Einträge mit dem Tag ‘Podcast’


DDR-Barbies, antirassistisches Kinderbuch, Free CeCe, Protest gegen Sarrazin – kurz verlinkt

26. Februar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 224 von 243 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die aktuelle Ausgabe der an.schläge ist erschienen,  diesmal mit dem Schwerpunktthema Wohnpolitik, und wieder sind einige Beiträge online lesbar, z.B. das Interview mit einer lesbischen Bloggerin aus Jordanien.

Katrin Gottschalk und Margarita Tsomou widerlegen im Freitag die so steilen wie schlotterigen “Barbiefeminismus!”-Thesen, die von dort aus kürzlich die Runde machten (geschickter Move, diese kräftebindenen  These-Gegenthese-Zirkel, die in einer Staubwolke von Rabatz letztlich zurück auf Null führen… kennen wir ja auch von der taz) – zum Beispiel so: “Es ist schlichtweg falsch zu behaupten, in der DDR wären Frauen und Männer gleichberechtigt gewesen.”

Die Tageschau berichtet: Bis Ende Juni 2014 soll es eine neue gesetzliche Regelung zur sukzessiven Adoption für nichthetero Paare geben – liberaler wird’s aber wohl nicht mit der Großen Koalition.

“‘Das Wort, das Bauchschmerzen macht’ ist eine spannende Geschichte, die (nicht nur) Kindern zeigt, wie verletzend rassistische und diskriminierende Sprache ist. Aber auch, wie sich Eltern, Lehrer_innen und nicht zuletzt die Kinder selbst aktiv für ein respektvolles Miteinander einsetzen”- Nancy J. Dilla sammelt Funding, um ihr Kinderbuch gegen rassistische Sprache veröffentlichen zu können. Noch wenige Wochen könnt ihr das Projekt unterstützen!

Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung hat eine Broschüre über trans* Kinder und Jugendliche heraus gegeben. Sie kann hier herunter geladen und auch bestellt werden unter broschuerenstelle(at)senaif.berlin.de

Schon im letzten Jahr erschienen, aber (leider) immer aktuell: “Un_mögliche Bildung. Kritische Stimmen und verschränkte Perspektiven auf Bildungsun_gleichheiten.

englischsprachige Links

Ein weiteres wichtges Projekt, das auf Förderung angewiesen ist: die Dokumentation “Free CeCe” über und gegen Gewalt gegen Transfrauen, von Laverne Cox und CeCe McDonald.

In Spanien mehren sich die Proteste gegen die kürzlich verschärfte regressive Abtreibungsrechtspolitik, berichtet der Independent.

Anita Little stellt im Ms. Magazine eine Reihe früher Schwarzer Feministinnen vor.

Aaminah Khan schreibt bei Black Girl Dangerous über Intersektionalität und auf welchen (unter anderem) rassistischen Narrativen der Vorwurf, dass Kritiken an weißem Mainstream-Feminismus “toxisch” oder “Mobbing” seien, aufbaut.

Bei Autostraddle geht es um das kolonialistische Erbe, welches der heterosexistischen Diskriminierung in einigen afrikanischen Ländern zugrunde liegt und beim kritischen Blicken dorthin oftmals unter den Tisch fällt.

Welche Veränderungen können feministische Bewegungen international bewirken? Ein Podcast beim Guardian widmet sich dieser Frage.

Der Guardian berichtet auch über die Pianistin Alice Herz-Sommer, die mit 110 Jahren als älteste bekannte Überlebende der Shoah verstorben ist.

Termine

Berlin: Heute um 19:30 Uhr im K-Fetisch findet die erste Veranstaltung der Reihe “Mir lebn ejbik – Wir leben ewig” über Widerstand, Gedenken und Befreiung statt: “Frauen* im jüdischen Widerstand – die Meijdalach aus Bialystok.”

Auch in Berlin: Am 2. März (11 Uhr) will Thilo Sarrazin sein neues Buch im Berliner Ensemble vorstellen. Am 2. März findet daher auch eine Kundgebung dagegen auf dem Bertolt-Brecht-Platz statt – hier geht es zum Facebook-Event.

