Einträge mit dem Tag ‘Pinkes’

In a Barbie world?!

Monday, August 4th, 2008 von Anna
Dieser Text ist Teil 7 von 11 der Serie Auf einen Kaffee mit Anna

Neulich habe ich beschlossen, dass ich mich mehr bewegen muss. Man wird ja nicht jünger und mein Rücken zeigt mir leider inzwischen sehr deutlich, wann mal wieder ein wenig Gehopse und „Step Touch“ angesagt sind. Doch zwischen mir und der vermehrten Bewegung stand ein Stück Stoff: Meine alten Jazzpants (Nein, nicht die Unterwäsche. Die Turnhose.). Diese sind leider inzwischen doch sehr in die Jahre gekommen, die Nähte gehen auf und lassen sich nicht richtig flicken. So konnte ich mich nicht sehen lassen, es musste etwas neues her.

Ich steuerte also einen großen Karstadt Sport an und warf mich ins Getümmel. Die Frauensportecke war schnell gefunden, es leuchtete schon von weitem weiß, rosé und blö. Naja, würde noch was anderes geben.

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Nein, gab es nicht. Frauen scheint es nicht erlaubt zu sein, in dunklen Farben Sport zu treiben. Zumindest, wenn man keine 80 Euro für ein popliges Oberteil übrig hat, sondern auf die Hausmarken angewiesen ist. “Ich komme mir vor, als wäre ich in eine bebe-Werbung geraten”, so mein Freund mit staunenden Augen. Frustriert verließ ich den Laden. Immerhin konnte ich in einem anderen Geschäft noch eine schwarze Hose erstehen, entschied mich aber auch dort gegen ein Oberteil in Pastelltönen.

Ich war sauer. Auch deswegen, weil ich das gleiche Spiel ein paar Wochen vorher mit Turnschuhen gehabt hatte. Denn nicht nur kleine Mädchen, auch Frauen tragen wohl nur noch weiße Turnschuhe mit Glitzersteinchen, weiße Turnschuhe ohne was oder weiße Turnschuhe mit rosa Applikationen. Wenn es mal einen schwarzen Schuh gab (wenn!), so wurde diese wohl zu unweibliche Farbe mit - genau! - rosa Glitzersteinchen wieder aufgehübscht.

Ich möchte niemanden persönlich angreifen, aber ich bin definitiv keine Glitzersteinchenfrau. Auch irgendwelcher Kram mit rosa passt eher nicht zu mir. Wenn ich mich weiblicher fühlen will, dann trage ich keine rosa Turnschuhe, sondern (schwarze) Schuhe mit Absatz. Es ist nicht nur so, dass mir diese Farben nicht gefallen, ich weiß auch, dass sie bestimmt nicht gut aussehen an mir. Ich habe schon einen Friseursalon unverichteter Dinge wieder verlassen, weil die Dame dort der Meinung war, ein paar “goldene Strähnchen” würden mir bestimmt total gut stehen. Ich war mir sicher, sie würden es nicht.

Ich fand rosa mal gut. Da war ich sechs und mein ganzer Stolz war mein rosa Amigo-Ranzen. Allerdings hat sich in den über zwei Jahrzehnten seit dem einiges getan. Ich bin gewachsen. Ich trage meine Bücher nicht mehr auf dem Rücken, sondern in einer meiner zahlreichen Umhängetaschen herum. Diese sehen alle recht verschieden aus, aber sie haben eines gemeinsam: Sie sind nicht rosa! Denn auch mein Farbgeschmack hat sich geändert. Wobei ich sagen muss, dass ich mich auch nicht erinnern kann, als Kind babyblau oder weiß gut gefunden zu haben.

Ich wüsste gerne, wer Schuld an dieser Misere ist. Klar, die Pastellsachen gab es immer. Aber seit wann gibt es ausschließlich sie? Haben sich das Frauen gewünscht? Und sind diese Frauen die gleichen wie die, die sich goldene Strähnen in die Haare machen? Die, die bei H&M die ganzen Strings und Push-Up-BHs kaufen? (Auch so unerträgliche Moden, denen ich mich strikt verweigert habe. Und nein, ich glaube einfach nicht, dass ein Faden Zahnseide in der Poritze bequem ist!)

Ist das irgendeine Rückbesinnung auf Weiblichkeit in wirtschaftlich schweren Zeiten (in denen ja bekanntermaßen auch mehr Lippenstift verkauft wird)? Und wo kaufen all die anderen ihre Sportkleidung, ihre Schuhe und Shirts? Ich habe mich mit vielem abgefunden. Ich ertrage Hüfthosen und an diese langen, vorne schmalen Schuhe habe ich mich auch gewöhnt. Aber muss ich mich wirklich in ein pastellfarbenes Schicksal fügen?

Ich sage nein und ziehe einfach ein altes Shirt meines Freundes zum Sport an.

Scheiß des Tages

Sunday, June 15th, 2008 von Susanne

Das hier. Sind Highheels. Für Babys. Kein Witz.

Über Feministing

Winzig. Pink. Grauenvoll.

Saturday, April 19th, 2008 von Susanne

Im Magazin der Süddeutschen Zeitung gab es gestern noch einen lesenswerten Text: über die pinke Glitzer-Hölle, in die Frauen von den Marketing”experten” vieler Unternehmen geschickt werden. Mehr als den Teaser will ich an dieser Stelle gar nicht zitieren, der fasst nämlich kurz und knackig zusammen, worum es hier geht:

Wenn Designer die Aufgabe kriegen, Geräte für Frauen zu gestalten, machen sie sich ungefähr so viele Gedanken wie Barbie.

