Einträge mit dem Tag ‘Podcast’


Die Waage einfach wegschmeißen und dann ist gut? – Die Blogschau

15. Juni 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 207 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

Körper(bilder), Diäten und fat shaming: über die Aktion #waagnis

Auf twitter sind in den letzten Tagen viele Debatten zu den Themen Körpernormierung, Körperwahrnehmung und fat shaming (Dickenfeindlichkeit) geführt worden. Angefangen hat es mit dem hashtag #waagnis, der von einigen Bloggerinnen wie Maike und Ninia LaGrande vorgeschlagen wurden. Der Idee der Aktion lautet ungefähr so: Setzt eure Waagen aus, damit diese (und die Zahlen da drauf) nicht weiter euer Leben bestimmen. Die Aktion generierte unterschiedliche Kritik: Zu viel Symbolpolitik, zu wenig Mitdenken von (bereits existierenden) fat positiven Diskursen, und teilweise (internalisiertes) fat shaming in den Texten, die zu der Aktion aufriefen. Hier ist eine kleine Auswahl an Texten, die in den letzten Tagen geschrieben wurden:

glasglocke kritisiert, dass bereits existierende fat_körper-positive Debatten und Aktivist_innen durch die Aktion unsichtbar gemacht wurden und präsentiert eine Liste mit Links zum Weiterlesen. Auch lippy answer hat eine Video- und Linkliste zusammengestellt. Einen sehr empfehlenswerten Text gibt es von der fat fashion-Bloggerin Miss Temple, die aufschrieb, warum sie sich von der Aktion nicht angesprochen fühlte. Heng schreibt auf tea-riffic einen sehr persönlichen Text darüber, wie schwer es für ihr 14-jähriges-Ich war, Schönheitsnormen zu verstehen. emmi schrieb auf, was sie sich wünscht von zukünftigen körper-positiven Aktionen. karnele freut sich, dass jüngere Feminist_innen dieses Thema wieder mehr auf den Tisch packen. The Sexist Meme erinnert: “Eure Blicke sind meine Waage.” Und riotmango findet, dass die Aktion auch sichtbar gemacht hat, wie wenig fat positive Diskurse im deutschsprachigen feministischen Diskurs angekommen sind. Nina LaGrande hat auf die Kritiken auch noch mal reagiert.

Passend zu den aktuellen Debatten gibt es einen neuen tumblr: Essende Frauen, der zufrieden essende Frauen darstellt. Sowohl in Film und Fernsehen, Internet- und Printmedien- oder auch dich selbst!”

In der feministischen Blogosphäre wurde auch über viele andere Dinge diskutiert:

Dr. Mutti las den Text von Harald Martenstein in der Zeit, in dem Theorien zu Geschlechtersozialisation und die Gender Studies insgesamt mal wieder lächerlich gemacht werden und befand: Martenstein schreibt nur biologistischen Quatsch. Auf dem Blog Daran geht die Welt zu Grunde resümiert Anni, dass Martenstein einfach schlechten Journalismus betreibt.

Blogempfehlung: Carina Kühne bloggt aus ihrem Leben “Erlebnisse eines Menschen mit Down-Syndrom“. Am Sonntag ist sie zu Gast bei der WDR-Sendung West ART.

Helga hat das Frauen- bzw. Männerbild analysiert, die der FOCUS mit seinen Coverbildern vermittelt.

Schizoanalyse lehrt Psychychologie und gibt gerade ein Seminar zu Critical Whiteness. Dazu hat sie einen einführenden Text auf ihrem Blog veröffentlicht.

FAT UP!, eine queer-feministische fat positive Gruppe aus Berlin hat im April ihre Gründung gefeiert. Die bei der Feier gezeigten Videoclips sind nun online.

Feministische Geeks aufgepasst: Wie könnten die Standard-„Kostüme“ von Frauen in Comics und Spielen realistischer aussehen? Dazu gibt es nun einen Mal-Contest, berichtet femgeeks.

Das mädchenblog berichtet, dass es die Pille danach in den USA zukünftig rezeptfrei und ohne Altersbeschränkung geben wird.

