Einträge mit dem Tag ‘Pinkes’


Kurz notiert am Wochenende

28. Februar 2009 von Katrin
Dieser Text ist Teil 31 von 152 der Serie Kurz notiert

Das war diese Woche auch noch los:

Foto der Woche:

Der chinesische Künstler Shu Yong bezieht auf diese Weise Stellung gegen den Schönheits(-OP-)Wahn in seinem Land. Gefunden auf sueddeutsche.de

Das Forum Männer tagte zum Thema: „Prekäre männliche Lebenswelten – Männer im Prekariat“ → weitere Informationen auf der Website des Forums

Kann der Staat Musliminnen zwingen, Perücken statt Kopftüchern zu tragen? Eine Frage der Freiheit → diskutiert auf taz.de

Ist das so? Christina Waechter schildert, wie viele Frauen im Internet zu Läster-Mäulern mutieren und damit nur alte Rollenbilder verfestigen → nachzulesen auf jetzt.de

Ein seltsamer Streit: Schadet Radfahren den weiblichen Geschlechtsteilen? Dr. Mück referiert (Danke an Mrs. Pepstein für den Link)

Ist Barbie eine „Gefahr“ für kleine Mädchen? Feministing-Autorin Courtney E. Martin sagt nein, Mütter seien „gefährlicher“ → Martin auf CSMonitor.com

Gescheiterter „Gütetermin“: Eva Herman konnte sich nicht mit ihrem Ex-Sender NDR einigen, den sie wegen ihrer Kündigung verklagt hatte → NetPlosiv.com berichtet

Was könnte mehr „Punk“ sein, als geschminkte Männer in rosa? Eine Frage, die ich auch neulich selbst in meinem Tagebuch notierte (wird bei Gelegenheit abgetippt), die sich auf der anderen Seite des großen Sees aber anscheinend auch Danny Hayes vom Bitch Magazine stellte: hier weiterlesen!

Vorfreude der Woche: am 2. März gibt es endlich die neue Missy!Das neue Heft angucken


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Das Leben ist kein Ponyhof!

5. Januar 2009 von Anna
Dieser Text ist Teil 18 von 26 der Serie Auf einen Kaffee mit Anna

Heute nutze ich die Gelegenheit einer eigenen Kolumne dafür, ein Kindheitstrauma zu verarbeiten. Es geht um meinen Geburtstag in der dritten Klasse, ich wurde neun.
Wie jedes normale Kind freute ich mich sehr auf meinen Geburtstag, ganz besonders auf die Feier mit den anderen Kindern. Und natürlich auf die Geschenke! Ich bekam an diesem Geburtstag vor allem eines: Bücher! Und zwar nicht irgendwelche Bücher sondern: Pferdebücher!

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Ich kann mir im Nachhinein gut vorstellen, wie das zustande kam. Meine Mitschülerinnen liebten Pferde, mit allem, was dazu gehörte. Pferdebücher, Pferdeposter (MediZini!), Schulsachen voll mit Pferden und „My Little Pony“. Ich war quasi in einer Pferdemädchenklasse gefangen. Was lag für die Geschenke kaufenden Mütter also näher, als auch für mich Pferdebücher zu besorgen? Wie konnten sie auch ahnen, dass ausgerechnet diese 9jährige keine Pferde mochte?
Ich habe es versucht! „Kiki rettet den Ponyhof“ bekam noch eine Chance, „Das Glück dieser Erde“ (oder ein ähnlicher Pilcher-Titel) flog nach 20 Seiten in die Ecke, zusammen mit den anderen Pferdebüchern. Mein Frust war groß! Was für blöde Geschenke!

Ich weiß bis heute nicht, warum ich kein Pferdemädchen* war, entsprach ich doch sonst zumindest in Sachen Spielzeug wirklich jedem gängigen Stereotyp!

