Hamsterrad der Ignoranz – Wenn Weiße mit sich selber über Rassismus reden
29. Januar 2013 von Gastautor_inRassismus in Kinderbüchern: In diesem Text, den wir freundlicherweise veröffentlichen dürfen, setzt Sula als Schwarze Kunstwissenschaftlerin, Aktivistin und Mutter einen Punkt unter die unsäglichen Debatten im Pfuilleton und drumrum.
Und als ob es in den letzten Wochen nicht bereits deutlich genug geworden wäre, dass sich jene Schriftsteller_innen und Journalist_innen, die sich zur Zeit in Panik an das eine Wort klammern, das scheinbar konstitutiv für den Erhalt deutscher Kultur und Identität ist, es sorgfältig vermeiden, irgendeine wie auch immer geartete Recherche bezüglich des Wortes oder der Debatte zu betreiben, musste die ZEIT noch einen weiteren Kommentar veröffentlichen, der die Stimmen Schwarzer Menschen, die immerhin vereinzelt, der Ursuppe weißer Mainstreammeinung zum Trotz, sichtbar geworden sind, in guter imperialistischer Tradition ausblendet.
Auch Frau Christine Nöstlinger muss sich zur Debatte äußern. Das Ganze wird noch völlig unnötigerweise verziert von rassistischen Abbildungen und Texten aus “Der Struwwelpeter”. Schade, dass man Bücher nicht entlesen kann. Irgendwie sehe ich es nicht mehr ein, dass ich mir die Mühe machen soll, mir noch irgendetwas anzuhören, durchzulesen oder anzuschauen, was von weißen Deutschen (oder wie in diesem Fall Österreicherinnen) ganz offensichtlich sowieso nur für weiße Deutsche produziert wird, während die “geistige Elite” dieses Landes in zwei Wochen zermürbendem Sich-im-Kreise-Drehen um die eigene Argumentation im luftleeren Raum es offensichtlich nicht geschafft hat, auch nur einen der vielen Texte anzufassen, die die vielen Irrtümer, unfundierten Behauptungen und apokalyptischen Verschwörungsfantasien, die sich auch in Frau Nöstlingers Text wieder tummeln, ausnahmslos entschärfen. (weiterlesen …)
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