Viel interessantes auf die Ohren: Ein Podcast über Queerness, Femmeness, Begehren und Singlesein.

Eine Auswahl an LGBT und feministische Crowdfunding-Projekte, die ihr finanziell unterstützen könnt, findet ihr auf Der k_eine Unterschied.

Auf phenomenelle gibt es eine Zusammenfassung der Anne Will Sendung mit dem gruseligen Titel: “Gleiche Rechte für Homosexuelle – Ist die Ehe nicht mehr heilig”.

Auf dem SozBlog stellt sich Dr. Jasmin Siri folgende Fragen: “Wie und wann profitiere ich als Autorin vom Leiden anderer? Wie kann ich der Position von Opfern in meinen Publikationen einen Raum geben? Wie verträgt sich das mit der kühlen soziologischen Beobachtung?”

Gerade findet in Berlin das Refugee Tribunal Against Germany statt. Live-Videos und weiter Infos gibt’s auf dem Blog.

Am 18. Juni findet in Bochum der Vortrag: ‘Trans* Tans*phobie und Trans*support für Anfänger*innen und Fortgeschrittene’ (facebook-Link).


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Backlash Blues? Der Jahresrückblick mit der Mädchenmannschaft

17. Dezember 2012 von der Mädchenmannschaft

Am 9. Dezember hat sich ein Teil der Mädchenmannschaft – nämlich accalmie, Charlott, Magda, Nadine und Sabine – zusammengefunden, und wir haben gemeinsam auf das Jahr 2012 zurückgeblickt. Bei Tee und Muffins sprechen wir über Aktionen aus dem Jahr 2012, die uns gefallen haben, stellen fest, dass sich das vergangene Jahr auf jeden Fall sehr nach Backlash anfühlte – und erklären warum.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Download (2h 32min 50s, mp3, 140 MB)

Nach dem Klick findet ihr unsere Themenübersicht mit Links und Inhaltswarnungen für bestimmte Themen. Falls wir beim Reden noch weitere Links versprochen haben und diese hier nicht zu finden sind, macht uns doch bitte einfach in den Kommentaren darauf aufmerksam.

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Die Geekettes-Generation

23. Oktober 2012 von Gastautor_in

Sie hacken, programmieren oder gründen Start-Ups: Immer mehr Frauen gestalten die digitale Szene mit. Es sind noch zu wenige, oft bleiben sie unsichtbar – doch eine neue Generation macht sich auf den Weg in die männlich dominierte Netz- und Technikwelt.

Von Sonja Peteranderl, Juliane Traeber und Sabine Mohamed

Als eine der wenigen Frauen in der Start-Up-Szene wurde Jess Erickson immer wieder mit sexistischen Sprüchen konfrontiert: “Frauen verstehen Technik nicht”, hörte sie oft. Gründer sagten, dass sie keine Programmiererinnen anstellen könnten – weil das die anderen Mitarbeiter nur ablenken würde. Sexismus und Technik scheinen eng verwoben, wenn es darum geht, dass Frauen Platz in dieser Sphäre einnehmen.

Frauen nutzen das Internet zwar inzwischen fast so intensiv wie Männer, betreiben Blogs, twittern, nutzen Laptop oder Smartphone als Alltagsgegenstand. Sie gründen aber seltener eigene Unternehmen im IT-Bereich. Es gibt wenige Bloggerinnen, die in der Blogosphäre, insbesondere in Bereichen wie Technik, Netzgeschehen oder Politik als Meinungsmacherinnen wahrgenommen werden. Und auch offline sind Podien bei Veranstaltungen der digitalen Szene vor allem mit Männern besetzt – weil viele Frauen, die in der Netzwelt aktiv sind, sich nicht aufs Podium wagen, ihnen die Selbstdarstellung nicht so wichtig erscheint oder sie einfach übersehen werden.