Alles fing recht harmlos an mit gefärbten Stoffwindeln und unbehandelten Holzbauklötzen, von denen meine Mutter heute noch schwärmt. Beides meines Erachtens recht gender-neutral. Was man von meiner enormen Barbie-Sammlung (von der meine Mutter selten schwärmt) nicht mehr sagen kann. Eines meiner tollsten Weihnachtsgeschenke war ein Barbiehaus (leider nicht das echte, sondern ein stabiles aus Holz). Ich denke, ich muss nicht näher erwähnen, dass das Haus nach und nach mit Himmelbett, Bad, Schminktisch, Küche etc voll eingerichtet wurde. Das einzige Produkt des Barbie Universums, das keinerlei Reiz auf mich ausübte waren die – richtig – Pferde! Allerdings spielte ich mit Barbie nie das klassische Mama-Papa-Kind-Szenario, sondern Barbie ging täglich arbeiten bei mir. Immerhin das! Außerdem besaß ich natürlich (teilweise sprechende) Puppen, mit Kinderwagen und was man sonst noch so braucht. Später kam tatsächlich noch einer dieser Köpfe dazu, die man schminken und frisieren kann.

Man sieht: Spielzeugtechnisch war ich ein wandelndes Klischee.

Ich erinnere mich allerdings auch an einen Korb voller Matchbox-Autos. Nur kann ich mich nicht erinnern, damit wirklich gespielt zu haben. Später landeten sie dann bei meinem Bruder. Außerdem sollte man der Vollständigkeit halber noch Playmobil und eine große Lego-Sammlung erwähnen.

Was lernen wir daraus? Auch eine feministische Erziehung schützt nicht vor der Barbie Invasion im Kinderzimmer. War es Peer-Pressure oder doch eher wohl meinende Verwandte, die Barbie und andere Puppen in mein Kinderzimmer brachten? Ich weiß es nicht. Meiner Mutter wird nicht immer wohl gewesen sein beim Blick in meine Spielsachen.

Es muss allerdings erwähnt werden, dass mein Bruder, als er sich – ebenfalls zu Weihnachten – eine Barbie samt Ferrari wünschte, diese anstandslos bekam. Warum genau Barbie allerdings als erstes nackt ausgezogen wurde und die Feiertage damit verbrachte, im FKK-Look durch den Flur zu brausen, das kann er heute nicht mehr erklären. Angeblich erinnert er sich nicht.

*Ich wurde von einer Reihe ehemaliger Pferdemädchen darauf aufmerksam gemacht, dass „echte Pferdemädchen“ nicht so sind, wie es das Klischee vermuten lässt! Echte Pferdemädchen sind den ganzen Tag im Stall und riechen entsprechend, echte Pferdemädchen machen sich ohne Murren dreckig beim Ausmisten, echte Pferdemädchen sind hart im Nehmen und echte Pferdemädchen schrecken auch vor Pferdeapfelschlachten nicht zurück.
Liebe echte Pferdemädchen, ich finde es sehr schade, dass ich euch nicht früher begegnet bin!


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Was Mädchen und Jungs wirklich wollen

16. Oktober 2008 von Susanne

Wow, man weiß bei Sexismus manchmal echt nicht, ob man lachen oder heulen soll. Das hier zum Beispiel, auf das uns unsere Leserin Miriam aufmerksam machte, ist einfach nur bescheuert:

Das sind also zwei sich ergänzende “Chemie”-Baukästen für Mädchen und Jungs, und zwar ganz ordentlich – wie es sich gehört – auf die Bedürfnisse des jeweiligen Geschlechts abgestimmt.

Den Jungs wird versprochen, etwas für ihren Grips zu tun und Wissenschaft wird ihnen schmackhaft gemacht in ansprechender, jugendgerechter Sprache, nämlich als “totally funky science”:

Mädchen dagegen will man lieber von so anstrengenden Sachen wie Wissenschaft verschonen und will ihnen auch nicht androhen, ihr Gehirn benutzen zu müssen. Nein, die Girls können “entspannen und mit verschiedenen Düften experimentieren”:

Puh. Und wer jetzt sagt, das sei halt Amerika, dem empfehle ich wärmstens die Spielzeugabteilung des ortsansässigen Kaufhauses.

(Dank an Miriam für den Link.)


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In a Barbie world?!

4. August 2008 von Anna
Dieser Text ist Teil 7 von 26 der Serie Auf einen Kaffee mit Anna

Neulich habe ich beschlossen, dass ich mich mehr bewegen muss. Man wird ja nicht jünger und mein Rücken zeigt mir leider inzwischen sehr deutlich, wann mal wieder ein wenig Gehopse und „Step Touch“ angesagt sind. Doch zwischen mir und der vermehrten Bewegung stand ein Stück Stoff: Meine alten Jazzpants (Nein, nicht die Unterwäsche. Die Turnhose.). Diese sind leider inzwischen doch sehr in die Jahre gekommen, die Nähte gehen auf und lassen sich nicht richtig flicken. So konnte ich mich nicht sehen lassen, es musste etwas neues her.

