Einträge mit dem Tag ‘Porno’


Böse Pussy

26. April 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 4 von 20 der Serie Sex am Morgen

Das Meiste, das ich im Zusammenhang mit Frauen und Sexualität finde, ist eine traurige, negativ bewertete, tabuisierte Angelegenheit… die Vulva-Spots der Woche:

Über ein neues Gesetz in Großbritannien “zum Schutze” von Prostituierten berichtet diestandard.at. Demnach steht bezahlter Sex mit “ausgebeuteten Personen” unter Strafe und kann als Vergewaltigung angeklagt werden. Prostitution an sich bleibt straffei, aber die Umstände werden zunehmend kriminalisiert, was die englische Prostituiertengemeinschaft ECP kritisiert.

Auf QuietRiotGirl konstatiert die Autorin: Sexarbeit ist überall und wir sind alle involviert.

Das Ergebnis einer Studie der Niedersächsischen Landesmedienanstalt bestätigt den regelmäßigen Pornokonsum von Jugendlichen via Internet oder Handy. Das Erschreckende: Der Konsum wird bei Jungs mit ihren Trieben gerechtfertigt, während Mädchen diese abgesprochen werden. Hallo 18. Jahrhundert!

Vanille und Grapefruit-Aroma gegen müffelnde Vaginas

Bitchmagazine ärgert sich über das Vaginal-Spray “I Love My Muff” – Richtig so, denn wieso wird Frauen mit Produkten wie diesen verklickert, ihre Vagina sei dreckig, rieche unangenehm und bräuchte eine hygienische Aufwertung?

jezebel sucht Tampon-Werbung, die frei von Euphemismen ist und keine Angst vor dem Tabuwort “Vagina” hat. Ansatzweise werden sie sogar fündig.


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blau, blau, blau…

29. März 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 2 von 20 der Serie Sex am Morgen

… sind alle meine Binden. Hä? Die V-Spots dieses Mal mit einem Rundumschlag in Sachen prüder Medienkompetenz, unverschlossener Bordelle und exotischem Fruchtsex.

Medienkompetenz ist das Stichwort, das die Menschheit davon abhalten soll, peinliche Partyfotos und brüsteblitzende Profilbilder ins Internet zu stellen. Neu im Diskurs, wie bewahre ich die Jugend vor Schaden im Internet, ist die “Pornokompetenz”, die die Erziehungswissenschaftlerin Karla Etschenberg in einem Interview mit dem Schweizer Tagesanzeiger fordert. Im Unterricht soll  SchülerInnen anhand von ausgewählten Szenen Verhaltensschemata, Praktiken und Hintergründe von Pornofilmen vermittelt werden, auch um diese durch den direkten Zugang zu “entzaubern”:

Ich frage mich, was gefährlicher ist: Ein klares Sprechen über Pornografie, sodass beim Porno-Konsum das Wissen eines Erwachsenen mitschwingt. Oder der Porno-Konsum ohne Kommentar oder Begleitung. Alle beklagen sich doch über die Pornos im Internet und auf Handys und die Pornografisierung des Sexualverhaltens bis hin in den Kindergarten. Schon da werden teilweise Gruppenvergewaltigungen nachgespielt. Die Bilder haben die Kinder doch nicht aus dem Bilderbuch.

Apropos Medienkompetenz: Wer klärt junge Mädchen eigentlich darüber auf, dass ihre Monatsblutung rot und nicht blau ist. Denn in Tampon- und Bindenwerbung wird immer noch mit dieser unsinnigen Ersatzflüssigkeit gearbeitet. Die Sache bloß nicht bei der Farbe zeigen bzw. beim Namen nennen. Das geht soweit, dass in der us-amerikanischen TV-Werbung auch das Wort Vagina verboten ist, wie der freitag berichtet. Herrje! (weiterlesen …)


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Neues aus der Blog-Welt

20. März 2010 von der Mädchenmannschaft

Was war los in den Blogs? Wir haben mitgelesen:

US-Außenministerin Hillary Clinton meint, in Sachen Gleichberechtigung wäre die Welt vorangekommen. diestandard.at zitiert die Politikerin, die keinesfalls die Hände in den Schoß legen möchte: “Zu verdanken haben wir das der harten Arbeit mutiger Frauen und Männer. Das ist aber nicht das Ende der Geschichte. Es ist höchstens das Ende des Anfangs.”

Comicfigur mit langen Haaren am Schreibtisch, die einen Brief schreibt. To the authors of porn for women: Your book features pictures of hot, clothed guys cooking, doing laundry, and vacuuming. The idea seems to be that my deepest fantasies like the rest of my life likely revolve around housework. So I wanted towrite and clarify: In my porn, people FUCK.

Comicstrip zum Thema "Porn for women"

Einen tollen Comic über das, was Frauen gerne in Pornos sehen möchten, haben wir bei xkcd.com gefunden (siehe oben).