Sichtbarkeit, dass sei der Schlüssel, findet Nicole Simon, Unternehmensberaterin, Publizistin und Internetexpertin. “Frauen sind nicht sichtbar genug”. Sie haben oftmals kein Profil, keine Internetseite, kein Bild von sich im Netz und zögern bei Anfragen für Veranstaltungen oder Interviews, bewerben sich seltener initiativ. Selbst Frauen, die erfolgreich sind, kennen Selbstzweifel, wenn die Kollegen ihre Arbeit nicht anerkennen oder Kompetenzen in Frage stellen. Frauen müssten besser sein als ihre Kollegen, sagt Jess Erickson.

Den Widerständen zum Trotz macht sich eine Generation junger technikbegeisterter Frauen auf den Weg in die männlich dominierte Netz- und Technikwelt. Sie wollen teilhaben, lassen sich nicht abwimmeln und verschaffen Frauen in der Netzwelt auch als Mentorinnen und Sprecherinnen bei Veranstaltungen mehr Präsenz.

In der jungen digitalen Szene sind in den vergangenen Jahren neue Netzwerke von Frauen entstanden, die bloggen, programmieren, hacken, Start-Ups gründen – wie die “Berlin Geekettes”, die “Girls on Web Society”, die “Femgeeks”, das “Girl Geek Dinner” oder die “Rails Girls Berlin”. Sie sind Teil einer Generation, die das Netz mitgestalten, ihre Stimme erheben, und sie machen sich auf die Suche nach neuen privaten, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Möglichkeiten, die Internet und Technik ihnen bieten können.

Fünf Frauen – fünf Fragen

Eine Netzwerkerin, eine Social Media Beraterin, eine Programmiererin und eine Managerin erzählen im Interview von ihrem Weg, von Herausforderungen und Klischees, denen sie begegnen. Wo sie ansetzen, um die Frauenquote in Netz und im IT-Bereich zu erhöhen – und was Frauen tun sollten, um erfolgreicher zu sein. (weiterlesen …)

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Engagieren, diskutieren und kritisieren – die Blogschau

14. April 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 153 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Auch diese Woche wurde wieder mächtig in die Tasten gehauen.

Ein neues Blog ist Polizei und Sexismus, das sexistische Erfahrungen im Umgang mit der Polizei dokumentiert.

Auch neu: der Labercast von Ryuu. In der ersten Folge geht es um „feministische Zucchini im Weltraum“. Und im Missy Blog sind wieder Studierende der Uni Basel zu Gast. So geht es um die Frage, was in der Schweiz gegen sexistische Werbung getan werden kann.

Die feministische Gruppe FemKo aus Göttingen stellt sich mit einem schmucken Video vor:

Mit der Macht der Sprache beschäftigte sich die Tilde. Unbedachte Wörter verharmlosen Gewalttaten und geben im schlimmsten Fall den Opfern Mitschuld.

Im Fremdwörterbuch hat Kübra zum Tode von Trayvon Martin den US-Präsidenten Obama im Hoodie gezeichnet. Außerdem gibt es einen langen Nachtrag zur Kolumne über den muslimischen „Heiratsmarkt“ und die aktuellen Diskussionen um Religiösität und Geschlechterbilder.

Urmila Goel ist weiter durch Indien gereist und hat u.a. an der Konferenz “Advancing Feminist Debates on Reproductive Technologies” teilgenommen.

Das Grimegrrrl will an ihrer FH eine Hochschulgruppe gründen, um sich mit Sexismus, Rassismus… auf dem Campus auseinanderzusetzen. Das Ergebnis bisher: Abwehrhaltung, warum man denn Sexismus anprangere, und die Bitte, das alles nicht „politisch“ zu nennen.

Storytime bei der Riotmango mit Begegnungen an der U-Bahnhaltestelle: „Ey, seid ihr lesbisch?“ „Das ist ja eklig.“

Das Gespenst der Armut empfiehlt das Buch „Wir müssen leider draußen bleiben“. Ob Hartz IV oder Mikrokredite in Bangladesh, die Strategien gegen Armut seien am Ende auch nur weitere Profitmaximierung.

