Einträge mit dem Tag ‘Piratenpartei’


Unter den langen Haaren, Muff von 1000 Jahren

6. Dezember 2011 von Helga

Rund 44 Jahre nach seinem Einzug in die Kommune I und dem Beginn der Politisierung des Privaten kann man für Rainer Langhans nun feststellen: Alles bleibt wie es war. Denn mit seinen Einkünften aus dem RTL-Dschungel Camp will er Julian Assange unterstützen. Laut der Piratenpartei Bayern, die ebenfalls 20.000 Euro erhält, ginge es dabei um den Schutz von Whistleblowern und die Plattform WikiLeaks. Nur dass das Geld keinem dieser beiden Zwecke zu Gute kommt, sondern dem Julian Assange Verteidigungsfonds. Der eingerichetet wurde, um Assange in seinem privaten Verfahren wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung zu helfen.

Wie bereits vor einem Jahr Michael Moore übersieht nun Rainer Langhans das fatale Signal, das von seiner Stellungnahme ausgeht. Wer in einem Verfahren aufgrund sexueller Gewalt von einer Verschwörung ausgeht, stellt die Opfer als Lügner_innen dar. Er arbeitet fleißig an dem Mythos mit, Frauen benutzten den Vorwurf einer Vergewaltigung nur, um Männern zu schaden. Wer seine Spende an Assanges Verteidigungsfonds mit einer Spende für Whistleblowingschutz gleich setzt, hat sich entweder fahrlässiger Weise nicht mit dem Fonds beschäftigt oder nimmt die Implikationen billigend in Kauf.

Moore entschuldigte sich immerhin für das Verharmlosen der Gewalt gegen Frauen und den mangelnden Respekt gegenüber den Opfern – nach einer massiven Twitterkampagne, die ihn schließlich ins Fernsehen verfolgte. Dazu bedurfte es leider wieder einmal der Arbeit vieler Aktivist_innen, von alleine war er, als ansonsten progressiver Linker, darauf nicht gekommen. Auch Langhans ist theoretisch bestens informiert über „das Private ist politisch“ und die daraus resultierenden Konsequenzen. Gebracht hat es nichts. Auch 2011 kommt männliche Solidarität vor „Frauengedöns“.

Ähnlich sieht es bei den Piraten aus. Mehrere Kommentator_innen machten ihrem Ärger unter dem Eintrag Luft. Angekommen ist die Kritik zumindest teilweise:

Dass es speziell bei Assange um Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens geht, ist leider aufgrund eines Gedankensprung und durch vollkommene Mißachtung dieser Tatsache durchgerutscht. In keinster Weise sollten die publizierten Vorwürfe gegen Assange heruntergespielt, verharmlost oder gar Frauen in solchen Situationen verunglimpft werden. Zwar kann ich nicht für die Bayern-Presse sprechen, bitte als Mitverfasser der Mitteilung jedoch um Verzeihung, dass es hier zu dieser Möglichkeit einer Missdeutung gekommen ist.

Eine offizielle Stellungnahme der Piratenpartei Bayern steht weiter aus.


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Mit Highheels gegen das Patriarchat – die Neuigkeiten der Woche

20. Oktober 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 125 von 138 der Serie Kurz notiert

Am Wochenende war die Mädchenmannschaft beim Barcamp Frauen. Verena berichtete bereits für den Freitag und für uns. Auch in der tazim Vorwärts und der Seite der SPD gibt es jeweils einen Rückblick.

Männer mit Behinderungen sind stärker von sexueller Gewalt betroffen als Männer ohne Behinderungen, so die LA Times.

Die ukrainischen Femen waren und bleiben aktiv: “Mit Highheels und oben ohne gegen das Patriarchat.”

Heute hat die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ihren 65. Geburtstag. DieStandard hat ein Porträt von Jelinek.

Unter den 1.133 Kandidat_innen, die in das Parlament in den Oman wollten, waren 77 Frauen: eine davon hat es geschafft.

In Afghanistan ist die Frauenquote im Parlament zwar höher, beim Wiederaufbau sei die Situation der Frauen aber zu lange vernachlässigt worden. Nach inzwischen zehn Jahren internationalen Einsatzes sei es immer noch nicht zum Strategiewechsel, vom militärischen, hin zum zivilen Aufbau gekommen, so die Ärztezeitung.

