Einträge mit dem Tag ‘Ostdeutschland’


Rocken, Lieben, Arbeiten – kurz verlinkt

15. Dezember 2011 von der Mädchenmannschaft

Die Haftpflichtbeiträge der Hebammen sind in den vergangenen Jahren bekanntlich deutlich gestiegen, 2012 werden sie fast das doppelte im Vergleich zu 2009 betragen. Bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen sieht es dabei düster aus, so der Hebammenverband: Für Geburten im Geburtshaus bleibt alles wie es ist, für alle anderen Leistungen soll es nicht einmal 2 Prozent mehr Geld geben. Protestbriefe gibt es auf www.hebammenverband.de.

Das Ruby Tuesday Rock Camp 2012, ein einwöchiges Musik- Ferienlager in Berlin für 35 Mädchen von 12 bis 18 Jahren, zu supporten geht auch, ohne fragwürdige Banken und deren Anliegen zu bewerben –  hier der Spendenaufruf inklusive handlichem Spendenbutton.

Anlässlich der Veröffentlichung des Abschlussberichts des Runden Tisches Kindesmissbrauch hat der Verband alleinerziehender Mütter und Väter eine Pressemeldung (PDF) herausgegeben und zieht ein durchwachsenes Fazit.

Die Lausitzer Rundschau berichtet: “Ostdeutsche Frauen streben bei ihrer Rückkehr ins Berufsleben weitaus häufiger eine Vollzeitstelle an als westdeutsche Frauen. Während 80 Prozent der Frauen aus Ostdeutschland bei der Wiederaufnahme ihres Berufes eine Vollzeitstelle wollen, sind es in Westdeutschland weniger als 30 Prozent, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht.”

Väter arbeiten offenbar im Durchschnitt wesentlich länger als kinderlose Männer.

Das ist doch voll schwul“ heißt eine Reportage in der ZDF Mediathek, in der drei Jugendliche über ihr Coming-Out berichten. (weiterlesen …)


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Drei Frauen für Niedersachsen

20. April 2010 von Barbara

Aus alt mach neu – Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat vier Posten in seinem Kabinett neu besetzt. Unter den vier Neuen sind drei Frauen! Das Besondere an dieser eh schon aufregenden Nachricht: eine von ihnen ist Muslima. Und eine von ihnen kommt aus dem Osten Deutschlands.

Je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr macht es nachdenklich. Es ist großartig, dass Wulff, oder sein Beratungsteam, oder vielleicht sogar seine Partei, dass also mindestens ein paar Leute aus den Kreisen der Konservativen verstanden haben, dass der “alte” CDU-Kurs aus der Ära Kohl nicht mehr zeitgemäß ist. Dass Frauen in ein Team gehören, dass sie das Team besser machen. Es ist aber auch seltsam, dass gerade die Union das mit solcher Konsequenz verstanden hat, eine Partei, mit der doch eher traditionelle Geschlechterrollen verbunden werden. Oder handelt es sich hier um ein lokales Phänomen? Kurz für die Erinnerung: Die Kanzlerin ist gegen eine Quote in der Privatwirtschaft, die Bundesfamilienministerin ist für eine Herdprämie. Und die CSU-Frauen sind recht unglücklich, weil sich in all den Jahren des guten Willens in Sachen Geschlechtergleichheit nicht viel getan hat. Es ist also nicht nur zeitgemäß, sondern entspricht auch dem Zeitgeist, ist demnach vorbildlich, dass die Neubesetzung nicht nur eine Frauenquote, sondern auch noch eine, sagen wir, “Minderheiten-Quote” unterstützt: Frau, Ostdeutschland, migrantischer Hintergrund.

Die Frau mit dem migrantischen Hintergrund, Aygül Özkan, wird Sozialministerin. Die Frau aus dem Osten, Brandenburgs CDU-Vorsitzende und Landtagsfraktionschefin Johanna Wanka, wird Wissenschaftsministerin. Alle jubeln! Nur bei der dritten Frau, der “Frau”, kritisiert die taz einen Hang zum Lobbyismus. Astrid Grotelüschen, künftige Agrarministerin, ist mit einem Mann aus der Putenmast-Branche verheiratet. Was ihre Objektivität in Sachen Tierrechte gefährden könnte. Es bleibt also spannend in Niedersachsen.


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Verarmte Ostfrauen

21. Dezember 2009 von Magda

Rund 400.000 einstige Hausfrauen aus der ehemaligen DDR, die heute Rentnerinnen sind, sind von Altersarmut betroffen. Hat sich in der DDR noch der Staat um jene Frauen gekümmert, hat das westdeutsche Rentensystem, welches beim Einigungsvertrag 1990 auf die gesamte Bundesrepublik übertragen wurde, die ostdeutschen Frauen übergangen, denn ein in der DDR geschiedener Mann kann aus juristischen Gründen nicht mehr belangt werden. Eine ostdeutsche Rentnerin bekommt rund 670€  - verglichen mit 1100€ für eine Rentnerin aus dem Westen. Hier ein Bericht von Panorama:

Gesehen beim mädchenblog.


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Tagung in Berlin: Frauenaufbruch ’89

30. November 2009 von Magda

Am 06.12. findet in der Volksbühne Berlin, Grüner Salon, eine Tagung zum Thema Frauenaufbruch ’89: Was wir wollten – Was wir wurden statt, in der zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls der feministische Aufbruch während und unmittelbar nach der Wende und die Gründung des Unabhängigen Frauenverbands (UFV) diskutiert wird. Auf Salon 21 heißt es:

Als Anfang Dezember 1989 auf einen spontanen Aufruf hin 1200 Frauen aus allen Regionen der DDR im großen Theatersaal der Berliner Volksbühne zusammentrafen, markierte dies den Beginn einer erstmals in diesem Ausmaß öffentlich werdenden unabhängigen Frauenbewegung in der DDR, deren Wurzeln in die 1980er Jahre zurückreichten. Frauen aus unabhängigen Frauen- und Lesbengruppen, Kirchenfrauen, kritische Wissenschaftlerinnen, Reformerinnen aus der SED – Frauen aus den unterschiedlichsten Kreisen und Glaubensrichtungen traten aus ihren bislang verborgenen und voneinander getrennten Gruppen und Zirkeln heraus und diskutierten erstmals gemeinsam über den Zustand und die Zukunft ihres Landes.

Zum 20-jährigen Jubiläum dieses Ereignisses hält die Tagung Rückschau auf die enthusiastischen Zeiten des Aufbruchs und fragt gleichzeitig nach der Ambivalenz seines Erbes. Hat ein in der DDR gewachsener Emanzipationsvorsprung von Ostfrauen die Bundesrepublik verändert und wie ist es heute um die Geschlechterarrangements in diesem Land bestellt?

Plakat des Unabhängigen Frauenverbandes der DDR, 1990. © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Plakat des Unabhängigen Frauenverbandes der DDR, 1990. © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Unter anderem mit dabei sind Irene Dölling, Bärbel Klässner, Ina Merkel, Hildegard Maria Nickel, Walfriede Schmitt, Christina Thürmer-Rohr und Suse Jank & Band (poetischer Ostrock).

Um Anmeldung wird gebeten.

PS: Auf weltonline.de schrieb Judith Luig einen interessanten Kommentar zum “Mythos Ostfrau”.


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