(Foto von Keith Combs geliehen.)

Oh. My. God.

Wednesday, April 16th, 2008 von Susanne

Nur mal 5 Minuten auf feministing.com verbracht und schon wieder schlappgelacht. Die Amis sind manchmal echt so geil.

Brüller Nr. 1:

Oookay! Klar, das hat die Welt gebraucht. Ein Kinderbuch, das Kindern erklärt, warum sich Mami die Nase hat korrigieren und den Bauch straffen lassen.

Brüller Nr. 2:

Eine Fernsehsendung namens “Bulging Brides” - mal leger als “Wulstige Bräute” übersetzbar.

In dieser Reality Show kaufen sich Bräute ihr Hochzeitskleid zwei Nummern zu klein und werden dann gedrillt, damit sie da auch reinpassen. Der Untertitel der Show verspricht ja auch “Der perfekte Tag ist noch einige Pfunde entfernt”. Und hier kann man in den Dumpfsinn reinschauen:

So, ham wa alle ordentlich gelacht. Schönen Abend noch! Bis morgen.

(Bilder über feministing.com)

Niiiiice!

Thursday, March 27th, 2008 von Susanne

Oh, wie gern hätte ich diesen Kuli! Ach so, kann man kaufen, bei Stickersisters.

Gesehen bei Feministing (Ich stimme Jessica zu: Wie toll wären denn bitteschön Stifte mit “action is glamour”!)

Die heißeste Tussi, wo gibt

Tuesday, March 25th, 2008 von Susanne

In Großbritannien laufen die Eltern junger Mädchen Sturm gegen eine Internetseite. Der Grund ihrer Aufregung: Auf der “Miss Bimbo”-Webseite tummeln sich ihre Töchter schon ab dem 9. Lebensjahr und versuchen ihren Avatar zum “hottest, coolest, most famous bimbo in the whole world” zu machen - zur Not auch zum Beispiel mit einer Brustvergrößerung. Ziel des Spieles ist es, so viele “bimbo”-Dollar wie möglich zu sammeln, um damit Klamotten, Schmuck oder Diätpillen einkaufen zu gehen, der Avatar-Tussi die Haare, Fingernägel oder eben den Busen oder die Hüften machen zu lassen. Uff.

Bill Hibbert von Parentkind kritisiert: “Es ist eine Sache, wenn eine Neunjährige dieses Spiel als albern und dumm erkennt. Aber die Gefahr ist, dass Mädchen in dem Alter die Ironie der Sache eben nicht verstehen und sich die Bimbos zum coolen Vorbild nehmen.”

Der 23-jährige Erfinder der Bimbo-Webseite, Nicolas Jacquart, dagegen sagt, die Mädchen würden lernen, Verantwortung zu tragen - eben für ihren Avatar. Beweise? “Wenn ihre Avatare zu viel Schokolade essen, dann ist das schlecht für die Körper ihrer Bimbos und auch für ihre Laune […] Wir vermitteln ihnen, wie wichtig gesundes Essen ist.” Und: “Die Brustoperationen sind nur ein Teil des Spiels […] und spiegeln nur das wahre Leben wider.”

Na dann.

Haaap-py Birth-day tooo yooou!

Wednesday, March 19th, 2008 von Susanne

Nichts könnte heute besser passen als Marilyn Monroes mit gespitzten, roten Lippen gehauchtes Geburtstagslied. Denn: Der Lippenstift wird heute 125 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch, du kleines, rotes Ding, du!

We love Lisa

Monday, January 14th, 2008 von Meredith

Ein Aufruf in eigener Sache: Schnell alle zu Jezebel und sich den Simpsons-Clip anschauen, den die tollen Ladys aus New York hochgeladen haben. Darin startet Lisa, mit der sich zumindest dieses Mitglied der Mädchenmannschaft schon immer etwas zu stark identifiziert hat, eine Kampagne gegen den Sexismus ihrer geliebten Puppe Malibu Stacy, deren Sprechfunktion ihr nur Sätze wie “Frag mich nicht, ich bin nur ein Mädchen”, oder “Lass uns Schminke kaufen, damit die Jungs uns mögen” in den Puppenmund legt. Ganz großes Mädchenkino.

Puppen sind für Mädchen

Tuesday, January 8th, 2008 von Susanne

Turbo Heather ist die coolste Sau im Spielzeugland. Schade, dass Weihnachten schon vorbei ist.

Über Feministe

Erwachsenwerden mit Stereotypen

Sunday, December 30th, 2007 von Susanne

Barbie ist ja eh nicht dafür bekannt, ein besonders ausgewogenes Frauenbild zu vermitteln. Aber jetzt hat Mattel mal wieder einen Tiefpunkt markiert, mit der Barbie Girl “Fashion Fever”.

Die Gute bringt Mädchen bei, was in Zukunft ihr liebstes Hobby sein wird: Shoppen. Und zwar: unlimited. Denn im Lieferumfang ist nicht nur eine Shopping Boutique, sondern auch eine pinke Kreditkarte, die kein Limit kennt. Im Filmchen blinken die Summen (pling, $200, pling $150, pling, $200) fröhlich auf. Schön, wenn Mädchen schon ganz früh lernen, dass ein Shoppingtag auch mal mehrere hundert Dollar kosten kann. Denn: Hey, was sollen denn Frauen sonst bitte den ganzen Tag tun?

Über Feministing