Vom 8. bis 13. März, ebenfalls in Berlin: die Berlin Feminist Film Week.

Das erste Kieler laDIYfest findet vom 18. bis 20. April 2014 statt. Spenden sind erwünscht!

Vom 12. bis 15. Juni  in Sachsen auf Gut Frohberg: Die frauensommerakademie*2014  - schon mal vormerken!


Facebook | |


Beyoncé, Magazine, Trolle, Airbags – kurz verlinkt

29. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 220 von 243 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links:

Im Juni findet die Frauen*FrühlingsUni 2014 statt, und es können noch Beiträge eingereicht werden: “Wir möchten Feminismen im gelebten Alltag, ihre Erfolge, aber auch Schwierigkeiten sowie Möglichkeiten zur feministischen Intervention aufspüren. Alles, was Brücken zwischen Alltag, Wissenschaft und Politik schlägt und den Fokus auf das Thema richtet, ist willkommen.”

Spiegel Online schreibt: “Sexuelle Belästigung ist ein Problem bei der Bundeswehr, wie eine Studie der Truppe zeigt. Wie mit den Beschwerden der Frauen umgegangen wird, darüber verliert sie allerdings kaum ein Wort. Die Grünen kritisieren: Entsprechende Fragen wurden aus dem Papier gestrichen.”

englischsprachige Links:

Amina Doherty schreibt beim African Women’s Development Fund darüber, wie Popkultur das (feministische) Selbstverständnis beeinflussen kann: “Popular culture has a unique capacity not only to raise awareness, but to build bigger constituencies for social justice and women’s rights and ultimately to meet people where they are”- hier Teil 1 und dort Teil 2.

A propos Pop: Gerade wurden die Grammys verliehen, und Beyoncé war auch dabei, und natürlich wurde ihr Auftritt aus verschiedenen Perspektiven analysiert, gefeiert und kritisiert. Zum Beispiel von Jen von xojane, die sich gegen an Mütter gerichtetes Sexualitäts-Policing ausspricht. Und Akiba Solomon schreibt bei Colorlines über den Einsatz verstörender Zitate im Song “Drunk in Love”.

Die aktuelle Ausgabe von Popaganda, dem Podcast des Bitch Magazine, steht unter dem Motto “Don’t just hate media—make media” und featuret Interviews mit drei profilierten Zeitschriftenmacherinnen, die auch einzeln anzuhören sind.

Viele Social-Media-aktive Menschen haben sich inzwischen an diversen Versionen des Gotye-Hits “Somebody that I used to know” erfreut – vielleicht war auch die Interpretation von Azora Telford in Gebärdensprache dabei.

“Trollen geht es nicht darum zu provozieren, sondern darum, Frauen zum schweigen zu bringen” – Steph Guthrie erklärt im TedxTalk, waum die Aufforderung, Trolle nicht zu füttern a.k.a. Übergriffe im Internet einfach zu ignorieren, höchst problematisch ist. Und was stattdessen getan werden könnte.

Und hier noch ein erbauliches Video für den Feierabend.

Außerdem ein Termin in Dresden am 1. Februar um 14:30: We give birth, we decide! - Solidaritätsveranstaltung für Abtreibungsrechte in Spanien und Deutschland.


Facebook | |


Interventionen, Männlichkeiten und Batgrrrls – die Blogschau

2. November 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 223 von 254 der Serie Die Blogschau

Auf tea-riffic mach sich Heng Gedanken über Team- und Selbstverantwortung. Wie viel Team­verantwortung ist gut, so dass die eigenen Interessen und Wünsche nicht zu sehr in den Hinter­grund geraten? Was mache ich mit meinem schlechten Gewissen, wenn ich mal etwas absage, um meine Zeit anders zu verbringen?

Auf anarchieundlihbe geht es um’s Passing, Misgendern und Männlichkeit.

Halloween-Fans, aufgepasst: Jedes Jahr glauben Menschen, dass rassistisches Blackface geeignete Halloween-Kostüme darstellen. Schon 2009 reagierte die Aktivistin und Künstlerin Noah Sow mit folgender cooler Aktion und verkleidete sich als weiß-deutscher Journalist, nämlich Günter Walraff. Ziemlich knorke finde ich auch dieses Batgrrrl-Outfit!

