Einträge mit dem Tag ‘Privatsphäre’


Von (Polanski-)Anekdote bis (Entwicklungs-)Zusammenarbeit – Die Blogschau

21. August 2012 von Charlott
Dieser Text ist Teil 167 von 265 der Serie Die Blogschau

Pussy Riot waren in der letzte Woche ja in allen Medien präsent. tut_nur_so machte sich da Gedanken über “westliche Empörung und Soli-Support“.

feministmum hat einen Vortrag von Barbara Duden angesehen. Diese hatte über Frauen in prekären Verhältnissen gesprochen. Besonders geärgert hat sich feministmum als die Mitdiskutantin Bettina Haidinger behauptete, dass es keine sozialen Bewegungen mehr gäbe. Ihr entgegen stellt sie eine kleine Aufflistung an aktuellen feministischen Projekten in Österreich.

Auf Mein Augenschmaus hat Julia unter dem Titel “Ich bin nicht mein Defizit” eine Liste von zehn Dingen, die mensch nicht zu gehörlosen Menschen sagen sollte, übersetzt und kommentiert.

Über eine verharmlosende Anekdote zu Roman Polanski im Deutschlandfunk und der sonstigen immer wieder relativierenden Berichterstattung in den deutschen Medien schreibt die Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt. (Triggerwarnung für den Text: sexualisierte Gewalt).

Ein schönes Bild über Türschilder an Toiletten hat das steinmaedchen auf dem Klo ihrer WG gefunden.

Beim antiblog wird das Finally, a Feminism 101 übersetzt. Als “Sonder­über­setzung” erschien der Teil “feminism for dudes from a dude (translated by a dude)” (Feminismus für Typen von einem Typen (übersetzt von einem Typen)).

Ein neues Zine! Die erste Ausgabe von wiggedist erschienen, das Zine über “über haarausfall, perücke und normalität“.

Dr. Mutti zeigt erst, dass sich die meisten Mädchen gar nicht wie “typische Mädchen” verhalten und zeigt dann, warum der Stereotypisierungsdruck für Jungen noch stärker ist. Denn dies sei “durch einen strukturellen Sexismus unserer Gesellschaft bedingt, der stereotyp männliches höher bewertet als stereotyp weibliches.” (mehr …)


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Vulkane, Weltreisen, weniger Stress – die Blogschau

23. Juni 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 164 von 265 der Serie Die Blogschau

Karnele sieht Verbesserungsbedarf in Sachen Kampagnenarbeit und fordert auf: Frauen, lernt Social Media!

Nach Dänemark will nun auch Frankreich die Ehe für “gleichgeschlechtliche” Paare ermöglichen, berichtet queernews.at.

Melanie von glücklich scheitern macht sich Gedanken über den Umgang mit Kinder­fotos im Internet und weiß selbst noch nicht, wohin das alles führen soll. Danach erklärt sie dann noch, wie Feminismus und Gender Studies eigentlich zusammen hängen – ist nämlich bei weitem nicht dasselbe, auch wenn manche das zu meinen scheinen.

Mierk Schwabe von den SciLogs hat  auf dem Vulkan nicht getanzt, sondern dort astronomische Beobachtungen gemacht. Und zwar auf dem Mauna Kea auf Hawai’i.

Michaela Werner berichtet – auch per Video – über neue Wege im Leistungs­schutz­recht und die ganz konkreten Auswirkungen auf die tägliche Informations- und Meinungs­bildung im Internet – und warum das ganze Thema relevant für alle Netz­nutzer­_innen. ist. (mehr …)


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Was wir nicht bedenken, wenn wir über Datenschutz und Kontrollverlust reden

13. Januar 2012 von Helga

Erst konnten sie nur telefonieren, dann auch fotografieren und jetzt sagen sie einer jederzeit, wo die nächste Bushaltestelle ist und wann der nächste Bus fährt: Handys. Besonders letzteres ist eine seit Jahren umstrittene Funktion. Zwar lässt sich jedes Handy durch seine Kommunikation mit dem nächsten Funkmast halbwegs orten, dank GPS geht das mit Smartphones aber deutlich besser. Apples iPhones und Googles Android-Handies sammeln darüber hinaus noch WLAN-Netzwerke und verbessern damit ihre Lokalisierungsfunktion.

Blaue Karte von Europa mit roten Punkten, die 881 iPhones darstellen, die meisten in Deutschland, dort vor allem im Ruhrgebiet, Berlin, München und Hamburg.

In diesem Bild sind 881 iPhones versteckt (CC-BY crowdflow.net)

Wer diese Daten in die Hände bekommt, kann mit ihnen Bewegungsprofile erstellen, wenn auch keine perfekten. Dass Apple die Lokalisierungsdaten dauerhaft im iPhone speichert und dieses „Feature“ lange geheim hielt, sorgte trotzdem für Ärger. Dabei fokussiert sich die Debatte auf zwei Probleme: Zum Einen die Sammelwut der Firmen und die Unsicherheit, wie sie mit diesen Daten umgehen. Zum Anderen die Aussicht, dass sie beim Staat landen und wir der „gläsernen Bürgerin“ wieder ein Stück näher kommen. In beiden Fällen steht auch der Kontrollverlust im Raum, also das (un)absichtliche Veröffentlichen der Daten.