Der Genderblog berichtet über eine Gruppe von Leuten, die an ihrer vierten Konferenz über antisexistische Praxen arbeiten. Inhaltlich geht es darum: “Schwerpunkte der nächsten Konferenz sollen wie in den letzten Jahren der Umgang mit und der Kampf gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt sein.”

Bei Moderne Mädchen geht es um die DSF-Dokumentation “Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball” von Aljoscha Pause, die mit dem Grimme-TV-Preis ausgezeichnet wurde.

Im Zündfunk lief ein Beitrag über den ganz normalen Wahnsinn, den Mütter mit Kindern erdulden müssen (unsere Muttibloggerinnen können ein ähnliches Lied singen). Im dazugehörigen Blog wurde viel diskutiert – und auch unter der Gürtellinie gepöbelt.

Auf bzw-weiterdenken gibt es einen Artikel von Mithu Sanyal über das Buch “McSex. Die Pornofizierung unserer Gesellschaft”, das die niederländische Journalistin Myrthe Hilkens verfasst hat. Mithu Sanyal denkt dabei auch über ihre Erfahrungen mit Pornofilmen nach: “…fiel mir auf, dass ich noch nie in meinem Leben einen Porno geguckt und auch nur eine sehr rudimentäre Vorstellung davon hatte, wie ich das nachholen sollte”.

Bei starke-meinungen.de bloggt Margaret Heckel über die Quote anlässlich der Neuigkeiten über die Telekom, die ja nun quoten-bereit ist. Und sie analysiert das Geschrei, das über das Reizthema Quote hierzulande jederzeit und an allen Orten aufkommt, als typisch deutsches Problem:

“In keinem dieser Länder ist die “Quotenfrau”-Diskussion so ausgeprägt wie bei uns. Aber schließlich gibt es auch in keinem dieser Länder den Kampfbegriff “Rabenmutter”, mit dem Mütter sich gegenseitig das Leben schwer machen.

Ladies, vergesst den Quatsch mit den “Quotenfrauen”. Jede braucht mehr als die Finger beider Hände, um unfähige Männer zu nennen, die trotzdem befördert werden und es nach oben schaffen. Einmal oben angekommen, wird niemand mehr darüber reden, diejenige sei eine “Quotenfrau”.  Männer haben sich diesen Schwachsinns-Begriff ausgedacht, damit die Frauen sich gegenseitig darüber zerfleischen!”

Beim Piratenweib wurde eine Hommage an die feministische Linguistin Luise F. Pusch veröffentlicht.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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PornYES?

15. April 2008 von Katrin

Am 4. April wurden die dritten “Feminist Porn Awards” vergeben. Dieser neuartige Filmpreis für Pornos möchte zeigen, dass die Antwort auf schlechte Pornos nicht “PorNO” sein kann, sondern quasi “PornYES” lauten muss und zeigen sollte, dass es auch anders geht. Da die Welt voll von erniedrigenden, billigen und vor allem auch: dummen Pornos ist, fühlen vor allem Frauen, aber auch wirklich viele Männer, ein bisschen allein im dunklen Wald. Während die “PorNO”-Kampagne, die nun in der Emma eine Renaissance erleben durfte, sich wenig mit den sexuellen Fantasien und den Drang, diese auch filmisch darzustellen, befasst, sondern in Pornos eine generelle Erniedrigung der Frau sieht, wünschen sich nicht wenige neue FeministInnen einfach nur: gute Pornos.

Diesem Anliegen widmen sich die nun schon dritten „Feminist Porn Awards“. Diese finden seit 2006 alljährlich im schönen Kanada statt und suchen nach den raren schönen Pornos.

Die Grundeinstellung ist sehr treffend auf der Website der Veranstalter „Good for Her“ dargestellt:

„As feminists and sex-positive people, we want to showcase and honour those who are doing it right, like filmmakers who understand that people of colour are sexual beings – not sexual objectcs.“

Und nun viel Spaß beim Surfen. Here are the WINNERS 2008.

*freu*


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Igittigitt oder super Anschauungsunterricht?

19. Februar 2008 von Susanne

Auf Neon.de wird über Pornografie diskutiert – bist du “PorNo” wie Alice Schwarzers Kampagne oder “PornYes” wie Charlotte Roche im Neon-Interview?


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La Roche

14. Februar 2008 von Susanne

Schon vor dem Erscheinen ihres Buches “Feuchtgebiete” am 25. Februar hat die großartige Charlotte Roche die ersten Interviews gegeben. So spricht sie zum Beispiel mit dem Playboy über Pornos und Fair Trade-Puffs und darüber wie sich ihre Meinung zu Alice Schwarzer verändert hat:

“Die trifft sich mit Verona Feldbusch im Fernsehen und macht Werbung für die ‘Bild’-Zeitung. Ich kann mit dieser Person überhaupt nichts mehr anfangen.”

Und mit Blond redet Charlotte Roche über die Amerikanisierung des weiblichen Genitalbereichs.

(Foto über blondmag.com)


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