Geekiges Futter für die Ohren! Ein neuer nrrrdz-Podcast ist draußen zum Thema: “hacken in der menstruations­hütte.

Lara Fritzsche, Redakteurin des SZ-Magazins, gibt die 5.000 Euro eines katholischen Medien­preises an das Bündnis für sexuelle Selbst­bestimmung weiter - wir berichteten ebenfalls.

weird – das Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld feiert ihren 6. Geburtstag! Feministischen Glück­wunsch :)

Nadine macht sich auf medienelite Gedanken zu Interventionen in Diskriminierungen: “was sind interventionen in diskriminierungen für mich? wann macht intervention welchen sinn für mich?”

Die Töchter Regalias schreiben: Für neue Kinder- und Jugend­literatur jenseits der Gender­normen.

Grimgrrrl denkt über gender. oder so nach: “mein körper ist aufgeladen mit bedeutungen. ist eine leinwand für alle möglichen bilder, die andere von mir erschaffen_entstehen lassen.”

Für alle Spontanen: Heute Abend findet in Berlin im Rahmen der Bundes­frauen­konferenz der LINKEN eine Podiums­diskussion zum Thema „Hollaback! Kampf gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie im öffent­lichen Raum“ statt. Mit dabei sind Vertreter_innen von Hollaback Dresden, PinkStinks, Discover Football und Mädchenmannschaft.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


Facebook | |


Sommerpausen-Podcast

22. Juli 2013 von der Mädchenmannschaft
cassette player small

(c) Siguri F

Heute verabschieden wir uns in eine kleine Sommerpause und werden am 12. August wieder zurück sein. Zuvor hat sich aber ein Teil der Mädchenmannschaft zusammengesetzt, um einen Podcast aufzunehmen, in dem wir einige feministische Aktionen und Themen des letzten halben Jahres, wie #Aufschrei oder One Billion Rising, diskutieren. Vor allem fragen wir uns aber: Was bedeutet es für uns, Feminismus (auch) im Internet zu machen? Was ist für uns produktiv, was eher nicht? Weitere Hintergründe zu Aktionen und Debatten, über die wir sprechen, findet ihr mithilfe der untenstehenden Links.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Download (1 Std., 43 Min, 53 Sek., mp3, 47,5 MB)

Zum Weiterlesen:

Debatte um Rassismus in Kinderbüchern und anderen Medien


“Gleichgeschlechtliche” Ehe und Heteronormativität

(mehr …)


Facebook | |


Fettcast #1: Ein Podcast über dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag

15. Juli 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 19 von 27 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Konfetti! Es gibt einen neuen Podcast! Ragni und ich sprechen im FettCast über ein dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag. Dabei wollen wir nur über unsere Erfahrungen sprechen, aber gleichzeitig unsere Sichtweisen teilen, um uns mit anderen austauschen zu können. Wir sind auch sehr neugierig auf eure dicken und fetten Gedanken und Erfahrungen. Auf Soundcloud findet ihr eine ausführliche Beschreibung zu dem Podcast und warum wir die politischen Begriffe ‘dick’ und ‘fett’ (als Selbstbezeichnungen) nutzen.

Episode 1

Vorstellung & Erfahrungen mit Fat Shaming
Wer sind wir und wann haben wir angefangen, Körpernormierungen und Diäten in Frage zu stellen? Wir sprechen über Anziehsachen kaufen und tragen, Erfahrungen in der Kindheit mit Fat Shaming, Sport (z.B. im Schwimmbad und im Fitnessstudio) und diskutieren dann, was Fat Empowerment für uns bedeutet.