Vergessen wird dabei leider immer wieder die Frage nach Macht, bzw. fehlender Macht, wie Gus Hosein von Privacy International im Gespräch mit GenderIT.org deutlich macht:

[…] there is always a power imbalance in any relationship, whether it is between generations, between employee and employer, or, of course, in the home. When it comes to gender issues specifically, particularly in developing countries, we have seen some worrying trends about the distribution, say, of mobile telephony – about who in the household can have access to a mobile phone. Even when, say, women in the household are granted access to a mobile phone by the dominant male, he still has ownership over that phone.

Es gibt immer ein Machtgefälle in jeder Beziehung, sei es zwischen den Generationen, zwischen Arbeitgeber_in und Arbeitnehmer_in oder, natürlich, zu Hause. Wenn es speziell um Geschlechterfragen geht, besonders in Entwicklungsländern, dann haben wir einige besorgniserregende Trends zur Verteilung von Mobiltelefonen gesehen – also wer in einem Haushalt dazu Zugang hat. Selbst wenn Frauen in einem Haushalt Zugang zu einem Handy bekommen vom männlichen Familienoberhaupt, dann ist er immer noch der Besitzer des Telefons.
So wird aus einem Gerät und technischem Fortschritt, die neue Freiheiten und Möglichkeiten erlauben, gleichzeitig ein weiterer Kontrollmechanismus. Die Bewegungsfreiheit, die Handies und Smartphones auf der einen Seite bieten, werden auf der anderen gleich wieder beschränkt.


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Quote für Migrant_innen in der SPD? – Die Woche im Überblick

4. Mai 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 105 von 260 der Serie Kurz notiert

Im Guardian gibt es ein Porträt von Michelle Bachelet, der ehemaligen chilenischen Präsidentin und ersten Vorsitzenden der neugeschaffenen UN Women.

Die Autorin und Journalistin Karen-Susan Fessel wird heute im Rahmen der Osnabrücker Gay in May-Kulturtage mit dem Rosa-Courage-Preis ausgezeichnet.

Antje Schrupp hat ihre Präsentation über Frauen- und Männerbilder in der Werbung frei zugänglich gemacht.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat einen Reader über “Digitale Intimität, die Privatsphäre und das Netz” herausgegeben, der zum Download bereit steht. Ein Beitrag in dem Heft beschäftigt sich mit Sexismus, Rassismus und Homophobie im Netz und schlägt verschiedene Möglichkeiten des Umgangs damit vor.

Sibylle Hoyer ist auf der Suche nach Interessierten, die an einer Studie zur Frauenquote in der Privatwirtschaft teilnehmen möchten.

Bleiben wir gleich beim Thema Quote: In der Zeit beschweren sich die Autorin und der Autor eines Artikels über den Fakt, dass eine Frauenquote die beruflichen Aufstiegschancen von Männern behindere. Natürlich kommt der Text ohne Kontextualisierung aus, das heißt, es werden Fakten ignoriert wie: Zweck und Notwendigkeit von positiven Maßnahmen, geschlechtsspezifische Diskriminierung im Berufsleben, unterschiedliche Chancen- und Ressourcenausstattung von Männern und Frauen.

Eine ganz andere Quotenforderung kommt aus der SPD. Nachdem Thilo Sarrazin nun doch in der Partei verweilen darf, möchte sich diese eine Quotierung für Migrant_innen geben, berichtet Migazin. Sarrazin selbst findet die Idee eher bescheiden, wie die Frankfurter Rundschau schreibt.

Das antirassistische Mediawatch-Blog Der Braune Mob weist auf eine Broschüre des “Fördervereins PRO ASYL e.V.” hin. Es sollen u.a. Stimmen gegen die Ausgrenzung und Diskriminierung von Flüchtlingen gesammelt werden.

Gender Across Borders hat einen Aufruf zu Männlichkeiten gestartet: Es werden Autor_innen gesucht, die sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Thema auseinandersetzen und darüber schreiben möchten. Bewerbungsschluss ist der 18. Mai.

Die Bloggerin Ninia Binias wurde in Trackback, einer Sendung des Radiosenders Fritz, vorgestellt.

Nele Bachmann sucht für ihre Bachelorarbeit an der Freien Universität Berlin Doppelkarrierepaare mit Kindern für eine Interviewerhebung (PDF).

Die Al Arabiya News porträtieren Zainab al-Khawaja, eine bahrainische Aktivistin. Nachdem ihr Vater, Ehemann, Onkel und Schwager verhaftet wurden, begann sie einen Hungerstreik. Seit Mitte Februar gibt es auch in Bahrain Proteste für mehr Demokratie und Menschenrechte.


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