Junge Männer möchten gerne aufmerksame Väter mit Zeit für ihre Kinder werden, so die Süddeutsche. Nach der Geburt ist dann aber doch wieder das traditionelle Familienmodell angesagt. Schuld daran: Der Gender Pay Gap. Denn wenn er mehr verdient als sie, begräbt der Kontostand alle guten Vorsätze.

Über die Schwierigkeiten von Transgendern im Libanon berichtet der Daily Star (und einem kleinen Happy End).

Die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Das Girls Rock Camp freut sich über deine Stimme! Bis zum 15. November könnt ihr noch voten.

Es hört nicht auf: In der taz wird wieder einmal das “post-gender”-Konzept der Piraten diskutiert.

Termine nach dem Klick:

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Engagiert protestieren, bewusst konsumieren, politisch feiern – die Blogschau

8. Oktober 2011 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 128 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Nach wie vor schert Facebook sich nicht um den Protest gegen – dezent formuliert – vergewaltigungsverharmlosende Aktivitäten auf ihren Seiten. Das Mädchenblog berichtet (Triggerwarnung).

Die Gleisbauarbeiten rezensieren Basha Mikas “Feigheit der Frauen” – mit viel Wut im Bauch.

Regina Frey dokumentiert und kommentiert ihren Mailwechsel mit dem Piraten-Abgeordneten Xander Dorn zum Thema Geschlechterverhältnisse bei den Piraten und sonstwo.

Anlässlich der  Gay Pride Belgrad (die letztendlich verboten wurde) berichtet bomec über die krasse Homophobie, die in Serbien grassiert.

Der aktuelle Gastblog beim Missy Magazine von Side-Glance thematisiert die oftmals äußerst problematischen Produktionsbedingungen von Unterhaltungselektronik.

Puzzlestücke blickt kritisch zurück auf die Veranstaltung Perspektiven feministischer Organisierung nach dem Slutwalk, die kürzlich auch hier bei der Mädchenmannschaft Anlass zur Diskussion war.

Ein Plädoyer für die Beilegung aller Mütter-Grabenkämpfe gibt es von Rike Drust a.k.a. inFemme unterstellt.

Einem interessanten Vortrag zur Enstehung von sexuellem Begehren hat Antje Schrupp beigewohnt.

An der Uni Paderborn plant der Frauenprojektbereich MIA für Anfang 2012 eine Kunstausstellung zum Thema „!Doing gender Killing gender¿“ und lädt dazu ein, sich mit künstlerischen Ideen daran zu beteiligen.

Ein neuer Blog in der feministischen Blogosphäre: Just Stuff.

Und ein paar wichtige Termine gibt’s natürlich auch noch, nach dem Klick: (weiterlesen …)


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Bloggen statt Rausch

1. August 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 77 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Julia Schramm
(laprintemps auf Twitter und Facebook)

Wie heißt du?
Julia Schramm

Seit wann bloggst du?
Seit Februar 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich habe dem Rausch entsagt und gefastet. Ich hatte damals eine Phase, in der ich mich oft in verschiedende Formen des Rausches geflüchtet habe – hauptsache keinen klaren Kopf bewahren. Irgendwann stellte ich fest, dass es Missbrauchstendenzen annimmt, also der Versuch durch externe Gelüste innere Missstände zu übertünchen. Deswegen beschloss ich mich im Anschluss an ein, im Rheinland traditionell, exzessives Karneval dem christlichen Fasten hinzugeben. Aber unter agnostischen Vorzeichen, also die Frage: Was bringt Verzicht? Was steckt hinter diesen Traditionen? Gibt es eine humanistische Ebene? Gleichzeitig war es auch ein Kampf mit mir und meinen Dämonen. Bloggen war da sehr hilfreich. Ein offenes Tagebuch.