Eine Liste mit den „100 mächtigsten arabischen Frauen“ ist im CEO Middle East erschienen – die West-Östliche Diva nimmt sie kritisch unter die Lupe.

Auf media-bubble geht es um die Unsichtbarkeit von Lesben in der medialen Berichterstattung.

Nach einigen Anfragen gibt es bei Erlebnisse und Gedanken Ratschläge für die ersten Schritte bei Transidentität und fünf Dinge, die transidente Frauen besser nicht tun sollten. Das größte Problem: Im Deutschen fehlt es derzeit noch an der Sprache, an den passenden und verständlichen Worten und Formulierungen.

Neu im TV: Modern Family. Leider sei an der Serie aber nichts modernes, befindet different needs.

Ein Interview mit Gabriele Winker und Nina Degele zu ihrem Buch „Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten“ gibt es im Dishwasher.

Classless Kulla widmet sich einer zu wenig bekannten Körperregion und verweist auf Betty Dodson, die Clitoris und Vulva beschreibt.

Schließlich (auf Englisch) ein Beitrag von Stop! Talking über die ständige Einordnung nicht-weißer Menschen. Als weiß angesehen zu werden, ist dabei ein zweifelhaftes Vergnügen.

Nach dem Klick noch 3 Terminhinweise: (weiterlesen …)


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Identitäten, Erklärbär_innen und antiqueere Tendenzen – die Blogschau

5. November 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 133 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

In ihrem letzten Gastbeitrag für das Missy Magazine macht sich Sideglance ein paar Gedanken zum Netzfeminismus.

Charlott von Afrikawissenschaft echauffiert sich über die vielen Alltagsrassismen, besonders über “lustige” Halloween-Kostüme.

Kiturak ärgert sich über Facebook und die fehlende Anonymität, trotz Pseudonym.

Kathrin Ganz macht die Erklärbärin und erläutert, warum es zu einfach ist, sich immer auf die Existenz von Erklärbär_innen zu verlassen.

Riot Grrrl Hamburg findet klare Worte für die sexistischen und rassistischen Werbeplakate der Biermarke Astra.

Comicblogs sind wohl gerade Trend. Chicks on Comics ist ein Gemeinschaftsblog von neun Comiczeichnerinnen und wechselnden “guest chicks”.

Die Arte-Dokumentation “Meine Seele hat kein Geschlecht” über das Leben von vier Trans*männern hat laufmoos seziert und kommentiert.

Bei High on Clichés kann mensch den erschütternden Alltag von Mareike nachlesen: Rassistischer Normalzustand in Deutschland.

Puzzlestücke hat sich sehr persönlich und ausführlich über Identitäten Gedanken gemacht.

Die neue Podcast-Folge von Previously, dem Magazin zu (nicht nur) us-amerikanischen Qualitäts-TV-Serien mit Ms. Gouldy, Lola Loop und Irmgard Lumpini ist erschienen. Transkripte zu den einzelnen Teilen gibt es auf der Hauptseite.

Auch der Haufen von Heiter Scheitern war wieder fleißig: Die neue Folge widmet sich antiqueeren Erscheinungsformen und begibt sich auf die Suche nach Solidarität. Die Mädchenmannschaft wünscht dem Dreiergespann außerdem alles Gute zum dritten Podcast-Geburtstag!

Zum Schluss ein wichtiger Terminhinweis: Noch heute und morgen Nächste Woche Freitag bis Sonntag könnt ihr in Berlin gegen Genitalverstümmelungen protestieren, berichtet Zwischengeschlecht. Am Donnerstag gibt’s zudem einen Infoabend im Haus der Demokratie und Menschenrechte.


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Tierbefreiung, Bisexualität und Kinderbücher ohne Rassismus – die Blogschau

16. Juli 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 119 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Am 13. August finden deutschlandweit SlutWalks statt. Eine Anleitung, wie mensch einen SlutWalk organisieren kann, findest du auf SlutWalkBerlin. Auf Bittersuesz schreibt Ann, warum sie am SlutWak teilnehmen wird. Auf epic bliss berichtet Doreen von sexueller Belästigung im Alltag und kopfwehstattrausch fasst noch einmal zusammen, warum ein SlutWalk wichtig ist.