Fat Empowerment
Fat positive Aktionen oder Tätigkeiten, die eine Alternative zu einer Gesellschaft anbieten, in der Dicke_Fette stigmatisiert werden und in der Fat Shaming normalisiert und unhinterfragt ist. Fat Empowerment bezieht sich also auf alle Aktionen, die diskriminierende Logiken in Frage stellen und unterwandern. Dabei verwenden wir bewusst einen weiten Aktivismus-Begriff: fat positive Bücher lesen, Modeblogs schreiben und lesen, essen, sich was gutes tun (“self-care”), Kleidertausch, Dinge selber machen (nähen), Kleiderkreisel und “fette Banden bilden” (dies ist ein Zitat aus dem Spoken Word von Maxi*: “Kotzen: Ein Blick über den Fettrand der Gesellschaft – Challenging Thin Privileges from a Fat Perspective”)

Wir arbeiten gegen die irrtümliche Annahme, dass “Dick”- oder “Fett”-sein etwas Schlechtes ist, und dulden deshalb auch keine diskriminierenden Kommentare.


Facebook | |


Die Waage einfach wegschmeißen und dann ist gut? – Die Blogschau

15. Juni 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 206 von 254 der Serie Die Blogschau

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

Körper(bilder), Diäten und fat shaming: über die Aktion #waagnis

Auf twitter sind in den letzten Tagen viele Debatten zu den Themen Körpernormierung, Körperwahrnehmung und fat shaming (Dickenfeindlichkeit) geführt worden. Angefangen hat es mit dem hashtag #waagnis, der von einigen Bloggerinnen wie Maike und Ninia LaGrande vorgeschlagen wurden. Der Idee der Aktion lautet ungefähr so: Setzt eure Waagen aus, damit diese (und die Zahlen da drauf) nicht weiter euer Leben bestimmen. Die Aktion generierte unterschiedliche Kritik: Zu viel Symbolpolitik, zu wenig Mitdenken von (bereits existierenden) fat positiven Diskursen, und teilweise (internalisiertes) fat shaming in den Texten, die zu der Aktion aufriefen. Hier ist eine kleine Auswahl an Texten, die in den letzten Tagen geschrieben wurden:

glasglocke kritisiert, dass bereits existierende fat_körper-positive Debatten und Aktivist_innen durch die Aktion unsichtbar gemacht wurden und präsentiert eine Liste mit Links zum Weiterlesen. Auch lippy answer hat eine Video- und Linkliste zusammengestellt. Einen sehr empfehlenswerten Text gibt es von der fat fashion-Bloggerin Miss Temple, die aufschrieb, warum sie sich von der Aktion nicht angesprochen fühlte. Heng schreibt auf tea-riffic einen sehr persönlichen Text darüber, wie schwer es für ihr 14-jähriges-Ich war, Schönheitsnormen zu verstehen. emmi schrieb auf, was sie sich wünscht von zukünftigen körper-positiven Aktionen. karnele freut sich, dass jüngere Feminist_innen dieses Thema wieder mehr auf den Tisch packen. The Sexist Meme erinnert: “Eure Blicke sind meine Waage.” Und riotmango findet, dass die Aktion auch sichtbar gemacht hat, wie wenig fat positive Diskurse im deutschsprachigen feministischen Diskurs angekommen sind. Nina LaGrande hat auf die Kritiken auch noch mal reagiert.

Passend zu den aktuellen Debatten gibt es einen neuen tumblr: Essende Frauen, der zufrieden essende Frauen darstellt. Sowohl in Film und Fernsehen, Internet- und Printmedien- oder auch dich selbst!”

In der feministischen Blogosphäre wurde auch über viele andere Dinge diskutiert:

Dr. Mutti las den Text von Harald Martenstein in der Zeit, in dem Theorien zu Geschlechtersozialisation und die Gender Studies insgesamt mal wieder lächerlich gemacht werden und befand: Martenstein schreibt nur biologistischen Quatsch. Auf dem Blog Daran geht die Welt zu Grunde resümiert Anni, dass Martenstein einfach schlechten Journalismus betreibt.

Blogempfehlung: Carina Kühne bloggt aus ihrem Leben “Erlebnisse eines Menschen mit Down-Syndrom“. Am Sonntag ist sie zu Gast bei der WDR-Sendung West ART.

Helga hat das Frauen- bzw. Männerbild analysiert, die der FOCUS mit seinen Coverbildern vermittelt.

Schizoanalyse lehrt Psychychologie und gibt gerade ein Seminar zu Critical Whiteness. Dazu hat sie einen einführenden Text auf ihrem Blog veröffentlicht.