Ich steuerte also einen großen Karstadt Sport an und warf mich ins Getümmel. Die Frauensportecke war schnell gefunden, es leuchtete schon von weitem weiß, rosé und blö. Naja, würde noch was anderes geben.

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Nein, gab es nicht. Frauen scheint es nicht erlaubt zu sein, in dunklen Farben Sport zu treiben. Zumindest, wenn man keine 80 Euro für ein popliges Oberteil übrig hat, sondern auf die Hausmarken angewiesen ist. “Ich komme mir vor, als wäre ich in eine bebe-Werbung geraten”, so mein Freund mit staunenden Augen. Frustriert verließ ich den Laden. Immerhin konnte ich in einem anderen Geschäft noch eine schwarze Hose erstehen, entschied mich aber auch dort gegen ein Oberteil in Pastelltönen.

Ich war sauer. Auch deswegen, weil ich das gleiche Spiel ein paar Wochen vorher mit Turnschuhen gehabt hatte. Denn nicht nur kleine Mädchen, auch Frauen tragen wohl nur noch weiße Turnschuhe mit Glitzersteinchen, weiße Turnschuhe ohne was oder weiße Turnschuhe mit rosa Applikationen. Wenn es mal einen schwarzen Schuh gab (wenn!), so wurde diese wohl zu unweibliche Farbe mit – genau! – rosa Glitzersteinchen wieder aufgehübscht.

Ich möchte niemanden persönlich angreifen, aber ich bin definitiv keine Glitzersteinchenfrau. Auch irgendwelcher Kram mit rosa passt eher nicht zu mir. Wenn ich mich weiblicher fühlen will, dann trage ich keine rosa Turnschuhe, sondern (schwarze) Schuhe mit Absatz. Es ist nicht nur so, dass mir diese Farben nicht gefallen, ich weiß auch, dass sie bestimmt nicht gut aussehen an mir. Ich habe schon einen Friseursalon unverichteter Dinge wieder verlassen, weil die Dame dort der Meinung war, ein paar “goldene Strähnchen” würden mir bestimmt total gut stehen. Ich war mir sicher, sie würden es nicht.

Ich fand rosa mal gut. Da war ich sechs und mein ganzer Stolz war mein rosa Amigo-Ranzen. Allerdings hat sich in den über zwei Jahrzehnten seit dem einiges getan. Ich bin gewachsen. Ich trage meine Bücher nicht mehr auf dem Rücken, sondern in einer meiner zahlreichen Umhängetaschen herum. Diese sehen alle recht verschieden aus, aber sie haben eines gemeinsam: Sie sind nicht rosa! Denn auch mein Farbgeschmack hat sich geändert. Wobei ich sagen muss, dass ich mich auch nicht erinnern kann, als Kind babyblau oder weiß gut gefunden zu haben.

Ich wüsste gerne, wer Schuld an dieser Misere ist. Klar, die Pastellsachen gab es immer. Aber seit wann gibt es ausschließlich sie? Haben sich das Frauen gewünscht? Und sind diese Frauen die gleichen wie die, die sich goldene Strähnen in die Haare machen? Die, die bei H&M die ganzen Strings und Push-Up-BHs kaufen? (Auch so unerträgliche Moden, denen ich mich strikt verweigert habe. Und nein, ich glaube einfach nicht, dass ein Faden Zahnseide in der Poritze bequem ist!)

Ist das irgendeine Rückbesinnung auf Weiblichkeit in wirtschaftlich schweren Zeiten (in denen ja bekanntermaßen auch mehr Lippenstift verkauft wird)? Und wo kaufen all die anderen ihre Sportkleidung, ihre Schuhe und Shirts? Ich habe mich mit vielem abgefunden. Ich ertrage Hüfthosen und an diese langen, vorne schmalen Schuhe habe ich mich auch gewöhnt. Aber muss ich mich wirklich in ein pastellfarbenes Schicksal fügen?