Neuzugang in der Girls on Web Society: Tollen Lesestoff zu Literatur findet ihr auf leserleben, Interessantes aus dem aus dem Alltag einer Medizinstudentin auf menschenhandwerkerin und einen Blog von einem echten Ruhrpottkind lest ihr unter heimatpottential.

Auf dem mädchenblog gibt es kluge Gedanken zur Tierbefreiung und Feminismus.

Ebenfalls auf dem mädchenblog ärgert sich Erika über die sexistische Werbung des italienischen Jeans-Hersteller Liu-Jo und hat gleich eine Protestmail in deutsch und italienisch vorbereitet.

“Warum Bi kein Anhängsel schwuler und lesbischer Bewegungen sein kann” diskutiert kiturak.

Die Denkwerkstatt hat einen Veranstaltungstipp für Oktober – die Österreichische Männertagung in Graz – bei der u.a. die bekannte Männlichkeitsforscherin Raewyn Connell sprechen wird.

Außerdem berichtet die Denkwerkstatt über eine Änderung der österreichischen Bundeshymne, in der bald nicht mehr nur die großen Söhne, sondern auch Töchter Erwähnung finden.

Just Another Female Blogger schreibt über Politik, Transparenz und die Angst (älterer, männlicher) Politiker vor dem kaum nachvollziehbaren und unkontrollierbaren Internet.

Redaktionsmitglied gesucht: Library Mistress bloggt ein Stellenangebot der Feministischen Zeitschrift für Politik und Gesellschaft aus Österreich.

Das Missy Magazine schreibt über den Aufruf von Noah Sow: “Für Kinderbücher ohne Rassismus“.

Zu guter Letzt einen spannenden Podcast von einem Vortrag von Prof. Dr. Stefan Hirschauer: “Die Praxis der Geschlechter(in)differenz und ihre Infrastrukturen“.


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Kackscheiße, Kapitalismus und Cunnilingus – die Blogschau

2. Mai 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 105 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Wir melden uns frisch und fröhlich vom 1. Mai zurück und haben ein paar Links aus der vergangenen Woche für euch:

Das Missy Magazine verlost ein Hörbuch zur Geschichte des Frauenfußballs und auf die interessanten, witzigen und aufschlussreichen Beiträge von Studierenden der Gender Studies in Basel im Missy Gastblog April sei auch noch einmal extra hingewiesen.

Jürgen Voß bricht in seinem Blog Das Ende des Sex mal wieder mit gängigen Klischees und Normen über Geschlecht und Sexualität.

Sexualisierte Gewalt in Hochschulen und Universitäten ist nach wie vor ein Tabuthema. Erst kürzlich wurden mehrere Fälle sexueller Nötigung und Vergewaltigung von jungen Studentinnen bekannt. Auf Die Stimme des Opfers beschreibt Lucrezia, Doktorandin aus Hamburg, ihre Situation und tritt in Austausch mit anderen Betroffenen. Gerade wurde das Strafverfahren gegen ihren Doktorvater eingestellt.

Hooray! Trouble X hat einen neuen DIY-Comic veröffentlicht!

Im aktuellen Nrrrdz-Podcast von Kathrin und Maj geht es unter anderem um Hatr.org.

Claudia Killian kritisiert Zuschreibungen und problematische Begriffe an einem Crowdfunding-Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, schöne Wohnungen für den kleinen Geldbeutel einzurichten.

Der Gurkenkaiser hat mal wieder ein theoriereiches Prachtstück fabriziert: Ein Besuch in einem Einkaufszentrum ist für ihn Anlass, einmal genauer auf die kapitalistischen Logiken des Konsums und deren Einfluss auf unsere Körper zu schauen.

Andersdeutsch hatte die Meldung des Tages zur britischen Hochzeit des Jahres: 50 Prozent der Menschen, die der Hochzeit “aufgeregt” entgegenfieberten, waren Frauen(!!!!).