FAT UP!, eine queer-feministische fat positive Gruppe aus Berlin hat im April ihre Gründung gefeiert. Die bei der Feier gezeigten Videoclips sind nun online.

Feministische Geeks aufgepasst: Wie könnten die Standard-„Kostüme“ von Frauen in Comics und Spielen realistischer aussehen? Dazu gibt es nun einen Mal-Contest, berichtet femgeeks.

Das mädchenblog berichtet, dass es die Pille danach in den USA zukünftig rezeptfrei und ohne Altersbeschränkung geben wird.

Viel interessantes auf die Ohren: Ein Podcast über Queerness, Femmeness, Begehren und Singlesein.

Eine Auswahl an LGBT und feministische Crowdfunding-Projekte, die ihr finanziell unterstützen könnt, findet ihr auf Der k_eine Unterschied.

Auf phenomenelle gibt es eine Zusammenfassung der Anne Will Sendung mit dem gruseligen Titel: “Gleiche Rechte für Homosexuelle – Ist die Ehe nicht mehr heilig”.

Auf dem SozBlog stellt sich Dr. Jasmin Siri folgende Fragen: “Wie und wann profitiere ich als Autorin vom Leiden anderer? Wie kann ich der Position von Opfern in meinen Publikationen einen Raum geben? Wie verträgt sich das mit der kühlen soziologischen Beobachtung?”

Gerade findet in Berlin das Refugee Tribunal Against Germany statt. Live-Videos und weiter Infos gibt’s auf dem Blog.

Am 18. Juni findet in Bochum der Vortrag: ‘Trans* Tans*phobie und Trans*support für Anfänger*innen und Fortgeschrittene’ (facebook-Link).


Facebook | |


Backlash Blues? Der Jahresrückblick mit der Mädchenmannschaft

17. Dezember 2012 von der Mädchenmannschaft

Am 9. Dezember hat sich ein Teil der Mädchenmannschaft – nämlich accalmie, Charlott, Magda, Nadine und Sabine – zusammengefunden, und wir haben gemeinsam auf das Jahr 2012 zurückgeblickt. Bei Tee und Muffins sprechen wir über Aktionen aus dem Jahr 2012, die uns gefallen haben, stellen fest, dass sich das vergangene Jahr auf jeden Fall sehr nach Backlash anfühlte – und erklären warum.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Download (2h 32min 50s, mp3, 140 MB)

Nach dem Klick findet ihr unsere Themenübersicht mit Links und Inhaltswarnungen für bestimmte Themen. Falls wir beim Reden noch weitere Links versprochen haben und diese hier nicht zu finden sind, macht uns doch bitte einfach in den Kommentaren darauf aufmerksam.

(mehr …)


Facebook | |


Die Geekettes-Generation

23. Oktober 2012 von Gastautor_in

Sie hacken, programmieren oder gründen Start-Ups: Immer mehr Frauen gestalten die digitale Szene mit. Es sind noch zu wenige, oft bleiben sie unsichtbar – doch eine neue Generation macht sich auf den Weg in die männlich dominierte Netz- und Technikwelt.

Von Sonja Peteranderl, Juliane Traeber und Sabine Mohamed

Als eine der wenigen Frauen in der Start-Up-Szene wurde Jess Erickson immer wieder mit sexistischen Sprüchen konfrontiert: “Frauen verstehen Technik nicht”, hörte sie oft. Gründer sagten, dass sie keine Programmiererinnen anstellen könnten – weil das die anderen Mitarbeiter nur ablenken würde. Sexismus und Technik scheinen eng verwoben, wenn es darum geht, dass Frauen Platz in dieser Sphäre einnehmen.

Frauen nutzen das Internet zwar inzwischen fast so intensiv wie Männer, betreiben Blogs, twittern, nutzen Laptop oder Smartphone als Alltagsgegenstand. Sie gründen aber seltener eigene Unternehmen im IT-Bereich. Es gibt wenige Bloggerinnen, die in der Blogosphäre, insbesondere in Bereichen wie Technik, Netzgeschehen oder Politik als Meinungsmacherinnen wahrgenommen werden. Und auch offline sind Podien bei Veranstaltungen der digitalen Szene vor allem mit Männern besetzt – weil viele Frauen, die in der Netzwelt aktiv sind, sich nicht aufs Podium wagen, ihnen die Selbstdarstellung nicht so wichtig erscheint oder sie einfach übersehen werden.