Ich sage nein und ziehe einfach ein altes Shirt meines Freundes zum Sport an.


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Scheiß des Tages

15. Juni 2008 von Susanne

Das hier. Sind Highheels. Für Babys. Kein Witz.

Über Feministing


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Winzig. Pink. Grauenvoll.

19. April 2008 von Susanne

Im Magazin der Süddeutschen Zeitung gab es gestern noch einen lesenswerten Text: über die pinke Glitzer-Hölle, in die Frauen von den Marketing”experten” vieler Unternehmen geschickt werden. Mehr als den Teaser will ich an dieser Stelle gar nicht zitieren, der fasst nämlich kurz und knackig zusammen, worum es hier geht:

Wenn Designer die Aufgabe kriegen, Geräte für Frauen zu gestalten, machen sie sich ungefähr so viele Gedanken wie Barbie.

(Foto von Keith Combs geliehen.)


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Oh. My. God.

16. April 2008 von Susanne

Nur mal 5 Minuten auf feministing.com verbracht und schon wieder schlappgelacht. Die Amis sind manchmal echt so geil.

Brüller Nr. 1:

Oookay! Klar, das hat die Welt gebraucht. Ein Kinderbuch, das Kindern erklärt, warum sich Mami die Nase hat korrigieren und den Bauch straffen lassen.

Brüller Nr. 2:

Eine Fernsehsendung namens “Bulging Brides” – mal leger als “Wulstige Bräute” übersetzbar.

In dieser Reality Show kaufen sich Bräute ihr Hochzeitskleid zwei Nummern zu klein und werden dann gedrillt, damit sie da auch reinpassen. Der Untertitel der Show verspricht ja auch “Der perfekte Tag ist noch einige Pfunde entfernt”. Und hier kann man in den Dumpfsinn reinschauen:

So, ham wa alle ordentlich gelacht. Schönen Abend noch! Bis morgen.

(Bilder über feministing.com)


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Niiiiice!

27. März 2008 von Susanne

Oh, wie gern hätte ich diesen Kuli! Ach so, kann man kaufen, bei Stickersisters.

Gesehen bei Feministing (Ich stimme Jessica zu: Wie toll wären denn bitteschön Stifte mit “action is glamour”!)


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Die heißeste Tussi, wo gibt

25. März 2008 von Susanne

In Großbritannien laufen die Eltern junger Mädchen Sturm gegen eine Internetseite. Der Grund ihrer Aufregung: Auf der “Miss Bimbo”-Webseite tummeln sich ihre Töchter schon ab dem 9. Lebensjahr und versuchen ihren Avatar zum “hottest, coolest, most famous bimbo in the whole world” zu machen – zur Not auch zum Beispiel mit einer Brustvergrößerung. Ziel des Spieles ist es, so viele “bimbo”-Dollar wie möglich zu sammeln, um damit Klamotten, Schmuck oder Diätpillen einkaufen zu gehen, der Avatar-Tussi die Haare, Fingernägel oder eben den Busen oder die Hüften machen zu lassen. Uff.

Bill Hibbert von Parentkind kritisiert: “Es ist eine Sache, wenn eine Neunjährige dieses Spiel als albern und dumm erkennt. Aber die Gefahr ist, dass Mädchen in dem Alter die Ironie der Sache eben nicht verstehen und sich die Bimbos zum coolen Vorbild nehmen.”

Der 23-jährige Erfinder der Bimbo-Webseite, Nicolas Jacquart, dagegen sagt, die Mädchen würden lernen, Verantwortung zu tragen – eben für ihren Avatar. Beweise? “Wenn ihre Avatare zu viel Schokolade essen, dann ist das schlecht für die Körper ihrer Bimbos und auch für ihre Laune [...] Wir vermitteln ihnen, wie wichtig gesundes Essen ist.” Und: “Die Brustoperationen sind nur ein Teil des Spiels [...] und spiegeln nur das wahre Leben wider.”

Na dann.


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Haaap-py Birth-day tooo yooou!

19. März 2008 von Susanne

Nichts könnte heute besser passen als Marilyn Monroes mit gespitzten, roten Lippen gehauchtes Geburtstagslied. Denn: Der Lippenstift wird heute 125 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch, du kleines, rotes Ding, du!


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