Nicht von Diskriminierungsverboten erfasst wird in Deutschland das sogenannte racial profiling, die anlass- und verdachtsunabhängigen Personenkontrollen aufgrund rassifizierender Zuschreibungen durch staatliche Akteur_innen. Der Menschenrechtsausschuss der UN erklärte dieses Verfahren bereits 2008 für menschenrechtswidrig; in anderen Ländern ist es mittlerweile verboten, weil vor allem Nicht-Weiße und Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus von diesem rassistischen Generalverdacht betroffen sind. Hierzulande ist sich die Polizei nicht zu schade, diese Vorgehensweise auch weiterhin öffentlich zu besprechen und zu praktizieren. Aktuell: Personenkontrollen zum 1. Mai in Hamburg. Metalust kommentiert scharf.

Spreeblick hat nicht nur Jaclyn Friedman interviewt, sondern auch unsere Kolumnistin Kübra Gümüsay.

Lukas Heinser hat sich den Songtext “You & Me” von Milow vorgenommen. Urteil: Sexistische Kackscheiße.

Christiane Link regt sich über die Darstellung von Jugendlichen und Kindern mit Behinderung in den Medien auf und kritisiert gleichzeitig die Sonderschulpraxis in Deutschland.

Kackscheisse.soup.io sammelt *istischen Bockmist. Aktueller Beitrag: der re:publica-Comic von Beetlebum, der von Ausschlüssen innerhalb der deutschen Blogosphäre offenbar nichts wissen will und gleich mal ein paar antifeministische Klischees reproduziert. Mit dabei sind auch Kumpel Chauvi und Privilegiennegierung. Mehr zur re:publica findet ihr hier bei uns.

Aktuelle Termine für Mai hat Magda zusammengestellt, die gern in den Kommentaren ergänzt werden dürfen.

Eine schöne Woche euch allen!


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Bisexualität, BOBs und “Bitch up my Desktop” – die Blogschau

16. April 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 106 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Julia Seeliger schreibt über Alice Schwarzer und ihr “klitorisfixiertes Gerede“.

Deef Pirmasens hat das neue Blogprojekt www.bisexualitaet.org gestartet:

Was Du schon immer über Bisexualität wissen wolltest, aber nie wusstest, wen Du fragen solltest.

Astrologie: Nicht nur diskriminierend sondern auch sexistisch“ heißt es auf Astrodicticum Simplex.

Einen spannenden Podcast zum Thema “Queer und Alter” findet ihr bei heiter scheitern.

Die taz begrüßt die Ausbildung von Deutschen mit Migrationshintergrund zu Pflegeassistent_innen – anders deutsch ist allerdings kritisch, vor allem weil hier auf einmal die besonderen Kompetenzen von Migrant_innen geschätzt werden, ansonsten aber nichts.

Der Mädchenblog freut sich immer noch über Einsendungen für ihren Desktop-Wettbewerb: “Bitch up my Desktop”.

Call for Paper zu den Herausforderungen und Potentialen von Social Media und sozialen Netzwerken bis zum 2. Mai 2011.

Die Gewinner_innen der BOBs 2011 stehen fest. Beste arabisch-sprachige Bloggerin wurde Eman Hashim, die bereits von GirslCanBlog vorgestellt wurde.

Noch ein Termin für Wiener_innen: Am 22. April lädt die ARGE Dicke Frauen zum Essen.


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Kurz und knackig notiert

14. April 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 102 von 194 der Serie Kurz notiert

Die Mädchenmannschaft tummelt sich in diesen Tagen auf der Blogger_innen-Konferenz re:publica und ist mit eigenen Panels gut vertreten. Die Linkliste fällt daher etwas kurz aus, kann aber gerne in den Kommentaren ergänzt werden!

Kaum ein Kind kommt heute noch ohne medizinische Eingriffe zur Welt. Notwendig sind längst nicht alle, aber sie verhelfen den Krankenhäusern zu höheren Einnahmen. Die ZEIT über einen Trend, dessen Auswirkungen auf Mütter und Kinder noch lange nicht klar sind.