Sichtbarkeit, dass sei der Schlüssel, findet Nicole Simon, Unternehmensberaterin, Publizistin und Internetexpertin. “Frauen sind nicht sichtbar genug”. Sie haben oftmals kein Profil, keine Internetseite, kein Bild von sich im Netz und zögern bei Anfragen für Veranstaltungen oder Interviews, bewerben sich seltener initiativ. Selbst Frauen, die erfolgreich sind, kennen Selbstzweifel, wenn die Kollegen ihre Arbeit nicht anerkennen oder Kompetenzen in Frage stellen. Frauen müssten besser sein als ihre Kollegen, sagt Jess Erickson.

Den Widerständen zum Trotz macht sich eine Generation junger technikbegeisterter Frauen auf den Weg in die männlich dominierte Netz- und Technikwelt. Sie wollen teilhaben, lassen sich nicht abwimmeln und verschaffen Frauen in der Netzwelt auch als Mentorinnen und Sprecherinnen bei Veranstaltungen mehr Präsenz.

In der jungen digitalen Szene sind in den vergangenen Jahren neue Netzwerke von Frauen entstanden, die bloggen, programmieren, hacken, Start-Ups gründen – wie die “Berlin Geekettes”, die “Girls on Web Society”, die “Femgeeks”, das “Girl Geek Dinner” oder die “Rails Girls Berlin”. Sie sind Teil einer Generation, die das Netz mitgestalten, ihre Stimme erheben, und sie machen sich auf die Suche nach neuen privaten, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Möglichkeiten, die Internet und Technik ihnen bieten können.

Fünf Frauen – fünf Fragen

Eine Netzwerkerin, eine Social Media Beraterin, eine Programmiererin und eine Managerin erzählen im Interview von ihrem Weg, von Herausforderungen und Klischees, denen sie begegnen. Wo sie ansetzen, um die Frauenquote in Netz und im IT-Bereich zu erhöhen – und was Frauen tun sollten, um erfolgreicher zu sein. (mehr …)

Facebook | |


Engagieren, diskutieren und kritisieren – die Blogschau

14. April 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 154 von 254 der Serie Die Blogschau

Auch diese Woche wurde wieder mächtig in die Tasten gehauen.

Ein neues Blog ist Polizei und Sexismus, das sexistische Erfahrungen im Umgang mit der Polizei dokumentiert.

Auch neu: der Labercast von Ryuu. In der ersten Folge geht es um „feministische Zucchini im Weltraum“. Und im Missy Blog sind wieder Studierende der Uni Basel zu Gast. So geht es um die Frage, was in der Schweiz gegen sexistische Werbung getan werden kann.

Die feministische Gruppe FemKo aus Göttingen stellt sich mit einem schmucken Video vor:

Mit der Macht der Sprache beschäftigte sich die Tilde. Unbedachte Wörter verharmlosen Gewalttaten und geben im schlimmsten Fall den Opfern Mitschuld.

Im Fremdwörterbuch hat Kübra zum Tode von Trayvon Martin den US-Präsidenten Obama im Hoodie gezeichnet. Außerdem gibt es einen langen Nachtrag zur Kolumne über den muslimischen „Heiratsmarkt“ und die aktuellen Diskussionen um Religiösität und Geschlechterbilder.

Urmila Goel ist weiter durch Indien gereist und hat u.a. an der Konferenz “Advancing Feminist Debates on Reproductive Technologies” teilgenommen.

Das Grimegrrrl will an ihrer FH eine Hochschulgruppe gründen, um sich mit Sexismus, Rassismus… auf dem Campus auseinanderzusetzen. Das Ergebnis bisher: Abwehrhaltung, warum man denn Sexismus anprangere, und die Bitte, das alles nicht „politisch“ zu nennen.