Worüber schreibst du?
Über Politik, Gesellschaft, Liebe, Philosophie, Menschen, Piratenpartei, mein Universum und die Metamoderne. Ich verfolge weder ein konkretes Thema, noch steht der Blog unter einem Aspekt, der mir wichtig ist. Ich teile meine Gedanken der Welt mit. Mehr nicht.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Oh, so einiges wäre mir nicht passiert! Ich wohne nicht umsonst im Internet. Meine Liebe hätte ich verpasst, viele Freunde und geistige Weggefährten wären mir entgangen. Auch haben mich Freunde wiedergefunden, die ich sonst wohl verloren hätte ohne einen Detektiv zu beauftragen. Und schließlich wäre ich dem Feminismus gegenüber immer noch so ignorant, wie ich es war. Das Internet ist quasi schuld, dass ich mich nun als Feministin bezeichnen will – so als Haltung.

Wovon braucht das Internet mehr:
Bewusstsein. In vielerlei Hinsicht. Bewusstsein der User über die Beschaffenheit, über die Flüchtigkeit und Verflüssigung, um mal meine neu erworbenen Hegelkenntnisse auszupacken. Und weniger Panik. Viel weniger Panik. Und mehr Langmut.

Frauen im Web sind…
… genauso unbeholfen in der Überwindung von Sexismus wie im Analogen.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Twitter, bild.de, SpOn, faz.net und alles, was mein Twitterfeed so spannendes von sich gibt.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Kurz verlinkt: Gleich zweimal Feminismus im Radio

14. Dezember 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 63 von 138 der Serie Kurz notiert

Die Jungle World berichtet, dass das Land Schleswig-Holstein in der kommenden Woche über seinen Sparhaushalt abstimmt. Auch zwei Frauenhäuser sollen geschlossen werden.

Der Reithof Maruschka in Meuselko, eine soziale Einrichtung, in der traumatisierte Mädchen ein sicheres Zuhause finden, wird nun durch das Hochwasser und den Dammbruch bedroht. Mehr Informationen zum Reithof und wie ihr helfen könnt, findet ihr auf betterplace.org.

Auf dem Fotoblog von msnbc.com könnt ihr ein paar interessante Einblicke in ein afghanisches Frauengefängnis bekommen.

Patrick von Derangierte Einsichten kommentiert das queer- und familienpolitische Programm der Piratenpartei.

Auf AG Queer Studies könnt ihr dem Vortrag “Ich bin schw…, ehm, homosexuell – Wissenschaft und Homosexualität in der DDR” von Sebastian Mohr lauschen.

An alle Interessierten, die gut Englisch sprechen: Gender Across Borders vergibt einen Praktikumsplatz an eine_n Redakteur_in und sucht eine Person, die/der sich mit Marketing und Fundraising auskennt.

Feminismus im Radio – gibt’s das überhaupt? Diese Frage geht „EuWoRa“- European Women’s Radio nach. Begleitet hat das Projekt Petra Pfisterer, die im folgenden Interview Viktoria Balon Rede und Antwort stand. (via recherche)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Noch mehr Feminismus im Radio gibt es auf freie-radios.net: Aus einer wertkritischen Perspektive unterzieht Roswitha Scholz die Queer Theorie einer feministisch-materialistischen Kritik.

Im Guardian findet ihr einen lesenswerten Artikel zum Thema Gewalt gegen indigene Frauen: Die Autorin resümiert, dass die Gewalt an indigenen Frauen Kanadas Verweigerung widerspiegele, sich mit seiner Kolonialgeschichte auseinander zu setzen.


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Von queeren Piraten und Rap gegen Homophobie

25. November 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 67 von 138 der Serie Kurz notiert

Die Ökonomin und Frauenforscherin Gudrun Biffl spricht in der ZEIT über Gehaltsdiskriminierung, Männerseilschaften und darüber, warum Frauen keine Feministinnen sein dürfen.

Im Spiegel: Das Elterngeld kostet Milliarden, verfehlt aber alle von der Bundesregierung gesteckten Ziele. Expert_innen raten nun das Kindergeld abzuschaffen.

In der Taz lernen wir, wie amerikanische Feministinnenden deutschen Feminismus” sehen: “Existiert der überhaupt?”

Auf Feminists with Disabilities (FWD) erklärt s.e. smith, warum der gesellschaftliche Umgang mit Behinderung ein feministisches Thema sei: “Disability is a Feminist Issue: Gendering Health Access”.