Eine Soziologiestudentin aus Wien sucht für ihre Master-Arbeit über “Eingetragene Partnerschaften in Österreich” Interview-Partner_innen, die in eingetragener Partnerschaft leben.

Kurt Cobain war Feminist!

Das Burkaverbot in Frankreich ist erst seit Montag in Kraft und schon gab es einen ersten Übergriff: In einem Einkaufszentrum riss eine Anwältin einer Konvertitin den Schleier vom Kopf, so der Telegraph.

Für Podcast-Fans: “Femme! radikal queer feminin“.

Das multikulturelle Frauenmagazin Gazelle freut sich immer noch über neue Abonnent_innen.

Doing Gender gibt es auch beim Essen – für DRadio Wissen haben Christina Wolf und Ralph Glander den Selbstversuch gewagt und für einen Tag ihre Essensgewohnheiten getauscht.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für April.


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“Ich kann heute nicht arbeiten, ich bin noch queer!” – die Blogschau

15. Januar 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 65 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

L-Talk stellt die Feministin Kasha Jacqueline aus Uganda vor, die die Organisation “Freedom and Roam Uganda (FARUG)” gründete, die einzige Interessenvertretung für Lesben, bisexuelle und transsexuelle Frauen in Uganda.

Die transidente Frau Michaela erzählt auf ihrem Blog Erlebnisse und Gedanken von ihrem ersten Tag als Frau im Büro.

Auf wider die Natur findet ihr eine Kritik an einem Plakat der Antifa in Leipzig: Angeprangert wird der Sexismus, mit dem für eine Demo geworben wird.

Ninia LaGrande greift den FAZ-Artikel “Der eilige Vater“ auf: “Intensiv Papa sein – Oder: Wie die FAZ Väter diskriminiert.

Mit dem gleichnamigen Buch untersucht Caroline Stern das Thema Intersexualität aus historischer, medizinischer und sozialpsychologischer Perspektive. Sie hinterfragt, wie mit den betroffenen Menschen umgegangen und über sie bestimmt wird. Dazu lässt sie auch Betroffene und deren Eltern zu Wort kommen und entwickelt Handlungsoptionen für eine zukunftsweisende Sozialarbeit, wie auf Kitty ISt zuhause nachzulesen ist.

“Wenn Homosexualität eine Krankheit ist, dann lasst uns alle bei der Arbeitsstelle anrufen und uns queer melden: ‘Hallo, ich kann heute nicht arbeiten, ich bin noch queer!’” – gefunden auf awesome.blogsport.de.

Christian ist in seiner Arbeit mit Jungen mit dem Song “Du bist hässlich” konfrontiert und fragt sich auf Jungenarbeit und Jungenpädagogik: Was macht man nun pädagogisch damit, wie interveniere ich am besten?

Wärmstens empfehlen kann ich euch E:phi=log, auf dem ihr eine Menge witziger Comics findet, die auch zum Nachdenken anregen. Mein Favorit in dieser Woche: die gute Arielle, die böse Ursula und wie Disney uns beibringt, “gut” von “schlecht” zu unterscheiden.

Auf Puzzleteile fragt Paula: “Muss ich es denn ‘Feminismus’ nennen?

Wer Podcasts mag, sollte mal bei heiter scheitern vorbeischauen. Im aktuellen Podcast geht es um das Video-Projekt It Gets Better, welches kritisch beleuchtet wird.

Liebe Berliner_innen: Das Ruby Tuesday Rock Camp für Mädchen ist für den Wettbewerb “Ideen Initiative Zukunft” nominert worden und wird sich in der Zeit vom 13.-26. Januar in der dm-Filiale im Ring Center in Berlin Friedrichshain mit zwei anderen nominierten Projekten präsentieren. Wenn das Projekt die meisten Kund_innen-stimmen bekommt, erhalten sie 1.000 Euro!

Zuletzt ein Tipp von einem Rotschöpf – etwas Schwärmen muss erlaubt sein! – Kweens hat eine Reihe rothaariger Damen für uns zusammengetragen.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.

 

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