das und verinnerlicht es, aber indem ich das gelesen und drei Kreuzchen gemacht habe, bin ich doch danach noch lange keine Sex-Göttin?!

Außerdem mit dabei: Petra Joy, Mia Ming, Thea Dorn, Sissi Perlinger und und und… Los geht es um 22 Uhr.


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Der Internationale Frauentag wird 100 und wir feiern!

18. Februar 2011 von Helga

Dieses Jahr ist es zum 100. Mal soweit: Am 8. März wird der Internationale Frauentag begangen. Schon vorher und auch danach gibt es in vielen Städten verschiedene Aktionen und Feiern. Falls ihr noch weitere kennt, ab damit in die Kommentare.

Tipp: Drücken von „Strg“ und „F“ (bzw. „⌘“ und „F“ für Mac-User_innen) öffnet ein Suchfenster im Browser, mit dem ihr ganz einfach nach dem Namen Eurer Stadt suchen könnt.

Erstaunlich viele Termine findet man bereits, wenn man in die lokale Terminsuchmaschine „Frauentag“ eingibt, etwa für das Münsterland. Da gehen die Festlichkeiten schon echt früh los, am 20. Februar präsentieren sich im Drensteinfurter Kulturbahnhof die lokalen Frauenverbände und das Wochenende darauf, genauer gesagt am 27. Februar gibt es in Steinfurt ein Frauenkulturfrühstück.

Auch in Bayern fanden schon einige Veranstaltungen statt, deutlich mehr kommen aber noch, etwa heute nachmittag ab 15 Uhr der Genderwalk in Kaufbeuren mit Ekin Deligöz. Mehr in der Übersicht von Bündnis90/Die Grünen. In München feiert ihr bei „Kafe+Film zum Internationalen Frauenkampftag“ im Kafe Marat.

In Karlsruhe wird die Politikwissenschaftlerin Salua Nour über die Hintergründe des Aufstandes in Ägypten und die Rolle der Frauen berichten (via maedchenblog).

 

Fast am anderen Ende der Republik, in Paderborn, gibt es neben der Feier am 8. März (19 Uhr im Rathaus) ein breites Rahmenprogramm (PDF), mit besonderem Fokus auf Seminaren für Existenzgründerinnen und Berufsrückkehrerinnen – am 25. März ist schließlich auch wieder der Equal Pay Day. Weitere Termine aus dem Umland gibt es bei der Neuen Westfälischen.

Ebenfalls im Norden: Bremen und Bremerhaven. Dort gibt es ab dem kommenden Mittwoch den 23. Februar zahlreiche Veranstaltungen – der Auftakt ist eine Diskussionsrunde zu Migrantinnen in den Medien (19 Uhr bei Radio Bremen), zu der u.a. Hilal Sezgin nach Bremen kommt. Am 8. März wird dann in Bremerhaven unsere Autorin Helga Hansen an einer Podiumsdiskussion zum Frauentag teilnehmen.

Mit einem Hexenfrühstück beginnt am 26. Februar das Braunschweiger Programm. Mit u.a. einem Kickerturnier und einer Frauenparty bei der Eintracht am 8. März feiert frau dort vor allem die Frauenfußball WM 2011 in Deutschland.

In Brandenburg wird ab dem 4. März eine ganze Woche zur Frauenwoche (PDF) – mit besonderem Augenmerk auf die aktuellen Geschlechterdebatten.

In Potsdam wird es eine Demo unter dem Motto “Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!” geben, mit einem FrauenLesbenTrans* Block (solidarische Männer sind außerhalb des FLT*-Blocks willkommen) ab 16:30 Uhr. Mehr Infos unter Women in Exile.

Die Osnabrückerinnen begehen den Frauentag auch schon im Voraus. Am 4. März gibt es in der Lagerhalle das Internationale Frauennetz-Fest und am Sonntag den 6. das traditionelle Frauenfrühstück der Gewerkschaftsfrauen in der OsnabrückHalle.

Ebenfalls am 6. März, ebenfalls ein Frauenfrühstück – aber in Bochum. Veranstaltet von der DGB Region Ruhr Mark, die auch mehrere Veranstaltungen in Hagen plant.

In Dresden gibt es am 7. März einen Vortrag zu „Frauenbewegung & Feminismus. Eine Geschichte seit 1789“ (PDF). Ab 19.00 Uhr in der Dreikönigskirche.

Ebenfalls in Dresden „100 Jahre Frauentag – Who cares?“ (und noch ein pdf mit mehr Infos)

Zurück in den Süden: Termine in Österreich trägt übrigens das österreichische Frauenministerium zusammen. In Wien findet es eine „FrauenLesbenMädchen Demonstration“ statt.

Mehr Veranstaltungen direkt am 8. März, wo ihr Magda Albrecht und Antje Schrupp hören könnt und was später noch kommt nach dem Klick! (mehr …)


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Mädchenmannschaft und die Quote im ZDF

15. Februar 2011 von der Mädchenmannschaft

Ihr habt die Quotendiskussion noch nicht über? Dann schaltet morgen am 16. Februar um 21:45 Uhr den Fernseher ein: Meredith Haaf ist zu Gast bei der Sendung ZDF login im ZDF infokanal, gemeinsam mit Christine Haderthauer, der bayerischen Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Die Ministerin wird Fragen aus dem Publikum und aus dem Internet beantworten, eine Reihe von Gästen kommentiert das dann. Wer online mitdiskutieren möchte – und es wäre doch schön, wenn ein paar von euch das täten – findet hier mehr Informationen.