AG Queer Studies stellt einen schon etwas älteren Podcast online: Ina Kerner spricht über das Verhältnis von Rassismus und Sexismus.

Wie die Sueddeutsche berichtet, können geschiedene Frauen, die auf ihre Karriere verzichtet und jahrelang Kinder erzogen haben, auf mehr Geld hoffen.

Die Piraten stellen ihr queer- und familienpolitisches Programm vor: Dieses wurde mit überwältigender Mehrheit von über 95% angenommen und steht nun im Grundsatzprogramm.

Kübra war zu Gast bei Radio eins rbb und erzählte

was aus ihrer Sicht eine Parallelgesellschaft ist, bekennt sich zu ihrer hartnäckigen Lakritzsucht, verrät ihre Leidenschaft für muslimische Mode-Blogs, und erklärt, warum sie Berlin-Tegel nicht für einen internationalen Flughafen hält.

Der Düsseldorfer Rapper Blumio macht mobil gegen Homophobie. Im Bericht von queerblicktv erzählt er warum.

Für alle englischsprachigen Interessierten noch ein Call for PapersWorkshop Women, Diplomacy and International Politics since 1500. Deadline: 30.11.


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Piratenpartei: Post-Gender war gestern

18. Mai 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 90 von 138 der Serie Kurz notiert

“Pirat! Gehe 5 Uhr früh ins Büro. Zähle weiße Mittelschichtsmänner, die putzen. Sage: “Race, class, gender sind überholte Kategorien.” (Bov Bjerg im Mai 2010)

Zur Piratenpartei ist eigentlich alles gesagt und geschrieben worden. Nach dem letzten Bundesparteitag in Bingen am vergangenen Wochenende haben auch die Piraten selbst alles gesagt: Dass sie unwählbar sind für die Mehrheit der Gesellschaft und ihr zukünftiges Dasein lieber als kleine, unbedeutende Randpartei fristen wollen, statt mit frischen und konstruktiven Ideen die fünf großen Parteien mindestens zu verunsichern. Ebenso legen sie wenig Wert darauf, dass politische Arbeit in einer Partei Spaß machen kann, außer für eine bestimmte Gruppe von Menschen. So irren sie weiter ziellos umher in ihrem kleinen parteipolitischen Kosmos auf der Suche nach dem Sündenbock für ihre bisher eher bescheidenen politischen Meilensteine: die Anderen. Und Aaron König, der nach dem unbefriedigenden Wahlergebnis in NRW aus der Partei ausgetreten ist.

Nachfolgend eine kleine Zusammenschau von Menschen, die Ursachenforschung betreiben:


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Rundumschlag

30. März 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 74 von 138 der Serie Kurz notiert

Auf feministing macht Chloe sich darüber Gedanken, wie wir die Rollen “Mann” und “Frau” in Alltagssituationen spielen und somit reproduzieren, auch genannt: Gender Performance.

Wir berichteten bereits über eine lesbischen Schülerin, Constance McMillen, deren High School ihr verbot, an ihrem Abschlussball teilzunehmen, weil sie mit ihrer Freundin und im Frack kommen wollte. Ein Bundesrichter hat nun entschieden, dass die Schule damit die Grundrechte der Schülerin verletzt hat und ihr die Teilnahme am Ball hätte erlauben müssen.

Auf geekfeminism fragt man sich, wie man mit dem Phänomen “Quotenfrau” umgeht – wenn man selbst eine ist, eine andere verdächtigt oder sich als solche fühlt.

Sport am Internationalen Frauentag? Sollten Frauen nicht erst einmal Ungleichheiten in Beruf und Wirtschaft angehen? Nein, meint Dieter Baumann in der taz, denn die „männerdominierte Sportmedienwelt zeigt, was Männer interessiert, und eine männerdominierte Wirtschaft unterstützt das, was Männer schauen, um dort die Produkte zu zeigen, die Männer kaufen sollen.”

Cicero stellt Lubna Ahmed al Hussein vor, die im Sudan verurteilt wurde, weil sie Hosen trug – dagegen klagte und dem Auspeitschen entgang (wir berichteten). Inzwischen ist sie aus dem Sudan geflohen und hat ein Buch über das Leben sudanesischer Frauen geschrieben.