Storytime bei der Riotmango mit Begegnungen an der U-Bahnhaltestelle: „Ey, seid ihr lesbisch?“ „Das ist ja eklig.“

Das Gespenst der Armut empfiehlt das Buch „Wir müssen leider draußen bleiben“. Ob Hartz IV oder Mikrokredite in Bangladesh, die Strategien gegen Armut seien am Ende auch nur weitere Profitmaximierung.

Eine Liste mit den „100 mächtigsten arabischen Frauen“ ist im CEO Middle East erschienen – die West-Östliche Diva nimmt sie kritisch unter die Lupe.

Auf media-bubble geht es um die Unsichtbarkeit von Lesben in der medialen Berichterstattung.

Nach einigen Anfragen gibt es bei Erlebnisse und Gedanken Ratschläge für die ersten Schritte bei Transidentität und fünf Dinge, die transidente Frauen besser nicht tun sollten. Das größte Problem: Im Deutschen fehlt es derzeit noch an der Sprache, an den passenden und verständlichen Worten und Formulierungen.

Neu im TV: Modern Family. Leider sei an der Serie aber nichts modernes, befindet different needs.

Ein Interview mit Gabriele Winker und Nina Degele zu ihrem Buch „Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten“ gibt es im Dishwasher.

Classless Kulla widmet sich einer zu wenig bekannten Körperregion und verweist auf Betty Dodson, die Clitoris und Vulva beschreibt.

Schließlich (auf Englisch) ein Beitrag von Stop! Talking über die ständige Einordnung nicht-weißer Menschen. Als weiß angesehen zu werden, ist dabei ein zweifelhaftes Vergnügen.

Nach dem Klick noch 3 Terminhinweise: (mehr …)


Facebook | |


Identitäten, Erklärbär_innen und antiqueere Tendenzen – die Blogschau

5. November 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 134 von 254 der Serie Die Blogschau

In ihrem letzten Gastbeitrag für das Missy Magazine macht sich Sideglance ein paar Gedanken zum Netzfeminismus.

Charlott von Afrikawissenschaft echauffiert sich über die vielen Alltagsrassismen, besonders über “lustige” Halloween-Kostüme.

Kiturak ärgert sich über Facebook und die fehlende Anonymität, trotz Pseudonym.

Kathrin Ganz macht die Erklärbärin und erläutert, warum es zu einfach ist, sich immer auf die Existenz von Erklärbär_innen zu verlassen.

Riot Grrrl Hamburg findet klare Worte für die sexistischen und rassistischen Werbeplakate der Biermarke Astra.

Comicblogs sind wohl gerade Trend. Chicks on Comics ist ein Gemeinschaftsblog von neun Comiczeichnerinnen und wechselnden “guest chicks”.

Die Arte-Dokumentation “Meine Seele hat kein Geschlecht” über das Leben von vier Trans*männern hat laufmoos seziert und kommentiert.

Bei High on Clichés kann mensch den erschütternden Alltag von Mareike nachlesen: Rassistischer Normalzustand in Deutschland.

Puzzlestücke hat sich sehr persönlich und ausführlich über Identitäten Gedanken gemacht.

Die neue Podcast-Folge von Previously, dem Magazin zu (nicht nur) us-amerikanischen Qualitäts-TV-Serien mit Ms. Gouldy, Lola Loop und Irmgard Lumpini ist erschienen. Transkripte zu den einzelnen Teilen gibt es auf der Hauptseite.

Auch der Haufen von Heiter Scheitern war wieder fleißig: Die neue Folge widmet sich antiqueeren Erscheinungsformen und begibt sich auf die Suche nach Solidarität. Die Mädchenmannschaft wünscht dem Dreiergespann außerdem alles Gute zum dritten Podcast-Geburtstag!

Zum Schluss ein wichtiger Terminhinweis: Noch heute und morgen Nächste Woche Freitag bis Sonntag könnt ihr in Berlin gegen Genitalverstümmelungen protestieren, berichtet Zwischengeschlecht. Am Donnerstag gibt’s zudem einen Infoabend im Haus der Demokratie und Menschenrechte.


Facebook | |



Anzeige