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Wir sind frustriert, nicht feige!

8. Februar 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 31 von 59 der Serie Meine Meinung

Bascha Mika ist frustriert. Mit der Gesellschaft, mit den patriachalischen Strukturen und das am Ende immer alles so weiter geht, wie es schon lange weiter geht. Und an wem lässt sie es aus? Na klar, an den Frauen. „Die Feigheit der Frauen“ heißt ihr Buch und damit möchte sie anscheinend Frauen animieren, endlich mal mehr auf Gleichberechtigung zu pochen. Als Beispiele nennt sie im taz-Interview, dass Frauen immer noch eher ihrem Partner hinterher ziehen, mehr Hausarbeit machen und seltener Ansprüche auf Führungsstellen geltend machen.

Ich bin auch frustriert. Allein dieser Titel frustriert mich schon wieder unendlich. „Jetzt seid ihr Frauen dran“ – als ob an dieser Aussage irgendwas neues wäre. „Nein nein nein“, möchte ich da nur noch schreien. Warum ist es denn nie genug, was wir Frauen tun und getan haben? Warum muss es immer noch einen mehr sein? Frust, Frust, Frust. Mehr zu fordern ist so einfach, doch der Teufel lauert heute im Detail und: dort versteckt er sich einfach klasse. Große Ungerechtigkeiten sind selten geworden, der Kampf ist nicht mehr so plakativ wie der fürs Frauenwahlrecht.

Ab dem ersten Tag hab ich als Frau schon weniger in der Lohntüte – klar kann ich da sofort nachfragen und riskieren, am Ende ohne Job darzustehen. Warum verflixt noch mal muss ich da überhaupt noch hinterher sein, dass man mich anständig behandelt? Wer macht denn endlich mal denen das schlechte Gewissen, die bewußt diskriminieren oder, irgendwie genauso schlimm, sich noch nie Gedanken gemacht haben?

Und wenn ich schon ab dem ersten Tag weniger verdiene, kommt der Rattenschwanz an persönlichen Entscheidungen leider von ganz alleine. Wenn der Mann mehr verdient, bessere Aufstiegschancen hat, dann wird es irgendwann zum Selbstgänger. Oft genug bleibt frau nach dem Mutterschutz nur der Wiedereinstieg auf einen Abschiebeposten – da kann frau täglich mit ihrem Mann für eine bessere Gesellschaft streiten oder erstmal versuchen, ihrer Familie das Überleben zu sichern. Frust kommt übrigens in beiden Fällen auf.

Wobei wir beim letzten Punkt wären, der sicher schon viele (heterosexuelle) Frauen hat verzweifeln lassen. Denn auch wenn es 2011 ist und Männer mehr denn je im Haushalt machen: Auch aus dem emanzipiertesten Männermund kommt irgendwann ein unüberlegter Witz, ein unreflektierter Anspruch, ein Relikt patriachalischer Traditionen. Und frau steht da, völlig frustriert und könnte schon wieder kotzen oder weinen oder schreien. Wenn frau überhaupt einen Mann gefunden hat, der Abwasch und Wäsche macht, ohne Applaus zu verlangen. Zu einer Frau, die in einer Partnerschaft mehr häusliche Pflichten übernimmt, gehört schließlich ein Mann, der ihr diese Pflichten einfach überlässt. Aber was solls, schuld sind wir dann ja irgendwie doch, jeder Macho hatte eine Mutter, die ihn hat verkommen lassen.

Für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung zu kämpfen ist ein 24-Stunden-Job, es kostet Kraft und Nerven, es frustriert, denn viel zu oft scheint es einfach gar nichts zu bringen. Pamphlete an die Männer, für den gleichen Lohn ihrer Kolleginnen zu kämpfen, sich für Elternzeit und Teilzeitjobs einzusetzen, sind weiter rar. Manchmal raten vielleicht noch Männerzeitschriften, seiner Ehefrau beim Abwasch zu helfen, sei einer sicherer Weg für weniger Frust und mehr Sex zu sorgen. Und dann kommt Bascha Mika und nennt uns auch noch feige. Na danke.

Heute abend ist Bascha Mika übrigens im Fernsehen; Zusammen mit Anke Domscheit-Berg, Miriam Gruß von der FDP und Quotengegnerin und Erbin Marie Christine Ostermann wird sie mit Pinar Atalay diskutieren. Um 22:15 Uhr heißt es in der PHOENIX-Runde „Wir müssen draußen bleiben – Woran scheitern Top-Frauen?”


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Hat der Feminismus seine Schuldigkeit getan?

17. November 2010 von Helga

Zur Frage, ob der Feminismus seine Schuldigkeit getan hat, wird am morgigen Donnerstag Meredith im Radio diskutieren. Ab 9:20 Uhr im Tagesgespräch auf WDR 5. Mitreden geht unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 56 78 555. Wer WDR 5 nicht in seinem Radio empfängt, kann den Livestream online einschalten.

Die Sendung ist später im Podcast verfügbar zum Nachhören.


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