Karrieretrainer Peter Modler erklärt im Interview auf Spiegel Online, mit welchen Arroganz-Prinzipien Frauen im Job Männer-Methoden kopieren. Ellenbogen raus!

Und immer noch brandaktuell: Leena Simon zur Pirat_innen-Debatte auf Spreeblick.


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Kurz informiert

18. März 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 79 von 138 der Serie Kurz notiert

Mehr Frauen mit Humor an die Mikrofone! Aber bitte nicht mit platten, rassistischen Äußerungen.

Juanita W. Goggins, US-amerikanische Aktivistin der Bürgerrechtsbewegung, die 1974 als erste Afroamerikanerin in das Repräsentatenhaus von South Carolina gewählt wurde, erfror laut der New York Times am 20. Februar in ihrem Haus.

Zwar schon etwas älter, aber immer noch eine lesenswerte Analyse der nicht-existenten Geschlechterpolitik der Pirat_innen-Partei von p-pricken.de.

Nachdem im amerikanischen Mississippi eine High School Prom abgesagt wurde, weil die 18-jährige Constance McMillan ihre Freundin mit zu dieser Abschlußfeier bringen wollte, hat autostraddle jetzt eine Gallerie nur für lesbische Prom-Dates und ihre fantastischen Bilder eröffnet!

In West-Jerusalem haben mehrere tausend Israelis gegen die Geschlechtertrennung in Bussen demonstriert, die durch die von ultra-orthodoxen Juden bewohnten Stadtteile fahren, wie broadsheet@salon berichtet.

Zu lesen in der Jungle World: In Tschechien kämpfen homosexuelle Aktivisten gegen alte Vorurteile, gesellschaftliche und rechtliche Diskriminierung, aber auch gegen die eigene politische Passivität.

Die Frontfrau und Managerin der Heavy Metal-Band „Arch Enemy”, Angela Bossow, gab Global Comment ein Interview über die wachsende Bedeutung von Frauen in Heavy Metal.


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Gendern, kentern, Schiff ahoi!

5. März 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 25 von 42 der Serie Meine Meinung

Liebe Piratenpartei,

alles fing so gut an. Endlich eine Partei, die mich versteht. Ich habe die Petition gegen das Zugangserschwerungsgesetz unterschrieben, mit gegen die Vorratsdatenspeicherung geklagt und beim Schreiben dieser Zeilen frage ich mich, in welchen Datenbanken diese Informationen wohl landen. Doch schon vor der Bundestagswahl zeigte sich, dass wir in Sachen Feminismus nicht d’accord gehen.

Nun ist einige Zeit ins Land gegangen. Das Zugangserschwerungsgesetz ist da, soll aber nicht angewendet werden, die Vorratsdaten werden (erstmal) wieder gelöscht, die Datensammelwut überall anders geht weiter – und ihr kommt wieder nur mit dem „Gedöns” in die Medien. Wie oft musste ich lesen „wenn Feministinnen was ändern wollen, dann sollen sie doch in die Partei kommen und mitarbeiten.” Dann kommen sie in die Partei und wollen mitarbeiten, und da heißt es auf einmal „ihr dürft gerne mitarbeiten, aber bitte nicht so”. Die viel beschworene Offenheit war nicht zu sehen, statt dessen wurde versucht zu löschen was nicht gefiel und mit Parteiausschluß gedroht.

Was war passiert? Unter dem Motto „Klarmachen zum Gendern” hatte Piratin Lena Simon eine Mailingliste nur für Piratinnen gegründet und ohne weitere Absprachen schon mal eine Pressemitteilung rausgeschickt, allerdings auch nicht im Namen der Partei.

Wenn die #piraten mal in derselben Empfindlichkeit auf ihre Rechtsauslegr reagieren würde wie auf die Fraueninitiative

schrieb Jens Scholz und war mit diesem Gedanken nicht der einzige. Trotz wiederholter unautorisierter Klogriffe hatte es bei Stefan „Aaron” Koenig fast schon ewig gedauert, bis der Ausschluß drohte. Und erregte hier die Begrenzung auf Frauen noch Ärger, vergaßen viele, dass die AG Männer ihre Webseite bisher auch mit Passwort schützt.

(weiterlesen …)


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